DE2424413C3 - Verfahren zur Herstellung einer polygonalen Wickelhülse sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer polygonalen Wickelhülse sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer polygonalen Wickelhülse, insbesondere einer spiralgewickelten
Wickelhülse, bei dem auf einem feststehenden Dorn eine runde Hülse aus beleimten und übereinander
gewickelten Papierlagen hergestellt und anschließend von innen her zu einem polygonalen Querschnitt
verformt wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit festem Wickeldorn,
auf dem das Wickelmaterial aufwickelbar ist und an den sich in seiner Verlängerung ein die Hülse aufnehmender
koaxial drehbarer Dorn anschließt, der durch allmähliche Querschnittserweiterung die Hülse kontinuierlich
in die polygonale Form drückt.
Bekannt ist bereits das Verfahren zur Herstellung von spiralgewickelten Rundhülsen (Rohren) aus einer
Vielzahl von Streifen, die aus vorgeleimtem Wickelmaterial bestehen. Die Streifen werden schraubenförmig
um einen feststehenden Dorn gewickelt, wobei jeder Streifen gegenüber dem vorhergehenden Streifen in '5
Längsrichtung der Hülse seitlich versetzt ist. Zur Herstellung dieser mehrstufigen Hülse benutzt man eine
sogenannte SDiralhülsenwickelmaschine, bei der die 413
einzelnen Streifen von Rollen abgezogen werden. V01 dem Auflaufen auf den Wickeldorn werden die Wickel
streifen beleimt, und zwar werden sie entweder doppel seitig, im Tauchverfahren durch eine Leimwanne gezo
gen, oder einseitig, im Einzelbeleimungsverfahren übei
eine Leimauftragswalze geführt. Die Wandstärke se hergestellter Spiralhülsen ergibt sich aus der Anzah
der übereinander aufgewickelten Streifen und aus den Volumen des Streifenmaterials.
Die Fertigung der Hülse geschieht durch einen end losen Wickelriemen, der durch zwei Drehtürme ange
trieben wird. Der Wickelriemen bildet um die auf der Dorn aufgeführten beleimten Streifen eine Schling«
und bewirkt durch seinen Rundlauf das Heranzieher des Wickelmaterials von den Vorratsrollen auf der
Dorn, das Anpressen des beleimten Wickelmaterial! zur Verklebung und das horizontale Wegschieben dei
so gebildeten endlosen Rundhülse. Das Abtrennen dei Hülse — in der gewünschten Länge — erfolgt dadurch
daß die Hülse gegen einen Anschlag (Teller) läuft, dei mittels einer Stange an einer Kreissäge angeschlosser
ist. Zunächst läuft die Hülse an der in Ruhestellung ste henden Säge vorbei. Erst beim Auflaufen der Hülse aul
den Anschlag wird die Säge horizontal vorgeschober und über eine Steuerkurve in die Wandung der Hülse
geführt. Der Schneidvorgang ist beendet, sobald sich die Hülse einmal um ihre Achse gedreht hat.
Nach einem anderen Verfahren der Rundhülsenher stellung — der Quer- oder Parallel-Wicklung — wire
von einer Papierrolle die Papierbahn maschinell abge zogen. Beide Papierkanten können zur späteren besseren
Innen- und Außen vet klebung in Schleifvorrichtun gen abgeschliffen werden. Anschließend wird die Pa
pierbahn in ständigem Abzug einseitig beleimt und mit tels eines querschneidenden Messers abgetrennt. Die
jetzt lose Papierbahn — die gleichzeitig in ihrer Länge die zu wickelnde Hülsenlänge ist — wird an einer Seite
in einen geschlitzten Dorn geführt, der sich nach derr Einführen der Papierbahn dreht und so das Papier quei
zur Papierbahn — aber in Faserrichtung des Papiers aufwickelt. Die Breite der Papierbahn und die Dicke
des Papiers bestimmten bei diesem Parallel-Wickel Verfahren die Stärke der Hülsenwandung. Nach derr
Wickelvorgang wird die so gebildete Parallelhülse mii einem Abschieber von dem Dorn geschoben, der in Ru
hestellung die nächste Papierbahn aufnimmt.
