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DE253632C - - Google Patents

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Publication number
DE253632C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheets
temperature
rollers
final
roller
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT253632D
Other languages
English (en)
Publication of DE253632C publication Critical patent/DE253632C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D1/00General methods or devices for heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering
    • C21D1/78Combined heat-treatments not provided for above
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K1/00Details of the magnetic circuit
    • H02K1/02Details of the magnetic circuit characterised by the magnetic material

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Steel Electrode Plates (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Herstellungsverfahren von Siliziumstahlblechen (legierten Blechen), die in der Regel im Bau von elektrischen Maschinen als Material für die von wechselnden magnetischen Flüssen durchsetzten Eisenteile, wie die Anker von Generatoren und Motoren oder Magnetschenkel von Transformatoren u. dgl., verwendet werden. Dieses Herstellungsverfahren dient zu einer
ίο wesentlichen Verbesserung der magnetischen Eigenschaften obengenannter Bleche.
Beim bisherigen,Verfahren werden die Bleche erforderlicher Dicke aus Silizium stahl, d. h. einer Legierung von Stahl und Silizium, welche gewöhnlich noch eine geringe Menge von Kohle, Mangan, Phosphor, Schwefel, Aluminium und Spuren von anderen Stoffen enthält, wie folgt hergestellt: Man macht zuerst aus dem Rohblock Stangen, zerteilt diese in kürzere Stücke und verarbeitet jedes von diesen unter der Walze zu einer verhältnismäßig dicken Blechplatte ; dann legt man eine Anzahl, z. B. vier, dieser dicken Blechplatten zusammen und bearbeitet diesen ganzen Blechstoß weiter mit der Walze, so daß die Plattendicke immer kleiner wird, falzt darauf den Stoß zusammen und bearbeitet ihn weiter mit der Walze, bis die Bleche genügend dünn geworden sind. Während des Walzprqzesses wird das Material mehrmals wieder erwärmt, besonders vor der endgültigen Bearbeitung unter der Walze. Die Temperatur, bei welcher das Material gewöhnlich unter die Walzen vor der endgültigen Bearbeitung eintritt, liegt etwa in der Nähe von 800° C. Die endgültige Bearbeitung besteht bei dem bisher üblichen Verfahren — im Gegensatz zu dem nachstehend beschriebenen Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung — aus vier, fünf oder mehr aufeinander folgenden Walzstichen, so daß die fertigen Bleche schließlich die Walzen bei einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur verlassen, die die Temperatur der dunklen Rotglut nicht überschreitet und in der Regel in der Nähe von 600 ° C. liegt.
Nun hat es sich herausgestellt — und darauf ist die vorliegende Erfindung gegründet —, daß die magnetischen Eigenschaften von Siliziumstahlblechen wesentlich verbessert und insbesondere die Hysteresis Verluste wesentlich vermindert werden können, wenn man die endgültige Bearbeitung so vollzieht, daß das fertige Material nach dem letzten Walzstich die Walzen bei einer beträchtlich höheren Temperatur verläßt, als dies bisher üblich war.
Um dies zu erreichen, werden gemäß der Erfindung die durch die Walze zu bearbeitenden Bleche zunächst in der üblichen Weise vorbehandelt, d. h. durch den Walzprozeß allmählich verjüngt. Diese vorläufige Bearbeitung wird jedoch abweichend von dem üblichen Verfahren so weit geführt, bis die Bleche nahezu genau, aber doch nicht ganz genau die erforderliche endgültige Dicke erreicht haben, so daß nur noch ein einziger oder höchstens zwei Walzstiche genügen, um das Material auf die für die fertigen Bleche erforderliche Dicke zu bringen. Jetzt wird gemäß
der Erfindung das Material wieder erwärmt. Es haben sich gute Resultate ergeben bei der Erwärmung des Materials etwa auf die Temperatur, auf die man es gewöhnlich bei dem bisher üblichen Verfahren bringt, bevor man es unter die Walzen für die endgültige mehrmalige Behandlung einführt; indessen ist man nicht an eine bestimmte Temperatur gebunden ; sie kann auch höher liegen, nur nicht
ίο so hoch, daß die einzelnen, in einem Stoß zusammengelegten Bleche bei der nunmehr erfolgenden Endbearbeitung zusammengeschweißt werden können.
