DE189863C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/69—Sulfur trioxide; Sulfuric acid
- C01B17/88—Concentration of sulfuric acid
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 189863 KLASSE 12«. GRUPPE
OTTO DIEFFENBACH in DARMSTADT.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Mai 1904 ab.
Das Konzentrieren verdünnter Schwefelsäure wird in der Technik nach sehr verschiedenartigen
Methoden ausgeführt. Alle stimmen jedoch darin überein, daß man beim
Eindampfen über 6o° Be. hinaus Apparate verwendet, die mit Vorrichtungen versehen
sind, um die entweichenden, mit zunehmender Konzentration des Rückstandes immer säurereicheren
Dämpfe wieder zu kondensieren und
ίο die so erhaltene verdünnte Schwefelsäure aufs
neue einzudampfen.
Diesem umständlichen Verfahren gegenüber würde es als eine wesentliche Vereinfachung
erscheinen, wenn es möglich wäre, die Eindampfung
auch über 60° Be. hinaus derart auszuführen, daß aus den Konzentrationsapparaten nur Wasserdampf ohne beigemischte
Säure entweicht. Daß das tatsächlich möglich ist, lehrt der folgende einfache Versuch:
Dampft man Schwefelsäure von 6o° und mehr in einem Destillierkolben mit so langem
Hals ein, daß die Dämpfe, ehe sie in das seitliche Gasabzugsrohr eintreten, sich stark
abkühlen — jedenfalls auf Temperaturen, die erheblich unter 2000 liegen —, so entweicht,
falls man starken Zug vermeidet und die Destillation nicht zu schnell vornimmt, im
wesentlichen nur Wasserdampf, und man kann die Säure auf etwa 98 Prozent konzentrieren,
ohne daß nennenswerte Mengen von Schwefelsäure mit entweichen.
Da Säuren von mehr als 6o° Be. beim Sieden Gemische von Wasser- und Säure-.
dampf abgeben, so kann dieses Verhalten nur dahin erklärt werden, daß derartige Gemenge
sich beim Abkühlen auf geeignete Temperatur in reinen Wasserdampf einerseits und konzentriertere
flüssige Säure andererseits spalten, bis die zurückbleibende" Säure auf höchste '40
Konzentration gekommen ist.
Wenn eine derartige Konzentrationsmethode bisher nicht versucht worden ist, so kann
das seinen Grund nur darin haben, daß man eine vollkommene Spaltung der in ihrer Zusammensetzung
sehr verschiedenen Dampfgemische nicht für möglich gehalten hat. Denn diese Methode ist im Prinzip einfacher
als die bisherigen, und auch ihre praktische Durchführung bietet keine nennenswerten
Schwierigkeiten.
Man kann die fragliche Zerlegung, wie an dem obigen Beispiel gezeigt, schon in offenen
Gefäßen, wie Kolben, Bechern, Röhren usw., vornehmen, wofern man für einen hinreichend
großen Dampfraum sorgt, in dem die zu spaltenden Dampfgemische lange genug der kühlenden Einwirkung der Außenluft oder
anderer Kühlmittel ausgesetzt sind.
Rationeller ist es, geschlossene Apparate von der Art, wie sie bisher schon für die
Schwefelsäurekonzentration dienten, zu verwenden, indem man sie mit den für den beabsichtigten besonderen Zweck erforderlichen
Vorrichtungen versieht.
Nimmt man z.B. die gewönlichen Eindampfgefäße aus Platin, Porzellan, Gußeisen
usw., wie sie bisher allgemein verwendet wurden, so kann man den gewünschten Zweck unter Umständen schon erreichen,
wenn man den Hals bezw. Helm in entsprechender Weise kühlt, sei es durch bloße
Luftkühlung oder mittels Kühlflüssigkeiten usw.
