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DE1292310B - Verfahren zur Herstellung von Fasern und Faeden aus Acrylnitrilpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fasern und Faeden aus Acrylnitrilpolymerisaten

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Publication number
DE1292310B
DE1292310B DEM54571A DEM0054571A DE1292310B DE 1292310 B DE1292310 B DE 1292310B DE M54571 A DEM54571 A DE M54571A DE M0054571 A DEM0054571 A DE M0054571A DE 1292310 B DE1292310 B DE 1292310B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
acrylonitrile
polymer
vinyl
spinning
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM54571A
Other languages
English (en)
Inventor
Clar Howard Garmany
Knudsen John Peter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Co
Original Assignee
Monsanto Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Co filed Critical Monsanto Co
Publication of DE1292310B publication Critical patent/DE1292310B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L33/00Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical, or of salts, anhydrides, esters, amides, imides or nitriles thereof; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L33/18Homopolymers or copolymers of nitriles
    • C08L33/20Homopolymers or copolymers of acrylonitrile
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/44Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from mixtures of polymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds as major constituent with other polymers or low-molecular-weight compounds
    • D01F6/54Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from mixtures of polymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds as major constituent with other polymers or low-molecular-weight compounds of polymers of unsaturated nitriles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L71/00Compositions of polyethers obtained by reactions forming an ether link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L71/02Polyalkylene oxides

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  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung lieh ihrer Eigenschaften den gemäß der Erfindung von porenfreien Fasern und Fäden aus Acrylnitril- hergestellten Produkten unterlegen sind, polymerisaten von verbesserter Qualität durch Rege- Aufgabe der Erfindung ist daher die Herstellung
lung der Koagulationseigenschaften von Spinnlösun- von porenfreien Fasern und Fäden aus Acrylnitrilpolygen dieser Polymerisate. 5 merisaten unter Anwendung von Spinnlösungen von
Gewisse Acrylsäurenitrilpolymerisate, Mischpoly- Acrylsäurenitrilpolymerisaten, die leicht koaguliert merisate und Polymerisatmischungen mit einem Gehalt werden können, wobei Fasern von hoher Qualität, von mindestens 80% Acrylsäurenitril, die gewöhnlich insbesondere mit verbessertem Glanz und verbessertem für die Herstellung von synthetischen Fasern gemäß Abriebswiderstand bei erhöhten Spinngeschwindigder Naßspinnarbeitsweise verwendet werden, ergeben io keiten erhalten werden können, bei der Koagulation von Lösungen dieser Polymerisate Es wurde gefunden, daß dieses Ziel durch die
in organischen Lösungsmitteln in wäßrigen Spinn- Verwendung gewisser, leichtlöslicher Alkylenglykolbädern, insbesondere bei hohen Spinngeschwindig- polymerisate, die in Lösung mit Polyacrylsäurenitril keiten, Fasern, welche eine große Anzahl von inneren verträglich und durch das verwendete Koagulations-Poren oder Hohlräumen aufweisen. Diese Poren oder 15 medium löslich oder stark quellfähig sind, um in den Hohlräume scheinen sich im Augenblick der Koagu- Fasern während der Koagulation die Bildung von lation auf Grund der raschen Hautbildung und der inneren Poren oder Hohlräumen zu regeln, erreicht Einwärtsdiffusion der Spinnbadflüssigkeiten zu bilden. werden kann.
