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DE175827C - - Google Patents

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Publication number
DE175827C
DE175827C DENDAT175827D DE175827DA DE175827C DE 175827 C DE175827 C DE 175827C DE NDAT175827 D DENDAT175827 D DE NDAT175827D DE 175827D A DE175827D A DE 175827DA DE 175827 C DE175827 C DE 175827C
Authority
DE
Germany
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same
blue
violet
red
solution
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT175827D
Other languages
English (en)
Publication of DE175827C publication Critical patent/DE175827C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 175827 .-KLASSE 22 a. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung von o-Oxymonoazofarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Juli 1905 ab.
Orthooxymonoazofarbstoffe aus Chromotropsäure und Derivaten des diazotierten o-Aminophenols sind bisher in großer Zahl bekannt geworden. Sie sind mit Ausnahme zweier Farbstoffe durchweg hergestellt worden unter Verwendung von diazotierten Nitro- oder Sulfoderivaten des o-Aminophenols, seiner Homologen und Substitutionsprodukte. Die beiden keine Sulfo- oder Nitrogruppe
ίο enthaltenden Farbstoffe sollen nach der Patentschrift - 77551 aus o-p-Dichloraminophenol und Chromotropsäure einerseits, und nach Patent 162069 aus p-Acetamino-o-aminophenol und Chromotropsäure andererseits in sodaalkalischer Lösung hergestellt werden können. Bei Nachprüfung dieser Angaben zeigt sich jedoch, daß die Farbstoffbildung nicht glatt erfolgt.
Es wurde nun gefunden, daß es ganz allgemein gelingt, auch die nicht nitrierten und nicht sulfurierten Diazoverbindungen des o-Aminophenols, seiner Homologen und Substitutionsprodukte mit Chromotropsäure zu kombinieren, wenn diese Kombination bei Gegenwart von Kalkhydrat vorgenommen wird, und zwar daß die Farbstoffbildung stets viel glatter vor sich geht als dann, wenn man die Azokomponenten unter den sonst üblichen Bedingungen zusammenbringt.
Man verfährt praktisch in der Weise, daß man die Lösung der Chromotropsäure mit der nötigen Menge fein verteilten Kalkes versetzt und die Diazoverbindung allmählich zulaufen läßt. Nach Vollendung der Kuppelung, die für die verschiedenen Diazoverbindüngen verschiedene Zeitdauer und im allgemeinen mehrere Stunden erfordert, nitriert man vom ungelösten Kalkhydrat ab, säuert dann an und fällt den Farbstoff mit Kochsalz; man kann auch die Farbstofflösung durch Zugabe von Soda vom Kalk befreien und dann entweder direkt oder nach dem Ansäuern mit Kochsalz fällen.
Auf diese Weise erhält man Farbstoffe in vorzüglicher Reinheit und Ausbeute, welche Wolle im sauren Bade mit rötlichen Nuancen anfärben; sie gehen bei Nachbehandlung mit Chromaten in schöne blaue Töne über, welche eine ausgezeichnete Echtheit besitzen. Ebenso wird chromgebeizte Wolle blau gefärbt.
Die Reinheit und gute Ausbeute der nach dem neuen \^erfahren erhältlichen Farbstoffe verleiht diesem auch gegenüber dem in den Patenten 167333 un(^ 1747^9 beschriebenen Verfahren zur Darstellung der Farbstoffe aus o-Aminophenol bezw. o-Amino-p-kresol und Chromotropsäure in Gegenwert von Ätzalkali, einen besonderen Wert.
Es kommen als zu diazotierende Basen im wesentlichen die in der unten folgenden Tabelle genannten in Betracht; dort sind auch die Eigenschaften der neuen Farbstoffe angegeben.
Beispiel I.
10,9 kg o-Aminophenol werden mit 30 kg Salzsäure und 6,9 kg Nitrit in bekannter Weise diazotiert und allmählich bei gewöhn-
licher Temperatur hinzugegeben zu einer wäßrigen Lösung von 38 kg des Dinatriumsalzes der 1 · 8 · 3 · 6-Dioxynaphtalindisulfosäure, nachdem man in diese Lösung 30 kg Kalkhydrat in feiner Verteilung eingerührt hat. Die Farbstoffbildung ist in etwa 8 Stunden beendet. Hierauf kann man mit Salzsäure ansäuern und den Farbstoff durch Kochsalz fällen, oder man kann den Kalk durch Zugabe von Soda fällen, filtrieren und sodann den Farbstoff mit Mineralsäure und Kochsalz abscheiden.
Beispiel 2.
14,3 kg p-Chloraminophenol werden mit 30 kg Salzsäure und 6,9 kg Nitrit diazotiert und allmählich zugesetzt zu einer Lösung von 38 kg des Dinatriumsalzes der 1 «8-3 ·6-Dioxynaphtalindisulfosäure, nachdem man in diese Lösung 30 kg Kalkhydrat in feiner
