DE2041265B2 - Serviceschaltung zur Einstellung der Sperrpunkte einer Mehrstrahl-Farbbildwiedergaberöhre - Google Patents
Serviceschaltung zur Einstellung der Sperrpunkte einer Mehrstrahl-FarbbildwiedergaberöhreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine ServiceschalUing, wie
sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzt ist.
Um die besten Betriebseigenschaften der Farbbildröhre eines Empfängers zu erreichen, muß man verschiedene
Einstellungen vornehmen, die man gemeinhin unter dem Begriff Bildröhreneinstellung
zusammenfaßt. Grundsätzlich umfaßt die Bildröhreneinstellung die Justierung einer Anzahl von Veränderlichen,
die bei einer Mehrstrahlröhre mit mehreren Leuchtstoffen zwangsläufig vorliegen. Die Einstellungen
sind bedingt durch unterschiedliche Stromeinsatzpunkte der Kennlinien der Strahlsysteme und wirken
sich auf die Leuchtstärke der verschiedenen Leuchtstoffe aus. Der Sinn der Einstellungen liegt
darin, eine maximale Helligkeit des Bildes zu erreichen, ohne daß bei geringeren Helligkeiten Farbverfälschungen
auftreten.
Viele neuere Geräte haben Serviceschalter, welche die Durchführung der Einstellungen ohne komplizierte
Testeinrichtungen ermöglichen. Hierdurch läßt sich die Bildröhre bei jeder Aufstellung des Fernseh- to
empfängers schnell und gut einstellen. Die Serviceschalter für die Bildröhreneinstellung ermöglichen es,
den Empfänger aus seinem normalen Betriebszustand in einen Justierzustand umzuschalten, in dem folgende
Verhältnisse vorliegen: b5
1. Der normale Leuchtdichtekanal für die Kathoden der Bildröhre ist unterbrochen.
2. Jeder der Bildröhrenkathoden wird eine vorbestimmte Bezugsspannung für den Schwarzpegel
zugeführt.
3. Die Bildablenkschaltung des Empfängers wird abgeschaltet, um die kritische Einstellung der
Sperrvorspannung für jedes Strahlsystem zu ermöglichen.
Ein solcher Serviceschalter kann jederzeit in Betrieb genommen werden, ohne daß auf die Art des
gerade laufenden Programms Rücksicht genommen werden müßte, welches die Einstellungen sehr erschweren
würde.
Die bisher verwendeten Serviceschalter umfassen mehrpolige Schalter mit mehreren Schaltstellungen.
Beispielsweise wird ein Polpaar mit einem Massekontakt verbunden, mit Hilfe dessen die Eingangselektrode
eines Verstärkerelementes im Vertikaloszillatorteil in der Servicesteüung gelegt wird. Dieser
Kontakt setzt den Vertikaloszillator außer Betrieb. Gleichzeitig damit dient ein anderer Teil des Schalters
der Auftrennung der Verbindung zwischen der Videoausgangsstufe und den Kathoden der Bildröhre.
Bei einer typischen Schaltung wird hierzu die Leitung zwischen der Ausgangselektrode des Verstärkerelementes,
also der Anode eine Röhre oder dem Kollektor eines Transistors, und dem Verbindungspunkt zu
den Kathoden der Bildröhre unterbrochen.
Bei anderen Schaltungen wird der Videokanal über die Verstärkungsregelschaltung außer Betrieb genommen.
Hierzu wird die Verstärkung der Hochfrequenz- und Zwischenfrequenzverstärker völlig heruntergeregelt.
Die Ausschaltung des Vertikaloszillators erfolgt in der bereits beschriebenen Weise.
Diese bekannten Maßnahmen sind jedoch mit bestimmten Nachteilen verbunden. Beispielsweise erfordert
die Ausführungsform, bei welcher der Ausgang einer Breitbandverstärkerstufe von der Bildröhre
abgetrennt wird, Schaltverbindungen zwischen den Schalterkontakten und der Anode der Ausgangsstufe.
