DE195019C - - Google Patents
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- DE195019C DE195019C DENDAT195019D DE195019DA DE195019C DE 195019 C DE195019 C DE 195019C DE NDAT195019 D DENDAT195019 D DE NDAT195019D DE 195019D A DE195019D A DE 195019DA DE 195019 C DE195019 C DE 195019C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B29/00—Accommodation for crew or passengers not otherwise provided for
- B63B29/02—Cabins or other living spaces; Construction or arrangement thereof
- B63B29/04—Furniture peculiar to vessels
- B63B29/12—Self-levelling mountings
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Gyroscopes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 195019 KLASSE 65 a. GRUPPE
Übertragungsvorrichtung, insbesondere für ein Gyroskop. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1905 ab.
Es ist bekannt, die dem Gyroskop innewohnende Eigenschaft, seine Drehungsebene
einzuhalten, für verschiedene Zwecke nutzbar zu machen.
Beispielsweise hat man vorgeschlagen, das Gyroskop zum Wagerechthalten von Schiffsplattformen unabhängig von den Schiffsbewegungen
zu verwenden. Auf einer solchen Plattform kann ein Teleskop angebracht sein
ίο oder sie kann zum Aufstellen eines Geschützes
dienen. Das Gyroskop kann ferner bei Schiffsgeschützen benutzt werden, um sie in
dem Augenblick, in dem der die Schiffsbewegungen mitmachende Träger wagerecht liegt, abzufeuern. Das Gyroskop kann auch
Verwendung finden zum Regeln des Steuermechanismus eines Bootes sowie zur Erhaltung
des Geradlaufs von Torpedos.
Bei ,diesen bekannten Einrichtungen zeigt
sich aber der Übelstand, daß das Gyroskop bei der Verstellung der von ihm beeinflußten
Teile selbst Arbeit zu leisten hat und dadurch in seiner Bewegungsfreiheit gehindert wird,
so daß sein genaues Funktionieren in Frage gestellt ist.
Man hat zwar schon vorgeschlagen, das Gyroskop dadurch von einer Arbeitsleistung
zu befreien, daß seine Relativbewegungen nur dazu benutzt werden, elektrische Ströme zu
schließen, die die Regelungsvorrichtung in Gang setzen, aber elektrische Ströme sind
nicht unbedingt zuverlässig.
Nach der vorliegenden Erfindung soll das Gyroskop dadurch von jeder praktisch zu
vernachlässigenden Arbeitsleistung befreit werden, daß ein leichter Fühler dem Gyroskop
gegenüber von einer von dem Gyroskop unabhängigen Kraft schnell derart hin und her
bewegt wird, daß er bei der Annäherung an das Gyroskop mit einem Teil des Gyroskops
in Berührung kommen und dadurch eingestellt werden kann. Beim Abrücken vom
Gyroskop überträgt der Fühler je nach seiner Einstellung einen Schub auf den zu regelnden
Apparat lediglich durch die Wirkung der genannten Kraftquelle und ohne Störung des
Gyroskops, dessen Arbeit nur noch in dem ■ Umlegen des Fühlers besteht.
Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt:
Fig. ι und 2 zeigen zwei verschiedene Ansichten des indirekten Übertragers mit einer
zu regelnden Einrichtung.
Fig. 3 zeigt die Oberansicht eines Teiles hiervon.
Fig. 4 zeigt Teile der Fig. 2 in größerem Maßstabe.
Fig. 5 zeigt diese Teile in einer anderen Stellung, und
Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Übertragers für eine Torpedoseitensteuerung.
Mit A ist das Gyroskop als Ganzes bezeichnet und mit B die zu regelnde Vorrichtung.
Das Gyroskop A ist in bekannter
95019
Weise mit einem Schwungrad α versehen, das von einem Rahmen oder Hauptträger C mittels
einer Universalaufhängung, beispielsweise der bekannten Car danischen Aufhängung,
mit drehbaren Ringen b und c getragen wird. Bei der dargestellten Ausführungsform ist
die .Normallage der Schwungradachse und der die beiden Ringe verbindenden Achse,
die quer zur Schwungradachse liegt, wagerecht,
ίο und die Normallage der den äußeren Ring c
mit dem Hauptträger verbindenden Achse ist senkrecht.
Zur indirekten Übertragung der Regelungsbewegung mittels des Gyroskops ist an einem
Teil des Gyroskops ein passender Vorsprung, z. B. ein Knaggen D, angebracht. Dieser
Knaggen sitzt nach der Darstellung an einem Ringed, der an dem äußeren Ringe c der
Card anischen Aufhängung befestigt ist.
