DE252655C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/12—Automatic release mechanisms with or without manual release
- H01H71/44—Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay
Landscapes
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 252655 -KLASSE 21 c. GRUPPE
Dr. PAl1JL MEYER A. G. in BERLIN.
Eine unabhängige Zeiteinstellung, d. h. eine solche, bei welcher die Dauer der Dämpfung
von der Größe der auftretenden Überlastung unabhängig ist, ist nur dadurch herzustellen,
daß irgendein Kraftspeicher ohne Einwirkung der elektrischen Größe entleert wird und dadurch
eine Dämpfung überwindet. Das elektrische System dient nur zum Freigeben des Kraftspeichers. Um den Kraftspeicher aufzufüllen,
sind verschiedene Vorrichtungen benutzt worden, beispielsweise derart, daß derselbe
Magnet, welcher die Freigabe bewirkt, auch die Auffüllung des Kraftspeichers übernimmt.
Eine andere Lösung ist die, daß ein besonderer, von einer unabhängigen Stromquelle
oder von der Spannung desselben Netzes beeinflußter Hüfsmagnet die Auffüllung
bewirkt.
Nach vorliegender Neuerung wird nun die Auffüllung des Kraftspeichers durch ein Serienstromsystem
bewirkt. Zur Vereinfachung soll im folgenden nur vom magnetischen System gesprochen werden; die Anordnung läßt sich
naturgemäß auch auf andere Systeme, ■ beispielsweise Induktionssysteme oder thermetische
Systeme, entsprechend übertragen.
Die Anordnung des Serienmagneten beruht darauf, daß dieser Magnet vor Eintritt der
Überlastung durch das Ansteigen des Stromes imstande sein muß, die ihm zugetraute Arbeit,
beispielsweise die Hebung eines Gewichtes, zu bewirken, daß er aber nachher, sobald die Überlastung eingetreten ist, gezwungen wird, seinen Kraftspeicher zur Ent-
ladung freizugeben, beispielsweise, indem er von einem anderen Maximalmagneten kurzgeschlossen
wird. An Stelle des Kurzschlusses kann auch mittels eines Umschalters ohne Unterbrechung nach vorübergehendem Kurzschluß
die Ausschaltung des fraglichen Serienmagneten bewirkt werden, was sich insbesondere
empfehlen wird, wenn die Magnetwicklung einen geringen Widerstand hat und daher der
Widerstand des Parallelkontaktes störend wirkt.
Die geschilderte Anordnung hat noch einen. Nachteil. Wie erwähnt, arbeitet die Vorrichtung
dadurch, daß der Maximalmagnet des Kraftspeichers unwirksam wird und der Kraftspeicher
sich entladet. Das würde aber auch der Fall sein, wenn der Strom auf einen sehr
geringen Betrag bzw. auf null zurückgeht. Um nun eine Auslösung bei zurückgehendem Strom
zu verhindern, wird ebenfalls nach der Erfindung durch den Maximalmagneten, welcher den Aufzugsmagneten
kurzschließt, im Ruhezustand die Wirkung des Kraftspeichers verhindert, und zwar entweder auf elektrischem Wege mit
Hilfe einer Schaltung (s. Fig. 1 und 2) oder auf mechanischem Wege, ζ. Β. durch Klinken
(Fig· 3> Einige Ausführungsformen des vorstehend
beschriebenen Grundgedankens sind in den gezeichneten Abbildungen dargestellt.
Fig. ι stellt eine Auslösung für einen einphasigen
Hochspannungsölschalter dar. Der Wandler W speist zwei Maximalmagnete M1, M2
und die Auslösespule A des Hauptölschalters O in Serie. Im Ruhezustand ist die Auslösespule
A durch den Schalter des Maximalrelais M1 und durch den Schalter des Relais
M2 kurzgeschlossen. Die Relais sind so angeordnet, daß das Relais M1 bei Anziehung
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seines Ankers ungedämpft, oder falls dieses gewünscht wird, auch gedämpft wirkt, während
das Relais M2 bei Loslassen seines Ankers
dessen Weg mir unter Dämpfung vollführt und dann einen Schalter unterbricht.
Verschwindet der Strom, so läßt zwar das Relais Ii2 seinen Anker los und öffnet seinen
Schalter. Dies bleibt aber unwirksam, da die Spule A noch durch den Schalter des Relais
M1 kurzgeschlossen ist. Tritt nun ein Strom auf, welcher sich dem normalen Stromwert nähert, jedoch unter der Einstellungsgrenze des Relais M1 bleibt, so zieht das Relais
M2 seinen Kern empor und füllt dadurch den Kraftspeicher, während sich sein Schalter
schließt. Bei einer Überlastung zieht das Relais M1 seinen Kern an und legt den Hilfsschalter
nach oben, wodurch die Wicklung des Relais M2 kurzgeschlossen wird. Sobald nun
der Anker des Relais M2 unter Überwindung seiner Dämpfung nach unten gelangt ist, öffnet
er den Kurzschluß der Spule A, und diese
kann nunmehr auf den ölschalter O wirken,
da die zweite Kurzschlußvorrichtung bei M1 ebenfalls geöffnet ist.
