DE2433709A1 - Verfahren zur herstellung von u-bahnbauwerken, insbesondere von u-bahnhoefen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von u-bahnbauwerken, insbesondere von u-bahnhoefenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D29/00—Independent underground or underwater structures; Retaining walls
- E02D29/045—Underground structures, e.g. tunnels or galleries, built in the open air or by methods involving disturbance of the ground surface all along the location line; Methods of making them
- E02D29/05—Underground structures, e.g. tunnels or galleries, built in the open air or by methods involving disturbance of the ground surface all along the location line; Methods of making them at least part of the cross-section being constructed in an open excavation or from the ground surface, e.g. assembled in a trench
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Description
- Verfahren zur Herstellung von U-Bahn-Bauwerken, insbesondere von U-Bahnhöfen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von U-Bahn-Bauwerken, insbesondere von U-Bahnhöfen, in halboffener Bauweise. Bei einem bekannten Verfahren dieser Art werden zunächst die beiden Tunnelröhren auf die ganze Länge des jeweiligen Streckenloses bergmännisch vorgetrieben und ausgebaut. Sodann wird im Bahnhofsbereich ein schmaler Mittelschlitz ausgehoben, der sich zwischen den beiden Tunnelröhren hindurch nach unten erstreckt. Beidseits dieses Schlitzes erfolgt eine besondere vorübergehende Aussteifung der Tunnelröhren durch Spreizglieder, worauf die Tunnelröhren an ihren dem Mittelschlitz zugekehrten Seiten aufgebrochen und an diesen Stellen die Tübbinge entfernt werden. Außerdem werden vom Mittelschlitz her Stahlblechdielen seitlich vorgeschoben, die sich im Scheitelbereich auf den Tunnelröhren abstützen. In die aufgebrochenen Röhren wird sodann das Bahnhofsbauwerk hineingebaut.
- Diese halboffene Bauweise hat zwar den Vorteil, daß nicht eine offene Baugrube von der ganzen Breite der Bauwerke ausgehoben werden muß, sondern der schmale Mittelschlitz ausreicht, 90 daß die Errichtung der Bauwerke auch unter verhältnismäßig schmalen Straßen möglich ist bzw. unter breiteren Straßen nur ein Teil der Fahrbahn geöffnet werden muß und der Bereich der Gehwege oder Vorgärten sowie die Versorgungsleitungen nicht beeinträchtigt werden müssen.
- Nachteilig ist aber, daß das Verfahren wegen des erforderlichen Aufbrechens der vorher bereits fertiggestellten Tunnelrdhren verhältnismäßig kostspielig ist. Ferner kann mit der Errichtung der Bauwerke erst nach dem Vortrieb der ganzen Tunnelstrecke begonnen werden. Durch das zweimalige Umsteifen, zunächst auf die provisorische Aussteifung der Röhren vor dem Aufbruch, sodann auf die endgültige Aussteifung, ergeben sich mehrmalige Setzungen, die zu entsprechenden Beeinträchtigungen der im Baubereich auf der Oberflache vorhandenen Bauwerke fUhren können.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von U-Bahn-Bauwerken, insbesondere U-Bahnhöfen, vorzuschlagen, bei dem diese Nachteile vermieden sind, das also wenig kostspielig ist, einen beliebig breiten Mittelschlitz erlaubt und kein mehrmaliges Umsteifen erforderlich macht.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Inse lnge zwei sich über die ganze geplante Bauwerk erstreckende Reihen von Bohrträgern in den Boden eingebracht werden, sodann zwischen den Bohrträgerreihen ein Mittelschlitz bis zur Oberkante des geplanten U-Bahn-Bauwerks ausgehoben wird, vom Mittelschlitz aus ein Erschließungsschacht bis auf die Sohlenhöhe niedergebracht und das Bauwerk von diesem aus bergmännisch auf volle Breite erweitert und schließlich in dieser Breite in Längsrichtung in voller Länge vorgetrieben wird, wobei die Hohlraumsicherung im Spritzbetonverfahren erfolgt.
