DE1588221C - Elektronischer Stellungsregler fur pulsgesteuerte Stellantriebe - Google Patents
Elektronischer Stellungsregler fur pulsgesteuerte StellantriebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektronischen Stellungsregler mit Phasenanschnittsteuerung für pulsgesteuerte
Stellantriebe zum schrittweisen Verstellen von mechanischen Gliedern, insbesondere von Ventilen,
Schiebern, Drosselklappen u.dgl. in beiden Richtungen, wobei die Pulsanzahl von einem Stellungsregelkreis
und der Energieinhalt der Pulse durch einen unterlagerten Geschwindigkeitsregelkreis
bestimmt wird und dessen Ist-Wert mit einem Geschvvjndigkeitssollwert
verglichen werden.
Es sind elektronische Stellungsregler für pulsgesteuerte Stellantriebe, z. B. Gleichstrommotoren, zum
schrittweisen Verstellen von mechanischen Stellgliedern in beiden Richtungen bekannt, bei denen die
Pulszahl vom Stellungsregelkreis proportional dem Ist-Wert und der Energieinhalt einzelner Impulsr
gruppen durch Änderung der Anzahl der Impulsgruppen von einem unterlagerten Geschwindigkeitsregelkreis geregelt wird (britische Patentschrift
1036831).
Ebenso ist aus W. O ρ ρ e 11 »Kleines Handbuch
technischer Regelvorgänge«, 1964, S. 412 bis 419, bekannt, zur Stabilisierung eines Regelkreises eine
Geschwindigkeitsrückführung vorzusehen, was unter dem Ausdruck Nachlaufregelung bekannt ist. Aus
der Siemens-Zeitschrift, Februar 1966, S. 59 und 60 ist es ebenfalls bekanntgeworden, einem Lagerregelkreis
einen Geschwindigkeitsregelkreis zu unterlagern. Dabei wird die Führungsgröße für die Geschwindigkeit
besonders vorgegeben ebenso wie eine vorhandene Lageabweichung über den Lageregler als
Sollwertkorrektur für die VorschubgeschwindigkeiL
Diesen bekannten Regelkreisen haftet aber der Nachteil an, daß beim,Anfahren z. B. des Motors für
den Stellantrieb dieser bei unterschiedlichen Belastungen erst nach Erhalt der ersten Rückmeldung auf
den gewünschten Wert geregelt wird. Bei kleiner Last ist also das Anzugsdrehmoment zu groß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stellungregler der eingangs genannten Gattung zu
schaffen, der auch bei großen Laständerungen keine Lastabhängigkeit aufweist, sondern auch bei großen
Regelabweichungen gleichbleibende Regelgeschwindigkeit besitzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß beim Anfahrbetrieb das differenzierte Stellungssignal
durch ein der Phasenanschnittsteuerung parallelliegendes Verzögerungsglied verzögert wird.
In vorteilhafter Weise wird also nur der unterlagerte Geschwindigkeitsregelkreis verzögert und nicht
der Stellungsregelkreis. Das hat den Vorteil,. daß beim Anlaufen des Motors die Regelabweichung zwischen
Soll- und Ist-Wert klein bleibt und damit die Phasenverschiebung der Zündimpulse der Thyristoren
nur gering ist. Dadurch wird auch der Energieinhalt der Halbwellen auf einen kleineren Wert als
das Maximum eingestellt, wodurch der Motor mit kleinem Drehmoment anfährt Der Motor führt also
zuerst nur einen kleinen Verstellschritt aus, der dann auch für geringere Last richtig bemessen ist. Das
heißt also, daß die Regelgeschwindigkeit des Stellungsregelkreises
erfindungsgemäß nicht vermindert wird, weshalb der erfindungsgemäße Stellungregler
weniger träge als z.B. eine Schaltung eines bekannten Nachlaufreglers.ist.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeichnung erläutert, in der
F i g. Γ ein Prinzipschaltbild und
F i g. 2 eine besondere Ausführungsform wiedergeben.
F i g. 2 eine besondere Ausführungsform wiedergeben.
