DE1258097B - Verfahren zur Polymerisation von 1, 3-Butadien - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von 1, 3-ButadienInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C08d
Deutsche Kl.: 39 c - 25/05
Nummer: 1258 097
Aktenzeichen: P 33120IV d/39 c
Anmeldetag: 3. Dezember 1963
Auslegetag: 4. Januar 1968
Zur Polymerisation von 1,3-Butadien sind zahlreiche
Verfahren in der Literatur beschrieben, wie Emulsionspolymerisation, alkalikatalysierte Polymerisation und
alfinkatalysierte Polymerisation. Die nach diesen Verfahren erhaltenen Polybutadienprodukte enthalten
unterschiedliche Anteile an cis-l,4-Addition, trans-1,4-Addition und 1,2-Addition. Erst in letzter Zeit
wurden Polymere von Butadien erzielt, die mehr als etwa 50°/0 cis-l,4-Konfiguration aufwiesen. Es wurde
bereits vorgeschlagen, daß ein Polybutadien mit mindestens 85% vis-l,4-Addition durch Polymerisation
von 1,3-Butadien mit einem Katalysator erhalten wird, der durch Vermischen bestimmter Organometalle,
beispielsweise Trialkylaluminium, mit einem jodhaltigen Bestandteil, wie Titantetrajodid oder
einem Gemisch von Titanchlorid oder -bromid und elementarem Jod, gebildet wird. Die vorliegende
Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung eines Polybutadiens mit einem hohen Prozentsatz
cis-l,4-Addition.
Die Erfindung besteht also in einem Verfahren zur Polymerisation von 1,3-Butadien in Gegenwart eines
Katalysators, der durch Umsetzung von metallorganischen Verbindungen, die nur Metall-Kohlenstoff-Bindungen
enthalten, und Organometallhydriden mit Titantetrahalogeniden und Jod erhalten worden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Katalysator verwendet, der durch Vermischen von a) einer
Organometallverbindung der Formel R^M, worin
R einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylrest oder Kombinationen dieser Reste, M Magnesium oder Aluminium
und χ eine ganze Zahl gleich der Wertigkeit des Metalls M bedeuten, mit b) Titantetrachlorid oder
Titantetrabromid und c) dem durch Vermischen eines Organometallhydrids der Formel R»M'Hm, worin
R die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt und M' Aluminium, Gallium, Indium oder Thallium,
η und m ganze Zahlen zwischen 1 und 2 bedeuten und die Summe von η und m gleich der Zahl 3 ist, mit
elementarem Jod erhaltenen Mischungsprodukt erhalten worden ist.
Wie bereits oben angegeben, wurde es bisher vorgeschlagen, 1,3-Butadien mit einem Katalysator zu
polymerisieren, der durch Vermischen eines Organometalls, Titanchlorid oder -bromid und freiem Jod
gebildet wurde. Wenn dieses Katalysatorsystem angewandt wird, erweist sich nur etwa die Hälfte des
zugesetzten Jods als aktiver Bestandteil bei der Polymerisation. Es wurde nun jedoch gefunden, daß ein
erheblicher Anstieg der Wirksamkeit des Jods erhalten wird, falls das Jod mit einem Organometallhydrid
umgesetzt und das erhaltene Reaktionsprodukt, wie
Verfahren zur Polymerisation von 1,3-Butadien
Anmelder:
Phillips Petroleum Company,
Bartlesville, OkIa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. F. Zumstein, Dr. E. Assmann
und Dr. R. Koenigsberger, Patentanwälte,
8000 München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Ralph Coleman Farrar,
Bartlesville, OkIa. (V. St. A.)
Ralph Coleman Farrar,
Bartlesville, OkIa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 3. Dezember 1962
(214492)
V. St. v. Amerika vom 3. Dezember 1962
(214492)
hier beschrieben, zur Herstellung des Katalysators verwendet wird. Wenn beispielsweise zwei Ansätze
durchgeführt werden unter Verwendung derselben Jodmenge, und zwar einer gemäß dem vorliegenden
Verfahren und der andere gemäß dem bekannten Verfahren, ist die Polymerisationsgeschwindigkeit bei
dem System, in welchem das Organomethallhydrid-Jod-Reaktionsprodukt angewandt wird, schneller.
Es wurde auch gefunden, daß beim vorliegenden Verfahren nur etwa die HaKe der Jodmenge notwendig
ist, die bei dem üblichen Verfahren erforderlich ist, um dasselbe Ergebnis zu erzielen. Das vorliegende
Verfahren stellt deshalb einen erheblichen technischen Fortschritt gegenüber dem bekannten Verfahren dar.
In der belgischen Patentschrift 616 917 ist ein Katalysator beschrieben, der durch Umsetzung von
Lithiumaluminiumtetraalkylen und/oder Lithiumaluminiumalkylhydriden mit Titantetrachlorid und
elementarem Jod und/oder Jodchlorid bzw. Jodbromid oder Mischungen von Jod mit Brom erhalten
wurde. Demgegenüber besteht der erfindungsgemäße Katalysator in jedem Falle aus einem Gemisch von
vier Komponenten, nämlich aus einer metallorganischen Verbindung der Formel R^M, Titantetrachlorid
oder Titantetrabromid, einem Organometallhydrid der Formel RJvTHm sowie aus Jod.
Im letzten Absatz in Spalte 2 ff. der erwähnten Patentschrift wird angegeben, daß man bei der Dar-
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stellung der Katalysatoren sowohl von einer gemein- butylaluminium, bei der Herstellung des erfindungssamen
Lösung von Titantetrachlorid und Jod bzw. gemäßen Katalysatorsystems bevorzugt.
