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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Kämmmaschine mit einem Zangenaggregat,
einem Rundkamm zum Auskämmen
von durch das Zangenaggregat festgeklemmten Faserbärten, einem
den Rundkamm umgebenden Kämmlingsabsaugschacht,
einem hinteren Abreißzylinder,
an dessen Umfangsfläche
ein erster Längsrand
einer hinteren Abstreiferleiste anliegt, und einem vorderen Abreißzylinder,
an dessen Umfangsfläche
ein erster Längsrand
einer vorderen Abstreiferleiste anliegt.
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Aus
der
CH 685 301 A5 ist
eine Kämmmaschine
mit einem Zangenaggregat, einem Rundkamm zum Auskämmen von
durch das Zangenaggregat festgeklemmten Faserbärten, einem den Rundkamm umgebenden
Kämmlingsabsaugschacht und
einem hinteren Abreißzylinder
bekannt. Bei einer derartigen Kämmmaschine
können
sich Verschmutzungen am hinteren Abreißzylinder anlagern.
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Die
DE 34 25 615 A1 zeigt
eine Vorrichtung zum Reinigen der oberen Druckwalzen einer Kämmmaschine.
Hierzu umfasst die Vorrichtung Abstreifleisten, deren erste Längsränder jeweils
einer oberen Druckwalze zugestellt sind. Weiterhin ist ein zusätzlicher
Absaugschacht mit einer Absaugöffnung vorgesehen,
um die von den Abstreifleisten abgestreiften Verunreinigungen abzusaugen.
Die Vorrichtung bewirkt jedoch keine Reinigung der Abreißzylinder.
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Nachteilig
bei einer Kämmmaschine
der eingangs genannten Art ist es, dass Verschmutzungen, welche
durch die Abstreiferleisten von den Abreißzylindern entfernt worden
sind, sich an Teilen der Kämmmaschine
festsetzen können,
was zu einem hohen Wartungsaufwand führen kann.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Kämmmaschine bereitzustellen,
bei der sich im Bereich der Abstreiferleisten sammelnde Verschmutzungen
abgeführt
werden können.
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Die
erfindungsgemäße Kämmmaschine,
mit der die Aufgabe gelöst
wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu einem dem ersten Längsrand
gegenüberliegenden
zweiten Längsrand jeder
Abstreiferleiste ein freier Raum vorhanden ist, der mit dem Innenraum
des Kämmlingsabsaugschachtes
kommuniziert.
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Eine
vordere Wand des Kämmlingsabsaugschachtes
kann einen Rand aufweisen, der benachbart zum zweiten Längsrand
einer der Abstreiferleisten in einem Abstand von diesem zweiten
Längsrand verläuft.
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Dank
der erfindungsgemäßen Ausbildung der
Kämmmaschine
können
die Abstreiferleisten im Betrieb durch Luftströme saubergehalten werden, die an
den Abstreiferleisten vorbei und um die zweiten Längsränder derselben
herum in den Kämmlingsabsaugschacht
gesaugt werden. Daher ist eine manuelle Reinigung der Abstreiferleisten
nur noch in größeren Zeitabständen erforderlich.
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Um
die Wartung der Abstreiferleisten und Reinigung der Wände des
Kämmlingsabsaugschachtes
noch zu erleichtern, können
die Abstreiferleisten bei ihren Enden in Halterkörpern gehalten sein, die an
einem Wandabschnitt des Kämmlingsabsaugschachtes
befestigt sind, und können
die vordere Wand, zwei Seitenwände
und eine hintere Wand des Kämmlingsabsaugschachtes
miteinander zu einem Kasten verbunden sein, der als Ganzes, zusammen
mit den Halterkörpern,
aus der Kämmmaschine ausbaubar
ist.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. In
diesen zeigen:
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1 einen
schematischen Vertikalschnitt durch Teile eines Kämmkopfs
einer Kämmmaschine,
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2 in
einer ähnlichen
Ansicht wie 1 eine Variante und
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3 in
größerem Maßstab eine
Einzelheit aus 1 oder 2.
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Die 1 und 2 zeigen
ein Zangenaggregat 1 mit einer Unterzangenplatte 2 und
einem Oberzangenmesser 3. Das Zangenaggregat 1 ist zwischen
der dargestellten vorderen Endlage und einer hinteren Endlage hin-
und herbewegbar. In der hinteren Endlage (nicht dargestellt) ist
das Zangenaggregat geschlossen, ein vorderer Endabschnitt oder Faserbart
einer zu kämmenden
Watte ist zwischen dem vorderen Rand der Unterzangenplatte 2 und
dem unteren Rand des Oberzangenmessers 3 festgeklemmt und
wird von einem kontinuierlich drehenden Rundkamm 4 ausgekämmt.
