DE144635C - - Google Patents
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- DE144635C DE144635C DENDAT144635D DE144635DA DE144635C DE 144635 C DE144635 C DE 144635C DE NDAT144635 D DENDAT144635 D DE NDAT144635D DE 144635D A DE144635D A DE 144635DA DE 144635 C DE144635 C DE 144635C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/08—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
- F01L31/10—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear the drive being effected by eccentrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERHICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVr 144635 KLASSE
CHRISTIAN HAGANS in ERFURT. Steuerungsantrieb für Lokomotiven.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. März igol ab.
Die an Lokomotiven häufig angewendete Heusingersteuerung hat den Mangel, daß sie bei
hohen Expansionen, wenn dieselbe für geringere als ij10 bis 3J10 Füllungen der Dampfzylinder
arbeitet, die Dampf kanäle nur langsam und nicht genügend öffnet, so daß die Dampfverteilung
bezw. die Wirkung des Dampfes in dem Zylinder so gering und mangelhaft ist, daß man gezwungen ist, die Lokomotiven für die
ίο Durchschnittsleistung nur mit ij10, höchstens
3/10 Füllung arbeiten zu lassen, während höhere
Expansionsgrade 2/10 bis Y10 bei entsprechend
hohem Druck und sonstigen Einrichtungen, welche höheren Expansionsgrad überhaupt gestatten,
viel ökonomischer sein würden.
Der obige beschriebene Mangel der Heusingersteuerung ist hauptsächlich die Ursache, daß es
bisher mit der Heusingersteuerung nicht gelungen ist, für die Durchschnittsleistung der
Lokomotiven höhere als die besagten Expansionsgrade vorteilhaft anzuwenden.
Um nun mit der Heusingersteuerung ein schnelleres und rechtzeitigeres Öffnen und
Schließen der Dampf kanäle bei hoher, z. B. 2/10 bis Y10 Füllung zu erreichen und diese
ökonomischeren Füllungsgrade vorteilhaft für die Durchschnittsleistung der Lokomotiven anwenden
zu können, wird auf Grund vorliegender Erfindung statt des an dieser Steuerung
bisher vorhandenen Exzenters oder Exzenterzapfens das besonders bei Wo öl f 'sehen Maschinen
angewendete Bogendreieck zum Antrieb der Schieber benutzt.
Fig. ι zeigt eine schematische Skizze einer
Heusingersteuerung der bisher gebräuchlichen Art mit einem Exzenterzapfen bezw. Exzenter E.
Fig. 2 bis 5 zeigen die Abänderung derselben auf Grund vorliegender Erfindung.
Statt des in Fig. 1 in der Gegenkurbel G angebrachten Exzenterzapfens E wird ein Bogendreieck
B an der Gegenkurbel G angebracht und die Exzenterstange St mit einem entsprechenden
Rahmen C versehen.
Bekanntlich wird durch den Antrieb der Heusingersteuerung mit solchem Bogendreieck
ein kleinerer Füllungsgrad herbeigeführt, denn es kann eine große Anfangsöffnung der Schieberkanäle
und ein rascher Eintritt des Dampfes bewerkstelligt werden.
Dies ergibt sich aus dem Diagramm Fig. 6, wo eine Heusingersteuerung mit Exzenter
(Zeuner'scher Schieberkreis I) mit einer Heusingersteuerung mit Bogendreieck (Schieberkurve
II) in Vergleich gezogen ist. Der äußere Deckungskreis des Schiebers ist durch 36 Strahlen
in 36 gleiche Teile geteilt. Die Deckung der Kanalöffnung ist bei etwa ]/4 Zylinderfüllung
dargestellt.
Die Kompressionsperiode beträgt bei der Exzenter-Heusingervorrichtung α, bei der Bogendreiecksteuerung
b\ b beträgt ungefähr 0,8 a, d. h. die Kompressionsperiode b ist um mehr
als 20 Prozent bei der Bogendreiecksteuerung verringert.