JodJ enthaltenden Lösung ausgehen und diese mit Die bei der Herstellung des erfindungsgemäß ein-
der Lösung und Suspension der Lithiumaluminium- zusetzenden Katalysatorsystems angewandten Organoverbindung
mischen als auch die Lösung des elemen- 5 metallhydride können durch die allgemeine Formel
taren Jods bzw. der Jod enthaltenden Komponente RwM'Hm wiedergegeben werden, worin R die vormit
der Lithiumaluminiumverbindung versetzen und stehend angegebene Bedeutung besitzt, M' Aluminium,
danach das Titantetrachlorid zugeben könne. Es ist, Gallium, Indium oder Thallium, η und m ganze
diesen Angaben kein Hinweis darauf zu entnehmen Zahlen von 1 bis 2 bedeuten, wobei die Summe von η
daß durch eine bestimmte Reihenfolge des Zusammen- io und m gleich 3 ist. Beispiele für Verbindungen entbringens
der Katalysatorkomponente ein besonderer sprechend der Formel R»M'Hm sind Dimethyl-Vorteil
erzielt werden kann. aluminiumhydrid, Äthylaluminiumdihydrid, Diiso-
Im Gegensatz dazu wurde erfindungsgemäß gezeigt, butylaluminiumhydrid, Decylaluminiumdihydrid, Eidaß
die Wirksamkeit des Jods in beträchtlichem Maße cosylaluminiumdihydrid, Cyclopentylaluminiumdihyvergrößert
werden kann, falls das Jod mit einem 15 drid, Dicyclooctylaluminiumhydrid, 3-Methylcyclo-Organometallhydrid
umgesetzt wird und das erhaltene hexylaluminiumdihydrid, Phenylaluminiumdihydrid,
Reaktionsprodukt dem Polymerisationssystem züge- Propylphenylaluminiumhydrid, 3-Cyclohexylpropylsetzt
wird. ~ ~-~ aluminiumdihydrid, Di-(4-cycloheptyldecyl)-alumini-
Die zur Herstellung des vorliegenden Katalysator- umhydrid, 3-Phenylbutylaluminiumdihydrid, Dibensystems
angewandten Organomagnesium-und Organo- 20 zylaluminiumhydrid,. 2,4-Diphenyloctylaluminiumdialuminiumverbindungen
können durch die Formel hydrid, 2-Methylcyclopentylaluminiumdihydrid,2-Phe-RkM
wiedergegeben werden, worin R einen Alkyl-, nylcyclopentylalummiumdihydrid, Di-(2-methylphe-Cycloalkyl-
oder Arylrest oder Kombinationen dieser nyl)-aluminiumhydrid, 2,4-Dibutylphenylaluminium-Reste,
wie Cycloalkylalkyl-, Aralkyl-" Alkylcyclo- dihydrid, Di- (2,4 - dihexylphenyl) - aluminiumhydrid,
alkyl-, Arylcycloalkyl-, Alkaryl- und Cycloalkylaryl- 25 4-Cyclobutylphenylaluminiumdihydrid, 2,4-DicycIoreste,
M Magnesium oder Aluminium und χ eine pentylphenylaluminiuindihydrid, Di-(2,4-dicyclopenganze
Zahl gleich der Wertigkeit des Metalls M be- tylphenyl)-aluminiumhydrid, Methylgalliumdihydrid,
deutet.. . _ Diisobutylgalliumhydrid, Dicicosylgalliumhydrid, Cy-
Jede Gruppe R enthält vorzugsweise 1 bis ein- clobutylgalliumdihydrid, Dicyclohexylgalliumhydrid,
schließlich 20 Kohlenstoffatöme. Beispiele für Ver- 30 Di-(2-naphthyl)-galh'umhydrid, Phenylgalliumdihybindungen
gemäß der Formel RzM, die zur Verwen- . drid, DiphenylgaUiumhydrid, 3-Phenylpropylgalliumdung
bei der Herstellung des vorliegenden Katalysator- dihydrid, Di-(4-phenyldecyl)-galliumhydrid, 3-Cyclosystems
geeignet sind, sind Dimethylmagnesium, Di- pentyl-dodecyl-galliumdihydrid, 3,5 - Dicyclohexyläthylmagnesium,
Di-n-propyknagnesium, Di-tert.- octylgaUiumdihydrid, 2,4-Dimethyl-cyelobutylgalliumbutyhnagnesium,
Di-n-hexyhnagnesium, Didecyl- 35 dihydrid, Di-iS^-dihexylcycloocty^-galliumhydrid,
magnesium, Didodecylmagnesium, Dieicosyhnagne- 2-Phenylcyclopentylgalliumdihydrid, Di-(2,4-diphenyK
sium, Dicyclohexylmagnesium, Di-4-methylcyclo- cyclooctyl)-galliumhydrid, Di-(2-methylphenyl)-gallihexyhnagnesium,
Dibenzylmagnesium, Di-(4-phehyl- umhydrid, 2,4-Di-n-butylphenylgalliumdihydrid, 3-Cyn
- butyl) - magnesium, Diphenylmagnesium, Di- clopentylphenylgalliumdihydrid, 2,4 - Dicyclohexyl-
1 - naphthylmagnesium, Di - 4 - tolyhnagnesium, Di- 40 phenylgalliumdihydrid, 1 - Naphthylgalliumdihydrid,
(2,4-diäthylphenyl)-magnesium, Di-(3,5-di-n-heptyl- Methylindiumdihydrid, Dibutylindiumhydrid, Di-.
phenyl)-magnesium, Methyläthylmagnesium, Me- nonylindiumhydrid, CyclopentyHndiumdihydrid, Dithylphenylmagnesium,
ButylbenzyJmagnesium, Tri- cycloheptylindiumhydrid, Cyclooctylindiumdihydrid,.