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Das
Zangenaggregat 1 wird dann in die dargestellte vordere
Endlage bewegt und geöffnet.
Der ausgekämmte
Faserbart wird auf einem hinteren Abreißzylinder 5, mit welchem
eine Oberwalze 6 zusammenwirkt, mit dem zuvor gebildeten
Kämmmaschinenvlies
vereinigt. Der Faserbart wird durch Vorwärtsdrehen des Abreißzylinders 5 durch
einen Fixkamm 7 hindurchgezogen und von der auf der Unterzangenplatte 2 liegenden
Watte abgerissen.
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Ein
vorderer Abreißzylinder 8,
der synchron mit dem hinteren Abreißzylinder 5 hin- und
hergedreht wird (Pilgerschrittbewegung) und mit dem eine Oberwalze 9 zusammenwirkt,
gibt das Kämmmaschinenvlies
auf eine Vliesführungsplatte 10 ab.
Das Vlies läuft
zu einem Abzugswalzenpaar 11 und durch einen Trichter 12 und
wird als Kämmmaschinenband auf
einen Auslauftisch 13 abgegeben.
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Der
Rundkamm 4 ist von einem Kämmlingsabsaugschacht umgeben,
welcher eine vordere Wand 14, zwei Seitenwände 15 und
eine hintere Wand 16 besitzt. In der Zeichnung ist natürlich nur eine
der beiden Seitenwände 15 zu
sehen. Der Schacht 14, 15, 16 mündet unten
in einen Absaugkanal 17, der allen Kämmköpfen der Kämmmaschine gemeinsam zugeordnet
ist. Durch den Schacht 14, 15, 16 und
den Kanal 17 werden Kämmlinge
(Kurzfasern) und Verunreinigungen pneumatisch abgeführt, die
vom Rundkamm 4 und vom Fixkamm 7 aus den Faserbärten entfernt
werden. In dem Schacht 14, 15, 16 ist
auch eine rotierende Rundkammbürste 18 angeordnet.
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Eine
hintere Abstreiferleiste 19 liegt mit ihrem oberen Längsrand
an der Umfangsfläche
des hinteren Abreißzylinders 5 an,
und eine vordere Abstreiferleiste 20 liegt mit ihrem oberen
Längsrand
an der Umfangsfläche
des vorderen Abreißzylinders 8 an.
Die Abstreiferleisten 19 und 20 dienen dazu, Fasern
und andere Teilchen, die an den Umfangsflächen der Abreißzylinder 5 und 8 haften,
von diesen abzustreifen. In den dargestellten bevorzugten Ausführungsformen
sind die beiden Endabschnitte der hinteren Abstreiferleiste 19 jeweils
in einer hinteren Nut je eines Halterkörpers 21 aufgenommen.
Die Endabschnitte der vorderen Abstreiferleiste 20 sind
jeweils in einer vorderen Nut in den Halterkörpern 21 aufgenommen.
Jeder der beiden Halterkörper 21 ist auf
einem Abschnitt der betreffenden Seitenwand 15 des Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16 befestigt.
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Der
Halterkörper 21,
der in den 1 und 2 nur schematisch
angedeutet ist, ist in 3 in größerem Maßstab dargestellt. Man erkennt
in 3 die hintere Nut 22 im Halterkörper 21,
in welcher ein Endabschnitt der hinteren Abstreiferleiste 19 aufgenommen
ist, und die vordere Nut 23, in welcher ein Endabschnitt
der vorderen Abstreiferleiste 20 aufgenommen ist. Vorzugsweise
ist in jeder der Nuten 22 und 23 jedes Halterkörpers 21 jeweils
eine Druckfeder 24 bzw. 25 angeordnet. Die Druckfedern 24 und 25 drücken die
Abstreiferleisten 19 und 20 bezüglich der
Halterkörper 21 elastisch
nach oben und in Anlage an die Umfangsfläche des jeweiligen Abreißzylinders 5 bzw. 8.
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In
den dargestellten bevorzugten Ausführungsformen sind die vordere
Wand 14, die beiden Seitenwände 15 und die hintere
Wand 16 des Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16 zu
einem Kasten vereinigt, der als Ganzes, zusammen mit den Halterkörpern 21,
aus der Kämmmaschine
ausgebaut werden kann. Dieser Kasten ist in der Kämmmaschine beispielsweise
mit zwei unteren Schrauben 26 und zwei oberen Schrauben 27 lösbar befestigt.
Die Welle der Rundkammbürste 18 erstreckt
sich in jeder Seitenwand 15 durch eine Ausnehmung 28,
die zum oberen Rand der Seitenwand hin offen ist, so dass der von
der vorderen Wand 14, den Seitenwänden 15 und der hinteren
Wand 16 gebildete Kasten ohne Ausbau der Welle der Rundkammbürste 18 aus
der Kämmmaschine
ausgebaut und wieder eingebaut werden kann.
