DE1950904A1 - Automatische Dickenregelung von Band mit einem Walzgeruest mit Stuetzwalzenbiegung - Google Patents
Automatische Dickenregelung von Band mit einem Walzgeruest mit StuetzwalzenbiegungInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21B—ROLLING OF METAL
- B21B29/00—Counter-pressure devices acting on rolls to inhibit deflection of same under load, e.g. backing rolls ; Roll bending devices, e.g. hydraulic actuators acting on roll shaft ends
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
PATENTANWÄLTE F.W. HEMMERICH · GERD MOLLER ■ D. GROSSE 21 645
DÜSSELDORF 1 0 · H O M B E R G ER ST R ASSE 5 TTTTneo
bh.bi -El-
UNITED ENGINEERING & FOUNDRY COMPANY5 Pittsburgh, Pa. 15 222 / USA
Automatische Dickenregelung von Band in einem Walzgerüst mit Stützwalzenbiegung
Die hier vorliegende Erfindung befaßt sich mit der Konstruktion
und der Arbeitsweise eines Walzgerüstes, in welchem eine automatische Dickenregelung des zu walzenden
Bandes erzielt wird. Die hier vorliegende Erfindung befaßt sich insbesondere aber mit einem Walzgerüst,
welches mit Vorrichtungen zum Biegen von einer· oder von beiden Arbeitswalzen oder von einer oder von beiden
Stützwalzen versehen ist, und dadurch in Längsrichtung die Dicke des Materials kontrolliert und reguliert. Bei
der bevorzugten Form eines Quarto-Walzgerüstes sind Vorrichtungen zum Biegen der Stützwalzen vorgesehen, um dadurch
längs der Längsachse des Walzgerüstes oder des Materials die Dicke des Materials zu kontrollieren und
zu regeln. In Kombination mit dem Stützwalzenbiegemechanismus und der üblichen Anstellvorrichtung ist ein
Träger vorgesehen, welcher im Hinblick auf die zuvor erwähnten Vorrichtungen derart angeordnet ist, daß die Kraft
des Stützwalzenballigkeitsregelungssystems nur auf die
Stützwalzen wirkt, nicht aber auf den Walzenständer. Im
Verwendung des Trägere, daß die Kräfte der StÜtzwalzenballigkeitsregelungevorrichtung, welche beim Walzenständer
sonst su einer zusätzlichen Dehnung führen würden» ftuf Null zurückgeführt werden, so daß für dieautomatische
Dickenregelung weniger Bedarf nach einer kontinuierlichen Einstellung oder einer kontinuierlichen Nachstellung des
Walzspaltes besteht. «AD ORIGINAL
. 009919/0491
PATENTANWÄLTE F.W . H EM M E R IC H · G ER D M Ü LLE R · D . G ROSSE " 21 645...
DÜSSELDORF 1 0 · H O M BE R G E R STR ASSE 5 g -.q jogg
~2λ bh.bi
- E 2 -
Wo bisher, wie dies mit der British Patent Application No. 56166/66 (Britische Patentanmeldung Nr. 56166/66)
beschrieben und dargestellt wird, eine Stützwalzenballigkeit sr egelung im Zusammenhang mit einem Quarto-Walzgerüst
eine Vorrichtung zur Dickenregelung, welche die in Längsrichtung aufkommenden Veränderungen im Band
zu kontrollieren und zu regulieren hat, Verwendung gefunden hats da wurde der Druck oder die Reaktionskräfte der Stützwalzen-Biegevorrichtung, welche in
iö diesem Falle Kolben-Zylinder-Konstruktionen sind, von dea Walzenständer aufgenommen, was dazu führte, daß
es zu einer Änderung in der Dicke des Bandes kam und ©ine zusätzliche Korrektur erforderlich machte.
Die hier vorliegende Erfindung zielt darauf ab, eine
Walzgerüstkonstruktion zu schaffen, in welcher die Kräfte der Walzenbiegevorrichtung vom Walzenständer
oder vom Gehäuse isoliert sind, wodurch dann nicht nur der Einfluß dieser Kräfte auf die Änderung der
Dicke vermieden wird, sondern vielmehr auch der Umfang der notwendigen Dickenkorrekturen verringert wird.