Es ist weiterhin bereits eine Vorrichtung zum Her stellen spiralförmig gewickelter Hülsen mit polygona
lern Querschnitt bekannt. An der Spiralhülsenwickel maschine verwendet man anstatt des feststehender
runden Wickeldorns einen drehbaren polygonaler Dorn, auf den — genau wie bei der Herstellung vor
Rundhülsen — das vorgeleimte Wickelmaterial aufge führt wird und mit dem endlosen Wickelriemen — wie
bereits beschrieben — hergestellt werden. Damit die Hülse über den polygonalen Dorn gleiten kann, sind ar
den Ecken des Domes langgestreckte horizontale Gleitsrhienen angebracht, die die Berührungsfläche
vermindern. Allerdings müssen die Gleitflächen dei Schienen stark gefettet werden, damit die horizontale
Fortbewegung der Hülse möglich wird.
Eine rationelle Fertigung mit hoher Laufgeschwin digkeit ist auf einem drehbaren polygonalen Dorn nich
möglich, weil die Gleitflächen den Vorschub der Hülser stark mindern und deshalb ein ständiger Rückstau dei
Hülsenwandung zum Wickelriemen eintritt. Außerden bewegt sich der Wickelriemen bei dem drehbaren poly
gonalen Dorn ständig zur Säge hin und wieder zurück
Dieser Vorhang — auch Pumpen genannt — hat zur
Folge, daß die Hülsen nur mit geringer Laufgeschwindigkeit
gefertigt werden können und tedjgfich eine polygonale
Form biMen, aber nicht faltbar sind.
Da die vorgenannte Fertigung von polygonalen Hülsen
nachteilig ist, beschreibt die DT-OS 1943 097 ein
anderes Verfahren air kontinuierlichen Herstellung
von spiralgcwicKelten Hülsen mit polygoTaJem Quer~
schnitt* Diese Fertigungsart besteht darin, daß auf
einem festen Dom mit kreisförmigem Quersehnhi zunäcnst
eine runde Hülse nach dem bekannten, bereits
beschriebenen Verfahren hergestellt wird. Die so produzierte jyiindrisehc Hülse mündet nach 50 bis !00 cm
Länge in einen ersten Drehkopf. In diesem Drehkopf wird die Hülse zwischen Kaliberwaben hmdurchgeführt
und durch Eindrücken auf einen drehbaren Dom mit polygonalem Querschnitt verformt- Später werden
weitere Streifen auf die polygonale Hülse gewickelt, um der Hülse eine gewünschte Wandstärke zu geben.
Anschließend wird die duR-h weitere bdeimte Streifen
in der Wandung verstärkte Hülse zwischen Druckwalzen eines /weiten Drehkopfes geführt, bis endlich die
fertige Hülse an die Trennvorrichtung herangefühn werden kann. Die so gefertigte Hülse benötigt eine aufwendige
Zusatzvorrichtung mit einem eigenen Antrieb. der syncha-m mit dem Antrieb der Hülsenwickelmaschine
!aufen muß. Da bei diesem Herstellungsverfahren die Hülse ständig über einen langen, polygonalen
Dorn und durch zwei Drehköpfe mit Anpreßdruck geschoben werden muß. wobei noch zusätzliche Streifen y>
aufgeführt werden müssen, tritt eine dauernde Reibung auf dem Dorn mit polygonalem Querschnitt ein, die
gleichfalls eine rationelle Fertigung verhindert.
