DE149821C - - Google Patents
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- DE149821C DE149821C DENDAT149821D DE149821DA DE149821C DE 149821 C DE149821 C DE 149821C DE NDAT149821 D DENDAT149821 D DE NDAT149821D DE 149821D A DE149821D A DE 149821DA DE 149821 C DE149821 C DE 149821C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/30—Electromagnetic relays specially adapted for actuation by AC
- H01H51/32—Frequency relays; Mechanically-tuned relays
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist das Verfahren, mittels der an sich bekannten
Resonanzwirkung pulsierender Kräfte auf schwingende Systeme Relais in Tätigkeit zu
setzen, welche aus mindestens -zwei zusammengehörigen , abgestimmten, oszilierenden, mechanischen
Systemen bestehen, die geeignet sind, bei einer bestimmten Erregungsfrequenz einen beabsichtigten Vorgang einzuleiten und
ίο bei einer anderen Frequenz den gleichen Vorgang
wieder rückgängig zu machen oder einen anderen beabsichtigten Vorgang zu bewirken.
In erster Linie kommt die Fernwirkung dieser Resonanzrelais in Betracht, welche sowohl durch Anschluß des die Resonanzschwingungen
erregenden Magneten an eine vorhandene, von wellenförmigem Strom durchfiossene
Leitung ermöglicht werden kann, als auch durch irgendwelche bekannte Übertragungsart
pulsierender Kräfte an den Standort des Relais, z. B. durch elektrische Wellen, durch oszillierende Luftstöße, durch oszillierende
Belichtung einer Selenzelle u. dgl., geschehen kann.
Ein Hauptverwendungsgebiet steht diesem Verfahren offen bei Wechselstromanlagen,
weil die Resonanzrelais alsdann direkt an irgend eine Stelle des Stromnetzes eingeschaltet
werden können. Spezielle Fälle sind nachfolgende:
Es werde beabsichtigt, zu einer bestimmten Zeit, etwa für die Dauer des Tagesbetriebes,
den Leerlauf der Transformatoren, welche an verschiedenen, weit auseinander gelegenen
Punkten des Netzes der Wechselstromzentrale eingeschaltet liegen, auszuschalten. Zu diesem
Zwecke mußte bisher das Ausschalten an Ort und Stelle des Transformators vorgenommen
werden, oder es wurden gewöhnliche Relais mit dieser Verrichtung betraut, welche eine
gesonderte Stromleitung notwendig machen. Die hohen Kosten für diese gesonderte Stromzuführung
waren in vielen Fällen ein Hinderungsgrund. Hier soll nun das Resonanzrelais eine, billige und bequeme Einrichtung
liefern, um das Ausschalten und Wiedereinschalten der Transformatoren zu ermöglichen.
Eine geeignete Ausführungsform des Resonanzrelais ist folgende: Das· Relais besteht
aus einem Wechselstrommagneten m (Fig. 1), der mindestens zwei Klangkörper, z.B.zungenförmige
Federbänder Jx und f2, in Resonanzschwingungen
versetzt; in der Fig. 1 sind diese senkrecht von oben gesehen. Die normale
Polwechselzahl der Zentrale sei 100 pro Sekunde, die größte beobachtete, unbeabsichtigte
Schwankung 1,5 Prozent. Dann wird eine Feder auf 98, eine zweite auf 102 Polwechsel
abgestimmt. Beim absichtlichen Steigern der Frequenz auf 102 Polwechsel gerät
die höhere Zunge f2 in starke Resonanzschwingungen
und schließt direkt oder indirekt einen Stromkontakt k z. B. durch einen Hebel /?, welcher zwischen zwei festen Auflagestellen
im labilen Gleichgewicht beweglich ist. An das freie Hebelende soll die Zunge anschlagen und den Hebel in die entgegengesetzte
Ruhelage schleudern. In dieser neu eingenommenen Lage stellt der Hebel leitende Verbindung her mit einem Stromkreis, dessen
Wirkungen in bekannter Weise zu neuen Ver-
richtungen herangezogen werden können, etwa um den Anker eines Ausschalters s anzuziehen
und festzuhalten. Dieser neue Zustand hält nun so lange an, bis die erregende Stromfrequenz auf 98 Polwechsel eingestellt
wird. Alsdann kommt die tiefere Feder J1
in starke Resonanzschwingungen und wirft den Hebel wieder in die punktiert eingezeichnete
Stellung zurück, so daß er seinerseits die herbeigeführte Funktion rückgängig macht.