Die so gebildeten Poren oder Hohlräume verbleiben Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Herin der Faser während der weiteren Verarbeitung und ao stellung von Fasern und Fäden aus Acrylnitrilpolytragen zu unerwünschten Eigenschaften, wie geringem merisaten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Abriebswiderstand und verringertem Glanz der fertigen Acrylnitrilpolymerisat mit einem Gehalt von wenig-Faser, bei. stens 85% Acrylnitril, ein Lösungsmittel für dieses
Aus der deutschen Auslegeschrift 1085 292 ist ein und ein Polyglykol mit einem mittleren Molekular-Verfahren zur Herstellung von Gebilden aus Poly- 25 gewicht von 400 bis 4000 rührt und anschließend die acrylnitril und bzw. oder eines Mischpolymerisaten sich ergebende Polyglykol-Polymerisat-Spinnlösung bekannt, bei welchem man den in einem organischen durch eine geeignete Ausspritzöffnung oder -düse zur Lösungsmittel gelösten Polymeren Formaldehyd und Bildung von Fasern oder Fäden ausspritzt, bzw. oder seine Derivate sowie Harnstoff und bzw. Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung werden
oder seine Derivate zusetzt und anschließend die 30 vorzugsweise 1 bis 25 %, bezogen auf das Gewicht des zugefügten Verbindungen in den frisch erzeugten Polymerisats, an Polyglykol verwendet. Als Polyglykol Formungen durch eine thermische Behandlung poly- können geeignete Mengen von Polyäthylenglykol, kondensiert. Durch dieses bekannte Verfahren sollen Polypropylenglykol oder Polybutylenglykol oder Spinninsbesondere eine Aufhellung der Gebilde erreicht und lösung einverleibt werden. Beim Naßspinnen dieser die Kräuselungseigenschaften der Fadenprodukte ver- 35 Lösung gemäß den üblichen bekannten Arbeitsweisen bessert werden. Nach dieser Arbeitsweise können in ein Koagulierbad werden Fasern mit verbesserten jedoch keine porenfreien Fasern und Fäden aus Eigenschaften erhalten.
Acrylnitrilpolymerisaten erhalten werden. Die Art der Zugabe des Polyglykols ist nicht
Ferner ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 085 645 kritisch. So kann das Polyglykol mit dem Acrylsäureein Verfahren zur Herstellung von PolyacryMtrilfäden 40 nitrilpolymerisat während der Herstellung der Spinnoder-fasern mit hoher Festigkeit unter Verwendung von lösung auf irgendeine geeignete Weise gemischt Dimethylsulfoxyd bekannt, wobei Polyacrylnitril in werden. Die Polymerisate .können nacheinander in Dimethylsulfoxyd gelöst und in ein Fällbad, das beliebiger Reihenfolge gelöst werden, oder es können Dimethylsulfoxyd und gegebenenfalls noch Wasser beide einzeln gelöst und dann die Lösungen gemischt enthält, versponnen wird, wobei die Spinnlösung und 45 werden. Jedoch müssen beide, das Arcylsäurenitrildas Bad neben Dimethylsulfoxyd einen Gehalt an polymerisat und das Polyglykol, vollständig und aliphatischen Glykolen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen gleichmäßig innerhalb der Lösung dispergiert sein, und bzw. oder an Polyäthylenglykolen, die an einer um die zweckmäßige Durchführung der Erfindung der endständigen Hydroxylgruppen mit niederem sicherzustellen. Die Acrylsäurenitrilpolymerisat-Poly-Alkylrest veräthert sein können, aufweisen. Die hierbei 50 glykol-Lösung wird dann in ein Koagulierbad ausgegebenenfalls verwendeten Polyäthylenglykole ent- gespritzt, und die so praktisch porenfrei erzeugten sprechen der allgemeinen Formel Acrylsäurenitrilfasern besitzen infolge des stark ver
ringerten Auftretens von Poren verbesserte Abriebs-
HO (CH2 — CH2O)n — H beständigkeit und andere erwünschte Eigenschaften.
55 Jedes organische PolyacrylsäurenitriJlösungsmittel,
in welcher η eine ganze Zahl von 1 bis 4 ist, und welches mit den Polyglykolen gemäß der Erfindung besitzen ein maximales Molekulargewicht von etwa keine Nebenreaktionen eingeht, kann zur Ausführung 200. Wie nachstehend (insbesondere in Tabelle Π) des Verfahrens gemäß der Erfindung verwendet gezeigt wird, ist es bei Verwendung eines derartigen werden. Zu den bevorzugten Lösungsmitteln gehören Polyäthylenglykols nicht möglich, praktisch poren- 60 Ν,Ν-Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxyd, Äthylenfreie Fasern oder Fadenprodukte zu erhalten. Wie aus carbonat.