- β 1 -
■ tAD ORIGINAL
009819/0493
Λ. ι. ν :üi
PATENTANWÄLTE F.W . H EM M E R ICH · G ER D M Ü LLE R ■ D . G R OSSE ' 21 645
DÜSSELDORF 1 0 · HOM BE R G E R STR ASSE 5 3.10.1969
bh.bl . -3- -Gl-
Die bevorzugte Ausführung des Erfindungsgegenstandes wird in den dieser Patentanmeldung beiliegenden Zeichnungen
wiedergegeben und dargestellt. Im einzelnen ist:
Fig. 1 eine zum Teil im Schnitt wiedergegebene Vorderansicht
eines Quarto-Walzgerüstes, mit welcher
eine Ausführung des in den Rahmen der hier vorliegenden Erfindung fallenden Erfindungsgegenstandes
wiedergegeben wird.
Fig. 2 eine Seitenansicht des mit Fig. 1 dargestellten Walzgerüstes.
Fig. 3 eine diagrammartige Darstellung der zu diesem Walzgerüst gehörenden Bauelemente.
Das Quarto-Walzgerüst besteht, wie aus den beiliegenden
Zeichnungen zu erkennen ist, aus den beiden zueinander in einem bestimmten Abstand vertikal angeordneten Walzenständern
11 und 12, welche zur Aufnahme zweier Arbeitswalzen 15 und 16 jeweils die Ständerfenster 14 und 13 besitzen.
Xn diese Ständerfenster 13 und 14 sind die beiden
Arbeitswalzen 15 und 16 eingesetzt, wobei diese Arbeitswalzen ihrerseits wiederum jeweils von den Stützwalzen 17
und 18 gestützt werden.
Wie am besten aus Fig· 2 zu erkennen ist, sind die Walzenzapfen
einer jeden Wal2e in Lagereinbaustücken gelagert. Diese Lagereinbaustücke sind für die Arbeitswalzen mit
der Hinweiszahl 19 gekennzeichnet, für die Stützwalzen aber mit der Hinweiszahl 20. Zn der üblichen Weise werden die
Arbeitswalzen von einem Ausgleichszylinder 21, welcher im unteren ArbeitswalzeneinbaustÜck 19 angeordnet ist, ausein-
QQ9819/CH93 -G 2-
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bh*bi -i/- -62-
ander und gegen die entsprechende-Stützwalze gedrückt.
Was nun den oberen Teil des Walzgerüstes betrifft, so ist zu erkennen, daß sich zwischen den Walzenständern und
durch die Ständerfenster 13 und 14· hindurch in horizontaler
Richtung ein Träger 23 erstreckt, welcher der Kürze halber nur im Hinblick auf eine Seite des Walzgerüstes
beschrieben wird. Nahe dem Einbaustück 20 ist die untere ' Fläche des Trägers 23 mit einer Schwingplatte 24 versehen,
welche in eine ähnliche Schwingplatte 25 auf der Oberseite des benachbarten Einbaustückes eingreift. Direkt quer über
der Zone, in welcher der Träger in das Einbaustück eingreift und auf dessen Oberfläche ist ein erhöhtes Teil vorgesehen,
welche einen Blockbrecher 26 aufnimmt, dessen halbkugelförmige Oberfläche von einer unten in die Anstellschraube
oder Anstellspindel 27 eingearbeiteten ähnlichen oder komplementären Fläche aufgenommen wird. Die
Anstellspindel 27 ist in einer Mutter 28 untergebracht, welche in den Walzenständer 11 eingearbeitet ist. Diese
Anstellspindel 27 wird von einer (auf den Zeichnungen nicht speziell angegebenen) Schnecke und einem Schneckenrad an-"
getrieben.
Nun sei die Aufmerksamkeit ganz besonders auf den mit Fig.l
wiedergegebenen Träger 23 gelenkt. Inder Mitte ist dieser
Träger mit einer Stange 31 verbunden, welche in vertikaler Richtunggeführt ist. Auf das obere Ende der Stange 31 ist
ein Kolben 32 aufgesetzt, welcher zu einer Kolben-Zylinder-Konstruktion 33 gehört, die auf eine Trennvorrichtung 34,
welche oben auf dem Walzgerüst die Walzenständer 11 und 12 miteinander verbindet, montiert ist. Die Zylindereinheit
33 dient dazu, die Lagereinbaustücke gegen den Träger zu press-en, und den Träger gegen die Anstellspindeln. Um dies
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- G 3 -
bh.bi - G 3 -
zu erreichen, ist der Träger an seinem unteren Ende mit den beiden einander gegenüber angeordneten und sich nach unten
erstreckenden Haken 35 versehen, welche mit den Vorsprüngen 35a auf der Oberseite der Lagereinbaustücke 20 zusammenarbeiten,
wobei dann, wenn der Zylinder oder die Kolbenzylinder-Konstruktion 33 arbeitet, die Haken die Lagereinbaustücke
ergreifen und mit dem unteren Ende des Trägers in Kontakt bringen.
