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DE1195725B - Verfahren zur Herstellung eines Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysators zur Reformierung von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysators zur Reformierung von Kohlenwasserstoffen

Info

Publication number
DE1195725B
DE1195725B DEE15976A DEE0015976A DE1195725B DE 1195725 B DE1195725 B DE 1195725B DE E15976 A DEE15976 A DE E15976A DE E0015976 A DEE0015976 A DE E0015976A DE 1195725 B DE1195725 B DE 1195725B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
aluminum oxide
platinum
platinum metal
reforming
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE15976A
Other languages
English (en)
Inventor
Karl D Keith
William P Hettinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Engelhard Industries Inc
Original Assignee
Engelhard Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Engelhard Industries Inc filed Critical Engelhard Industries Inc
Publication of DE1195725B publication Critical patent/DE1195725B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • B01J27/06Halogens; Compounds thereof
    • B01J27/128Halogens; Compounds thereof with iron group metals or platinum group metals
    • B01J27/13Platinum group metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines PlatinmetaU-Aluminiumoxyd-Katalysators zur Reformierung von Kohlenwasserstoffen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysators, der sich durch hohe Aktivität und Alterungsbeständigkeit bei niedrigem Gehalt an Halogenionen auszeichnet.
  • Bisher hat man die Reformierung von Erdölkohlenwasserstoffen, z. B. von Straight-run-Schwerbenzin, bei der verschiedene Reaktionen ablaufen, wie Dehydrierung, Isomerisierung, Dehydrocyclisierung und hydrierende Spaltung, so ausgeführt, daß man die zu behandelnde Erdölfraktion in Gegenwart eines Katalysators, der aus Platin auf Aluminiumoxyd als Träger besteht, mit einem wasserstoffhaltigen Gas behandelt. Dabei arbeitet man gewöhnlich so, daß Wasserstoff im Überschuß erzeugt wird.
  • Man hat bereits zahlreiche Methoden zur Herstellung von Katalysatoren für die Reformierung vorgeschlagen. Am bekanntesten ist die sogenannte In-situ-Methode, bei der eine Aufschlämmung von Aluminiumoxydhydrat mit Chloroplatinsäure und Schwefelwasserstoff vermischt wird, um das Platin auf dem Aluminiumoxyd niederzuschlagen. Ein anderes bekanntes Verfahren ist die sogenannte »Sol«-Methode, bei der eine Aufschlämmung aus Aluminiumoxydhydrat mit einem Sol vermischt wird, das durch Kombination von Schwefelwasserstoff mit Chloroplatinsäure in wäßrigem Medium gebildet wird. Bei beiden Methoden erfolgt - die Endbehandlung des Platin-Alunüniumoxyd-Katalysators nach bekannten Methoden, wie der Entfernung des freien Wassers durch Trocknung und der Entfernung des Hydratwassers durch Calcinierung, bis man aktiviertes oder -y-Aluminiumoxyd erhalten hat.
  • Bei diesen Verfahren wird das Platin gewöhnlich in Form einer Chlor enthaltenden Verbindung eingesetzt, z. B. der obenerwähnten Chloroplatinsäure oder anderer Verbindungen, wie Platinchlorid. Die Verwendung derartiger Chlorverbindungen ergibt unvermeidlich die Schwierigkeit, daß die Chlorionen, welche durch die Wirkung des H,S freigesetzt werden, auf der Aluminiumoxydgrundlage sorbiert werden und sich nur sehr schwer entfernen lassen. Die Folge ist eine korrosive Wirkung auf die Reformierungsanlage, was zu Betriebsunterbrechungen führen kann, um die korrodierte Anlage oder Teile derselben zu erneuern. Deshalb ist es ein Bedürfnis der Technik, einen Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysator zu schaffen, der sich einerseits durch einen niedrigen Gehalt an Halogenionen auszeichnet, andererseits aber eine hohe Aktivität und Lebensdauer besitzt, um die Kosten der Reformierung so niedrig wie möglich zu halten.
