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DE252655C - - Google Patents

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Publication number
DE252655C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
energy storage
current
magnet
maximum
switch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT252655D
Other languages
English (en)
Publication of DE252655C publication Critical patent/DE252655C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/44Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 252655 -KLASSE 21 c. GRUPPE
Dr. PAl1JL MEYER A. G. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1912 ab.
Eine unabhängige Zeiteinstellung, d. h. eine solche, bei welcher die Dauer der Dämpfung von der Größe der auftretenden Überlastung unabhängig ist, ist nur dadurch herzustellen, daß irgendein Kraftspeicher ohne Einwirkung der elektrischen Größe entleert wird und dadurch eine Dämpfung überwindet. Das elektrische System dient nur zum Freigeben des Kraftspeichers. Um den Kraftspeicher aufzufüllen, sind verschiedene Vorrichtungen benutzt worden, beispielsweise derart, daß derselbe Magnet, welcher die Freigabe bewirkt, auch die Auffüllung des Kraftspeichers übernimmt. Eine andere Lösung ist die, daß ein besonderer, von einer unabhängigen Stromquelle oder von der Spannung desselben Netzes beeinflußter Hüfsmagnet die Auffüllung bewirkt.
Nach vorliegender Neuerung wird nun die Auffüllung des Kraftspeichers durch ein Serienstromsystem bewirkt. Zur Vereinfachung soll im folgenden nur vom magnetischen System gesprochen werden; die Anordnung läßt sich naturgemäß auch auf andere Systeme, ■ beispielsweise Induktionssysteme oder thermetische Systeme, entsprechend übertragen.
Die Anordnung des Serienmagneten beruht darauf, daß dieser Magnet vor Eintritt der Überlastung durch das Ansteigen des Stromes imstande sein muß, die ihm zugetraute Arbeit, beispielsweise die Hebung eines Gewichtes, zu bewirken, daß er aber nachher, sobald die Überlastung eingetreten ist, gezwungen wird, seinen Kraftspeicher zur Ent- ladung freizugeben, beispielsweise, indem er von einem anderen Maximalmagneten kurzgeschlossen wird. An Stelle des Kurzschlusses kann auch mittels eines Umschalters ohne Unterbrechung nach vorübergehendem Kurzschluß die Ausschaltung des fraglichen Serienmagneten bewirkt werden, was sich insbesondere empfehlen wird, wenn die Magnetwicklung einen geringen Widerstand hat und daher der Widerstand des Parallelkontaktes störend wirkt.
Die geschilderte Anordnung hat noch einen. Nachteil. Wie erwähnt, arbeitet die Vorrichtung dadurch, daß der Maximalmagnet des Kraftspeichers unwirksam wird und der Kraftspeicher sich entladet. Das würde aber auch der Fall sein, wenn der Strom auf einen sehr geringen Betrag bzw. auf null zurückgeht. Um nun eine Auslösung bei zurückgehendem Strom zu verhindern, wird ebenfalls nach der Erfindung durch den Maximalmagneten, welcher den Aufzugsmagneten kurzschließt, im Ruhezustand die Wirkung des Kraftspeichers verhindert, und zwar entweder auf elektrischem Wege mit Hilfe einer Schaltung (s. Fig. 1 und 2) oder auf mechanischem Wege, ζ. Β. durch Klinken
(Fig· 3> Einige Ausführungsformen des vorstehend beschriebenen Grundgedankens sind in den gezeichneten Abbildungen dargestellt.
Fig. ι stellt eine Auslösung für einen einphasigen Hochspannungsölschalter dar. Der Wandler W speist zwei Maximalmagnete M1, M2 und die Auslösespule A des Hauptölschalters O in Serie. Im Ruhezustand ist die Auslösespule A durch den Schalter des Maximalrelais M1 und durch den Schalter des Relais M2 kurzgeschlossen. Die Relais sind so angeordnet, daß das Relais M1 bei Anziehung
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seines Ankers ungedämpft, oder falls dieses gewünscht wird, auch gedämpft wirkt, während das Relais M2 bei Loslassen seines Ankers dessen Weg mir unter Dämpfung vollführt und dann einen Schalter unterbricht.
Verschwindet der Strom, so läßt zwar das Relais Ii2 seinen Anker los und öffnet seinen Schalter. Dies bleibt aber unwirksam, da die Spule A noch durch den Schalter des Relais M1 kurzgeschlossen ist. Tritt nun ein Strom auf, welcher sich dem normalen Stromwert nähert, jedoch unter der Einstellungsgrenze des Relais M1 bleibt, so zieht das Relais M2 seinen Kern empor und füllt dadurch den Kraftspeicher, während sich sein Schalter schließt. Bei einer Überlastung zieht das Relais M1 seinen Kern an und legt den Hilfsschalter nach oben, wodurch die Wicklung des Relais M2 kurzgeschlossen wird. Sobald nun der Anker des Relais M2 unter Überwindung seiner Dämpfung nach unten gelangt ist, öffnet er den Kurzschluß der Spule A, und diese kann nunmehr auf den ölschalter O wirken, da die zweite Kurzschlußvorrichtung bei M1 ebenfalls geöffnet ist.
