DE1193059B - Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Natriumdichlorisocyanurat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem NatriumdichlorisocyanuratInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D251/00—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings
- C07D251/02—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings
- C07D251/12—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D251/26—Heterocyclic compounds containing 1,3,5-triazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hetero atoms directly attached to ring carbon atoms
- C07D251/30—Only oxygen atoms
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
im.
Deutsche KL: 12 ρ -10/05
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1193 059
P 29789IV d/12 ρ
10. Juli 1962
20. Mai 1965
P 29789IV d/12 ρ
10. Juli 1962
20. Mai 1965
Herstellungsverfahren für Dichlorisocyanursäure sind in verschiedenen Patentschriften, unter anderem
in der französischen Patentschrift 1 149 758, beschrieben. Die Säure ist sehr wenig löslich in Wasser
und kann ohne Schwierigkeite aus den wäßrigen Suspensionen, zu denen die bekannten Herstellungsverfahren
führen, gewonnen werden.
Wie ebenfalls längst bekannt ist, erhält man ohne weiteres eine verdünnte Lösung von Natriumdichlorisocyanurat,
wenn man einer wäßrigen Lösung der Dichlorisocyanursäure Natronlauge zufügt.
Dagegen ist die Gewinnung des wasserfreien Salzes aus wäßrigen Lösungen recht schwierig, da die Chloratome
des Moleküls sehr labil sind und sehr leicht unter Zersetzung des Cyanursäurenioleküls reagieren.
Schon bei einer Temperatur über etwa 15 bis 200C
kommt es sehr rasch zu einer irreversiblen Reaktion, die auf Kosten des aktiven Chlors der Dichlorisocyanursäure
zur Bildung von Sekundärprodukten führt.
Will man zu einer konzentrierten Lösung des Natriumsalzes kommen, so kühlt man also zweckmäßigerweise
die wäßrige Suspension der Dichlorisocyanursäure während der Zugabe des alkalischen
Mittels sehr energisch, um die Neutralisationswärme abzuführen. Zur Gewinnung des wasserfreien Salzes
muß man dann das Wasser bei der niedrigstmöglichen Temperatur dem Reaktionsgemisch entziehen, was
z. B. durch Abdunsten bei Normaltemperatur geschehen kann. Dieses zeitraubende und kostspielige
Verfahren läßt sich aber nur schwer im technischen Maßstab durchführen.
Diese Schwierigkeiten treten bei dem Verfahren nach der Erfindung nicht auf. Es gestattet die Herstellung
des Natriumsalzes aus der Säure, ohne dabei zur Erwärmung des Reaktionsgemisches zu führen.
Das Salz fällt unmittelbar in Form einer Paste an, die nur wenig Wasser enthält. Diese geringe Wassermenge
kann man ohne Vakuum und ohne Zersetzung des Salzes entfernen. In der Praxis ist Grundbedingung,
daß während der Reaktion wegen Explosionsgefahr jeder Temperaturanstieg vermieden wird. Solange man
nur mit kleinen Mengen arbeitet, ist eine Beherrschung der Reaktion durch Außenkühlung nicht schwer, im
technischen Maßstab kann es aber leicht zu nicht beherrschbaren örtlichen Temperatursteigerungen innerhalb
der Masse kommen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Natriumdichlorisocyanurat
durch Neutralisation von Dichlorisocyanursäure und Trocknen des Salzes und ist dadurch gekennzeichnet,
daß man einem vorgelegten trocknen Pulver von Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem
Natriumdichlorisocyanurat
Natriumdichlorisocyanurat
Anmelder:
Pechiney Compagnie de Produits Chimiques
et Electrometallurgiques, Paris
et Electrometallurgiques, Paris
Vertreter:
Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls und
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Als Erfinder benannt:
Pierre Chassaing,
Georges Clerc, Saint-Auban, Basses-Alpes
(Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 10. Juli 1961 (867501)
Natriumcarbonat-Heptahydrat und/oder -Decahydrat oder eines Gemisches dieses bzw. dieser Hydrate mit
wasserfreiem Natriumcarbonat und/oder Natriumbicarbonat, die äquivalente Menge an trockener
Dichlorisocyanursäure bei einer Temperatur unter 200C zumischt und nach Beendigung der Kohlendioxydentwicklung
die erhaltene Paste trocknet.
