DE227696C - - Google Patents
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- DE227696C DE227696C DENDAT227696D DE227696DA DE227696C DE 227696 C DE227696 C DE 227696C DE NDAT227696 D DENDAT227696 D DE NDAT227696D DE 227696D A DE227696D A DE 227696DA DE 227696 C DE227696 C DE 227696C
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- 230000011664 signaling Effects 0.000 claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims 1
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/16—Continuous control along the route
- B61L3/18—Continuous control along the route using electric current passing between devices along the route and devices on the vehicle or train
- B61L3/185—Continuous control along the route using electric current passing between devices along the route and devices on the vehicle or train using separate conductors
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 227696 -. KLASSE 20/. GRUPPE
ROBERT COOKE SAYER in BRISTOL, Engl.
Elektrische Zugdeckungseinrichtung. Paientiert im Deutschen Reiche vom 14. Oktober 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine elektrische Zugdeckungseinrichtung. Es sind für diesen
Zweck bereits Anordnungen bekannt, die mehrere längs der Fahrbahn angeordnete Kontaktleiter
benutzen, von denen ein durchlaufender Einzelleiter an den einen Pol einer elektrischen
Stromquelle angeschlossen und derart geführt ist, daß er allerwärts den Schleifkontakten
der Fahrzeuge zugänglich ist, während
ίο die übrigen Kontaktleiter durch absatzweise
angeordnete, den Blockstrecken entsprechende Teilleiter gebildet sind, die mit dem anderen
Pol der Stromquelle verbunden werden. Die Kontaktvorrichtungen der Fahrzeuge, die dauernd
mit dem Einzelleiter und jeweilig mit einem der Teilleiter in Berührung stehen, schließen, beide überbrückend,, zeitweise den
elektrischen Stromkreis, wodurch die Teilleiter der folgenden Blockstrecke, sofern diese
frei ist, mit Hilfe von Relais und sonstigen Schaltvorrichtungen an den zweiten Pol der
Stromquelle angeschlossen werden. Die Strom-' kreise können dabei auf den Fahrzeugen Signal-,
Brems- und sonstige bei Stromschluß
oder -Unterbrechung wirksam werdende Sicherheitsvorrichtungen auslösen.
Derartige Einrichtungen besitzen den Nachteil, daß sie von der Wirksamkeit vieler
Schaltrelais abhängig sind, von denen nur eins zu versagen braucht, um auf einer Strecke die
sämtlichen Fahrzeuge sich hintereinander aufsammeln zu lassen. Ein derartiges Blocksystem bietet aber noch einen weiteren Nachteil
dadurch, daß die besetzten Blockstrecken je eine leere Strecke vor und hinter sich haben
sollen, wodurch eine sehr dichte Fahrzeugfolge ganz ausgeschlossen ist oder nur möglieh
wird, wenn die Teilstreckenleiter sehr kurz sind, wodurch dann aber die Zahl der so
schädlichen Schal !vorrichtungen noch vermehrt wird.
Gemäß der Erfindung werden alle diese Nachteile dadurch vermieden, daß die Teilleiter
in zwei Gruppen angeordnet sind, von denen streckenweise abwechselnd immer nur
eine den Fahrzeugkontakten zugänglich ist und deren Wechselstellen mit den auf der Gesamtstrecke
verkehrenden Fahrzeugen übereinstimmt. Es kann dann nur, wenn sämtliche Fahrzeuge sich an verschiedenen Teilleitern
derselben Gruppe befinden, ein Stromkreis zustande kommen, während dieser unterbrochen
wird, wenn einzelne Fahrzeuge die durch die Leitergruppen vorgeschriebene Ordnung verlassen.
Bis zu deren Wiederherstellung erhalten dann die Fahrzeuge Warnungsignale, oder sie werden bei größeren unzulässigen
Stellungsverschiebungen selbsttätig angehalten.
