DE1188498B - Walzenfoermiges Formwerkzeug fuer Porzellan od. dgl. keramische Massen - Google Patents
Walzenfoermiges Formwerkzeug fuer Porzellan od. dgl. keramische MassenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B3/00—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
- B28B3/12—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein one or more rollers exert pressure on the material
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Description
- Walzenförmiges Formwerkzeug für Porzellan od. dgl. keramische Massen Die Erfindung betrifft ein walzenförmiges Formwerkzeug zur Formgebung von Porzellan oder keramischen Massen auf Gipsforinen.
- Zur Verformung keramischer Gegenstände, insbesondere Teller und Obertassen, werden vielfach sogenannte Rollermaschinen eingesetzt. Es handelt sich dabei um Halbautomaten, die den keramischen Formling in einem Arbeitsgang in die gewünschte Form bringen, indem ein walzenförmiges Formwerkzeug, im folgenden als Rollwerkzeug bezeichnet, auf das Werkstück einwirkt, dessen Umfangsform der gewünschten Gestalt entspricht, die das Werkstück erhalten soll. Für den gesamten Vorgang hat sich der Ausdruck »Rollen« eingeführt.
- Diese Halbautomaten haben den Vorteil, daß ungelernte Arbeitskräfte eine gegenüber der althergebrachten Art des Porzellandrehens hohe Stückzahl fertigen können. Das Arbeitsprinzip dieser Maschine ist folgendes: Bei der Fabrikation von Tellern oder ähnlichen runden Gegenständen wird z. B. eine Telleriorm der herkömmlichen Art aus Gips in einen angetriebenen Drehscheibenkopf gelegt. Auf die Gipsforrn wird ein vorgeformtes oder von einem Strang abgeschnittenes Masseblatt gebracht und daran ein ähnlich einer Schablone wirkendes Rollwerkzeug aus Aluminium oder Stahl angelegt. Gleichzeitig formt das Rollwerkzeug die Fußseite beispielsweise des Tellers aus, hebt sich und gibt die Gipsfonn mit dem fertig geforinten Teller frei. Bei der Fabrikation von Obertassen wird das gleiche Prinzip angewandt, nur sind hier Gipsforinen und Rollwerkzeug anders gestaltet.
- Damit sich an den aus Metall bestehenden Rollwerkzeugen beim Rollvorgang keine Masse ansetzt, wodurch eine glatte Ausformung beeinträchtigt wäre, kann man bei jedem Arbeitstakt das Rollwerkzeug mit Petroleum oder Silikonöl einsprühen. Dieses Verfahren hat sich jedoch wegen des hohen Trennmittelverbrauchs und der Verschmutzungsgefahr nicht durchgesetzt.
- Man ist daher dazu übergegangen, das Rollwerkzeug mit einer Heizung zu versehen, welche dem Metall eine so hohe Temperatur gibt, daß sich bei der Berührung des Rollwerkzeuges mit dem wasserhaltigen plastischen keramischen Formling zwischen beiden ein Dampfpolster bildet, welches ein Ankleben von Masse am Metall verhindert. Eine solche eingebaute Heizung hat eine Heizleistung von etwa 0,5 bis 2.0 kW, wobei die Temperatur in den meisten Fällen durch einen variierbaren Temperaturregler gesteuert wird.
- Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen C Weg aufzuzeichnen, der es ermöglicht, die in Anschaffung und Betrieb verteuernde Einrichtung einer Heizung in Rollwerkzeugen zu vermeiden und ein Rollwerkzeug zu finden, bei dem weder Heizung noch Besprühen mit Trennmitteln notwendig ist, um das Ankleben der Masse am Metall zu verhindern.
- Es ist bereits bekannt, Brennkapseln aus Schamottmasse ohne Heizung des Formwerkzeugs auszuformen. Das knetend wirkende Formwerkzeug besteht dabei aus einer Stahldoppelkonuswalze, welche mit einem überzug aus einem organischen Stoff, wie einem Kunstharz, oder anorganischen Stoffen, wie Zinn oder Zink, versehen sein kann.
- Bei Versuchen hat sich aber herausgestellt, daß derartige überzüge im allgemeinen keine brauchbare Lösung zur Serienherstellung von keramischen Formkörpern durch Rollen, insbesondere bei der Porzellanherstellung, darstellen. Die gebräuchlichen Kunststoffe, wie Polyvinylchlorid, Hartgummi, Plexiglas oder Polyamidharze verhindern nicht das unerwünschte Anhaften der Porzellanmasse an kalten Rollwerkzeugen. Auch Schamottemassen werden durch mit solchen überzügen versehene Rollwerkzeuge nicht zufriedenstellend bearbeitet.
