DE2557873C2 - Verfahren und Anordnung zum hydraulischen Fördern von Feststoffen - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum hydraulischen Fördern von FeststoffenInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum hydraulischen Fördern von Feststoffen unter Bildung eines
Schlamms auf der Basis von Feststoffpartikeln und Trägerflüssigkeit sowie Transport dieses Schlamms
durch eine Rohrleitung, bei dem einerseits eine Trägerflüssigkeit und andererseits Feststoffpartikeln
ohne Trägerflüssigkeit in einen Sumpf eingeführt werden und ein Schlamm aus Trägerflüssigkeit und
Feststoffpartikeln aus dem Sumpf heraus und durch die Rohrleitung hindurch gepumpt wird, sowie Anordnungen
zum Durchführen eines solchen Verfahrens.
Die Erfindung bezieht sich also allgemein auf Methoden und Systeme für die hydraulische Förderung
von Feststoffen und spezieller, aber nicht ausschließlich ho
auf Methoden und Systeme für die Bildung eines Schlamms aus Feststoff und Trägerflüssigkeit und für
die Weiterbeförderung eines solchen Schlamms durch eine Rohrleitung.
Im Bergbau und beim Transport von Mineralstoffen wie Kohle sowohl wie in anderen Anwendungsfällen, bei
denen Feststoffe zu entfernten Plätzen transportiert werden müssen, ist in neuerer Zeit die Methode des
hydraulischen Transports dieser Feststoffe, also die Überführung der Feststoffe in einen Schlamm mit
anschließendem Pumpen dieses Schlamms durch eine Rohrleitung zum jeweiligen Bestimmungsort für die
Feststoffe, entwickelt und mit einigem Erfolg in Anwendung gebracht worden. Solche hydraulische
Fördersysteme enthalten im allgemeinen einen Mischbehälter, in den die zu transportierenden Feststoffe nach
Zerkleinerung in Stücke von passender Größe eingebracht und in dem sie mit einem Strom einer
Trägerflüssigkeit kombiniert werden, um einen pumpfähigen Schlamm zu bilden. Dieser Schlamm wird dann
durch eine Rohrleitung hindurch in kontinuierlichem Strom zu einem entfernten Bestimmungsort gepumpt
Dabei werden der Durchsatz an durch die Rohrleitung hind'jrchgepumptem Schlamm sowie die Konzentration
der darin enthaltenen Feststoffe überhaupt nicht oder nur von Hand oder allenfalls noch teilweise automatisch
geregelt und es ergeben sich immer dann Schwierigkeiten, wenn die Feststoffkonzentration im Schlamm zu
hoch oder der Schlammdurchsatz durch die Rohrleitung zu niedrig wird, da beide Gegebenheiten dazu führen,
daß sich Feststoffpartikeln aus dem Schlamm absetzen und in der Rohrleitung ablagern. Zur Überwindung
dieser Schwierigkeiten werden die bisher eingesetzten Fördersysteme vielfach mit extrem hohem Schlammdurchsatz
betrieben, ohne daß sich dadurch jedoch die auftretenden Probleme wirksam beseitigen ließen.
Beim hydraulischen Transport von Mineralstoffen wie Kohle von einer Abbaustelle in einem Bergwerk zu
einem innerhalb oder außerhalb des Bergwerks gelegenen Lagerplatz werden die mit der Regelung der
Feststoffkonzentration im Schlamm und der Schlammgeschwindigkeit in der Transportleitung verbundenen
Probleme besonders akut. Da die Abbaumaschinen für den Kohleabbau vor Ort keinen konstanten Kohlefluß
liefern, fällt die in Stücke passender Größe gebrochene und so in den Schlammsumpf für die Bildung eines
Schlamms aus Kohle und Trägerflüssigkeit eingetragene Kohle mit stark wechselndem Durchsatz an, und
entsprechend variiert die Kohlekonzentration im Schlamm in einem weiten Bereich, der sich vielfach von
0 bis zu mehr als 50 Volumenprozent erstreckt. Bisher ist für den Durchsatz der mit der stückigen Kohle zur
Schlammbildung im Schlammsumpf zu kombinierenden Trägerflüssigkeit nur eine Regelung von Hand vorgesehen,
und der Schlammdurchsatz durch die Transportleitung variiert, woraus sich vielfach Schwierigkeiten in
Verbindung mit Leitungsverstopfungen ergeben haben, die auf zu hohe Feststoffkonzentrationen im Schlamm
oder auf zu niedrige Strömungsgeschwindigkeiten für den Schlammstrom bzw. auf zu geringe Schlammdurchsätze
in der Transportleitung zurückzuführen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Weg aufzuzeigen, wie sich die bisher in Verbindung mit einer
unzureichenden Kontrolle der Feststofficonzentration im Schlamm und des Schlammdurchsatzes durch die
Transportleitung ergebenden Schwierigkeiten durch eine automatische Kompensation von Änderungen im
Durchsatz der zur Schlammbildüng in den Schlammsumpf
eingebrachten Feststoffpartikeln beheben lassen. Ziel der Erfindung ist dabei zum einen ein im
wesentlichen konstanter Wert für den Schlammdurchsatz durch die Transportleitung und zum anderen eine
automatische Regelung der Feststoffkonzentration im Schlamm auf einen im wesentlichen konstanten Wert.
Die erfindungsgemäße Lösung der gestellten Aufgabe besteht auseehend von einem Verfahren der
eingangs erwähnten Art für die hydraulische Förderung von Feststoffen darin, daß der Durchsatz für die in
kontinuierlichem Strom in den Sumpf eingeleitete Trägerflüssigkeit in umgekehrtem Verhältnis zu Änderungen
im Durchsatz für die in den Sumpf eingeführten Feststoffpartikeln geändert wird.
