DE2020247C3 - Vorrichtung zum Herstellen von größeren Hohlkörpern, wie Kanister u.dgl. aus thermoplastischem Kunststoff im Blasverfahren - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von größeren Hohlkörpern, wie Kanister u.dgl. aus thermoplastischem Kunststoff im BlasverfahrenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von größeren Hohlkörpern, wie Kanistern u. dgl.
aus thermoplastischem Kunststoff im Blasverfahren, bestehend aus einer horizontal angeordneten, in horizontaler
Ebene schwenkbar abgestützten Strangpresse mit in vertikaler Richtung angeordnetem ringförmigem
Spritzkopf zum Auspressen eines schlauchförmigen Vorformlings, sowie darunter angeordneten, aus in der
horizontalen Ebene schließbaren Formhälften bestehenden Hohlformen, in welchen der Vorformling durch
Einblasen von Druckluft zum Hohlkörper aufgeweitet und anschließend entformt wird.
Bei diesen Vorrichtungen ist die Leistung, d. h. der Ausstoß an fertigen Behältern praktisch nur von der
Abkühlzeit der Behälter in der Hohlform bestimmt, da die Extrudertechnik inzwischen so weit fortgeschritten
ist, daß diese stets gemäß den geforderten Leistungen dimensioniert werden können. Aus diesem Grunde ist
es bekanntermaßen vorteilhaft, mehrere Hohlformen vorzusehen, um den Ausstoß zu erhöhen.
Wenn man jedoch mehrere Hohlformen zusammen mit einem Extruder vorsieht, dann muß beachtet werden,
daß die Hohlformen für größere zu formende Behälter sehr teuer in der Herstellung und der Wartung
sind, daß sie nur noch mit Hebezeugen bewegbar sind und daß für einen leichten Abtransport der geformten
Behälter gesorgt werden muß.
Hieraus ergibt sich, daß es durchaus nicht gleichgültig ist, ob man 1, 2, 4 oder 8 Hohlformen unterhalb
eines oder zweier schwenkbarer bzw. drehbarer Extruder anordnet, sondern es muß ein Kompromiß gefunden
werden zwischen dem geforderten Ausstoß und dem dazu nötigen Aufwand.
Hinzu kommt noch, daß es im Interesse eines einfachen Aufbaus des Extruders vorteilhaft ist, den
Schlauch kontinuierlich zu extrudieren. In diesem Fall ist es jedoch notwendig, ein Zusammenspiel zwischen
der Bewegung des Extruderkopfes und den Hohlformen zu erreichen, derart, daß möglichst wenig ah
Schlauchlänge verlorengeht.
Aus der US-PS 33 57 046 ist zwar schon eine Vorrichtung bekannt mit zwei um eine senkrechte Achse
drehbaren Extrudern mit darunter angeordneten feststehenden Hohlformen, deren Schließhälften in einer
horizontalen Ebene schließbar sind. Hierbei handelt es
ίο sich jedoch um eine Blasformmaschine mit zusätzlicher
Füll- und Verschließvorrichtung, so daß vier Hohlformen für jeden Extruder notwendig sind, um in einer
Hohlform das Blasen des Behälters vornehmen zu können, in einer weiteren Hohlform den Behälter abkühlen
zu lassen und dann in einer weiteren Hohlform zu füllen und den Behälter schließlich aus der vierten geöffneten
Hohlform zu entnehmen.
Jeweils vier Hohlformen reichen gerade aus, um den gleichen Ausstoß zu erzielen, wie eine Blasformmaschine
mit nur einer Hohlform ohne Füll- und Verschließvorrichtung.
Im übrigen arbeitet die gezeigte Vorrichtung mit einer Greif- und Absenkvorrichtung, die den extrudierten
Schlauch in die Hohlform hineinbringt.