Bei den gewöhnlichen Platin-Destillierapparaten sind Hals und Helm zumeist so
heiß, daß das Dampfgemisch ganz unzerlegt hindurchgeht. Umgekehrt wird bei den Platinapparaten mit Bleihut nach Keßler so
stark gekühlt, daß das ganze Dampfgemisch sich wieder verflüssigt. Will man demgegenüber
eine möglichst vorteilhafte Zerlegung des Gemisches nach dem oben angegebenen Prinzip erreichen, so muß man auf solche
Temperaturen kühlen, bei denen das Dampfgemisch sich in entweichenden Wasserdampf
einerseits und zurückfließende säurereichere Flüssigkeit andererseits spaltet. Unter diesen
Umständen kann man, falls nicht durch zu lebhaftes Sieden Säuredämpfe oder Tropfen
mechanisch mitgerissen werden, erreichen, daß bis zu einem Gehalt der zurückbleibenden
Säure von etwa 98 Prozent im wesentlichen nur Wasserdämpfe entweichen.
Besser und vollkommener erreicht man den vorgesehenen Zweck, wenn man besondere
Dephlegmationseinrichtungen in Gestalt von Kühlröhren, Schlangen oder von in den Weg
des Dampfgemisches eingebauten, mit geeigneten Flüssigkeiten gefüllten Einsätzen
usw. verwendet, deren Temperatur sich nach Bedarf in bekannter Weise regulieren läßt.
Diese Dephlegmatoren kann man, um eine zu lebhafte Bewegung des Dampfgemisches
und dadurch bedingtes mechanisches Mitreißen von Säuredämpfen oder Tropfen zu verhüten,
noch mit Vorrichtungen versehen, welche das Aufsteigen der Dämpfe verlangsamen,
wie Vorsprüngen, Rippen usw., oder man kann sie zu dem gleichen Zweck mit
geeignetem Füllmaterial,wie Tonscherben usw., beschicken. Um das Sieden der Flüssigkeit
zu befördern und ein Stoßen derselben zu verhüten, kann man auch die Destillationsgefäße selbst mit derartigem Material füllen
oder, was noch besser ist, während der Destillation Luft durch die Flüssigkeit hindurchsaugen.
Der Betrieb der Destillationsapparate kann entweder ein kontinuierlicher mit ununterbrochenem Zufluß der verdünnten und Ab-
fluß der konzentrierten Säure oder ein diskontinuierlicher sein. Dabei kann das Eindampfen
von 6o° an bis zu den höchsten Konzentrationen sowohl in einem einzigen
Apparat als auch in mehreren miteinander in Verbindung stehenden und mit Dephlegmatoren
von abgestufter Temperatur versehenen Apparaten stattfinden.
Die von dem Dampfgemisch bei der Dephlegmation abgegebene Wärme kann eventuell
benutzt werden, um verdünntere Schwefeisäure vorzukonzentrieren oder um die hochzukonzentrierende
vorzuwärmen.
Eine Zerlegung der bei der Hochkonzentration von Schwefelsäure entstehenden
Dampfgemische in sich verflüssigende konzentriertere Säure einerseits und weitergehenden
Wasserdampf andererseits findet auch bei dem Verfahren des Patents 122267
statt. Aber im Gegensatz zu dem oben beschriebenen Verfahren geht sie dort durch
direktes Zusammentreffen und Vermischen mit flüssiger 60 grädiger Schwefelsäure vor
sich, wobei die Säure aus dem Dampfgemisch herausgewaschen wird und nur der Wasserdampf
zum mehr oder weniger großen Teile weitergeht. Wenn der letztere schließlich noch durch eine mit Koksstücken gefüllte
Kammer hindurchgeführt wird, um hier die letzten Reste von Säure abzugeben, so kann
es sich dabei nicht um eine nochmalige Spaltung von Säurewasserdampfgemisch handeln;
denn Säuredämpfe sind nach obigem nicht mehr vorhanden, wenn das Gemisch vorher unter die Siedetemperatur der 60 grädigen
Schwefelsäure abgekühlt worden ist. Vielmehr kann es sich nur darum handeln, mechanisch mitgerissene Säuretröpfchen durch
die Filtrationswirkung der Koksstücke zurückzuhalten, und das ist ein von der Dephlegmation
gänzlich verschiedener Vorgang.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Konzentrieren von Schwefelsäure über 6o° Be. hinaus, dadurch gekennzeichnet, daß man die beim , Sieden entweichenden Säurewasserdämpfe durch mit indirekter Kühlung arbeitende , Dephlegmationsvorrichtungen auf solche Temperaturen bringt, daß sie sich in entweichenden Wasserdampf einerseits und zurückbleibende säurereichere Flüssigkeit andererseits spalten.
Publications (1)
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