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Aufhängung eines Roll- oder Gleitaufhängers Die vorliegende Erfindung
betrifft die Aufhängung eines Roll- oder Gleitaufhängers aus Kunststoff für Schleudergardinen
und -vorhänge, wobei der Aufhänger ein Auge aufweist, durch das eine Achse greift
an deren freien Enden beiderseits des Auges jeweils eine Rolle oder ein Gleiter
angeordnet ist und die Lastübertragung der Aufhängelast von dem oberen TEil des
Auges auf die Achse erfolgt.
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Eine solche Anordnung zeigt beispielsweise die DT-AS 1185785.
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Dort ist die durch das Aufhängerauge greifende Doppelrolle einstückig
ausgeführt. Zur Montage wird die Achse der Doppelrolle durch einen Schlitz des Aufhängerauges
in das Aufhängerauge hineingeführt. Der Schlitz befindet sich dem last-ADertragenden
Teil des Aufhängerauges gegenüber. Der Durchmesser der Achse der Doppelrolle ist
nur unwesentlich kleiner als der Durchmesser des Aufhängerauges.
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Dadurch, daß das Aufhängerauge in seinem unteren Teil geschlitzt ist,
zieht sich dieses Aufhängerauge unter Einwirkung der Aufhängelast zusammen. Das
Aufhängerauge zieht sich unter Lasteinwirkung nämlich in die Länge, so daß der Umschließungswinkel
des Aufhängerauges um die Achse der Doppelrolle sich vergrößert. Hierdurch wird
ein höheres Bremsmoment (Reibung) auf die Achse der Doppelrolle bei Einwirken einer
Aufhängelast ausgeübt. Durch den Schlitz im Aufhängerauge ist auch die Stabilität
des Aufhängers bei Einwirken einer Querkraft (quer zur Laufrichtung) beeinträchtigt.
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Die Anordnung des DT-Gm 7010403.5 zeigt ebenso eine einstückige Doppelrolle
die durch einen Schlitz am Umfang des Aufhängerauges in das Aufhängerauge hinein-geführt
wird. Der Durchmesser der Achse der Doppelrolle ist nur gering größer als der Durchmesser
des Aufhängerauges.
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Diese Anordnung zeigt zusammen mit der oben genannten Anordnung der
DT-AS 1 185 785, wegen der Wahl des Durchmessers der Achse annähernd den Durchmesser
des Aufhängerauges, das Merkmal, daß die Achse der Doppelrolle während des Abrollens
im Aufhängerauge von der Innenwandung dieses Aufhängerauges stark abgebremst wird.
Durch die Wahl der GrO¢enverhAltnisse der Achse der Doppelrolle zu denen des Aufhängerauges
sind die Laufeigenschaften des Aufhängers beim Kippen in Längs- und Querrichtung
während des Abrollens auf der Laufschiene beeinträchtigt.
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Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, die Aufhängung eines Roll-
oder Gleitaufhängers aus Kunststoff so auszubilden, daß der Aufhänger kein wesentliches
Bremsmoment von Seiten der Doppelrolle erfährt, wenn der Aufhänger längs und/oder
quer zu seiner Laufrichtung während des Abrollens gekippt wird. Weiterhin soll vermieden
werden, daß sich das Aufhängerauge unter Lasteinwirkung verformt, so daß sich die
Umschlingung der Achse der Doppelrolle unter Lasteinwirkung vergrößert. Schließlich
soll die Montage des Aufhängers (Einführen der Achse der Doppelrolle in das Aufhängerauge)
einfach und schnell erfolgen.
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Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Aufhängung eines Roll-
oder Gleitaufhängers gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Radius der
Achse höchstens die Hälfte des Radius des Auges an dem lastübertragenden Teil
des
Auges beträgt.
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Die vorliegende Erfindung sieht vor, daß der Radius des Auges in seinem
oberen, lastübertragenden Teil mindestens doppelt so groß ist, wie der Radius der
Achse, der durch dieses Aufhängerauge greifenden Doppelrolle. Wesentlich hierbei
ist, daß durch die Angabe dieses Größenverhältnisses nur eine geringe Umschlingung
der Achse der Doppelrolle während des Abrollens im Aufhängerauge stattfindet. Auf
diese Weise werden die Laufeigenschaften des Aufhängers wesentlich verbessert, da
die Achse beim Kippen des Aufhängers in Laufrichtung nur unwesentlich abgebremst
wird.
