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Beschreibung
Gerät zum Anfärben von Schnittkanten an Schuhwerk |
Anm. : Frederic TIMMERMANS, Forest-Bruxelles |
Triphon LEPERCQ, Izegem Pr. : Belgien Nr. 562 585 vom 21. November 1957 und und
Zusatzanmeldung vom 17. November 1958
Gegenstand der Erfindung ist
ein Gerät zur Farbgebung für Schnittkanten an Schuhwerk, bestehend aus einem Farbbehälter
und einem unterhalb desselben angeordneten Farbverteiler, welcher einen Zufuhrkanal
für die Farbe besitzt und am unteren Ende desselben eine Austrittsöffnung hat.
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Der Erfindungsgegenstand gestattet es, die Farbgebung von Schnittkanten
an Schuhwerk rasch und sauber und mit kontinuierlichem Flüssigkeitsstrom auszuführen,
ohne daß Rinnsale entstehen, die das gute Aussehen beeinträchtigen.
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Erfindungsgemäß ist die Austrittöffnung des Farbverteilers des Gerätes
durch eine Kugel verschlossen, von der ein Teil aus der Austrittsöffnung hervorragt
und infolgedessen zuallererst die Schnittkante eines Schuhes berührt, wenn dieser
an den Verteiler herangeführt wird. Das untere, mit der Schnittkante in Berührung
kommende Ende des Verteilers besitzt mindestens eine polierte Oberfläche, deren
Profil demjenigen der Schnittkante angepaßt ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist der Farbverteiler und kann daher leicht abge- |
nommen und-engen einen anderen Verteiler ausgetauscht werden, der der Form der zu
färbenden Schnittkante angepaßt ist.
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In einer speziellen Ausgestaltung des Gerätes wird die Kugel durch
eine im Inneren des Zuführungskanals angeordnete Feder, welche auf einen Verteilerstift
drückt, in die Austrittsöffnung hineingepresst.
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Nach einer anderen Ausführungsform ist die Kugel frei beweglich in
der Austrittsöffnung angeordnet und wirkt als den Ausfluß regelnder Stopfen, während
der wirklich abdichtende Verschluß durch einen Verteilerstift gewährleistet ist,
der im Farbzuführungskanal angeordnet ist und von einer Feder gegen eine in diesem
Kanal vorgesehene rundum laufende Schulter gedrückt wird.
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Vorzugsweise wird die Länge des Verteilerstiftes so bemessen, daß
er in seiner Verschlußstellung die Kugel nicht berührt, wobei das Spiel aber merklich
kleiner als die Höhe der Kalotte ist, mit welcher die Kugel aus der Austrittsöffnung
hervorragt.
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Auf diese TJeise wird erreicht, daß der Farbausfluß erst dann beginnt,
wenn die zu färbende Schnittkante praktisch die polierte Fläche berührt, und unterbrochen
wird, sobald die Schnittkante wieder entfernt wird.
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In den beigegebenen Zeichnungen sind zwei spezielle Ausführungsformen
des Erfindungsgegenstandes dargestellt, auf deren spezielle Einzelheiten die Erfindung
jedoch nicht beschränkt sein soll Figur 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch
ein Gerät, bei dem die die Austrittsöffnung versperrende Kugel mittels einer Feder
gegen den Rand der Öffnung gepresst ist.
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Figur 2 stellt in etwas größerem Maßstab eine Teilansicht eines Gerätes
im senkrechten Schnitt dar, bei dem die Kugel frei in der Austrittsöffnung liegt.
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In beiden Abbildungen kennzeichnen gleiche Bezugszeichen analoge
Geräteteile.
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Das Gerät zur Farbgebung für Schnittkanten von Schuhwerk besitzt
einen Farbbehälter 1 und einen unterhalb desselben angeordneten Farbverteiler 2.
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Der Farbverteiler 2 ist auswechselbar in das Halsstuck 3 eingeschraubt,
in den sich der Behälter 1 nach unten fortsetzt, dessen Boden 4 im übrigen konisch
ausgebildet ist, um das Ablaufen der Farbe zu erleichtern.
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Der Farbverteiler 2 besitzt einen Farbzufuhrungskanal 5, der unten
in der Farbaustrittsöffnung 6 endet.