Eine erfindungsgemäß ausgebildete Anordnung zum hydraulischen Fördern von Feststoffen ist dadurch
gekennzeichnet, daß sie einen Schlammsumpf mit einem Einlaß für Feststoffpartikeln, einem Einlaß für Trägerflüssigkeit
und einem Auslaß für Schlamm, eine einerseits mit dem Trägerflüssigkeitseinlaß des
Schlammsumpfes und andererseits mit einer Quelle für Trägerflüssigkeit verbundene erste Leitung, einen am
Schlammsumpf angebrachten Flüssigkeitsstandsregler '5 für die Erzeugung eines dem Anstieg und Abfall des
Pegels für den im Schlammsumpf gebildeten Schlamm umgekehrt proportionalen Signals, ein in der ersten
Leitung Hegendes und mit dem Flüssigkeitsstandsregler betriebsmäßig verbundenes Durchflußregelventil für die
Einstellung des Durchsatzes für die durch die erste Leitung fließende Trägerflüssigkeit in Entsprechung zu
dem vom Flüssigkeitsstandsregler erzeugten Signal, eine Schlammpumpe mit einem Ansauganschluß und
einem Austrittsstutzen, eine zwischen dem Schlamm- 2S
auslaß des Schlammsumpfes und dem Ansauganschluß der Schlammpumpe liegende zweite Leitung und eine
an den Austrittsstutzen der Schlammpumpe angeschlossene dritte Leitung für den Weitertransport des
Schlamms aufweist.
Die Erfindung liefert Verfahren und Anordnungen zur Bildung eines Schlamms aus Feststoffpartikeln und
Trägerflüssigkeit und zum Transport eines solchen Schlamms durch eine Leitung, bei denen ein kontinuierlicher
Trägerflüssigkeitsstrom in einen Sumpf eingeleitet wird und außerdem zu transportierende Feststoffpartikeln
in den Sumpf eingetragen werden, so daß sich in diesem Sumpf ein pumpfähiger Schlamm aus
Feststoff und Trägerflüssigkeit bildet, der dann für seinen Weitertransport aus dem Sumpf heraus und in
eine Leitung hinein gepumpt wird. Dabei wird der Durchsatz für den in den Sumpf eingeleiteten
Trägerflüssigkeitsstrom umgekehrt proportional zu Änderungen im Durchsatz für die in den Sumpf
eingetragenen Feststoffpartikeln variiert, so daß der Durchsatz für den im Sumpf gebildeten Schlamm im
wesentlichen gleich dem Durchsatz für den aus dem Sumpf herausgepumpten Schlamm gehalten wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sowie Anwendungsmöglichkeiten sowohl für das
erfindungsgemäße Verfahren als auch für die erfindungsgemäß ausgebildete Anordnung zu dessen Durchführung
sind im einzelnen jeweils in Unteransprüchen gekennzeichnet
In bevorzugter Durchführung umfaßt das erfindungsgemäße Verfahren für die Bildung eines Schlamms aus
Feststoffpartikeln und Trägerflüssigkeit sowie Weitertransport dieses Schlamms durch eine Leitung folgende
Schritte:
6o
Einleiten eines kontinuierlichen Stroms der Trägerflüssigkeit in einen Sumpf mit solchem Durchsatz,
daß sich bei Kombination mit dem maximalen Durchsatz an zu transportierenden Feststoffpartikeln
ein pumpfähiger Schlamm aus Feststoff und 6s
Trägerflüssigkeit ergibt.
Eintragen der zu transportierenden Feststoffpartikeln in den Sumpf, so daß darin ein Schlamm aus
Feststoffpartikeln und Trägerflüssigkeit gebildet wird,
Herauspumpen von Schlamm aus dem Sumpf und in die Transportleitung hinein und
Variation der Durchflußmenge für den in den Sumpf eingeleiteten Trägerflüssigkeitsstrom in umgekehrtem Verhältnis zu Änderungen im Durchsatz für die in den Sumpf eingetragenen Feststoffpartikeln, so daß der Durchsatz für den im Sumpf gebildeten Schlamm im wesentlichen gleich dem Durchsatz für den aus dem Sumpf herausgepumpten Schlamm gehalten wird.
Variation der Durchflußmenge für den in den Sumpf eingeleiteten Trägerflüssigkeitsstrom in umgekehrtem Verhältnis zu Änderungen im Durchsatz für die in den Sumpf eingetragenen Feststoffpartikeln, so daß der Durchsatz für den im Sumpf gebildeten Schlamm im wesentlichen gleich dem Durchsatz für den aus dem Sumpf herausgepumpten Schlamm gehalten wird.
Die Verfahren und Anordnungen gemäß der Erfindung sind für alle Anwendungsfälle von Nutzen, bei
denen der Wunsch besteht, in stückiger Form vorliegende Feststoffe dadurch zu transportieren, daß
diese Feststoffpartikeln in einer Trägerflüssigkeit suspendiert werden und der sich dabei ergebende
Schlamm durch eine Rohrleitung gepumpt wird. Ganz besonders aber eignen sie sich beim Abbau von Kohle
oder anderen Mineralstoffen für einen kontinuierlichen Abtransport der frisch abgebauten Kohle oder Mineralstoffe
in Schlammform vom Aufstellungsort einer Abbaumaschine im Bergwerk zu einem Lagerplatz
innerhalb oder außerhalb des Bergwerks.