Ebenso ist der Querschnitt der Kanalöffnung bei der Heusingersteuerung mit Bogendreieck
wesentlich größer als bei solcher mit Exzenter; ζ. B. im Strahl 4 beträgt die Kanalöffnung für
die Bogendreiecksteuerung c, für die Exzentersteuerung d, und es beträgt c= 1,50?, d. h. die
Kanalöffnung c in der Schieberkurve II für
ßogendreiecksteuerungen ist um 50 Prozent größer als diejenige d im Schieberkreis I für
die Exzentersteuerung.
Bei der Bogendreiecksteuerung ist also in den Stellungen, in welchen die Kolbenbewegung
schon stark beschleunigt ist, der Schieberkanal noch weiter geöffnet, um dann rasch abgeschlossen
zu werden.
Ein Blick auf Diagramm Fig. 6 zeigt auch, daß die mittlere Kanalöffnung bei Bogendreiecksteuerungen
eine größere ist als bei der Exzentersteuerung, so daß bei gleicher Auslage der Steuerung die mittlere Kanalöffnung größer
wird. Umgekehrt ist bei gleicher mittlerer Kanalöffnung für die Bogendreiecksteuerung
eine geringere Auslage der Steuerung, d. h.
eine geringere Füllung nötig, und infolgedessen wird eine vollkommenere, d. h. größere
Expansion als bei der gewöhnlichen Heusingersteuerung erreicht.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine besondere Aufhängung des Rahmens C an
einem zentrisch am Bogendreieck angebrachten Zapfen Z, um das Bogendreieck von dem Gewicht
der Bogendreieckstange St zu entlasten. Fig. 3 bis 5 zeigen diese Entlastungsart.
Neben dem Bogendreieck B und mit diesem fest verbunden ist ein zentrischer Zapfen Z
angebracht. Dieser Zapfen Z ist von einem Lager L umschlossen, welches in einer an der
Stange St befestigten Führung F seitlich verschiebbar ist, so daß die Stange an den Vor-
und Rückwärtsbewegungen nicht verhindert wird, aber immer in der gleichen Höhe zur
Achse liegen bleibt und durch die Teile ZLF getragen wird.
Der Rahmen C hat deshalb hier auch eine rechteckige Gestalt statt eine quadratische wie
in Fig. 2.
Durch die in Fig. 3 und 5 dargestellte Einrichtung wird das Bogendreieck von dem Gewicht
des Rahmens und dessen Stange entlastet, so daß eine Abnutzung des Bogendreiecks
an seinen Ecken und des Ober- und Untersteges C1 C2 der Kulisse aufgehoben bezw.
wesentlich verhindert ist.
Die beschriebenen Einrichtungen haben vor anderen den gleichen Zweck verfolgenden,
wesentlich komplizierten und wenig eingeführten Steuerungen an Lokomotiven den Vorteil,
daß man den oben angegebenen Zweck durch verhältnismäßig geringe Änderungen der fast allgemein eingeführten Heusingersteuerung
erreicht, ohne die schleifenden Schieberbewegungen verlassen zu müssen, während für die Dampfverteilung und die Dauerhaftigkeit
der Steuerung die bekannten Vorteile der Anwendung der Bogendreiecke gewonnen werden. Die Steuerung vorliegender Erfindung
läßt sich deshalb an bereits vorhandener Lokomotiv - Heusingersteuerung ohne bedeutende
Kosten anbringen, d. h. die bisherige Heusingersteuerung nach der vorliegenden verbesserten
leicht umbauen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Steuerungsantrieb für Lokomotiven mittels eines Woolf'sehen Dreiecks, dadurch gekennzeichnet, daß der das Woolf'sehe Dreieck umgebende Rahmen (C) von einem mit dem Bogendreieck (B) verbundenen, zentrischen Zapfen (Z) mittels einer in der Bewegungsrichtung liegenden Gleitführung (F L) getragen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE144635C true DE144635C (de) |
Family
ID=412032
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT144635D Active DE144635C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE144635C (de) |
-
0
- DE DENDAT144635D patent/DE144635C/de active Active
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