Bei der Spaltung von Natriumcarbonat-Decahydrat bzw. -Heptahydrat wird eine Wärmemenge aufgenommen,
die die Neutralisationswärme der entsprechenden Menge an Dichlorisocyanaursäure merklich
übersteigt.
Gemäß einer bevorzugten Durchführungsform des Verfahrens nach der Erfindung verwendet man
trockenes, kristalliertes Natriumcarbonat-Dekahydrat in einer Menge, die sich für die genaue Neutralisation
nach der Gleichung
2-C3N3O3Cl2H + Na2CO3 · 10 H2O
-> 2-C3N3O3Cl2Na + 11 H2O + CO2
errechnen läßt.
Beide Reaktionspartner werden bei Raumtemperatur in ein Mischgefäß eingebracht, die Reaktion ist
nach etwa einer Stunde beendet.
Man gibt in den Mischer zunächst das zerkleinerte Natriumcarbonat-Dekahydrat und fügt die trockene
pulverförmige Dichlorisocyanursäure dann während
509 570/410
etwa Vs Stunde laufend zu und läßt den Mischer dann
noch so lange weiterlaufen, bis die Kohlensäureentwicklung aufhört, das ist ungefähr nach Va Stunde.
Im Gegensatz zu den bisher zur Salzbildung angewandten Verfahren führt das Verfahren nach der
Erfindung in keinem Fall zu einem Temperaturanstieg in dem Reaktionsgemisch, im* Gegenteil erfolgt ein
auffallendes Absinken der Temperatur bis auf etwa 00C. Eine Kühlung für das Mischgefäß ist daher nicht
nötig. Die Spaltung des Moleküls Na2CO3 · 10 H2O
verbraucht entsprechend der Bildungswärme des Carbonatdekahydrates ungefähr 20 000 cal und übersteigt
merklich den Wärmebedarf für die Salzbildung aus 2 Molekülen Dichlorisocyanursäure und 1 Molekül
Na2CO8.
Man kann demnach ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen größere Mengen umsetzen, da die mit
der Reaktion verbundene Abkühlung jede Zerstörung des Moleküls unter Verlust an aktivem Chlor verhinert.
*>
Außerdem enthält das nach Beendigung der Kohlensäureentwicklung zurückbleibende Salz nur wenig
Wasser: auf 2 Gewichtsteile trockenes Salz kommt weniger als 1 Gewichtsteil Wasser. Die erhaltene Masse
ist eine dicke Paste, die man zweckmäßigerweise vortrocknet, indem man sie in dünner Schicht aufstreicht
und einige Stunden lang bei Raumtemperatur Luft darüber streichen läßt. Die letzten Wasserreste kann
man dann ohne jedes Risiko bei einer Temperatur von 80 bis 10O0C austreiben, bei der das schon fast 3<
> trockene Produkt stabil ist. Man kann die aus dem Mischer kommende dicke Paste auch unmittelbar in
entsprechender Weise trocknen, beispielsweise durch Zerstäuben. In diesem Fall ist eine Vor- oder Zwischentrocknung
nicht nötig.
Abgesehen von der Verwendbarkeit von Natriumcarbonat- Hepta- oder/und -Dekahydrat allein, was
die bevorzugte Durchführungsform des Verfahrens ist, kann man erfindungsgemäß auch ein Gemisch diesei
dieser Hydrate mit wasserfreiem Natriumcarbonat oder Natriumbicarbonat verwenden; es genügt, wenn
das Gemisch so viel Natriumcarbonathydrat enthält, daß das thermische Gleichgewicht im Verlauf der
Neutralisation gewahrt bleibt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß diese Forderung ohne weiteres dadurch
erfüllt werden kann, daß man mit einem äquimolaren Gemisch aus Natriumcarbonat-Dekahydrat und wasserfreiem
Natriumcarbonat neutralisiert.
Die Überlegenheit des Verfahrens nach der Erfindung zur Herstellung von Natriumdichlorisocyanurat
beruht auf seiner außerordentlichen Einfachheit und Billigkeit. Es läßt sich für große Chargen ohne umfangreiche
und kostspielige Vorrichtungen anwenden.
Die Erfindung wird an folgenden Beispielen erläutert.
55
In ein Mischgefäß werden zunächst 70,2 kg Na2CO3 · 10 H2O und dann 100 kg Dichlorisocyanursäure
mit 71 % aktivem Chlor (das ist 99 % der Theorie) in keinen Portionen eingebracht. Die Reaktion dauert
1 Stunde, wobei die Temperatur bis auf etwa 0°C fällt. Dann wird ausgetragen. Man erhält 158 kg Paste.
Die Paste wird in einem gut belüfteten Raum Stunden bei Raumtemperatur gehalten und dann
Stunden bei 850C weitergetrocknet. Das Gewicht des Produktes nach dem Zerkleinern beträgt 109 kg
(das ist 99% der Theorie). Das Salz enthält 63,1% aktives Chlor (98% der Theorie).
In die Vorrichtung nach Beispiel 1 bringt man zu einem Gemisch von 28,6 kg Na2CO3 · 10 H2O und
10,4 kg wasserfreiem Na2CO3 80 kg Dichlorisocyanursäure
(70,2 % aktives Chlor [das ist 98 % der Theorie]), mischt 1 Stunde, während der sich die Temperatur
nicht bemwerkbar ändert. Die erhaltene Paste (109 kg) wird ähnlich wie nach Beispiel 1 zunächst bei Raumtemperatur,
dann 24 Stunden bei 990C getrocknet.
Nach dem Zerkleinern erhält man 83,5 kg des Salzes (97% der Theorie) mit 62,7% (97,3% der
Theorie) aktivem Chlor.
In die Vorrichtung nach Beispiel 1 bringt man zu kg Na2CO3-7 H2O 80 kg Dichlorisocyanursäure
(70,2% [das ist 98% der Theorie] aktives Chlor) und mischt 1 Stunde, dabei fällt die Temperatur des
Reaktionsgemisches auf etwa 3 0C.
Die erhaltene Paste wird wie oben getrocknet; man erhält nach Zerkleinern 82 kg Salz (94% der
Theorie) mit 63,2% aktivem Chlor (98 % der Theorie).
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Natriumdichlorisocyanurat durch Neutralisation
von Dichlorisocyanursäure und Trocknen des Salzes, dadurch gekennzeichnet, daß
man einem vorgelegten trockenen Pulver von Natriumcarbonat-Heptahydrat und/oder -Dekahydrat
oder eines Gemisches dieses bzw. dieser Hydrate mit wasserfreiem Natriumcarbonat und/
oder Natriumbicarbonat die äquivalente Menge an trockener Dichlorisocyanursäure bei einer
Temperatur unter 200C zumischt und nach Beendigung der Kohlendioxydentwicklung die erhaltene
Paste trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Neutralisation ein äquimolares
Gemisch aus Natriumcarbonat-Dekahydrat und wasserfreiem Natriumcarbonat verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das pastenförmige Reaktionsprodukt
in dünner Schicht bei gewöhnlicher Temperatur an der Luft vortrocknet und schließlich
bei 80 bis 1000C zu Ende trocknet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Trocknung durch
Zerstäubung vornimmt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 236 685.
Bei der Bekanntmachung ist ein Prioritätsbeleg ausgelegt worden.
509 570/410 5.65 ® Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
FR867501 | 1961-07-10 |
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Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1193059B true DE1193059B (de) | 1965-05-20 |
Family
ID=8759019
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1962P0029789 Pending DE1193059B (de) | 1961-07-10 | 1962-07-10 | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Natriumdichlorisocyanurat |
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US4432959A (en) * | 1982-08-03 | 1984-02-21 | Shikoku Chemicals Corporation | Process of producing sodium cyanuarate |
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1962
- 1962-07-09 CH CH820362A patent/CH423796A/fr unknown
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- 1962-07-10 DE DE1962P0029789 patent/DE1193059B/de active Pending
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Also Published As
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CH423796A (fr) | 1966-11-15 |
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