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DE1257082B - Anlage zur kontinuierlichen Braumaischebereitung und Wuerzekochung - Google Patents

Anlage zur kontinuierlichen Braumaischebereitung und Wuerzekochung

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Publication number
DE1257082B
DE1257082B DEH36126A DEH0036126A DE1257082B DE 1257082 B DE1257082 B DE 1257082B DE H36126 A DEH36126 A DE H36126A DE H0036126 A DEH0036126 A DE H0036126A DE 1257082 B DE1257082 B DE 1257082B
Authority
DE
Germany
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mash
container
vessels
flow
vessel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH36126A
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Huppmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRITZ HUPPMANN DR
Original Assignee
FRITZ HUPPMANN DR
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Filing date
Publication date
Application filed by FRITZ HUPPMANN DR filed Critical FRITZ HUPPMANN DR
Priority to DEH36126A priority Critical patent/DE1257082B/de
Publication of DE1257082B publication Critical patent/DE1257082B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C7/00Preparation of wort
    • C12C7/04Preparation or treatment of the mash
    • C12C7/06Mashing apparatus
    • C12C7/065Mashing apparatus with a vertical stirrer shaft
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
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    • C12C7/06Mashing apparatus
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    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C7/00Preparation of wort
    • C12C7/20Boiling the beerwort

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  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

  • Anlage zur kontinuierlichen Braumaischebereitung und Würzekochung Die Bereitung von Bier erfolgte bisher noch in intermittierender Arbeitsweise; der Grund, weshalb ein kontinuierliches Brauverfahren bis heute noch nicht in der Praxis Eingang gefunden hat, liegt daran, daß besondere Schwierigkeiten sich einer kontinuierliehen Verfahrensführung entgegenstellen, weil die einzelnen Stufen des Brau- und Gärprozesses in zeitlicher Hinsicht daher besonders abgestimmt sein müssen, da bekanntlich die bei der Bierbereitung sich abspielenden biochemischen (enzymatischen) Vorgänge nicht momentan verlaufen, sondern bestimmte Verweilzeiten in den einzelnen, für die verschiedenen Brau- und Gärstufen vorgesehenen Behälter erfordern.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der grundlegenden Erkenntnis, daß in einer nacheinander geschalteten Behälteranlage die zur Durchführung der einzelnen, an sich bekannten Braustufen erforderlichen Verweilzeiten des Braugutes bei bestimmten Temperaturen in den für die einzelnen Stufen vorgesehenen Behältern durch geeignete Trennwände, die z. B. quer zur Durchlaufrichtung des Braugutes angeordnet sind, geregelt werden müssen. Dank einer solchen Anordnung wird das sich in den durch die Trennwände gebildeten Zellen ansammelnde Gut aus den einzelnen Zellen durch ständig nachfließendes Gut über an den Trennwänden vorgesehene Durchlässe verdrängt. Hierdurch wird es möglich gemacht, daß die Zeitdauer, die für die im einzelnen durchzuführenden Braustufen (Eiweißrast, Verzuckerung usw.) erforderlich ist, trotz ständigen Durchlaufens des Gutes durch die Anlage aufeinander abgestimmt und geregelt wird, und zwar ohne daß die Behälter besonders groß dimensioniert zu werden brauchen. Dieser Umstand und auch die kontinuierliche Arbeitsweise bringen es mit sich, daß der Platzbedarf der erfindungsgemäßen Anlage im Vergleich mit einem bekannten, also intermittierend arbeitenden Sudwerk gleicher Kapazität sehr viel geringer ist, vorausgesetzt, daß die Anlage nach der Erfindung auch ununterbrochen Tag und Nacht läuft. Gegenüber einer intermittierenden Würzebereitungsanlage gestaltet sich die Energiewirtschaft bei der erfindungsgemäßen Anlage insofern sehr günstig, als die sonst benötigten sehr hohen Dampfspitzen im Sudhaus durch eine gleichmäßige Dauerlast ausgeglichen werden. Auch die elektrischen Bedarfsspitzen lassen sich durch die gleichmäßige Belastung der Antriebe und der Kälteanlage beseitigen. Ferner kann durch restlose Wärmerückgewinnung bei der Würzekühlung und Würzekochung das benötigte Warmwasser für das Einmaischen und Überschwänzen erzeugt werden. Schließlich ermöglicht die kontinuierliche Arbeitsweise die vollautomatische Steuerung des Sudprozesses.