In der herkömmlichen Bergbautechnik werden die abgebauten Kohle oder Mineralerze im allgemeinen auf
mechanischem Wege von der Abbaustelle vor Ort zu einem Fördersystem gebracht, das ihren Weitertransport
aus der Grube heraus übernimmt. Die Abbauprodukte werden also von der Abbaumaschine in Loren
oder Grubenhunde oder ähnliche Einrichtungen eingeführt und mit deren Hilfe eine kurze Strecke weit zu
einem endlosen Förderband oder einem ähnlicher Fördergerät verbracht, von wo aus sie dann zu einem
Hauptbahnsystem oder einem Hauptfördersystem gelangen. Da diese herkömmlichen Fördersysteme ein
mehrfaches Ein- und Umladen der abgebauten Kohle und Mineralerze vor deren Eintreffen am gewünschter
Lagerplatz mit sich bringen, können sie im allgemeiner mit dem Ausstoß moderner, kontinuierlich arbeitender
Abbaumaschinen nicht Schritt halten, und dementsprechend lassen sich diese Abbaumaschinen dann nicht mil
maximalem Wirkungsgrad betreiben.
In neuerer Zeit sind nun Systeme entwickelt und mil gewissem Erfolg eingesetzt worden, bei denen die
Kohle und Mineralerze auf hydraulischem Wege vor der Abbaustelle vor Ort entweder zu einer innerhalb dei
Grube für ihre Weiterverarbeitung vorgesehenen Stelle oder zu einem Lagerplatz außerhalb der Grube
verbracht werden. Im allgemeinen gehört zu dieser Systemen am oder nahe dem Aufstellungsort dei
Abbaumaschine ein Schlammbereiter mit einei Schlammpumpe für den weiteren Schlammtransport
Außerdem ist im allgemeinen ein Brechwerk vorgesehen, das die anfallenden Rohprodukte auf eine solche
Größe bringt, daß sie sich in einer Trägerflüssigkeit ir Suspension bringen lassen. Aus dem Brechwerk werder
die gebrochenen Stücke in einen Mischtank eingetragen, in dem sie mit einem Trägerflüssigkeitsstroir
kombiniert werden, und der dabei gebildete Schlamrr wird über eine Leitung, die auch als flexible Schlauchlei
tung ausgeführt sein kann, aus dem Sumpf abgepumpt Ober die Leitung gelangt der Schlamm zu seinerr
Bestimmungsort innerhalb oder außerhalb der Grube und dort erfolgt dann eine Wiederaufspaltung de!
Schlamms, also eine Abtrennung der suspendierter
Kohle- oder Mineralerzpartikeln von der Trägerflüssigkeit, worauf diese Trägerflüssigkeit wieder in den
Kreislauf zurückgeführt wird. Bisher werden solche Systeme zum hydraulischen Fördern von Feststoffen
mit Handsteuerung betrieben, d. h. der Durchsatz für die Trägerflüssigkeit und die Schlammqualität werden von
Hand geregelt.
Mit der Erfindung werden Verfahren und Anordnungen geschaffen, bei denen die Bildung des Schlamms aus
Feststoffpartikeln und Trägerflüssigkeit und der Transport dieses Schlamms durch die Leitung so geschieht,
daß die Feststoffkonzentration im Schlamm und die Schlammgeschwindigkeit in der Transportleitung automatisch oder halbautomatisch geregelt werden.
Für die weitere Erläuterung der Erfindung wird nunmehr auf die Zeichnung Bezug genommen, in der
bevorzugte Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäß ausgebildete Anordnungen zum hydraulischen Fördern
von Feststoffen jeweils in Form schematisch gehaltener Blockschaltbilder veranschaulicht sind, wie sie zur
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens benutzt werden können; dabei zeigt in der Zeichnung
F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel für eine solche Anordnung und
Fig.2 eine Alternativausführung für eine solche
Anordnung.
Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung 10 weist ein Brechwerk 12 auf, das die zu fördernden Feststoffe als
Rohmaterial von einer Quelle dafür, wie beispielsweise einer kontinuierlich arbeitenden Abbaumaschine, zügeführt erhält und sie zu Feststoffpartikeln solcher Größe
aufbricht, daß sie sich in einer Trägerflüssigkeit suspendieren lassen, d. h. also, daß sich auch noch aus
den größten aus dem Brechwerk 12 kommenden Feststoffpartikeln zusammen mit der Trägerflüssigkeit
ein pumpfähiger Schlamm bilden läßt. Aus dem Brechwerk 12 werden die Feststoffpartikeln mittels
eines Förderers 15 in einen Schlammsumpf 14 eingetragen. Eine Leitung 16 für die Einleitung eines
Trägerflüssigkeitsstroms in den Schlammsumpf 14 ist zum einen damit und zum anderen mit der Quelle für
Trägerflüssigkeit verbunden, wobei diese Trägerflüssigkeit bei Anwendung der Anordnung 10 im Bergbau in
der Regel Trägerflüssigkeit ist, die vom Endpunkt der Förderstrecke zurückkommt, wo die Feststoffpartikeln
aus dem transportierten Schlamm entfernt worden sind. An einem Schlammauslaß ist an den Schlammsumpf 14
eine zweite Leitung 18 angeschlossen, die zum Ansauganschluß einer Schlammpumpe 20 führt und zum
Abpumpen von im Sumpf 14 gebildetem Schlamm aus Feststoffpartikeln und Trägerflüssigkeit dient Eine an
den Austrittsstutzen der Schlammpumpe 20 angeschlossene dritte Leitung 22 schließlich führt zum Endpunkt
der Förderstrecke und dient als Transportleitung für den Weitertransport des Schlamms.
