DE1292310B - Verfahren zur Herstellung von Fasern und Faeden aus Acrylnitrilpolymerisaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Fasern und Faeden aus AcrylnitrilpolymerisatenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung lieh ihrer Eigenschaften den gemäß der Erfindung
von porenfreien Fasern und Fäden aus Acrylnitril- hergestellten Produkten unterlegen sind,
polymerisaten von verbesserter Qualität durch Rege- Aufgabe der Erfindung ist daher die Herstellung
lung der Koagulationseigenschaften von Spinnlösun- von porenfreien Fasern und Fäden aus Acrylnitrilpolygen
dieser Polymerisate. 5 merisaten unter Anwendung von Spinnlösungen von
Gewisse Acrylsäurenitrilpolymerisate, Mischpoly- Acrylsäurenitrilpolymerisaten, die leicht koaguliert
merisate und Polymerisatmischungen mit einem Gehalt werden können, wobei Fasern von hoher Qualität,
von mindestens 80% Acrylsäurenitril, die gewöhnlich insbesondere mit verbessertem Glanz und verbessertem
für die Herstellung von synthetischen Fasern gemäß Abriebswiderstand bei erhöhten Spinngeschwindigder
Naßspinnarbeitsweise verwendet werden, ergeben io keiten erhalten werden können,
bei der Koagulation von Lösungen dieser Polymerisate Es wurde gefunden, daß dieses Ziel durch die
in organischen Lösungsmitteln in wäßrigen Spinn- Verwendung gewisser, leichtlöslicher Alkylenglykolbädern,
insbesondere bei hohen Spinngeschwindig- polymerisate, die in Lösung mit Polyacrylsäurenitril
keiten, Fasern, welche eine große Anzahl von inneren verträglich und durch das verwendete Koagulations-Poren
oder Hohlräumen aufweisen. Diese Poren oder 15 medium löslich oder stark quellfähig sind, um in den
Hohlräume scheinen sich im Augenblick der Koagu- Fasern während der Koagulation die Bildung von
lation auf Grund der raschen Hautbildung und der inneren Poren oder Hohlräumen zu regeln, erreicht
Einwärtsdiffusion der Spinnbadflüssigkeiten zu bilden. werden kann.
Die so gebildeten Poren oder Hohlräume verbleiben Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Herin
der Faser während der weiteren Verarbeitung und ao stellung von Fasern und Fäden aus Acrylnitrilpolytragen
zu unerwünschten Eigenschaften, wie geringem merisaten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein
Abriebswiderstand und verringertem Glanz der fertigen Acrylnitrilpolymerisat mit einem Gehalt von wenig-Faser,
bei. stens 85% Acrylnitril, ein Lösungsmittel für dieses
Aus der deutschen Auslegeschrift 1085 292 ist ein und ein Polyglykol mit einem mittleren Molekular-Verfahren
zur Herstellung von Gebilden aus Poly- 25 gewicht von 400 bis 4000 rührt und anschließend die
acrylnitril und bzw. oder eines Mischpolymerisaten sich ergebende Polyglykol-Polymerisat-Spinnlösung
bekannt, bei welchem man den in einem organischen durch eine geeignete Ausspritzöffnung oder -düse zur
Lösungsmittel gelösten Polymeren Formaldehyd und Bildung von Fasern oder Fäden ausspritzt,
bzw. oder seine Derivate sowie Harnstoff und bzw. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung werden
oder seine Derivate zusetzt und anschließend die 30 vorzugsweise 1 bis 25 %, bezogen auf das Gewicht des
zugefügten Verbindungen in den frisch erzeugten Polymerisats, an Polyglykol verwendet. Als Polyglykol
Formungen durch eine thermische Behandlung poly- können geeignete Mengen von Polyäthylenglykol,
kondensiert. Durch dieses bekannte Verfahren sollen Polypropylenglykol oder Polybutylenglykol oder Spinninsbesondere
eine Aufhellung der Gebilde erreicht und lösung einverleibt werden. Beim Naßspinnen dieser
die Kräuselungseigenschaften der Fadenprodukte ver- 35 Lösung gemäß den üblichen bekannten Arbeitsweisen
bessert werden. Nach dieser Arbeitsweise können in ein Koagulierbad werden Fasern mit verbesserten
jedoch keine porenfreien Fasern und Fäden aus Eigenschaften erhalten.