Dadurch entstehen relativ große parasitäre Kapazitäten, in Folge deren die Bandbreite der Verstärkerstufe
verringert wird. Weiterhin sind zusätzliche Bauteile erforderlich oder die Anordnung des
Schalters hinsichtlich des Videoverstärkers ist kritisch, wenn man die für einen einwandfreien Betrieb erforderliche
Bandbreite garantieren wili.
Bei den anderen Ausführungsformen, welche sich der Regelschaltung zur Unterbrechung des Videokanals
bedienen, sind relativ hohe Vorspannungen für die Zwischenfrequenz und Hochfrequenzverstärker
erforderlich, welche häufig die Ursache für unerwünschte Ausfälle der Verstärkerelemente sind.
Außerdem kann es bei diesen Ausführungsformen sehr schwierig sein, die Darstellung auf der Bildröhre
vollständig zu unterdrücken, da noch einzelne Bildsignalspitzen bis zur Bildröhre gelangen können und
den Einstellvorgang stören können. Die Sperrung der Hochfrequenz- und Zwischenfrequenzverstärker
ohne gleichzeitige Abschaltung des Videoverstärkers führt außerdem oft dazu, daß an den Kathoden der
Bildröhre sich unerwünschte Gleichvorspannungen aufbauen. Dadurch führt die Bildröhre relativ hohe
Strahlströme. Daraus resultiert eine helle Leuchtfläche, und dieser unerwünschte Effekt muß wiederum
durch zusätzliche Maßnahmen kompensiert werden. Dadurch sind zusätzliche Bauelemente erforderlich,
die erhöhte Kosten bedingen.
Aus den Grundig Technische Informationen, 1967, Heft 4. Seiten 244.250.251.256 und 257 ist ein Fern-
sehempfänger bekannt, bei dem die Endröhre des Videoverstärkers
in der Servicestellung des Serviceschalters durch Vergrößerung ihres Kathodenwiderstandes
an die Grenze ihres Leitungs/.ustandes vorgespannt wird, weil sich der Arbeitspunkt über den
Kathodenwiderstand automatisch einstellt: Die Röhre wiid also nicht völlig gesperrt. Wenn nun jedoch aus
irgendeinem Grunde der Zwischenfrequenzverstärker des Empfängers auf volle Verstärkung geregelt wird
(es kann durchaus vorkommen, daß die Regelspannung entsprechende Werte annimmt), dann können
am Steuergitter der Endröhre kurzzeitige Spannungsspitzen auftreten, denen die Kathodenspannung wegen
des angeschlossenen Kathodenkondensators nicht momentan folgen kann, so daß kurzzeitig Anodenstrom
fließt, der sich auf dem Bildschirm in Form von Lichtblitzen äußert, welche die Einstellung der Sperrpunkte
der drei Bildröhrensysteme erschweren.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, das Auftreten irgendwelcher Helligkeitssignale auf dem
Bildschirm in der Servicestellung des Serviceschalters auf einfache Weise vollständig zu unterdrücken, damit
nicht noch einzelne Bildsignalspitzen zur Bildröhre gelangen und den Einstellvorgang stören können.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Hierbei wird die Anoden-Kathoden-Strecke der Videoendröhre außer Betrieb genommen, und gleichzeitig
mit dem öffnen des Gleichstrompfades wird ein Ersatzwiderstand zwischen die Kathoden der Bildröhre
und ein Bezugspotential geschaltet, welche ihnen eine geeignete Bezugsvorspannung für die Einstellung
zuführt. Wenn der Kathodenkreis der Endröhre für den Einstellvorgang aufgetrennt wird,
dann kann die Schalterkapazität vernachlässigt werden.
Ein weiterer Schalter dient dazu, den Vertikaloszillator während des Einstellvorganges abzuschalten, indem
ein Bezugspotential an eine geeignete Eingangselektrode eines aktiven Bauelementes des Oszillators
gelegt wird. Dadurch bricht die Vertikalablenkung zusammen, und die 525 Zeilen des Bildrasters erscheinen
als einzelne Linie mit einem bestimmten Helligkeitswert. Der Fernsehtechniker kann nun die
Bildschirmpotentiometer einjustieren und damit die Sperrpotentiale der drei Elektronenstrahlsysteme der
Bildröhre zuverlässig einstellen.