  • Es sind zwar Vorschläge für Anlagen zum kontinuierlichen Bierbrauen bekanntgeworden; diese waren jedoch immer darauf beschränkt, einen mög licherweise gangbaren Weg zur kontinuierlichen Führung einzelner Stufen innerhalb des gesamten Brauprozesses aufzuzeigen. So sind Vorschläge bezüglich der konstruktiven Ausbildung der zum kontinuierlichen Würzekochen benutzten Gefäße bekanntgeworden. Eine praktische Lösung des Problems, wie die Einzelstufen zu einem kontinuierlichen Gesamtprozeß zusammengefaßt werden können, ist aber bisher noch nicht gegeben worden.
  • Beispielsweise ist ein kontinuierliches Maiscbverfahren unter Anwendung von hintereinanderliegend angeordneten und mit Rührwerken versehenen, heizbaren Vormaisch-, Maisch- und Maischekochapparaten bekannt, dem aber diskontinuierlich arbeitende Abläuter- und Würzekochgefäße folgen sollen. Bei einer derartigen, nur anfangs kontinuierlich arbeitenden Anlage bleibt das Problem, die bei der Sudbereitung bisher erforderlichen Energiespitzen auszuschalten, ungelöst; denn der plötzlich ansteigende Energiebedarf ist ja bekanntlich im wesentlichen dadurch bedingt, daß gerade beim Würzekochen große Eindampfleistungen erzielt werden müssen, wenn das Würzekochgefäß chargenweise beschickt wird. Zudem fehlt der bekannten Maischebereitungsanlage außer sonstigen wesentlichen Kennzeichen der erfindungsgemäßen Anlage - das Merkmal, daß die Verweilzeiten in den Durchlaufgefäßen auf das zu behandelnde Gut abgestimmt sind.
  • Ähnliches gilt für eine aus einem älteren Recht zu entnehmende Anlage für ein kontinuierliches Maischverfahren. Auch hier läßt sich zwar die Verweilzeit der Maische durch Bemessung des Volumens der Gefäße bzw. der Verdrängungskörper in den Behandlungsaefäßen zusätzlich auch durch in die Maischekocher ein-ezo-ene Trennwände derart regeln, daß die durchfließende Maische in jedem Durchflußgefäß bei einer bestimmten Temperatur eine bestimmte Zeit sich aufhält. Es sind aber auch hier keine Vorkehrun-en aetroffen, um in sämtlichen Stufen eine Durchmischung der Maische zu unterbinden. Das Fehlen von Rührwerken -, die bei der erstgenannten Anlage die unerwünschte Durchmischung sogar noch begünstigen, bewirkt darüber hinaus ein Absetzen der schweren C Maischebestandteile, ohne daß durch diese Maßnahme aber die Durchmischung von Maischeteilen verschiedener Behandlungsphasen verhindert ist. Im übrigen bilden die in den Kochgefäßen angeordneten Trennwände keine durch überläufe miteinander verbundenen Zellen, die somit nicht nach dem überlauf-, sondern nach dem Kommunizierprinzip arbeiten, das Durchmischen aber ebenfalls nicht ausschließen. Schließlich haftet der vorpatentierten Anlage der weitere Nachteil an, daß eine Vielzahl oben offener Behälter und somit ein großer Platzbedarf allein schon für die Maischebehandlung erforderlich ist, wogegen erfindungsgemäß z. B. für ein Zweimaischverfahren nur vier stehende, geschlossene Behälter bzw. in einer abgewandelten Form sogar nur ein stehender geschlossener Behälter erforderlich ist, was eine erhebliche Platzersparnis und zudem die Zwangsförderung der Maische mittels Pumpendruck bis in das letzte Behandlungsabteil bewirkt.
