DE1221261B - Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen - Google Patents
Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten BauteilenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D11/00—Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
- E21D11/04—Lining with building materials
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Description
- Verfahren zum Einbau von außerhalb der Tübbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbau von außerhalb der Tübbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen durch Unterfangung einzelner Tübbings.
- Bei im Schildvortriebsverfahren aufgefahrenen Hohlräumen ist mit der Festlegung des lichten Schildquerschnittes im Schildschwanzteil auch die Außenbegrenzung der Tübbings festgelegt. Es kommt jedoch vor, daß z. B. für Rohrauflager oder Festpunkte von Triebwasserleitungen, für Anschlüsse von Einmündungen, Einführungen, Schächten u. a. auch Bauteile außerhalb des Schildquerschnittes gefordert werden oder der endgültige Tunnelquerschnitt einen kreisförmigen kalotten- und andersförmigen Sohlenquerschnitt erhalten soll.
- Üblicherweise geht man so vor, daß man unter gewissem Verzicht auf einen den Regeln der Baukunst entsprechenden Verbund zwischen der Auskleidung des Normalquerschnitts und den zusätzlichen Bauteilen der Querschnittsvergrößerung bei Beachtung der nötigen Sicherheitsmaßnahmen die Auskleidung im geforderten Maß abbricht, den Gebirgsausbruch vornimmt und die neuen Bauteile an die bestehende Tunnelauskleidung anbetoniert.
- Es ist auch bereits bekannt, im Bereich von Öffnungen in der Tunnelauskleidung die Tübbings oberhalb der Öffnung untereinander zu verdübeln und hernach einen Bauteil außerhalb des mit Tübbings ausgekleideten Tunnels herzustellen. Dieses Verfahren läßt sich nur bei kleinen Öffnungen anwenden, da die im Bereich dieser Öffnungen anfallenden Kräfte von den benachbarten Zonen der Auskleidung zusätzlich aufgenommen werden müssen, und erfordert zudem, daß mehrere Spezialtübbings in Tunnellängsrichtung durch Spannglieder zu einem Unterfangungsträger zusammengespannt werden. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens liegt.auch darin, daß die auf den Tunnel wirkenden äußeren Kräfte durch überwiegend auf Biegung beanspruchte, hilfsweise einzubauende Bauglieder der Tunnelausmauerung aufgenommen werden müssen.
- Weiterhin ist es bekannt, einen aus Beton herzustellenden, außerhalb der Tübbingauskleidung liegenden Bauteil in der Weise herzustellen, daß der außerhalb des Schildquerschnittes liegende Bauteil insgesamt vor der Schildschneide bereits eingebaut und vom Schild überfahren wird.
- Schließlich ist es auch bekannt, zu dem gleichen Zweck den Gebirgsausbruch aus einem Fenster des Schildmantels heraus vorzunehmen.
- Die beiden letztgenannten Verfahren können aus ausführungstechnischen Gründen lediglich zur Herstellung einer Sohlenauflagerbank für einen kreisrunden, nicht mehr im Querschnitt zu verändernden Tunnel dienen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die obengenannten Nachteile zu vermeiden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß je nach der Standfestigkeit des Gebirges im Zuge der Tunnelauffahrung zuerst ein außerhalb des Schildquerschnittes liegender seitlicher Gebirgsausbruch vor der Schildschneide oder aus einem Fenster des Schildmantels heraus erfolgt. Dieser seitliche Gebirgsausbruch hat die Abmessungen eines Unterfangungswiderlagers zum Unterfangen der später verbleibenden Tübbings und wird nach Bedarf durch einen Verbau abgefangen. Beim Einbau der Tübbingauskleidung werden dann im Bereich des seitlichen Ausbruchs Tübbings eingebaut, die eine für das Zusammenwirken mit dem Unterfangungswiderlager geeignete Ausbildung, z. B. eine Verzahnung, aufweisen. Nach dem Vorrücken des Schildes wird sodann der seitliche Widerlagerausbruch durch Löcher in der Auskleidung zur Bildung des Unterfangungswiderlagers mit Beton gefüllt. Schließlich werden nach dem Erhärten des Betons und gegebonenfalls nach dem Einziehen von Streben im Lichtraum der Auskleidung die Auskleidungstübbings im Bereich des außerhalb der Auskleidung einzubauenden Bauteils entfernt, worauf dann dieser Bauteil eingebracht wird.
- Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, daß die Abfangung der Tübbingauskleidung in der Zone der Querschnittserweiterung durch überwiegend auf Druck beanspruchte Bauglieder erfolgt und die Abmessungen der gewünschten Querschnittserweiterung weitgehend frei gewählt werden können und damit auch Querschnittskombinationen von kreisförmiger Kalotte mit beliebig geformten Sohlenquerschnitten hergestellt werden können. Die Querschnittserweiterung kann deshalb beliebig groß gewählt werden, weil die in ihrem Bereich anfallenden Kräfte aus der Tunnelauskleidung auf das außerhalb der Auskleidung liegende Gebirge abgetragen werden und nicht von den umgebenden Zonen der Auskleidung selbst zusätzlich aufgenommen werden müssen.