In die Leitung 22 ist eine Strömungsuhr 24 zum Messen des Durchsatzes an durch die Leitung 22
hindurchgepumptem Schlamm eingefügt Die Strömungsuhr 24 ist betriebsmäßig mit einem üblichen
Durchsatzregler 26 verbunden, der wiederum eine betriebsmäßige Verbindung zu einem Pumpengeschwindigkeitsregler 19 hat, der an der Schlammpumpe
20 angebracht ist In die erste Leitung 16 ist ein Durchflußregelventil 28 eingefügt, das in betriebsmäßiger Verbindung mit einem Pegelstandsregelsystem 30
steht Als solches Pegelstandsregelsystem 30 kann eines von zahlreichen bekannten Pegelstandsregelsystemen
verwendet werden, und es enthält einen am Schlammsumpf 14 angebrachten Pegelstandsdetektor 29, der eir
Steuersignal erzeugt, das dem Ansteigen und Abfaller des Flüssigkeitspegels im Schlammsumpf 14 proportional ist Dieses Signal gibt der Pegelstandsdetektor 29 ar
einen Pegelstandsregler 31 ab, der seinerseits ein dazt umgekehrt proportionales Steuersignal erzeugt, das ah
Steuersignal für den Betrieb des Durchflußregelventil! 28 dient
Wie bereits erwähnt kann die Anordnung 10 füi verschiedene Anwendungsfälle eingesetzt werden, bei
denen Feststoffe in Schlammform transportiert werder sollen und wo der Wunsch besteht, daß der Durchsatz
für den transportierten Schlamm im wesentlicher konstant bleiben soll. Wenn die Anordnung 10 im
Bergbau mit Einsatz einer kontinuierlich arbeitenden Abbaumaschine verwendet wird, kennen das Brechwerk 12, der Schlammsumpf 14 und die Schlammpumpe
20 feststehend nahe der Abbaumaschine aufgestellt werden, vorzuziehen ist es jedoch, sie auf einem
beweglichen Träger zu montieren, der sich dann im Verein mit der Abbaumaschine verschiebt Bei diesel
Anwendung wird das Brechwerk 12 so aufgestellt, daC das von der Abbaumaschine angelieferte Rohmaterial
unmittelbar in das Brechwerk 12 fällt, und die Leitunger 16 und 22 bestehen zumindest zum Teil aus flexibler
Schläuchen, so daß sich die Apparatur frei mit der Abbaumaschine mitbewegen kann.
Über die Leitung 16 wird ein kontinuierlicher Strom von Trägerflüssigkeit in den Schlammsumpf 14 eingeleitet, und mittels eines Förderers 15 werden Feststoffpartikeln aus dem Brechwerk 12 in den Schlammsumpf 14
eingetragen. Dabei versteht es sich, daß der Durchsatz für die in den Schlammsumpf 14 eingetragenen
Feststoffpartikeln in Abhängigkeit von verschiedener Faktoren, die wie beispielsweise Änderungen in der
relativen Härte der abzubauenden Feststoffe das Arbeiten der Abbaumaschine beeinflussen, erheblich
variiert Der Schlammsumpf 14 ist in Größe und Form so ausgelegt, daß die eingetragenen Feststoffpartikeln
darin mit dem eingeleiteten Trägerflüssigkeitsstrom kombiniert werden, um einen pumpfähigen Schlamm zu
bilden. Der gebildete Schlamm wird über die Leitung 18 kontinuierlich aus dem Schlammsumpf 14 abgezogen
und von der Schlammpumpe 20 durch die Transportleitung 22 hindurchgepumpt
Das Pegelstandsregelsystem 30 stellt das Ansteigen und Abfallen des Flüssigkeitsstands im Schlammsumpf
14 fest und erzeugt ein dazu umgekehrt proportionales Steuersignal, welches das in der Leitung 16 liegende
Durchflußregelventil 28 weiter öffnet, wenn der Flüssigkeitsstand im Schlammsumpf 14 sinkt, und
stärker schließt, wenn der Flüssigkeitsstand im Schlammsumpf 14 steigt Es versteht sich, daß der
Durchsatz für den den Schlammsumpf 14 auf dem Wege durch die Leitungen 16 und 18 durchströmenden
Trägerflüssigkeitsstrom am Anfang mittels des Durchsatzreglers 26 so eingestellt wird, daß sich bei
Kombination des maximalen Durchsatzes an Feststoffpartikeln mit der Trägerflüssigkeit ein pumpfähiger
Schlamm ergibt, der eine solche Feststoffkonzentration
aufweist und die Leitung 22 mit solcher Geschwindigkeit durchströmt, daß sich keine Feststoffpartikeln
daraus absetzen und in der Leitung 22 ausfallen. Wenn der Durchsatzregler 26 einmal auf diesen Durchsatz
eingestellt ist, werden Änderungen im Durchsatz für die in den Schlammsumpf 14 eingetragenen Feststoffpartikeln durch die Anordnung 10 ohne Änderung im
Durchsatz für den durch die Leitung 22 hindurchge-
pumpten Schlamm automatisch kompensiert. Das heißt, daß dann, wenn der Strom der aus dem Brechwerk 12 in
den Schlammsumpf 14 eingetragenen Feststoffpartikeln schwächer wird oder versiegt, das Pegelstandsregelsystem
30 ein Abfallen des Flüssigkeitsstands im Schlammsumpf 14 feststellt und das Durchflußregelventil
28 entsprechend öffnet und damit den Durchsatz für die in den Schlammsumpf 14 eingeleitete Trägerflüssigkeit
erhöht und den Flüssigkeitsstand im Schlammsumpf 14 im wesentlichen konstant und den Durchsatz für den
darin gebildeten Schlamm gleich dem Durchsatz für den von der Schlammpumpe 20 abgezogenen Schlamm hält.