Eine zweite, etwas kompliziertere Anordnung für Drehstrom ist in der Fig. 2 dargestellt.
Hier ist der Aufzugsmagnet M2 in eine andere Phase gelegt als die beiden Maximalmagnete
M1 und M3; infolgedessen zerlegt
sich auch der Umschalter der Maximalrelais M1, M3 in zwei getrennte Schalter, um Kurzschlüsse
zwischen verschiedenen Phasen zu vermeiden. Im Übrigen ist die Wirkungsweise ebenso,
wie sie bei der Fig. 1 beschrieben wurde. Die Auslösespule A wird, je nachdem einer der
beiden Maximalmagnete M1 oder M3 gewirkt
hat, von dem entsprechenden Wandler W1 oder Ws beeinflußt, so daß eine Auslösung
eintritt, wenn eine Überlastung in einer der beiden Phasen 1 oder 3 stattgefunden hat.
Diese Anordnung hat den Ubelstand, daß sie dann nicht im gewünschten Sinne wirkt, wenn
die Leitung 2 unterbrochen worden ist. In diesem Falle würde zwar die Maximalauslösung
funktionieren, jedoch die Zeiteinstellung wegfallen, da bei Fortfäll der Stromstärke in der
Leitung 2 der Magnet M2 seinen Anker dauernd unten läßt und infolgedessen die Magnete M1
bzw. M3 den Kurzschluß der Auslösewicklung sofort aufheben.
Eine dritte Anordnung zeigt Fig. 3, welche den direkten Anbau einer derartigen Auslösevorrichtung
an einem ölschalter darstellt. Der ,Schalter S wird durch eine Klinke K1 gegen
eine Feder F eingeschaltet gehalten. Die Klinke K1 befindet sich unter der Wirkung
des Ankers A2 des Serienmagneten M2, welcher
mit einer Dämpfung D versehen ist. Fällt der Kern A2 herunter, so schlägt er auf
die Klinke K1 und bewirkt die Auslösung des Schalters S, falls die Klinke K1 frei ist. Dies
ist aber nun nicht der Fall, solange der Magnet M1 seinen Anker A1 nicht angezogen
hat; denn in dieser Stellung legt sich, wie gezeichnet, eine zweite Klinke K2 vor die
Klinke K1 und sperrt sie. Der Magnet M1
erfüllt außer der Aufgabe, die Klinke K2 und damit die Klinke K1 freizugeben, noch, wie
bei den anderen Beispielen, die Aufgabe, die Wicklung M2 kurzzuschließen.
Die Verwendung von Seriensystemen an Stelle der bekannten Systeme mit Spannungswicklung oder Erregung durch unabhängige
Stromkreise bietet den großen Vorteil, billige Wicklungen mit geringen Spannungsdifferenzen
verwenden zu können und bei Hochspannung unter Umständen, wie Fig. 1 zeigt, erhebliche
Ersparnisse an Wandlern zu erhalten. In einer Transformatorenstation würde bei Verwendung
eines Spannungsaufzuges für eine Anordnung nach Fig. 1 ein Stromwandler und
ein Spannungswandler nebst Sicherungen erforderlich sein, sowie eine verhältnismäßig
teure Spannungswicklung. Nach vorliegender Neuerung dagegen kommt man mit einem einzigen
Stromwandler und mit einer billigen Serienwicklung aus: Ferner ist zu berücksichtigen,
daß Serienwicklungen mit ihren geringen Potentialdifferenzen stets betriebssicherer
herzustellen sind als Spannungswicklungen.
Claims (3)
1. Maximal-Auslösevorrichtung mit unabhängiger
Zeiteinstellung, gekennzeichnet
. durch ein Seriensystem (M2) zur Auffüllung
des die unabhängige Zeiteinstellung bewirkenden Kraftspeichers. " :
2. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Maximal-Strom-
- system (M1), welches das zur Auffüllung
des Kraftspeichers dienende Seriensystem (M2) zum Zwecke der Freigabe des Kraftspeichers
unwirksam macht (durch Kurz-Schluß ,usw.). ' . · ■'"..'
3. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Maximal-Stromsystem (M1), bei geringer
Stromstärke die Wirkung des Kraftspeichers auf mechanischem oder elektrischem Wege verhindert, zum Zwecke, eine Auslösung
bei geringem oder verschwindendem Strom zu verhindern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE252655C true DE252655C (de) |
Family
ID=510989
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT252655D Active DE252655C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE252655C (de) |
-
0
- DE DENDAT252655D patent/DE252655C/de active Active
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