  • Darüber hinaus erfüllt die erfindungsgemäße Anlage in ihren einzelnen Stufen - vom Vormaischen bis zum Würzekochen - gleichzeitig folgende Voraussetzungen: 1. Die Verweilzeiten des Braugutes sind in den einzelnen Gefäßen in Abhängigkeit von den je- weilig angewandten Temperaturen regelbar; 2. eine Durchmischung des Braugutes wird in den einzelnen Behältern vermieden; 3. bei der Maischebereitung werden die Schwebebestandteile trotzdem in Schwebe gehalten. Ausgehend von einer Anlage des Standes der Technik zur kontinuierlichen Braumaischebereitung und Würzekochung mit Durchlaufgefäßen, in denen diese einzelnen Brauprozesse ablaufen, wobei die Verweilzeiten in den Behältern auf das zu behandelnde Gut abstimmbar sind, ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter für die Behandlung der Dick- bzw. Gesamtmaische vor dem jeweiligen Kochprozeß in an sich bekannten, waagerecht liegenden Durchlaufgefäßen und der Behälter für die Behandlung der Dünnmaische vor der Nachverzuckerung in einem an sich bekannten, waagerecht angeordneten Durchlaufgefäß als senkrecht stehende, allseits abaeschlossene und von unten nach oben durchströmte Gefäße ausgebildet sind, die durch Horizontalböden mit gegeneinander versetzten Durcblässen in einzelne Bearbeitungszonen mit regelbaren Temperaturverhältnissen und Verweilzeiten der Maische unterteilt sind. wobei zum Durchmischen des Maischestromes je ein Rührwerk mit in der Achse des Behälters anoeordneter Welle und mit Flügeln in jeder Bearbeitungszone vorgesehen ist und für das Würzekochen ein liegender, durch senkrechte Trennwände mit gegeneinander versetzten Überläufen unterteilter Behälter vorgesehen ist, der am Unterteil und/oder in den Trennwänden untergebrachte Kanäle für das Heizmedium (z. B. Wasserdampf) aufweist.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung können die Maischebehandlungsgefäße mit mehreren, in verschiedener Höhe angebrachten Ausläufen versehen sein. Von diesen ist jeweils der die erforderliche Höhe des Maischespiegels gewährleistende geöffnet und auf den gewünschten Durchlaßquerschnitt eingestellt, so daß die gewünschte Verweilzeit der Maische in den Gefäßen erreicht ist.
  • In weiterer Vervollkommnung der Erfindung können von den in verschiedener Höhe angebrachten, einen regelbaren Querschnitt aufweisenden Ausläufen des Gefäßes zur Behandlung der Gesamtmaische Leitungen zu den waagerecht liegenden, an sich bekannten Durchlaufgefäßen für das Kochen führen, welche Gefäße zur Rückleitung der gekochten Teilmaischen mit dem Gesamtmaischebehandlungsgefäß durch Rückleitungen verbunden sind.
  • Einem letzten kennzeichnendem Merkmal der Erfindung zufolge können die besagten waagerecht liegenden Durchlaufgefäße durch senkrechte Wände unterteilt sein, deren überläufe von Wand zu Wand gegeneinander versetzt sind und zur Querschnittsänderung mit Absperrorganen, wie Verstellschiebern, versehen sind, wobei diese Durchlaufgefäße je ein Rührwerk mit in der Gefäßachse liegender Welle und mit Flügeln in jedem Bearbeitungsabteil aufweisen.
  • Nachstehend werden Ausführungsformen der Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielsweise beschrieben. In diesen zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Anlage mit getrennten Maischebehandlungsgefäßen für die Dick- und die Dünnmaische; F i g. 2 gibt die Ansicht des Schnittes nach der Linie IV-IV in F i g. 1 wieder; F i g. 3 stellt die Ansicht des Maischebehandlungs-und Kochbehälters aus F i g. 1 in Richtung des Pfeiles V dar; F i g. 4 zeigt die Ansicht des Schnittes durch den Maischebehandlungs- und Kochbehälter nach der Linie VI-VI in F i g. 1; F i g. 5 gibt schematisch eine vereinfachte Ausführungsform der Anlage nach F i g. 1 mit einem senkrechten Maischebehandlungsgefäß für Dick- und Dünnmaische und zwei waagerechten Bearbeitungs-und Kochbehältern für ein Zweiniaischverfahren wieder; F i g. 6 zeigt einen Würzekochbehälter im Längsschnitt; F i g. 7 stellt die Ansicht des Schnittes entlang der Linie VIII-VIII in F i g. 6 dar; F i g. 8 zeigt die Ansicht des Würzekochbehälters nach F i g. 6 in Richtung des Pfeiles IX; F i g. 9 gibt eine andere Ausführungsform des Würzekochbehälters in schematischer Darstellung wieder.
  • Wie F i g. 1 zeigt, ist das Einmaischgefäß 1, das zu Beainn der Maischebehandlung eine bestimmte Menae Wasser und Malz aufnimmt, mit einem Schlägerwerk 2 ausgestattet. Das erhaltene Gemisch gelangt von hier aus in den Senkbehälter 3, der in seinem unteren Teil konisch ausgebildet ist. Von diesem Senk-behälter 3 wird unten die Dickmaische und oben die Dünnmaische abgezogen. Die Dick-und Dünnmaische werden hiernach einer Dosiervorrichtung 4 zugeführt, weiche das Verhältnis regelt, in dem die beiden Maischen dem weiteren Brauprozeß zugeführt werden. Die ist insofern von Wichtigkeit, als hierdurch nach den Bedürfnissen des Einzelfalles das Maischverfahren variabel gestaltet werden kann.
