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Schiebetastenschalter Zusatz zum Patent: 1233 456 Die Erfindung betrifft
einen Schiebetastenschalter mit einem Gehäuse, das Schleifkontakte als Festkontakte
trägt, und mit einem seitlich Kontaktbrükken tragenden, aus Tastenschieberachse
und Tastkopf bestehenden, nach der Frontseite hin auswechselbaren, begrenzt verschiebbaren
Tastenschieber, dessen Rückholfeder sich einerseits an dem Tastkopf und andererseits
an einem im vorderen Bereich des Gehäuses entfernbar angebrachten Stützglied abstützt,
das unter dem Druck der Rückholfeder an der Gehäusestirnwand seitlich unverschiebbar
aufliegt, eine Führungsbohrung für die Tastenschieberachse aufweist und mit einem
nach hinten abgebogenen federnden Fortsatz, der das Gehäuse umgreift, einen quer
zur Tastenschieberachse einlegbaren Riegel für die mit einer Längsnut versehene
Tastenschieberachse formschlüssig festlegt, nach Patent 1233456.
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Bei dem Gegenstand des Hauptpatentes ist der Riegel nach Zurückziehen
des mit dem Stützglied verbundenen Fortsatzes von der Tastenseite her entfernbar
und einsetzbar, so daß der gesamte Tastenschieber in Tastkopfrichtung herausziehbar
bzw. wieder einsetzbar ist und die am meisten der Abnutzung unterworfenen Teile
ausgewechselt werden können, ohne das Schaltergehäuse aus dem Gerät zu entfernen
und die Verdrahtung zu lösen. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Weiterentwicklung
des im Hauptpatent beschriebenen Schiebetastenschalters, und ihr liegt die Aufgabe
zugrunde, die Auswechslung der Tastenschieberachse und der von ihr getragenen Kontakte
noch weiter zu vereinfachen.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Stützglied
als U-förmiges Federblech ausgebildet ist, dessen einer Schenkel im Betriebszustand
federnd auf dem Riegel anliegt, während sein anderer Schenkel formschlüssig an einer
Seitenwand der Gehäusestirnseite anliegt, und daß der Mittelsteg eine eine Verdrehung
des Stützgliedes gegenüber der Tastenschieberachse zulassende Bohrung und über das
Gehäuse überstehende Laschen aufweist.
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Dadurch wird es möglich, nach Zurückziehen und Verdrehen des Stützgliedes
ohne Hilfsmittel den Riegel zwecks Freigabe des Tastenschiebers zu entfernen. Hierbei
können die überstehenden Laschen bequem als Handhabe benutzt werden.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, insbesondere für
Schiebetastenschalter mit mehreren nebeneinanderliegenden Tastenschiebern, ist zum
Ausheben des Stützgliedes eine Hilfsvorrichtung vorgesehen, die mit Gabelarmen hinter
die vorspringenden Laschen des Stützgliedes greift und parallel zu den Gabelarmen
einen Stützschenkel in einem derartigen Abstand aufweist, daß er sich auf dem Tastkopf
nach Ausheben des Stützgliedes abstützen kann, wobei die in dieser U-Form ausgebildete
Hilfsvorrichtung nach außen hin mit einer Handhabe versehen ist. Mittels dieser
Hilfsvorrichtung lassen sich die Tastenschieber auch dann bequem entfernen, wenn
mehrere Gehäuse, wie dies häufig der Fall ist, unmittelbar benachbart zueinander
in einem Chassis festgelegt sind. Bei Benutzung der Hilfsvorrichtung ist ein Verdrehen
des Stützgliedes nicht erforderlich.
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Der Stützschenkel für den Tastkopf kann dabei in seinem Abstand zu
den Gabelarmen verstellbar sein, wobei der Stützschenkel in verschiedenen Abständen
von den Gabelarmen, z. B. mittels einer Schraube, festklemmbar ist. Statt dessen
kann der Stützschenkel auch unter der Wirkung einer Feder gegen die Gabelarme gedrückt
werden, deren Kraft größer ist als die Kraft der Tastenschieberfeder.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung kann eine Hilfsvorrichtung
zum Ausheben des Stützgliedes vorgesehen sein, deren Gabelarme so breit bemessen
sind, daß sie bei Abstützung an der Stirnfläche des Gehäuses und an den Laschen
des Stützgliedes den Riegel freilegen, und deren Gabelatmenden zum seitlichen Einschieben
verjüngt sind.
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Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der
Zeichnung beschrieben; in der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht
eines Schiebetastenschalters mit aus der Arbeitsstellung um 90° um die Tastenachse
verschwenktem Stützglied, F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des Stützgliedes,
F i g. 3 ein Hilfswerkzeug zur Montage des Tastenschiebers, F i g. 4 das. in F i
g. 3 dargestellte Hilfswerkzeug angesetzt bei einem Schiebetastenschalter gemäß
F i g. 1, F i g. 5 eine perspektivische Darstellung einer anderen Ausführungsform
des Hilfswerkzeuges, F i g. 6 das in F i g. 5 dargestellte Hilfswerkzeug eingesetzt
bei einem Tastenschalter gemäß F i g. l,.