Die Erfindung is« im folgenden an Hand des in der Figur dargestellten Ausfühningsbeispiels der Erfindung
näher erläutert.
Der in der Figur dargestellte Farbfernsehempfänger hat den üblichen Eingangsteil mit Antenne 10,
Mischstufe und Zwischenfrequenzverstärker Jl und Videodemodulator 12. Das demodulierte Farbbildsignalgemisch
wird vom Demodulator 12 einem Leuchtdichteverstärker 13 zugeführt, der mehrere getrennte
Ausgänge hat. Einer dieser Ausgänge ist auf eine Synchronimpuls- und Regelschaltung 14 geführt,
welche die Ablenksynchronsignale für die Horizontal- und Vertikalablenkschaltungen 15 bzw. 16 ableitet.
Diese wiederum erzeugen die Ablenkströme für die Ablenkwicklungeti 19. Die Ablenkwicklungen sorgen
für die Ablenkung der Elektronenstrahlen der Dreistrahl-Schattenmasken-Farbbildröhre
21.
Ein anderer Ausgang des Verstärkers 13 wird auf den Farbverstärkerkanal 22 geführt, der in üblicher
Weise für die Abtrennung des Farbhilfsträgers aus dem FBAS-Signal sorgt, diesen verstärkt und synchron
demoduliert. Zum Farbdemodulator eines typischen Farbkanals 22 gehört ein Farbträgeroszillator
24, welcher mit dem Farbsynchronsignal synchronisiert wird, um die gewünschte Demodulation des
j Faibträgers zu ermöglichen. Die Farbdemodulatoren 25 enthalten eine Farbmatrix, in welcher die Demodulatorausgangssignale
zur Bildung der Farbdifferenzsignale kombiniert werden. Die Farbdifferenzsignale
werden dann den entsprechenden Steuergittern
κι der Elektronenstrahlsysteme der Bildröhre 21 zugeführt.
Ein weiterer Ausgang des Leuchtdichteverstärkers 13 ist auf das Gitter einer Videoausgangsverstärkerröhre
31 über einen Vorverstärker geführt, der eine Verzögerungsleitung enthalten kann, mit Hilfe
deren das Leuchtdichtesignal im gleichen Maß verzögert wird wie die Farbsignale im Farbkanal. Das verstärkte
Leuchtdichtesignal erscheint an der Anode der Verstärkerröhre 31 und wird den Kathoden der Elektronenstrahlsysteme
der Bildröhre 21 zugeführt.
2ü Im folgenden sei auf die Eigenschaften der Bildröhre
21, die dadurch bedingten Probleme und die Einstellung der Betriebsparameter eingegangen. Die
Bildröhre enthält drei getrennte Strahlsysteme zur Erzeugung von drei Elektronenstrahlen, welche auf
die Fläche des Leuchtschirmes mit unterschiedlichen Winkeln auftreiben und eine Lichtaussendung von drei
verschiedenen Leuchtstoffpunkten verursachen. Jedes Strahlsystem hat eine Kathode, ein Steuergitter,
ein Schirmgitter, welches als erste Anode dient, und eine erste Beschleunigungselektrode. Die drei Strahlsysteme
mit ihren zugehörigen Elektroden werden ferner von einer gemeinsamen Endbeschleunigungselektrode
beeinflußt, der eine hohe Spannung U+ zugeführt wird und die für die Endbeschleunigung der
drei Elektronenstrahlen sorgt. Die Hochspannung U+ wird in der Horizontalablenkschaltung 15 erzeugt.