Die gleichen Gesichtspunkte gelten für das
Umschalten der Elektrizitätszähler auf einen anderen Tarif, oder beim Einschalten von
Bogenlampen für Straßenbeleuchtung, zum Absperren irgend einer Kraftzufuhr o. dgl.
mehr.
Unter Umständen ist ein weiteres, gewöhnliches Relais entbehrlich, und es genügt häufig
die Kraft, mit welcher der Hebel durch den mit maximaler Resonanzamplitude schwingenden
Körper fortgeschleudert wird, bezw. der Druck, welchen der Hebel in der neugewonnenen
Stellung auf seine Unterlage ausübt, um bereits die Aufgabe zu verrichten, welche dem Resonanzrelais zugedacht ist,
also etwa um eine Umschaltung vorzunehmen oder einen Stromweg zu eröffnen.
Sollen die Resonanzrelais auch dann noch unabhängigvoneinander arbeiten, wenn mehrere
Frequenzen zu gesonderten Zwecken eingestellt werden müssen, wobei, um zur höchsten
oder tiefsten Frequenz zu gelangen, die auf Zwischenfrequenzen abgestimmten Relais imgewünschterWeise
ausgelöst werden könnten, so hilft nachstehende Maßnahme:
Der bewegliche Hebel — welcher hier allgemein als Beispiel für eine auf die Resonanzamplituden
des schwingenden Systems reagierende Vorrichtung anzusehen ist — steht
in seiner Ruhelage von dem schwingenden Körper so weit entfernt, daß er von der maximalen Resonanzamplitude noch nicht berührt
wird. In der Fig. 2 ist nur diese Ruhelage α angedeutet. Dagegen wird ein gesonderter
Stromkontakt c bereits geschlossen, wenn die Schwingungsamplitude nahezu die
maximale ist. Dieser Zwischenkontakt kann auf beliebige Weise, etwa durch Quecksilber,
herbeigeführt werden; er erlischt, sowie die Frequenz das ausgeprägte Resonanzbereich
verläßt, er wird aber fast während der ganzen Dauer der merklichen Resonanz geschlossen.
Der Zweck dieses Zwischenkontaktes c besteht darin, den Strom — gleichgültig ob Gleich-
oder Wechselstrom — in eine Vorrichtung \ zu leiten, welche nicht augenblicklich, sondern
mit einer Verzögerung von einigen Sekunden in Wirkung tritt, und zwar derart, daß sie
entweder durch Kurzschluß eines Wider-Standes r die Resonanzamplitude vergrößert,
oder daß sie die Ruhelage ' des Hebels dem
schwingenden System nähert. Es. eignet sich zu dem Verzögerungsrelais besonders die Ver- ,
wendung der erwärmenden Wirkung des elektrischen Stromes, welche erfahrungsgemäß
leicht derart reguliert werden kann, daß der Gleichgewichtszustand zwischen aufgenommener
und abgeleiteter Wärme erst nach einigen Sekunden eintritt.
Der Sinn dieses Verzögerungsrelais ist ausschließlich der, daß das Resonanzrelais nicht
sofort, sondern erst später anspricht. Daher ist es möglich, durch verhältnismäßig schnelle
Änderung der Frequenz durch das Resonanzbereich desjenigen schwingenden Körpers,
dessen Resonanzamplituden nicht wirksam sein sollen, hindurch zu gehen, ohne daß ein
ungewünschtes Ansprechen dieses Resonanzrelais eintritt. Dagegen spricht nur dasjenige
Resonanzrelais an, welches von der betreffenden, konstant gehaltenen Frequenz einige
Sekunden lang erregt wird.
Ferner, kann man den Umstand ausnutzen, daß die maximale Amplitude erst nach Verlauf
einiger Zeit, bei schwach gedämpften Resonanzkörpern erst nach 1 bis 3 Sekunden
konstant wirkender, genau auf die Konsonanzstelle einregulierter Erregerfrequenz erreicht
wird. Wenn die Einstellung des Hebels ti. dgl. nur auf maximale Resonanzamplitude vorgenommen
wird, reagiert das Relais nicht auf schnell ausgeführte Frequenzschwankungen, welche das Resonanzbereich passieren, wohl
aber auf sehr langsame.
Da andererseits die Resonanz bei erzwungen en Schwingungen schwach gedämpfter
Systeme in nächster Nähe der Konsonanzstelle sehr stark auftrifft und im Abstand
von Y2 Prozent schon fast erloschen ist, so
kann man leicht. im Intervall von 1J2 Prozent
skalenartig abgestimmte Resonanzkörper anordnen, welche paarweise eine gesonderte
Funktion übernehmen, wie nachstehendes Schema zeigt:
Normale Frequenz 100 Polwechsel.
Einschalten bei Ausschalten bei
Polwechsel Polwechsel
102 Transformatoren 97
102,5 Bogenlampen 97,5 no
103 Tarifzähler · 98.
Wenngleich der Vorteil, diese Resonanzrelais direkt an das vorhandene Stromnetz
anschließen zu können, sehr nennenswert ist, so soll ihre Verwendbarkeit nicht daran gebunden
sein, vielmehr sollen diese Relais an beliebige Stromleiter, sowie an irgendwelche
Generatoren für wellenförmige Ströme angeschlossen werden können. Ferner soll der
Vorteil der Fernwirkung nicht ausschließen, daß die Resonanzrelais auch in unmittelbarer
Nähe der Maschinen, deren Frequenz mini-
male und maximale Tourenzahl -oder Unterbrechungszahl
die Relaiseinrichtung in Tätigkeit setzt, verwendet werden. Zur Erregung von Resonanzschwingungen können in bekannter
Weise verschiedene periodische Kräfte benutzt werden.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:I. Resonanzrelais für zwei oder mehr ίο . verschiedene Frequenzen periodisch wirkender Kräfte, dadurch gekennzeichnet, daß ein abgestimmter Resonanzkörper bei Konsonanz mit der niederen Frequenz einen neuen Vorgang einleitet, während ein zweiter, auf eine andere Frequenz abgestimmter Resonanzkörper bei Konsonanz mit dieser den Vorgang wieder rückgängig macht oder einen anderen Vorgang einleitet.
- 2. λ^erfahren, mehrere am nämlichen Leitungsnetze angeschlossene, auf unter sich ungleiche Frequenz reagierende Resonanzrelais nach Anspruch 1 unabhängig voneinander zur Wirkung zu bringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonanzrelais auf relativ schnellen Frequenzdurchgang durch das Resonanzbereich nicht ansprechen, sondern infolge eines verzögernden Umstandes erst bei hinreichend langer Erregung mit konstant gehaltener Erregerfrequenz zur Wirkung kommen.
- 3. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktgebung eines Verzögerungsrelais durch Expansion eines Körpers infolge der erwärmenden Wirkung des Stromes zustande kommt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE149821C true DE149821C (de) |
Family
ID=416798
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT149821D Active DE149821C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE149821C (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE956072C (de) * | 1952-03-12 | 1957-01-10 | Landis & Gyr Ag | Installationsselbstschalter mit Differentialrelais |
DE1023813B (de) * | 1953-02-28 | 1958-02-06 | Wilhelm Engels | Elektrischer Schutzschalter |
DE1093008B (de) * | 1956-09-05 | 1960-11-17 | Franz Baumgartner Fa | Schaltungsanordnung zur UEberwachung der Betriebsfrequenz |
-
0
- DE DENDAT149821D patent/DE149821C/de active Active
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE956072C (de) * | 1952-03-12 | 1957-01-10 | Landis & Gyr Ag | Installationsselbstschalter mit Differentialrelais |
DE1023813B (de) * | 1953-02-28 | 1958-02-06 | Wilhelm Engels | Elektrischer Schutzschalter |
DE1093008B (de) * | 1956-09-05 | 1960-11-17 | Franz Baumgartner Fa | Schaltungsanordnung zur UEberwachung der Betriebsfrequenz |
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