- Die Verwendung von mit Kunstharz oder Metallen überzogenen Formwerkzeugen fand daher keinen Eingang in die Industrie der Verarbeitung von Porzellanmassen.
- Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, auf das Rollwerkzeug einen antiadhäsiven wachsartigen Kunststoff, nämlich Polytetrafluoräthylen, aufzubringen oder das Rollwerkzeug teilweise oder ganz aus diesem Kunststoff herzustellen.
- Die Erfindung betrifft also ein walzenförmiges Formwerkzeug mit Kunststoffflächen zur Formgebung von Porzellan-, keramischen Massen od. dgl. auf Gipsformen und ist dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche aus Polytetrafluoräthylen besteht. Es kann auch das ganze Formwerkzeug aus Polytetrafluoräthylen bestehen.
- Polytetraftuoräthylen besitzt, wie sich aus Versuchen gezeigt hat, durch seinen antiadhäsiven Charakter auch die Eigenschaft, die Haftwirkung zwischen der plastischen, wasserhaltigen keramischen Masse und dem Kunststoff zu verringern. Es wurde dabei festgestellt, daß eine leicht narbige Oberflächenbeschaffenheit bei dem antiadhäsiven Kunststoff die abstoßende Wirkung gegenüber plastischen keramischen Massen nicht ungünstig beeinflußt.
- Das durch die Erfindung ermöglichte Kaltrollverfahren runder keramischer Gegenstände bringt gegenüber dem bisher verwendeten Verfahren folgende Vorteile: a) Die Oberfläche der erzeugten Artikel ist von hervorragender Glätte und ohne erkennbare Strukturlinien. Die beim Heißrollen auftretenden Risse in der Bodenmitte, welche durch zu große örtliche Wärmeeinwirkung entstehen, sind nicht mehr vorhanden.
- b) Durch Wegfall der Heizungseinrichtung kann das Rollwerkzeug wesentlich billiger hergestellt werden.
- c) Der Stromverbrauch für den Betrieb der Heizungen entfällt. Das Umstellen der Maschinen auf eine andere Form kann sehr viel schneller erfolgen, da eine Abkühlung der Rollwerkzeuge auf eine Temperatur, die eine Montage gestattet, nicht mehr abgewartet werden muß. Ebenso entfallen die Wartezeiten vor Inbetriebnahme der Maschine, die bisher auftraten, da die Rollwerkzeuge die vorgeschriebene Temperatur erreichen mußten. d) Brandverletzungen des Bedienungspersonals durch Berühren der heißen Rollwerkzeuge sind unmöglich geworden.
- c) Das Rollwerkzeug läßt sich nunmehr ohne größeren Aufwand derart gestalten, daß der Antrieb und die Drehzahl stufenlos geregelt werden können.
- f) Das Rollen von Großgeschirr war bisher mit beheizten Rollwerkzeugen nicht möglich, da die durch längere Standzeit bedingte zu große Wärmeeinwirkung die geforderte Qualität nicht erreichen ließ.
- Die Erfindung bringt sowohl in wirtschaftlicher als auch in technischer Hinsicht einen großen Fortschritt des in der keramischen Industrie angewendeten Rollverfahrens für plastische, runde kerainische Formlinge und wird den Anstoß zu weiteren Entwicklungen auf diesem Gebiet geben.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Walzenförmiges Forinwerkzeug mit Kunststofffläche zur Formgebung von Porzellan oder dergleichen keramischen Massen auf Gipsforinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche aus Polytetrafluoräthylen besteht.
- 2. Formwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ganze Walze aus Polytretrafluoräthylen besteht. 3. Formwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polytetrafluoräthylenoberfläche fein genarbt ist.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 248 077, 692 022, 821024, 873 059; deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1755 369, 1743167.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DER29385A DE1188498B (de) | 1960-12-31 | 1960-12-31 | Walzenfoermiges Formwerkzeug fuer Porzellan od. dgl. keramische Massen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DER29385A DE1188498B (de) | 1960-12-31 | 1960-12-31 | Walzenfoermiges Formwerkzeug fuer Porzellan od. dgl. keramische Massen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE1188498B true DE1188498B (de) | 1965-03-04 |
Family
ID=7402987
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DER29385A Pending DE1188498B (de) | 1960-12-31 | 1960-12-31 | Walzenfoermiges Formwerkzeug fuer Porzellan od. dgl. keramische Massen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1188498B (de) |
Citations (6)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
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-
1960
- 1960-12-31 DE DER29385A patent/DE1188498B/de active Pending
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