DE187533C - - Google Patents
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- bunker
- bunkers
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B11/00—Interior subdivision of hulls
- B63B11/04—Constructional features of bunkers, e.g. structural fuel tanks, or ballast tanks, e.g. with elastic walls
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Auxiliary Methods And Devices For Loading And Unloading (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- ΛΙ 187533 KLASSE 65«. GRUPPE
Kohlenbunkeranordnung für Kriegsschiffe. ^ Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. November 1905 ab.
Die Verstauung der Kohlen erfolgt bei den Kriegsschiffen bisher mittels Längs- und Querbunker
(Raumbunker genannt), die um die Kessel- und Maschinenräume herum ange-5 ordnet sind. Aus den Raumbunkern werden
die Kohlen durch die Kohlenbunkerschieber direkt in die Heizräume transportiert. Diejenigen
Kohlen, welche nicht mehr in jenen Raumbunkern untergebracht werden können,
to finden oberhalb des Panzerdecks in besonderen Zwischendecksbunkern, welche meist
als Reservebunker dienen, Platz. Die Entleerung der Zwischendecksbunker nach den
Heizräumen zu erfolgt gewöhnlich durch die Raumbunker hindurch, nachdem diese entleert
sind.
Bei den bekannten Bunkeranordnungen bestehen in mehrfacher Hinsicht Nachteile: die
Kohlen ,werden infolge der erforderlichen
ao großen Fallhöhe stark zerkleinert; das Kohlentrimmen in den Bunkern ist sehr erschwert;
durch öffnen der Bunkerschieber wird eine Gefahr des Überflutens der Heizräume geschaffen;
durch die Wegnahme der Kohlen aus den unteren Bunkern allein leidet die
Stabilität des Schiffes usw.
Diese und andere Nachteile zu vermeiden, bildet die der Erfindung zugrunde liegende
Aufgabe.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Zwischendecksbunker durch Schüttrinnen
direkt mit den Heizräumen verbunden sind, so daß die Kohlen, um zu dem Feuer
geschafft zu werden, nicht wie sonst erst durch die Raumbunker transportiert zu werden
brauchen, sondern aus dem Zwischendeck zuerst entnommen und direkt zu den
Feuern geführt werden können. Die Zwischendecksbunker sind also die eigentlichen
Gebrauchsbunker; sie dienen ferner als Vermittelungsraum für die Verteilung der zugeführten
Kohlen nach allen Bunkern, ohne daß diese hintereinander geschaltet sind.
Wenn andererseits alle Kohlen aus dem Zwischendeck entnommen werden, ist ein
Schutz gegen Überflutungen oder ein Kohlenschutz gegen die Geschoßwirkung nicht mehr
vorhanden. Es ist deshalb wichtig, daß eine bestimmte Kohlenmenge auf dem Zwischendeck
verbleibt. Nach der Erfindung werden deshalb die Zwischendecksbunker durch Längswände
in zwei nebeneinander liegende Räume geteilt. Durch die Anordnung jener Zwischenwand
wird der Kohlenschutz gesichert; außerdem ist noch durch sie, falls sie wasserdicht
gemacht wird, ein Schutzmittel gegen Überflutungen des Zwischendecks gegeben.
Durch die neue Bunkeranordnung wird auch das Nachfüllen der Gebrauchsbunker
erheblich leichter; die Kohlen werden mehr geschont, da sie nicht so hoch herabgestürzt
zu werden brauchen, und das Trimmen ist leichter.
Denn werden bei den bekannten Bunkeranordnungen die Raumbunker nach Entleerung
nicht nachgefüllt, so müssen die Kohlen der Zwischendecksbunker durxh die Raumbunker
hindurch zu den Heizräumen getrimmt wer-
den , was meist so umständlich ist, daß Deckmannschaften herangezogen werden müssen,
um den Feuern genügende Kohlenmengen zuführen zu können. Die bisherigen Bunkeranordnungen
erfordern daher viele Trimmmannschaften und vermindern durch die infolge des Trimmens eintretende Grusbildung
den Wert der Kohlen, was zur Folge hat, daß die Bedienung der Feuer erschwert, die
ίο Ökonomie der Kessel herabgesetzt und der
Aktionsradius des Kriegsschiffes vermindert wird.
Da ferner die Raumbunker nur im Notfall in Benutzung genommen werden, so ist
die Gefahr des Überflutens der Heizräume fast ausgeschlossen, da die Bunkerschieber
geschlossen bleiben, während im Zwischendecksbunker nur kleinere Räume überflutet
werden können, da durch geneigte Bunkerwände besondere Seitenbunker abgetrennt sind
so daß bei Überflutungen ein geringeres Krängen des Schiffes eintritt, als bei den
Schiffen mit der bisherigen Anordnung der Zwischendecksbunker, die bis an die Bordwand
reichen.
Die Kohlenzuführstellen in den Heizräumen können, da infolge dieser neuen Anordnung
die Gefahr des Überflutens vermindert ist, vermehrt werden. Es kann ,also zu den
Feuern eine genügend große Menge Kohlen gebracht werden; im Notfalle können auch
beide Bunker (Gebrauchs- und Reservebunker) gleichzeitig herangezogen werden. Da die
Raumbunker lange gefüllt bleiben, bieten sie einen günstigen Kohlenschutz gegen Geschosse,
Torpedos usw.