- Das beschriebene Verfahren der Unterfangung der im Tunnel oder Stollen verbleibenden Tübbings vor dem Ausbruch des zusätzlichen Profils ist auch anwendbar, wenn bei sehr großen oder zum Auffahren nach dem Schildvortriebsverfahren mit einem einzigen Schild ungünstigen Querschnitten nur der obere Teil des Tunnels unter Verwendung eines Schildes aufgefahren wird, die Ulmen und Sohle dagegen nach dem einen oder anderen bekannten Tunnelbauverfahren hergestellt werden. Schließlich ist es auch anwendbar, wenn der Kalottenteil des gewünschten Hohlraumes nach einem Kreisprofil mit einem kreisrunden Vortriebsschild der Strossenteil dagegen rechteckig mit einem von ebenen Seiten begrenzten, nachfolgenden Vortriebsschild aufzufahren ist.
- Das Unterfangungswiderlager kann durch Anker im Gebirge festgesetzt werden, wobei das Widerlager durch die Anker zugleich mit den sich auf ihm abstützenden Tübbings verbunden wird.
- Das Verfahren nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Tunnelquerschnitt mit einem Gebirgsausbruch für ein Widerlager, F i g. 2 denselben Tunnelquerschnitt mit Tübbingausldeidung, F i g. 3 denselben Tunnelquerschnitt nach Herstellung des Widerlagers und Einziehen einer Horizontalstrebe, F i g. 4 denselben Tunnelquerschnitt mit einer Erweiterung des ursprünglichen Tunnelquerschnitts beispielsweise für einen Fundamentklotz und F i g. 5 denselben Tunnelquerschnitt im endgültigen Zustand.
- In der F i g. 1 ist mit 1 der Schildmantel bezeichnet, vor dem oder aus dem heraus durch eine öffnung 2 der Ausbruch 3 bewerkstelligt und gegebenenfalls verbaut wird. In der F i g. 2 ist der Zustand dargestellt, in welchem der Tübbing 4 vor diesen Ausbruch 2 gesetzt ist. Neben einer Verzahnung für das Zusammenwirken mit dem später- in den Ausbruch einzubringenden Beton sind an dem Tübbing 4 Verpreß- und Entlüftungsöffnungen 5 sowie eine Lagerfläche 6 für die Horizontalstrebe ersichtlich. In der F i g. 3 ist dargesetllt, wie der Ausbruch 3 mit Beton verpreßt, die Horizontalstrebe 7 eingesetzt und der Sohltübbing 8 ausgebrochen ist. Die F i g. 4 zeigt den erweiterten Tunnelquerschnitt.
- In der F i g. 5 schließlich ist als Beispiel ein fertiges Festpunktfundament 9 mit einem gestrichelt eingezeichneten Druckrohr 10 dargestellt.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Einbau von außerhalb der Tübbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen durch Unterfangung einzelner Tübbings, dadurch gekennzeichnet, daß je nach Standfestigkeit des Gebirges vor der Schildschneide oder aus einem Fenster des Schildmantels heraus ein außerhalb des Schildquerschnittes liegender seitlicher Gebirgsausbruch erfolgt, der die Abmessungen eines Unterfangungswiderlagers zum Unterfangen der verbleibenden Tübbings hat und nach Bedarf durch einen Verbau abgefangen wird, daß dann beim Errichten der Tübbingauskleidung im Bereich des seitlichen Ausbruches Tübbings eingebaut werden, die eine für das Zusammenwirken mit dem Unterfangungswiderlager geeignete Ausbildung, z. B. eine Verzahnung, aufweisen, daß nach dem Vorrücken des Schildes der seitliche Ausbruch durch Löcher in der Auskleidung zur Bildung des Unterfangungswiderlagers mit Beton gefüllt wird und schließlich nach dem Erhärten des Betons und gegebenenfalls nach dem Einziehen von Streben im Lichtraum der Auskleidung die Ausldeidungstübbings im Bereich des außerhalb der Auskleidung einzubauenden Bauteils entfernt werden und dann dieser Bauteil eingebracht wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterfangungswiderlager durch Anker im Gebirge festgesetzt wird, wobei das Widerlager durch die Anker zugleich mit den sich auf ihm abstützenden Tübbings verbunden wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 348 421; britische Patentschrift Nr. 352 944; USA.-Patentschrift Nr. 748 809.
Priority Applications (1)
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DEW32729A DE1221261B (de) | 1962-08-03 | 1962-08-03 | Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen |
Applications Claiming Priority (1)
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DE1221261B true DE1221261B (de) | 1966-07-21 |
Family
ID=7600114
Family Applications (1)
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DEW32729A Pending DE1221261B (de) | 1962-08-03 | 1962-08-03 | Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen |
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DE (1) | DE1221261B (de) |
Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US748809A (en) * | 1904-01-05 | Rot stone | ||
GB352944A (en) * | 1930-04-10 | 1931-07-10 | George Henry Dunlop | Improved means for directing tunnelling machines |
CH348421A (fr) * | 1957-07-01 | 1960-08-31 | Denton Morgan Horace | Revêtement de tunnel et procédé pour son établissement |
-
1962
- 1962-08-03 DE DEW32729A patent/DE1221261B/de active Pending
Patent Citations (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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GB352944A (en) * | 1930-04-10 | 1931-07-10 | George Henry Dunlop | Improved means for directing tunnelling machines |
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