[go: up one dir, main page]

DE1184746B - Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen

Info

Publication number
DE1184746B
DE1184746B DES77339A DES0077339A DE1184746B DE 1184746 B DE1184746 B DE 1184746B DE S77339 A DES77339 A DE S77339A DE S0077339 A DES0077339 A DE S0077339A DE 1184746 B DE1184746 B DE 1184746B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
sulfate
oxidoalkanes
aluminum
iii
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES77339A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Herzenberg
Paolo Ciattoni
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sicedison SpA
Original Assignee
Sicedison SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sicedison SpA filed Critical Sicedison SpA
Publication of DE1184746B publication Critical patent/DE1184746B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J27/00Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C47/00Compounds having —CHO groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KI.: C 07 c
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 12 ο-7/03
1184746
S77339IVb/12o
28. Dezember 1961
7. Januar 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur katalytischen Isomerisierungvon geraden oder verzweigten 1,2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen bei Temperaturen zwischen 150 und 45O0C. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die 1,2-Oxidoalkane mit oder ohne inertes Verdünnungsmittel über einen Katalysator geleitet werden, der aus einer physikalischen Mischung aus Lithium-, Natriumoder Kaliumsulfat einerseits und Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat andererseits gegebenenfalls auf einem Träger besteht, und daß das Verfahren bei Kontaktzeiten von 0,7 bis 1,6 Sekunden durchgeführt wird. Vorzugsweise besteht der Katalysator aus einer physikalischen Mischung aus Kaliumsulfat und Aluminiumsulfat; der Anteil an Lithium-, Natrium- oder Kaliumsulfat in der den Katalysator bildenden physikalischen Mischung beträgt bevorzugt bis zu 98 Gewichtsprozent, während der restliche Teil der Mischung aus Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat besteht. Nach einem bevorzugten Durchführungsverfahren befindet sich die Katalysatormischung auf Kieselgur als Träger.
Es ist bekannt, daß die 1,2-Oxidoalkane bei Temperaturen zwischen 150 und 4500C in Anwesenheit geeigneter Katalysatoren isomerisieren. Bei dieser Umsetzung erhält man beispielsweise aus Äthylenoxyd als einziges Produkt Acetaldehyd, während Propylenoxyd die drei isomeren Produkte Propionaldehyd, Aceton und Allylalkohol ergibt. Auch aus den 1,2-Oxyden der höheren Olefine sind mehrere Isomere erhältlich. Außerdem ist neben diesen Stoffen stets die Bildung von Glykolen und von Polymerisations- und Kondensationsprodukten des reagierenden Oxidoalkans oder der gebildeten Stoffe möglieh und manchmal sogar vorwiegend.
Es bestand daher das Bedürfnis für selektive Isomerisierungskatalysatoren.
Für die Herstellung von Aldehyden aus den a-Olefinoxyden sind zahlreiche Verfahren bekannt. Dabei werden als Katalysatoren Substanzen wie Aluminiumoxyd, Silikagel, Kieselgur, Aluminiumborat, Alaune, Lithiumphosphat, Magnesiumpyrophosphat, Oxyde der Übergangsmetalle, ferner Zinkchlorid, Bleichlorid, Cadmiumchlorid und andere empfohlen. Die Katalysatoren werden entweder als solche oder auf Trägern wie Bimsstein, Graphit, Kieselsäuregel verwendet. Nach der USA.-Patentschrift 2 601 538 wird als Katalysator ein Komplex aus Chromoxyd und Wolframoxyd verwendet.
