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DE219074C - - Google Patents

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Publication number
DE219074C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
yarn
strand
liquor
rods
twine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT219074D
Other languages
English (en)
Publication of DE219074C publication Critical patent/DE219074C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • D06B5/12Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length
    • D06B5/16Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through yarns, threads or filaments
    • D06B5/20Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating through materials of definite length through yarns, threads or filaments through hanks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219074 KLASSE Sa. GRUPPE
EDUARD ESSER & CIE.
in GÖRLITZ.
kreisender Flotte.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Färben von Garn in Strähnform, in hängendem Zustand, unter Be-, nutzung von kreisender Flotte, die in wechselnder Richtung durch das neu und eigenartig angeordnete bzw. aufgehängte Garn strömt.
Der Erfindung gemäß sollen die Garnsträhne auf je zwei entsprechend der Länge der Garnsträhne voneinander entfernten Stäben, und zwar vorteilhaft auf zwei senkrecht übereinander angeordneten Stäben in neuer Weise in ihrer Längsrichtung mit Spielraum ungespannt aufgehängt und mit diesen Garnstäben in ein besonderes, oben und unten bzw. an zwei gegenüberliegenden Seiten in der Richtung der Strähne offenes Gestell oder einen Kasten so eingesetzt werden, daß der ganze vom Gestell oder Kasten seitlich in guter Packung zusammengehaltene Garnblock jeweils von der in Richtung der hängenden Strähne im Färbebottich strömenden Flotte von den Garnstäben abgehoben und alle Garnteile von der Flotte wirksam umspült werden können. In Schlitzen oder, auf Tragleisten dieses Gestelles oder Kastens werden die mit Garnsträhnen gefüllten Stäbe in geeigneter Weise nebeneinander angeordnet, bis der ganze Kasten bzw. das Traggestell mit Garnsträhnen gefüllt ist, worauf es mit den letzteren in den Färbebottich eingesetzt wird.
Strähngarn, welches in dieser Anordnung in einem Färbebottich mit umkehrbarem Flottenlauf behandelt wird, erhält eine außerordentlich gleichmäßige Ausfärbung, ohne daß sich bei ihm die bisher unvermeidlichen nachteiligen Folgen der »Apparatefärberei« bemerkbar machen.
Nach dem bisher gebräuchlichen Färbeverfahren für Strähngarn in Vorrichtungen (Packsystem) werden die Strähne horizontal neben- und aufeinander gelegt und strömt die Flotte senkrecht von oben oder unten durch die mehr oder weniger starke Garnschicht. Das Garn muß in diese Färbeapparate sehr gleichmäßig eingepackt werden, trotzdem aber können durch Verschiebung der losen Garnsträhne bei Beginn des Flottenumlaufes die im Garn sich bildenden Kanäle ungleiche Ausfärbungen verursachen. In diesen bekannten Vorrichtungen wird das Garn durch den Druck der kreisenden Flotte während des Färbens mehr und mehr zusammengepreßt und bietet der durchströmenden Flotte einen wachsenden Widerstand, so daß der Garnblock, als Filter wirkend, häufig oben und unten dunkler gefärbt ist als in der Mitte. Ein nachträgliches Zusetzen von Farbstoffen, d. h. ein Nuancieren des Garnes auf Muster, ist deshalb meistens in diesen Färbevorrichtungen nicht möglich oder sehr schwierig, da sich der zugesetzte Farbstoff in den Außenlagen des stark zusammengepreßten Garnes abscheidet. Bei weicheren Garnen werden
die unten liegenden Strähne von den oft quer darüberliegenden stark gepreßt, sie erhalten dadurch Druckstellen, die sich nicht wieder entfernen lassen. Andere Färbeverfahren, bei welchen das Garn in Strähnen hängend in kreisender Flotte auf hin und her oder auf und nieder bewegten Stäben gefärbt wird, besteht die Gefahr des Filzens der Garne; auch bleiben hierbei ebenso wie bei nicht bewegten
ίο Garnstäben die Aufliegestellen der hängenden Strähnen auf den Stäben mehr oder weniger ungefärbt.
Demgegenüber bietet das neue Färbeverfahren für Strähngarn den Vorteil, daß ungleiches Ausfärben infolge nicht sorgfältiger Beschickung der Kasten oder der Färbebottiche mit Garn so gut wie nicht mehr vorkommen kann, weil die Garnstäbe mit ■ dem Garn sich gegeneinander nicht verschieben können. Auch werden die lose hängenden Garnsträhne durch den Druck der durchströmenden Flotte etwas aufgebauscht und bieten dadurch der Flottenströmung einen ganz gleichmäßigen Widerstand, so daß die Durchlässigkeit im Garn überall eine gleiche bleibt und sich auch während des längeren Färbens nicht verändert. Deshalb macht auch das Nuancieren auf Muster nach dem neuen Färbeverfahren, selbst bei Alizarinfarben, nicht die geringsten Schwierigkeiten. Das aufgehängte Garn wird auch durch den Druck der strömenden Flotte nicht mehr zusammengepreßt, weil die Flotte in der Richtung der Garnsträhne und nicht senkrecht dazu umläuft und das Garn im Block in Richtung der bewegten Flotte beweglich ist. Druckstellen im Garn können sich daher so gut wie nicht bilden, und ein Zusammenpressen und Dekatieren des Garnes während des Färbens so-' wohl auf Kosten seiner Qualität und Stärke als auch seines Aussehens wird vermieden. Ein Filzen der Garne beim Färben ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen, weil die Garngestelle oder Kasten mit den aufgehängten Garnsträhnen in der Flotte stillstehen und nicht bewegt werden; einfache, weiche und lose Kammgarne, welche besonders leicht filzen, zeigen deshalb auch nach langen Färbeprozessen keine Verfilzung. Der umkehrbare Flottenlauf aber verhindert, daß die Aufliegestellen der Garnsträhnen auf den Stäben ungefärbt bleiben. Die in ihrer Längsrichtung mit Spielraum, also nicht straff, auf den beiden Garnstabreihen aufgehängten Strähnen werden sich in ihrer zahlreichen Anordnung in dem sie einschließenden Färbebottich oder Garntragkasten naturgemäß dicht aneinander legen und einen Garnblock bilden, der sich jeweils in der Richtung der durchströmenden Flotte etwas verschieben kann, so daß die Strähnen von ihrer Lagerstelle auf den Stäben etwas abgehoben und die freigewordenen Auflegestellen der einzelnen Garnsträhnen ebenfalls von der Flotte umspült und durchgefärbt werden.
Das Verfahren ist an der Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels einer für die senkrechte Aufhängung von Garnen benutzten Vorrichtung beschrieben und zeigt:
Fig. i einen Längsschnitt durch einen Färbebottich mit kreisender Flotte nach dem Einpacken der Garnsträhne.
Fig. 2 zeigt die Wirkung des Flottendurchganges auf die Garnsträhne von oben nach unten, während
Fig. 3 den entgegengesetzten Umlauf der Flotte veranschaulicht.
Hiernach werden in die Zellen des Färbebottichs α herausnehmbare, aus Holz, Metall o. dgl. bestehende Garntraggestelle b eingesetzt, in welchen die Garnsträhnen auf vorteilhaft runden Stäben c und d, beispielsweise senkrecht, aufgehängt sind. Letztere werden entweder auf Tragleisten oder in Schlitzen g und h des Gestelles nebeneinander gereiht, wobei diese Tragleisten verstellbar bzw. eine größere Anzahl Schlitze h übereinander angeordnet sind, damit die Stäbe, entsprechend der Länge der Garnsträhne, im Gestell höher go oder tiefer eingesetzt werden können. Die in der angegebenen Weise mit Garn angefüllten •Stäbe werden im Gestell dicht aneinander geschoben, so daß sie sich berühren, bis das ganze Gestell mit Garn beschickt ist. Wird vorteilhaft als Traggestell, wie in der Zeichnung dargestellt, ein oben und unten offener Kasten benutzt, so wird zwecks Einsetzens des Garnes eine Seitenwand dieses Kastens abnehmbar oder aufklappbar eingerichtet. In diesem Falle enthält der gefüllte Kasten einen erfahrungsgemäß schwach zusammengepreßten Block von senkrecht angeordneten Garnsträhnen und zeigt in allen Teilen eine kaum ' zu überbietende Gleichmäßigkeit der Garn- 10; dichte, wobei die in den Führungsschlitzen der Seitenwände festgehaltenen Stäbe dafür sorgen, daß das Garn auch während des Färbens nicht in Unordnung gebracht wird. Diese dicht gefüllten, oben und unten offenen 11c Kasten werden Wand an Wand in den Färbebottich eingesetzt.
Sind die Garnstäbe in einem ohne Seitenwände versehenen Traggestell gelagert, so w.ird der in der Mitte aufgebauschte Teil des iij Garnes, welcher naturgemäß über das Gestell vorsteht, während der Einsetzung des letzteren in den Bottich durch zweckmäßig angeordnete, an sich für ähnliche Zwecke bekannte Bänder eingeschnürt und zusammen- 12c gehalten, so daß das Gestell bequem in den Färbebottich eingeführt werden kann. Ist das
Garngestell in den Färbebottich eingesetzt, so werden die Bänder gelockert, so daß sich das Garn wieder ausdehnen kann und sich dicht an die Färbebottichwandung legt, keine Kanäle offen bleiben und somit das Garn allseitig und gleichmäßig auch hier von der durchströmenden Flotte getroffen wird.
Eine besondere Einrichtung kann getroffen werden, um während des Durchganges der
Lo Flotte die in dem Färbebottich eingesetzten Gestelle oder Kasten gegen eine Verschiebung zu verriegeln bzw. festzulegen.
Das neue Färbeverfahren läßt sich auch unmittelbar im Färbebottich ohne jedes Garngestell oder Kasten ausführen, wenn zwei gegenüberliegende Wände des Bottichs innen mit Schlitzen versehen werden zur "Aufnahme der Garnstäbe mit den Strähnen, und wenn sich zum Einsetzen derselben eine Bottich- ■ wand abnehmen oder aufklappen und wieder wasserdicht schließen läßt. Es soll ferner nochmals hervorgehoben werden, daß die Garnsträhnen zwischen den Stäben auch in anderer als senkrechter Richtung aufgehängt werden könnten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Färben von Garn in Strähnform mit in wechselnder Richtung kreisender Flotte, bei welchem die Garnsträhne über je zwei entsprechend der Länge der Strähne voneinander entfernte Garnstäbe aufgehängt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die zu einem Block vereinigten Garnsträhne seitlich in fester Packung zusammengehalten und in ihrer Längsrichtung mit Spielraum ungespannt über die zwei Garnstabreihen aufgehängt werden, wodurch jeweils durch die in Richtung der aufgehängten Strähne strömende Flotte eine. Verschiebung des ganzen Garnblockes über den Aufhängestäben und dadurch eine gute Flottenumspülung auch an den jeweils frei gewordenen Auflagestellen der einzelnen Garnsträhne eintritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT219074D Active DE219074C (de)

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DE (1) DE219074C (de)

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