  • DieAluminiumoxydgrundlageeinesderartigenPlatinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysators wird gewöhnlich hergestellt, indem man aus einer Lösung von Aluminiumehlorid ein gelatinöses Oxydhydrat :ausfällt. Die Chlorionen der - noch nicht imprägnierten - Aluminiumoxydgrundlage werden mit Wasser ausgewaschen, um den Gehalt an Chlorionen soweit wie möglich zu senken. Da dieser Auswaschprozeß sehr oft erfolgen muß, ist das Verfahren kostspielig, aber andererseitsnotwendig,undwirddeshalbgewöhnlichangewendet. Wenn dann dieses Aluminiumoxyd mit Chloroplatinsäure getränkt wird, so wird hierbei nicht nur Platin, sondern es werden auch weitere Chlorionen auf dem Träger niedergeschlagen, die dann wieder aus dem Katalysator entfernt werden müssen. Man hat häufig versucht, die auf dem Aluminiumoxyd sorbierten Halogenionen nach der Tränkung zu entfernen, aber mit unterschiedlichem Ergebnis. Die hauptsächlich anerkannte Methode besteht darin, daß man einen weiteren Waschprozeß durchführt, nämlich den Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysator genügend lange mit ionenfreiem Wasser wäscht, um die Konzentration an Chlorionen auf den gewünschten Wert zu senken. Damit sind nicht nur weitere Kosten für den Waschvorgang verbunden, sondern man muß auch einen Verlust an Edelmetall in Kauf nehmen, das mit den Chlorionen zusammen ausgewaschen wird.
  • So ist aus der britischen Patentschrift 736 632 ein Verfahren zur Herstellung eines Kohlenwasserstoffumwandlungskatalysators bekannt, bei welchem man eine Platinverbindung mit einer Lösung eines Sulfids vermischt, die stabile Lösung oder kolloidale Suspension von Platinsulfid mit Aluminiumoxyd vermischt und das erhaltene katalytische Gemisch trocknet und calciniert. Als Platinverbindung wird Platinchlorwasserstoffsäure benutzt. Die Befreiung von Chlor soll so erfolgen, daß man das Chlor aus dem hergestellten Platinsulfid durch Auswaschen mit Wasser entfernt oder die bereits in Pelletform vorliegende Katalysatormasse mit Ammoniumhydroxyd auslaugt. Hierbei treten die vorstehend erläuterten Nachteile auf.
  • Weiterhin ist aus Auslegeschrift 1004 316 ein Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zur Hydrieruni von- Kohlenwasserstoffen auf Tonerdebasis mit gleichmäßig in letzterer verteiltem Platin bekannt, bei welchem feste hygroskopische Tonerde mit 1 bis 300/, Kristallwasser in Gegenwart von etwa 0,001 bis 0,02 Mol eines wasserlöslichen anorganischen Aluminiumsalzes auf das Mol trockenes A1,0, mit einer Lösung einer Platinverbindung, worunter auch Platinbromwasserstoffsäure genannt ist, in einer Menge von etwa 0,01 bis 10/, Platin, bezogen auf das Gewicht des trockenen AI,0" behandelt wird, worauf das dabei erhaltene katalytische Gemisch getrocknet und calciniert wird. Bei einem solchen für Hydrierungszwecke geschaffenen Katalysator treten andere technische Probleme als bei einem Reformierungskatalysator auf.
  • Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung eines Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysators zur Reformierung von Kohlenwasserstoffen durch Vermischen von Aluminiumoxyd in wäßrigem Medium mit einer Platinmetall und Halogen enthaltenden Verbindung, Trocknen und Caleinieren des entstandenen Gemisches in einer oxydierenden Atmosphäre gefunden, bei welchem das Halogen Brom ist und die zunächst in einer inerten und danach erst in einer oxydierenden Atmosphäre vorgenommene Calcinierung so weit durchgeführt wird, daß der Bromgehalt des fertigen Katalysators auf eine niedrige Konzentration wie 0,05 Gewichtsprozent gesenkt wird.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann man das Verfahren so durchführen, daß ein Aluminiumoxydhydratgemisch, das etwa 65 bis 950/, Aluminiumoxydtrihydrat enthält, in Kombination mit Bromplatinsäure verwendet wird.