Eine weitere Betrachtung des Walzgerüst-Oberteiies zeigt,
daß am äußeren Teil der Walzenständer auf jeder Seite des Walzgerüstes ein Zylinder oder eine Kolbenzylinder-Konstruktion
36 vorgesehen ist, welche - dies wird am besten aus der linken Seite von Fig. 1 erkenntlich -jeweils zwei
Kolben 37a und 37b aufnimmt, wobei einer oben im Zylinder geführt ist und einer unten im Zylinder.
Der untere Kolben 37b greift in eine Schwingplatte 38 ein«
welche vom Träger 23 gehalten wird» Diese Schwingplatte hat eine halbkugelförmige Oberfläche, welche mit einer in das
Ende des Kolbens gearbeiteten halbkugelförmigen Fläche zusammenarbeitet,
so daß zwischen diesen beiden Teilen jede
Relativbewegung möglich ist* Der obere Kolben 37a, wie dies aus Fig. 2 am besten zu erkennen ist, ist auf ein Querhaupt
39 geführt, mit dessen Enden jeweils identische Schwenkelemente
40, die sich außerhalb der Ständerfenster 13 nach
unten zu den Walzen hin erstrecken» verbunden sind.
Der untere Kolben 37b greift in eine Schwingplatte 38 ein,
welche vom Träger 23 gehalten wird. Diese Schwingplatte besitzt eine halbkugelförmige Oberfläche, welche mit einer
halbkugelförmigen Oberfläche am Ende des Kolbens 37b zusammenarbeitet, so daß zwischen diesen beiden Teilen jede
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- G I* -
bh.bi
Relativbewegung möglich ist. Der obere Kolben 37a, das geht
am besten aus Fig. 2 hervor, ist auf ein Querhaupt 39 geführt, mit dessen Enden jeweils einander identische Schwenkelemente
40 in Verbindung stehen, die sich außerhalb des Ständerfensters 13 nach unten hin den Walzen zu erstrecken.
Im Zusammenhang mit der oberen Stützwalze 17 und unter weiterer Betrachtung von nur einer Seite des Walzgerüstes
ψ ist zu erkennen, daß außerhalb des Hauptlägereinbaustückes
20, wie dies aus Fig* 2 hervorgeht, ein zweites Lagereinbaustück 41 angeordnet ist. Dieses zweite Lagereinbaustück 41
ist mit den Horizontalschwingen 42 versehen, welche in eine einander entgegengesetzte Richtung geführt sind. Die unteren
Enden der Schwenkelemente 40 sind derart konstruiert und ausgebildet, daß sie in die Schwingen 42 des zweiten Lagereinbaustüekes
41 eingreifen und dadurch die vom Zylinder 36 ausgehende Biegekraft derart auf das Ende der Walze 17 Übertragen»
und zwar über den Kolben 37a, daß der Mittelteil dieser Walze zu einem Biegen in Richtung der Arbeitswalze
veranlaßt wird.
Wird der Zylinder 36 von einer Steuerungevorrichtung, welche
in der Lage ist» einer in Längsrichtung aufkommenden ungünstigen Veränderung in der Dicke des zu walzenden Materials
entsprechendes Signal zu empfangen» betätigt, da η dürfte es klar sein» daß in Richtung der Arbeitswalze vom Kolben
37b eine Kraft auf den Träger 23 übertragen wird, vom Kolben
37a hingegen einer der ersten Kraft entgegengesetzt gerichtete zweite Kraft auf den Träger 23. Darüber hinaus befindet sich das auf den Träger wirkende Hebelmoment dieser
beiden Kräfte im Gleichgewicht. Es ist somit ein geschlossener
. Kraftfluß vorhanden, wobei keine Reaktionskräfte auf die
Walzenständer 11 und 12 übertragen werden, wobei darüber
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INSPECTED
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bh.bi . -GS-
hinaus die Anstellspindeln 27 frei von Biegekräften oder
von Biegebeanspruchungen sind.