Auf Grund der Ausgestaltung der Maschine können nur relativ kleine Behälter geformt werden. Außerdem
ist sie sehr aufwendig und kompliziert und nicht besonders gut zugänglich. Ferner muß jeder geformte Behälter
aus einer Hohlform über ein eigenes Transportmittel abtransportiert werden.
Ähnliches gilt für eine weitere bekannte Vorrichtung gemäß der US-PS 35 16 118, bei der sowohl der Extruder
in einer waagerechten Ebene schwenkbar ist, als zusätzlich die Hohlformen auch noch entweder auf
einer Kreisbahn oder geradlinig fortbewegt werden. Da hierbei der Extruderkopf zusätzlich noch eine
Schräglage gegenüber den Hohlformen einnimmt, erleidet der extrudierte Schlauch eine Verformung, die
sich nachteilig auf das Formen des Hohlkörpers auswirkt.
Aus weiteren Vorveröffentlichungen sind heb- und senkbare Extruderköpfe bekannt, die aber in einer
waagerechten Ebene unbeweglich sind, so daß hierbei die Hohlformen beweglich angeordnet sein müssen, um
in den Bereich des Extruderkopfs zu gelangen. Auch diese bekannten Vorrichtungen können nicht befriedigen,
weil sie einerseits kompliziert aufgebaut sind und andererseits nur für kleinere zu formende Gegenstände
geeignet sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine möglichst einfach aufgebaute und platzsparende Vorrichtung
zum Herstellen von Hohlkörpern aus thermoplastischem Material im Blasverfahren zu schaffen, die für
Behälter größeren Volumens, wie Kanistern und ähnlichem
geeignet ist und hierbei einen möglichst großen Ausstoß an diesen Behältern erreicht.
Erfindungsgemäß wird dies durch die Kombination folgender Merkmale erreicht: Die schwenkbare Abstützung
der Strangpresse an ihrem dem Spritzkopf entgegengesetzten Ende ist an einer vertikalen Säule
angeordnet; die Strangpresse ist in an sich bekannter Weise heb- und senkbar angeordnet; zwei Hohlformen
mit den zugehörigen Formhälften sind im Schwenkbereich der Strangpresse angeordnet und die Schließachsen
der Formhälften sind in an sich bekannter Weise radial in der senkrechten Längsmittelebene der Strangpresse
angeordnet.
Durch diese Anordrung erreicht man mit einer ver-
Durch diese Anordrung erreicht man mit einer ver-
hältnismäßig einfachen Blasformmaschine, die gut zugänglich ist und relativ wenig Platz beansprucht, eine
bedeutende Steigerung des Ausstoßes. Die geformten Behälter lassen sich leicht seitlich aus der Hohlform
herausnehmen und auf das Fördermittel bringen zum Abtransport der Hohlkörper. Dadurch, daß die Öffnungsebene
der Hohlformen ein seitliches Hereinfahren und Herausfahren des Extruderkopfes in die Hohlformen
erlaubt, kommt man mit einer geringen Hebe- und Senkbewegung aus, was bei hohlen bzw. unterschnittepen
Behälterböden besonders wichtig ist, da in diesem Fall Formteile nach oben angehoben oder ausgeklappt
werden, wenn der gefertigte Hohlkörper aus der Hohlform entnommen werden soll.
Hinzu kommt noch, daß bei dieser Ausführungsform kein Greifer erforderlich ist, der zwischen Extruder und
•Hohlform angeordnet ist und der dazu dient, den extrudierten Schlauch .zu greifen und in die Hohlform abzusenken.
Dies ist ein wesentlicher Vorteil bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Herstellung von größeren Behältern, da in diesem Fall die extrudierten
Schlauchstücke so groß und schwer sind, daß sie nur unter großen Schwierigkeiten mittels eines Greifers
manipuliert werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung,
F i g. 2 eine Draufsicht dazu.