Acrylnitrilpolymerisaten erhalten werden. Die Art der Zugabe des Polyglykols ist nicht
Ferner ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 085 645 kritisch. So kann das Polyglykol mit dem Acrylsäureein
Verfahren zur Herstellung von PolyacryMtrilfäden 40 nitrilpolymerisat während der Herstellung der Spinnoder-fasern
mit hoher Festigkeit unter Verwendung von lösung auf irgendeine geeignete Weise gemischt
Dimethylsulfoxyd bekannt, wobei Polyacrylnitril in werden. Die Polymerisate .können nacheinander in
Dimethylsulfoxyd gelöst und in ein Fällbad, das beliebiger Reihenfolge gelöst werden, oder es können
Dimethylsulfoxyd und gegebenenfalls noch Wasser beide einzeln gelöst und dann die Lösungen gemischt
enthält, versponnen wird, wobei die Spinnlösung und 45 werden. Jedoch müssen beide, das Arcylsäurenitrildas
Bad neben Dimethylsulfoxyd einen Gehalt an polymerisat und das Polyglykol, vollständig und
aliphatischen Glykolen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen gleichmäßig innerhalb der Lösung dispergiert sein,
und bzw. oder an Polyäthylenglykolen, die an einer um die zweckmäßige Durchführung der Erfindung
der endständigen Hydroxylgruppen mit niederem sicherzustellen. Die Acrylsäurenitrilpolymerisat-Poly-Alkylrest
veräthert sein können, aufweisen. Die hierbei 50 glykol-Lösung wird dann in ein Koagulierbad ausgegebenenfalls
verwendeten Polyäthylenglykole ent- gespritzt, und die so praktisch porenfrei erzeugten
sprechen der allgemeinen Formel Acrylsäurenitrilfasern besitzen infolge des stark ver
ringerten Auftretens von Poren verbesserte Abriebs-
HO (CH2 — CH2 — O)n — H beständigkeit und andere erwünschte Eigenschaften.
55 Jedes organische PolyacrylsäurenitriJlösungsmittel,
in welcher η eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist, und welches mit den Polyglykolen gemäß der Erfindung
besitzen ein maximales Molekulargewicht von etwa keine Nebenreaktionen eingeht, kann zur Ausführung
200. Wie nachstehend (insbesondere in Tabelle Π) des Verfahrens gemäß der Erfindung verwendet
gezeigt wird, ist es bei Verwendung eines derartigen werden. Zu den bevorzugten Lösungsmitteln gehören
Polyäthylenglykols nicht möglich, praktisch poren- 60 Ν,Ν-Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxyd, Äthylenfreie Fasern oder Fadenprodukte zu erhalten. Wie aus carbonat.
Tabelle II hervorgeht, werden bei Verwendung eines Die Verwendung von Polyäthylenglykol, PoIy-
Polyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von propylenglykol oder Polybutylenglykol gemäß der
200, das der oberen Grenze gemäß der bekannten Erfindung bewirkt Verbesserungen der Eigenschaften
Arbeitsweise entspricht, Produkte erhalten, deren 65 der Faser, die aus beliebigen geeigneten Lösungsdurchschnittliche
Anzahl von Poren je 10 Mikron mitteln für Acrylsäurenitrilpolymerisate gesponnen
Länge zwei beträgt. Ferner ist ersichtlich, daß dem- wurden. Die Erfindung ist nicht nur auf Polyacrylentsprechend
die erhaltenen Produkte auch hinsieht- säurenitril anwendbar, sondern auch auf Mischpoly-
10
merisate und Mischungen davon, die mindestens 85 Gewichtsprozent polymerisiertes oder mischpolymerisiertes
Acrylsäurenitril enthalten. Solche polymere Materialien umfassen Acrylsäurenitrilfaser bildende
Polymerisate mit leicht anfärbbaren basischen Mischpolymerisaten.
