DE222969C - - Google Patents
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Classifications
-
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- A61M3/0283—Cannula; Nozzles; Tips; their connection means with at least two inner passageways, a first one for irrigating and a second for evacuating
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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- A61M1/00—Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
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- A61M1/77—Suction-irrigation systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 222969 KLASSE 30 k. GRUPPE
Kanüle zum Einspritzen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. September 1908 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 9. September 1907 anerkannt.
— die Priorität
Gegenstand der Erfindung ist ein für Einspritzungen dienendes Spritzrohr, das von einem
hohlen Mantel umgeben ist, der aus zum Aufblähen geeignetem Material besteht und mit
Luft oder Flüssigkeit gefüllt wird.
Die bekannten Spritzvorrichtungen dieser Art sind so eingerichtet, daß der Mantel erst
nach der Einführung aufgebläht werden kann. Im Innern des Mantels ist bei diesen bekannten
Vorrichtungen ein festes Rohr angeordnet, das gewöhnlich aus hartem Kautschuk oder Metall
besteht und eine harte Spitze aus Kautschuk oder Glas besitzt. Derartige Vorrichtungen besitzen
keine hinreichende Schmiegsamkeit und sind nicht geeignet, bei ihrer Anwendung Verletzungen
der Scheidenwand sicher zu vermeiden.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß das Spritzrohr biegsam
ist und von einem nachgiebigem, mit Flüssigkeit oder Luft zu füllenden Mantel umgeben ist,
so daß die ganze Vorrichtung elastisch und biegsam ist. Zwischen dem Spritzrohr und der Wandung
des Mantels befindet sich ein Kanal, durch welchen das Spülmittel zurücklaufen kann.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht.
' Fig. ι zeigt die Ansicht einer Ausführungsform,
Fig. 2 einen Längsschnitt derselben Ausführungsform und
Fig. 3 eine andere Ausführungsform.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 zeigt ein Rohrstück f, das man auf das Ende des
Dichtungsringes d aufschrauben kann und welches zwei Stutzen f1 und f2 besitzt.
In dem Stutzen f1 sitzt ein Rohr g, auf welches
eine biegsame Röhre h aufgesteckt ist, welche einen kleineren Durchmesser besitzt,
als das mittlere Rohr b außen aufweist. Das Rohr h reicht bis zum Ende der Kanüle und
kann am Ende mit einem Kopf versehen sein, welcher mehrere Löcher besitzt, um die Flüssigkeit
brausenartig zu zerstreuen. Um das Spritzrohr h ist ein Mantel«, dessen innere Wandung b
etwas weiter ist als der äußere Querschnitt des Spritzrohres, angeordnet. Der Mantel besteht
aus weichem, schmiegsamem Material und kann mit Flüssigkeit, Luft oder Gasen und nachgiebigen
Stoffen gefüllt sein.
Der Stutzen f2 mündet in den Ringraum des
Rohrstückes f (Fig. 2). Auf den Stutzen f1
steckt man den Schlauch, mittels dessen die Flüssigkeit zugeführt wird, und auf den Stutzen
Z"2 den Schlauch zum Ableiten derselben.
Die Röhre h führt die Flüssigkeit in den hinteren Teil der Scheide. Nachdem die Flüssigkeit
die den Hals des Uterus umgebenden Teile gebadet hat, fließt sie durch den Raum zwischen
der Röhre h und der inneren Wandung des mittleren Rohres b zurück und durch den
Stutzen f2 und das Abflußrohr, welches an
■ diesen angeschlossen ist, aus. Der Stutzen f2
kann mit einem Hahn zur Regelung des Flüssigkeitsablatifes
versehen sein.
Um die hygienischen Waschungen, welche man in der Sitzlage oder über den Behälter eines
Bidets gebeugt ausführt, vorzunehmen, kann man das in Fig. 3 dargestellte Modell der Kanüle
anwenden, welches von der ersteren Ausführungsform nur durch die äußere Gestaltung
der Tasche α abweicht, welche (s. Fig. 3) anstatt einer glatten eine gerillte Außenwandung besitzt.
Die Rillen erstrecken sich in der Längsrichtung und bilden Hohlräume oder Durchlässe
für die abfließende eingespritzte Flüssigkeit, welche in das Gefäß zurückfließt, nachdem
sie die hinteren Teile der Scheide und die Scheidenwände bespült hat. Bei dieser Vorrichtung
kann der Scheideiiverschluß anstatt in der Form eines Halsringes mit dünnen Rändern
auch in der Gestalt einer umgewendeten Schale benutzt werden, wobei äußere Nuten vorgesehen
sind, welche sich an die Rillen der Kanüle anschließen, deren Rohr der Verschluß
umgibt.
Der Erfindungsgegenstand bietet durch die Einfachheit seiner Konstruktion und die Leichtigkeit,
mit welcher man ihn auseinandernehmen kann, alle Vorteile eines zugleich praktischen
und gesundheitstechnischen Apparates, den man nach jedem Gebrauch immer leicht reinigen
und aseptisch machen kann.
Es ist selbstverständlich, daß diese Kanüle außer für medizinische Injektionen für verschiedene
andere ärztliche Zwecke benutzt werden kann, so z.B. zum Einblasen von Puder,
zum Zerstäuben von Flüssigkeit, zum Einführen von Dämpfen und Rauch und für andere
Zwecke. Es wird für diese Zwecke genügen, an das Ende des mittleren Rohres den Stutzen des
für die besondere Art der Behandlung notwendigen Apparates anzuschließen.
Erwähnt sei noch, daß der Deckel e, das Rohr g und alle metallischen Teile aus Nickel
oder einem anderen Metall oder nicht oxydierbarer Legierung oder einem durch Galvanisieren
unoxydierbar gemachten Metall gefertigt werden. Diese Teile können aber auch aus
Kautschuk, Zelluloid, Horn, Knochen oder anderem geeigneten Material hergestellt werden.
Die Kanüle kann auch vorteilhaft bei Darmerkrankungen sowie bei gewissen Krankheiten
der Tiere angewendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kanüle zum Einspritzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Spritzrohr biegsam und von einem nachgiebigen, mit Flüssigkeit oder Luft zu füllenden Mantel umgeben ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE222969C true DE222969C (de) |
Family
ID=483822
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT222969D Active DE222969C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE222969C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2526934A1 (de) * | 1975-06-04 | 1976-12-16 | Walkner & Co Ohg Dr H & A | Scheidenspuelgeraet |
US4326529A (en) * | 1978-05-26 | 1982-04-27 | The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy | Corneal-shaping electrode |
-
0
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Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE2526934A1 (de) * | 1975-06-04 | 1976-12-16 | Walkner & Co Ohg Dr H & A | Scheidenspuelgeraet |
US4326529A (en) * | 1978-05-26 | 1982-04-27 | The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy | Corneal-shaping electrode |
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