  • Nach einem weiteren Verfahren zur Herstellung eines Platinkatalysators wird dem als Träger dienenden Aluminiumoxyd absichtlich 0,1 bis 8 Gewichtsprozent Halogen zugesetzt. Als Halogen wird hierbei Fluor bevorzugt, dann folgt Chlor, während Brom und Jod imallgemeinendafüralswenigerzweckmäßiggelten.Der Halogenzusatz zum Aluminiumoxydträger hat bei dem bekannten Verfahren den Zweck, bei der AnwendungdesKatalysatorsbessereErgebnissezuerzielen.
  • Im Gegensatz dazu ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Katalysator herzustellen, der einen möglichst geringen Halogengehalt aufweist, wodurch die Gefahr einer korrosiven Wirkung auf die Anlage, in der der Katalysator eingesetzt wird, erheblich vermindert wird.
  • Beispiele für erfindungsgemäß zur Herstellung des Katalysators anwendbare Verbindungen sind Platinbromwasserstoffsäure und Platinbromid. Vorzugsweise verwendet man Platinbromwasserstoffsäure.
  • Die entsprechenden Verbindungen der anderen Platinmetalle wie Rhodium, Palladium, Iridium usw. können ebenfalls erfindungsgemäß verwendet werden. Für die erfindungsgemäße Herstellung der Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysatoren eignet sich Aluminiumoxyd beliebiger Herkunft, z. B. die verschiedenen Hydratformen desselben. Das Platinmetall kann auf der Aluminiumoxydkomponente in jedem beliebigen Stadium der Katalysatorherstellung niedergeschlagen werden. Beispielsweise kann das Aluminiumoxyd vorteilhaft aus einem Hydratgemisch hergestellt werden, in welchem hauptsächlich die Trihydratform vorherrscht, d. h. Bayerit, Randomit oder Gibbsit; auch aus Hydratgemischen, in denen hauptsächlich die Monohydratform vorherrscht, d. h. Boehmit; oder aus amorphem Aluminiumoxydhydrat. Die Platinmetallkomponente kann auch dem aktivierten Aluminiumoxyd zugesetzt werden, welches dann erneut calciniert werden muß, und ferner kann die Katalysatorgrundlage auch geringe Mengen anderer Stoffe, z. B. Siliciumdioxyd, enthalten. Die Imprägnierung mit Platin oder die Niederschlagung desselben kann somit auf ein feuchtes Hydrat, ein getrocknetes Hydrat, ein calciniertes aktiviertes Aluminiumoxyd oder auf ein in beliebiger anderer Form vorliegendes Aluminiumoxyd angewendet werden; während der Imprägnierung kann der Träger in feinzerteilter Form oder gegebenenfalls in Form von Pellets vorliegen, die durch Tablettieren oder Strangpressen hergestellt werden. Es empfiehlt sich jedoch, die Platinmetallkomponente auf einem Aluminiumoxydhydrat niederzuschlagen, das aus etwa 65 bis 95'/, Trihydrat und etwa 5 bis 3501, amorphem wasserhaltigem Aluminiumoxyd, Aluminiumoxydmonohydrat oder deren Gemischen besteht. Methoden zur Herstellung dieser Hydratformen sind in der Auslegeschrift 1039 168 beschrieben.
  • Im allgemeinen kann das bevorzugte Hydrogel in üblicher Weise hergestellt werden, indem man beispielsweise das gelatinöse Oxydhydrat aus der Lösung eines löslichen Aluminiumsalzes, wie Aluminiumchlorid, mit einem Fällmittel wie Ammoniumhydroxyd ausfällt. Dieses Aluminiumoxydhydrogel kann in das als Ausgangsgemisch für den Katalysatorträger verwendete Aluminiumoxydhydratgemisch umgewandelt werden, indem man lösliche Ionen mit Wasser auswäscht und das Gemisch in einem basischen wäßrigen Medium altert, um ein Aluminiumoxydhydratgemisch zu erhalten, das hauptsächlich Trihydrate enthält. Nachfolgend wird eine Methode zur Herstellung des bevorzugt verwendeten Aluminiumoxydträgers erläutert.