Die in der USA.-Patentschrift 2 159 507 beschriebenen Katalysatoren, welche die gesamte Klasse der Alaune betreffen, sowohl was die katalytisch^ Wirkverfahren zur katalytischen Isomerisierung von
geraden oder verzweigten 1,2-Oxidoalkanen zu
den entsprechenden Carbonylverbindungen
Anmelder:
S'icedison S. p. A., Mailand (Italien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. R. Poschenrieder,
Patentanwalt, München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
Als Erfinder benannt:
Jean Herzenberg,
Paolo Ciattoni, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 30. Dezember 1960 (22 471)
samkeit als auch was das Selektionsvermögen hinsichtlich der vorliegenden Umsetzung anbelangt, ein gutes katalytisches Verhalten aufweisen.
Überraschenderweise wurde nun gefunden und durch zahlreiche Versuche bestätigt, daß wohl alle Alaune diese ausgeprägten katalytischen Eigenschaften besitzen, daß aber rein physikalische Mischungen äquimolekularer Mengen aus Lithium-, Natrium- oder Kaliumsulfat, die allein fast keine katalytische Wirksamkeit aufweisen und Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat trotz Beibehaltung des anfänglichen Gemischzustandes während des Versuches und ohne daß irgendeine chemische Umsetzung zwischen den Gemischbestandteilen noch irgendeine kristallografische Veränderung eintritt, bei den angegebenen Kontaktzeiten ein weitaus besseres katalytisches Verhalten besitzen als die Doppelsalze.
Die erfindungsgemäß angewendeten Katalysatormischungen bringen außerdem im Vergleich zu den Alaunen die folgenden Vorteile mit sich: geringere Kontaktzeiten oder geringere Konzentration des aktiven Anteils des Katalysators sowie die Möglichkeit
409 767/386
der Veränderung des Verhältnisses der Komponente der Katalysatormischung nach der jeweiligen Zweckmäßigkeit.
Die günstigsten Ergebnisse erhält man mit niedrigen Anteilen (von 2 bis 10 Gewichtsprozent) Me2(SO4)3, worin Me Aluminium oder Chrom bedeutet, und mit hohen Anteilen (von 90 bis 98 Gewichtsprozent) an Lithium-, Natrium oder Kaliumsulfat.
Die geringeren Kontaktzeiten, die mit den erfindungsgemäßen Katalysatoren im Vergleich mit den Katalysatoren der USA.-Patentschriften 2159 507 und 2 601 538 erhalten werden, ergeben sich aus den folgenden Berechnungen.
Es sei zunächst das Rechenschema für die Umwandlung der räumlichen Geschwindigkeit, wie in den USA.-Patentschriften 2 601 538 und 2 159 507 angeführt, d. h. Gramm von Propylenoxyd je Stunde mal Liter des Katalysators in Kontakt- (oder Verweil-)Zeit, wie in der Erfindung definiert, d. h. Katalysatorvolumen je Volumen der Gase, die je Sekunde bei Versuchsbedingungen (Temperatur und Druck) durchgehen, dargelegt.
Es bedeutet:
Q = stündliche Durchflußmenge des zugeführten
Alkylenoxyds (g/h/l Katalysator),
PM = Molekulargewicht des zugeführten Alkylenoxyds,
t = Versuchstemperatur in 0C,
. Vs = räumliche Geschwindigkeit = Liter Gas, die in einer Sekunde durch 11 katalytischer Ladung hindurchgehen (Sekunde^1),
Beispiel II:
Tc = Kontaktzeit = —- (Sekunde).
Kennt man Q, PM, t, dann ergibt sich:
Tc = 7,15 Sekunden.
30
35
1 -Tc
Vs - 1C-
Die Umrechnung für die Beispiele I und II der USA.-Patentschrift 2 159 507 ergibt folgende Ergebnisse:
Beispiel I:
Tc = 40 Sekunden.
Für die Beispiele 3 und 4 ergaben sich unter Anwendung des gleichen Rechenschemas 5,06 Sekunden (verwendeter Katalysator NH4A1(SO4)2 im Beispiel 3) bzw. 5,16 Sekunden (verwendeter Katalysator KCr(SO4)2 im Beispiel 4). Die Ergebnisse dieser beiden Beispiele sind einander ähnlich, da auch die Versuchsbedingungen sehr ähnlich sind. Für das Propylenoxyd wurde in den Beispielen 3 und 4

