DE1929952C3 - Einrichtung zum numerischen Steuern von Werkzeugmaschinen - Google Patents
Einrichtung zum numerischen Steuern von WerkzeugmaschinenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum numerischen Steuern von Werkzeugmaschinen, bei der die
entsprechend dem verfahrenen Weg der Maschine von einem Meßsystem abgeleiteten Istwertpulse summiert
und mit einem Sollwert vergleichbar sind, und bei der abhängig von der Differenz der Antrieb der Maschine
aussteuerbar ist und bei der fernerhin eine Überlaufkorrektur zur Vermeidung von Kettenmaßfehlern vorgesehen
ist. Eine solche Einrichtung ist aus den Brown-Boven-Mitteilungen,
54 (1967), S. 479 bis 481 bekannt.
Die einfachsten numerischen Steuerungen für Werkzeugmaschinen sind mit reiner inkrementaiwerteingabe
aufgebaut. Derartige einfache Steuerungen haben eine Zähleinrichtung, in der der zu verfahrende Weg
vom Lochstreifen oder von Hand eingesetzt wird. Während der Maschine den programmierten Weg
fährt, wird durch von einer Wegemeßeinrichtung erzeugte Pulse der Stand der Zähleinrichtung auf Null
zurückgezählt. Beim Stand »Null« wird von der Steuerung an die Maschine das Signal zum Abschalten aus
einer bereits vorher angewählten Schleichganggeschwindigkeit gegeben. Trotz der vorherigen Umschaltung
auf Schleichgang-Geschwindigkeit ist normalerweise ein Überlauf der Maschine über die Sollposition
hinaus nicht zu vermeiden. Mit einem zusätzlichen Korrekturrechner in der Steuerung kann dieser Überlauf
beim Anfahren der folgenden Position berücksichtigt und damit ein Kettenfehler vermieden werden.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Steuerung der eingangs genannten Art derart
auszubilden, daß der Korrekturrechner eingespart werden kann.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Einrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein analoges
absolutes Wegemeßsystem über einen Analog-Digital-Wandler die Istwertpulse liefert und entsprechend
diesen Pulsen in der Art eines Nachlaufsystems selbsttätig abgleichbar ist, daß beim Übereinstimmen
von Soll- und Istwert außer dem Antrieb die Ausgabe von Istwertpulsen und der Abgleich sperrbar ist, daß
vor einem erneuten Vorschub die Sperre aufhebbar ist und daß die dabei anfallenden Korrekturpulse dem
neuen Sollwert vorzeichenrichtig zuaddierbar sind.
An Hand der Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert: Der zu fahrende Wegsollwert wird von einer
von Hand oder durch Lochstreifen gesteuerten Eingabeeinrichtung 1 in den Isiwertzähler 2 eingesetzt. An
dem Antrieb 8 der Vorschubspindel 9 der Maschine ist das zyklisch absolute und selbstabgleichende Wegemeßsystem
4 angebaut, das z. B. aus Drehmeldern oder
entsprechenden linearen Meßwertgebern bestehen kann. In der vorliegenden Form besteht das Meßsystem
4 aus zwei Drehmeldern 5 und 6, deren Statoren miteinander elektrisch gekuppelt sind. Stimmt die Lage
des mit Wechselspannung gespeisten Rotors des Drehmelders 6 mit der Lage des Rotors des Drehmelders 5
überein, so ist die vom Rotor des Drehmelders 5 abgenommene Spannung NuJl. Bei der Drehung des Antriebs
8 wird entsprechend der angekuppelte Rotor des Drehmelders 5 verstellt Dadurch entsteht im Meßsystem
4· eine Differenzspannung, die in einem Analog-Digital-Wandler 3 in entsprechende Pulse umgesetzt
wird. Die Zuordnung kann dabei z. B. derart getroffen sein, daß einem Puls ein verfahrener Weg des Vorschubs
von 0,01 mm entspricht Gleichzeitig mit der AuLgabe von Istwertpulsen durch den Analog-Digital-Wandler
3 wird ein Schrittmotor 7 angesteuert, der mechanisch mit dem Rotor des Drehmelders 6 gekuppelt
ist. Damit wird sofort der Rotor des Drehmelders 6 der neuen Stellung des Rotors des Drehmelders 5 nachgeführt,
und zwar geschieht dies so lange, solange der Antrieb 8 läuft.