äthylaluminium, Tri-n-Butylaluminium, Triisobutyl-, Phenylindiumdihydrid, Diphenylindiumhydrid, 2-Cyaluminium,
Tridodecylaluminium, Triphenylalumi- 45 clobutylpropylindiumdihydrid, 2,4-Dicyclohexyloctylm'um,
Tri-1-naphthylaluminium, Tribenzylalumi- indiumdihydrid, Benzylindiumdihydrid, Di-(2,4-dinium,
Tri-(2-phenyläthyl)-aluminium, Tri-(6-phenyl- phenyloctyl)-indiumhydrid, 3-Propylcyclobutylindiumhexyl)-aluminium,
Tri-[6-(l-naphthyl)-hexyl]-alumi- dihydrid, 2,4 - Diheptylcyclohexylindiumdihydrid,
nium, Tri - [9- (2 - naphthyl) - nonyl] - aluminium, Tri- 2-Phenylcyclobutylindiumdihydrid, 2,4-Diphenylcyclo-2-tolylaluminium,
Tri-4-tolylaluminium, Tri-(2,4-di- 50 heptylindiumdihydrid, Di-(2-methylphenyl)-indiummethylphenyl)-aluminium,
Tri-(3-äthylphenyl)-alu- hydrid, 3-Hexylphenylindiumdihydrid, 2,4-Diheptylminium,
Tri-(2,4-dimethyl-6-äthylphenyl)-aluminium, phenylindiumdihydrid, 2-Cyclopentylphenylindiumdi-Tri-(4-n-butylphenyl)-aluminium,
TrL·(2-n-hexyl- hydrid, Di-iS-cyclooctylJ-phenylindiumhydrid, Mephenyl)
- aluminium, Tri - (2,4,6 - isobutylphenyl) - alu- thylthalliumdihydrid, Dipentylthalliumhydrid, Eicosylminium,
Tri - (4 - dodecylphenyl),- aluminium, Tri- 55 thaUiumdihydrid, Cyclobutylthalliumdihydrid, Di-(2-methyl-l-naphthyl)'-aluminium,
Tri-(2,4,5,7-tetra- cyclooctylthalUumhydrid, Phenylthalliumdihydrid, Diäthyl
-1 - naphthyl) - aluminium, Tri - (4,5 - dipentyl- phenylthalliumhydrid, 2 - Cyclopentylpropylthallium-
- naphthyl) - aluminium, Tricyclohexylaluminium, dihydrid, 2,4-dicycloheptylhexylthalliumdihydrid, Di-Tricyclopentylaluminiüm,
Methyldicyclohexylalu - benzylthalliumhydrid, 4,6 - Diphenyloctylthalliumdi-,
minium, Tri - (4 - pentadecyl - cyclopentyl) - alu- 60 hydrid, 2-Methylcyclobutylthalliumdihydrid, Di(2-deminium,
. Tri - (4 - methylcyclohexyl) - aluminium, cyclooctyty-thalliumhydrid, 3-Phenylcyclopentylthalli-Tri
- (2,4 - diäthylcyclohexyl) - aluminium, Tri- (3 -iso- umdihydrid, S^-Diphenylcyclooctylthalliumdihydrid,
butylcyclohexyl) - aluminium, Tri - (2,4,6 - tri- 2-Methylphenylthalliumdihydrid, 2,4-Diheptylphenyln-propylcyclohexyl)-aluminium,
Tri-(2-n-propylcyclo- thaUiumdihydrid, 3-Cyclobutylphenylthalliumdihydrid
pentyl)-aluminium, Tri-(2-cyclohexyläthyl)-aluminium, 65 und 2,4-Dicycloheptylphenylthalliumdihydrid.