Cl40= 0,859
verwendet, so daß eine räumliche Geschwindigkeit (Ki) gleich 894 g/h/l Katalysator erhalten wurde.
Aus den angeführten Berechnungen und den sich daraus ergebenden Kontaktzeiten ist völlig eindeutig ersichtlich, daß jene nach den USA.-Patentschriften viel länger sind als die beim erfindungsgemäßen Verfahren benötigten Verweilzeiten. In den erfindungsgemäßen Beispielen ergeben sich in der Tat für Äthylenoxyd Kontaktzeiten "zwischen 1,4 und 1,6 Sekunden, während für Propylenoxyd die Kontaktzeit sogar auf 0,7 Sekunden herabgesetzt wurde.
Für die praktische industrielle Ausführung des Verfahrens sind diese Ergebnisse von größter Bedeutung, da man bekanntlich mit sehr kurzen Kontaktzeiten eine starke Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Anlage und somit einen fühlbaren wirtschaftlichen Vorteil erzielt. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Katalysatoren besteht darin, daß sie bei derart kurzen Kontaktzeiten die Verwendung eines Gases mit äußerst geringer 1,2-Oxidoalkankonzentration gestatten, wie beispielsweise jenes Gases, welches aus Anlagen zur katalytischen Oxydation des Äthylens zu Äthylenoxyd austritt.
Zur näheren Darlegung der Erfindung werden nachfolgend einige Beispiele beschrieben.
In der Zeichnung sind graphisch die mit Katalysatoren aus den erfindungsgemäß angewendeten physikalischen Mischungen erzielten Ausbeuten an Aldehyden dargestellt, wie sie bei Verwendung von Äthylenoxyd, verdünnt mit Stickstoff, als Ausgangsmaterial erzielt werden.
In der folgenden Tabelle sind einige der zahlreichen Versuchsergebnisse bei Verwendung von Katalysatoren, bestehend aus den physikalischen Mischungen, wiedergegeben.
Versuchsbeispiele mit physikalischen Mischungen
Katalysator
Bestandteile
chung
1,2-Oxi-
doalkan
Kontakt
zeit
Sekunden
Tempe
ratur
0C
Umwand
lung
2,8 { 1,6
1,4
301
350
96,5
98
2,8 { 1,6
1,4
300
351
100
100
2,8 { 1,6
1,5
299
350
ο ο
ο ο
T-H T-H
I 1,6
1,4
300
352
100
100
Ausbeute an Aldehyd in %,
bezogen auf die eingeleitete
Mischung
Al2(SO4)S
K2SO4
Al2(SO4)S
K2SO4
A12(SO4)3
K2SO4
K2SO4
2,5 7o
97,5%
95%
10%
90%
30% 70 »/ο
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
89,6
88,1
92,0
93,7
93,5
93,0
91,0
88,6
Versuchsbeispiele mit physikalischen Mischungen
Katalysator Eingeleitete Mischung ι, z-uxi-
doalkan
Kontakt Tempe Umwand Ausbeute an Aldehyd in %,
Nr. Al2(SOJ3 667ο
K2SO4 34 o/0
Bestandteile 2,8 { zeit
Sekunden
ratur
0C
lung bezogen auf die eingeleitete
Mischung
9
10
ΔΙ (SlCi \ R^ O/
.r\i2V_>JV_/^Jjj OJ Jq
K2SO4 177ο
I Äthylenoxyd N2 2,8 J 1,5
1,4
301
349
100
100
88,2 ..
85,6
11
12
Al2(SOJ3 1007ο I Äthylenoxyd N2 2,8 { 1,6
1,4
299
350
100
100
88,0
81,8
13
14
Al2(SOJ3 487ο
K2SO4 257ο
I Äthylenoxyd N2 4,6 { 1,5
1,4
299
348
100
100
86,0
77,2
15
16
Kieselgur 27 70 L Propylenoxyd N2 0,7
0,7
250
270
100
100
84,0
90,0
Cr2(SOJ3 677ο
K2SO4 33 7ο
J 0 δ
17 I Athylenoxyd N2 1,6 250 98 88,5
Herstellung der Katalysatoren
Die in den Versuchsbeispielen 1 bis 16 (Tabelle) verwendeten Katalysatoren werden, ausgehend von den handelsüblichen Salzen
K2SO4 und Al2(SOJ3 · 18H2O,
zubereitet.
Dem Kaliumsulfat wird durch Erwärmen jegliche Feuchtigkeit entzogen.
Dem Aluminiumsulfat wird hingegen das Wasser mit großer Vorsicht entzogen, damit es nicht in seinem Kristallisationswasser schmilzt. Der Wasserentzug aus dem A12(SO4)3 · 18H2O wird durch allmähliche, langsame Temperaturerhöhung von 70 auf 4500C durchgeführt. Das so erhaltene, feingemahlene Produkt wird noch einige Stunden lang auf der Temperatur von 4500C gehalten.
Die beiden bis auf geringe Spuren von Wasser entwässerten Salze werden im gewünschten Verhältnis miteinander gemischt, wobei gegebenenfalls Kieselgur zugesetzt wird, und das erhaltene Pulver wird dann mit Toluol angefeuchtet und zu Tabletten verarbeitet. Die so erhaltenen Katalysatortabletten sind, nachdem sie noch einige Stunden auf 35O0C erwärmt wurden, gebrauchsfertig.
Der Katalysator des Beispiels 17 (Tabelle) wird auf ähnliche Weise hergestellt, wobei die Entwässerung der Cr2(SO4)3 · «H2O durch vorsichtige allmähliche Temperaturerhöhung von 70 auf etwa 3000C durchgeführt wird.
Für das Verfahren zur Herstellung der Katalysatoren wird an dieser Stelle kein Schutz begehrt.