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Weiterhin spielen Verformungen des Aufhängerauges unter Einwirkung
der Aufhängelast keine Rolle mehr, da sich dadurch die Umschlingung der Achse der
Doppelrolle im Auge nur unwesentlich vergrößert.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sieht
vor, daß sich der Radius der Achse zum Radius des Auges annähernd im Verhältnis
1:3 verhält. Dabei ist wesentlich, daß nur der lastübertragende (obere) Teil des
Aufhängerauges dieses vorteilhafte Größenverhältnis zur Achse der Doppelrolle aufweist.
Der untre, nicht lastübertragende Teil des Aufhängerauges kann irgendwie beliebig
geformt sein, muß also nicht zwingend den Radius im oberen, lastUbertragenden Teil
des Aufhängerauges aufweisen.
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Eine vorteilhafte AusgewtaltunS der vorliegenden Erfindung sieht aus
fertigungstechnischen Gründen und aus Gründen des gefälligen Aussehens eine kreisförmige
Ausgestaltung des Aufhängerauges vor. Dies bedeutet, daß der Radius des Aufhängerauges
im oberen, lastübertragenden Teil dem Radius des Aufhängerauges im unteren nicht
lastübertragenden Teil entspricht.
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Ein weiteres wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung ist,
daß das Auge am Umfang allseitig geschlossen ist.
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Erfindungswesentlich ist also hier, daß der Schlitz zur Einführung
der Achse der Doppelrolle in das Auge entfällt.
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Zur Montage könnte die Doppelrolle zweistückig ausgebildet sein; die
Montage könnte dann entsprechend einer Druckknopf-Verbindung zwischen Achse und
einer Rolle so erfolgen, daX zuerst die Achse in das Aufhängerauge eingeführt wird
und dann eine Rolle auf das freie Ende dieser Achse aufgesteckt wird.
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Mit der Vorliegenden Erfindung wird ein neue Weg bei der Ausgestltung
der Aufhängung eines Roll- oder Gleitaufhängers ans Kunststoff beschritten. Gemaß
der vorliegenden Erfindung ist die Doppelrolle, bestehend aus einer Achse, an deren
beiden Enden vorzugsweise drehfest jeweils eine Rolle oder in Gleiteflangebracht
ist einstückig ausgeführt. Selbstverständlich können auch die Rollen drehbar an
dem freien Ende der Rolle gelagert sein, ohne daß dadurch der Rahmen der vorliegenden
Erfindung verlassen wird. Der Innen-Durchmesser des Auges ist geringfügig kleiner
als der Außen-Durchmesser
der Rolle und die Rolle und/oder der Umfang
des Auges sind elastisch verformbar. Die Montage des Aufhängers erfolgt so, daß
die einstückige Doppelrolle mit einer Rollenseite auf den Umfang des Aufhängerauges
aufgesetzt wird und unter Überwindung des Press -Sitzes zwischen Rolle und dem Umfang
des Aufhängerauges die Rolle durch das Aufhängerauge hindurch-geschoben wird, so
daß dieser Rolle schließlich am anderen Ende des Aufhängerauges wieder austritt
und damit die Achse der Doppelrolle durch das Äufhngerauge greift. In diesem fertig
montierten Zustand rollt die Achse der Doppelrolle am oberen Teil des Aufhängerauges
(Innenwandung) entlang. Durch die erfindungswesentliche Wahl der Größenverhältnisse
zwischen dem Radius der Achse und dem Radius des Aufhängerauges in seinem lastübertragenden
Teil besitzt die Achse auch beim Abkippen des Aufhängers in Laufrichtung noch genügend
Bewegungsspielraum und wird vom Aufhängerauge nicht abgebremst.
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Bedingt durch das erfindungswesentliche Merkmal, daß der Innen-Durchmesser
des Auges geringfügig kleiner ist als der Außen-Durchmesser der Rollen der Doppelrolle,
ist es erforderlich, daß entweder der Außenumfang der Rolle oder der Innenumfang
des Auges oder auch beide Teile elastisch verformbar sind. Die elastische Verformbarkeit
eines oder beider Teile vermeidet, daß die Durchmesser des Auges und die Durchmesser
der Rollen genau aufeinander abgestimmt werden müssen.
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Weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung gehen aus der Zeichnung und ihre Beschreibung hervor. Es zeigen: Fig.
1 Seitenansicht eines Aufhängerauges, wobei die Doppelrolle noch nicht montiert
ist.
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Fig. 2 Querschnitt durch das Aufhängerauge gemäß dem Schnitt I/I aus
Fig. 1.