Nahe den Wechselstellen der nicht durchlaufenden Leiter sind diese unterbrochen und
in die so gebildeten Lücken in an sich bekannter Weise Streckensignalvorrichtungen eingeschaltet,
die bei der durch das Befahren der Lücke entstehenden Stromunterbrechung ansprechen
und dabei dem vorbeifahrenden Fahrzeugführer seine Stellung auf der Strecke anzeigen,
so daß er sich danach richten und die Fahrt verlangsamen oder beschleunigen kann.
Fig. ι veranschaulicht in schematischer Weise eine Eisenbahnlinie in Schleifenform,
wobei der hin und der zurück führende Strang mit io2 und io3 bezeichnet sind. Parallel mit
den Schienen 26 ist ein Leiter 8 angeordnet,
55
60
der einerseits an den positiven Pol g der Stromquelle, in dem dargestellten Beispiel
einer Batterie, angeschlossen, andererseits bei 84 unterbrochen ist. Es sind ferner zwei
Reihen einzelner Leiter o1 und a- angeordnet,
in deren jeden ein neben der Strecke liegender Elektromagnet α5 eingeschaltet ist, der mittels
seines Ankers σ51 einen Wecker α52 oder eine sonstige Signalvorrichtung auslösen kann.
ίο Einer der Leiter α1 ist durch die Leitung α3 mit
. dem negativen Batteriepol g2 verbunden. Die α-Leiter liegen auf bestimmten Strecken nach
Art von Fahrdrähten nebeneinander und sind auf den daran anschließenden Strecken entweder
ganz unterbrochen oder durch punktiert dargestellte Kabel verbunden. An den von diesen Leitern freien Strecken sind zwei weitere,
in ähnlicher Weise ausgebildete Leiterreihen fr1, fr2 angeordnet, von denen der eine
Leiter durch b3 ebenfalls mit dem negativen Pol g2 in Verbindung steht. Auch die fr-Leiter
sind mit Unterbrechungen 63 und mit den zugehörigen Streckensignalvorrichtungen b5 versehen.
Auf den Schienen 26 läuft mittels flanschloser Räder 401 eine der Zahl der Strecken der
Einzelleiter α oder b entsprechende Anzahl von Fahrzeugen v1, v2, vs und vl, die sich in dem
dargestellten Augenblick gerade auf den Leitern α1, α2 befinden. Die Fahrzeuge werden
auf den Schienen durch Gleitschuhe 50 gehalten, die sich in einem auf der Strecke vorgesehenen
Schlitzkanal 6 bewegen. In dem Kanal ist auch der Leiter 8 befestigt, auf dem je ein mit jedem Gleitschuh verbundener
Stromabnehmer 57 gleitet. Die Fahrzeuge sind ferner mit je einem Kontaktrad 40 versehen,
das mit zwei Paar untereinander verbundener Ringkontakte 32, 32* und 24, 24" sich
über die a-. und die fr-Leiter bewegt.
Auf jedem Fahrzeug sind, wie namentlich aus dem Schaltungsschema des Fahrzeuges 7;1
zu erkennen ist, Leitungen 83 angeordnet, die den Stromabnehmer 57 mit einem einen Umkehrschalter
821 bewegenden Elektromagneten 82 verbinden. Dieser Schalter liegt in dem
Stromkreis einer ebenfalls auf dem Fahrzeug vorgesehenen Stromquelle 82s, die über den
Schalter einen Motor 82" zum Drehen der Schraubenspindel 82° und Bewegen der Hebel
82s und 82s speist. Je nach der Stromrichtung
werden die Hebel so eingestellt, daß entweder von 8.2° die das Fahrzeug antreibende
Kraftquelle angeschlossen und von 82s die Bremsen unwirksam gehalten werden, oder
daß umgekehrt die Kraftquelle zu den Antriebmaschinen des Fahrzeuges abgesperrt und
die Bremsen in Tätigkeit gesetzt werden.