Eine im wesentlichen ähnliche Konstruktion und Anordnung ist für die untere Stützwalze 18 vorgesehen. Hier ist ein
unterer Träger 45 zwischen den Walzenständern angeordnet und durch die Ständerfenster 13 und 14 dieser Walzenständer
geführt. Das wird am besten von Fig. 1 wiedergegeben, welche auch zeigt, daß von diesem Träger auch die Einbaustücke
20 der unteren Stützwalze 18 gehalten werden.
3-0 Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, daß
das Lagerexnbaustück 20 durch eine Reihe von Einlageplatten vom Träger 45 getrennt ist. Diese Einlageplatten lassen
sich zur Kompensierung der verschiedenen Walzendurchmesser, welche im Walzgerüst Verwendung finden, austauschen. Das
ist dann eine im Walzwerksbau übliche Praxis. Mit Fig. 1 wird - auf eine Seite des Walzgerüstes bezogen - auch das
Verhältnis zwischen oder die Anordnung von Träger 45 und dem Walzenständer 11 wiedergegeben. Hierbei ruht der Träger
auf dem Walzenständer. Zur Herbeiführung einer Relativbewegung zwischen diesen beiden Teilen sind die Schwingplatten
48 vorgesehen. An den äußeren Enden der Träger sind die Walzenständer 11 und 12 mit den Zylindern 49 versehen.
Unter Verweisung auf nur eine Seite des Walzgerüstes, wie dies auch für den Zylinder 36 der Fall ist, gehören zu
dem Zylinder 49 zwei einander gegenüber angeordnete Kolben 51a und 51b. Der obere Kolben 51a greift über einen halbkugelförmigen Lagerblock 52, welcher eine Relativbewegung
zwischen Träger und dem Kolben 51a zuzulassen hat, in die untere Fläche des Trägers 45 ein. Der untere und vom Zylinder
49 aus nach unten geführte Kolben 51b steht mit einer Traverse 53 in Verbindung. Von den äußeren Enden
dieser Traverse 5 3 aus sind außerhalb des Ständerfensters
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längliche Verbindungselemente 54 zu den Arbeitswalzen geführt.
Außerhalb des zur unteren Stützwalze 18 gehörenden Haupteinlagerstückes
20 ist ein zweites Lagereinbaustück 55 angeordnet j welches mit Horizontalschwingen 56 versehen
ist, die von den länglichen Verbindungselementen 54 erfaßt
werden, und zwar derart, daß die vom Zylinder 49 ausgehende Biegekraft so auf die untere Stützwalze 18
übertragen wird, daß auf ein der Dickenregelung in Längsrichtung entsprechendes Signal hin diese Stützwalze in
Richtung der Arbeitswalze gebogen wird. Wie auch bei der für die Stützwalze 17 geltenden Konstruktion und Anordnung
kommt es bei dieser Konstruktion und Anordnung zu einem geschlossenen Kraftfluß, wobei vom Kolben 51a eine in die
eine Richtung wirkende Kraft auf den Träger übertragen wird, während der Kolben 51b über das Lagereinbaustück 20
eine gleichgroße, aber entgegengesetzt gerichtete, Kraft auf den Träger überträgt, wobei die Biegekräfte in sich
geschlossen sind und nicht auf die Walzenständer 11 und 12 übertragen werden.
Es sei darauf hingewiesen, daß einige beim Walzgerüst dargestellte
Bauelemente, weil bekannt oder* weil gut bekannt, nicht beschrieben werden. Es sei ferner darauf hingewiesen,
daß, wenn auch im Zusammenhang mit einem Quartogerüst wiedergegeben, diehier vorliegende Erfindung auch Verwendung
finden kann bei anderen Walzgerüstausführungen
sowie !:-ai anderen Bearbeitungsvorrichtungen, beispielsweise
bei Gumniikalendern und bei Papierkalendern.