Tabelle II hervorgeht, werden bei Verwendung eines Die Verwendung von Polyäthylenglykol, PoIy-
Polyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von propylenglykol oder Polybutylenglykol gemäß der 200, das der oberen Grenze gemäß der bekannten Erfindung bewirkt Verbesserungen der Eigenschaften Arbeitsweise entspricht, Produkte erhalten, deren 65 der Faser, die aus beliebigen geeigneten Lösungsdurchschnittliche Anzahl von Poren je 10 Mikron mitteln für Acrylsäurenitrilpolymerisate gesponnen Länge zwei beträgt. Ferner ist ersichtlich, daß dem- wurden. Die Erfindung ist nicht nur auf Polyacrylentsprechend die erhaltenen Produkte auch hinsieht- säurenitril anwendbar, sondern auch auf Mischpoly-
10
merisate und Mischungen davon, die mindestens 85 Gewichtsprozent polymerisiertes oder mischpolymerisiertes Acrylsäurenitril enthalten. Solche polymere Materialien umfassen Acrylsäurenitrilfaser bildende Polymerisate mit leicht anfärbbaren basischen Mischpolymerisaten.
Beispielsweise kann das Polymerisat ein Mischpolymerisat von 85 bis 98% Acrylsäurenitril und 2 bis 15% eines anderen mischpolymerisierbaren monoolefinischen Monomeren sein.
Geeignete mischpolymerisierbare monoolefinische Monomere umfassenAcrylsäure^-Chloracrylsäure und Methacrylsäure, die Acrylate, wie Methylmethacrylat, Äthylmethacrylat, Butylmethacrylat, Methoxymethylmethacrylat, ß-Chloräthylmethacrylat und die entsprechenden Ester von Acryl- und oc-Chloracrylsäure, Vinylchlorid, Vinylfluorid, Vinylbromid, Vinylidenchlorid, l-Chlor-l-brom-äthylen, Methacrylsäurenitril, Acrylamid und Methacrylamid, a-Chloracrylamid oder deren Monoalkylsubstitutionsprodukte, Methylvinylketon, Vinylcarboxylate, wie Vinylacetat, Vinylchloracetat, Vinylpropionat und Vinylstearat, N-Vinylimide, wie N-Vinylphthalimid und N-Vinylsuccinimid, Methylenmalonsäureester, Itaconsäure und Itaconsäureester, N-Vinylcarbazol; Vinylfuran, Alkylvinylester, Vinylsulfonsäure, Äthylen-a,ß-Dicarbonsäuren oder deren Anhydride oder Derivate, wie Diäthylcitraconat, Diäthylmesaconat, Styrol, Vinylnaphthalin, vinylsubstituierte tertiäre heterocyclische Amine, wie die Vinylpyridine und alkylsubstituierten Vinylpyridine, beispielsweise 2-Vinylpyridin, 4-Vinylpyridin, 2-Methyl-5-Vinylpyridin od. dgl., 1-Vinylimidazol und alkylsubstituierte 1-Vinylimidazole, wie 2-, 4- oder 5-Methyl-l-vinylimidazole, Vinylpyrrolidon, Vinylpiperidin und andere monoolefinische mischpolymerisierbare monomere Materialien.
Das Polymerisat kann ein ternäres Mischpolymerisat sein, beispielsweise Produkte, die durch die Mischpolymerisation von Acrylsäurenitril und zwei oder mehreren der vorstehend angegebenen Monomeren mit Ausnahme von Acrylsäurenitril erhalten werden. Vorzugsweise enthalten die ternären Polymerisate 85 bis 98 % Acrylsäurenitril, 1 bis 10 % eines Vinylpyridins oder eines 1-Vinylimidazols und 1 bis 18% einer anderenmischpolymerisierbarenmonoolefinischenSubstanz, wie Methacrylsäurenitril, Vinylacetat, Methylmethacrylat, Vinylchlorid und Vinylidenchlorid.