Alle erfindungsgemäß verwendeten Katalysatoren wurden sowohl im Mikroskop als auch mittels Röntgenstrahlen einer eingehenden mineralogischen Analyse unterworfen, um etwaige morphologische Veränderungen im Vergleich zu den reinen Bestandteilen sowohl vor als auch nach den Versuchen festzustellen. Es konnte auf diese Weise festgestellt werden, daß sich in den Katalysatoren keine Alaune bilden, sondern daß die morphologischen Gattungen der beiden die Mischung bildenden Salze getrennt und verschieden bleiben.
Durchführung der Versuche
gemäß den Beispielen 1 bis 17
Die in den Beispielen 1 bis 17 (Tabelle) wiedergegebenen Versuche werden derart durchgeführt, daß ein die gewünschte Menge 1,2-Oxidoalkan enthaltender Stickstoffstrom in einen rohrförmigen Quarzreaktor von etwa 100 cm Länge und 20 mm Innendurchmesser geleitet wird, wobei in der Mittelzone des Reaktors 150 cm3 Katalysator angeordnet sind. Die Zone vor dem Katalysator wird mit Quarzkörnern gefüllt und hat die Aufgabe, das eintretende Gasgemisch vorzuwärmen. Der Reaktor wird in einen rohrförmigen elektrischen Ofen mit Temperaturregelung eingeführt. Die Temperaturmessung in der Katalysatorzone erfolgt durch Verschiebung eines zum Reaktor koaxial und zentrisch angeordneten Thermoelements.
Der Anteil an 1,2-Oxidoalkan im Gemisch (in den Beispielen stets in Volumprozenten angegeben) wird eingeregelt, indem die Temperatur des flüssigen 1,2-Oxidoalkans in einem Gurgelgefäß, durch welches der Stickstoffstrom durchgeleitet wird, festgelegt wird. Es wurden auch Versuche ohne gasförmige Verdünnungsmittel durchgeführt, doch wurde die Verwendung von Mischungen mit niedrigem 1,2-Oxidoalkangehalt vorgezogen, um die exotherme Umsetzung besser kontrollieren zu können.
Aus den austretenden Gasen, die durch Wasser geleitet werden, werden die Reaktionsprodukte extrahiert und der Stickstoff in den Kreislauf zurückgeführt. Die Bestimmung der Produkte wird durch chemische und chromatographische Analyse der destillierten Fraktionen durchgeführt, während das eingeleitete 1,2-Oxidoalkan durch Wägung bestimmt wird.
In der einige der zahlreichen durchgeführten Versuchsbeispiele zusammenfassenden Tabelle wird wie üblich unter Kontaktzeit das Verhältnis zwischen Katalysatorvolumen und Volumen der Gase bzw. Dämpfe verstanden, die je Sekunde über den Katalysator streichen und die als ideale Gase unter den tatsächlichen Versuchsverhältnissen berechnet werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1,2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen bei Temperaturen zwischen 150 und 450° C, dadurch gekennzeichnet, daß die 1,2-Oxidoalkane mit oder ohne inertes Verdünnungsmittel, über einen Katalysator geleitet werden, der aus einer physikalischen Mischung aus Lithium-, Natriumoder Kaliumsulfat einerseits und Aluminium(IH)- oder Chrom(III)-sulfat andererseits, gegebenenfalls
auf einem Träger besteht, und daß das Verfahren bei Kontaktzeiten von 0,7 bis 1,6 Sekunden durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isomerisierung mit einem Katalysator durchgeführt wird, der aus einer physikalischen Mischung aus Kaliumsulfat und Aluminiumsulfat besteht.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Lithium-, Natrium- oder Kaliumsulfat in der den Katalysator bildenden physikalischen Mischung bis zu 98 Gewichtsprozent beträgt, während der restliche Teil
IO
der Mischung aus Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat besteht.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, das daß Verfahren einem Katalysator durchgeführt wird, der Träger Kieselgur enthält.
mit als
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 528 822; deutsche Auslegeschrift Nr. 1 035 635; USA.-Patentschriften Nr. 2 159 507, 2 601 538; Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie, 7/1, 1954, S. 238.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 767/386 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
DES77339A 1960-12-30 1961-12-28 Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen Pending DE1184746B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT1184746X 1960-12-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1184746B true DE1184746B (de) 1965-01-07