In die Leitung 83 ist auf dem Fahrzeug ferner ein Läutewerk82ffi oder eine andere Signalvorrichtung eingeschaltet. Schließlich ist diese
In die Leitung 83 ist auf dem Fahrzeug ferner ein Läutewerk82ffi oder eine andere Signalvorrichtung eingeschaltet. Schließlich ist diese
Leitung 83 mittels Schleifringes o. dgl. an die !Achse v" des Kontaktrades 40 und dessen
'Kontaktringe 24, 24s, 32, 32s angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Die Fahrzeuge vx, v", vs und v* des dargestellten Stromkreises kommen dadurch gleichzeitig in Bewegung, daß der Strom aus der Batterie g, g2 über den Leiter 8 und die Stromabnehmer 57 jedes Fahrzeuges zunächst zu den Leitungen 83 mit dem Elektromagneten 82 und zu dem Läutewerk 82a gelangt. Der Magnet 82 zieht den Umschalter 821 in die dargestellte Lage, so daß der aus der Fahrzeugbatterie 82s fließende Strom des Motors 82" umgekehrt und die Arme 825 und 82s so bewegt werden, daß sie der Antriebsmaschine Kraft zuführen, während gleichzeitig die Bremse gelüftet wird. Ferner wird durch die Erregung des Läutewerkmagneten 82® der Klöppel von der Glocke abgezogen. Der Strom der Hauptbatterie gelangt dann weiter durch die Leitung 83 in den Schleifring 83", die Achse vi7 des Kontaktrades 40, dessen Kontaktring 24® (s. Fahrzeug v1) zu dem 85 ■ negativen Leiter a2 und erregt den in die Leiterlücke 63 eingeschalteten Läutewerkmagneten α5, dessen Klöppel anl ebenfalls von der Glocke α52 abgezogen wird. Der Strom durchfließt dann weiter den Leiter a2, dessen punktiert dargestelltes Anschlußkabel, und schließlich die unter dem Fahrzeug vi] befindliche1 Leiterstrecke von n2. Über den Kontaktring 24"· von v4, das Verbindungstück 24e und den äußeren Kontaktring 24 gelangt dann der Strom in den äußeren Leiter a1 und schließlich über das Läutewerk iv' der nächsten Leiterlücke 63, die punktierte Kabelstrecke und den Verbindungsleiter α3 an den negativen Pol g2 der Hauptbatterie. Gleichzeitig läuft der Strom von dem positiven, im Kanal 6 angeordneten Leiter 8 in der geschilderten entsprechenden Weise über die Teile der sämtlichen übrigen Fahrzeuge und infolge der Kontaktringverbindungen auf den Kontakträdern 40 im Zickzack über die Leiter a. Hierdurch wird jedes der Fahrzeuge auf einer der vier a-Leiterstrecken gehalten.
Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Die Fahrzeuge vx, v", vs und v* des dargestellten Stromkreises kommen dadurch gleichzeitig in Bewegung, daß der Strom aus der Batterie g, g2 über den Leiter 8 und die Stromabnehmer 57 jedes Fahrzeuges zunächst zu den Leitungen 83 mit dem Elektromagneten 82 und zu dem Läutewerk 82a gelangt. Der Magnet 82 zieht den Umschalter 821 in die dargestellte Lage, so daß der aus der Fahrzeugbatterie 82s fließende Strom des Motors 82" umgekehrt und die Arme 825 und 82s so bewegt werden, daß sie der Antriebsmaschine Kraft zuführen, während gleichzeitig die Bremse gelüftet wird. Ferner wird durch die Erregung des Läutewerkmagneten 82® der Klöppel von der Glocke abgezogen. Der Strom der Hauptbatterie gelangt dann weiter durch die Leitung 83 in den Schleifring 83", die Achse vi7 des Kontaktrades 40, dessen Kontaktring 24® (s. Fahrzeug v1) zu dem 85 ■ negativen Leiter a2 und erregt den in die Leiterlücke 63 eingeschalteten Läutewerkmagneten α5, dessen Klöppel anl ebenfalls von der Glocke α52 abgezogen wird. Der Strom durchfließt dann weiter den Leiter a2, dessen punktiert dargestelltes Anschlußkabel, und schließlich die unter dem Fahrzeug vi] befindliche1 Leiterstrecke von n2. Über den Kontaktring 24"· von v4, das Verbindungstück 24e und den äußeren Kontaktring 24 gelangt dann der Strom in den äußeren Leiter a1 und schließlich über das Läutewerk iv' der nächsten Leiterlücke 63, die punktierte Kabelstrecke und den Verbindungsleiter α3 an den negativen Pol g2 der Hauptbatterie. Gleichzeitig läuft der Strom von dem positiven, im Kanal 6 angeordneten Leiter 8 in der geschilderten entsprechenden Weise über die Teile der sämtlichen übrigen Fahrzeuge und infolge der Kontaktringverbindungen auf den Kontakträdern 40 im Zickzack über die Leiter a. Hierdurch wird jedes der Fahrzeuge auf einer der vier a-Leiterstrecken gehalten.
