[go: up one dir, main page]

DE1221261B - Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen - Google Patents

Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen

Info

Publication number
DE1221261B
DE1221261B DEW32729A DEW0032729A DE1221261B DE 1221261 B DE1221261 B DE 1221261B DE W32729 A DEW32729 A DE W32729A DE W0032729 A DEW0032729 A DE W0032729A DE 1221261 B DE1221261 B DE 1221261B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lining
shield
underpinning
tunnel
abutment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW32729A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wayss and Freytag AG
Original Assignee
Wayss and Freytag AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wayss and Freytag AG filed Critical Wayss and Freytag AG
Priority to DEW32729A priority Critical patent/DE1221261B/de
Publication of DE1221261B publication Critical patent/DE1221261B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
    • E21D11/04Lining with building materials
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)

Description

  • Verfahren zum Einbau von außerhalb der Tübbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbau von außerhalb der Tübbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen durch Unterfangung einzelner Tübbings.
  • Bei im Schildvortriebsverfahren aufgefahrenen Hohlräumen ist mit der Festlegung des lichten Schildquerschnittes im Schildschwanzteil auch die Außenbegrenzung der Tübbings festgelegt. Es kommt jedoch vor, daß z. B. für Rohrauflager oder Festpunkte von Triebwasserleitungen, für Anschlüsse von Einmündungen, Einführungen, Schächten u. a. auch Bauteile außerhalb des Schildquerschnittes gefordert werden oder der endgültige Tunnelquerschnitt einen kreisförmigen kalotten- und andersförmigen Sohlenquerschnitt erhalten soll.
  • Üblicherweise geht man so vor, daß man unter gewissem Verzicht auf einen den Regeln der Baukunst entsprechenden Verbund zwischen der Auskleidung des Normalquerschnitts und den zusätzlichen Bauteilen der Querschnittsvergrößerung bei Beachtung der nötigen Sicherheitsmaßnahmen die Auskleidung im geforderten Maß abbricht, den Gebirgsausbruch vornimmt und die neuen Bauteile an die bestehende Tunnelauskleidung anbetoniert.
  • Es ist auch bereits bekannt, im Bereich von Öffnungen in der Tunnelauskleidung die Tübbings oberhalb der Öffnung untereinander zu verdübeln und hernach einen Bauteil außerhalb des mit Tübbings ausgekleideten Tunnels herzustellen. Dieses Verfahren läßt sich nur bei kleinen Öffnungen anwenden, da die im Bereich dieser Öffnungen anfallenden Kräfte von den benachbarten Zonen der Auskleidung zusätzlich aufgenommen werden müssen, und erfordert zudem, daß mehrere Spezialtübbings in Tunnellängsrichtung durch Spannglieder zu einem Unterfangungsträger zusammengespannt werden. Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens liegt.auch darin, daß die auf den Tunnel wirkenden äußeren Kräfte durch überwiegend auf Biegung beanspruchte, hilfsweise einzubauende Bauglieder der Tunnelausmauerung aufgenommen werden müssen.
  • Weiterhin ist es bekannt, einen aus Beton herzustellenden, außerhalb der Tübbingauskleidung liegenden Bauteil in der Weise herzustellen, daß der außerhalb des Schildquerschnittes liegende Bauteil insgesamt vor der Schildschneide bereits eingebaut und vom Schild überfahren wird.
  • Schließlich ist es auch bekannt, zu dem gleichen Zweck den Gebirgsausbruch aus einem Fenster des Schildmantels heraus vorzunehmen.
  • Die beiden letztgenannten Verfahren können aus ausführungstechnischen Gründen lediglich zur Herstellung einer Sohlenauflagerbank für einen kreisrunden, nicht mehr im Querschnitt zu verändernden Tunnel dienen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die obengenannten Nachteile zu vermeiden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß je nach der Standfestigkeit des Gebirges im Zuge der Tunnelauffahrung zuerst ein außerhalb des Schildquerschnittes liegender seitlicher Gebirgsausbruch vor der Schildschneide oder aus einem Fenster des Schildmantels heraus erfolgt. Dieser seitliche Gebirgsausbruch hat die Abmessungen eines Unterfangungswiderlagers zum Unterfangen der später verbleibenden Tübbings und wird nach Bedarf durch einen Verbau abgefangen. Beim Einbau der Tübbingauskleidung werden dann im Bereich des seitlichen Ausbruchs Tübbings eingebaut, die eine für das Zusammenwirken mit dem Unterfangungswiderlager geeignete Ausbildung, z. B. eine Verzahnung, aufweisen. Nach dem Vorrücken des Schildes wird sodann der seitliche Widerlagerausbruch durch Löcher in der Auskleidung zur Bildung des Unterfangungswiderlagers mit Beton gefüllt. Schließlich werden nach dem Erhärten des Betons und gegebonenfalls nach dem Einziehen von Streben im Lichtraum der Auskleidung die Auskleidungstübbings im Bereich des außerhalb der Auskleidung einzubauenden Bauteils entfernt, worauf dann dieser Bauteil eingebracht wird.
