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"Gardinenfalte" Die Erfindung bezieht sich auf eine Gardine mit am
oberen Rand vorgesehenen Falten und einem die Paltenlagen sichernden Tragband, wobei
die Palten durch mehr als zwei Gardinenstofflagen gebildet werden.
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Es ist allgemein üblich, Gardinen mit einem gewissen Paltenwurf aufzuhängen,
wobei dieser.Paltenwurf durch den Dekorateur durch Stecken der Gardine erreicht
wird. Auch ist es möglich, daß die Falten bereits beim Hersteller der Gardine mit
eingearbeitet werden. Dies erfolgt üblicherweise dadurch, daß die Gardine in ihrem
oberen Teil in Falten gelegt ist und diese Falten mit dem Tragband der'Gardinen
-an dem an der anderen Seite die Laufröllohen aufgehängt werden- vernäht werden.
Hierbei
ist es bekanntgeworden, eine sogenannte Tollfalte einzusetzen, die aus einem einfachen
zickzackförmig umgebogenen Teil der Gardine besteht, d.h. also, die Gardine ist
im Bereich der Falte nahezu X-förmig ausgebildet. Derartige sogenannte Tollfalten
haben den Nachteil, daß der Faltenteil relativ groß sein muß, um die erforderliche
Stoffmenge zur Bildung der nach unten durchhängenden Falte zu schaffen, wobei nunmehr
um auch eine genügend nahe Aneinanderlage der einzelnen Palten zu haben, die Stoffteile
sich an der äußersten Kante der Falte berühren. Außerdem hat die sogenannte Tollfalte
den Nachteil, daß eine relativ feste Vernähung erfolgt, so daß nicht der gewünschte
und verlangte lockere Faltenwurf erzielt wird.
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Diese Nachteile hat man bereits dadurch zu vermeiden versucht (DAS
1 252 384), daß vorgeschlagen wurde, daß der obere Gardinenrand in doppelte T-Falten
mit åe fünffachen Gardinenstofflagen gelegt ist, wobei die Gardinenstofflagen durch
doppelte Flachwickel gebildet sind. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß zwar genügend
Stoff auf einem relativ kleinen Raum angeordnet ist, so daß sich die einzelnen Falten
in ihrer Nebeneinanderlage im oberen Bereich der Gardine nicht berühren, jedoch
hat sich herausgestellt, daß
diese Art der Faltenlegung nicht den
gewünschten runden und lockeren Faltenwurf im unteren und insbesondere oberen Teil
der Gardine herbeiführt, sondern die Falte bleibt relativ eng und weist nicht den
lockeren, angestrebten röhrchenartigen Faltenwurf auf.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne Hilfe zusätzlicher
Mittel eine Faltung zu schaffen, die den gewünschten lockeren, runden 1?altenwurf
sicherstellt, einfach herzustellen ist und trotzdem auf engstem Raum im oberen Bereich
der Gardine angeordnet werden kann, so daß auch die erforderliche Stoffmenge untergebracht
werden kann.
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Das der Erfindung zugrundeliegende Ziel wird dadurch erreicht, daß,
ausgehend von einer Tollfalte, jeder Faltenteil mehrmals zickzackförmig gefaltet
ist. Durch die zickzackförmige Faltung wird ein sehr freier, lockerer Fall der Gardinenft
te erreicht und Versuche haben ergeben und zeigen, daß im wesentlichen unmittelbar
unterhalb des Gardinenbandes bereits eine röhrchenförmige Falte nach unten gebildet
wird, die aber ausreichend eng gehalten ist, um auch einen gleichbleibenden Faltenwurf
zu sichern.
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Dieser röhrchenförmige Faltenwurf wird sicherlich dadurch erreicht,
daß durch die zickzackförmige Faltung der Gardinenstofflagen sich die Falte unmittelbar
nach ihrer Heftung an dem Gardinenband öffnen kann, ohne daß dazu komplizierte Faltbewegungen
innerhalb der eigentlichen Falte erforderlich sind.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist weiterhin vorgesehen,
daß die äußerste Zickzackfalte mit ihrer Außenkante über die Außenkante der inneren
Zickzackfalte vorsteht. Hierdurch wird erreicht, daß nach außen hin selbst im oberen
Bereich der Gardine nicht zu erkennen ist, daß eine mehrfache Gardinenstofflage
vorhanden ist und außerdem ergibt sich durch diese Anordnung eine gefällige Seitenansicht
der eigentlichen Falte.
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Weitere Vorteile und Merkmale der erfindungsgemäßen Anordnung gehen
aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnung hervor, die ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt. Hierbei zeigt: Fig. 1 einen Schnitt durch eine Falte gemäß
der Erfindung, wobei die Falte zur Verdeutlichung ihrer Faltung etwas auseinandergezogen
und scharfkantig dargestellt ist, und
Fig. 2 eine Ansicht auf einen
Teil einer Gardine bei Anwendung der erfindungsgemäßen Faltung.
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In Fig. 1 ist mit 1 und la die eigentliche Stoffbahn der Gardine bezeichnet,
die zu der Falte 2 gefaltet ist. Hierbei wird die Falte 2 dadurch erreicht, daß
die Verbindung zwischen dem eigentlichen Falten rücken 3 und den Stoffbahnen 1 und
la zickzackförmig aufgefaltet ist.
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Wie aus Fig. 1 deutlich zu ersehen ist, werden die beiden Zickzackfaltungen
4 und 5 geschaffen. Im Gegensatz zu der bisher bekannten Faltung wird durch diese
Art der Auffaltung, d.h. also durch die Zickzackfaltungen 4 und 5 der Falte 2 die
Möglichkeit gegeben, sich möglichst leicht zu öffnen, eo daß trotz fester Annähung
am Gardinenband 8 im oberen Teil der Gardine die Palte sich unmittelbar unterhalb
des Bandes röhrchenförmig öffnen kann und nach unten offen fällt. Hierbei ist natürlich
zu bedenken, daß in der Zeichnung die Kanten der Gardinenfalte scharfkantig dargestellt
sind, um dadurch die Faltung besser zu verdeutlichen, während in der Natur die Kanten
natürlich rund fallen.
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Aus der Darstellung in Fig. 1 ist weiterhin zu erkennen, daß die äußerste
Kante 6 der äußeren Zickzackfalte 5 über
die äußere Kante 7 der
Zickzackfalte 4 vorsteht, so daß einmal die Kante 7 durch die Falte 5 und Kante
6 verdeckt wird, zum anderen diese Anordnung einen gefälligen Anblick der Falte
von der Seite ergibt.
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In Fig. 2 ist verdeutlicht, wie die Palte sich immittelbar nach ihrer
Festnähung am Gardinenband 8 röhrchenförmig öffnet und dadurch das gewünschte Faltenbild
ergibt. Aus der Darstellung ist ersichtlich, daß bei der Teildarstellung A'r die
Palten 4 und 5 noch recht nahe beieinanderliegen, während bei der eildarstellung
1ß311 die Falte 5 auf Kosten des Stoffes der Falte 4 größer geworden ist und sich
bei der Teildarstellung C dann schließlich röhrenförmig ausgebildet hat.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellte Spaltenzahl
der Zickzackfalten beschränkt, sondern es sind demgegenüber Abänderungen möglich,
insbesondere können mehr Falten vorgesehen sein, ohne daß dadurch der Grundgedanke
der Erfindung, die Verbindung zwischen dem Faltenrücken 3 und der Gardinenbahn 1
und la durch eine Zickzackfalte zu schaffen, zu verlassen.
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Patentansprüche