  • 11,34 kg Aluminiumchloridhexahydrat werden in 50 1 ionenfreiem Wasser gelöst. Man verwendet hierbei einen Holzbehälter, um eine Verunreinigung zu vermeiden. Als Fällungsmittel dient Ammoniumhydroxydlösung. Diese wird hergestellt, indem man gleiche Raumteile Ammoniumhydroxyd (Dichte 0,90) und ionenfreies Wasser vermischt. Dieser Ansatz wird in einen Glasbehälter eingebracht, aus dem er der Aluminiumchloridlösung durch Abhebern zugesetzt wird. Unter kräftigem Rühren der Aluminiumchloridlösung wird die Lösung des Ammoniumhydroxydes mit einer solchen Geschwindigkeit zugesetzt, daß in einem Zeitraum von 27 bis 30 Minuten ein pH-Wert von 8,0 bis 8,1 erreicht wird. Der Zufluß der NH,OH-Lösung wird wegen der Dickung der Masse bei einem pH-Wert von etwa 4,7 unterbrochen. Unter fortgesetztem Rühren wird die Masse wieder flüssiger, worauf der Zusatz von Ammoniumhydroxyd fortgesetzt wird. Man setzt das Rühren 30 Minuten fort und trennt danach die Ausfällung von der Mutterlauge mittels einer Rahmenfilterpresse ab. Der Filterkuchen von je vier Ansätzen wird in etwa 57-1-Anteilen von ionenfreiem Wasser erneut dispergiert und das Hydrogel durch wiederholtes Filtern und Aufschlämmen ausgewaschen, um die aus dem Aluminiumchlorid stammenden Chlorionen herauszuwaschen. Der Filterkuchen wird vor der Filtration auf einen pH-Wert von 8 eingestellt. Man läßt das Aluminiumoxydhyd-rogel 15 Tage bei Raumtemperatur und pH 8 altern. Röntgenographisch ergibt sich als Zusammensetzung dieses Gemisches: 25 0/, Gibbsit, 30 0/, Bayerit, 16"/, Randomit und 200/, Boehmit sowie etwas amorphe Anteile.
  • Was die Aufbringung der Platinverbindung betrifft, so werden im allgemeinen die Platinkomponente und das Aluminiumoxyd in wäßrigem Medium gemischt. Beispielsweise kann Bromoplatinsäure mit dem Aluminiumoxyd ohne Zusatz von Schwefelwasserstoff in Wasser aufgeschlämmt werden-, ein Platinsol kann gebildet werden, indem man Bromoplatinsäure zu einer wäßrigen Lösung von H,S zusetzt und das so gewonnene Platinsulfidsol mit dem Aluminiumoxydhydrat vermischt; man kann auch Bromoplatinsäure mit dem Aluminiumoxyd mischen und darauf eine gesättigte wäßrige HS-Lösung zusetzen, um das Platin in situ auszufällen; die letztgenannte Methode wird bevorzugt angewendet. Die Platinmetall enthaltende Verbindung wird gewöhnlich mit dem Aluminiumoxyd in einer solchen Menge vermischt, daß der fertige Katalysator etwa 0,1 bis 1,5 Gewichtsprozent Platinmetall oder mehr enthält.
  • Nach dem Zusatz der Komponente des Platinr metalls kann die Aluminiumoxydmasse in bekannte-Weise entwässert oder getrocknet werden. Im allgemeinen wird die Entfernung des freien Wassers bei Temperaturen im Bereich von etwa 107 bis 260'C durchgeführt. Nach der Entwässerung kann der Katalysator gegebenenfalls verformt werden. Im allgemeinen haben die so hergestellten Teilchen einen Durchmesser von etwa 1,6 bis 12,7 mm und eine Länge von etwa 1,6 bis 25 mm oder mehr. Obgleich diese Teilchen gewöhnlich nach der Entwässerung, aber vor der Calcinierung hergestellt werden, kann die Verformung zu jedem beliebigen, besonders zweckmäßigen Zeitpunkt erfolgen. Nach der Entwässerung oder Trocknung wird das Aluminiumoxyd calciniert, z. B. bei Temperaturen von etwa 427 bis 704'C oder darüber, um die -y- oder aktivierte Form zu erhalten bzw. zu schützen. Vorzugsweise erfolgt
    Platin aus H2K06 (0,61/0 Pt) 1 Platin aus H2PtBr" (0,6 ü/o Pt)
    Kennzahlen des Katalysators Versuchsnummer
    1 2 3 4 5
    Entwässerungsperiode (einschließ-
    lich einer anfänglichen Calcinie-
    rungsperiode)
    Temperatur, 'C ............ 27-482 27-482 27-593 27-482 27-482 27-5932
    Zeit, Stunden' .............. 22/3 2 21/4 21/4 21/2 4
    Atmosphäre3 ............... trockne trockner feuchter trockne trockner feuchter
    Luft N, H, Luft N2 H2
    GasdurchsatZ4 ............. 750 750 50 750 750 50
    Fußnoten ani Schluß der Tabelle.
    dies durch Erhitzen in einem Gasstrom, z. B. Luft oder Stickstoff. Hierbei wird das Uydratations- oder gebundene Wasser entfernt.