Beispielsweise kann das Polymerisat ein Mischpolymerisat von 85 bis 98% Acrylsäurenitril und
2 bis 15% eines anderen mischpolymerisierbaren monoolefinischen Monomeren sein.
Geeignete mischpolymerisierbare monoolefinische Monomere umfassenAcrylsäure^-Chloracrylsäure und
Methacrylsäure, die Acrylate, wie Methylmethacrylat, Äthylmethacrylat, Butylmethacrylat, Methoxymethylmethacrylat,
ß-Chloräthylmethacrylat und die entsprechenden
Ester von Acryl- und oc-Chloracrylsäure,
Vinylchlorid, Vinylfluorid, Vinylbromid, Vinylidenchlorid, l-Chlor-l-brom-äthylen, Methacrylsäurenitril,
Acrylamid und Methacrylamid, a-Chloracrylamid
oder deren Monoalkylsubstitutionsprodukte, Methylvinylketon, Vinylcarboxylate, wie Vinylacetat, Vinylchloracetat,
Vinylpropionat und Vinylstearat, N-Vinylimide, wie N-Vinylphthalimid und N-Vinylsuccinimid,
Methylenmalonsäureester, Itaconsäure und Itaconsäureester, N-Vinylcarbazol; Vinylfuran, Alkylvinylester,
Vinylsulfonsäure, Äthylen-a,ß-Dicarbonsäuren oder deren Anhydride oder Derivate, wie Diäthylcitraconat,
Diäthylmesaconat, Styrol, Vinylnaphthalin, vinylsubstituierte tertiäre heterocyclische Amine,
wie die Vinylpyridine und alkylsubstituierten Vinylpyridine, beispielsweise 2-Vinylpyridin, 4-Vinylpyridin,
2-Methyl-5-Vinylpyridin od. dgl., 1-Vinylimidazol und
alkylsubstituierte 1-Vinylimidazole, wie 2-, 4- oder 5-Methyl-l-vinylimidazole, Vinylpyrrolidon, Vinylpiperidin
und andere monoolefinische mischpolymerisierbare monomere Materialien.
Das Polymerisat kann ein ternäres Mischpolymerisat sein, beispielsweise Produkte, die durch die Mischpolymerisation
von Acrylsäurenitril und zwei oder mehreren der vorstehend angegebenen Monomeren mit
Ausnahme von Acrylsäurenitril erhalten werden. Vorzugsweise enthalten die ternären Polymerisate 85 bis
98 % Acrylsäurenitril, 1 bis 10 % eines Vinylpyridins oder eines 1-Vinylimidazols und 1 bis 18% einer
anderenmischpolymerisierbarenmonoolefinischenSubstanz, wie Methacrylsäurenitril, Vinylacetat, Methylmethacrylat,
Vinylchlorid und Vinylidenchlorid.