Das Polymerisat kann auch eine Mischung von Polyacrylsäurenitril oder von einem Mischpolymerisat aus 80 bis 98% Acrylsäurenitril und 1 bis 20% mindestens einer anderen monoolefinischen mischpolymerisierbaren monomeren Substanz mit 2 bis 50 Gewichtsprozent eines Mischpolymerisats von 80 bis 90% eines vinylsubstituierten tertiären heterocyclischen Amins und 10 bis 70% mindestens eines anderen monoolefinischen mischpolymerisierbaren Monomeren sein. Bevorzugt ist, sofern das polymere Material eine Mischung darstellt, eine Mischung von 80 bis 99% eines Mischpolymerisats von 80 bis 98 % Acrylsäurenitril und 2 bis 20% eines anderen monoolefinischen Monomeren, wie Vinylacetat, das gegenüber Farbstoff nicht aufnahmefähig ist, mit 1 bis 20 % eines Mischpolymerisats von 30 bis 90% eines vinylsubstituierten tertiären heterocyclischen Amins, wie Vinylpyridin, eines der 1-Vinylimidazole oder eines der Vinyllactame und 10 bis 70 % Acrylsäurenitril, um eine anfärbbare Mischung zu ergeben, welche einen Gesamtgehalt an vinylsubstituierteni, tertiärem heterocyclischen! Amin von 2 bis 10 %, bezogen auf das Gewicht der Mischung, enthält.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Polymerisate können nach üblichen Polymerisationsmethoden hergestellt werden, z. B. Blockpolymerisation, Lösungspolymerisation oder Polymerisation in wäßriger Emulsion. Wenn aus den Polymerisatlösungen gemäß der Erfindung Fäden oder Fasern hergestellt werden sollen, die ein verändertes Aussehen oder veränderte Eigenschaften aufweisen, so können den Lösungen zur Erzielung dieser Wirkungen verschiedene Mittel, entweder vor oder nach Zugabe des Polyglykols, ohne irgendwelche nachteilige Wirkungen zugegeben werden. Solche Zusatzstoffe können z. B. Pigmente, Farbstoffe, antistatisch machende Mittel oder Flammhemmittel sein. Üblicherweise werden Lösungen mit einem Gehalt von 8 bis 30 Gewichtsprozent Acrylsäurenitrilpolymerisaten verwendet, wobei der bevorzugte Konzentrationsbereich 15 bis 25% beträgt.
Sämtliche Teil- und Prozentangaben sind in den Beispielen auf Gewichtsbasis bezogen.
Beispiel 1
25% eines Acrylsäurenitrilmischpolymerisats, welches 93,7 % Acrylsäurenitril und 6,3% Vinylacetat enthielt, und 2,5% Polyäthylenglykol mit einem mittleren Molekulargewicht von 1000 wurden mit Ν,Ν-Dimethylacetamid unter Rühren bei etwa 500C gemischt, bis eine Lösung gebildet war. Die Lösung wurde dann zu Fasern versponnen, wobei das Koagulationsbad aus 55 % Dimethylamid und 45 % Wasser bestand und die Badtemperatur 50° C betrug. Die Faser wurde unter Verwendung eines Wasserbades bei 100°C auf das 5fache getreckt, anschließend bei 125 0C getrocknet und für die Lagerung und den Transport aufgespult. Die typischen Festigkeitseigenschaften der erhaltenen Fasern und die entsprechenden Kontrollwerte sind nachstehend aufgeführt. Die Messungen in bezug auf die Fibrillenbildung sind Vergleichsmessungen, welche an einem Gewebe vorgenommen wurden, welches aus den Fasern hergestellt war. Der Grad an Fibrillenbildung wird an einem Trikotwebband bestimmt. Das Band wurde an einem »Stroll«-Scheuergerät oder an einem Universalgewebeprüfer (hergestellt von Custom Scientific Instruments, Inc. Arlington New Jersey) unter Verwendung des Biegestabes mit einer Spannung von 0,9 kg und einem Gewicht von 0,23 kg am oberen Ende unter Spannung abgerieben oder abgescheuert. Zwei solche Abriebteste wurden mit jedem Band in trockenem und in nassem Zustand gemacht. Die Zahl der Umdrehungen, bis das Band völlig bricht, ist ebenfalls aufgezeigt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt.