  • Bei Durchführung der vorliegenden Erfindung ist es wesentlich, daß die Calcinierung in einer oxydierenden Atmosphäre durchgeführt wird, um Brom oder Jod aus dem Katalysator zu entfernen. Es empfiehlt sich, den Katalysator in einer inerten Atmosphäre, z. B. in Stickstoff, zu entwässern, in einer inerten Atmosphäre auf Calcinierungstemperatur zu erhitzen und an Luft oder einem anderen oxydierenden Medium- zu caleinieren. Die Calcinierungszeit hängt von der Temperatur und der Strömungsgeschwindigkeit der Luft ab.
  • Zur weiteren Erläuterung der Erfindung werden zwei Katalysatoren hergestellt, wobei einmal Bromoplatinsäure, das andere Mal Chloroplatinsäure als Platinquelle verwendet, werden um ihre relative Aktivität und Lebensdauer unter verschiedene Calcinierungsbedingungen zu untersuchen. B e i s p i e 1 Für diese Katalysatoren wird ein Aluminiumoxydhydrogel verwendet, welches 0,10 Gewichtsprozent Chlor und 0,002 Gewichtsprozent Eisen (geglüht) enthält. Das Hydratgemisch enthält 6 0/, amorphes wasserhaltiges Aluminiumoxyd, 18 0/, Boehmit, 40 0/, Bayerit, 240/, Randomit und 120/, Gibbsit. Dieses Aluminiumoxydhydrogel wird nun mit einer wäßrigen Lösung von Bromoplatinsäure in einer solchen Menge vermischt, daß der fertige Katalysator etwa 0,60/, Platin enthält. Das Platin wird ausgefällt, indem man die Aufschlämmung mit einer gesättigten wäßrigen Lösung von H,S mischt. Der pH-Wert der Aufschlämmung beträgt nach dem Zusatz der Bromoplatinsäure und der H,S-Lösung 6,0. Die so gewonnene Katalysatoraufschlämmung wird bei etwa HO'C in der Trommel getrocknet, mit Wasser gemischt und in einer 5-cm-Strangpresse zu Tabletten von etwa 1,6 mm Durihmesser verformt.
  • Der zweite Katalysator wird im wesentlichen in der gleichen Weise hergestellt, wobei man jedoch hier an Stelle von Bromoplatinsäure nunmehr Chloroplatinsäure als Platinquelle verwendet. Es wird die relative Aktivität und Lebensdauer dieser beiden Katalysatoren bei Einsatz zur Reformierung verglichen, wobei bei Herstellung der Katalysatoren unterschiedliche Calcinierungsbedingungen angewendet werden. Die Arbeitsbedingungen der isothermen Calcinier-ungsanlage und die Kennzahlen für den ealcinierten Katalysator sind in der Tabelle angegeben.