Vor dem Obergang auf Fig. 3, welche eine schematische Übersieht
des mit Fig. 3 wiedergegebenen Walzgerüstes darstellt
009819/0493 iAD ORIGINAL _ G 7 _
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DÜSSELDORF 1 0 · H OM BE R G E R STR ASSE 5
21
3.10.1969 bh.bi
- 6 7 -
und die verschiedenen im verbesserten Walzgerüst aufkommenden Kräfte zu erkennen gibt, soll die Gleichung für
ein Walzgerüst herkömmlicher Konstruktion zu welchem eine Vorrichtung zum Biegen der Arbeitswalzen oder zum
Biegen der Stützwalzen gehört, diskutiert werden. Die Gleichung für die Banddicke lautet in diesem Zusammenhang:
t » ho + ρ
Γ 1 I +
L Mmill J
2F
BURB
mill
In dieser Gleichung ist:
= Dicke des gewalzten Bandes oder die Belastung des Walzspaltes (Zoll)
= Zahl des Belastungs-Walzspaltes (Zoll) = Gesamte Walzkraft (lbs)
= Federkonstante des Walzgerüstes, welche sich zusammensetzt aus der Dehnung des Gehäuses,
aus der Spindelkompression usw., wie aus der Walzenabplattung und der Walzenkompression
und der Innenbiegung der Stützwalzenzapfen (lbs/Zoll) - bezogen auf P.
s Vertikale Biegekraft an den Enden der Stützwalzen (lbs/Zoll)
= Federkonstante des Walzgerüstes (Walzenständers), Anstellspindelkompression usw. (eingeführt als
ein Teil der zuvor erwähnten Größe M ....,)
(lbs/Zoll) ml11
= Federkonstante der Stützwalze auf die Kräfte
bezogen F, auf die Walzenkörperverdrängen (lbs/Zoll).
sg
BURB
Damit wird Δ hsg =
Walzgerüstdehnung
M.
'mill
unter der Last P, d.h. Vergrößerung des Walzspaltes.
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- G 8 -
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DÜSSELDORF 1 0 ■ H OM BE R G E R ST R ASSE 5
21 645
3.10.1969 bh.bi
- G 8 -
Damit wird Δ
2F
MT
= Abnahme des Walzspaltes
11BURB wegen der Kräfte F (2 Walzen),
Wegen Veränderungen in h , P oder F beträgt die resultierende Dickenänderung:
= Ah ■
Γ 1 1 L 1WlI J
1WlI
2
(
1
hsg
BURB
Die Gleichungen (1) und (2) sind allgemeine Gleichungen, für welche nun zu beobachten sein wird, daß bei Verwendung
der mit Fig* 1.wiedergegebenen Reaktionsträgern ·
die Kräfte zwischen den Stützwalzen und deren zugehörigen Trögern in sich geschlossen sind; d.h. bei Änderung von
F ergeben sich keine Änderungen der Gehäusedehnung, weil
die Dehnung im Gehäuse nur durch die Walzf 11P" beeinflußt
wird. Für das mit Fig· I dargestellte Walzgerüst ändern sich die vorerwähnten allgemeinen Gleichungen wie
folgt!
t = ho + P
At =Aho +Δρ
Hmill
- 2F
BURB
Mmill
- Δ
BURB
sowie
(3)
Damit wird aber wegen der Änderungen in den Kräften F die Änderung t wie folgt.gegeben:
BURB
(4)
-G9-
009819/0493
PATENTANWÄLTE F.W. HEMMERICH · GERD MÜLLER· D.GROSSE ' 21 6Μ·5
DÜSSELDORF 1 0 ■ H O M BE RG ER STR ASSE 5 g -q
bh.bi -H- - G 9 -
im Vergleich zu dem allgemeinen Fall (ohne Reaktionstrager):
t =
hsg MBURB
Δ? (5)
Durch die im Rahmen der hier vorliegenden Erfindung verwendeten
Reaktionsträger oder ähnlicher Bauelemente wird die Wirkung der Stützwalzenbiegung optimalisiert oder
auf ein Maximum gebracht, und zwar dadurch, daß alle Auswirkungen der Stützwalzen-Biegekräfte auf die Gerüstdehnung
auf Null zurückgeführt wird. Damit aber wird eine Änderung in den Kräften F die Dicke des Bandes die
größtmögliche Korrektionsänderung des Walzspaltes herbeiführen.
Im Rahmen der bestehenden Patentvorschriften ist das Prinzip und die Arbeitsweise der hier vorliegenden Erfindung
unter Verweisung auf die beste Ausführung des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben und beschrieben worden.
Al-
009819/0493 W» «ww«.
