DE253632C - - Google Patents
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Classifications
-
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- C21—METALLURGY OF IRON
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Herstellungsverfahren von Siliziumstahlblechen
(legierten Blechen), die in der Regel im Bau von elektrischen Maschinen als Material für
die von wechselnden magnetischen Flüssen durchsetzten Eisenteile, wie die Anker von
Generatoren und Motoren oder Magnetschenkel von Transformatoren u. dgl., verwendet werden.
Dieses Herstellungsverfahren dient zu einer
ίο wesentlichen Verbesserung der magnetischen
Eigenschaften obengenannter Bleche.
Beim bisherigen,Verfahren werden die Bleche erforderlicher Dicke aus Silizium stahl, d. h.
einer Legierung von Stahl und Silizium, welche gewöhnlich noch eine geringe Menge von Kohle,
Mangan, Phosphor, Schwefel, Aluminium und Spuren von anderen Stoffen enthält, wie folgt
hergestellt: Man macht zuerst aus dem Rohblock Stangen, zerteilt diese in kürzere Stücke
und verarbeitet jedes von diesen unter der Walze zu einer verhältnismäßig dicken Blechplatte
; dann legt man eine Anzahl, z. B. vier, dieser dicken Blechplatten zusammen und bearbeitet
diesen ganzen Blechstoß weiter mit der Walze, so daß die Plattendicke immer kleiner wird, falzt darauf den Stoß zusammen
und bearbeitet ihn weiter mit der Walze, bis die Bleche genügend dünn geworden sind.
Während des Walzprqzesses wird das Material mehrmals wieder erwärmt, besonders vor der
endgültigen Bearbeitung unter der Walze. Die Temperatur, bei welcher das Material gewöhnlich
unter die Walzen vor der endgültigen Bearbeitung eintritt, liegt etwa in der Nähe von 800° C. Die endgültige Bearbeitung
besteht bei dem bisher üblichen Verfahren — im Gegensatz zu dem nachstehend
beschriebenen Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung — aus vier, fünf oder mehr
aufeinander folgenden Walzstichen, so daß die fertigen Bleche schließlich die Walzen bei
einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur verlassen, die die Temperatur der dunklen
Rotglut nicht überschreitet und in der Regel in der Nähe von 600 ° C. liegt.
Nun hat es sich herausgestellt — und darauf ist die vorliegende Erfindung gegründet —,
daß die magnetischen Eigenschaften von Siliziumstahlblechen wesentlich verbessert und
insbesondere die Hysteresis Verluste wesentlich
vermindert werden können, wenn man die endgültige Bearbeitung so vollzieht, daß das
fertige Material nach dem letzten Walzstich die Walzen bei einer beträchtlich höheren
Temperatur verläßt, als dies bisher üblich war.
Um dies zu erreichen, werden gemäß der Erfindung die durch die Walze zu bearbeitenden
Bleche zunächst in der üblichen Weise vorbehandelt, d. h. durch den Walzprozeß allmählich
verjüngt. Diese vorläufige Bearbeitung wird jedoch abweichend von dem üblichen Verfahren so weit geführt, bis die Bleche
nahezu genau, aber doch nicht ganz genau die erforderliche endgültige Dicke erreicht
haben, so daß nur noch ein einziger oder höchstens zwei Walzstiche genügen, um das
Material auf die für die fertigen Bleche erforderliche Dicke zu bringen. Jetzt wird gemäß
der Erfindung das Material wieder erwärmt. Es haben sich gute Resultate ergeben bei der
Erwärmung des Materials etwa auf die Temperatur, auf die man es gewöhnlich bei dem
bisher üblichen Verfahren bringt, bevor man es unter die Walzen für die endgültige mehrmalige
Behandlung einführt; indessen ist man nicht an eine bestimmte Temperatur gebunden
; sie kann auch höher liegen, nur nicht
ίο so hoch, daß die einzelnen, in einem Stoß zusammengelegten
Bleche bei der nunmehr erfolgenden Endbearbeitung zusammengeschweißt werden können.