Das Fahrzeug v1 wie auch die anderen erhalten
nun Triebkraft und rücken in der Pfeilrichtung vor bis an das Ende der offen liegenden
Teile der α-Leiter. Es werden dabei die Weckermagnete if' stromlos, deren Anker α31
fallen ab und geben ein Glockensignal. Die Elekttomagnete 82 und 82" auf den Fahrzeugen
bleiben jedoch unbeeinflußt, da die a- und die fr-Leiter übereinander greifen, so daß der
Strom, ohne unterbrochen zu werden, von der einen auf die andere Leiterreihe übergeht.
Durch das Signal des Weckers α5 werden die
Wagenführer auf das Überfahren der Umschaltstellen aufmerksam gemacht. Der Strom
nimmt nun seinen Weg über die fr-Leiter mit Hilfe der Kontaktringe 32, 32s an den Kontakträdern
40, und die Anker der Wecker fr5 werden in der bei den α-Leitern beschriebenen
Weise angezogen. Beim Überfahren der nächsten Leiterlücke 63 werden auch die Streckenwecker fr5 stromlos und ertönen durch
das Abfallen ihrer Anker, so daß auch hier jeder der vorbeifahrenden Fahrzeugführer ein
seine Stellung anzeigendes Signal erhält.
Tritt nun der Fall ein, daß die Fahrzeuge nicht gleichmäßig die Ujmschaltstellen überschreiten,
so werden sie sich auf verschiedenen Leiterstrecken, d. h. teils auf den a- und teils
auf den fr-Leitern befinden, wodurch der Ruhestrom unterbrochen und außer den Streckenweckern
a5, b5 auch die Wecker 82" auf den
Fahrzeugen in Tätigkeit gesetzt werden. Das gleichzeitige Ertönen dieser beiden Signale
zeigt dann dem Führer an, daß sein Fahrzeug sich im Verhältnis zu den übrigen nicht auf
der richtigen Stelle befindet, während das alleinige Anschlagen des Streckenweckers ein
Zeichen für die richtige Fahrzeugbewegung ist. In dem ersten Fall kann der Führer nach
der Verschiedenheit der Aufeinanderfolge beider Weckersignale durch Änderung" der Geschwindigkeit
sein Fahrzeug in die richtige Lage bringen. Bei längeren Stromunterbrechungen
treten auf den Fahrzeugen auch die Elektromagnete 82 außer Tätigkeit, so daß
die Steuerschalter die Betriebskraft abstellen und die Bremsen anlegen.
Man kann die Längen der einzelnen Strecken der α- oder fr-Leiter verschieden bemessen, so
daß die auf den kürzeren Strecken laufenden Fahrzeuge einen Teil der Fahrzeit auf einer
Station zum Umladen verbringen können, während sich die übrigen weiter bewegen. Die
no Leiterlücken 63 mit ihren zugehörigen Signalanlagen
können in der einen Reihe der beiden a- oder fr-Leiter angeordnet sein, oder auch in
beiden; auch können deren mehrere in beiden vorgesehen werden. Die Strecken-Signalvor-
4-5 richtungen sowie die auf den Fahrzeugen können auch durch Lampen oder sonstige Signale
gebildet werden.