Bestimmte mit dem praktischen Betrieb der Farbbildröhre verbundene Probleme werden durch
das Vorhandensein mehrerer Strahlsysteme und mehrerer unterschiedlicher Leuchtstoffe kompliziert. Beispielsweise
unterscheiden sich die drei Strahlsysteme bis zu einem gewissen Grade unvermeidbar in ihrem
Kennlinienverlauf, ferner ist der Leuchtwirkungsgrad der drei für den Bildschirm verwendeten Leuchtstoffe
unterschiedlich. Überdies können diese Unterschiede von einer Röhre zur anderen schwanken. Zur Korrektur
der Unterschiede im Stromeinsatzpunkt für die einzelnen Strahlsysteme sind Justierungen erforderlich,
die mit Hilfe einzelner Einstellorgane durchgeführt werden, welche der Einstellung der Betriebsgleichspannung für die Schirmgitter der drei Strahlsysteme
dienen. Üblicherweise verwendet man hierzu Potentiometer, wobei jedem Schirmgitter ein eigenes
Potentiometer zugeordnet ist. Die Potentiometer sind mit einem Ende zusammen an eine Spannung E+
geschaltet, die ebenfalls in der Horizontalablenkschaltung 15 erzeugt wird. Eine Veränderung der
Schirmgitterspannungen mit Hilfe der Potentiometer erlaubt die Einstellung unterschiedlicher Gleichspan-
bo nungspotentiale an den einzelnen Schirmgittern.
Die den Kathoden der Bildröhre zugeführten Spannungen und Signale entstehen am Ausgang der
Endröl.re 31, deren Anode über zwei in Reihe geschaltete Widerstände 32/1 und 33 an die Spannung
B+ geschaltet ist. Parallel zum Widerstand 32 A liegt
eine Spule 34, welche der Anhebung des oberen Frequenzbereiches zur Erzielung des gewünschten Frequenzganges
dient. Das genaue Gleichspannungspo-
tential an der Anode der Röhre 31 und damit die Kathodenpotentiale der Bildröhre 21 werden mit
Hilfe des Helligkeitsreglers bestimmt, welcher vor dem Gitter der Röhre 31 angeordnet ist und üblicherweise
in der Kopplungsverbindung des gleichspannungsgekoppelten Leuchtdichteverstärkers 13 angeordnet
ist. Die Helligkeitseinstellung bewirkt üblicherweise eine Veränderung des Gleichspannungspegels
an der Anode der Videoendröhre 31 und damit der Ruhevorspannung zwischen den Kathoden und
den Gittern der Bildröhre 21. Dadurch wird wiederum der Ruhestrahlstrom, und über diesen die Bildhelligkeit,
bestimmt. Die Kathodenspannung der Bildröhre wird also typischerweise durch die Gleichspannung an
der Ausgangselektrode des Bildverstärkers festgelegt. Die Gittervorspannung der Bildröhre hängt von der
Gleichspannungs-Rückgewinnungsschaltung 26 ab, weiche die Gitter gegenüber den Kathoden auf einen
vorbestimmten Betriebspunkt vorspannt. Eine solche Rückgewinnungsschaltung 26 enthält Klemmdioden,
die bei Auftreten eines Horizontalrücklaufimpulses leiten und eine geeignete Spannung an Koppelkondensatoren
entstehen lassen, die zwischen dem Ausgang der Demodulatormatrix 25 und den entsprechenden
Gittern der Bildröhre angeordnet sind. Die Kathode der Endröhre 31 liegt über einen Schalter
32 und einen Vorspannungswiderstand 35 an Masse. Für Wechselspannung ist der Widerstand 35 durch ein
Potentiometer 36 überbrückt, welches der Kontrasteinstellung dient. Der Schleifer des Potentiometers 36
liegt über einen Kondensator 37 an Masse, über welchen die Wechselspannungssignale abfließen. Der
Widerstand 36 und der Kondensator 37 dienen der Erhöhung oder Erniedrigung der Wechselspannungsverstärkung
der Endröhre 31, welche den Kontrast des wiedergegebenen Bildes bestimmt. Zwischen die
Kathode der Röhre 31 und Masse ist ein Kondensator 40 geschaltet, welcher der Korrektur am oberen Ende
des Ubertragungsfrequenzganges dient. Weiterhin ist im Kathodenkreis ein Widerstand 41 in Reihe mit einem
Kondensator 42 angeordnet, mit Hilfe deren ebenfalls der Frequenzgang des Verstärkers korrigiert
wird.