Wenn der Durchsatz der in den Schlammsumpf 14 eingetragenen Feststoffpartikeln zunimmt, stellt das
Pegelstandsregelsystem 30 einen Anstieg des Flüssigkeitsstands im Schlammsumpf 14 fest und veranlaßt ein
Schließen des Durchflußregelventils 28 in solchem Maße, daß der Durchsatz für die in den Schlammsumpf
14 eingeleitete Trägerflüssigkeit geringer wird und der Flüssigkeitsstand im Schlammsumpf 14 im wesentlichen
konstant gehalten wird.
Die Schlammpumpe 20 kann am Ort des Schlammstumpfes 14 aufgestellt werden, es sind aber auch
zahlreiche andere Pumpenanordnungen brauchbar. So kann beispielsweise bei Anwendung im Bergwerksbetrieb
die Schlammpumpe 20 an einem Endpunkt im Bergwerk aufgestellt werden, wobei neben dem
Schlammsumpf 14 und dem Brechwerk 12 nur eine kleinere Hilfspumpe angeordnet wird.
In F i g. 2 ist als Alternative und zweites Ausführungsbeispiel eine Anordnung 40 dargestellt, die als
Eingangsstufe einen Sammler 42 für Feststoffe enthält, wie dieser als Rohmaterial beispielsweise von einer
Abbaumaschine angeliefert wird. Am Sammler 42 ist ein Füllstandsdetektor 48 angebracht, der zur Erzeugung
eines Steuersignals dient, das der Zunahme und Abnahme der im Sammler 42 angesammelten Feststoffmenge
direkt proportional ist. Aus dem Sammler 42 werden die Feststoffe mittels eines Förderers 44 in ein
Brechwerk 46 eingeführt An das Brechwerk 46 schließt sich ein weiterer Förderer 50 an, der die Eintragung des
zu Feststoffpartikeln geeigneter Größe gebrochenen Feststoffmaterials in einen Schlammsumpf 52 übernimmt.
Der Förderer 44 ist mit einem Durchsatzregler 54 für die Regelung des Durchsatzes beim Feststofftransport
aus dem Sammler 42 zum Brechwerk 46 und weiter zum Schlammsumpf 52 versehen, der sich durch
ein Steuersignal betreiben läßt
Der Schlammsumpf 52 entspricht in seinem Aufbau dem weiter oben beschriebenen Schlammsumpf 14 der
Anordnung 10 von Fig. 1, und er enthält einen Einlaß für Feststoffpartikeln, an dem der Förderer 50 mündet,
einen Trägerflüssigkeitseinlaß und einen Schlammauslaß. Mit dem Trägerflüssigkeitseinlaß des Schlammsumpfes
52 ist eine erste Leitung 56 verbunden, die von einer Quelle für Trägerflüssigkeit kommt und ein
Durchflußregelventil 58 für die Regelung des Durchsatzes für die in den Schlammsumpf 52 eingeführte
Trägerflüssigkeit enthält Dieses Durchflußregelventil 58 steht in betriebsmäßiger Verbindung mit einem
üblichen Pegelstandsregelsystem 60, zu dem ein am Schlammsumpf 52 angebrachter Pegelstandsdetektor
61 und ein Pegelstandsregler 63 gehören. Außerdem ist in die Leitung 56 noch eine übliche Strömungsuhr 59
eingefügt, die ein Steuersignal erzeugt, das direkt proportional ist zum Durchsatz der durch die Leitung 56
fließenden Trägerflüssigkeit
An den Schlammauslaß des Schlammsumpfes 52 ist eine zweite Leitung 62 angeschlossen, die zum
Ansauganschluß einer Schlammpumpe 64 führt. Der Austrittsstutzen der Schlammpumpe 64 ist über eine
weitere Leitung 66 mit dem Ansauganschluß einer Hilfsschlammpumpe 68 verbunden, und an den Austrittsstutzen
der Hilfsschlammpumpe 68 ist eine weitere Leitung 70 für den Weitertransport von Schlamm aus
dem Schlammsumpf 52 zum entfernten und in der Zeichnung selbst nicht mehr sichtbaren Endpunkt der
ίο Förderstrecke angeschlossen. In der Leitung 70 liegt
weiter eine Strömungsuhr 72, die ein Steuersignal erzeugt, das direkt proportional ist zum Durchsatz für
den die Leitung 70 durchströmenden Schlamm.
Weiter weist die Anordnung 40 einen Zentralregler 74 auf, der zum Regeln des Durchsatzes für den durch
die Leitung 70 von der Hilfsschlammpumpe 68 hindurchgepumpten Schlamm und zum Regeln des
Durchsatzes für die in den Schlammsumpf 52 eingetragenen Feststoffpartikeln dient und in seiner Arbeitsweise
unten noch näher erläutert wird.
Wie oben bereits für die Anordnung 10 von Fig. 1 beschrieben läßt sich auch die Anordnung 40 von F i g. 2
fur eine Vielzahl von Anwendungsfällen einsetzen. Bei einem Einsatz in Verbindung mit einer kontinuierlich
arbeitenden Abbaumaschine in einem Bergwerk werden der Feststoffsammler 42, das Brechwerk 46, der
Schlammsumpf 52 und die Schlammpumpe 64 vorzugsweise auf einem beweglichen Träger montiert, der die
Bewegungen der Abbaumaschine mitmachen kann. Die Hilfsschlammpumpe 68 wird vorzugsweise mit Abstand
von dem Träger für die vorerwähnten Bauteile der Anordnung 40 aufgestellt, wobei die Leitung 66
zumindest auf einem Teil ihrer Länge flexibel ausgeführt wird, um diesem Träger freie Beweglichkeit
zu lassen. Es versteht sich jedoch, daß auf die Schlammpumpe 64 auch verzichtet und die
Hilfsschlammpumpe 68 an der Stelle des Schlammsumpfes 52 angeordnet werden kann. Ebenso kann die
Hilfsschlammpumpe 68 auch am Ende der Leitung 70 aufgestellt werden, oder es können entlang dieser
Leitung 70 auch mehrere Hilfsschlammpumpen vorgesehen
werden.