    (Fortsetzung)
    Platin aus H2PtC16 (0,6 0/0 Pt) Platin aus HPtBr6 (0,6 010 Pt)
    Kennzahlen des Katalysators Versuchsnummer
    2 3 4 5 6
    Caleinierungsperiode
    Temperatur, 'C ............ 482 482 593 482 482 593
    Zeit, Stunden" ............. 31/, 4 33/4 33/4 31/2 2
    Atmosphäres ............... trockne trockne feuchter trockne trockne feuchter
    Luft Luft H2 Luft Luft H2
    GasdurchsatZ4 . . . . . . . . . . . . . 750 750 50 750 750 50
    Analyse des calcinierten Kataly-
    sators, Gewichtsprozent
    cl ......................... 0,68 - 0,61 0,03 0,09 0,10
    Br ........................ - - - 0,05 0,05 1,20
    S ......................... 0,10 - - 0,1 0,13 0,02
    Flüchtige Anteile ............ 3,26 - 1,14 3,50 3,47 2,51
    Physikalische Eigenschaften des cal-
    cinierten Katalysators
    Oberfläche, m"/g ............ 472 463 199 461 469 208
    Druckprobe, kg ............. 10,2 9,4 5,8 11,0 9,5 5,8
    Brückenfestigkeit, kg ........ - 1,03 0,93 - - 0,76
    Aktivitäts-Kurztest bei Reformie-
    rung von Erdölnaphthal,
    anfängliche Gaserzeugung, m3
    Gas je 100 1 flüssiges Behand-
    lungsgut ................. 24,3 23,7 24,5 22,8 26,1 24,3
    Gasabfall, 0/ ................ 23 27 22 26 33 40
    relative Aktivität ............ 80 80 85 69 81 76
    relative Lebensdauer ........ 111 107 151 81 109 90
    Ungefähre Zeit, um den angegebenen Temperaturbereich zu durchschreiten.
    Versehentlich war die Temperatur bei 482'C etwa 11/" Stunden ausgeschaltet, bevor sie auf 593'C erhöht wurde.
    Bei den Versuchen mit »feuchtem« H2 war der H2 bei Raumtemperatur mit H20 gesättigt.
    Raumteile Gas (Normalbedingungen) je Raumteil Katalysator je Stunde.
    Es herrschten folgende Reformierungsbedingungen:
    5040 C, 14 atü, Durchsatz. 15 (Gewichtsteile Behandlungsgut je Gewichtsteil Katalysator je Stunde), ein Molverhältnis von Wasser-
    stoff enthaltendem Gas zu Behandlungsgut von 5: 1; die Beschickung hatte eine Oktanzahl (Research) von etwa 40 und einen
    Destillationsbereich (ASTM) von etwa 113 bis 182'C.
    Ungefähre Zeiten.
    Die vorstehenden Werte zeigen, daß der unter Verwendung von Bromoplatinsäure hergestellte Katalysator gegen Unterschiede in den Entwässerungs- oder Caleinierungsbedingungen empfindlicher als der unter Verwendung von Chloroplatinsäure hergestellte Katalysator ist. Beispielsweise zeigt ein Vergleich von Versuch Nr. 1 und 4, daß der unter Verwendung von H,PtCl« hergestellte Katalysator eine höhere Lebensdauer und Aktivität besitzt, wenn die beiden Katalysatoren an Luft entwässert und caleiniert werden. Das hängt wahrscheinlich mit der Tatsache zusammen, daß das Brom, welches aus dem Katalysator während der Entwässerung an Luft in Freiheit gesetzt wird, ein starkes Oxydationsmittel ist und dazu neigt, die Platinteilchen zu oxydieren und in ungünstige Stellungen auf dem Aluminiumoxyd zu redispergieren. Bei Versuch Nr. 5 und 2 erfolgt die Entwässerung in einer inerten Stickstoffatmosphäre, die Calcinierung in einer oxydierenden Atmosphäre. Bei diesen Versuchen 'besteht hinsichtlich relativer Aktivität und Lebensdauer der beiden Katalysatoren kein merklicher Unterschied. Offenbar ermöglicht es die Zersetzung des Platinsulfides in einer inerten Atmosphäre den Platinteilchen, sich auf dem Aluminiumoxyd an den günstigsten Stellen niederzuschlagen, bevor sie durch das Brom bei ihrer nachfolgenden Oxydation während der Calcinierung redispergiert werden können. Es ist jedoch zu beachten, daß in beiden oben diskutierten Versuchen, bei denen der Katalysator unter Verwendung von H,PtBr, hergestellt wurde, das Brom während der Entwässerungs- und Caleinierungsbehandlung praktisch vollkommen entfernt wird, während das Chlor nicht merklich entfernt wird. Bei den Versuchen, bei denen beide Katalysatoren in einer Atmosphäre von feuchtem H, entwässert und caleiniert werden, zeigt der unter Verwendung von H2PtCl, hergestellte Katalysator eine viel höhere relative Aktivität und Lebensdauer. Unter diesen Bedingungen wird das Brom nicht aus dem Katalysator entfernt. Wenn man also einen Platin-Aluminiumoxyd-Katalysator von niedrigem Halogengehalt haben will, so kann das Platin in Form von H2P1Br, eingeführt und das Gemisch in strömender Luft getrocknet und calciniert werden. Will man aber einen Katalysator erhalten, der sich in bezug auf relative Lebensdauer und Aktivität gut mit denjenigen Katalysatoren vergleichen läßt, die unter Verwendung von H2PtCl, hergestellt sind und noch einen geringen Gehalt an Halogenion aufweisen, so muß man den Katalysator in einer inerten Atmosphäre trocknen und an Luft calcinieren.