In der dargestellten Lage des Schalters 32 fließt der Gleichstrom der Röhre 31 durch den Schalterkontakt
und den Widerstand 35 nach Masse. Ein weiterer Kontakt des Schalters 32 führt über einen Widerstand
44 auf die Anode 33 der Röhre und sorgt für die Erzeugung einer geeigneten Vorspannung für die Einjustierung
der Bildröhre, wenn der Schalter 32 sich in seiner anderen Lage befindet. Der Schalter 32 besitzt
einen weiteren Umschaltkontakt, von dem ein Pol mit der Vertikalablenkschaltung 16 verbunden ist und in
der dargestellten Schalterstellung keine Wirkung auf die Ablenkschaltung ausübt. In der gestrichelt gezeichneten
Schalterstellung für die Justierungseinstellungen verbindet dieser Umschalter die Vertikalablenkschaltung
16 mit Masse, so daß sie außer Betrieb gesetzt wird und die Vertikalablenkung ausfällt.
Wenn der Schalter von seiner ausgezogen gezeichneten Normallagc (Empfangsstellung) in die gestrichelte
Lage (Justierstellung) umgelegt wird, treten folgende Änderungen ein. Ein Kontakt verbindet den
Widerstand 44 mit dem Verbindungspunkt der Widerstände
35 und 36. Dadurch wird der Gleichstromkreis zur Kathode der Röhre 31 aufgetrennt, und die
Röhre verstärkt nicht mehr. Der Widerstand 44 ist hinsichtlich der Widerstände 33 und 35 so bemessen,
daß eine geeignete Vorspannung für die Bildröhrenkathoden hinsichtlich der Gitterpotentiale gewährleistet
ist, so daß eine geeignete Gitter-Kathoden-Vorspannung herrscht, welche die Justiereinstellunger
ermöglicht. Der andere Umschaltkontakt des Schalters 32 dient dem Erden des Vertikaloszillators 16
damit das Vertikalraster zusammenbricht. Befinde! sich der Umschalter also in der gestrichelten Justierstellung,
dann kann der Servicetechniker die Schirmgitterpotentiometer im Schaltungsteil 46 einjustieren
Jedes der Potentiometer wird zunächst auf eine Minimaleinstellung justiert, in welcher die drei Elektronenstrahlen
gerade unterbunden werden und die Linif auf dem Bildschirm verschwindet. Diese Sperrung dei
Kathodenströme über die Schirmgitterpotentiometei ist möglich durch eine geeignete Bemessung des Widerstandes
44 zur Bestimmung der Gitter-Kathoden-Vorspannungen der Bildröhre. Jedes der Schirmgitterpotentiometer
wird nun gesondert so eingestellt daß die Schirmgitterspannung sich erhöht, bis ein eber
gerade sichtbarer Strich auf dem Leuchtschirm erscheint. Wenn auf diese Weise zunächst das Rot-System
eingestellt worden ist, so folgen dieselben Einstellungen für das Blausystem und das Grün-Systerr
an den entsprechenden Potentiometern.
Die Bildröhre ist damit optimal für einen Farbgleichlauf über den gesamten Helligkeitsbereich eingestellt.
Der Schalter 32 wird dann wieder in die Empfangsstellung für einen normalen Betrieb des Empfängers
umgelegt, wobei der Kathodenwiderstanc wieder an die Endröhre 31 angeschaltet wird und dei
Widerstand 44 abgetrennt wird und der Vertikaloszillator 16 wieder freigegeben wird und schwingt.
