DE1280876B - 4-(N-Acetylsulfanilamido)-5, 6-dimethoxypyrimidin - Google Patents
4-(N-Acetylsulfanilamido)-5, 6-dimethoxypyrimidinInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D239/00—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
- C07D239/02—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
- C07D239/24—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D239/28—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
- C07D239/69—Benzenesulfonamido-pyrimidines
-
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- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
Deutsche Kl.:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C07d
A 61k
12 ρ-7/01
30 h - 2/36
30 h - 2/36
P 12 80 876.3-44 (H 51153)
17. Dezember 1963
24. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft das neue y
fanilamido)-5,6-dimethoxypyrimidin der Formel II
4-(N' - Acetylsulf anilamido)-5,6-dimethoxypyrimidin
COCH,
und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Das 4 - (N1 - Acetylsulfanilamido) - 5,6 - dimethoxypyrimidin
zeichnet sich durch hohe antibakterielle Wirksamkeit aus. Dem nicht acylierten Grundkörper,
dem 4-Sulfanilarnido-5,6-dimethoxypyrimidiii, ist es in geschmacklicher Hinsicht überlegen.
Es eignet sich deshalb besonders für die perorale Applikation, ζ. B. in Form von Tabletten oder
Sirupe. Von Vorteil ist ferner die gegenüber dem Gnindkörper erhöhte Verweildauer im Organismus.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen
Formel I
Anmelder:
F. Hoffmann-La Roche & Co. Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr. G. Schmitt, Rechtsanwalt,
7850 Lörrach, Friedrichstr. 3
Als.Erfinder benannt:
Dr. Andre Grüssner,
Dr. Otto Schnider, Basel (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 8. Februar 1963 (1585)
H,CO OCH3
(1)
SO2NH
(I)
in der R die Nitro-, Phenylazo- oder Benzylidenaminogruppc
bedeutet, in an sich bekannter Weise mit einem Acetylhalogenid oder Essigsäureanhydrid
acetyiiert und hierauf den Rest R in an sich bekannter
Weise durch Reduktion bzw. Hydrolyse in wäßrigalkoholischem Medium in die freie Aminogruppe
überführt.
Die Nitro-, Phenylazo- und Benzylidenaminogruppe lassen sich reduktiv in die Aminogruppe
überführen. Dabei bleibt die N'-Acetylgruppe intakt.
Für die Reduktion eignet sich besonders katalytisch aktivierter Wasserstoff, wobei als Katalysatoren
z. B. Edelmetallkatalysatoren, wie Palladium, Verwendung finden können.
Die Benzylidenaminogruppe läßt sich, wie gefunden wurde, auch durch gelindes Erwärmen in wäßrigalkoholischem Medium glatt zur Aminogruppe ver-
seifen, ohne daß dabei die N'-Acetylgruppe abgespalten wird.
Die Behandlung der Ausgangsverbindung der allgemeinen Formel 1 mit dem Acetylierungsmittel
erfolgt nach an sich bekannten Methoden. In der Regel wird man die Umsetzung in Gegenwart säurebindender
Mittel, wie anorganischer oder organischer Basen, insbesondere tertiären Aminen, wie
Pyridin, vornehmen. Bei Verwendung von Acetylhalogeniden als Acetylierungsmittel kann man auch
von Metallsalzen, wie den Alkalimetallsalzen oder, vorzugsweise, dem Silbersalz des Ausgangssulfonamid
ausgehen. Die Umsetzung kann im übrigen mit oder ohne Verwendung organischer Lösungsbzw. Verdünnungsmittel, wie Dioxan. Benzol, Aceton,
vorgenommen werden.
a) 33 g 4-(4-Nitrobenzolsulfonamido)-5,6-dimethoxypyrimidin werden in 70 ml absolutem Pyridin
mit 33 ml Essigsäureanhydrid 3 Stunden auf dem Dampfbad erwärmt. Die Lösung wird dann unter
reduziertem Druck eingedampft, der Rückstand mit Äthanol versetzt und das Kristallisat abgenutscht.
Das so erhaltene 4-(N'-Acetyl-4-nitrobenzolsuIfonamido)-5,6-dimethoxypyrimidin
schmilzt nach Umkristallisation aus Acetonitril bei 160 bis 16! C.
Ausbeute: 94% der Theorie.
b) 13 g der so erhaltenen N'-Acetylverbindung
werden in 450 ml Eisessig mit 13 g Palladiumkohle (5% Pd) als Katalysator bei Raumtemperatur und
Atmosphärendruck hydriert. Die berechnete Menge Wasserstoff wird innerhalb 2 Stunden aufgenommen.
Nach Filtration wird die Lösung unter reduziertem Druck eingedampft, der Rückstand mit
absolutem Alkohol versetzt und nach beendeter
809 f-?B »*7k
Kristallisation das erhaltene 4-(N1-Acetylsulfanilamido)
- 5,6 - dimethoxypyrimidin abgenutscht. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ. Schmelzpunkt
201 bis 203cC (aus Acetonitril).