Während nach dem sonst üblichen Verfahren das Material bei der nunmehr erfolgenden endgültigen Bearbeitung vier-, fünf- und mehrmal durch die Walzen geht, wird dieses gemäß der Erfindung nur ein-, höchstens zweimal durch die Walzen geführt, so daß, wenn die fertigen Bleche die Walzen verlassen, sie eine viel höhere Temperatur, als es bisher üblich war, besitzen. Nach dem bisherigen Verfahren hatten sie beim Verlassen der Walzen eine Temperatur, die etwa der dunklen Rotglut entspricht. Gemäß dem neuen Verfahren müssen sie dabei die Temperatur etwa der hellen Rotglut (Orangeglut) besitzen.
Es ist zu bemerken, daß die dunkle Rotglut einer Temperatur entspricht, die beträcht-Hch niedriger ist als die Rekaleszenztemperatur des betreffenden Materials, welch letztere etwa zwischen 703 und.747° C. liegt. Dagegen ist die Temperatur, mit welcher gemäß dem neuen Verfahren die fertigen Bleche nach dem letzten Walzstich die Walzen verlassen, etwa gleich oder größer als die Rekaleszenztemperatur, welche annähernd der obenerwähnten Temperatur der hellen Rotglut entspricht. Die Erwärmung, welcher die Bleche beim letzten Walzstich ausgesetzt sind, hat einen derartigen Einfluß auf die innere Struktur des Materials, daß dadurch seine magnetischen Eigenschaften/ wie gesagt, bedeutend verbessert und insbesondere die Hysteresisverluste wesentlich vermindert werden.
Was die vorläufige Bearbeitung der Siliziumstahlbleche betrifft, so hat diese auf die Eigenschaften des fertigen Fabrikates nur wenig Einfluß. Wenn dagegen ein in der üblichen Weise verfertigter Blechstoß, der nach erfolgter endgültiger Behandlung die Walzen bereits verlassen hat, gemäß der Erfindung wieder erwärmt wird und einem einzigen zusätzlichen Walzstich unterworfen wird, wobei seine Temperatur am Ende des Prozesses die der Rekaleszenz erreicht oder überschreitet, so führt diese Nachbehandlung zu den oben angegebenen günstigen Resultaten, mit andern Worten: der für die gewünschte Wirkung einzig in Frage kommende letzte Walzstich, der gemäß der Erfindung von der oben angegebenen Erwärmung begleitet sein soll, kann nachträglich, beliebig spät nach der in der bisher üblichen Weise vollführten Herstellung der Bleche erfolgen, auch wenn der bearbeitete fertige Blechstoß nach Verlassen der Walze bereits abgekühlt und in einzelne Bleche zerlegt war; man nimmt in diesem Falle einzelne der in gewöhnlicher Weise hergestellten ausgeglühten oder nicht ausgeglühten Bleche, vereinigt sie zweckmäßigerweise zu einem Stoß, erwärmt diesen wieder und führt ihn ein einziges Mal wieder durch die Walzen, so daß er nach erfolgtem Walzstich etwa die Rekaleszenztemperatur oder eine noch höhere Temperatur besitzt. Auf diese Weise werden die magnetischen Eigenschaften der Bleche verbessert.
Jedenfalls muß der letzte Walzstich beim Herstellungsverfahren bzw. Nachbehandlungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung kein »blinder Stich« sein, sondern in der Tat mechanisch wirksam sein, die Bleche sollen danach etwas verjüngt sein.
Natürlich kann das oben beschriebene Verfahren statt auf ganze Blechstöße in ähnlicher Weise auf einzelne getrennte Bleche angewendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften von legierten Blechen (Siliziumstahlblechen), dadurch gekennzeichnet, daß das Material vor dem letzten Walzstich derart erwärmt wird, daß seine Temperatur gegen das Ende des letzten Walzstiches etwa der hellen Rotglut bzw. der Rekaleszenz entspricht oder noch höher ist.
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