  • Die Vorteile dieses Verfahrens liegen darin, daß die Abfangung der Tübbingauskleidung in der Zone der Querschnittserweiterung durch überwiegend auf Druck beanspruchte Bauglieder erfolgt und die Abmessungen der gewünschten Querschnittserweiterung weitgehend frei gewählt werden können und damit auch Querschnittskombinationen von kreisförmiger Kalotte mit beliebig geformten Sohlenquerschnitten hergestellt werden können. Die Querschnittserweiterung kann deshalb beliebig groß gewählt werden, weil die in ihrem Bereich anfallenden Kräfte aus der Tunnelauskleidung auf das außerhalb der Auskleidung liegende Gebirge abgetragen werden und nicht von den umgebenden Zonen der Auskleidung selbst zusätzlich aufgenommen werden müssen.
  • Das beschriebene Verfahren der Unterfangung der im Tunnel oder Stollen verbleibenden Tübbings vor dem Ausbruch des zusätzlichen Profils ist auch anwendbar, wenn bei sehr großen oder zum Auffahren nach dem Schildvortriebsverfahren mit einem einzigen Schild ungünstigen Querschnitten nur der obere Teil des Tunnels unter Verwendung eines Schildes aufgefahren wird, die Ulmen und Sohle dagegen nach dem einen oder anderen bekannten Tunnelbauverfahren hergestellt werden. Schließlich ist es auch anwendbar, wenn der Kalottenteil des gewünschten Hohlraumes nach einem Kreisprofil mit einem kreisrunden Vortriebsschild der Strossenteil dagegen rechteckig mit einem von ebenen Seiten begrenzten, nachfolgenden Vortriebsschild aufzufahren ist.
  • Das Unterfangungswiderlager kann durch Anker im Gebirge festgesetzt werden, wobei das Widerlager durch die Anker zugleich mit den sich auf ihm abstützenden Tübbings verbunden wird.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Tunnelquerschnitt mit einem Gebirgsausbruch für ein Widerlager, F i g. 2 denselben Tunnelquerschnitt mit Tübbingausldeidung, F i g. 3 denselben Tunnelquerschnitt nach Herstellung des Widerlagers und Einziehen einer Horizontalstrebe, F i g. 4 denselben Tunnelquerschnitt mit einer Erweiterung des ursprünglichen Tunnelquerschnitts beispielsweise für einen Fundamentklotz und F i g. 5 denselben Tunnelquerschnitt im endgültigen Zustand.
  • In der F i g. 1 ist mit 1 der Schildmantel bezeichnet, vor dem oder aus dem heraus durch eine öffnung 2 der Ausbruch 3 bewerkstelligt und gegebenenfalls verbaut wird. In der F i g. 2 ist der Zustand dargestellt, in welchem der Tübbing 4 vor diesen Ausbruch 2 gesetzt ist. Neben einer Verzahnung für das Zusammenwirken mit dem später- in den Ausbruch einzubringenden Beton sind an dem Tübbing 4 Verpreß- und Entlüftungsöffnungen 5 sowie eine Lagerfläche 6 für die Horizontalstrebe ersichtlich. In der F i g. 3 ist dargesetllt, wie der Ausbruch 3 mit Beton verpreßt, die Horizontalstrebe 7 eingesetzt und der Sohltübbing 8 ausgebrochen ist. Die F i g. 4 zeigt den erweiterten Tunnelquerschnitt.
  • In der F i g. 5 schließlich ist als Beispiel ein fertiges Festpunktfundament 9 mit einem gestrichelt eingezeichneten Druckrohr 10 dargestellt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Einbau von außerhalb der Tübbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen durch Unterfangung einzelner Tübbings, dadurch gekennzeichnet, daß je nach Standfestigkeit des Gebirges vor der Schildschneide oder aus einem Fenster des Schildmantels heraus ein außerhalb des Schildquerschnittes liegender seitlicher Gebirgsausbruch erfolgt, der die Abmessungen eines Unterfangungswiderlagers zum Unterfangen der verbleibenden Tübbings hat und nach Bedarf durch einen Verbau abgefangen wird, daß dann beim Errichten der Tübbingauskleidung im Bereich des seitlichen Ausbruches Tübbings eingebaut werden, die eine für das Zusammenwirken mit dem Unterfangungswiderlager geeignete Ausbildung, z. B. eine Verzahnung, aufweisen, daß nach dem Vorrücken des Schildes der seitliche Ausbruch durch Löcher in der Auskleidung zur Bildung des Unterfangungswiderlagers mit Beton gefüllt wird und schließlich nach dem Erhärten des Betons und gegebenenfalls nach dem Einziehen von Streben im Lichtraum der Auskleidung die Ausldeidungstübbings im Bereich des außerhalb der Auskleidung einzubauenden Bauteils entfernt werden und dann dieser Bauteil eingebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterfangungswiderlager durch Anker im Gebirge festgesetzt wird, wobei das Widerlager durch die Anker zugleich mit den sich auf ihm abstützenden Tübbings verbunden wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 348 421; britische Patentschrift Nr. 352 944; USA.-Patentschrift Nr. 748 809.
DEW32729A 1962-08-03 1962-08-03 Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen Pending DE1221261B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW32729A DE1221261B (de) 1962-08-03 1962-08-03 Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW32729A DE1221261B (de) 1962-08-03 1962-08-03 Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1221261B true DE1221261B (de) 1966-07-21