  • Bei der Reformierung von Erdölkohlenwasserstoffen im Siedebereich von Motorkraftstoff kann unter den üblichen Reformierungsbedingungen, z. B. bei 427 bis 538'C, 7 bis 53 at, einem Durchsatz von 1 bis 10 (Gewichtsteile Behandlungsgut je Gewichtsteil Katalysator je Stunde) und einem Molverhältnis von 2 bis 20 Mol Wasserstoff je Mol Kohlenwasserstoff ein Katalysator mit niedrigem Halogengehalt, der etwa 0,2 bis 1,5 0/0 Platin oder mehr enthält, verwendet werden. Der Wasserstoff kann der Reaktionszone durch Kreislaufführung wasserstoffreicher Restgase zugeführt werden. Der Katalysator kann in Form einer Ruheschüttung oder eines Wanderbettes oder als Wirbelschicht eingesetzt werden.
  • Wenn das Verfahren einige Zeit gelaufen ist und das flüssige Reaktionsprodukt der gewünschten Oktanzahl nicht mehr bei gut beherrschbaren Temperaturen und unter wirtschaftlich tragbaren Ausbeuten gewonnen werden kann, kann man den Katalysator regenerieren, indem man einen wesentlichen Teil des während des Einsatzes auf ihm abgelagerten kohlenstoffhaltigen Materials entfernt. Im allgemeinen kann diese Regeneration durch Kontakt mit einem sauerstoffhaltigen Gas bei einer Temperatur im Bereich von etwa 427 bis 538'C erfolgen. Bei der Regenerierung kann der Sauerstoffgehalt der die Verbrennung unterhaltenden Gase wenn notwendig begrenzt werden, um übermäßig hohe Temperaturen zu vermeiden, aber wenn es die Temperaturbedingungen erlauben, so ist es vorteilhaft, im letzten Teil der Regenerierungsperiode Luft zu verwenden. Nach Regeneration und Reduktion durch freien Wasserstoff kann der Katalysator erneut zur Reforinierung eingesetzt werden. Dieses Verfahren der Kreislaufregenerierung kann so lange wiederholt werden, bis der Katalysator nach der Regeneration nicht mehr die jeweils erforderlichen Bedingungen erfüllt, z. B. im bezug auf die Oktanzahlausbeute.
  • Für die beschriebene Reformierung von Kohlenwasserstoffen wird hier kein Patentschutz beansprucht.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung eines Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysators zur Reformierung von Kohlenwasserstoffen durch Vermischen von Aluminiumoxyd in wäßrigem Medium mit einer Platinmetall und Halogen enthaltenden Verbindung, Trocknen und Caleinieren des entstandenen Gemisches in einer oxydierenden Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß das Halogen Brom ist und die zunächst in einer inerten und danach erst in einer oxydierenden Atmosphäre vorgenommene Calcinierung soweit durchgeführt wird, daß der Bromgehalt des fertigen Katalysators auf eine niedrige Konzentration, wie 0,05 Gewichtsprozent, gesenkt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aluminiumoxydhydratgemisch, das etwa 65 bis 95 0/, Aluminiumoxydtrihydrat enthält, in Kombination mit Bromoplatinsäure verwendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 969 384; deutsche Auslegeschriften Nr. 1004 316, 1035 106; britische Patentschrift Nr. 736 632; USA.-Patentschrift Nr. 2 611749.
DEE15976A 1957-06-07 1958-06-06 Verfahren zur Herstellung eines Platinmetall-Aluminiumoxyd-Katalysators zur Reformierung von Kohlenwasserstoffen Pending DE1195725B (de)

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US1195725XA 1957-06-07 1957-06-07
US837590XA 1957-06-07 1957-06-07

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