Das Polymerisat kann auch eine Mischung von Polyacrylsäurenitril oder von einem Mischpolymerisat
aus 80 bis 98% Acrylsäurenitril und 1 bis 20% mindestens einer anderen monoolefinischen mischpolymerisierbaren
monomeren Substanz mit 2 bis 50 Gewichtsprozent eines Mischpolymerisats von 80 bis 90% eines
vinylsubstituierten tertiären heterocyclischen Amins und 10 bis 70% mindestens eines anderen monoolefinischen
mischpolymerisierbaren Monomeren sein. Bevorzugt ist, sofern das polymere Material eine
Mischung darstellt, eine Mischung von 80 bis 99% eines Mischpolymerisats von 80 bis 98 % Acrylsäurenitril
und 2 bis 20% eines anderen monoolefinischen Monomeren, wie Vinylacetat, das gegenüber Farbstoff
nicht aufnahmefähig ist, mit 1 bis 20 % eines Mischpolymerisats
von 30 bis 90% eines vinylsubstituierten tertiären heterocyclischen Amins, wie Vinylpyridin,
eines der 1-Vinylimidazole oder eines der Vinyllactame und 10 bis 70 % Acrylsäurenitril, um eine anfärbbare
Mischung zu ergeben, welche einen Gesamtgehalt an vinylsubstituierteni, tertiärem heterocyclischen! Amin
von 2 bis 10 %, bezogen auf das Gewicht der Mischung, enthält.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Polymerisate können nach üblichen Polymerisationsmethoden hergestellt
werden, z. B. Blockpolymerisation, Lösungspolymerisation oder Polymerisation in wäßriger
Emulsion. Wenn aus den Polymerisatlösungen gemäß der Erfindung Fäden oder Fasern hergestellt werden
sollen, die ein verändertes Aussehen oder veränderte Eigenschaften aufweisen, so können den Lösungen zur
Erzielung dieser Wirkungen verschiedene Mittel, entweder vor oder nach Zugabe des Polyglykols, ohne
irgendwelche nachteilige Wirkungen zugegeben werden. Solche Zusatzstoffe können z. B. Pigmente, Farbstoffe,
antistatisch machende Mittel oder Flammhemmittel sein. Üblicherweise werden Lösungen mit
einem Gehalt von 8 bis 30 Gewichtsprozent Acrylsäurenitrilpolymerisaten verwendet, wobei der bevorzugte
Konzentrationsbereich 15 bis 25% beträgt.
Sämtliche Teil- und Prozentangaben sind in den Beispielen auf Gewichtsbasis bezogen.
25% eines Acrylsäurenitrilmischpolymerisats, welches 93,7 % Acrylsäurenitril und 6,3% Vinylacetat
enthielt, und 2,5% Polyäthylenglykol mit einem mittleren Molekulargewicht von 1000 wurden mit
Ν,Ν-Dimethylacetamid unter Rühren bei etwa 500C
gemischt, bis eine Lösung gebildet war. Die Lösung wurde dann zu Fasern versponnen, wobei das Koagulationsbad
aus 55 % Dimethylamid und 45 % Wasser bestand und die Badtemperatur 50° C betrug. Die
Faser wurde unter Verwendung eines Wasserbades bei 100°C auf das 5fache getreckt, anschließend bei
125 0C getrocknet und für die Lagerung und den
Transport aufgespult. Die typischen Festigkeitseigenschaften der erhaltenen Fasern und die entsprechenden
Kontrollwerte sind nachstehend aufgeführt. Die Messungen in bezug auf die Fibrillenbildung sind Vergleichsmessungen,
welche an einem Gewebe vorgenommen wurden, welches aus den Fasern hergestellt war. Der Grad an Fibrillenbildung wird an
einem Trikotwebband bestimmt. Das Band wurde an einem »Stroll«-Scheuergerät oder an einem Universalgewebeprüfer
(hergestellt von Custom Scientific Instruments, Inc. Arlington New Jersey) unter Verwendung
des Biegestabes mit einer Spannung von 0,9 kg und einem Gewicht von 0,23 kg am oberen Ende unter
Spannung abgerieben oder abgescheuert. Zwei solche Abriebteste wurden mit jedem Band in trockenem und
in nassem Zustand gemacht. Die Zahl der Umdrehungen, bis das Band völlig bricht, ist ebenfalls aufgezeigt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
60 | Kontroll faser |
Mit 10% Polyäthylen glykol |
Spinngeschwindigkeit (m/Min.) 65 Titer je Faden (den) Festigkeit (g/den) Dehnung (%) |
106 3,33 2,60 28 |
121 3,10 2,23 . 32 |
Tabelle! Fortsetzung
Kontroll· faser |
Mit 10% Polyäthylen* glykol |
|
Fibrillenbildung trocken naß |
0,9 2,4 767 477 |
0,3 0,5 800 525 |
Trockenumdrehungen bis zum Bruch Naßumdrehungen bis zum Bruch |
Es wurde eine Reihe von Polymerisatlösungen in Ν,Ν-Dimethylacetamid hergestellt, die 25% der
Acrylsäürenitrilpoiymerisate, die im Beispiel 1 verwendet wurden, und 2,5%Polyäthylenglykol unterschiedlicher
Molekulargewichte enthielten und unter konstanter Bedingung in Koagulierbäder gesponnen
wurden, die 55% Ν,Ν-Dimethylacetamid und 45% Wasser bei55°C enthielten. DiesichergebendenFasern
ίο wurden durchAbz'ählen der durchschnittlichen Anzahl
vonPoren auf einer Länge von ΙΟίμ der nicht orientierten
Faser sowie durch die im Beispiel 1 beschriebenen Zugfestigkeits- und Abriebsprüfungen charakterisiert.
Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle II aufgezeigt.
Zusatzstoff
durchschnittliches
Molekulargewicht
durchschnittliches
Molekulargewicht
Durchschnittliche
Anzahl von Poren
je 1Ομ Länge
Titer | Zug festig |
Dehnung | Fibrillenbildung | naß | umarenung dl zum Bruch |
naß |
(den) | keit | trocken | 3,0 | trocken | 422 | |
3,2 | 2,0 | 34 | 1,3 | 1,0 | 754 | 518 |
3,0 | 2,1 | 35 | 0,7 | 0,7 | 667 | 680 |
3,0 | 2,2 | 37 | 0,2 | 0,5 | 1015 | 525 |
3,1 | 2,2 | 32 | 0,3 | 1,3 | 800 | 885 |
3,2 | 2,1 | 40 | 0,3 | 1728 |
Kein
PEG* 200
PEG 400
PEGlOOO
PEG 4000
PEG 6000
PEG 400
PEGlOOO
PEG 4000
PEG 6000
PEG 20000
= PolyäthylenglykoI,
6 2
0,1 0,1
ο,ι
4,0
25+ (Fasern inhomogen und für Textilzwecke ungeeignet. Zusatzstoff unverträglich mit dem Grundpolymerisat)
Diese Ergebnisse zeigen deutlich ein Gebiet maximaler Wirksamkeit innerhalb des Molekulargewichtsbereiches von 400 bis 4000 für den Polyäthylenglykolzusätz.
Sie zeigen die Verminderung der Anzahl an Poren und die Verbesserung der Abriebseigenschaft.
Sie zeigen ferner die Unbrauchbarkeit an Polymerisaten, die mit dem Acrylsäurenitrilpolymerisat unverträglich
sind, für das Verfahren gemäß der Erfindung.
Es wurden Spinnlösungen versponnen, die 25% des Acrylsäurenitrilpolymerisats von Beispiel 1 und 2,5 %
PEG20 00O5 2,5% PEG 6000 und Cellulosediacetat
enthielten, wobei sämtliche trübe inhomogene Lösungen ergaben, wenn sie mit Acrylsäurenitrilpolymerisaten
gemischt wurden. Die Anzahl der Poren der hierbei erhaltenen Fasern ist in Tabelle ΙΠ aufgeführt.
Tabelle ΠΙ
Zusatzstoff und durchschnittliches Molekulargewicht |
Aussehen der Spinnlösung |
Anzahl an Poren je 10 μ Länge |
Kein PEG 6000 PEG 20000 Cellulosediacetat |
klar leicht trüb trüb trüb |
6 bis 10 4 bis 6 25 bis 40 25 bis 40 |
suchen, wurde eine Reihe von Polymerisatlösungen mit einem Feststoffgehalt des Polymerisats nach Beispiel
1 von 25%, denen unterschiedliche Mengen von PEG 1000 einverleibt waren, hergestellt. Aus diesen
Lösungen wurden nach dem Spinnverfahren gemäß Beispiel 1 Fasern hergestellt, wobei die Anzahl der
Poren auf den Fasern in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.