Das als Ausgangsstoff verwendete 4-(4-Nitrobenzolsulfonamido) - 5,6 - dimethoxypyrimidin (Schmelzpunkt
136 bis 138°C) kann erhalten werden durch Umsetzung von 4-Amino-5,6-dimethoxypyrimidin
mit 2 Moläquivalente p-Nitrobenzolsulfochlorid und
Hydrolyse des erhaltenen 4-(Bis-4-nitrobenzolsulfonamido)-5,6-dimethoxypyrimidms.
a) 153 g 4-(4-Benzylidenammobenzolsulfonamido)-5,6-dimethoxypyrimidin
werden in 300 ml absolutem Pyridin mit 180 ml Essigsäureanhydrid 15 Minuten unter Rühren auf 55 0C erwärmt. Bei 55 0C Badtemperatur
werden unter reduziertem Druck etwa 360 bis 370 ml des Lösungsmittels abdestilliert. Der
Rückstand wird unter Eiskühlung und Rühren mit 200 ml absolutem Äthanol versetzt. Das Gemisch
wird 30 Minuten bei 20 bis 25° C und 1 Stunde bei 5°C gerührt. Hierauf wird das Kristallisat abgenutscht.
Man erhält so 157 g (92% der Theorie) 4-(N1-Acetyl-4-benzylidenaminobenzolsulfonamido)-5,6-dimethoxypyrimidin
vom Schmelzpunkt 145 bis 146° C.
b) Man erwärmt 1200 ml 80%iges Äthanol auf 55°C und trägt im Verlaufe von 15 Minuten 157 g
der erhaltenen N^Acetylverbindung ein. Nachdem sich bei 75° C alles gelöst hat, wird die Lösung noch
10 Minuten unter Rückfluß gekocht. Nach dem Abkühlen der Lösung auf 5° C und Stehenlassen
(I1/? Stunden) wird das erhaltene 4-(N^AcCtVlSuIfanilamido)
- 5,6 - dimethoxypyrimidin abgenutscht. Schmelzpunkt 201 bis 2030C. Ausbeute 97%.
Der Benzylidenrest läßt sich auch wie folgt abspalten: 10 g 4-(NI-Acetyl-4-benzylidenaminobenzolsulfonamido)
- 5,6 - dimethoxypyrimidin werden in 800 ml Methanol gelöst und in Gegenwart von 5 g
Palladiumkohle (5%) als Katalysator bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck hydriert. Nach
2 Stunden ist die theoretische Wasserstoffmenge aufgenommen. Man filtriert vom Katalysator, dampft
das Filtrat unter reduziertem Druck auf ein Volumen von etwa 30 ml ein und nutscht das erhaltene Kristallisat
ab. Man erhält so 6 g 4-(N1-Acetylsulfanilamido)-5,6-dimethoxypyrimidin
vom Schmelzpunkt 201 bis 2030C.
Das als Ausgangsstoff verwendete 4-Benzylidenaminoderivat
kann wie folgt erhalten werden: 124 g 4-SulfaniIamido-5,6-dimethoxypyrimidin werden in
480 ml absolutem Äthanol bei 30° C mit 120 ml Benzaldehyd versetzt. Das Gemisch wird im Verlaufe
einer Stunde auf 6O0C aufgeheizt, mit 250 ml Benzol versetzt und anschließend 20 Minuten unter
Rückfluß gekocht. Die etwas abgekühlte Lösung wird unter reduziertem Druck eingedampft und der
Rückstand mit 100 ml absolutem Äthanol zur Kristallisation gebracht. Man erhält so 153 g (96%
der Theorie) 4 - (4 - Benzylidenaminobenzolsulfonamido)-5,6-dimethoxypyrimidin vom Schmelzpunkt
179 bis 181°C.
Claims (2)
1. 4-(N1 -AcetylsulfanilamidoJ-S.o-dimethoxypyrimidin.
2. Verfahren zur Herstellung der Verbindung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man eine Verbindung der allgemeinen Formel I
H,CO OCH,
SO2 — NH —ζ N (I)
in der R die Nitro-, Phenylazo- oder Benzylidenaminogruppe bedeutet, in an sich bekannter
Weise mit einem Acetylhalogenid oder Essigsäureanhydrid acetyliert und hierauf den Rest R
in an sich bekannter Weise durch Reduktion bzw. Hydrolyse in wäßrig-alkoholischem Medium
in die freie Aminogruppe überführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Chemical Abstracts, Bd. 58, 1963, Spalte 9074 g bis 9075.
Chemical Abstracts, Bd. 58, 1963, Spalte 9074 g bis 9075.
Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind ein Prioritätsbeleg und ein Versuchsbericht ausgelegt worden.
>uadctdruck«ni,B«]ia
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CH158563A CH419144A (de) | 1963-02-08 | 1963-02-08 | Verfahren zur Herstellung von Sulfonamiden der Pyrimidinreihe |
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Publication Number | Publication Date |
---|---|
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Family Applications (1)
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