DE169489C - - Google Patents
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- DE169489C DE169489C DENDAT169489D DE169489DA DE169489C DE 169489 C DE169489 C DE 169489C DE NDAT169489 D DENDAT169489 D DE NDAT169489D DE 169489D A DE169489D A DE 169489DA DE 169489 C DE169489 C DE 169489C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
- C11D19/00—Recovery of glycerol from a saponification liquor
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Glycerin durch Destillation
aus Rohglycerin, insbesondere von aus Seifenunterlauge nach einem geeigneten Verfahren
abgeschiedenem Glycerin, und zwar erfolgt die Destillation im luftverdünnten Raum.
Es ist bekannt, das Rohglycerin im luftverdünnten Raum vermittels überhitzten
Dampfes zu destillieren und die abziehenden
ίο Dämpfe durch Schichten von Glycerinflüssigkeit
hindurchziehen zu lassen, welche durch Kondensation der Glycerindämpfe mittels äußerer Abkühlung erzeugt sind.
Von diesem bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende im wesentlichen
dadurch, daß die aus dem Glycerinsammelgefäß abgesaugten, nach ihrer Kondensation
in einem üblichen Kondensator mit Außenkühlung zu Glycerinwasser verdichteten GIycerinwasserdämpfe
wieder verdampft als Kondensationsmittel für das aus der Destillierblase abziehende Dampfgemisch benutzt und
hierbei selbst überhitzt und als so überhitzter Glycerinwasserdampf in die Destillationsflüssigkeit
geblasen werden. Hieraus ergibt sich eine vorteilhaftere Ausnutzung der Wärme
innerhalb des Verfahrens.
Der Zweck des vorliegenden Verfahrens ist hiernach, Wärme zu sparen durch Ausnutzung
der Wärme des destillierenden Glycerins zur Überhitzung des eingeblasenen Glycerinwasserdampf es.
In der Zeichnung ist eine Ausfuhrungsform
einer Destillationsvorrichtung schematisch dargestellt, mit welcher das Verfahren vorteilhaft
ausgeführt werden kann.
α ist die das Rohglycerin b enthaltende Destillierblase. Das Rohglycerin wird zweckmäßig
nach Bedarf der Blase durch eine selbsttätig wirkende Speisevorrichtung zügeführt.
Die Beheizung der Destillierblase kann in beliebiger geeigneter Weise, z. B. durch
eine in die Flüssigkeit tauchende Dampfschlange oder durch eine äußere- (nicht dargestellte)
Wärmequelle, erfolgen. Ein Rohr c zum Einführen des überhitzten Glycerinwasserdampfes
reicht in die Blase und ist, wie dargestellt, mit Einblaselöchern c1 versehen.
Oben an der Blase ist das Übergangsrohr d angeordnet, das in den Überhitzer
und Kondensator e führt, in dem das destillierte Glycerin kondensiert wird. Der
Kondensator ist unten mit dem Glycerinbehälter f verbunden, von dem ein Rohr g nach
dem Oberflächenkondensator h führt, in dem der mit einigem Glycerindampf vermischt
hindurchtretende Wasserdampf zu Glycerinwasser kondensiert wird. Dieser Kondensator
ist mit einer Saugpumpe i verbunden. Der Auslaß der Pumpe steht mittels Rohres j mit
einem Gefäß k in Verbindung, durch welches ein Rohr / mit Regulierventil ν in den Verdampfer
m führt. In diesem befindet sich eine Heizschlange n, die von dem Abdampf
der Saugpumpe i gespeist werden kann. Oben am Verdampfer führt eine Leitung ο in den
Überhitzer e, von welchem unten das Rohr c
den überhitzten Dampf in die Destillierblase leitet. Hieraus geht hervor, daß der Glycerinwasserdampf
in dem Apparat in ununterbrochenem Umlauf und der Betrieb also ein
kontinuierlicher ist.
Das zu destillierende bezw. zu reinigende Rohglycerin wird selbsttätig in die beheizte
Destillierblase eingeführt, worauf die Luft
ίο aus dem ganzen Apparat mittels der Pumpe
abgesaugt wird. Der Verdampfer m enthält zur erstmaligen Inbetriebsetzung des Apparates
Wasser, füllt sich aber später mit GIycerinwasser, das von der vorhergehenden
Destillation herrührt und worunter die stark verdünnte Lösung von Glycerin in Wasser
zu verstehen ist, die im Oberflächenkondensator h erhalten wird. Dieses Wasser im
Kondensator wird im Verdampfer in geeigneter Weise vorteilhaft durch die in dasselbe
eintauchende Dampfschlange η erhitzt, durch welche der Abdampf der Saugpumpe geht.