Um die Wirkung der Menge an Zusatzstoffen auf die Porenbildung während der Koagulation zu unter-
Zusatzstoff und durchschnitt liches Molekulargewicht |
Menge an Zusatz stoff (bezogen auf das Gesamtgewicht der Spinnflüssigkeit) |
Anzahl an Poren je 10 μ Länge |
Kein | 0,5% 1,25% 2,5% |
6 bis 10 3,5 0,1 0,1 |
PEG lOOO PEGlOOO PEGlOOO |
Während 0,5% an Zusatzstoff eine Verbesserung der Porenanzahl bewirkt, ist zu einer optimalen Regelung
der Poren eine Menge von l>0% oder mehr an Zusatzstoff erforderlich.
Es wurden Spinnlösungen unter Verwendung des Polymerisats von Beispiel 1 und gemäß der Arbeitsweise
von Beispiel 1 mit 20 und 25% Feststoffen und mit und ohne 2,5% PEG 1000 hergestellt und wie
üblich zu Fäden naßversponnen. Die Ergebnisse sind in Tabelle V aufgeführt.
Menge an
Feststoffen
Feststoffen
Zusatzstoff
und durchschnittliches
Molekulargewicht
und durchschnittliches
Molekulargewicht
Anzahl der
Poren je
10 μ Länge
Titer (den) Zugfestig
keit
keit
Dehnung
Fibrillenbildung
trocken I naß
trocken I naß
Umdrehungen
bis zum Bruch
bis zum Bruch
trocken
naß
kein
PEG 1000
kein
PEG 1000
kein
PEG 1000
25+ 2 6 0,1
3,1 3,2 3,1 (Faser zu schlecht für Textilzwecke)
2,0 | 43 | 1,0 | 1,7 | 1138 |
2,0 | 34 | 1,3 | 3,0 | 754 |
2,2 | 32 | 0,3 | 0,5 | 800 |
835
422
525
422
525
Zur Feststellung der unteren Grenzen des Molekulargewichts des Zusatzstoffes, der für die Ausführung
des Verfahrens gemäß der Erfindung brauchbar ist, wurden Spinnlösungen unter Verwendung einer
Reihe von homologen Materialien, ausgehend von Äthylenglykol bis zu den höheren Homologen, hergestellt.
Es wurde das Polymerisat von Beispiel 1 in einer Konzentration von 25°/o m der Spinnlösung
verwendet und das Verspinnen unter Verwendung jedes Zusatzstoffes unter den gleichen Bedingungen
ao ausgeführt. Tabelle VI zeigt die Ergebnisse eines jeden Zusatzstoffes in bezug auf die Porenbildung.
Zusatzstoff | Menge an Zusatzstoff (%) |
Mittlere Anzahl Poren je 10 μ Länge der Faser |
Keine Äthylenglykol Diäthylenglykol Triäthylenglykol PEG 200 PEG 400 PEGlOOO |
2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 2,5 |
6 bis 10 3 2 2 2 0,1 0,1 |
Diese Ergebnisse zeigen, daß, obwohl mit Zusatzstoffen selbst vom niedrigsten Molekulargewicht dieser
Reihe eine gewisse Regelung in bezug auf die Porenbildung erreicht wird, die optimale Regelung nur bei
Molekulargewichten von mehr als 200 erzielt wird.
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von Fasern und Fäden aus Acrylnitrilpolymerisaten, dadurch
gekennzeichnet, daß man ein Acryl-
45 nitrilpolymerisat mit einem Gehalt von wenigstens 85% Acrylnitril, ein Lösungsmittel für dieses
und ein Polyglycol mit einem mittleren Molekulargewicht von 400 bis 4000 rührt und anschließend
die sich ergebende Polyglykol-Polymerisat-Spinnlösung
durch eine geeignete Ausspritzöffnung oder -düse zur Bildung von Fasern oder Fäden ausspritzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 bis 25%, bezogen auf das Gewicht
des Polymerisats, an Polyglykol verwendet.
909515/1622
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