  • Die als Pumpe ausgebildete Dosiervorrichtung 4 kann gleichzeitig als Fördereinrichtung für das Braugut in der Gesamtanlage dienen und in dieser das für den Transport des Gutes erforderliche Druckgefälle aufrechterhalten.
  • Die Dickmaische wird am Fuße eines stehend angeordneten Behälters 5 eingeführt, der mit einem Rührwerk 6, Trennwänden 7 und einer Heizeinrichtung, beispielsweise Heizspiralen 8, ausgestattet ist. In diesem Behälter 5 erfolgt die Behandlung der Bearbeitungsmaische; beim Durchströmen des Behälters 5 wird die Maische entsprechend dem angewendeten Maischverfahren (Eiweißrast, Verzuckerungsrasten) vorher festgelegten Temperatur- und Zeitintervallen unterworfen. Der zur Behandlung der Dünnmaische dienende Behälter 16 entspricht hinsichtlich seiner Ausbildung dem Maischebehälter 5, mit dem Unterschied, daß der Behälter 16 entsprechend dem größeren Anteil an Dünnmaische größer dimensioniert ist und nur eine kleine Heizeinrichtung aufweist. An den Maischebehältern 5 und/oder 16 sind Ausläufe 28 mit regelbarem Querschnitt in verschiedenen Höhen angebracht, die es ermöglichen, daß Füllvolumen und dadurch die gesamte Verweilzeit der Maische in den Maischebehältern zu regulieren. Zur Regelung der Temperatur können in die Heizeinrichtung des Behälters 5 Thermostaten eingebaut sein. Naturgemäß wird der Durchlaufweg durch die Maischebehälter 5 und 16 um so größer sein, je geringer die Einmaischtemperatur ist.
  • Die Dickmaische verläßt den Behälter 5 mit einer Temperatur wenige Grade unterhalb des Siedepunktes. Die Dickmaische kommt dann in das Maischekochgefäß 9, das liegend angeordnet ist und geeignete Heizeinrichtungen, z. B. bodenseitig angeordnete Heizkanäle 10, sowie ein Rührwerk 11 zur Verhinderung des Absetzens der Maischefeststoffe aufweist. Durch die quer zur Durchlaufrichtung der Dickmaische in dem Maischekochgefäß 9 angeordneten Trennwände 12 ist der Behälter in verschiedene Zellen 13 aufgeteilt. Aus den Zellen 13 wird die Dickmaische, die sich auf Kochtemperatur befindet, ständig durch nachfließendes Gut über die an den Trennwänden 12 vorgesehenen überläufe 14 verdrängt. F i g. 3 zeigt, daß die überläufe der Trennwände abwechselnd an der einen oder anderen Behälterseitenwand, also gegeneinander versetzt, angeordnet sind. Hierdurch wird erreicht, daß ein Maischeteil den gewünschten Temperatur- und Zeitintervallen möglichst gleichmäßig unterworfen wird, ohne daß eine zu große Vermischung eintritt.
  • Die auf Siedetemperatur befindliche Maische läuft aus dem Kochgefäß 9 in ein Mischgefäß 15. Hier trifft sie mit der Dünnmaische zusammen, die in dem Behälter 16 auf der Einmaischtemperatur gehalten oder während des Durchlaufs auf eine gewünschte Temperatur vorgewärmt wurde.
  • Bei einem Zweimaischverfahren wird die das Mischgefäß 15 verlassende Mischmaische wieder auf ein Behandlungsgefäß 5 und ein Rastgefäß 16 nach F i g. 1 aufgeteilt und am Durchlaufende in einem zweiten Mischgefäß 15 vereinigt. Diese Anordnung wird für ein Dreimaischverfahren wiederholt, so daß die Temperatur der Mischmaische sukzessive bis auf die sogenannte Abmaischtemperatur (etwa 78' C) ansteigt. Der Einfachheit halber sind die Zwischenstufen der vorgenannten Maischverfahren in F i g. 1 nicht dargestellt. Es liegt jedoch auf der Hand, daß die erfindungsgemäße Anlage bei den einzelnen Mischstufen keine grundsätzliche Abänderung erfährt.