Auf der Zeichnung ist die neue Bunkeranordnung in zwei Querschnitten durch ein
Kriegsschiff in einer Ausführung beispielsweise veranschaulicht.
Die Längsbunker 1 umgeben seitlich die Maschinen- oder Kesselräume. Oberhalb derselben befinden sich die Zwischendecksbunker
2, seitlich von diesen die Seitenbunker 3.
Die Schächte 4 (Fig. 2) dienen zur Be-. Schickung der Zwischendecksbunker und sind
etwa mittels der Schieber 5 abschließbar.
Der Zwischendecksbunker 2 steht mit dem Seitenbunker 3 durch wasserdichte Türen 6
und mit dem Raumbunker durch Panzerluken 7 in Verbindung. Von dem Zwischendecksbunker
führen Schüttrinnen 8 direkt zu den Heizräumen. Die Längsbünker 1 können
nach jenen Räumen mittels der Bunkerschieber 9 entleert werden. In den Zwischendecksbunkern
2 sind Hängebahnen 10 oder andere Förderbahnen angeordnet, die dazu
dienen, die Kohlen in den Zwischendecksbunkern zu verteilen und den Seiten- und
Längsbunkern, sowie den Heizraumschüttrinnen 8 zuzuführen. Der Seitenbunker 3 ist
in der Weise gebildet, daß die Wand .11 von dem Knick des Panzerdecks bis zu dem
nächst höher gelegenen Deck schräg aufwärts steigt. Die wasserdichte Tür 6 kann so angeordnet
und so groß ein, daß die Hängeoder Förderwagen in den Bunker 3 hineinfahren oder doch in solche Stellung fahren
können, daß die Entleerung leicht vor sich geht.
Die Beschickung von außen erfolgt in der Weise, daß die Kohlen durch die Schütten 4
dem Zwischendecksbunker 2 zugeführt werden, um von hier aus mittels der Transportvorrichtung
oder durch Trimmen den Bunkern 1 und 3 zugeführt zu werden. Die Entnahme erfolgt durch die Heizraumschütten
8 unter Benutzung der Fördervorrichtung 10 oder dergl. Für gewöhnlich
wird' der Verbrauch an Kohlen ausschließlieh aus dem Zwischendecksbunker 2 gedeckt
und für eine Nachfüllung dieses Bunkers gesorgt. . In Notfällen und wenn der Betrieb
der Kessel forciert werden muß, kann die Entnahme der Kohlen auch aus dem Bunker 1
durch die Kohlenschieber 9, gegebenenfalls auch aus den auf der Zeichnung nicht dargestellten,
aber in gleicher Weise wie die Bunker 1 angeordneten Querbunkern erfolgen.
Die Entnahme der Kohlen aus den Seitenbunkern 3 erfolgt nach der Entleerung der
Bunker 2 durch die Tür 6 mit Hilfe der Transportvorrichtung mittels der Kohlenschütten
8.
Die beschriebene Bunkeranordnung läßt sich in ihren Einzelheiten in mehrfacher Hinsicht
abgeändert ausführen. Beispielsweise kann der Seitenbunker 3 nach innen über die Schräge des Panzerdecks hinaus so weit
verbreitert werden, daß auf dem wagerechten Teil des Panzerdecks eine Schüttrinne unmittelbar
in die Heizräume führt, so daß die Entleerung der Seitenbunker 3 nicht durch die Zwischendecksbunker2 zu erfolgen braucht.
Die Fördervorrichtung und Förderbahn an dem Zwischendecksbunker können beliebige
Form haben. Alle Verschlüsse können beliebig ausgeführt sein; statt der Klappen können Schieber angewendetwerden und dergl.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Kohlenbunkeranordnung für Kriegsschiffe, auf denen die Kohlen teils in Zwischendecksbunkern, teils in Raumbunkern untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischendecksbunker durch · Schüttrinnen (8) direkt mit den Heizräumen in Verbindung stehen, so daß die Kohlen, um zu dem Feuer geschafft zu werden, nicht wie sonst erst durch den Raumbunker transportiert zu werden brauchen.
- 2. Kohlenbunkeranlage für Kriegsschiffe gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischendecksbunker durch Längswände (n) in zwei nebeneinander liegende Räume (2, 3) geteilt sind, zu dem Zweck, trotz zuerst erfolgender Entnahme der Kohlen aus dem Zwischendeck durch die Schüttrinnen durch die in den an der Bordwand liegenden Räumen (3) untergebrachten Kohlen einen möglichst ausgiebigen und länger andauernden Schutz für das Schiff zu erzielen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
AT32819D AT32819B (de) | 1905-11-16 | 1907-07-15 | Kohlenbunkeranordnung für Kriegsschiffe. |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE187533C true DE187533C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=451219
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1905187533D Expired DE187533C (de) | 1905-11-16 | 1905-11-16 |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE187533C (de) |
-
1905
- 1905-11-16 DE DE1905187533D patent/DE187533C/de not_active Expired
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