Gemäß F i g. 1 wird die Führungsgröße bei 2 zugeführt und gelangt über einen Vergleicher 4 zu einem
Kippverstärker 6. Dieser Kippverstärker ist an eine bei 8 mit Netz-Wechselstrom gespeiste Thyristoreinheit
10 angeschlossen, die die Pulse an einen Stellmotor 12 weitergibt, der als Scheibenankermotor
ausgebildet ist. Dieser Motor 12 verstellt ein mechanisches Glied 14, in diesem Fall ein Ventil. Ein Stellungsrückmelder
16 gibt seine Meldung über eine Leitung 18 an den Vergleicher 4 zurück.
Zusätzlich ist nun ein Geschwindigkeitsregelkreis unterlagert. Dieser unterlagerte Kreis zweigt hinter
dem Stellungsrückmelder 16 von der Leitung 18 ab, wobei mit Hilfe eines Differenziergliedes 30 aus dem
wegabhängigen Signal ein geschwindigkeitsabhängiges Stellungssignal gebildet wird, und führt über
einen Zündimpuls-Phasenschieber 22, dem ein Verstärker 25 vorgeschaltet ist, zur Thyristoreinheit 10.
Die Zündimpulse werden in einem bei 26 mit Netz-Wechselstrom gespeisten Zündimpuls-Generator 28
erzeugt.
Es wird davon ausgegangen, daß der Scheibenankermotor
12 über Thyristoren vorzugsweise mit Halbwellen der Netzspannung gesteuert wird. Jeder
Halbwellenimpuls wird entsprechend seinem Energieinhalt, einer gegebenen Motorkonstante und der
jeweils anliegenden Belastung einen bestimmten Verstellschritt des Motors verursachen. Unter der Voraussetzung,
daß der Energieinhalt des Pulses und die Motorkonstante konstant sind, ergibt sich bei konstantem
Energieimpuls bei wechselnden Belastungen des Motors ein veränderter Verstellschritt. Das hätte
bei einer reinen Steuerung zur Folge, daß einer konstanten Anzahl von Energieimpulsen kein konstanter
Weg zugeordnet ist. Eine reine Steuerung ist daher für eine exakte Positionierung noch mit Fehlern behaftet.
Verwendet man aber einen Stellungsregelkreis mit einer exakten Stellungsrückmeldung 16, 18, 4, so
würde dieser Regelkreis durch die von der Last verursachten Arbweichungen zwar wieder ausgeglichen,
jedoch ergäbe sich bei sehr kleinen Regelabweichungen und bei stark schwankender Last ein instabiles
Verhalten, denn der Energieimpuls muß notwendigerweise nach der größten Last eingestellt werden.
Bei geringer Last würde demnach der gleiche Energieimpuls einen größeren als den erwünschten Weg
herbeiführen, was zur Folge hätte, daß die Stellung über den vorgegebenen Sollwert hinausläuft und
einen Gegenimpuls auslöst. Dieser Impuls wäre aber wieder zu groß, so daß jetzt der Vorgang sich in umgekehrter
Richtung wiederholt.
Diese Überlegungen führen dazu, in einem unterlagerten
Geschwindigkeitsregelkreis 16, 30, 25, 22, 10 die für die Stellungsregelkreise rückgemeldete
Stellung noch zusätzlich mit Hilfe eines ÄC-Gliedes 30 zu differenzieren und so eine der Geschwindigkeit
proportionale Spannung zu gewinnen. Diese Spannung wird mit einer fest vorgegebenen Spannung im
Vergleicher 24 verglichen (Sollwertspannung für die Geschwindigkeit) und bei einer Abweichung wird
über eine Phasenanschnittsteuerung 22 bei den verwendeten Thyristoren der Energieinhalt der HaIbwellenimpulse
geschwindigkeitsabhängig verschoben. Da die Geschwindigkeit lastabhängig ist, ergibt sich
durch diesen zusätzlichen Regelkreis die Möglichkeit, eine Positionierung mit konstanter lastunabhängiger
Verstellgeschwindigkeit zu erreichen.
