DE2019533B2 - Verfahren zum Herstellen eines vorgespannten Verpreßankers - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines vorgespannten VerpreßankersInfo
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- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
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- E02D5/808—Ground anchors anchored by using exclusively a bonding material
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Description
Die Erfindung betiifft ein Verfahren zum Herstellen eines vorgespannten Verpreßankers gemäß Oberbegriff
des Anspruches 1.
Bei einem solchen, durch die DT-OS 14 84 449 bekannten
Verpreßanker dient die dünnwandige rohrförtnige Umhüllung lediglich zum Offenhalten des Bohrloches
während des Bohrvorganges und gegebenenfalls Hoch als ein gewisser Korrosionsschutz des allein die
Zugkräfte aufnehmenden inneren massiven Zuggliedes im Fertigzustand des Verpreßankers. Irgendwelche
Kräfte während des Bohrvorganges oder im Fertigzu- »tand in axialer Richtung, seien es Druck- oder Zugkräfte,
soll und kann dieses Hüllrohr nicht übernehmen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
bei dem bekannten Verpreßanker den vorhandenen Bohrlochquerschnitt möglichst weitgehend zur
Lastübertragung heranzuziehen und einen möglichst geringen Bohrlochdurchmesser anzustreben; zugleich
Sollen unterschiedliche Elastizitätsmodule von Zugglied tund Umhüllung ausgeglichen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Dadurch, daß an Stelle eines dünnwandigen Hüllrohres für die rohrförmige Umhüllung ein übliches Bohrrohr
verwendet wird und dann im Verpreßanker als kraftübertragendes Glied verbleibt, in dessen innerem
Hohlraum, diesen weitgehend ausfüllend, ein massives Zugglied aus höherwertigem und elastischerem Stahl
eingesetzt ist, werden zwei entscheidende, einander bedingende Vorteile erzielt: einmal kann der tragende
Gesamtquerschnitt des Verpreßankers verkleinert werden, weil das innere Zugglied einen beliebigen Elastizitätsmodul
aufweisen und daher relativ dünn gehalten werden kann, zum anderen übernimmt die Umhüllung
einen Zugkraftanteil und trägt - bei entsprechender Anpassung seines Innendurchmessers an den Außendurchmesser
des massiven inneren Zuggliedes - zur optimalen Ausnutzung des Bohrlochquerschnittes wesentlich
bei.
Ein Ausführungsbeispiel des Verpreßankers nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
In der Zeichnung ist der Baugrund mit 10 bezeichnet,
auf dem ein Fundament 12 errichtet ist, das eine Durchführung 14 für einen Verpreßanker 16 aufweist. Der
Verpreßanker 16 ist gebildet von einer als Bohrrohr dienenden, rohrförmigen Umhüllung 18 und einem inneren
Zugglied 20. Die Umhüllung 18 ist in bekannter Weise zusammengesetzt aus einzelnen Schüssen 22, die
durch Verbinduigsmuffen 24 miteinander verbunden sind. Die Schüsse 22 sind an ihren Enden bei 26 durch
Stauchen verstärkt, und zwar so, daß sie an ihrer Außenseite annähernd zylindrisch bleiben, innen jedoch
einen verringerten Innendurchmesser annehmen. Im Bereich der Stauchung bei 26 sind die Schüsse 22 mit
Außengewinde versehen, auf das die Verbindungsmuffen 24 aufgeschraubt sind. Am inneren Ende der Umhüllung
18 ist ein Bohrkopf 28 befestigt, der zugleich als Ankerfuß wirkt und eine radial gerichtete Injektionsöffpung
30 aufweist. Diese ist über ein Rückschlagventil 70 mit Kugel 72 und Druckfeder 76 an einen Verteilerraum
32 innerhalb des Bohrkopfes 28 angeschlossen, der seinerseits an eine Axialbohrung 34 des Bohrkopfes
28 angeschlossen ist. Die Axialbohrung 34 weist bei 36 ein Gewinde auf, in welches das vordere Ende des
Zuggliedes 20 mit einem entsprechenden Gegengewinde eingeschraubt ist. Auf der Umhüllung 18 sind nächst
seinem in Einbringrichtung vorderen Ende eine oder mehrere Ringrippen 38 aufgeschweißt.
Der soweit beschriebene Verpreßanker wird wie folgt eingebracht:
Der in Vortriebsrichtung vorderste Schuß 22 der Umhüllung 18 mit dem Bohrkopf 28 - gegebenenfalls
auch mit dem angeschraubten Zugglied 20 — wird mittels eines nicht dargestellten Bohrgerätes durch die
Durchführung 14 des Fundaments 12 hindurch in den Baugrund 10 eingebracht, entweder durch Drehen
und/oder durch Schlagbohren. Wenn der erste Schuß 22 der Umhüllung 18 im Baugrund 10 eingetrieben ist,
wird mittels einer Verbindungsmuffe 24 ein weiterer Schuß 22 angesetzt usw., so lange, bis die gewünschte
Tiefe erreicht ist. Während des Einbringens der Umhüllung 18 wird durch den Hohlraum 40 der Umhüllung 18,
der von den Innenbohrungen 42 der einzelnen Schüsse 22 gebildet ist, eine Spülflüssigkeit unter Druck geleitet,
die durch die radialgerichtete Injektionsöffnung 30 austritt. Durch die Spülung wird das Einbringen erleichtert.