Die vom Analog-Digital-Wandler 3 abgegebenen Pulse werden in den Istwertzähler 2 geführt und zählen
dort in dem Maß, wie die Maschine fährt, den Zählerinhalt gegen Null. Sobald der Istwertzähler 2 einen bestimmten
Minimalwert erreicht hat, wird ein Schleichgangbefehl auf den Antrieb 8 gegeben. Wenn der Zähler
der« Stand Null erreicht hat wird der Antrieb 8 abgeschaltet und außerdem ein Sperrsignal (Leitung 10)
auf den Analog-Digital-Wandler 3 gegeben, so daß dessen Pulsausgabe gesperrt ist. Der Rotor des Drehmelders
5 selbst macht naturgemäß die weitere Verschiebung während des Auslaufs der Maschine mit.
Zum Anfahren der nächsten Position wird erneut ein Sollwert in den Istwertzähler 2 gesetzt. Um den Überlauf
der vorhergehenden Position zu eliminieren, wird vor der Freigabe des Antriebs 8 das Sperrsignal auf der
Leitung 10 fortgenommen. Der Analog-Digitalwandler 3 liefert nun so viele Korrekturpulse, bis das Meßsystem
4 wieder abgeglichen ist. Die Zahl dieser Pulse entspricht dem Wert, den die Maschine beim vorherigen
Positionieren zuviel gefahren ist. Die Korrekturpulse werden außerdem unter Berücksichtigung des
Vorzeichens zum Wert des Istwertzählers addiert oder subtrahiert; z. B. beim Fahren in der gleichen Richtung
subtrahiert.
Nachdem ein derartiger Abgleich vorgenommen ist, wird der Antrieb 8 freigegeben und die Maschine startet.
Damit ist ein Kettenfehler in der Meßanordnung unterbunden.
Bei diesem Verfahren muß berücksichtigt werden, daß die Maschine nur so weit die Sollposiition überfahren
darf, wie die Periode des Meßsystems reicht. Dies wird aber normalerweise immer der Fall sein, da der
mögliche Überlauf in der Größenordnung von ein/zwei
Weginkrementen, also in der Größenordnung von 0,01 bis 0,02 mm, liegt, andererseits aber die Meßperiode
des analogen Wegemeßsystems bei 102 Weginkrementen,
also 1 mm, iiegt.
Der Einfachheit halber wurde der Abgleich des Meßsystems mit einem Schrittmotor und einem Drehmelder
dargestellt; in der tatsächlichen Ausführung wird es jedoch häufig einfacher sein, den Analog-Digital-Wandler
so zu gestalten, daß gleichzeitig mit der Ausgabe von Istwertpulsen eine entsprechende Korrekturspannung
für den Abgleich aufgebaut wird, z. B. durch Ansteuerung geeigneter Piogrammiertransformatoren.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Einrichtung zum numerischen Steuern von Werkzeugmaschinen, bei der die entsprechend dem
verfahrenen Weg der Maschine von einem Meßsyitem abgeleiteten Istwertpulse summiert und mit
einem Sollwert vergleichbar sind, und bei der abhängig von der Differenz der Antrieb der Maschine
aussteuerbar ist und bei der fernerhin eine Oberlaufkorrektur zur Vermeidung von Kettenmaßfehlern
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß ein analoges, zyklisch absolutes Wegemeßsystem (4) über einen Analog-Digital-Wandler
(3) die Istwertpulse liefert und entsprechend diesen Pulsen in der Art eines Nachlaufsystems selbsttätig
abgleichbar ist, daß beim Übereinstimmen von SoIl- und Istwert außer dem Antrieb (8) die Ausgabe von
Istwertpulsen und der Abgleich sperrbar ist, daß vor
einem erneuten Vorschub die Sperre au/hebbar ist und daß die dabei anfallenden Korrekturpulse dem
neuen Sollwert vorzeichenrichtig zuaddierbar sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sollwert in einem mit dem Analog-Digitalwandler
(3) verbundenen Istwertzähler (2) einsetzbar ist.
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19691929952 DE1929952C3 (de) | 1969-06-12 | Einrichtung zum numerischen Steuern von Werkzeugmaschinen | |
FR7021356A FR2046709B1 (de) | 1969-06-12 | 1970-06-10 |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19691929952 DE1929952C3 (de) | 1969-06-12 | Einrichtung zum numerischen Steuern von Werkzeugmaschinen |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1929952A1 DE1929952A1 (de) | 1971-01-07 |
DE1929952B2 DE1929952B2 (de) | 1975-09-04 |
DE1929952C3 true DE1929952C3 (de) | 1976-05-13 |
Family
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