Nach einem in der FR-PS 11 19 280 beschriebenen Herstellungsverfahren sind Wickelhülsen bekannt, die
in einem Zuge auf polygonalen Querschnitt gebracht werden, ihre Herstellung hat jedoch verschiedene er
hebliche Nachteile. Die beim Übergang auf den polygonalen Dom entstehenden Reibungskräfte sind so erheblich,
daß mit diesem Verfahren nur eine geringe Er-Zeugungsleistung zu verwirklichen ist und im übrigen
auch nur Wickelhülsen mit auf geringe Dicken begrenzter Wandstarke herstellbar sind Um die Reibung
auf dem polygonalen Dorn so gering wie möglich zu halten, müssen die Dornkanten vergleichsweise scharfkantig
gehalten werden. Hinzu kommt, daß bei diesem bekannten Verfahren das gewickelte Rohr durch das
Aufschieben auf den polygonalen Dom ersichtlicherweise auch ganz erheblich gestaucht wird, wobei zu berücksichtigen
ist. daß die Wickelhülse durch den Leim eine verformbar erweichte Beschaffenheit hai.
Durch diese Einflüsse sind die auf die bekannte Art hergestellten Hülsen auch in der Größe der Abrundung
ihrer Kanten vergleichsweise begrenzt
Selbst wenn, wie in der entgegengehaltenen US-PS 27 09 400 beschrieben, die Verformung zu einem poK gonalen
Querschnitt durch von außen an eine rundgewickelte Hülse angedrückte Walzen erfolgt ergeben
sich vergleichsweise scharfkantige Hülsenquerschnitte. Insbesondere ist dieses Verfahren auch maschinell aufwendig,
und zwar vor allem, weil die gesamte außen um die Wickelhülse angeordnete Walzenverformungsanlage
sich mit der hohen Wickelgeschwindigkeit drehen muß. so daß eine erhebliche Beschränkung der Wickelleitung
vorliegt. ' 6$
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung polygonaler Wickelhülsen
zu schaffen, die nicht nur konstruktiv weniger aufwendig ist, sondern vor allen Dingen eine hohe Frze-ugungsteismng
gewährleistet, weiche die normale Wikkelgeschwindigkei!
nicht einschränkt und weiche zudem die Hersre&ntg verbesserter polygonaler Wjckeihülsen
eriaubt.
DemgemäS besteht die Erfindung in einem Verfahren der eingangs genannten Art. weiches dadurch gekennzeichnet
ist. daß die runoe Wickelhülse im Bereich
der Kamen des polygonalen Querschnitts einer radial
auswärts gerichteten und in Langsrichcung der Hülse verlaufenden RoUverfonnung unterzogen wird.
Durch die Verwendung einer Rollverformung längs
der Kanten des poygonalen Querschnitts wird nicht nur
lediglich Gebrauch von der rollenden Reibung gemacht sondern die Verformungskriifte auch ausschließlich auf die Kantenbereiche konzentriert Da wegen der
weitgehend ausgeschalteten Reibung jegliches Röekwärtsstauchen des Wickelrohrstranges vor der Verformunssstation
vermieden wird, erfoJsi durch die Kanten-Rollverfonnung
ein Recken der Flacbseiten des PoKgonakjuerschnms. so daß diese Flachseilen allein
durch die Verformung vom Inneren der Wickelhülse her glatt gehalten werden können.
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten polygonalen Wickelhülsen können mehj nur erheblich
dicker in ihrer Wandung, sondern auch mit — entsprechend einem beliebigen Rollen-Krümmungsradius
— anbegrenzt abgerundeten Kanten hergestellt werden, und zwar ohne daß die Herstellung durch zu
große Reibungsflächen unmöglich wird. So sehr der polygonale
Querschnitt aus Gründen der Raumersparnis gewünscht ist so erweisen sich doch mit einem größeren
Krümmungsradius abgerundete Kanten als optimal kantenstabiL insbesondere bei schwerem Inhalt (z. B.
einer Stahlwelle), für den die gewickelten Hülsen auf Grund ihrer hohen Festigkeit an sich besonders geeignet
sind.