Verteilung eingerührt hat. Nach einigen Stunden ist die Farbst'offbildung beendet. Man filtriert vom überschüssigen Kalk ab, säuert die Lösung mit Salzsäure an und vervollständigt die Fällung des Farbstoffs durch Zugabe von Kochsalz.
Beispiel 3.
16,6 kg p-Acetamino-o-aminophenol werden mit 30 kg Salzsäure und 6,9 kg Nitrit diazotiert und die Diazolösung allmählich eingetragen in eine mit 30 kg Kalkhydrat versetzte Lösung von 38 kg des Dinatriumsalzes der ι · 8 · 3 · 6-Dioxynaphtalindisulfosäure. In etwa 2 Stunden ist die Farbstoffbildung beendet und der Farbstoff wird durch Ansäuern der vom überschüssigen Kalk abfiltrierten Lösung unter Zugabe von' Kochsalz ausgefällt.
Chromotropsäure,
gekuppelt
mit diazotiertem
Farbe
des
Pulvers
Lösung
in
Wasser
Wässe
rige
Lösung
aufZusatz
von Soda
Wässe
rige
Lösung
aufZusatz
von HCl
Lösung
in konz.
Schwefel
säure
Färbung
im
sauren
Bade
Färbung
als
Chrom-
lack.
o-Aminophenol rötlich-
grau
schwarz
rot blauer rot violett fuchsin-
rot
blau
o-Amino-p-kresol
C H3: N Η,-.Ο H= 1:3:4
rötlich
violett
desgl. blau
violett
desgl. blau-
violett
blaurot desgl.
o-Amino-m-xylenol
CH3: CH3 : OH: NH2 =1:3:4:5
bronze
glänzend
schwarz
desgl. violett
blau
desgl. violett
blau
desgl. desgl.
p-Chlor-o-aminophenol bronze
glänzend
violett
schwarz
blau-
stichig
rot
violett desgl. blau
violett
fuchsin
rot
grün
stichig
blau
p-Bromaminophenol
45
dunkel
bron
zierend
desgl. desgl. desgl. blau desgl. blau
o-p-Dichlor-o-aminophenol desgl. desgl. desgl. desgl. desgl. blaurot grün
stichig
blau
50
o-p-Dibrom-o-aminophenol
desgl. desgl. blauer desgl.
desgl.
desgl. fuchsin
rot
blau
o-Chlor-o-amino-p-kresol
C ΗΆ: O H: Cl: N H, = 1 : 4 : 3 : 5
desgl. desgl. violett desgl. blau
violett
desgl. desgl.
p-Chlor-o-amino-o-kresol
C H3: O H: Cl: NH2= ι -ι ■ 5 · 3
desgl. desgl. desgl. desgl. blau desgl. desgl.
m-Chlor-p-acetamino-o-
aminophenol
6o O H:Cl: N H-COC H3: N H2
= 1:3:4:6
desgl. desgl. blauer blau
violett
blaurot blau
Chromotropsäure,
gekuppelt
mit diazotierten!
Farbe
in
Wasser
Lösung
in
Wasser
Wässe
rige
Lösung
aufZusatz
von Soda
Wässe
rige
Lös'ung
aufZusatz
von HCl
Lösung
in konz.
Schwefel
säure
Färbung
im
sauren
Bade
Färbung
als
Chrom
lack.
p-Acetamino-o-aminophenol
Q H: N H-CO CH3-N H2
= 1:4:6
dunkel
bron
zierend
blau-
stichig
rot
violett rot blau
violett
violettrot blau
p-Chlor-o-acetamino-o-amino-
phenol
OHICIiNHCOCH3INH2
= 1:4:2:6
desgl. rot desgl. desgl. grün
stichig
blau
fuchsin
rot
desgl.
m-Acetamino-o-aminophenol
OH: NHCO CH3:NH2=I-3-6
desgl. blau-
stichig
rot
blauer desgl. blau
violett
violett desgl.
m-Acetamino-o-amino-p-kresol
CH3: O H: NHCOCH3: N H2
= 1:4:2:5 ·
desgl. desgl. desgl.. desgl. violett
blau
rotviolett desgl.
o-Amino-p-oxybenzoesäure
COOH:OH:NH2=\ :4:5
desgl. desgl. violett desgl. desgl. fuchsin
rot
desgl.
o-Acetaminq-o-amino-p-oxy-
benzoesäure
COOH:OH:NHCOCH3:NH2
= 1:4:3:5
desgl. desgl. blauer desgl. blau desgl. desgl.
o-Amino-p-oxybenzoesäure-
methylester
CO OC H3: O H: N H2= 1 : 4: s
desgl. rot violett desgl. violett
blau
desgl. desgl.
o-Amino-m-oxybenzoesäure-
methylester
CO OC H3: O H: N H2= 1 : 3: 4
desgl. blau-
stichig
rot
desgl. desgl. blau desgl. desgl.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Orthooxymonoazofarbstoffen darin bestehend, daß man die Diazoverbindungen von
    nicht nitrierten und nicht sulfurierten Derivaten des ο - Aminophenols und seiner Homologen in Gegenwart von Kalkhydrat mit ι · 8 · 3 · 6-Dioxynaphtalindisulfosäure (Chromotropsäure) kombiniert.
DENDAT175827D Active DE175827C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE175827C true DE175827C (de)

Family

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT175827D Active DE175827C (de)

Country Status (1)

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DE (1) DE175827C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0187621A2 (de) * 1985-01-08 1986-07-16 Ciba-Geigy Ag Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0187621A2 (de) * 1985-01-08 1986-07-16 Ciba-Geigy Ag Verfahren zur Herstellung von metallisierbaren Azofarbstoffen
EP0187621A3 (en) * 1985-01-08 1987-02-04 Ciba-Geigy Ag Process for the manufacture of metallizable azo dyes

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