Tri - (3 - cyclopentylbutyl) - aluminium, Tri - (4 - cyclo- Beispiele für spezifische Katalysatorsysteme, die bei
hexyltetradecyl)-äluminium. Üblicherweise wird die der praktischen Ausführung der Erfindung angewandt
Verwendung eines Trialkylaluminiums,-wie Triiso- werden können, sind diejenigen, welche durch Mischen
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der nachfolgenden Bestandteile hergestellt wurden: mittel zur Verwendung beim erfindungsgemäßen Ver-Diäthylmagnesium,
Titantetrachlorid und dem Reak- fahren sind Kohlenwasserstoffe, welche die PoIytionsprodukt
aus Diäthylaluminiumhydrid und Jod; merisationsreaktion nicht stören. Zu geeigneten Ver-Di-n-propylmagnesium,
Titantetrachlorid und dem dünnungsmitteln gehören aromatische Kohlenwasser-Reaktionsprodukt
aus Propylaluminiumdihydrid und 5 stoffe, wie Benzol, Toluol, die Xylole, Äthylbenzol und
Jod; Dicyclohexylmagnesium, Titantetrabromid und Mischungen davon. Auch liegt es im Rahmen der
dem Reaktionsprodukt aus Diisobutylaluminium- Erfindung, geradkettige oder verzweigtkettige Paraffine
hydrid und Jod; Diphenylmagnesium, Titantetra- zu verwenden, welche bis zu 12 Kohlenstoffatome
chlorid und dem Reaktionsprodukt aus Phenyl- einschließlich je Molekül enthalten. Beispiele für
aluminiumdihydrid und Jod; Di-1-naphthylmagne- io verwendbare Paraffine sind Propan, η-Butan, n-Pentan,
sium, Titantetrabromid und dem Reaktionsprodukt Isopentan, η-Hexan, Isohexan, 2,2,4-Triäthylpentan
aus Di-(2-naphthyl)-alummiumhydrid und Jod; Di- (Isooctan), n-Decan. Mischungen dieser Paraffin-4-tolylmagnesium,
Titantetrachlorid und dem Reak- kohlenwasserstoffe können auch angewandt werden als
tionsprodukt aus Phenylindiumdihydrid und Jod; Verdünnungsmittel bei der Durchführung des erfin-Triäthylaluminium,
Titantetrachlorid und dem Reak- 15 dungsgemäßen Verfahrens. Cycloparaffine, wie Cyclotionsprodukt
aus Diäthylaluminiumhydrid und Jod; hexan und Methylcyclohexan, können ebenfalls ge-Triisobutylaluminium,
Titantetrachlorid und dem braucht werden. Darüber hinaus können Mischungen ■Reaktionsprodukt aus Diisobutylaluminiumhydrid und sämtlicher vorstehend aufgeführter Kohlenwasser-Jod;
Triphenylaluminium, Titantetrabromid und dem stoffe als Verdünnungsmittel eingesetzt werden.
■Reaktionsprodukt aus Phenylindiumdihydrid und Jod; ao Üblicherweise wird es bevorzugt, die Polymerisation
Tri-2-tolylaluminium, Titantetrabromid und dem Reak- in Gegenwart eines aromatischen Kohlenwasserstoffes
tionsprodukt aus Diisopropylgalliumhydrid und Jod; durchzuführen, da Polymere mit höheren cis-Gehalten
Tribenzylaluminium, Titantetrabromid und dem Reak- erzeugt werden, wenn in dieser Weise gearbeitet wird,
tionsprodukt aus 2-Phenyläthylgalliumdihydrid und Das fierndungsgemäße Polymerisationsverfahren
Jod; Tricyclopentylaluminium, Titantetrachlorid und as kann bei Temperaturen innerhalb eines ziemlich weiten
dem Reaktionsprodukt aus Methylthalliumdihydrid Bereiches, beispielsweise zwischen —75 und 1250C,
und Jod; Tri-(2,4-diäthylcyclohexyl)-aluminium, Titan- durchgeführt werden. Üblicherweise wird es bevorzugt,,
tetrachlorid und dem Reaktionsprodukt aus 2-Cyclo- bei einer Temperatur im Bereich zwischen —35 und
pentylpropylthalliumdihydrid und Jod; Tri-(2,4,6-tri- 72°C zu arbeiten. Die Polymerisationsreaktion kann
isobutylphenyl)-aluminium, Titantetrabromid und dem 30 unter autogenem Druck oder unter jedem geeigneten
Reaktionsprodukt aus 2-Cyclopentylpropylthallium- Druck, der ausreichend ist, um das Reaktionsgemisch
dihydrid und Jod. praktisch in der flüssigen Phase zu halten, ausgeführt
Die Menge der zur Bildung des Katalysators werden. Der Druck hängt demzufolge von dem
angewandten Verbindung der Formel R^M ist davon speziell angewandten Verdünnungsmittel und der
abhängig, ob eine Organoaluminium- oder Organo- 35 Temperatur, bei welcher die Polymerisation durch-
magnesiumverbindung verwendet wird. Falls eine geführt wird, ab. Gewünschtenfalls können jedoch
Organoaluminiumverbindung angewandt wird, liegt höhere Drücke angewandt werden, wobei diese
das Molverhältriis von Organometall zu Titantetra- Drücke nach irgendeinem geeigneten Verfahren, bei«
chlorid oder -bromid im Bereich von 2:1 bis 20:1, spielsweise Unterdrucksetzung des Reaktionsgefäßes
vorzugsweise im Bereich von 3:1 bis 8:1. Ebenfalls 40 mit ein Gas, welches inert im Hinblick auf die PoIy-
liegt bei Verwendung einer Organoaluminiumverbin- merisationsreaktion ist, erhalten werden. Es ist
dung das Molverhältnis von Titantetrachlorid oder selbstverständlich, daß die Polymerisation auch gemäß
-bromid zu Jod im Bereich von 0,1:1 bis 4:, 1, Vorzugs- der Erfindung in der festen Phase durchgeführt werden
weise im Bereich von 0,25:1 bis 3:1. Falls eine kann.
Organomagnesiumverbindung angewandt wird, liegt 45 Das erfindungsgemäße Verfahren kann im Einzel-
das Molverhältnis von Organometall zu Titantetra- ansatz durchgeführt werden, wobei 1,3-Butadien in ein
chlorid oder -tetrabromid im Bereich von 0,75:1 Reaktionsgefäß, das Katalysator und Verdünnungs-
bis 3 :1 und das Molverhältnis von Titantetrachlorid mittel enthält, eingebracht wird. Obwohl jedes geeignete
oder -tetrabromid zu Jod in dem Bereich von 0,5:1 Einbringverfahren angewandt werden kann, wird es
bis 1,25:1. Das Molverhältnis von Organometall- 5° häufig bevorzugt, die Katalysatorbestandteile in ein
hydrid zu Jod liegt im Bereich von 0,5:1 bis 5:1, Reaktionsgefäß zu geben, welches Verdünnungsmittel
falls eine Organoaluminiumverbindung angewandt und 1,3-Butadien enthält. Der dritte Bestandteil, z. B.
wird. Wenn hingegen eine Organomagnesiumverbin- das Reaktionsprodukt aus Organometallhydrid und
dung eingesetzt wird, liegt das Molverhältnis von Jod, der zur Bildung des vorliegenden Katalysators
Organometallhydrid zu Jod im Bereich von 1:1 55 verwendet wird, wird in Gegenwart eines Kohlen-
bis 3:1. Wasserstoffes als Verdünnungsmittel hergestellt. Üb-
Die Konzentration des Katalysators kann bei Ver- licherweise wird es bevorzugt, denselben Kohlenwendung
im vorliegenden Verfahren innerhalb ziemlich wasserstoff anzuwenden, welcher als Reaktionsmedium
weiter Grenzen variieren. Die Katalysatorhöhe liegt verwendet wird, trotzdem auch unterschiedliche
allgemein im Bereich von 1 bis 20 gMillimol Organo- 60 Kohlenwasserstoffe angewandt werden können. Orgamagnesium-
oder Organoaluminiumverbindung je nometallhydrid und freies Jod können bei jeder
100 g zu polymerisierendes 1,3-Butadien. Die tatsäch- gewünschten Temperatur zusammengebracht werden,
lieh angewandte Katalysatormenge wird im all- beispielsweise bei irgendeiner Temperatur innerhalb
gemeinen von dem gewünschten Molekulargewicht des des bei der Polymerisation angewandten Bereiches.
Produktes bestimmt. 65 Die Umsetzung erfolgt augenblicklich, wenn die
Das Polymerisationsverfahren wird gemäß der beiden Materialien vermischt werden, was sich durch
Erfindung üblicherweise in Gegenwart eines Ver- ein Verschwinden der Farbe des Jods zu erkennen gibt,
dünnungsmittels durchgeführt. GeeigneteVerdünnungs- Das auf diese Weise erhaltene Reaktionsprodukt ist
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dann fertig zur Einbringung in das Reaktionsgefäß. Es Katalysators ausreichend ist, ohne eine Ausfällung des
ist selbstverständlich, daß es erfindungsgemäß auch gelösten Polymeren zu ergeben. Es erwies sich häufig
möglich ist, den Katalysator vorzuformen, indem die auch vorteilhaft, ein Antioxydationsmittel, beispiels-Katalysatorbestandteüe
innerhalb eines getrennten weise 2,2'-Methylen-bis-(4-methyl-6-tert.butylphenol),
Katalysatorherstellungsgefäßes vermischt werden. Das 5 zu der Polymerlösung vor der Gewinnung des PoIyerhaltene
Material kann dann in das Reaktionsgefäß meren zuzusetzen. Nach der Zugabe des katalysatoreingebracht
werden, in dem Mönomeres und Ver- inaktivierenden Materials und des Antioxydationsdünnungsmittel
enthalten sind, oder diese letzteren mittels kann das in der Lösung vorhandene Polymere
Materialien können nach dem Katalysator zugegeben dann durch Zugabe eines Überschusses eines Materials,
werden. Das Verfahren kann auch kontinuierlich io wie Äthylalkohol oder Isopropylalkohol, abgetrennt
durchgeführt werden, indem die vorstehend auf- werden. Wenn das Verfahren kontinuierlich durchgeführten
Konzentrationen der Reaktionsteilnehmer geführt wird, kann der gesamte Ablauf von dem
in dem Reaktionsgefäß während einer geeigneten Reaktionsgefäß zu einer Katalysatorinaktivierzone, in
Verweilzeit aufrechterhalten werden. Die Verweilzeit welchem der Reaktionsgefäßablauf mit einem geeigvariiert
bei einem kontinuierlichen Verfahren natürlich 15 neten katalysatorinaktivierenden Material, beispielsinnerhalb
ziemlich weiter Grenzen in Abhängigkeit weise einem Alkohol, kontaktiert wird, gepumpt
von solchen Faktoren wie Temperatur, Druck, Ver- werden. Falls als katalysatorinaktivierendes Material
hältnis der Katalysatorbestandteile und Katalysator·? ein Alkohol verwendet wird, bewirkt dieser auch die
konzentration. Bei einem kontinuierlichen Verfahren ■ Ausfällung des Polymeren. Falls katalysatorinaktivieliegt
die Verweilzeit üblicherweise im Bereich zwischen 20 rende Materialien eingesetzt werden, die diese doppelte
einer Sekunde und 10 Stunden, falls Bedingungen Rolle nicht aufweisen, kann ein geeignetes Material,
innerhalb der angegebenen Bereiche angewandt werden. beispielsweise ein Alkohol, zur Ausfällung des PolyWenn
ein Einzelansatzyerfahren angewandt wird, meren zugesetzt werden. Selbstverständlich gehört es
kann die Reaktionszeit bis zu 24 Stunden oder darüber zum Rahmen der Erfindung, auch andere geeignete
betragen. as Verfahren zur Gewinnung des Polymeren aus der
- Von verschiedenen Substanzen ist es bekannt, daß Lösung anzuwenden. Nach der Abtrennung von dem
sie schädlich auf die Katalysatormassen einwirken. Zu Wasser oder Alkohol und Verdünnungsmittel durch
diesen Materialien gehören Kohlendioxyd, Sauerstoff Filtrieren oder irgendein anderes geeignetes Mittel
und Wasser. Es ist deshalb wünschenswert, daß wird das Polymere dann getrocknet.