Tabelle I
60 Kontroll
faser
Mit 10%
Polyäthylen
glykol
Spinngeschwindigkeit
(m/Min.)
65 Titer je Faden (den)
Festigkeit (g/den)
Dehnung (%)
106
3,33
2,60
28
121
3,10
2,23
. 32
Tabelle! Fortsetzung
Kontroll·
faser
Mit 10%
Polyäthylen*
glykol
Fibrillenbildung
trocken
naß
0,9
2,4
767
477
0,3
0,5
800
525
Trockenumdrehungen bis
zum Bruch
Naßumdrehungen bis zum
Bruch
Beispiel 2
Es wurde eine Reihe von Polymerisatlösungen in Ν,Ν-Dimethylacetamid hergestellt, die 25% der Acrylsäürenitrilpoiymerisate, die im Beispiel 1 verwendet wurden, und 2,5%Polyäthylenglykol unterschiedlicher Molekulargewichte enthielten und unter konstanter Bedingung in Koagulierbäder gesponnen wurden, die 55% Ν,Ν-Dimethylacetamid und 45% Wasser bei55°C enthielten. DiesichergebendenFasern ίο wurden durchAbz'ählen der durchschnittlichen Anzahl vonPoren auf einer Länge von ΙΟίμ der nicht orientierten Faser sowie durch die im Beispiel 1 beschriebenen Zugfestigkeits- und Abriebsprüfungen charakterisiert.
Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle II aufgezeigt.
Tabelle H
Zusatzstoff
durchschnittliches
Molekulargewicht
Durchschnittliche
Anzahl von Poren
je 1Ομ Länge
Titer Zug
festig
Dehnung Fibrillenbildung naß umarenung dl
zum Bruch
naß
(den) keit trocken 3,0 trocken 422
3,2 2,0 34 1,3 1,0 754 518
3,0 2,1 35 0,7 0,7 667 680
3,0 2,2 37 0,2 0,5 1015 525
3,1 2,2 32 0,3 1,3 800 885
3,2 2,1 40 0,3 1728
Kein
PEG* 200
PEG 400
PEGlOOO
PEG 4000
PEG 6000
PEG 20000
= PolyäthylenglykoI,
6 2
0,1 0,1
ο,ι
4,0
25+ (Fasern inhomogen und für Textilzwecke ungeeignet. Zusatzstoff unverträglich mit dem Grundpolymerisat)
Diese Ergebnisse zeigen deutlich ein Gebiet maximaler Wirksamkeit innerhalb des Molekulargewichtsbereiches von 400 bis 4000 für den Polyäthylenglykolzusätz. Sie zeigen die Verminderung der Anzahl an Poren und die Verbesserung der Abriebseigenschaft. Sie zeigen ferner die Unbrauchbarkeit an Polymerisaten, die mit dem Acrylsäurenitrilpolymerisat unverträglich sind, für das Verfahren gemäß der Erfindung.
Beispiel 3
Es wurden Spinnlösungen versponnen, die 25% des Acrylsäurenitrilpolymerisats von Beispiel 1 und 2,5 % PEG20 00O5 2,5% PEG 6000 und Cellulosediacetat enthielten, wobei sämtliche trübe inhomogene Lösungen ergaben, wenn sie mit Acrylsäurenitrilpolymerisaten gemischt wurden. Die Anzahl der Poren der hierbei erhaltenen Fasern ist in Tabelle ΙΠ aufgeführt.
Tabelle ΠΙ
Zusatzstoff und
durchschnittliches
Molekulargewicht
Aussehen
der
Spinnlösung
Anzahl an
Poren je
10 μ Länge
Kein
PEG 6000
PEG 20000
Cellulosediacetat
klar
leicht trüb
trüb
trüb
6 bis 10
4 bis 6
25 bis 40
25 bis 40
suchen, wurde eine Reihe von Polymerisatlösungen mit einem Feststoffgehalt des Polymerisats nach Beispiel 1 von 25%, denen unterschiedliche Mengen von PEG 1000 einverleibt waren, hergestellt. Aus diesen Lösungen wurden nach dem Spinnverfahren gemäß Beispiel 1 Fasern hergestellt, wobei die Anzahl der Poren auf den Fasern in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.