Über die Leitung 56 wird in den Schlammsumpf 52 ein kontinuierlicher Trägerflüssigkeitsstrom eingeleitet,
und außerdem werden mittels des Förderers 50 Feststoffpartikeln aus dem Brechwerk 46 in den
Schlammsumpf 52 eingetragen. Diese Feststoffpartikeln werden im Schlammsumpf 52 mit der Trägerfiüssigkeit
gemischt, und der sich ergebende Schlamm wird über die Leitung 62 mittels der Schlammpumpe 64 aus dem
Schlammsumpf 52 abgezogen. Von der Schlammpumpe 64 fließt der Schlamm über die Leitung 66 zum
Ansauganschluß der Hilfsschlammpumpe 68, und über deren Austrittsstutzen wird der Schlamm in die
Transportleitung 70 hinein und durch diese hindurch gepumpt
Der am Sammler 42 angebrachte Füllstandsdetektor 48 fühlt die Zu- und Abnahme der sich im Sammler 42
ansammelnden Feststoffmenge ab und erzeugt ein dazu direkt proportionales Signal. Dieses Steuersignal wird
dem Zentralregler 74 zugeführt, der den Durchsatzregler
54 am Sammler 42 in Entsprechung zu diesem Steuersignal öffnet oder schließt Wenn also der
Feststoffpegel im Sammler 42 steigt, öffnet der Zentralregler 74 den Durchsatzregler 54 und läßt damit
den Durchsatz für die auf dem Wege über das Brechwerk 46 in den Schlammsumpf 52 eingetragenen
Feststoffpartikeln steigen und umgekehrt
Das Pegelstandsregelsystem 60 arbeitet mit dem Durchflußregelventil 58 zusammen, um den Pegel des
im Schlammsumpf 52 gebildeten Schlamms im wesentlichen konstant zu halten. Dazu erzeugt der Pegelstandsregler
63 ein Steuersignal, das umgekehrt proportional ist zum Ansteigen und Absinken des Schlammpegels im
Schlammsumpf 52 und das Durchflußregelventil 58 in eine mehr geschlossene bzw. in eine mehr geöffnete
Stellung bringt und auf diese Weise den Durchsatz für die in den Schlammsumpf 52 eingeleitete Trägerflüssigkeit
herabgesetzt bzw. erhöht und den Durchsatz für den im Schlammsumpf 52 gebildeten Schlamm im
wesentlichen gleich dem Durchsatz für den aus dem Schlammsumpf 52 abgezogenen Schlamm hält.
Zusätzlich zur Regelung des Durchsatzes für den aus dem Sammler 42 in den Schlammsumpf 52 eingetragenen
Feststoff regelt der Zentralregler 74 auch den Durchsatz für den durch die Transportleitung 70
hindurchgepumpten Schlamm, also für den von der Hilfsschlammpumpe 68 geförderten Schlamm, so daß
die Volumenkonzentration der Feststoffpartikeln im Schlamm im wesentlichen konstant bleibt. Spezieller
ausgedrückt erhält der Zentralregler 74 die von den Strömungsuhren 59 und 72 erzeugten Steuersignale
zugeführt, die direkt proportional sind zum Durchsatz der Trägerflüssigkeit bzw. zum Durchsatz des
Schlamms, und er erzeugt ein Steuersignal, dessen Wert die tatsächliche Volumenkonzentration für den Feststoff
im Schlamm repräsentiert, nämlich die Differenz zwischen den die Messung des Schlammdurchsatzes und
die Messung des Trägerflüssigkeitsdurchsatzes repräsentierenden Steuersignalen geteilt durch das die
Messung des Schlammdurchsatzes repräsentierende Steuersignal. Die so bestimmte tatsächliche Volumenkonzentration
für den Feststoff im Schlamm vvird im
Zentralregler 74 mit einer voreingestellten gewünschten Volumenkonzentration für den Feststoff im
Schlamm verglichen, und es wird ein einer etwaigen Differenz zwischen diesen beiden Konzentrationswerten
proportionales Steuersignal erzeugt. Dieses Steuersignal dient dann zur Regelung des Durchsatzes für den
von der Hilfsschlammpumpe 68 geförderten Schlamm, so daß die Volumenkonzentration des Feststoffs im
Schlamm im wesentlichen konstant gehalten wird.
Wenn beim Betrieb der Anordnung 40 der Durchsatz für die in den Schlammsumpf 52 eingetragenen
Feststoffpartikeln steigt, vermindern das Pegelstandsregelsystem 60 und das Durchflußregelsystem 58 in
gegenseitigem Zusammenwirken automatisch den Durchsatz für die über die Leitung 56 in den
Schlammsumpf 52 eingeleitete Trägerflüssigkeit. Dies führt wiederum dazu, daß der aus dem Schlammsumpf
52 abgezogene Schlamm eine höhere Feststoffkonzentration aufweist. Diese Zunahme der Feststoffvolumen-
ίο konzentration wird in der oben beschriebenen Weise
vom Zentralregler 74 erkannt, und dieser erhöht daraufhin automatisch den Durchsatz für den durch die
Transportleitung 70 hindurchgepumpten Schlamm entsprechend. Diese Steigerung im Durchsatz für den aus
dem Schlammsumpf 52 abgezogenen Schlamm läßt den Schlammpegel im Schlammsumpf 52 fallen, was
wiederum dem Pegelstandsregelsystem 60 Anlaß gibt, den Durchsatz für die in den Schlammsumpf 52
eingeleitete Trägerflüssigkeit zu erhöhen. Diese Zunahme des Trägerflüssigkeitsdurchsatzes wiederum läßt
nun die Feststoffkonzentration im Schlamm auf den gewünschten Wert absinken. Wenn der Feststoffdurchsatz
abnimmt, spielt sich in der Anordnung 40 das Gegenteil der oben beschriebenen Folge von Vorgängen
ab.