  • In bestimmten Fällen erweist es sich als zweckmäßig, die in F i g. 1 dargestellte, erfindungsgemäße Anlage entsprechend F i g. 5 abzuwandeln. Dies ist insbesondere beim Arbeiten nach Mehrmaischverfahren vorteilhaft. Die gemäß F i g. 5 abgewandelte Anlage ist beispielsweise für ein Arbeiten nach dem Zweimaischverfahren bestimmt.
  • Der in F i g. 5 dargestellte Anlagenteil ersetzt in F i g. 1 die Behälter 5, 9 und 16 sowie das Mischgefäß 15, und zwar jeweils zwei dieser Teile, da - wie vorstehend ausgeführt ist - diese Geräteanzahl beim Arbeiten nach dem Zweimaischverfahren erforderlich ist. Dem stehend angeordneten ', wiederum mit Trennwänden, Rührwerk und einer Heizeinrichtung versehenen Behälter 5 wird die gesamte Maische fußseitig zugeführt. In verschiedener Höhe des Behälters 5, also in verschiedenen Temperaturzonen des Behälters, sind Ausläufe 28 mit regelbarem Querschnitt vorgesehen, an die Anzapfleitungen 21 anschließen, durch welche die aus dem Behälter 5 abgezweigten Teilmaischen liegend angeordneten Bearbeitungsbehältern 9' mit Rührwerken 11' zur Verhinderung des Absetzens von Maischefeststoffen zugeführt werden, von denen Leitungen 22 abführen, die in bestimmter Höhe des Behälters 5 in diesen einmünden und zur Rückführung der bearbeiteten Teilmaischen aus den Behältern 9' in den Behälter 5 dienen. Die Anordnung der Abzweig- und Zuführungsleitungen 21, 22 ist davon abhängig, welches Maischverfahren zur Anwendung gelangt. Das gleiche gilt für die Anzahl der mit dem Behälter 5 in Verbindung stehenden Leitungen 21, 22 und somit auch für die Zahl der zur Anwendung kommenden Bearbeitungsbehälter 9'. Es soll beispielsweise anstatt nach dem Zweimaischverfahren nach dem Dreimaischverfahren gearbeitet werden; dann müssen entsprechend dreimal Teilmaischen aus dem Behälter 5 in bestimmten Höhen abgezogen und nach der Bearbeitung diesen wieder zugeführt werden. Die in dem Behälter 5 behandelte Maische verläßt diesen über den obersten Auslauf 28 mit regelbarem Querschnitt.
  • Bevor nun die Mischmaische zwecks Abläuterung einer in den F i g. 1 und 5 nicht dargestellten, kontinuierlich arbeitenden Läuterungsvorrichtungzugeleitet wird, gelangt sie in das Nachverzuckerungsgefäß 17, das mit dem Rührwerk 18 zur Verhinderung des Absetzens von Maischefeststoffen und den Trennwänden 19 versehen ist. Die überläufe 20 der Trennwände 19 sind in der im Zusammenhang mit dem Maischekochbehälter 9 beschriebenen Weise angeordnet und dienen wiederum dem Zweck, nur eine geringe Vermischung zu erzielen.
  • Die aus den der Läutervorrichtung nachgeschalteten Zentrifugen kontinuierlich abfließende Klarwürze wird dann dem Würzekochbehälter 23 zugeführt, der in F i g. 6 dargestellt ist. Dieser ist liegend angeordnet und durch die quer zur Durchlaufrichtung der Würze angeordneten Trennwände 24 in eine Vielzahl von Zellen 25 aufgeteilt. über an den Trennwänden 24 vorgesehenen überläufe 14 durchläuft die Würze, die in dem Behälter 23 zum Kochen gdbracht wird, die hintereinanderliegenden Zellen 25. Wie aus den F i g. 7 und 8 ersichtlich, ist der Boden des Behälters 23 mit Längsprofilen ausgestattet, durch die der zum Aufheizen des Behälters 23 erforderliche Dampf geschickt wird. Während des Durchfließens der Klarwürze durch den Würzekochbehälter wird kontinuierlich der Würze Hopfen aus den oberhalb des Behälters 23 angeordneten Hopfenwerfern 27 zugegeben, die vollautomatisch arbeiten und gleichzeitig als Dosiervorrichtung für den Hopfen wirken.