Die Herstellung von Wickelhülsen mit größerem Kanten-Krümmungsradius ist aber %or allem deshalb
vorteilhaft weil die Hülsen dann auch mit um die Stirnkante der Hülse maschinell herumgebördelten Blechdeckeln
bzw. Verschlüssen versehen werden kann. Bei den bekannten scharfeckigen polygonalen Hülsen ist
eine Verschlußmöglichkeit nicht gegeben, weil die Bördelmaschinen das Vorhandensein eines Mindesi-Krümmungsradius
verlangen.
Schließlich ist auch die Innen-Kantenfläehe der erfindungsgemäßen
Hülsen besonders glatt, weil bei der Rollverformung ein Zurückschieben und Knittern der
oberen Papierschichten praktisch ausgeschaltet ist.
Eine vorteilhafte Weiterentwicklung des erfindungsgemäßer|j/erfahrens
besteht darin, daß die Rollverformung in mehreren, stufenweise hintereinander erfolgenden
Rollverformungsstufen erfolgt wobei die anfänglichen Rollverformungsstufen jeweils mit aufeinanderfolgend
radial vergrößerten Innendiagonalen des polygonalen Querschnitts erfolgen.
In dieser Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt eine Erleichterung der Rollverformung im Hinblick auf eine verstärkte Reduzierung der bei
der Rollverformung auftretenden Reibung. Insbesondere wird durch die stufenweise Verformung auch gewährleistet,
daß die einzelnen Papierlagen, selbst bei größerer Wandstärke und größeren Verformungskräften.
nicht beschädigt oder gegeneinander verschoben werden.
Erfindungsgemäß ist ferner die eingangs definierte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dadurch
gekennzeichnet, daß der drehbare Dorn mit wenigstens
zwei gegenüberliegenden Reihen von Rollen besetzt ist, deren verlängerte Mittelebenen die Dornachse
schneiden und die Rollen in den Reihen vom Anfang des drehbaren Domes auf einem ersten Teilstück nach
außen divergieren.
Insbesondere für größere Wandstärken kann die erfindungsgemäße Vorrichtung zusätzlich Rollen aufweisen,
welche auf einem zweiten Teilstück des Domes parallel verlaufen.
Die Erfindung ist nachstehend in Ausführungsbeispielen an Hand von Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 (bestehend aus den Hälften F i g. la und Ib)
die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung po- 15 erolgt also in mehreren stufenweise hintereinander fol-
• · · genden Schritten, so daß nur eine allmähliche Bean-
und dem jeweils radial äußersten Umfangspunkt der Rollen 6 entspricht bei den, dem festen Wickeldorn I
nächst gelegenen Rollen etwa dem Innenumfang der Rundhülse 3 und vergrößert sich stufenweise über mehrere
nachgeschaltete Rollen 6 bis auf einen Wert, der mindestens der Länge einer Diagonalen der fertig geformten
Wickelhülse 3 entspricht.
Die aus einzelnen Lagen 2 von Papier, Gewebe, Kunststoff od. dgl. gewickelte Rundhülse 3 wird im
noch leimfeuchten Zustand bei ihrer Vorwärtsbewegung in Richtung des Pfeils 2' auf die Rollen 6 des drehbaren
Dorns 4 geschoben und erhält dabei unter Formung von Längskanten 32 die gewünschte quadratische
Form der Wickelhülse 31. Die Rollverformung
lygonaler Hülsen in Gesamtansicht und
F i g. 2 bis 4 Querschnitte durch den erfindungsgemäßen drehbaren Dorn mit unterschiedlicher Art der
Rollwerkzeuge und in unterschiedlicher Radialstellung der Rollwerkzeuge, wobei die Darstellung gemäß
F i g. 4 eine fertiggeformte polygonale Hülse etwa auf dem Stand der Rollverformung nach der Linie C-C in
F i g. 1 wiedergibt.