Butadien ebenso von diesen als auch von anderen 30 -Die gemäß der Erfindung erhaltenen Polymeren
Materialien, die eine Neigung zum Inaktivieren des stellen kautschukartige Polymere dar. Die Polymeren
Katalysators besitzen, befreit wird. Es kann jedes können nach den verschiedenen Verfahren, die bisher
bekannte Verfahren zur Entfernung derartiger Ver- beider Verarbeitung von natürlichen und synthetischen
unreinigungen angewandt werden. Falls weiterhin ein Kautschuken angewandt wurden, aufgemischt werden.
Verdünnungsmittel beim Verfahren angewandt wird, 35 Vulkanisationsbeschleuniger, Vulkanisationsmittel,
wird es bevorzugt, daß dieses Material praktisch frei Verstärkungsmittel und Füllstoffe, wie sie bisher bei
von Verunreinigungen, wie Wasser, Sauerstoff u. dgl., natürlichen und synthetischen Kautschuken eingesetzt
ist. In diesem Zusammenhang ist es wünschenswert, wurden, können in gleicher Weise zum Aufmischen
Luft und Feuchtigkeit aus dem Reaktionskessel, in der Kautschuke gemäß der Erfindung eingesetzt
dem die Polymerisation durchgeführt werden soll, zu 40 werden. Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich,
entfernen. Obwohl bevorzugt wird, die Polymerisation die Polymeren mit anderen polymeren Materialien, wie
unter wasserfreien oder praktisch wasserfreien Bedin- Naturkautschuk, cis-l,4-Polyisopren, Polyäthylen, zu
gungen auszuführen, ist es selbstverständlich, daß vermischen. Wie vorstehend ausgeführt, besitzen die
geringe Mengen solcher katalysatorinaktivierenden Polymeren gemäß der Erfindung einen sehr hohen
Materialien in dem Reaktionsgemisch geduldet werden 45 cis-Gehalt, der sie sehr geeignet für Anwendungskönnen. Jedoch ist es ebenfalls selbstverständlich, daß gebiete macht, bei denen niedrige Hysteresis, hohe
die Menge derartiger Materialien, die geduldet werden Elastizität und niedriger Gefrierpunkt erforderlich ist.
können, unzureichend sein muß, um eine völlige Im allgemeinen finden die Polymeren Verwendung auf
Desaktivierung des Katalysators zu erreichen. Anwendungsgebieten, wo natürliche und synthetische
Nach Beendigung der Polymerisationsreaktion wird, 50 Kautschuke eingesetzt werden. Sie sind besonders
falls ein Einzelansatzverfahren angewandt wird, das wertvoll bei der Herstellung von Automobil- und
gesamte Reaktionsgemisch dann zur Inaktivierung des Lastwagenreifen und anderen Kautschukartikeln, beiKatalysators
und zur Gewinnung des kautschuk- spielsweise Dichtungen.
artigen Produktes behandelt. Zur Durchführung dieser Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläute-
Behandlung des Reaktionsgemisches kann jedes 55 rung der Erfindung.
geeignete Verfahren angewandt werden. Bei einem Bei den Strukturanalysen der nachfolgend auf-
Verfahren wird das Polymere durch Dampfabstreifen geführten Polymerprodukte wurde eine Probe des zu
des Verdünnungsmittels von dem Polymeren gewonnen. untersuchenden Polymeren in Schwefelkohlenstoff zu
Bei einem anderen geeigneten Verfahren wird ein einer Lösung mit 25 g Polymerem je Liter Lösung
katalysatorinaktivierendes Material, beispielsweise ein 60 gelöst. Das Infrarotspektrum der Lösung (% DurchAlkohol,
zu der Mischung zugegeben, so daß der lässigkeit) wurde dann in einem üblichen Infrarot-Katalysator
inaktiviert wird und eine Ausfällung des spektrometer bestimmt.
Polymeren sich ergibt. Das Polymere wird dann vom Der als trans-1,4- vorhandene Prozentsatz der
Alkohol und Verdünnungsmittel nach irgendeinem gesamten vorhandenen NichtSättigung wurde gemäß
geeigneten Verfahren, beispielsweise Dekantieren oder 65 der folgenden Gleichung bestimmt:
Filtrieren, abgetrennt. Häufig wird es bevorzugt,
anfänglich nur eine Menge des katalysatorinaktivieren- e =
den Materials zuzugeben, welche zur Inaktivierung des t c
9 10
worin ε den Extinktionskoeffizienten (1 ■ Mol-1 · cm.-1), Beispiel 1
E die Extinktion flog A), t die Weglänge (cm) und c ψ, ™f™ f? Anfzreihe" durcJgeführt'. ψ
V6Z/' 66V/ welchen 1,3-Butadien polymerisiert wurde, wobei em
die Konzentration (Mol Doppelbindung je Liter) Katalysatorsystem verwendet wurde, welches durch
bedeutet. Die Extinktion wurde bei der 10,35^-Bande 5 Vermischen von Triisobutylaluminium (TBA), Titanbestimmt, und der Extinktionskoeffizient betrug 146 tetrachlorid und einer Jodlösung erhalten worden war.