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Fig. 3 Seitenansicht der Doppelrolle.
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Fig. 4 Draufsicht auf eine Seite der Rolle.
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Fig. 5 fertig montierte Aufhängung eines Rollaufhängers gem. der Erfindung
(Sicht auf die Breitseite).
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Fig. 6 Aufhängung des Rollaufhängers gem. Fig. 5 (Sicht auf die Schmalseite).
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Der in Fig. 1 gezeigte Aufhängekörper 1 besteht aus einem Auge 2,
wobei dieses Auge 2 einen Radius 15 und einen Durchmesser 15 aufweist. Der Umfang
13 des Auges 2 bildet die Begrenzung. In Fig. 1 ist der Aufhängekörper 1 nur zum
Teil dargestellt, der Aufhängekörper 1 setzt sich unterhalb der horizontalen, gestrichelten
Linie mit
einer nicht dargestellten Aufhängeröse fort.
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Fig. 2 l§ßt weitere wesentliche Merkmale des Aufhängerauges 2 erkennen.
Dabei ist der Umfang 13 des Auges 2 mit zum Mittelpunkt des Auges 2 weisenden Kanten
5 (Ansenkungen) versehen.
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Fig. 3 zeigt die wesentlichen Merkmale der dem Auge 2 zugeordneten
Doppelrolle, bestehend aus den beiden Rollen 6,7 und der Achse 8. Die Achse 8 weist
dabei den Radius 14 auf. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird es bevorzugt, wenn
sich der Radius 14 der Achse 8 zum Radius 15 des Auges 2 im Verhältnis 1:3 verhalten.
Fig. 3 zeigt weiterhin, daß die Kanten 9,io der Rollen 6,7 sich in Richtung zum
Mittelpunkt der Rollen 6,7 hi erjUngen. Dabei ist wesentlich, daß der Innen-Durchmesser
dieser Kanten 9,10 der Rollen 6,7 kleiner ist als der Durchmesser 15J des Auges
2 Durch dieses Merkmal wird eine leichte Montage der Doppelrolle im Aufhängerauge
2 erreicht. Die Doppelrolle wird beispielsweise gem.
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der Zeichnung Fig. 2 und Fig. 3 mit der Rolle 6 auf den Umfang 13
des Auges 2 aufgesetzt. Dabei weisen vorteilhaft die Kanten lo der Rolle 6 bereits
in das Innere des Auges 2, da der Innen-Durchmesser der Kanten lo kleiner ist als
der Durchmesser 151 des Auges 2. Zur Montage wird ein Pressdruck von. Seiten der
gegenüberliegenden Rolle 7 in Längsrichtung der Rolle ausgeübt, wobei dann die Rolle
6 entlang
der schiefen Ebene der sich verjüngenden Kanten lo in
das Innere des Auges 2 gleitet, durch dieses hindurchstößt und am anderen Ende des
Auges 2 wieder austritt. Nach dieser Montage liegt dann die Achse 8 an der Innenwandung
4 des Auges 2 an.
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Fig. 4 zeigt die Draufsicht auf die Rollenseite 7 der Doppelrolle
6,7. Dabei ist ersichtlich, daß die Rolle den Außendurchmesser 16 aufweist, wobei
die sich verjüngenden Kanten 9 den Innen-Durchmesser 17 aufweisen. Erfindungsgemäß
ist der Außen-Durchmesser 16 der Rollen 6,7 geringfügig größer als der Durchmesser
15' des Auges 2. Weiterhin ist der Innen-Durchmesser 17 der Kanten 9,1ö kleiner
als der Innen-Durchmesser 15 des Auges 2, so daß, wie bereits vorher beschrieben,
die Montage der Rolle im Aufhängerkörper l dadurch erleichtert wird, daß die Rolle
6 an den sich verjüngenden Kanten lo unter Einwirkung eines Pressdruckes in das
Aufhängerauge 2 hineingleitet.
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Fig. 3 und Fig. 4 zeigen ein weiteres wesentliches Merkmal der Doppelrolle
6,7. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Stirnseiten der Rollen 6,7 eine nach innen
weisende Einsenkung 11,12 aufweisen. Diese Einsenkungen 11,12 gestatten eine elastische
Verformung der sich zum Mittelpunkt der Rollen 6,7 verjüngenden Kanten wo,9. Durch
die nach innen weisende Einsenkung 11,12 an den Stirnseiten der Rollen 6,7
ist
d;Le Verformung der Kanten 1o,9 beim Einschieben in das Aufhängerauge 2 erleichert.