Auf diese Weise wird in der Anordnung 40 die Volumenkonzentration für den transportierten Feststoff
im gebildeten Schlamm fortlaufend automatisch auf einen im wesentlichen konstanten Wert eingeregelt,
obwohl der Durchsatz für den in die Anordnung 40 eingeführten Feststoff in weiten Grenzen variiert.
Als Trägerflüssigkeit für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise mit Hilfe
der Anordnung 10 von F i g. 1 oder auch der Anordnung 40 von F i g. 2 kommt jeweils eine Vielzahl von
Flüssigkeiten oder flüssigen Verbindungen in Betracht, die sich zum Suspendieren der jeweils zu transportierenden
Feststoffpartikeln eignen. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens oder der erfindungsgemaß
ausgebildeten Anordnungen im Rahmen des Kohlebergbaus ist die verwendete Trägerflüssigkeit
vorzugsweise Wasser oder eine wäßrige Lösung, die Zusätze enthält, die eine Suspension der Kohlepartikeln
darin erleichtern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (12)
1. Verfahren zum hydraulischen Fördern von Feststoffen unter Bildung eines Schlamms auf der S
Basis von Feststoffpartikeln und Trägerflüssigkeit sowie Transport dieses Schlamms durch eine
Rohrleitung, bei dem einerseits eine Trägerflüssigkeit und andererseits Feststoffpartikel ohne Trägerflüssigkeit in einen Sumpf eingeführt werden und ein
Schlamm aus Trägerflüssigkeit und Feststoffpartikeln aus dem Sumpf heraus und durch die
Rohrleitung hindurch gepumpt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchsatz für die in
kontinuierlichem Strom in den Sumpf eingeleitete Trägerflüssigkeit in umgekehrtem Verhältnis zu
Änderungen im Durchsatz für die in den Sumpf eingeführten Feststoffpartikel geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchsatz des Schlamms durch die
Rohrleitung gemessen und durch Einstellung der Pumpengeschwindigkeit während des Herauspumpens des Schlamms aus dem Sumpf in Entsprechung
zu den gemessenen Änderungen im Durchsatz durch die Rohrleitung im wesentlichen konstant gehalten
wird und daß der Durchsatz für die in den Sumpf eingeleitete Trägerflüssigkeit in umgekehrtem Verhältnis zu Änderungen im Durchsatz für die in den
Sumpf eingeführten Feststoffpartikeln geändert wird, so daß der Durchsatz für den im Sumpf
gebildeten Schlamm im wesentlichen konstant gehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchsatz für die in den Sumpf
eingeleitete Trägerflüssigkeit in umgekehrtem Verhältnis zu Änderungen im Durchsatz für die in den
Sumpf eingeführten Feststoffpartikeln geändert wird, so daß der Durchsatz für den im Sumpf
gebildeten Schlamm im wesentlichen gleich dem Durchsatz für den aus dem Sumpf herausgepumpten
Schlamm bleibt, und daß der Durchsatz, mit dem der Schlamm aus dem Sumpf heraus und durch die
Rohrleitung hindurch gepumpt wird, in direkter Proportionalität zu Änderungen im Durchsatz für
die in den Sumpf eingeführten Feststoffpartikeln geändert wird, so daß die Volumenkonzentration
des Feststoffs im Schlamm im wesentlichen konstant bleibt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstieg und der
Abfall des Pegels für den im Sumpf gebildeten Schlamm aus Feststoffpartikeln und Trägerflüssigkeit abgefühlt wird und der Durchsatz für die in den
Sumpf eingeleitete Trägerflüssigkeit entsprechend vermindert oder erhöht wird. ss
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zu- oder Abnahme der
Volumenkonzentration für die Feststoffpartikeln im Schlamm erfaßt und ein ihr direkt proportionales
physikalisches Signal erzeugt wird und daß der fto Durchsatz, mit dem der Schlamm aus dem Sumpf
heraus und durch die Rohrleitung hindurch gepumpt wird, in direkter Proportionalität zu Änderungen in
diesem physikalischen Signal geändert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekenn- f>5
zeichnet, daß der Durchsatz für den aus dem Sumpf heraus und durch die Rohrleitung hindurch gepumpten Schlamm und der Durchsatz für die in den Sumpf
eingeleitete Trägerflüssigkeit gemessen werden und daß ein physikalisches Signal erzeugt wird, das
direkt proportional ist zur Differenz zwischen der Durchsatzmessung für den Schlamm und der
Durchsatzmessung für die Trägerflüssigkeit geteilt durch die Durchsatzmessung für den Schlamm.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägerflüssigkeit
für die Schlammbildung Wasser oder eine wäßrige Lösung verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch seine Anwendung auf die
hydraulische Förderung von Kohle in der Weise, daß die Kohle in Partikeln von in Schlammform
pumpbarer Größe gebrochen wird, daß in einen Sumpf ein kontinuierlicher Strom einer wäßrigen
Trägerflüssigkeit eingeleitet wird, daß die Kohlepartikeln ohne Trägerflüssigkeit in den Sumpf eingetragen werden, so daß sich darin ein Schlamm aus
Kohle und wäßriger Trägerflüssigkeit bildet, daß der Anstieg und Abfall des Pegels für den im Sumpf
gebildeten Schlamm erfaßt wird, daß der Durchsatz für die in den Sumpf eingeleitete Trägerflüssigkeit in
Entsprechung zu Anstieg oder Abfall des Schlammpegals im Sumpf vermindert oder erhöht wird, so
daß der Durchsatz an im Sumpf gebildetem Schlamm im wesentlichen gleich dem Durchsatz für
den aus üem Sumpf herausgepumpten bleibt, daß der Durchsatz für den aus dem Sumpf heraus und durch
die Rohrleitung hindurch gepumpten Schlamm gemessen wird, daß der Durchsatz für die in den
Sumpf eingeleitete Trägerflüssigkeit gemessen wird, daß ein physikalisches Signal erzeugt wird, das
direkt proportional ist zur Differenz zwischen der Durchsatzmessung für den Schlamm und der
Durchsatzmessung für die Trägerflüssigkeit geteilt durch die Durchsatzmessung für den Schlamm, und
daß der Durchsatz, mit dem der Schlamm aus dem Sumpf herausgepumpt wird, in direkter Proportionalität zu Änderungen in diesem physikalischen
Signal geändert wird, so daß die Volumenkonzentration der Kohlepartikeln im Schlamm im wesentlichen konstant bleibt.