Ein äußerst leichter Fühler E ist auf einem passenden hin und her schiebbaren Träger
angebracht. Dieser Träger wird von einem Arm eines bei f drehbaren Hebels gebildet,
dessen anderer Arm mit der Stange des BIxzenters e einer von einer besonderen Kraftquelle
aus gedrehten Welle G verbunden ist. j Hierdurch wird der Träger schnell hin und
her bewegt und dadurch der Fühler E schnell an den Knaggen D heran- und von ihm hinweggeführt.
Statt von einer Welle könnte j auch die Bewegung von einem anderen Kraftorgan erfolgen. Der Fühler E kann verschieden
gestaltet sein. Er ist im wesentlichen ein leichter beweglicher Teil, der, wenn
er mit dem Knaggen in Berührung kommt, von diesem in eine Stellung gebracht werden
kann, die der Stellung des Gyroskops mit Bezug auf den Hauptträger C entspricht und
der bei seiner Hinwegbewegung von dem Knaggen D auf einen Teil des Apparates wirken
kann, der vom Gyroskop zu regeln ist. Nach der Darstellung ist der Fühler E ein dreiarmiger
Teil nach Art des Ankers einer Hemmung, der an dem Träger F gelagert ist,
und dessen beide unteren Arme oder Klauen g mit dem Knaggen D in Berührung treten
können, während der obere Arm h mit dem Regelungsmechanismus des betreffenden Apparates
zusammenwirkt.
Dieser Mechanismus kann verschiedener Art sein. Nach der Darstellung treten in
einer Führung zwei für den Arm h Anschläge i, z1 bildende Stangen Hund H1 nach
unten vor, von denen die eine an den einen Arm und die andere an den entgegengesetzten
Arm eines Hebels / angelenkt ist. Der Hebel / ist bei j derart drehbar gelagert, daß,
wenn die eine Stange aufwärts bewegt wird, die andere sich senkt; von diesem Hebel wird
dann die Regelungsbewegung in passender Weise auf den betreffenden Apparat übertragen.
Nach der Darstellung ist Hebel / mit einem oberen Arm J versehen, der an die Schieberstange k einer Kraftmaschine K
angeschlossen ist, die mit Dampf, Druckluft, Druckwasser o. dgl. getrieben werden kann, und
deren Kolbenstange / mit einer beweglichen Plattform, einem Steuerruder o. dgl. verbunden
ist, dessen Einstellung vom Gyroskop beherrscht werden soll. Die besondere Konstruktion
der mittels des Gyroskops zu regelnden Kraftmaschine o. dgl. bildet keinen Teil der Erfindung.
Angenommen, die Welle G drehe sich, und es werde der Träger F und der Fühler E
gegen, den Knaggen D hin- und von ihm wegbewegt; ferner sei das Gyroskopschwungrad
durch eins der bekannten Mittel in Drehung versetzt worden. Der Regelungsvorgang wird dann folgender sein:
Bei jedesmaliger Bewegung des Fühlers gegen das Gyroskop treffen seine Klauen g
leicht auf den Knaggen D, und je nach dessen Stellung erhält der Fühler eine Einstellung,
die er während der Rückbewegung beibehält, da seine Bewegung eine so schnelle ist, daß
er keine Zeit hat, aus dieser Stellung herauszugehen. Beispielsweise berühren bei der
Stellung der Knaggen (Fig. 2), welche die normale ist, die Klauen g des Fühlers die
schrägen Endflächen des Knaggen, und der Fühler ist in Mittellage übergeführt, so daß
bei seiner Aufwärtsbewegung sein Arm h frei in den Raum zwischen den unteren Anschlagenden
i, il der Stangen H, H1 einrückt.
Hat nun das Gyroskop aus irgendeinem Grunde seine Stellung gegenüber dem Gegenstand,
an dem es befestigt ist, relativ geändert, so steht der Knaggen D nicht mehr in
der Mitte der Fühlerbahn, sondern ist nach der einen oder anderen Seite verschoben,
so daß bei der nächsten Abwärtsbewegung nur die eine der beiden Klauen g auf den
Knaggen auftrifft. Der Fühler macht daher eine Kippbewegung (Fig. 4) und wird dadurch
derart schräggestellt, daß sein nun nach links gekippter Arm h bei der nächsten Auf-I
wärtsbewegung das Anschlagende i trifft (angenommen,
dieser sei in Tiefstellung, Fig. 5) und die Stange H aufwärtsschiebt, die dabei
den Hebel / mit seinem aufrechten Arm J nach rechts umlegt (Fig. 4). Diese Bewegung
wird mittels Stange k auf den Regelungsschieber der Maschine K übertragen und
die von deren Kolbenstange I zu übertragende Kraft wird dadurch nach Bedarf geregelt.