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Fig. 5 und Fig. 6 zeigen die fertig montierte Aufhängung des dargestellten
Rollaufhängers. Aus Fig. 5 ist ersichtlich, daß die Achse 8 mit ihrem Radius 14
entlang der Innenwandung 4 im Aufhängerauge 2 leicht beweglich und abrollbar ist.
Weiterhin bleibt durch den ungeschlitzten Umfang 13 des Auges 2 die Stabilität und
Form des Aufhängerauges 2 unter Lasteinwirkung erhalten. Wegen des fehlenden Schlitzes
im unteren Teil des Umfanges 13 des Auges 2 (siehe Fig. 5) spreizt sich dieser Schlitz
auch nicht - wie bei Anordnungen gem. dem Stand der Technik - unter Einwirkung einer
Querkrat auf, wobei im ungünstigen Fall die Achse der Doppelrolle sich im aufgespreizten
Schlitz verklemmen kann. Zur Vermeidung dieser Verklemmung müssen die Anordnungen
gem dem Stand der Technik eine hohe MaterlalstArke des Aufhängekörpers in der Umgebung
des Schlitzes vorsehen, um den Schlitz biegesteif gegen Querkräfte zu gestalten.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen Nachteil aus der Fig.
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5 und 6 ist vielmehr ersichtlich, daß die Materialstärke des Umfanges
13 am lastübertragenden oberen Teil des. Aufhängerauges 2 ungefähr der Materialstärke
des Umfanges 13 am unteren Teil des Aufhängerauges, dem Verbindungsteil zur Verbindung
der beiden gestrichelt gezeichneten freien Schenkelenden, entspricht.
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Aus Fig. 5 und Fig. 6 ist ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung
ersichtlich. Die erfindungsgemäße Einsenkung 11,12 (siehe auch Fig. 3) der Rollen
6,7 erlaubt das Ansetzen eines Presswerkzeuges in diese Einsenkung zur Montage (Einpressen)
der Rolle im Auge 2. Genauso gut kann aDer auch das Presswerkzeug am Umfang der
Rolle angreifen, um diese in das Aufhängerauge 2 zu pressen.
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Fig. 6 läßt ein weiteres erfindungswesentliches Merkmal der vorliegenden
Erfindung erkennen. Vorher wurde ausgeführt, daß gemäß der Fig. 2 und der Fig. 3
die nach innen zur Längsachse 3 des Aufhängekörpers 1 weisenden Kanten 5 zur Erleichterung
der Montage (Einpressen der Rolle) dienen. Zum Einpressen weisen die Kanten 5- am
Umfang 13 eine ähnliche Neigung wie die Kanten lo,9 der Rollen 6,7 auf. Fig. 6 zeigt
den weiteren Vorteil der Kanten 5 am Umfang 13 des Aufhängerauges 2. Fig.
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6 zeigt, daß die Achse 8 die Breite des Aufhängerkörpers 1 geringfügig
überschreitet, so daß die dem Aufhängerauge 2 zugewandten Seiten der Rollen 6,7
einen gewissen Abstand zu diesem Aufhängerauge 2 aufweisen. Dieses Merkmal gestattet
ein Kippen des Aufhängekörpers 1 beim Einwirken einer quer zur Laufrichtung stehenden
Kraft auf den Aufhängekörper 1.
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Die Rollen bleiben dabei immer noch in ihrer horizontalen Laufrichtung
und werden durch das Kippen des Aufhängekörpers 1 nicht abgebremst. Die nach innen
weisenden Kanten 5 am Umfang 13 des Aufhängerauges 2 erleichtern ein Kippen des
AufhAngekörpers
1 quer zur Laufrichtung. Der Aufhängekörper 1 kippt dabei in einem Winkel zur Mitten-Längsachse
3.
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Durch die erfindungswesentliche Wahl der Größenverhältnisse der Achse
der Doppelrolle zu denen des Aufhängerauges, sowie durch die besondere Formgebung
des Aufhängerauges und der Doppelrolle werden wesentlich bessere Laufeigenschaften
des dargestellten Roll- oder Gleitaufhängers aus Kunststoff im Vergleich zu den
bekannten ANordnungen erzielt. Der dargestellte Aufhänger ist leicht und schnell
zu montieren und verändert seine Laufeigenschaften auch dann nicht, wenn eine Längs-
oder Querkraft auf ihn einwirkt.
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Patentansprüche