Fig. 2 zeig't eine im wesentlichen dem Schema der Fig. 1 entsprechende Anlage, bei
der jedoch sowohl von der hinführenden Linie ιo3 als auch der zurückführenden Linie io"
zwei Abzweiggleise 59 und 60 angeordnet sind. Es ist dabei die Einrichtung so getroffen,
daß die auf diesen Abzweiglinien verkehrenden Fahrzeuge bei ihrer Annäherung an die Hauptstrecke von deren Sicherungsanlage
mit beeinflußt werden, so daß beim Ein- und Austritt dieser Fahrzeuge in und aus der Reihe
der übrigen die richtige Reihenfolge und gegenseitige Sicherung der Wagen auf der
Hauptstrecke nicht gestört wird. Von der Hauptlinie sind voneinander getrennt drei
Streckenteile dargestellt, die zum Teil mit den Umschalterstellen der α- und fr-Leiter versehen
sind.
An der Abzweigstelle ist der den positiven Leiter 8 aufnehmende Kanal als Abzweigung
durchgeführt, während die Fahrschienen 26 erst ein Stück dahinter beginnen, so daß die
Schienen der Hauptstrecke nicht gekreuzt werden. Da die Fahrzeuge, wie schon früher erwähnt,
auf flanschlosen Rädern laufen, genügt an der Abzweigstelle eine entsprechende Befestigung
der Fahrbahn, um die durch die Gleitschuhe 50, die sich in dem Schlitz 6 bewegen,
gehaltenen Fahrzeuge von den Abzweigschienen auf die der Hauptstrecke zu bringen. Die positiven Stromleiter 8 der abgezweigten
Kanäle werden durch schleifenförmige Teile der Hauptstreckenleiter gebildet.
In ähnlicher Weise sind die für die Kontaktrollen 40 bestimmten Leiter der Abzweigstrecken
mit den entsprechenden Leitern der Hauptstrecke verbunden, und zwar sind in dem dargestellten Beispiel die α-Leiter an die
Nebenstrecke angeschlossen.
Die schematisch dargestellten Wagen, deren Bewegungsrichtung durch Pfeile angedeutet
ist, zeigen, wie sich ein Wagen f ΐ aus seiner
punktiert dargestellten Lage auf der Hinfahrtlinie ίο2 hinter dem ebenfalls punktierten Wagen
z>y auf einer fr - Leiterstrecke bewegt. In
der voll ausgezogenen Stellung vor der Abzweigung der Strecke 60 wird das Fahrzeug v*
auf diese durch eine entsprechende Verstellung der Gleitschuhe 50 geleitet, während das voraufgehende
vy auf der Flauptstrecke geblieben
und in die ebenfalls voll ausgezogene Stellung gelangt ist. Schließlich sind dieselben· Fahrzeuge
punktiert im weiteren Lauf auf den getrennten Strecken gezeigt. Auf der zweiten Hauptstrecke io3 und deren Abzweigstrecke
59 sind drei weitere Fahrzeuge vx, vn>
und vv, die sich alle auf a - Leiterstrecken bewegen,
dargestellt. An den einzelnen Abzweigstellen, an denen der Führungskanal 6 unterbrochen
ist, oder wo das Fahrzeug über eine Straße geführt werden soll, sind in dem Schlitzkanal
Aussparungen angeordnet, durch die der Gleitschuh selbsttätig ausgehoben oder wieder gesenkt
werden kann. Eine derartige Stelle ist in Fig. 2 an der Abzweigung der Linie 60 dar- '
gestellt und mit 25 bezeichnet. Die Vorrichtung, die das Fahrzeug oder dessen Gleitschuhe
50 in die Abzweigung ablenkt, bewirkt dann gleichzeitig das Ausheben des Schuhes.