Die Erfindung ist nachstehend in Ausführungsbeispielen an Hand von Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1, bestehend aus den Hälften der F i g. la und Ib, einen teilweisen Längsschnitt durch eine Vorrichtung
zur Herstellung polygonaler Wickelhülsen,
F i g. 2 und 3 schematische Querschnitte durch den drehbaren Dorn nach F i g. 1 mit unterschiedlichen
Roll-Werkzeugen im Querschnitt C-C aus F i g. 1 im Übergangsbereich aus der runden in die polygonale
Form der Wickelhülse und
F i g. 4 einen Querschnitt durch den drehbaren Dorn mit Rollrädern von größerem Kanten-Krümmungsradius
gemäß etwa dem Querschnitt C-C in F i g. 1, wobei die radial auswärts divergierende Steigung der Rollräder-Reihen
bereits der Diagonalen der fertigen polygonalen Hülsenform entspricht, so daß eine polygonale,
nicht faltbare Hülse mit abgerundeten Längskanten erzeugt wird.
Gemäß Fi g. 1, Teil la, wird eine auf einen runden, feststehenden Wickeldorn 1 gewickelte Rundhülse 3
gemäß Richtungspfeil 2' auf einen im Ende des feststehenden Wickeldorns 1 mittels eines Drehlagers 5 drehbar
befestigten Dorn 4 zu bewegt. Dabei erfolgt die Vorwärtsbewegung der Rundhülse 3 zwangläufig beim
Wickeln der beleimten Lagen 2 aus Papier, Gewebe, Kundsstoff od. dgl., aus denen die Hülsenwandung der
Rundfhülse 3 aufgebaut ist
Der drehbare Dorn 4 ist entsprechend der gespruchung der Hülsenwandung gegeben ist.
Im Anschluß an diejenigen Rollen 6, deren Radialabstand bereits dem Innendurchmesser der polygonalen
Wickelhülse 31 entspricht, können zusätzliche Rollen 6 auf einem zweiten Teilstück 4' des drehbaren Dorns 4
angeordnet sein, um die polygonale Verformung zu verstärken oder auch die Prägung einer zusätzlichen
Rille 34 entlang der Längskanten 33 der Wickelhülse 31 zu vollziehen.
Bei der in F i g. 2 gegebenen Querschnittsdarstellung ist etwa im Querschnitt C-Cbereits die Verformung der
Wickelhülse 31 zum quadratischen Innenquerschnitt abgeschlossen, wobei von den Rollen 6 nicht nur ein
erheblicher Druck auf die innenliegenden Ecken der Längskanten 32 ausgeübt wird, sondern auch die Seitenflächen
zur Aufhebung bzw. Verminderung ihrer noch verbleibenden leicht konkaven Form gerecht
werden.
Während in F i g. 2 nur von jeweils einer Rolle 6 die abgerundete Längskante 32 der Wickelhülse 31 geformt
wird, ist in F i g. 3 eine Ausführungsform der Rollen 6 mit einem Paar dünner Scheiben wiedergegeben.
Als weitere Ausführungsform sind in F i g. 4 jeweils
einzelne Rollen 6 mit relativ sehr großen Krümmungsradius ihrer Umfangsränder beschrieben. In F i g. 4 sind
zudem die Seitenflächen der Wickelhülse 31 bereits zu praktisch ebenen Flächen gestreckt.
An den in Bewegungsrichtung 2' letzten Rollen, d. h. im Querschnitt B-B, kann die polygonale Wickelhülse
31 an ihren Längskanten 32 noch von außen bearbeitet werden, und zwar mittels Außenrädern 10, weiche in
einer Lagerung 9, 11, 12, 13, 14 sowie 15 derart gehaltert
sind, daß sie der Drehung des Dorns 4 folgen.