  • Zur Erzielung eines guten Kocheffektes und damit auch grobflockigen Heißtrubs können, wie aus F i g. 9 erkennbar, die Trennwände 24' mit Heizrohren 26 ausgestattet sein. Selbstverständlich können bei dieser Ausführunggsform der Würzepfanne auch die sonst bodenseitig vorgesehenen Heizrohre beibehalten werden. Man kann ferner die Trennbleche als Schneckenwendel ausführen, die ein kontinuierliches Durchlaufen ermöglichen.
  • Aus der aus dem Behälter 23 abfließenden sogenannten Ausschlagwürze werden nun in bekannter Weise die Hopfentreber abgetrennt und dann die Würze vergoren.
  • Wie bereits eingangs erwähnt, kommt es bei einer dem kontinuierlichen Brauverfahren dienenden Anlage darauf an, daß die für die einzelnen Stufen des ganzen Prozesses erforderlichen Verweilzeiten, ohne stärkere Vermischung durch das nachfolgende Gut, geregelt werden können; dies geschieht erfindungsgemäß, wie dargelegt, in der Weise, daß die Behälter mit geeigneten Trennwänden, z. B. mit quer zur Durchlaufrichtung des Gutes angeordneten Trennwänden versehen sind, die ihrerseits über- und Durchläufe für das Gut aufweisen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Anlage zur kontinuierlichen Braumaischebereitung und Würzekochung mit Durchlaufgefäßen, in denen diese einzelnen Brauprozesse ablaufen, wobei die Verweilzeiten in den Behältern auf das zu behandelnde Gut abstimmbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (5) für die Behandlung der Dick- bzw. Gesamtmaische vor dem jeweiligen Kochprozeß in an sich bekannten waagerecht liegenden Durchlaufgefäßen (9; 9') und der Behälter (16) für die Behandlung der Dünnmaische vor der Nachverzuckerung in einem an sich bekannten waagerecht angeordnetem Durchlaufgefäß (17) als senkrecht stehende, allseits abgeschlossene und von unten nach oben durchströmte Gefäße ausgebildet sind, die durch Horizontalböden mit gegeneinander versetzten Durchlässen in einzelne Bearbeitungszonen mit regelbaren Temperaturverhältnissen und Verweilzeiten der Maische unterteilt sind, wobei zum Durchmischen des Maischestromes je ein Rührwerk mit in der Achse des Behälters angeordneter Welle und mit Flügeln in jeder Bearbeitungszone vorgesehen ist, und für das Würzekochen ein liegender, durch senkrechte Trennwände (24) mit gegeneinander versetzten überläufen unterteilter Behälter (23) vorgesehen ist, der am Unterteil und/oder in den Trennwänden untergebrachte Kanäle für das wärmezuführende Medium, wie Wasserdampf, aufweist.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Maischebehandlungsgefäße (5, 16) mit mehreren, in verschiedener Höhe angebrachten Ausläufen (28) mit regelbarem Querschnitt versehen sind. 3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den in verschiedener Höhe angebrachten, einen regelbaren Querschnitt aufweisenden Ausläufen (28) des Maischebehandlungsgefäßes (5) Leitungen (21) zu den Behältern (9') führen, welche zur Rückleitung der gekochten Teilmaischen durch Rückleitungen (22) mit dem Maischebehälter (5) verbunden sind. 4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die waagerecht liegenden Durchlaufgefäße (9, 9', 17) durch senkrechte Wände (12, 19) unterteilt sind, deren überläufe (14, 20) von Wand zu Wand gegeneinander versetzt sind und zur Querschnittsänderung mit Absperrorganen wie Verstellschiebern versehen sind, und daß diese Durchlaufgefäße (9, 9', 17) je ein Rührwerk (11, ll', 18) mit in der Achse des Gefäßes liegender Welle und mit Flügeln in jedem Bearbeitungsabteil aufweisen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 82 077, 82 343, 304 438, 621576, 879 532; deutsche Patentanmeldung Z 660 IV a/6 b (bekanntgemacht am 2. 10. 1952); »Die Brauerei«, 1959, S. 21 und 177 ff; »Brauwelt«, 1954, S. 624 bis 626; »Food Manufacture«, 1959, S. 161. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1061726.
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DE2456537A1 (de) * 1973-11-29 1975-06-05 Tepral Brauverfahren zur herstellung von maische und vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
WO1994013780A1 (de) * 1992-12-11 1994-06-23 Bernhard Icking Vorrichtung zum aufschluss von stärke- und/oder zuckerhaltigen rohstoffen

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DE879532C (de) * 1951-12-25 1953-06-15 Heinrich Landgraeber Kontinuierliche Ablaeuterung heisser Bierwuerzen

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