F i g. 7 eine weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Hilfswerkzeuges, F i g. 8 das in F i g. 7 dargestellte Hilfswerkzeug
eingesetzt bei einem Schiebetastenschalter entsprechend F i g. 1.
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In dem Gehäuse 18 ist der die beweglichen Kontakte tragende Tastenschieber
16 axial verschiebbar gelagert, an dessen äußerem, freiem Ende ein Tastkopf 15 angeordnet
ist. Der Tastenschieber 16 wird durch eine Druckschraubenfeder 14 in seine Ausgangslage
gezogen, die sich einerseits an dem Tastkopf 15 und andererseits an einem als U-förmiges
Federblech ausgebildeten Stützglied 29 abstützt, das das Gehäuse vorn abschließt.
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Durch die die festen Kontakte tragende Kontaktplatte 6 sind die Anschlußfahnen
7 nach außen geführt.
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Als Anschlag für die Ausschubbewegung des Tastenschiebers 16 dient
bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein Riegel 26 in Gestalt eines Bügels,
dessen beide Schenkel durch die obere Gehäuseplatte nach innen einstehen und von
denen einer zugleich mit einem Rastprofil des Tastenschiebers 16 zusammenwirken
kann.
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In Arbeitsstellung liegt der in F i g. 1 um 90° verdreht gezeichnete
längere Schenkel des Stützgliedes 29 über dem Riegel 26 und verhindert ein
Herausfallen dieses Riegels. Das Stützglied 29, dessen Ausbildung am deutlichsten
aus F i g. 2 ersichtlich ist, besteht insgesamt aus federndem Werkstoff, z. B. Federblech,
so daß die erforderliche nachgiebige Abstützung des Riegels 26 gewährleistet ist
und die Schaltfunktion einwandfrei durchgeführt werden kann.
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Für die Federzentrierung der Schraubendruckfeder 14 kann eine Tüte
40 c ungeformt sein, die in die Feder 14 hineingreift.
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In F i g. 1 ist das Stützglied 29 um 90° nach vorn gedreht, dargestellt.
Um diese Verdrehung zu ermöglichen, ist seine Bohrung 22 für den Tastenschieber
16 rund ausgeführt und nicht dem Querschnittsprofil angepaßt. In der gedrehten Stellung
ist der Riegel 26 leichter auszuwechseln, da für diese Handhabe jetzt beide Hände
frei sind. Von selbst kann sich das Stützglied 29 nicht verdrehen, wenn es angefedert
mindestens eine Gehäusekante umgreift; vorher muß es entsprechend weit zurückgezogen
werden.
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Damit sich das Stützglied 29 besser fassen läßt, sind seitlich oder
nach oben und unten überstehende Laschen 40 a, 40 b vorgesehen.
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Bei Eintastenschaltern läßt sich das Verdrehen des Stützgliedes leicht
mit der Hand bewerkstelligen. Sind jedoch mehrere Tasten in engem Abstand nebeneinander
angeordnet, ist es schwieriger. Um hierbei die Montage zu erleichtern, ist nach
einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung eine gabelförmige Hilfsvorrichtung 41
gemäß F i g. 3 oder 5 oder 7 vorgesehen, die das Stützglied 29 mit zwei Gabelarmen
42a, 42b an den Laschen 40a, 40b
greift und die Schraubendruckfeder
14 zurückzuziehen gestattet. Nach F i g. 3 ist die Vorrichtung 41 U-förmig gebogen,
so daß ein parallel zu den Gabelarmen liegender zweiter Schenkel 43 sich an der
Vorderkante des Tastkopfes 15 abstützen und die bis zur Blockhöhe gespannte Feder
arretieren kann. Ein verlängerter Griff 44 erleichtert das Herausziehen des Tastenschiebers.
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Da mit verschiedenen Längen des Tastkopfes 15 gerechnet werden muß,
kann einer der Schenkel der Vorrichtung 41 verstellbar sein, wie es F i g. 5 zeigt.
Ein Winkel 43 wird in einer Längsnut 46 des Gabelwinkels 41 verschoben und durch
eine Schraube 47 im gewünschten Abstand festgehalten.
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Statt dessen kann. der Zweite Schenkel durch eine Feder in Richtung
auf die Gabelarme 42a, 42b gezogen werden, deren Kraft die Kraft der Schraubendruckfeder
14 überwindet. Die Höhenunterschiede des Tastkopfes 15 werden dabei durch die Feder
der Vorrichtung ausgeglichen.
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Eine andere Hilfsvorrichtung, die für alle Tastkopfhöhen geeignet
ist, zeigt F i g. 7. Hier werden zwei entsprechend breite Schenkel 48 a, 48 b so
zwischen das zurückgezogene Stützglied 29 und die Vorderfront des Gehäuses 18- eingeschoben,
bis der Riegel 26 oder eine andere Anschlagsbegrenzung des Tastenschiebers 16 sich
leicht auswechseln läßt. Die untere Verjüngung der Schenkel 48a, 48b erleichtert
das Anheben des Stützgliedes 29 und das gleichzeitige allmähliche Eintauchen der
Schenkel bis zur Endstellung. Ein Griff 49 gestattet eine bequemere Handhabung.