Ein zusätzliches Glätten der beiden Flächen der polygonal
verformten Wickelhülse 31 kann ferner nachgeschaltet noch mittels Rollen 20 in einer Andruckstation
18 vorgenommen werden, welche über eine Vorrichtung 19 bis 25 ebenfalls mitdrehbar mit der Drehbe-
wünschten Verformung der Rundhülse 3 mit Rollen 6
versehen, welche entweder einzeln oder — wie dargestellt — in Längsreihen hintereinander auf Halterungen 55 wegung des Dorns 4 konstruiert sind. Die Rollen 20 8 am Dorn 4 drehbar befestigt sind Dabei sind die RoI- dienen zusätzlich zur Unterstützung des Verklebtmgslen 6, bzw. ihre jeweilige Reihenanordnung beim vorlie- Vorgangs, was jedoch nur bei dickerwandigen Hülsen genden Beispiel einer quadratisch bzw. rechteckig zu notwendig werden kann.
versehen, welche entweder einzeln oder — wie dargestellt — in Längsreihen hintereinander auf Halterungen 55 wegung des Dorns 4 konstruiert sind. Die Rollen 20 8 am Dorn 4 drehbar befestigt sind Dabei sind die RoI- dienen zusätzlich zur Unterstützung des Verklebtmgslen 6, bzw. ihre jeweilige Reihenanordnung beim vorlie- Vorgangs, was jedoch nur bei dickerwandigen Hülsen genden Beispiel einer quadratisch bzw. rechteckig zu notwendig werden kann.
yerformenden Wickelhülse 31 im Winkelabstand von Nach Fertigstellung der polygonalen Wickelhülse 31
'Jeweils 90° um die Längsachse des Dorns 4 angeordnet 60 können in ihre offenen Stirnflächen bzw. über ihre
Die mit ihren Naben 7 in den Halterungen 8 drehbar Stirnflächen Eindruck- oder Stülpdeckel angebracht
am Dorn 4 gehalterten Rollen 6 sind beim gegebenen werden, wodurch sich die Formstabilität der polygona-
Beispiel einer Wickelhülse 31 mit quadratischem Quer- len Wickelhülse noch erheblich verbessert
Schnitt jeweils paarweise beidseits der Längsachse des Das Abtrennen einzelner Tefllängen von einem end-
®öfns 4 im gleichen Abstand zur Längsachse angeord- 65 los hergestellten polygonalen Hülsenstrang 'erfolgt mit
W Der Abstand zwischen der Längsachse des Dorns 4 bekannten Trennsägen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung einer polygonalen Wickelhülse, insbesondere einer spiralgewickelten
Wickelhülse, bei dem auf einem feststehenden Dorn eine runde Hülse aus beleimten und übereinander
gewickelten Papierlagen hergestellt und anschließend von innen her zu einem polygonalen Querschnitt
verformt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die runde Wickelhülse im Bereich der Kanten des polygonalen Querschnitts einer radial
auswärts gerichteten und in Längsrichtung der Hülse verlaufenden Rollverformung unterzogen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollverformang in mehreren stufenweise
hintereinander folgenden Rollverformungsstufen erfolgt, wobei die anfänglichen RoII-verformungsstufen
jeweils mit aufeinanderfolgend radial vergrößerten Innendiagonalen des polygonalen
Querschnitts erfolgen.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit festem Wickeldorn, auf
dem das Wickelmaterial aufwickelbar ist und an den sich in seiner Verlängerung ein die Hülse aufnehmender
koaxial drehbarer Dorn anschließt, der durch allmähliche Querschnittserweiterung die Hülse
kontinuierlich in die polygonale Form drückt, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbare Dorn (4)
mit wenigstens zwei gegenüberliegenden Reihen von Rollen (6) besetzt ist, deren verlängerte Mittelebenen
die Dornachse schneiden und die Rollen (6) in den Reihen vom Anfang des drehbaren Domes
(4) auf einem ersten Teilstück nach außen divergieren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (6) auf einem zweiten Teilstück
des Domes (4') parallel verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (6) als Rollwerkzeuge ausgebildet
sind.
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US05/931,261 US4263076A (en) | 1974-05-20 | 1978-08-04 | Polygonally wrapped sleeve, and methods and devices for making same |
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Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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