Family

ID=7600114

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW32729A Pending DE1221261B (de) 1962-08-03 1962-08-03 Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1221261B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US748809A (en) * 1904-01-05 Rot stone
GB352944A (en) * 1930-04-10 1931-07-10 George Henry Dunlop Improved means for directing tunnelling machines
CH348421A (fr) * 1957-07-01 1960-08-31 Denton Morgan Horace Revêtement de tunnel et procédé pour son établissement

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US748809A (en) * 1904-01-05 Rot stone
GB352944A (en) * 1930-04-10 1931-07-10 George Henry Dunlop Improved means for directing tunnelling machines
CH348421A (fr) * 1957-07-01 1960-08-31 Denton Morgan Horace Revêtement de tunnel et procédé pour son établissement

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0413693B1 (de) Stahlbetonausbau für verkehrstunnel
DE2434200C3 (de) Verfahren zur Herstellung von unterirdischen Hohlräumen
Schubert et al. Further development of yielding elements and connecting elements for shotcrete: Weiterentwicklung von Stauchelementen und Spritzbetonanschlüssen
DE4102266C1 (en) Multilayer resilient roadway or tunnel lining - has temporary lining reinforced by heavy duty textile fabric roller mats
DE4412880A1 (de) Verfahren zum Auffahren eines unterirdischen Hohlraumes
DE2905919A1 (de) Verfahren zum abfangen der hangendschichten und sichern des streckensaums in den abbaustrecken des untertagebergbaus
DE1252227B (de) Ver fahren zum Ausbau von mittels Schild vortrieb herzustellenden Stollen
DE1221261B (de) Verfahren zum Einbau von ausserhalb der Tuebbingauskleidung eines in Schildbauweise herzustellenden Tunnels oder Stollens angeordneten Bauteilen
DE3218643A1 (de) Verfahren zur herstellung eines unterirdischen tunnelbauwerks
DE3443040A1 (de) Verfahren zur herstellung unterirdischer bauwerke mittels tuerstock-deckelbauweise
DE2623179C2 (de) Verfahren zur Herstellung unterirdischer Hohlräume
DE2829712C2 (de) Verfahren zur Herstellung unterirdischer Bauwerke
Atzl et al. Ground pressure‐dependent segment opening options for cross passages on Koralm Tunnel contract KAT3–Development of support types for cross passage excavation to segment‐lined tunnel
DE2408038C3 (de) Verfahren zur Verminderung von Bodensetzungen beim Ausbau mehrteiliger unterirdischer Hohlräume
DE3209668C1 (de) Verfahren und Vorrichtungen zum Beherrschen der Streckensohle einer Strecke mit Streckenausbau in Untertagebetrieben
DE1159988B (de) Verfahren zum Herstellen der Auskleidung fuer einen mittels eines Schildes vorgetriebenen Tunnel oder Stollen sowie Tunnel- oder Stollenauskleidung zur Verwendung bei diesem Verfahren
DE3427882C2 (de)
Schönlechner et al. The construction of the Obervermuntwerk II pumped storage power station/Die Bauausführung des Pumpspeicherkraftwerks Obervermuntwerk II
CH90630A (de) Verfahren zum Dichten, Sichern und Verstärken von Schächten und Stollen in losen Gebirgsschichten.
DE2443276A1 (de) Ausbildung von tunnelauskleidungen und verfahren bei deren einbau im zuge der herstellung von unterirdischen hohlraeumen
Daller et al. New Semmering Base Tunnel–the current state of tunnel design taking the newest investigation results into account
Bach et al. TBM‐S without active support at the limits of its capabilities
DE2254947B2 (de) Verfahren zur bergmännischen Herstellung von mehreren Hohlräumen
DE2433709A1 (de) Verfahren zur herstellung von u-bahnbauwerken, insbesondere von u-bahnhoefen
DE2217459A1 (de) Verfahren und einrichtung zum unterfangen von bauwerken und verkehrswegen