(1 · MoI-1 · cm"1). Bei einer Ansatzreihe wurde die Jodlösung hergestellt
Der als 1,2- (oder Vinyl-) vorhandene Prozentsatz durch Vermischen von Toluol, Diisobutylaluminium-
der gesamten NichtSättigung wurde gemäß der vor- hydrid (DBAH) und Jod, wobei Hydrid und Jod in
stehenden Gleichung unter Verwendung der 11,0-μ- ίο einem Molverhältnis von 2:1 eingesetzt wurden. Bei
Bande und eines Extinktionskoeffizienten von 209 der anderen Versuchsreihe wurde die Jodlösung
(1 · Mol""1 · cm-1) bestimmt. hergestellt durch Vermischen von Toluol, Triisobutyl-
Der als cis-1,4- vorhandene Prozentsatz der gesamten aluminium und Jod, wobei Organoaluminiumverbin-
vorhandenen NichtSättigung wurde erhalten durch dung und Jod im Molverhältnis von 2:1 eingesetzt
Subtraktion der Werte für trans-1,4-und 1,2-(Vinyl-), 15 wurden. Der Polymerisationsansatz war wie folgt:
wie sie gemäß dem vorstehenden Verfahren erhalten 1 3-Butadien, Gewichtsteile 100
wurden, von der theoretischen NichtSättigung, wobei Toluol, Gewichtsteile 1200
eine Doppelbindung für jede C4-Einheit in dem Aluminiummenge1), rahm2) 2,86
Polymeren angenommen wurde. Jodmenge, mhm veränderlich
Die Eigenviskositäten der Polymerisationsprodukte 20 Titantetrachlorid (TTC), mhm2) ... 0,357
wurden bestimmt, indem 0,1 g Polymeres in einen Temperatur, 0C 5
Drahtkäfig mit einer Maschenzahl je Quadratzenti- Zeit, Stunden 2
metervon 121 gegeben undder Drahtkäfig in 100ml To- 1} Bnü^lt Triisobutyialuminium plus'Aluminium, das in der
luol eingebracht wurde, die in einem Weithalskolben von Jodlösung zugefügt ist, entweder als Triisobutylaluminium
125 ml befindlich waren. Nach Stehen bei Raum- 25 oder Diisobutylaluminiumhydrid.
temperatur (etwa 25° C) während 24 Stunden wurde 2>
Millimol je 100 g Monomeres.
der Käfig entnommen und die Lösung durch ein Bei jedem Ansatz wurde zuerst Toluol eingebracht,
Schwefelabsorptionsrohr mit einer Porosität von worauf das Reaktionsgefäß mit Stickstoff durchGrad
Celsius filtriert, um irgendwelche vorhandene gespült wurde und dann Butadien zugegeben wurde.
Feststoffteilchen zu entfernen. Die erhaltene Lösung 30 Dann wurde Triisobutylaluminium, anschließend die
wurde durch ein Viskosimeter vom Medalia-Typ Jodlösung und Titantetrachlorid eingeführt. Nach
gegeben, der in einem 25°C-Bad gehalten wurde. Der Beendigung der Polymerisation wurde die Reaktion
Viskosimeter war vorhergehend mit Toluol kalibriert mit 2 Gewichtsteilen je 100 Teile Monomeres an
worden. Die relative Viskosität stellt das Verhältnis 2,2'-Methylen-bis-(4-methyl-6-tert.butylphenol), gelöst
der Viskosität der Polymerlösung zu der derjenigen 35 in einer Mischung gleicher Volumen Isopropylalkohol
von Toluol dar. Die Eigenviskosität wird errechnet, und Toluol, rasch abgebrochen. Das Polymere wurde
indem der natürliche Logarithmus der relativen in Isopropylalkohol koaguliert, abgetrennt und geViskosität
durch das Gewicht des löslichen Anteils trocknet. In der folgenden Tabelle sind die Ansätze
der Originalprobe dividiert wird. zusammengefaßt.
Jod, mhm
DBAH, mhm
TBA, mhm
Molverhältnisse:
Al: I2: TTC ...
DBAH: TTC ..
TTC: I2
Umwandlung, %
Eigenviskosität ..
MikroStruktur, °/0
Eigenviskosität ..
MikroStruktur, °/0
eis
trans
Vinyl
0,178 0,356
2,51
8:0,5:1
1:1 2:1 17
0,268 0,536 2,33
8:0,75:1 1,5:1 1,3:1
50 1,95
0,357
0,714
2,16
0,714
2,16
8:1:1
2:1
1:1
2:1
1:1
70
3,05
3,05
0,714 1,428 1,44
8:2:1 4:1 0,5:1 92
4,43
0,178 2,5I1)
5:0,5:1
2:1 Spur
0,357
2,1ο1) 8:1:1
1:1 20
0,535
1,8O1)
8:1,5:1
0,67:1 60
2,52
0,714
8· ο · 1 .Z.I
0,5:1 77 3,18
95,6 1,4 3,0
x) Zusätzlich zu dem, was in der Jodlösung eingebracht wurde.
Aus den Werten ergibt sich, daß nur halb soviel Jod bei Ansatz 3 notwendig war, um ein ähnliches Ergebnis
wie in Ansatz 8 zu erzielen. Ein Vergleich der ersten vier Ansätze mit den letzten vier zeigt, daß bei einer
gegebenen Jodmenge eine höhere Umwandlung bei dem System erhalten wird, in welchem Diisobutylalumimumhydrid
verwendet worden war.