- Durch das erfindungsgemäße Verfahren bleiben alle Vorteile der oben geschilderten halboffenen Bauweise erhalten, ohne daß aber die Nachteile des bisher angewendeten Verfahrens aufgenommen werden müßten. Da nicht vor dem Beginn der Erstellung des Bauwerks Tunnelröhren vorhanden sein müssen, ist die Erstellung des Bauwerks zeitlich von der Erstellung der anschließenden Fahrstrecken unabhängig. Während ferner bei dem bekannten Verfahren die Bohrträger außerhalb des Profils der Tunnelröhren , das heißt verhältnismäßig nahe aneinander angeordnet werden müssen, weil erst nach dem Einbringen der Bohrträger und dem Ausheben des Mittelschlitzes mit dem Aufbrechen der Tunnelröhren begonnen werden kann, können bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Bohrträger im Profil der Tunnelröhren stehen, so daß der Mittelschlitz beliebig breit ausgebildet werden kann. Da nicht mehr bereits mit Tübbingen ausgekleidete Röhren nach provisorischer Austeifung aufgebrochen werden müssen, verringert sich der Kostenaufwand gegenüber dem bekannten Verfahren und werden die Nachteile mehrmaliger Setzungen durch Umsteifen vermieden.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es zweckmäßig, nach dem Einbau der Spritzbeton-Schalen die Aushubsohle durch eine Betonlage zu sichern, die die Spritzbeton-Schalen aussteift. Ferner ist in besonders vorteilhafter weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, im Bereich der übergänge zu den Fahrstrecken , wo der Abstand zwischen den Bohrträgerreihen so gering wird, daß es nicht mehr zweckmäßig ist, einen Mittelschlitz anzulegen, Bohrträger vom Gelände aus niederzubringen, den Bauwerksquerschnitt aber ohne Ausheben eines Mittelschlitzes bergmännisch vorzutreiben, wobei die Bohrträger die Spritzbeton-Auskleidung bis zum Einbau des Bauwerkes abstützen.
- Die Erfindung ist in der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnung näher erläutert, in der das erfindungsgemäße Verfahren schematisch in verschiedenen Verfahrensstadien veranschaulicht ist.
- Aus Fig. 1 der Zeichnung ist ersichtlich, daß zunächst vom Gelände aus Bohrträger 1 niedergebracht werden, die sich tiefer erstrecken als das geplante U-Bahn-Bauwerk.
- Anschließend wird ein Mittelschlitz 2 bis zur Bauwerksoberkante ausgehoben, in dessen Bereich ein Erschließungsschacht in dem Bereich niedergebracht wird, der in Fig. 2 mit 3agbezeichnet ist. Von diesem Erschließungsschacht aus wird der Hohlraum bergmännisch in die Bereiche 3b hinein nach beiden Seiten erweitert und sodann in der ganzen Breite 3b-3a-3b in Längsrichtung bis auf die volle Länge des geplanten Bauwerkes vorgetrieben. Die Hohlraumsicherung in den seitlichen Bereichen 3b erfolgt im Spritzbetonverfahren, wodurch die Beton-Halbschalen 4 gebildet werden. Die Sicherung der Fahrsohle erfolgt durch die Betonlage 5 , die ihrerseits die Spritzbeton-Halbschalen 4 aussteift. Anschließend wird das Bauwerk 6 hergestellt, die Längsbalken 7 bilden die Mittelstützung, dann wird der Mittelschlitz 2 verfüllt und schließlich die Bohrträger 1 gezogen.
- Die Fig. 4 zeigt einen Bauwerksquerschnitt im Weichen-oder Kreuzungsbereich. Hier muß der untere Längsbalken 7 außerhalb des Lichtraumes angeordnet sein, um die Gleisführung nicht zu behindern.