Tritt eine Relativbewegung der Teile nach entgegengesetzter Richtung ein, so wird der
Fühler E nach entgegengesetzter Richtung
gekippt und sein Arm h nach rechts umgelegt (Fig. 5), wobei er bei vollendetem Aufwärtshub
auf das Anschlagende il trifft und den Hebel / nach entgegengesetzter Richtung
dreht.
Dem Gyroskop selbst fällt also nur die
. Aufgabe zu, den Fühler E, wenn dieser mit ihm in Berührung kommt, zu kippen, da der
Schub, den der Fühler auf die Anschlagenden i, i1 überträgt, erst übertragen wird,
nachdem der Fühler bei seiner Rückbewegung völlig aus dem Bereich des Knaggen D herausgelangt
ist. Der Fühler E wird so leicht hergestellt, daß seine Berührung mit dem
Gyroskopring praktisch ohne merklichen Einfluß auf diesen bleibt. Der dabei übertragene,
kaum nennenswerte Schub erfolgt in Richtung der senkrechten Achse des äußeren Ringes und wirkt nicht auf ein Ablenken
der Gyroskopachse ein. Es ist ersichtlich, daß die Einwirkung des Fühlers auf den
Knaggen praktisch frei von störenden Einflüssen auf das Gyroskop ist. Andererseits
ist die Einwirkung des Fühlers auf die unteren Enden i, il der Stangen H, H1 und
durch diese (gleichviel welche Zwischenteile benutzt werden) auf die mittels des Gyroskops
zu regelnde Maschine o. dgl. eine kraftschlüssige und energische, da die dafür benutzte
Kraft von der sich beständig drehenden Welle G mittels des Exzenters e und Hebels
F entnommen wird.
Ein Anwendungsbeispiel des Übertragers für eine Torpedoseitensteuerung zeigt Fig. 6.
Mit Q ist der Torpedomotor bezeichnet, durch welchen die Propellerwelle G mit ihren
Schraubenpropellern R in Umdrehung versetzt wird. Auf der Achse T der senkrechten
Ruderblätter S der Seitensteuerung sitzt ein Arm, mit dem die Kolbenstange / der Zwischenmaschine
K verbunden ist. Das Exzenter e ist auf der Propellerwelle G befestigt.
Alle sonstigen in Betracht kommenden Teile sind aus den übrigen Figuren ersichtlich, und
die Wirkungsweise des Übertragers bei Regelung der Stellung der Ruderblätter S ergibt
sich aus vorstehender Beschreibung.
Die Erfindung läßt die verschiedensten Konstruktionsformen und die verschiedensten
Arten der Verwendung zu. Die dargestellte
Einrichtung dient daher nur als Ausführungsbeispiel.
Claims (4)
1. Übertragungsvorrichtung, insbesondere
für ein Gyroskop, die ohne Störung des Gyroskops auf irgendeinen mittels des Gyroskops zu regelnden Apparat die dafür
nötige Wirkung zu übertragen ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß ein leichter Fühler dem Gyroskop gegenüber
von einer von diesem unabhängigen Kraftquelle schnell derart hin und her bewegt wird, daß er bei der Annäherung an das
Gyroskop mit einem Teile des Gyroskops in Berührung kommen und dadurch eingestellt
werden kann, um gegebenenfalls je nach Einstellung beim Abrücken vom
Gyroskop einen Schub auf den zu regelnden Apparat durch die Wirkung jener Kraftquelle und ohne Störung des Gyroskops
zu übertragen.
2. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Fühler sich in einer senkrechten Ebene bewegt, die parallel zur Drehungsebene der Gyroskopscheibe in der Normalstellung ist, so daß das Gyroskop bei der
Berührung mit dem Fühler nicht abgelenkt wird.
3. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fühler (E) mit zwei Klauen (g) derart versehen ist. daß diese mit einem
Teile des Gyroskops, beispielsweise einem Knaggen (D) in Berührung treten können.
4. Übertragungsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Fühler (E) mit einem Arm (h) versehen ist, der je nach*der Stellung des Fühlers
gegen oder zwischen zwei Anschlagenden (i, i1) von' an einen die Kraft übertragenden
Hebel (I) angelenkten Stangen (H, H1) so beweglich ist, daß der Arm (h) sich
in seiner Mittelstellung zwischen den Anschlägen (i, il) bewegt, dagegen, nach der
einen oder anderen Seite umgelegt, gegen den einen oder anderen Anschlag trifft,
um die betreffende Einrichtung zu regeln.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
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Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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