9. Anordnung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß sie einen Schlammsumpf (14; 52) mit einem Einlaß für Feststoffpartikeln, einem
Einlaß für Trägerflüssigkeit und einem Auslaß für Schlamm, eine einerseits mit dem Trägerflüssigkeitseinlaß des Schlammsumpfes und andererseits mit
einer Quelle für Trägerflüssigkeit verbundene erste Leitung (16; 56), einen am Schlammsumpf angebrachten Pegelstandsregler (29,30,31; 60,6t, 63) für
die Erzeugung eines dem Anstieg und Abfall des Pegels für den im Schlammsumpf gebildeten
Schlamm umgekehrt proportionalen Signals, ein in der ersten Leitung liegendes und betriebsmäßig mit
dem Pegelstandsregler verbundenes Durchflußregelventil (28; 58) für die Einstellung des Durchsatzes
für die durch die erste Leitung fließende Trägerflüssigkeit in Entsprechung zu dem vom Pegelstandsregler erzeugten Signal, eine Schlammpumpe (20; 64,
68) mit einem Ansauganschluß und einem Austrittsstutzen, eine zwischen dem Schlammauslaß des
Schlammsumpfes und dem Ansauganschluß der Schlammpumpe liegende zweite Leitung 18; 62) und
eine an den Austrittsstutzen der Schlammpumpe angeschlossene dritte Leitung (22; 66, 70) für den
Weitertransport des Schlamms aufweist
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie weiterhin mit der ersten Leitung
(56) und mit der dritten Leitung (66,70) verbundene Einrichtungen (59, 72, 74) zum Bestimmen der
Feststoffvolumenkonzentration in dem durch die dritte Leitung hindurchgepumpten Schlamm und
zum Erzeugen eines dazu direkt proportionalen Signals und mit diesem Signal gespeiste und
betriebsmäßig mit der Schlammpumpe (68) verbundene Einrichtungen (Pumpengeschwindigkeitsregler
73) zum Ändern des Durchsatzes für den aus dem Schlammsumpf (52) heraus und durch die dritte
Leitung hindurch gepumpten Schlamm in Entsprechung zu Änderungen in dem der Feststoffvolumenkonzentration
in diesem Schlamm direkt proportionalen Signal aufweist.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß in die erste Leitung (56) eine erste Strömungsuhr (59) zum Messen des Durchsatzes
für die diese erste Leitung durchströmende Trägerflüssigkeit und zum Erzeugen eines diesem
Durchsatz proportionalen ersten Signals und in die dritte Leitung (66,70) eine zweite Strömungsuhr (72)
zum Messen des Durchsatzes für den die dritte Leitung durchströmenden Schlamm und zum Erzeugen
eines diesem Durchsatz proportionalen zweiten Signals eingefügt ist und daß an diese beiden
Strömungsuhren ein Regler (Zentralregler 74) angeschlossen ist, der mit dem ersten und dem
zweiten Signal gespeist wird und seinerseits dn Steuersignal erzeugt, das direkt proportional ist zur
Differenz zwischen dem ersten und dem zweiten Signal geteilt durch das zweite Signal und damit zur
Feststoffvolumenkonzentration in dem durch die dritte Leitung hindurchgepumpten Schlamm.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
gekennzeichnet durch ihre Anwendung zum hydraulischen Fördern von Kohle unter Verwendung von
Wasser oder einer wäßrigen Lösung, insbesondere mit eine Kohlesuspension fördernden Zusätzen, als
Trägerflüssigkeit.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19752557873 DE2557873C2 (de) | 1975-12-22 | 1975-12-22 | Verfahren und Anordnung zum hydraulischen Fördern von Feststoffen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19752557873 DE2557873C2 (de) | 1975-12-22 | 1975-12-22 | Verfahren und Anordnung zum hydraulischen Fördern von Feststoffen |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2557873B1 DE2557873B1 (de) | 1977-05-12 |
DE2557873C2 true DE2557873C2 (de) | 1978-02-02 |
Family
ID=5965209
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19752557873 Expired DE2557873C2 (de) | 1975-12-22 | 1975-12-22 | Verfahren und Anordnung zum hydraulischen Fördern von Feststoffen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2557873C2 (de) |
-
1975
- 1975-12-22 DE DE19752557873 patent/DE2557873C2/de not_active Expired
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
DE2557873B1 (de) | 1977-05-12 |
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