- Die Fig. 5 und 6 zegen zwei Bauwerksquerschnitte in dem trompetenartigen übergang zu den Fahrstrecken. Weil hier die Bohrträger 1 immer näher aneinanderrücken müssen, wird der Abstand zwischen ihnen zu klein, um noch einen Mittelschlitz ausheben zu können. In diesen Bereichen muß deshalb auf die halboffene Bauweise verzichtet werden und der Hohlraum wird deshalb in voller Breite ausschließlich bergmännisch vorgetrieben, wobei die vom Gelände aus niedergebrachten Bohrträger nur noch eine Stützfunktion für die Spritzbeton-Sicherungsschale 4 erfüllen, bis der endgültige Bauwerksausbau erfolgt. Im Bereich zwischen den Bohrträgerreihen 1 erfolgt hier, wie die Fig. 5 bei 4a erkennen läßt, eine Sicherung des Bauwerkes durch ein Mittelgewölbe. Die Fig. 6 zeigt schließlich den übergangsbereich kurz vor dem Erreichen der Tunnelröhre. In diesem Bereich ist nur noch eine Reihe von Bohrträgern 1 vorgesehen, die hier ebenso wie in dem in Fig. 5 gezeigten Bereich lediglich Stützfunktion für die Spritzbeton-Sicherungsschale 4 bis zum Einbau der Bauwerksauskleidung 6 hat.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von U-Bahn-Bauwerken, insbesondere von
U-Bahnhöfen, in haloffener Bauweise, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sich über
die ganze geplante Bauwerks länge erstreckende Reihen von Bohrträgern (1) in den
Boden eingebracht werden, sodann zwischen den Bohrträgerreihen ein Mittelschlitz
(2) bis zur Oberkante des geplanten U-Bahn-Bauwerkes (6) ausgehoben wird, vom Mittelschlitz
aus ein Erschließungsschacht (3a) bis auf die Sohlenhöhe niedergebracht und das
Bauwerk von diesem aus bergmännisch auf volle Breite erweitert und schließlich in
dieser Breite in Längsrichtung in voller Länge vorgetrieben wird, wobei die Hohlraumsicherung
im Spritzbetonverfahren erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß nach dem
Einbau der Spritzbeton-Schalen (4) die Aushubsohle durch eine Betonlage (5) gesichert
wird, die die Spritzbeton-Schalen aussteift.
3. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
der übergänge zu den Fahrstrecken Bohrträger (1) vom Gelände aus niedergebracht
werden, der Bauwerksquerschnitt aber ohne Ausheben eines Mittelschlitzes bergmännisch
vorgetrieben wird, wobei die Bohrträger die Spritzbeton-Auskleidung (4) bis zum
einbau des Bauwerkes (6) abstützen.
Leerseite
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE2433709A DE2433709A1 (de) | 1974-07-12 | 1974-07-12 | Verfahren zur herstellung von u-bahnbauwerken, insbesondere von u-bahnhoefen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE2433709A DE2433709A1 (de) | 1974-07-12 | 1974-07-12 | Verfahren zur herstellung von u-bahnbauwerken, insbesondere von u-bahnhoefen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2433709A1 true DE2433709A1 (de) | 1976-01-29 |
Family
ID=5920459
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE2433709A Pending DE2433709A1 (de) | 1974-07-12 | 1974-07-12 | Verfahren zur herstellung von u-bahnbauwerken, insbesondere von u-bahnhoefen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2433709A1 (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2623179A1 (de) * | 1976-05-24 | 1977-12-15 | Beton & Monierbau Ag | Verfahren zur herstellung unterirdischer hohlraeume |
CN108589737A (zh) * | 2018-05-07 | 2018-09-28 | 宁波市交通规划设计研究院有限公司 | 一种城市主干道下地下快速路与轨交区间合建的施工方法 |
-
1974
- 1974-07-12 DE DE2433709A patent/DE2433709A1/de active Pending
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE2623179A1 (de) * | 1976-05-24 | 1977-12-15 | Beton & Monierbau Ag | Verfahren zur herstellung unterirdischer hohlraeume |
CN108589737A (zh) * | 2018-05-07 | 2018-09-28 | 宁波市交通规划设计研究院有限公司 | 一种城市主干道下地下快速路与轨交区间合建的施工方法 |
CN108589737B (zh) * | 2018-05-07 | 2020-07-10 | 宁波市交通规划设计研究院有限公司 | 一种城市主干道下地下快速路与轨交区间合建的施工方法 |
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