Eine Reihe von Versuchen wurde durchgeführt, bei welchen 1,3-Butadien mit unterschiedlichen Kataly-65
satorsystemen gemäß der Erfindung polymerisiert wurde. Die Katalysatoren wurden hergestellt, indem
die nachfolgend aufgeführten Bestandteile vermischt wurden.
. i ':■ ;i..' ·■ .. ■:'·:
709 717/625
Ii
Kataly- | ä) | Katalysatorbestandteile |
sator- | b) | |
"Nr. | c) | Diäthylmagnesium, |
Titäntetrachlorid und | ||
1 | a) | das Reäktiohspfodükt aus Diphenyl- |
b) | indiunihydrid und Jod | |
c) | Di-n-pfopylmagnesiura, | |
Titäntetrachlorid und | ||
2 | a) | das Reaktionsprodukt aus 3-Phenyl- |
b) | pröpylgaltiumdihydrid und Jod | |
c) | Dicyclohexylmagnesium, | |
Titantetrabromid und | ||
3 | a) | das Reaktionsprodukt aus Methyl- |
b) | thalliümdihydrid und Jod | |
c) | Di-4-tolylmagnesium, | |
Titäntetrachlorid und | ||
4 | a) | das Reaktionsprodukt aus Diisobutyl- |
b) | galliürnhydrid und Jod | |
c) | Diphenylmagnesium, | |
Titantetrabromid und | ||
5 | das Reaktionsprodükt aus Methyl· | |
indiumdihydrid und Jod | ||
Das bei jedem Ansatz angewandte Verfahren bestand darin, Toluol zuerst in das Reaktionsgefäß
einzubringen, worauf dieses durchgespült wurde, worauf dann Butadien zugesetzt wurde. Dann wurde
die Organomagnesiumverbindung eingebracht und anschließend das Reaktionsprodukt und das Titanhalogenid.
Das Reaktionsprodükt wurde durch Vermischen von Toluol, Organometällhydrid und Jod
hergestellt, wobei Hydrid und Jod in einem Molverhältnis von 2; 1 eingesetzt wurden. Die Polymerisationen
wurden unter ähnliehen Bedingungen, wie im Beispiel 1
beschrieben^ durchgeführt, und die Produkte wurden ebenfalls in der vorstehend beschriebenen Weise
gewonnen. Bei jedem Ansatz wurde ein Produkt mit einem hohen Prozentsatz cis-l,4-Addition erhalten.
Claims (3)
1. Verfahren zur Polymerisation von 1,3-Butadien
in Gegenwart eines Katalysators, der durch Umsetzung von metallorganischen Verbindungen,
die nur Metall-KohlenstofF-Bindungen enthalten,
und Organometallhydriden mit Titantetrahalogeniden und Jod erhalten worden sind, dadurch
gekennzeichnet, daß man einen Katalysator verwendet, welcher durch Vermischen von
a) einer Organometallverbindung der Formel RaM, worin R einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Arylrest
oder Kombinationen dieser Reste, M Magnesium oder Aluminium und χ eine ganze Zahl gleich der
Wertigkeit des Metalls M bedeutet, mit b) Titäntetrachlorid
oder Titantetrabromid und c) dem durch Vermischen eines Organometallhydrids der
Formel R»M'Hm, worin R die vorstehend angegebene
Bedeutung besitzt und M' Aluminium, GaUiUm, Indium oder Thallium, η und m ganze
Zahlen zwischen 1 und 2 bedeuten und die Summe von η und M gleich der Zahl 3 ist, mit elementarem
Jod erhaltenen Mischungsprodukt erhalten worden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation in Gegenwart
eines Kohlenwasserstoffes als Verdünnungsmittel bei Temperaturen im Bereich von —75 bis
125° C und unter autogenem Druck durchführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Grganometallverbindufig
eine Triälkylmetallverbmdung einsetzt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1106 902;
Ausgelegte Unterlagen der belgischen Patente Nr. 496, 616 917,
709 717/625 12.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US241492A US3332928A (en) | 1962-12-03 | 1962-12-03 | Process and catalyst for production of rubbery polymers |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1258097B true DE1258097B (de) | 1968-01-04 |
Family
ID=22910893
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEP33120A Pending DE1258097B (de) | 1962-12-03 | 1963-12-03 | Verfahren zur Polymerisation von 1, 3-Butadien |
Country Status (3)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US3332928A (de) |
DE (1) | DE1258097B (de) |
GB (1) | GB995064A (de) |
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US6677013B1 (en) | 1998-04-17 | 2004-01-13 | Pechiney Emballage Flexible Europe | Transparent multilayer polypropylene container with barrier protection |
EP2047966B1 (de) | 2001-10-24 | 2013-08-28 | Amcor Rigid Plastics USA, Inc. | Preform für einen Polypropylenbehälter |
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BE602496A (de) * | ||||
DE1106902B (de) * | 1959-08-06 | 1961-05-18 | Theodor Keller | Vorrichtung zum Schmelzen, Kochen bzw. Warmhalten von Bitumen, Teer, Asphalt oder aehnlichen Stoffen |
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NL267273A (de) * | 1960-07-25 | |||
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1962
- 1962-12-03 US US241492A patent/US3332928A/en not_active Expired - Lifetime
-
1963
- 1963-11-18 GB GB45392/63A patent/GB995064A/en not_active Expired
- 1963-12-03 DE DEP33120A patent/DE1258097B/de active Pending
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Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
GB995064A (en) | 1965-06-10 |
US3332928A (en) | 1967-07-25 |
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |