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DE248484C - - Google Patents

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Publication number
DE248484C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkali
mass
albuminate
product
starch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT248484D
Other languages
English (en)
Publication of DE248484C publication Critical patent/DE248484C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/02Cellulose; Modified cellulose
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L3/00Compositions of starch, amylose or amylopectin or of their derivatives or degradation products
    • C08L3/02Starch; Degradation products thereof, e.g. dextrin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß Zellulose ebenso wie
die Alkohole unter bestimmten Bedingungen mit Säuren esterartige Verbindungen eingeht, aus denen durch Verseifung Zellulosehydrat abgeschieden wird.
Die Stoffe, mit welchen nach den bekannten Verfahren vegetabilisches Albumin durchknetet wird, z. B. Kalk, Zelluloid, Schwefel, Kautschuk, trockene Öle, Silikate u. dgl., bilden
ίο nur rein mechanische Mischungen, während nach dem beanspruchten Verfahren, entsprechend der Beschaffenheit der angewendeten Bestandteile, ein Produkt erzeugt wird, in welchem diese Bestandteile sich chemisch verbinden.
Die Alkalialuminate gehen mit Glyzerin, den Zuckerarten und Stärke, wie überhaupt mit Körpern, welche eine oder mehrere alkoholische Gruppen haben, zum Teil sehr charakteristische Verbindungen ein, sofern die genannten Körper gelöst mit den Alkalialbuminaten unter geeigneten Bedingungen zusammentreten. Die Zellulose ist als solche wegen ihrer Unlöslichkeit nicht dazu geeignet, weil sie sich nur mechanisch mit dem Alkalialbuminat mischen läßt, wohl aber das Zellulosehydrat, welches in alkalischen Lösungen verhältnismäßig leicht löslich ist.
Aus den unter der Einwirkung verdünnter Alkalien aus den Eiweißkörpern entstehenden Alkalialbuminaten, welche in ihrem physikalischen Verhalten je nach der Art des verwendeten Eiweißkörpers etwas voneinander abweichen, werden durch verdünnte Säuren die Eiweißstoffe gefällt, durch Waschen mögliehst von Säure befreit oder nach vollständiger Neutralisierung des Alkaliüberschusses durch Zusatz von verdünnten Säuren aus der neutralen Lösung mittels neutraler Salze gefällt. Nach Filtrierung des Niederschlages wird derselbe bei Zimmertemperatur an der Luft getrocknet.
Der Gang des Verfahrens ist demgemäß:
1. Herstellung des Alkalialbuminates,
2. Herstellung der Kohlehydrate,
3. Behandlung der beiden Körper mit einem Alkali und Durchkneten.
Sind Gegenstände aus Alkalialbuminat und Stärke anzufertigen, so wird zuerst die Stärke mit geringen Mengen Alkali durchgeknetet, bis eine zähe, gallertartige Masse entsteht. Beide Körper werden z. B. in einem Verhältnis von etwa drei Teilen Albuminat auf ein Teil Kohlehydrat zusammengebracht und mit Ammoniaklösung Übergossen. Sobald unter der Einwirkung des Ammoniaks das Albuminat durchsichtig und plastisch wird, werden beide Körper tüchtig durchgearbeitet, wobei das Gemisch sich zuerst verflüssigt, dann aber bei fortgesetztem Kneten oder Rühren immer zäher wird.
Das überflüssige Ammoniak wird abgegossen und die weitere chemische Reaktion vermittelt, indem man die Masse in einem luftdicht geschlossenen Gefäß stehenläßt. Die Zeit, während welcher die Masse der Einwirkung der Ammoniakdämpfe ausgesetzt wird, ist abhängig von den gebrauchten Mengen Albuminat

Claims (1)

  1. und Kohlehydrat und von der Konzentration der verwendeten Ammoniaklösung.
    Ist die Masse zu einem festen zähen Klumpen geworden, so läßt man sie trocknen, um sie darauf durch starken Druck in Platten, Blöcke oder sonstige Formen zu pressen. Nach demselben Beispiele wird eine Masse aus Alkalialbuminat und Hydrozellulose gewonnen.
    Ist ein Überschuß des einen der beiden Bestandteile angewendet worden, so bleibt derselbe als bloßes Füllmaterial der Verbindung beigemengt und verändert dementsprechend die Eigenschaften des Produktes.
    Ist Albuminat im Überschuß verwendet worden, so muß das Produkt, um es vollkommen unlöslich zu machen, der Einwirkung von Formaldehyd ausgesetzt werden.
    Andererseits werden aber auch die Eigenschaften des Produktes durch die besondere Art des Kohlehydrates sowie durch die Art des Albuminates verändert, so daß das Produkt den besonderen Zwecken entsprechend hergestellt werden kann.
    Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Produkte zeigen vollkommene Unlöslichkeit und Undurchdringlichkeit für Wasser, leiten die Elektrizität gar nicht und sind sehr wenig brennbar. Von der größten Wichtigkeit ist aber, daß das Material äußerst hart und dauerhaft und nicht spröde und leicht zerbrechlich ist, wie es die ausschließlich aus Eiweiß bereiteten Stoffe sind. In dieser Eigenschaft liegt der größte Vorteil des neuen Verfahrens, denn diese ermöglicht die Verwendung des Materials zur Herstellung von Gegenständen, welche sonst aus Hartgummi, Vulkanfiber o. dgl. verfertigt werden und als Isolierungsmaterial dienen sollen. Wenn das Alkaliälbuminat mit Stärke verbunden wird, j so ist der nach diesem Verfahren hergestellte j Stoff sehr geeignet zur Anfertigung von Gegen- ! ständen für Militärzwecke, wie z. B. Rucksäcke, Hülsen für Feldflaschen, Futterale für Feldstecher, Gewehrkolben u. dgl., wegen der großen Dichtigkeit, des geringen Gewichtes und der Zähigkeit. Die lediglich aus Eiweiß hergestellten Gegenstände können aber für ähnliche Zwecke nicht in Verwendung kommen wegen des hohen Grades von Zerbrechlichkeit derartigen Materials.
    Schließlich besteht noch eine besondere Eigenschaft der Verbindung von Alkaliälbuminat mit Stärke oder Hydrozellulose darin, daß diese Masse sich leicht weiter behandeln und bearbeiten läßt. Wenn man die Masse einer starken Pressung unterzieht, kann man den Stoff auf der Drehbank bearbeiten, sogar fräsen, bohren, abschleifen, polieren usw., ohne irgendwelche Brüche befürchten zu müssen.
    60 Pate ν T-An s PRU CH :
    Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus Kohlehydraten und Alkalialbuminaten, dadurch gekennzeichnet, daß die Albuminate mit einem Kohlehydrat, wie Stärke oder Zellulosehydrat, in Gegenwart von Alkali mit oder ohne Anwendung von Füllmaterial so lange geknetet werden, bis eine feste zähe Masse entstanden ist, worauf diese Masse getrocknet und unter starkem Druck in Formen gepreßt wird.
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