Diese Anordnung bietet eine Reihe von Vorteilen Durch die Einfügung des die Vorspannung bestimmenden
Schalters in den Kathodenkreis der Endröhre 31 wird erstens die durch die zusätzliche Verdrahtunf
des Schalters bedingte parasitäre Kapazität in ihrei Auswirkung wesentlich verringert als es bei den bisherigen
Schalteranordnungen der Fall war. Der Grunc hierfür liegt in dem niedrigeren Impedanzniveau irr
Kathodenkreis, welches u. a. auf die Korrekturkapazität 40 zurückzuführen ist, welche eine optimale Frequenzgangskompensation
des Verstärkers bewirkt Aus diesem Grund kann der Schalter räumlich relatix
weit vom Videoverstärker entfernt angeordnet werden, d. h. beispielsweise an der Rückfläche des Empfängers,
da die Leitungslänge (Schaltkapazität) hierbei nicht kritisch ist, sondern sich lediglich zui
Kapazität des Kondensators 40 hinzuaddiert, welche den Kathodenkreis der Röhre 31 für hohe Frequenzer
überbrückt. Die zusätzliche Schaltkapazität kanr durch eine entsprechende Verringerung des Werte*
des Kondensators 40 berücksichtigt werden. Fernei werden sämtliche Vorspannungserfordernisse für die
Bildröhre 21 für die Justiereinstellungen durch einer einzigen zusätzlichen Widerstand 44 erfüllt, der überdies
im normalen Empfangsbetrieb des Fernsehen keine Energie verbraucht, sondern nur während dei
Justierienstellungen an Spannung liegt. Bei bekannter Justierschaltungen ist dies nicht der Fall, sondern die
für die Justiereinstellungen benötigten Bauelemente führen auch im Normalbetrieb des Empfängers Strom
Ein weiterer Vorteil besteht darinn, daß durch die völlige Abschaltung des Videokanals durch eine Unterbrechung
des Gleichstromkreiscs der Endröhre 31 keinerlei Kopplung von Videosignalen oder Röhrenströmen
auf die Bildröhre erfolgen kann, wenn dei
Iimpfiinger für die Justicreinstellungeii umgeschaltet 44 - 22 000 Ohm
ist. In dieser Einstellung entfällt somit auch der Kunden- 37 - 200 |iF
Stromverbrauch dieser Röhre. satoren 40 - 1 000 pi·'
Im folgenden sind einige Werte für die verwendeten 42 - (>80 pl·"
Bauelemente angegeben: '> Röhre 31 - 7KY6
Schirmgitter-Widerstände 32/1- 12 000 0hm (Parallelspule spannung - V+ 130 V
270 |iU) Anodcn-
33 _ 4 4()() Ohm spannung - H + - + 280 V
35 - 180 Ohm ι» Hildschirm-
36 - .SOO Ohm (einstellbar) anstell·
41 - 270 0hm spannung - Ii 4 - + 680 V
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Serviceschaltung zur Einstellung der Sperrpunkte einer Mehrstrahl-Farbbildwiedergabe- r>
röhre in einem Farbfernsehempfänger, deren Farblcathoden an die Endstufe des Videoverstärkers
angeschlossen sind, bei dem mittels eines Serviceschalters in der Justierstellung die Endstufe
des Videoverstärkers durch Widerstandserhöhung ι ο des Gleichstrompfades im Kathodenkreis gesperrt
wird und ein an den Abzweigpunkt für die Farbkathodenzuleitungen angeschlossener Ersatzwiderstand,
dessen Wert dem Endröhrenwiderstand beim Schwarzpegel entspricht, fußpunktseitig an
ein Bezugspotential gelegt wird und ferner durch Abschaltung der Vertikalablenkspannung auf dem
Bildschirm ein horizontaler Strich erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der Justierstellung
des Serviceschalters (32) der Kathodenwiderstand (35) der Endröhre (31) unter Auftrennung
des Kathodengleichstrompfades an den Fußpunkt des Ersatzwiderstandes (44) angeschaltet
ist.
2.. Serviceschaltung nach Anspruch 1, dadurch >3 gekennzeichnet, daß der Serviceschalter (32) einen
ersten, als Umschaltkontakt ausgebildeten Kontakt, dessen Festkontakte an den Kathodenkreis
der Endstufe (Röhre 31) bzw. an den Fußpunkt des Ersatzwiderstandes (44) und dessen be- so
weglicher Kontakt an den Kathodenwiderstand (36) angeschlossen sind, sowie einen zweiten
Kontakt aufweist, über den in der Servicestellung die Vertikalablenkspannung gesperrt wird. .
35
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Family Applications (1)
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Legal Events
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8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |