DE147145C - - Google Patents
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- DE147145C DE147145C DE1903147145D DE147145DD DE147145C DE 147145 C DE147145 C DE 147145C DE 1903147145 D DE1903147145 D DE 1903147145D DE 147145D D DE147145D D DE 147145DD DE 147145 C DE147145 C DE 147145C
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- photographic
- light beam
- galvanometer
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- Expired
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01D—MEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01D15/00—Component parts of recorders for measuring arrangements not specially adapted for a specific variable
- G01D15/14—Optical recording elements; Recording elements using X-or nuclear radiation
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Facsimile Scanning Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- .M 147145 KLASSE 42 d.
Zur Aufnahme von Spannungs- oder Stromkurven werden in der Wechselstromtechnik
seit längerem photographische Kurvenzeichner benutzt, die im wesentlichen bestehen aus
einem geeigneten Galvanometer und einer photographischen Trommel, auf die ein von
der Galvanometernadel reflektierter Lichtstrahl fällt, der infolge des veränderlichen Ausschlages
des Galvanometers auf der Trommel
ίο parallel zu deren Achse hin- und herwandert
und bei Drehung der Trommel um ihre Achse auf deren Oberfläche Kurven beschreibt.
Ein derartiger Apparat, bei dem im besonderen zum Antrieb der photograpbisehen
Trommel ein mit dem zu untersuchenden Generator synchron laufender Motor von entsprechend ,geringer Polzahl benutzt wird,
ist in der Elektrotechnischen Zeitschrift 1895, Seite 408, kurz beschrieben. Man kann solche
Apparate nun entweder so benutzen, daß der Trommel nur eine Drehbewegung erteilt wird,
in welchem Falle, solange die Spannungsund Stromverhältnisse unverändert bleiben,
der Lichtpunkt auf der Trommel immer denselben in sich geschlossenen Kurvenzug be-
- schreibt. Man kann aber auch, wie in manchen Fällen erwünscht ist, indem man der
Trommel in bekannter Weise außer der Drehung auch noch eine fortschreitende Bewegung
in der Achse, im ganzen also schraubenförmige Bewegung gibt, auf der Trommel einen fortlaufenden Kurvenzug beschreiben
lassen, wobei je nach der fortschreitenden Geschwindigkeit der Trommel die einander entsprechenden Kurven mehr
oder weniger nahe beieinander liegen und schließlich die Trommel in ihrer ganzen Aus
dehnung mit nebeneinander liegenden Kurven derselben Art bedeckt ist.
Es zeigt sich nun, daß die dazu erforderliche Längsverschiebung der photographischen
Trommel den ganzen Apparat beträchtlich kompliziert und umständlich macht. Die nachfolgend beschriebene neue selbsttätige
Stellvorrichtung bezweckt, diesen Übelstand zu beseitigen und die Handhabung des Apparates
ungemein zu erleichtern. Sie besteht im wesentlichen darin, daß die Trommel wieder nur eine drehende Bewegung ausführt,
dagegen das Galvanometersystem eine Drehung um eine zur Trommelachse senkrechte Achse
erhält, die hinsichtlich der Kurvenzeichnung denselben Erfolg hat wie die Längsverschiebung
der Trommel.
Fig. ι zeigt den Apparat in der Seitenansicht, Fig. 2 in der Ansicht von oben bei
teilweise schematischer Darstellung. Fig. 3 und 4 geben in größerem Maßstabe die Dreheinrichtung
des Galvanometersystems.
Auf der verlängerten Achse des hier beispielsweise angenommenen Synchronmotors c
ist die photographische Trommel t befestigt und von der Kamera k umschlossen. Die
Lichtquelle ο (Fig. 2) sendet Strahlen durch die Linse / nach der spiegelnden Nadel des
Galvanometers g, die hier in bekannter Weise von dem permanenten Hufeisenmagneten m
polarisiert wird.
Als ablenkende Spule für das Galvanometer kann je nach dem Gebrauchszwecke
eine der beiden in Fig. 1 gezeichneten Spulen 5 benutzt werden. Die Anordnung der einzelnen
Teile ist so gewählt, daß der von der Galvanometernadel reflektierte und gerichtete
Lichtstrahl die ganze Länge der Trommel bestreichen kann.
Das ganze Galvanometersystem ist nun an einem einfachen Gestell befestigt, das unten
bei ι in einen Zapfen übergeht. Dieser Zapfen ist in der Grundplatte des Apparates
sicher gelagert. Zur Abhaltung störender Lichtwirkung ist das bewegliche Galvanometersystem
mit der feststehenden Kammer
ίο durch einen Balgen b verbunden.
Die Drehung des Galvanometersystems zwecks Aufnahme von fortlaufenden Kurvenzügen
wird durch eine auf verschiedenes Übersetzungsverhältnis einstellbare Übertragung von
der Motorachse selbst bewirkt. Der Schneckentrieb h auf dieser Achse greift in ein darunter
liegendes kleines Zahnrad, das an dem rechten Ende der kleinen Welle w befestigt ist. Ein
am linken Ende dieser Welle n> sitzender Schneckentrieb (Fig. 3 und 4 in größerem
Maßstabe) greift wieder in ein Zahnrad mit senkrechter Achse ein, wie in Fig. 1 unterhalb
des Balgens b erkennbar, in Fig. 3 und 4 in der Ansicht von oben in größerem Maßstäbe
dargestellt ist. Unterhalb des erwähnten kleinen Zahnrades sitzt auf derselben Achse
ein zweites Zahnrad r und an dem ebenfalls . um dieselbe Achse drehbaren Arme α das
Rad T1, und dieses kann zwecks Änderung
der Übersetzung durch Verstellung an dem Arme α in wagerechtem und senkrechtem
Sinne mit einem der Räder r2 von verschiedenem Durchmesser auf der Achse des
Galvanometersystems in Eingriff gebracht werden.
Während in dieser Weise eine innerhalb der erforderlichen Grenzen einstellbare Übersetzung
der Drehbewegung der Motorachse auf das Galvanometersystem erfolgt, ist noch eine besondere Vorrichtung erforderlich, die
das Einschalten des Mechanismus von Hand und das bei der kurzen Dauer der Aufnahme
gleich darauf erforderliche selbsttätige Ausschalten des Übertragungsmechanismus bewirkt.
Zu dem Ende ist die kleine Welle n> (Fig. 4) in einer Hülse 11 gelagert, die ihrerseits
von dem in seiner Führung wagerecht verschiebbaren Stifte ν getragen wird. Eine
zwischen Hülse und Stiftführung angeordnete Schraubfeder /hat das Bestreben, die Welle w
so zu bewegen, daß der Schneckentrieb außer Eingriff mit dem Rade r kommt. Durch
den Sperrhaken i wird nach Einrücken des Mechanismus die Welle w in ihrer Lage erhalten.
Sobald aber die Drehung des Galvanometersystems (hier im Uhrzeigersinne) so weit fortgeschritten ist, daß der reflektierte
Lichtstrahl am Außenende der photographischen Trommel angekommen ist, wird durch
die einstellbare Schraube η der Sperrhaken zurückgedreht, damit die Welle w freigegeben
und durch die Feder f zurückgeschnellt, so daß die Kuppelung zwischen der Motorwelle
und dem Drehmechanismus des Galvanometersystems unterbrochen ist.
Die Einstellbarkeit der Auslösevorrichtung gestattet ersichtlich, einen beliebigen Teil der
Trommel t beschreiben zu lassen.
Die Grundanordnung der vorstehend beschriebenen Einrichtung läßt sich auch für
solche Kurvenzeichner verwenden, die zur Untersuchung anderer periodischer Erscheinungen
auf photographischem Wege bestimmt sind, beispielsweise der Schwingungen von
Stimmgabeln, Telephonmembranen u. a. m., wobei immer zur Erzielung eines fortlaufenden
Kurvenzuges auf der sich drehenden Trommel das schwingende System eine Drehung im Sinne der obigen Darlegungen
erfährt. Auch kann selbstverständlich die zur Aufnahme periodischer Erscheinungen
dienende Einrichtung benutzt werden, um nicht periodische, langsamer ablaufende Erscheinungen
festzuhalten. So kann beispielsweise die Kurve des Anwachsens oder Abnehmens des Erregerstromes von Elektromagneten
sehr genau erhalten werden·, wenn man unter Herstellung angemessener Drehungsverhältnisse für die Trommel und das Galvanometer
eine einzelne Kurve über eine Anzahl von Umgängen auf der Trommel ausdehnt.
Claims (2)
1. Photographischer Kurvenzeichner zur Untersuchung veränderlicher Erscheinungen,
bei dem die photographische Trommel außer der Drehung eine relative axiale Verschiebung zur Aufnahme fortlaufender
Kurvenzüge erhält, dadurch gekennzeichnet, daß der den beweglichen Lichtstrahl richtende Apparat auf einer neben
und senkrecht zur Trommelachse verlaufenden Achse drehbar angeordnet ist.
2. Photographischer Kurvenzeichner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Trommelachse und der Drehachse des den Lichtstrahl richtenden Apparates eine Kuppelung mit geeignetem
Übersetzungsverhältnisse und eine selbsttätig wirkende Ausrückvorrichtung vorgesehen
ist, zu dem Zwecke, die relative axiale Verschiebung der Trommel gegen die mittlere Lage des beweglichen Lichtstrahles
in einfacher Weise ausführen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE147145T | 1903-01-25 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE147145C true DE147145C (de) | 1904-01-14 |
Family
ID=34608435
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1903147145D Expired DE147145C (de) | 1903-01-25 | 1903-01-25 |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE147145C (de) |
-
1903
- 1903-01-25 DE DE1903147145D patent/DE147145C/de not_active Expired
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