Fig. 3 veranschaulicht die Einrichtung einer Halte- oder Ladestelle h, die neben der Linie
io2, die beispiels\veise in einer der Fig. 1 entsprechenden
Anlage zu denken ist, angeordnet und durch einen kreisförmigen Schienenstrang 19 mit der Hauptstrecke verbunden ist. Vor
der Haltestelle hält gerade ein Fahrzeug v2, das beladen wird. Es steht mit seinem Gleitschuhkontakt
51 mit dem positiven Kanal lciter 8 in Verbindung, der ähnlich wie in
Fig. 2 schleifenförmig von diesem Leiter der Hauptstrecke io2 abgezweigt ist. Die Kontaktwalze
40 ruht auf einem α-Leiter, der an die entsprechenden Leiter der Hauptstrecke
angeschlossen ist. Das Fahrzeug v2 wird demliach
vor der Ladestelle h festgehalten, solange sich die Fahrzeuge ν der Hauptstrecke auf den
fr-Leitern befinden. In Fig. 3 ist diese Stellung über der Streckenweckervorrichtung 63, α5 zu
denken. Sobald nun das Fahrzeug ν oder die nachfolgenden Wagen auf die α-Leiter übergehen,
erhalten auch die Sicherungsvorrichtungen des Fahrzeuges v2 Strom und geben
die Bremsen und die Steuervorrichtungen für den Zufluß der Betriebskraft frei, so daß dieses
Fahrzeug in Bewegung gesetzt werden kann. Beim Überschreiten der Leiterlücke 63 der
Hauptstrecke erhält durch die augenblickliche Stromunterbrechung der Führer des Fahrzeuges
ν das Signal, daß er sich auf den a-Leitern befindet und daß das Fahrzeug v2 von der
Haltestelle aus sich in Bewegung gesetzt hat. Beim Überschreiten der Leiterlücke 63 der
Strecke 19 durch das Fahrzeug v2 ertönen das Streckensignal a* sowie der Führerstandswecker
82", wobei übrigens auch die Signale der beiden Fahrzeuge ν und v2 sich gegenseitig
beeinflussen.
Die Entfernungen der einzelnen Strecken sind so gewählt, daß das Fahrzeug v2 in die
punktierte Stellung v2 v2 in demselben Augenblick
gelangt wie das Fahrzeug ν in die Lage ν v. Der Wagen v2 kommt somit früher auf
die £>-Leiter der Hauptstrecke io2 als die anderen
Wagen, wird angehalten und von dem Fahrzeug ν eingeholt, worauf diese beiden
Wagen sich aneinander kuppeln und während der gemeinsamen Weiterfahrt ihre Ladung'
austauschen können. ■ Bei Erreichung der Abzweigstelle 6a des Stranges 19 läuft das Fahrzeug
v2 auf diesem weiter, bis es schließlich vor der Ladestelle den b-Leiter verläßt und damit
hier zum Halten gebracht wird, während das Fahrzeug ν in die punktierte Stellung
WV weiterrückt, wobei es wieder auf die (/-Leiter übergeht und die erneute Bewegung
des beladenen Fahrzeuges v2 ermöglicht. Die ö-Leiterstrecke (zwischen ν ν und ν ν ν) ist
derartig lang bemessen, daß während des Durchfalirens das Fahrzeug v2 auf der Ladestelle
h genügenden Aufenthalt hat.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine eingleisige Schienenstrecke mit Ausweichstellen, wobei
Fig. 4 die Anordnung der Signalleiter, Fig. 5 die der Schienen erkennen läßt. Die Punkte i
und i1 sind dabei nur als Ausweichstellen gedacht,
währendh1, h2 und /ι3 gleichzeitig Halte-
und Ladestellen bedeuten. Vor diesen sind die Fahrzeuge 1 bis 6 haltend dargestellt, und
zwar in Fig. 6 in einer um eine Haltestelle gegen Fig. 5 vorgeschrittenen Stellung. Mit h
und hi sind die Endstationen bezeichnet, die die Fahrzeuge auf demselben Gleis erreichen
und rückwärts laufend wieder verlassen.