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Erfindungsgemäß ist benachbart
zum unteren Längsrand
jeder der Abstreiferleisten 19 und 20, der dem
am Abreißzylinder 5 bzw. 8 anliegenden oberen
Längsrand
gegenüberliegt,
ein freier Raum vorhanden, der mit dem Innenraum des Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16 kommuniziert,
so dass die beiden Abstreiferleisten 19 und 20 in
einem Luftstrom liegen, der durch den im Kämmlingsabsaugschacht herrschenden
Unterdruck erzeugt wird und der die Abstreiferleisten sauber hält.
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In
der Ausführungsform
gemäss 1 ist das
so realisiert, dass ein oberer Rand 29 der vorderen Wand 14 des
Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16 benachbart
zum unteren Längsrand
der vorderen Abstreiferleiste 20 in einem Abstand von diesem unteren
Längsrand
und parallel zu demselben verläuft.
Dadurch ist zwischen dem unteren Längsrand der Abstreiferleiste 20 und
dem oberen Rand 29 der Wand 14 ein Spalt Abstand 30 von
etwa 4 bis 15 mm vorhanden, durch welchen Luft in den Kämmlingsabsaugschacht 14, 15, 16 gesaugt
wird.
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In
der Variante gemäss 2 verläuft ein oberer
Rand 31 der vorderen Wand 14 des Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16 benachbart
zum unteren Längsrand
der hinteren Abstreiferleiste 19 in einem Abstand von diesem unteren
Längsrand
und parallel zu demselben. Zwischen dem unteren Längsrand
der Abstreiferleiste 19 und dem oberen Rand 31 der
Wand 14 ist ein Spalt 32 mit einer Breite von
etwa 4 bis 15 mm gebildet, durch welchen Luft in den Kämmlingsabsaugschacht 14, 15, 16 gesaugt wird.
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Hinsichtlich
des Sauberhaltens der Abstreiferleisten 19 und 20 ist
die Anordnung des oberen Randes 31 der Wand 14 benachbart
zum unteren Längsrand
der Abstreiferleiste 19 etwa gleichwertig mit der Anordnung
des oberen Randes 29 der Wand 14 benachbart zum
unteren Längsrand
der Abstreiferleiste 20. Wenn der obere Rand 31 benachbart zum
unteren Längsrand
der Abstreiferleiste 19 angeordnet ist, wird eher eine
verbesserte Abfuhr von Faserflug aus der Umgebung des Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16 erzielt.
Dafür ist
dann mehr mit einer Störung
des Vlieslaufes zwischen den Abreißzylindern 5 und 8 zu
rechnen, wenn während
des Betriebes der Kämmmaschine
eine auf den Oberwalzen 6 und 9 aufliegende Putzwalze 33 zur
Reinigung vorübergehend
abgenommen wird. Zur Vermeidung von solchen Störungen des Vlieslaufes ist
in der Ausführungsform
gemäss 2 vor
der vorderen Abstreiferleiste 20 eine zusätzliche
Abschirmwand 34 angeordnet, die zusammen mit der vorderen
Wand 14 des Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16 einen zusätzlichen
Luftkanal begrenzt.
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Der
zusätzliche
Luftkanal kommuniziert mit dem Innenraum des Kämmlingsabsaugschachtes 14, 15, 16.
Die Abschirmwand 34 besitzt einen oberen Rand 37,
der benachbart zum unteren Längsrand der
vorderen Abstreiferleiste 20 in einem vorzugsweise kleinen
Abstand vor diesem unteren Längsrand verläuft. Der
Abstand kann beispielsweise etwa 5 bis 20 mm betragen. Ferner besitzt
die Abschirmwand 34 einen vom oberen Rand 37 entfernten
unteren Rand 38, bei welchem der zusätzliche Luftkanal durch einen
Spalt 39 mit einer Breite von vorzugsweise 5 bis 20 mm
auch mit dem Raum vor der Abschirmwand 34 (unter der Vliesführungsplatte 10) kommuniziert.
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Die
zusätzliche
Abschirmwand 34 dient nicht nur der Verringerung von Störungen des
Vlieslaufes zwischen den beiden Abreißzylindern 5 und 8 beim vorübergehenden
Abnehmen der Putzwalze 33, die Abschirmwand 34 ermöglicht auch
eine gezielte Abfuhr von Faserflug aus dem Bereich zwischen den Abreißzylindern 5 und 8 und
aus dem Bereich vor den Abreißzylindern,
unter der Vliesführungsplatte 10.