Damit ist aber das Problem der exakten Positionierung und der Stabilität noch nicht restlos gelöst,
denn beim Anlaufen des Motors 12 ist die Geschwindigkeit zunächst Null. Die Regelabweichung am Geschwindigkeitsvergleicher
im Geschwindigkeitsregelkreis wird demnach sehr groß und würde durch entsprechende
Phasenverschiebung der Zündimpulse mittels der Thyristoren den Energieinhalt der Halbwellen
auf das Maximum einstellen. Das hätte zur Folge, daß der Motor mit Höchstgeschwindigkeit anfahren
würde; aber erst nach Ausführung des ersten Impulses bekäme der Stellungsregelkreis eine Information,
ob dieser Verstellschritt richtig dosiert war. Bei geringer Last ist mit Sicherheit dieser Verstellschritt
zu groß, so daß unter Umständen die geforderte Stellung weit überschritten wird, was wieder zu
der oben genannten Instabilität führen würde.
Dieses Problem führt zu dem Erfindungsgedanken, die Energiehalbwellenimpulse auch bei großer Regelabweichung
im Geschwindigkeitsregelkreis im Anlaufbetrieb zunächst so stark herabzusetzen, daß die
Motorkraft nicht ausreicht, einen Impuls in einen mechanischen Weg umzuformen. Das Herabsetzen
des Energieinhalts wird durch ein Zeitvergrößerungsglied 31 (ÄC-Glied), das der Phasenschnittsteuerung
22 parallel geschaltet ist, allmählich aufgehoben, so daß der Energieinhalt der Halbwellenimpulse ansteigt,
bis der Motor 12 gegen die anliegende Last anlaufen und der Geschwindigkeitsregelkreis voll
wirksam wird. Durch die elektronische Schaltung arbeitet diese Schaltung so schnell, daß sich dieser
Ausregelvorgang beim Anfahren des Motors praktisch nicht bemerkbar macht.
F i g. 2 zeigt unter Verwendung sonst gleicher Bezugszeichen eine besondere Ausführungsform der Thyristoreinheit 10. Die Ausgänge des Kippverstärkers 6 sind ebenso wie der gegabelte Ausgang des Impulsphasenschiebers an UND-Glieder 101, 102 gelegt. Die Ausgänge dieser UND-Glieder liegen an
F i g. 2 zeigt unter Verwendung sonst gleicher Bezugszeichen eine besondere Ausführungsform der Thyristoreinheit 10. Die Ausgänge des Kippverstärkers 6 sind ebenso wie der gegabelte Ausgang des Impulsphasenschiebers an UND-Glieder 101, 102 gelegt. Die Ausgänge dieser UND-Glieder liegen an
den Steuerelektroden der Thyristoren 103, 104, die in diesem Falle antiparallel geschaltet im Stromkreis
des Motors 12 liegen, der an die Spannungsquelle 8 von z. B. 220 V und 50 Hz angeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Elektronischer Stellungsregler mit Phasenanschnittsteuerung für pulsgesteuerte Stellantriebe zum schrittweisen Verstellen von mechanischen Gliedern, insbesondere von Ventilen, Schiebern, Drosselklappen u. dgl. in beiden Richtungen, wobei die Pulsanzahl von einem Stellungsregelkreis und der Energieinhalt der Pulse durch einen unterlagerten Geschwindigkeitsregelkreis bestimmt wird und dessen Ist-Wert mit einem Geschwindigkeits-Sollwert verglichen werden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anfahrbetrieb das differenzierte Stellungssignal durch ein der Phasenanschnittsteuerung (22) parallel liegendes Verzögerungsglied (31) verzögert wird.
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEG0049141 | 1967-01-31 | ||
DEG0049141 | 1967-01-31 |
Publications (3)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1588221A1 DE1588221A1 (de) | 1972-04-06 |
DE1588221B2 DE1588221B2 (de) | 1973-01-04 |
DE1588221C true DE1588221C (de) | 1973-07-26 |
Family
ID=
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