Unter dem durch die Pumpe erzeugten verminderten Druck verdampft das Wasser in dem Verdampfer leicht, und der ,,Dampf gelangt
durch Leitung 0 in den Überhitzer und Kondensator e. Hier umspült er die heißen
Kondensatorrohre e1, wird durch die in diesen Rohren befindlichen heißen, aus der Destillierblase
kommenden Glycerinwasserdämpfe überhitzt und gelangt in das Rohr c, um durch
dessen Öffnungen c1 in das heiße Glycerinbad
b zu strömen und Glycerindämpfe mitzureißen. Das Destillat geht durch das
Rohr d über. Das Glycerin-Wasserdampfgemisch geht dann durch die Kondensatorrohre e1 des Überhitzers, während diese
gleichzeitig . von den Glycerinwasserdämpfen
aus dem Verdampfer umspült werden, wodurch die Temperatur der innen befindlichen
Dämpfe vermindert und das Glycerin kondensiert wird, das in den Sammelbehälter /
tropft. Da der Dampf aus dem Glycerinwasser gesättigter Dampf ist und sich bei teilweisem Vakuum entwickelt hat, so ist
seine Temperatur beträchtlich unter ioo° C. Das aus der Destillierblase kommende Dampfgemisch
hat dagegen eine Temperatur von etwa i6o° C, wobei die Beheizung der
Destillierblase so geregelt wird, daß die Temperatur der Destillierdämpfe sich auf dieser
Höhe hält. Es besteht demnach ein erheblicher Temperaturunterschied zwischen dem
aus der Destillierblase α und dem aus dem Verdampfer m kommenden Dampf, und demnach
wird der letztere beim Umlauf um die Kondensatorrohre e1 im Überhitzerkondensator
e überhitzt. Der Dampfübertritt aus dem Verdampfer durch den Überhitzer e und
die Öffnungen im Rohr oder der Schlange c muß genügend groß sein, um praktisch denselben
Grad des Vakuums im Verdampfer und in der Destillierblase· aufrecht zu halten.
Das durch den Wärmeaustausch im Kondensator e zum größten Teil kondensierte
Glycerin, das sich in dem flachen Behälter f sammelt, ist ein reines Endprodukt. Der mit
dem Glycerindampf übergehende Wasserdampf wird in den Rohren e1 des Überhitzers nicht
kondensiert, sondern gelangt durch Rohr g in den Oberflächenkondensator h, dessen
Rohre außen in der üblichen Weise durch Wasser gekühlt werden. Hier wird aller Wasserdampf zusammen mit einigem Glycerindampf
kondensiert. Das Kondensat ist das erwähnte Glycerinwasser. Dieses gelangt in die Saugpumpe i und wird von dieser
durch Rohr j in das offene Gefäß k gefördert. Von hier steigt das Kondensat infolge
des in dem Verdampfer herrschenden Unterdruckes in den Verdampfer. Der in diesem
entwickelte Dampf macht dann wieder den beschriebenen Umlauf durch den ganzen Apparat, so daß sich ein kontinuierlicher Betrieb
ergibt. Die geringe Menge von GIycerin im Kondensat sammelt sich allmählich
in dem Verdampfer m. Ist das in genügendem Maße geschehen, so wird das Ventil ν
geschlossen und damit der Zufluß des Kondensats in den Verdampfer so lange abgesperrt,
bis in diesem das Wasser aus dem Glycerinwassergemisch abgedampft ist. Das Glycerin wird dann abgelassen und bildet
entweder ein Endprodukt oder kann erforderlichenfalls durch nochmaliges Destillieren
weiter gereinigt werden.
Durch Ausnutzung des Glycerinwasserdampfes und Überhitzung desselben mit dem
heißen Destillierdampf und seine Einführung in das zu destillierende Rohglycerin wird
eine erhebliche Ersparnis erzielt und außerdem ein kontinuierlicher Betrieb erreicht.
Claims (2)
1. Verfahren zur Destillation von GIycerin
im luftverdünnten Raum mittels überhitzten Dampfes, unter gleichzeitiger
Ausnutzung der Wärme der aus der Destillierblase entweichenden Dämpfe, dadurch gekennzeichnet, daß das kondensierte
glycerinhaltige Wasser verdampft und der Dampf zunächst zur Kondensation des aus der Destillierblase abziehenden
Glycerindampfgemisches benutzt wird, wobei er gleichzeitig selbst überhitzt
wird und hierauf zur Destillation des Rohglycerins dient.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I mit zwischen
der Destillierblase und dem Sammelgefäß iao
für das reine Glycerin angeordnetem Röhrenkondensator, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kondensatorgehäuse (e) einerseits mit dem Dampfeinblaserohr (c) der
Destillierblase, andererseits durch Rohr (o) mit einem Verdampfer (m) verbunden ist,
in welchen durch die die ganze Vorrichtung unter Vakuum haltende Luftpumpe
das von dieser in ein offenes Gefäß (k) geförderte, in einem üblichen Kondensator
(h) gewonnene glycerinhaltige Wasser gelangt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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