Während nach dem sonst üblichen Verfahren das Material bei der nunmehr erfolgenden
endgültigen Bearbeitung vier-, fünf- und mehrmal durch die Walzen geht, wird dieses gemäß
der Erfindung nur ein-, höchstens zweimal durch die Walzen geführt, so daß, wenn
die fertigen Bleche die Walzen verlassen, sie eine viel höhere Temperatur, als es bisher üblich
war, besitzen. Nach dem bisherigen Verfahren hatten sie beim Verlassen der Walzen
eine Temperatur, die etwa der dunklen Rotglut entspricht. Gemäß dem neuen Verfahren
müssen sie dabei die Temperatur etwa der hellen Rotglut (Orangeglut) besitzen.
Es ist zu bemerken, daß die dunkle Rotglut einer Temperatur entspricht, die beträcht-Hch
niedriger ist als die Rekaleszenztemperatur des betreffenden Materials, welch letztere
etwa zwischen 703 und.747° C. liegt. Dagegen ist die Temperatur, mit welcher gemäß
dem neuen Verfahren die fertigen Bleche nach dem letzten Walzstich die Walzen verlassen,
etwa gleich oder größer als die Rekaleszenztemperatur, welche annähernd der obenerwähnten
Temperatur der hellen Rotglut entspricht. Die Erwärmung, welcher die Bleche beim
letzten Walzstich ausgesetzt sind, hat einen derartigen Einfluß auf die innere Struktur des
Materials, daß dadurch seine magnetischen Eigenschaften/ wie gesagt, bedeutend verbessert
und insbesondere die Hysteresisverluste wesentlich vermindert werden.
Was die vorläufige Bearbeitung der Siliziumstahlbleche betrifft, so hat diese auf die
Eigenschaften des fertigen Fabrikates nur wenig Einfluß. Wenn dagegen ein in der üblichen Weise
verfertigter Blechstoß, der nach erfolgter endgültiger Behandlung die Walzen bereits verlassen
hat, gemäß der Erfindung wieder erwärmt wird und einem einzigen zusätzlichen Walzstich unterworfen wird, wobei seine Temperatur
am Ende des Prozesses die der Rekaleszenz erreicht oder überschreitet, so führt diese Nachbehandlung zu den oben angegebenen
günstigen Resultaten, mit andern Worten: der für die gewünschte Wirkung einzig in
Frage kommende letzte Walzstich, der gemäß der Erfindung von der oben angegebenen Erwärmung
begleitet sein soll, kann nachträglich, beliebig spät nach der in der bisher üblichen
Weise vollführten Herstellung der Bleche erfolgen, auch wenn der bearbeitete fertige
Blechstoß nach Verlassen der Walze bereits abgekühlt und in einzelne Bleche zerlegt war;
man nimmt in diesem Falle einzelne der in gewöhnlicher Weise hergestellten ausgeglühten
oder nicht ausgeglühten Bleche, vereinigt sie zweckmäßigerweise zu einem Stoß, erwärmt
diesen wieder und führt ihn ein einziges Mal wieder durch die Walzen, so daß er nach erfolgtem Walzstich etwa die Rekaleszenztemperatur
oder eine noch höhere Temperatur besitzt. Auf diese Weise werden die magnetischen
Eigenschaften der Bleche verbessert.
Jedenfalls muß der letzte Walzstich beim Herstellungsverfahren bzw. Nachbehandlungsverfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung kein »blinder Stich« sein, sondern in der Tat
mechanisch wirksam sein, die Bleche sollen danach etwas verjüngt sein.
Natürlich kann das oben beschriebene Verfahren statt auf ganze Blechstöße in ähnlicher
Weise auf einzelne getrennte Bleche angewendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Verbesserung der magnetischen Eigenschaften von legierten Blechen (Siliziumstahlblechen), dadurch gekennzeichnet, daß das Material vor dem letzten Walzstich derart erwärmt wird, daß seine Temperatur gegen das Ende des letzten Walzstiches etwa der hellen Rotglut bzw. der Rekaleszenz entspricht oder noch höher ist.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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ID=511896
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
Country | Link |
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