Die Vorrichtung besieht in ihren wesentlichen Teilen aus einer horizontalen Strangpresse 1, die an ihrem
vorderen Ende einen senkrecht angeordneten ringförmigen Spritzkopf 2 zum Auspressen eines Schlauchs
aufweist. Die Strangpresse 1 ist mit ihrem Antrieb 3 sowie Fülltrichter 4 in horizontaler Ebene schwenkbar
an einer Säule 5 angeordnet, die in einem Maschinengehäuse 10 gehalten ist, das die' erforderlichen Antriebsmittel
sowie die hydraulischen und pnaumati- -schen Betriebsmedien enthält. In der senkrechten
Längsmittelebene X der Strangpresse 1 ist unter dieser eine aus zwei gegenläufig arbeitenden hydraulischen
Zylindern 6a und 66 bestehende Schließvorrichtung vorgesehen, mittels der die aus den Formhälften 7a und
Tb bestehende Hohl- bzw. Blasform geöffnet und geschlossen wird. Die hydraulische Schließvorrichtung ist
in einem Schließgestell 8 befestigt, in dem ferner auch der Blasdorn 9 zum Aufblasen des in der Blasform herzustellenden
Hohlkörpers angeordnet ist. Der aus dem ringförmigen Spritzkopf 2 austretende Schlauch wird
von einer Greif- und Trennvorrichtung 11 erfaßt und zwischen die Formhälften 7a und Ib der Blasform geführt.
In der in Fig.2 gezeigten Draufsicht ist ferner im
Schwenkbereich der um die Längsachse der Säule 5 schwenkbaren Strangpresse 1 ein weiteres Schließgestell
8' mit einer Blasform angeordnet. Nachdem die Strangpresse 1 die Blasform in dem Schließgestell 8
beschickt hat, wird diese um die Säule 5 bis zur senkrechten Längsmittelebene X' geschwenkt und es wird
nunmehr die in dem Schließgestell 8 befindliche Blasform beschickt.
Während dieser Zeit kann der in der ersten Blasform aufgeblasene Hohlkörper auskühlen und erhärten. Die
Vorrichtung beschickt auf diese Weise taktmäßig abwechselnd die Blasformen der Schließgestelle 8 und 8'.
Die fertigen Hohlkörper werden dann jeweils nach Öffnen der Blasformen auf ein für beide Schließgestelle
gemeinsames Förderband 12 ausgestoßen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- me-* ZfPatentanspruch:t Vorrichtung zum Herstellen von größeren Hohl- *rkörpern, wie Kanistern u.dgl. aus thermoplastischem Kunststoff im Blasverfahren, bestehend aus einer horizontal angeordneten, in horizontaler Ebe-,ne schwenkbar abgestützten Strangpresse mit in vertikaler Richtung angeordnetem ringförmigem Spritzkopf zum Auspressen eines schlauchförmigen Vorformlings, sowie darunter angeordneten, aus in - der horizontalen Ebene schließbaren Formhälften bestehenden Hohlformen, in welchen der Vorformling durch Einblasen von Druckluft zum Hohlkörper ■ aufgeweitet und anschließend entformt wird, gekennzeichnet durch die Kombination fol-" gender Merkmale, daß 1. die schwenkbare Abstützung der Strangpresse (1) an ihrem dem Spritzkopf (2) entgegengesetzten Ende an einer vertikalen Säule (5) angeordnet ist, daß 2. die Strangpresse (1) in an sich bekannter Weise heb- und senkbar angeordnet ist, daß 3. zwei Hohlformen mit den zugehörigen Formhälften (7a, 7b) im Schwenkbereich der Strangpresse (1) angeordnet sind und daß 4. die Schließachsen (X) der Formhälften (7 a, Tb) in an sich bekannter Weise radial in der senkrechten Längsmittelebene der Strangpresse (I) angeordnet sind.
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Publications (3)
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DE2020247A1 DE2020247A1 (de) | 1971-11-11 |
DE2020247B2 DE2020247B2 (de) | 1976-03-04 |
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