Fig. 6 veranschaulicht in vergrößertem Maßstabe Teile der in den beiden Figuren dargestellten
eingleisigen Strecke, wobei die in der sonst beschriebenen Weise vorgesehenen Strecken- und Fahrzeugsignalvorrichtungen
nur je einmal dargestellt sind. Die Einrichtung ist im wesentlichen dieselbe wie bei den
bisher beschriebenen Anlagen. Der Kanalleiter 8 der Ausweich- oder Haltestellen ist von
dem der durchgehenden Strecke schleifenförmig abgezweigt, und der Kanal ist gleichmäßig
über alle Strecken ausgedehnt. Die α- und die fr-Leiterstrecken wechseln in der
Weise, wie es durch die zwischen den Fig. 4 und 5 eingetragenen Sterne und Buchstaben
angedeutet ist, woraus sich der Lauf der sich gegeneinander bewegenden und an den Ausweich-
und Haltestellen begegnenden Fahrzeuge ergibt. Die Endstrecken sind so kurz ! bemessen, daß die Fahrzeuge über diese hin
und zurück laufen können, während die übrigen Fahrzeuge sich nur in der einen Riehtung
über einen Leiterabschnitt bewegen. An den Abzweigstellen sind selbsttätige Vorrichtungen
angebracht, die die Ablenkung der Gleitschuhe 50 in den abzweigenden Kanal bewirken.
Auf den Zeichnungen ist der Führungskanal 6 seitlich von den Schienen am Boden
liegend dargestellt. Er kann vorteilhaft aber auch in der Mitte der Gleise angeordnet werden,
wodurch sich einzelne Teile vereinfachen. Auch kann der Kanal über dem Boden oder
auf diesem angeordnet sein. Auch kann die Strecke selbst beliebig, beispielsweise als
Schwebebahn, ausgebildet sein.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:I. Elektrische Zugdeckungseinrichtung, bei der längs der Fahrbahn ein an den einen Pol einer Stromquelle angeschlossener Einzelleiter sowie sich absatzweise aneinander reihende Teilleiter angeordnet sind, wobei die Fahrzeuge mit ihren Kontakten zwischen dem Einzelleiter und den Teilleitern eine Brücke zum Auslösen von Signal-, Brems-.o. dgl. Vorrichtungen herstellen, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilleiter in zwei Gruppen angeordnet sind, von denen streckenweise abwechselnd immer nur eine den Fahrzeugkontakten zugänglich ist und deren Wechselstellen mit den auf der ganzen Strecke verkehrenden Fahrzeugen übereinstimmen, derart,daß ein Streckenströmkreis nur dann geschlossen wird, wenn sämtliche Fahrzeuge sich an verschiedenen Teilleitern derselben Gruppe befinden, der Stromkreis aber unterbrochen wird, wenn einzelne Fahrzeuge die durch die Leitergruppen vorgeschriebene Ordnung verlassen, wodurch bis zu deren Wiederherstellung die Fahrzeuge Warnsignale erhalten oder bei größeren unzulässigen Stellungsverschiebungen selbsttätig angehalten werden.
- 2. Zugdeckungseinrichtung nach An^ Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nähe den Teilleiterwechselstellen der jeweilig offen liegende Teilleiter unterbrochen und in diese Lücke in an sich bekannter Weise eine Streckensignalvorrichtung eingeschaltet ist, die durch die beim Befahren der Lücke eintretende augenblickliche Stromunterbrechung in Tätigkeit gesetzt wird, so daß sie dem vorbeifahrenden Wagen seine Stellung auf der Strecke angibt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE227696C true DE227696C (de) |
Family
ID=488136
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT227696D Active DE227696C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE227696C (de) |
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0
- DE DENDAT227696D patent/DE227696C/de active Active
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