Beispiel 4
Um die Wirkung der Menge an Zusatzstoffen auf die Porenbildung während der Koagulation zu unter-
Tabelle IV
Zusatzstoff
und durchschnitt
liches
Molekulargewicht
Menge an Zusatz
stoff (bezogen auf
das Gesamtgewicht
der Spinnflüssigkeit)
Anzahl an Poren
je 10 μ Länge
Kein 0,5%
1,25%
2,5%
6 bis 10
3,5
0,1
0,1
PEG lOOO
PEGlOOO
PEGlOOO
Während 0,5% an Zusatzstoff eine Verbesserung der Porenanzahl bewirkt, ist zu einer optimalen Regelung der Poren eine Menge von l>0% oder mehr an Zusatzstoff erforderlich.
Beispiel 5
Es wurden Spinnlösungen unter Verwendung des Polymerisats von Beispiel 1 und gemäß der Arbeitsweise von Beispiel 1 mit 20 und 25% Feststoffen und mit und ohne 2,5% PEG 1000 hergestellt und wie üblich zu Fäden naßversponnen. Die Ergebnisse sind in Tabelle V aufgeführt.
Tabelle V
Menge an
Feststoffen
Zusatzstoff
und durchschnittliches
Molekulargewicht
Anzahl der
Poren je
10 μ Länge
Titer (den) Zugfestig
keit
Dehnung
Fibrillenbildung
trocken I naß
Umdrehungen
bis zum Bruch
trocken
naß
kein
PEG 1000
kein
PEG 1000
25+ 2 6 0,1
3,1 3,2 3,1 (Faser zu schlecht für Textilzwecke)
2,0 43 1,0 1,7 1138
2,0 34 1,3 3,0 754
2,2 32 0,3 0,5 800
835
422
525
Beispiel 6
Zur Feststellung der unteren Grenzen des Molekulargewichts des Zusatzstoffes, der für die Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung brauchbar ist, wurden Spinnlösungen unter Verwendung einer Reihe von homologen Materialien, ausgehend von Äthylenglykol bis zu den höheren Homologen, hergestellt. Es wurde das Polymerisat von Beispiel 1 in einer Konzentration von 25°/o m der Spinnlösung verwendet und das Verspinnen unter Verwendung jedes Zusatzstoffes unter den gleichen Bedingungen ao ausgeführt. Tabelle VI zeigt die Ergebnisse eines jeden Zusatzstoffes in bezug auf die Porenbildung.
Tabelle VI
Zusatzstoff Menge an
Zusatzstoff
(%)
Mittlere
Anzahl Poren
je 10 μ Länge
der Faser
Keine
Äthylenglykol
Diäthylenglykol
Triäthylenglykol
PEG 200
PEG 400
PEGlOOO
2,5
2,5
2,5
2,5
2,5
2,5
6 bis 10
3
2
2
2
0,1
0,1
Diese Ergebnisse zeigen, daß, obwohl mit Zusatzstoffen selbst vom niedrigsten Molekulargewicht dieser Reihe eine gewisse Regelung in bezug auf die Porenbildung erreicht wird, die optimale Regelung nur bei Molekulargewichten von mehr als 200 erzielt wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von Fasern und Fäden aus Acrylnitrilpolymerisaten, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Acryl-
45 nitrilpolymerisat mit einem Gehalt von wenigstens 85% Acrylnitril, ein Lösungsmittel für dieses und ein Polyglycol mit einem mittleren Molekulargewicht von 400 bis 4000 rührt und anschließend die sich ergebende Polyglykol-Polymerisat-Spinnlösung durch eine geeignete Ausspritzöffnung oder -düse zur Bildung von Fasern oder Fäden ausspritzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 1 bis 25%, bezogen auf das Gewicht des Polymerisats, an Polyglykol verwendet.
909515/1622
DEM54571A 1961-10-20 1962-10-20 Verfahren zur Herstellung von Fasern und Faeden aus Acrylnitrilpolymerisaten Pending DE1292310B (de)

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