Claims (3)
- Pat entansprücheEin Walzgerüst mit einem Gehäuse, mit einem Fenster in diesem Gehäuse, mit einem Walzenpaar, mit Lagereinbaustücken, welche auf die Enden der Walzen montiert sind und welche in den vorerwähnteng Standerfenstern untergebracht sind, mit einer Vorrichtung zur Übertragung der Biegekraft auf mindestens eine der vorerwähnten Walzen, um dadurch den Ballen der bereits erwähnten einen Walze derart zu verschieben, daß es zu einer Veränderung des Walzspaltes kommt und damit auch zu einer Veränderung der in Längsrichtung liegenden Dicke des zu walzenden Materials, um dadurch den Ballen der vorerwähnten einen Walze derart zu biegen, daß sich deren Kontur verändert und dadurch die entsprechenden^ 15 Änderungen in der Form des Walzspaltes herbeige-führt werden, .was dann wiederum in Querrichtung zu einer Veränderung der Dicke des zu walzenden Materials führt; mit einem Konstruktionselement, welches die vorerwähnte Biegekraftvorrichtung zu halten hat und zwischen dem Gehäuse und den Lagereinbaustück-Konstruktionen der bereits erwähnten einen Walze derart angeordnet ist, daß die Reaktionskraft der bereits genannten Biegekraftvorrichtung innerhalb dieses Konstruktionselementes in sich geschlossen ist und vom Gehäuse getrennt ist; sowie eine Vorrichtung zum Verändern der von der vorerwähnten Biegekraftvorrichtung übertragenen Kraft zur Korrektur einer ungünstigen Veränderung der in Längsrichtung liegenden Dicke des zu walzenden30 Material,. Ο0" 19/0493— A 2 —PATENTANWÄLTE F ,W . H EM M ER ICH ■ G E R D M O LLE R · D . G ROSSE 21 6U5DÜSSELDORF 1 0 · H OM BE R G E R STR ASSE 5 3 ^q ^959bh.bi -f3- - A 2 -
- 2) Ein Walzgerüst gemäß Anspruch 1,mit einem zusätzlichen Walzenpaar; mit auf die Enden des vorerwähnten zusätzlichen Walzenpaares montierten und in den Ständerfenstern angeordneten Lagereinbaustückenj das vorerwähnte zusätzliche Walzenpaar als Arbeitswalzen, das andere Walzenpaar als Stützwalzen; mit einer für die bereits erwähnten anderen Stützwalze vorgesehenen Biegekraftvorrichtung; mit einem zusätzlichen Bauelement zum Halten der vorer-±q wähnten anderen Stützwalze; sowie mit einer Biegekraftvorrichtung, welche zwischen Gehäuse und der Lagereinbaustückkonstruktion der bereits erwähnten anderen Stützwalze derart angeordnet ist, daß die Reaktionskraft der Biegekraftvorrichtung in dem vorerwähnten anderen Bauelement in sich geschlossen und vom Gehäuse getrennt ist.
- 3) Ein Walzgerüst gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Stützwalzen die obere Stützwalze des bereits erwähnten Walzgerüstes ist; in dem bereits erwähnten Gehäuse oder Walzenständer ein Paar Anstellspindeln derart angeordnet ist, daß es mit dem zu der vorerwähnten oberen Stützwalze gehörenden Konstruktionselement in Verbindung steht, wobei dann dieses Konstruktionselement zwischen den Anstellspindeln und den Lagereinbaustückkonstmiktionen der oberen Stützwalze angeordnet ist.Ein Walzgerüst gemäß Anspruch 3,dadurch gekennzeichnet, daß die vorerwähnte Vorrichtung zur Übertragung derBiegekraft aus jeweils zwei Kolben-Zylinder-Konstruktionen009819/0493 -AS--OftKSlNAL INSPECTS©PATENTANWÄLTE F.W . H EM M E R ICH · G E R D M O L LER · D. G R OSSE 21 6t5...DÜSSELDORF 1 0 · H OM B E R G E R ST R ASSE 5 3.10.1969bh.bi - A 3 -für jede Stützwalze besteht und derart angeordnet ist, daß die Kraft auf die äußeren Enden einer jeden Stützwalze übertragen wird; zu jeder der vorerwähnten Kolbenzylinder-Konstruktionen zwei Kolben gehören, welche mit den äußeren Enden der bereits erwähnten Stützwalzen in Verbindung stehen, wobei die erwähnten Kolben eines jeden Zylinders eine gleichgroße aber entgegengesetzt gerichtete Kraft, ausüben, undfewar in eine Richtung, welche die Stützwalzen zueinander biegen läßt.- Ende -009819/0493
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