Wenn die vorgesehene Tiefe erreicht ist, so wird die Umhüllung 18 auf- und abbewegt und gedreht, während
durch die radiale Injektionsöffnung 30 Spülmittel unter Druck austritt. Dadurch wird eine birnenartige Erweiterung
44 der Bohrung erzielt, die gegenüber dem Hauptabschnitt 46 der Bohrung hinterschnitten ist.
Nach Beendigung der Spülung wird Injektionsmasse durch den Hohlraum 40 und die Injektionsöffnung 30 in
die Erweiterung 44 der Bohrung injiziert und bildet dort einen Verpreßkörper 48. Dieser Verpreßkörper 48
befindet sich nur im Bereich des Bohrkopfes 28 und der Ringrippen 38 und ist beispielsweise etwa 3 m lang. Er
erstreckt sich also nicht über die ganze Länge der Umhüllung 18, welche beispielsweise etwa 15 m lang ist, so
daß diese auf den größten Teil ihrer Länge in der Boh-
rung im wesentlichen freiliegt, so daß sie vorgespannt
werden kann.
Das Zugglied 20 kann auch erst jetzt, wenn die Injektion
beendet ist, in den Hohlraum 40 eingebracht und an seinem vorderen Ende bei 36 mit dem Bohrkopf 28
verschraubt werden; dadurch kann zwischen Zugglied 20 und Umhüllung 18 ein minimaler Abstand vorgesehen
und damit ein minimaler Bohrlochdurchmesser erreicht werden. Der kleine Zwischenraum zwischen dem
Zugglied 20 und dem Bohrrohr 18 bleibt mit Injektionsmasse gefüllt, welche anschließend erhärten kann.
Wenn der Verpießkörper 48 erhärtet ist, kann vorgespannt werden. Dann wird zunächst das Zugglied 20,
das aus einem Stahl von höherer elastischer Dehnbarkeit besteht als die Umhüllung 18, gegenüber der Umhüllung
18 vorgespannt Hierzu wird auf ein Gewinde bei 50 am äußeren Ende des Zuggliedes 20 eine Spannmutter
52 aufgeschraubt, welche sich über eine Beilagscheibe
54 an dem äußeren Ende der Umhüllung 18 abstützt. Anschließend wird die Umhüllung 18 vorgespannt
und die Spannung dadurch erhalten, daß auf ein Gewinde bei 56 eine Spannmutter 58 aufgeschraubt
wird, welche über eine Beilagscheibe 60 gegen das Fundament 12 drückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines vorgespannten Verpreßankers, bestehend aus einem inneren massiven
Zugglied und aus einer dieses umgebenden rohrförmigen Umhüllung, die mit dem inneren
Zugglied am Bohrlochgrund verbunden ist und mit dem Verpreßkörper in Verbindung steht, dadurch
gekennzeichnet, daß zunächst das innere Zugglied gegenüber der rohrförmigen Umhüllung
vorgespannt wird, und daß danach die rohrförmige Umhüllung gemeinsam mit dem inneren
Zugglied gegen den Boden vorgespannt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurcn gekennzeichnet,
daß das bohrlochgrundseitige Ende des inneren Zuggliedes durch Verschrauben (bei 36) mit
der rohrförmigen Umhüllung verbunden wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmige Umhüllung
aus einzelnen Schüssen zusammengesetzt wird.
4. Verwendung der rohrförmigen Umhüllung als Bohrrohr.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß erst nach Einbau der
rohrförmigen Umhüllung durch diese eine erhärtende Injektionsmasse in den Baugrund injiziert und
danach das innere Zugglied in die rohrförmige Umhüllung eingeführt wird.
30
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19702019533 DE2019533C3 (de) | 1970-04-22 | 1970-04-22 | Verfahren zum Herstellen eines vorgespannten VerpreBankers |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19702019533 DE2019533C3 (de) | 1970-04-22 | 1970-04-22 | Verfahren zum Herstellen eines vorgespannten VerpreBankers |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
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DE2019533A1 DE2019533A1 (de) | 1971-11-11 |
DE2019533B2 true DE2019533B2 (de) | 1975-04-24 |
DE2019533C3 DE2019533C3 (de) | 1975-11-27 |
Family
ID=5768882
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19702019533 Expired DE2019533C3 (de) | 1970-04-22 | 1970-04-22 | Verfahren zum Herstellen eines vorgespannten VerpreBankers |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2019533C3 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2800370A1 (de) * | 1978-01-05 | 1979-07-19 | Holzmann Philipp Ag | Verfahren und vorrichtung zum einbauen eines verpressankers in eine bodenformation gegen drueckendes wasser |
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US8137032B2 (en) | 2006-12-19 | 2012-03-20 | Minova International Limited | Anchor with grout jacket |
DE102006059891A1 (de) * | 2006-12-19 | 2008-06-26 | Minova International Ltd., Witney | Anker mit Spreizelement und Verfüllmantel |
-
1970
- 1970-04-22 DE DE19702019533 patent/DE2019533C3/de not_active Expired
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Also Published As
Publication number | Publication date |
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DE2019533A1 (de) | 1971-11-11 |
DE2019533C3 (de) | 1975-11-27 |
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