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Die, notwendigerweise etwas vorengte, Farbaustrittsöffnung 6 ist durch
eine Kugel 7 versperrt, die teilweise aus der
Austrittsöffnung herausragt
und mit der Schnittkante (lisse de chaussure) eines Schuhes in Berührung kommt,
sobald letztere an den Farbverteiler 2 herangebracht wird.
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Das mit der Schnittkante in Berührung kommende untere Ende des Verteilers
2 besitzt eine polierte Fläche 8 (vgl. Fig. 1), deren profil demjenigen der jeweils
zu behandelnden Schnittkante entspricht. Da der Farbverteiler auswechselbar gestaltet
ist, kann er leicht gegen einen anderen Verteiler ausgewechselt werden, der eine
anders gestaltete polierte Oberfläche für eine andere Schnittkante besitzt. Wie
aus Figur 2 ersichtlich ist kann der Verteiler auch mit zwei polierten Flächen 8
ausgebildet werden.
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Die Kugel 7 wird in die Austrittsöffnung 6 durch eine im Farbzuführungskanal
5 angebrachte Feder 9 hineingepresst, welche auf die Kugel durch Vermittlung eines
Verteilerstiftes 10 einwirkt. Letzterer wird von den Wänden des Farbzuführungskanals
5 geführt und ist mit Abflachungen 11 versehen die der Farbe das Ausfließen gestatten
(vgl. Fig. 1).
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In der Ausführungsform nach Figur 2 ist die die Austrittsöffnung
6 versperrende Kugel 7 in dieser frei gelagert und wirkt in erster Linie als ausflußregulierender
Stopfen. Der dichte Verschluß wird in diesem Fall durch den Verteilerstift 10 gewährleistet,
den die Feder 9 gegen eine rund um den Farbzuführungskanal 5 verlaufende Schulter
presst. Bei dieser speziellen Ausführungsform ist die Länge des Stiftes 10 so bemessen,
daß seine Spitze 20 in der Verschlußstellung die Kugel 7 nicht berührte Das freie
Spiel zwischen der Kugel 7 und der Spitze 20 des Verteilerstiftes 10 ist dabei merklich
kleiner als die Höhe der Kugelkalotte 21, mit welcher die Kugel 7 aus der Austrittsöffnung
6 herausragt.
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Da in diesem Fall die Dichtung des Gerätes durch den Stift 10 bewirkt
wird, während die Kugel 7 auf dem Rand
der Austrittsöffnung 6 frei
ruht, ist dieser Rand auf das kleinste Maß beschränkt. Mit anderen Uorten, die Austrittsöffnung
6 tmd die ans ihr herausragende Kugelkalotte 21 der Kugel 7 sind hier größer als
bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform und infolgedessen ist auch der Flüssigkeitaustritt
bei diesem Gerät von Figur 2 größer, sodaß er ausreicht, um statt einer zwei polierte
Flächen 8 zu benutzen.
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Der Farbbehälter 1 ist durch einen Deckel 12 verschlossen. Die Austrittsöffnung
13 des Behälters 1 ist ebenfalls durch einen Stift 14 verschlossen, dessen Stellung
regulierbar ist. Zu diesem Zweck ist er an seinem oberen Ende mit einem Gewinde
und mit einem Drehknopf 15 versehen.
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Genau wie beim Farbverteiler 2 befindet sich die Ausflußöffmmg 13
des Farbbehälters 1 am unteren Ende eines Ausflußkanals 16, dessen Landung den unteren
Teil des Stiftes 14 führt. Auch dieser ist mit Abflachungen 11 ausgestattet, welche
den Ausfluß der Farbe ermöglichen.
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Der ausflußkanal des Behälters 1 ist in einem auswechselbaren Stopfen
untergebracht, der oberhalb des Oberteils des Farbverteilers 2 in den zylindrischen
Durchbruch 3 eingeschraubt ist. Der Raum zwischen der Unterseite des Stopfens 17
und der Oberseite des Verteilers 2 bildet eine Kammer 18, welche die Farbreserve
enthält.
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Selbstverständlich kann das vorstehend beschriebene Konstruktionsprinzip
auch in anderen Ausführungsformen verwirklicht werden.