Eine zweite, etwas kompliziertere Anordnung für Drehstrom ist in der Fig. 2 dargestellt. Hier ist der Aufzugsmagnet M2 in eine andere Phase gelegt als die beiden Maximalmagnete M1 und M3; infolgedessen zerlegt sich auch der Umschalter der Maximalrelais M1, M3 in zwei getrennte Schalter, um Kurzschlüsse zwischen verschiedenen Phasen zu vermeiden. Im Übrigen ist die Wirkungsweise ebenso, wie sie bei der Fig. 1 beschrieben wurde. Die Auslösespule A wird, je nachdem einer der beiden Maximalmagnete M1 oder M3 gewirkt hat, von dem entsprechenden Wandler W1 oder Ws beeinflußt, so daß eine Auslösung eintritt, wenn eine Überlastung in einer der beiden Phasen 1 oder 3 stattgefunden hat. Diese Anordnung hat den Ubelstand, daß sie dann nicht im gewünschten Sinne wirkt, wenn die Leitung 2 unterbrochen worden ist. In diesem Falle würde zwar die Maximalauslösung funktionieren, jedoch die Zeiteinstellung wegfallen, da bei Fortfäll der Stromstärke in der Leitung 2 der Magnet M2 seinen Anker dauernd unten läßt und infolgedessen die Magnete M1 bzw. M3 den Kurzschluß der Auslösewicklung sofort aufheben.
Eine dritte Anordnung zeigt Fig. 3, welche den direkten Anbau einer derartigen Auslösevorrichtung an einem ölschalter darstellt. Der ,Schalter S wird durch eine Klinke K1 gegen eine Feder F eingeschaltet gehalten. Die Klinke K1 befindet sich unter der Wirkung des Ankers A2 des Serienmagneten M2, welcher mit einer Dämpfung D versehen ist. Fällt der Kern A2 herunter, so schlägt er auf die Klinke K1 und bewirkt die Auslösung des Schalters S, falls die Klinke K1 frei ist. Dies ist aber nun nicht der Fall, solange der Magnet M1 seinen Anker A1 nicht angezogen hat; denn in dieser Stellung legt sich, wie gezeichnet, eine zweite Klinke K2 vor die Klinke K1 und sperrt sie. Der Magnet M1 erfüllt außer der Aufgabe, die Klinke K2 und damit die Klinke K1 freizugeben, noch, wie bei den anderen Beispielen, die Aufgabe, die Wicklung M2 kurzzuschließen.
Die Verwendung von Seriensystemen an Stelle der bekannten Systeme mit Spannungswicklung oder Erregung durch unabhängige Stromkreise bietet den großen Vorteil, billige Wicklungen mit geringen Spannungsdifferenzen verwenden zu können und bei Hochspannung unter Umständen, wie Fig. 1 zeigt, erhebliche Ersparnisse an Wandlern zu erhalten. In einer Transformatorenstation würde bei Verwendung eines Spannungsaufzuges für eine Anordnung nach Fig. 1 ein Stromwandler und ein Spannungswandler nebst Sicherungen erforderlich sein, sowie eine verhältnismäßig teure Spannungswicklung. Nach vorliegender Neuerung dagegen kommt man mit einem einzigen Stromwandler und mit einer billigen Serienwicklung aus: Ferner ist zu berücksichtigen, daß Serienwicklungen mit ihren geringen Potentialdifferenzen stets betriebssicherer herzustellen sind als Spannungswicklungen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Maximal-Auslösevorrichtung mit unabhängiger Zeiteinstellung, gekennzeichnet
. durch ein Seriensystem (M2) zur Auffüllung des die unabhängige Zeiteinstellung bewirkenden Kraftspeichers. " :
2. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Maximal-Strom-
- system (M1), welches das zur Auffüllung des Kraftspeichers dienende Seriensystem (M2) zum Zwecke der Freigabe des Kraftspeichers unwirksam macht (durch Kurz-Schluß ,usw.). ' . · ■'"..'
3. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Maximal-Stromsystem (M1), bei geringer Stromstärke die Wirkung des Kraftspeichers auf mechanischem oder elektrischem Wege verhindert, zum Zwecke, eine Auslösung bei geringem oder verschwindendem Strom zu verhindern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE252655C (de)

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