Family

ID=11432804

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES77339A Pending DE1184746B (de) 1960-12-30 1961-12-28 Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1184746B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE528822C (de) * 1929-02-06 1931-07-09 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Aldehyden
US2159507A (en) * 1936-01-22 1939-05-23 Carbide & Carbon Chem Corp Isomerization of alkylene oxides
US2601538A (en) * 1948-07-02 1952-06-24 Wyandotte Chemicals Corp Catalytic isomerization of propylene oxide to propionaldehyde, catalyst therefor, and synthesis of catalyst
DE1035635B (de) * 1956-01-05 1958-08-07 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Isomerisierung vonª‡-Olefinoxyden

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE528822C (de) * 1929-02-06 1931-07-09 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von Aldehyden
US2159507A (en) * 1936-01-22 1939-05-23 Carbide & Carbon Chem Corp Isomerization of alkylene oxides
US2601538A (en) * 1948-07-02 1952-06-24 Wyandotte Chemicals Corp Catalytic isomerization of propylene oxide to propionaldehyde, catalyst therefor, and synthesis of catalyst
DE1035635B (de) * 1956-01-05 1958-08-07 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Isomerisierung vonª‡-Olefinoxyden

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2451127C2 (de) Verfahren zur Herstellung von molybdänsulfidhaltigen Trägerkatalysatoren für die Oligomerisierung von ungesättigten Kohlenwasserstoffen
DE2536488B1 (de) Verfahren zur herstellung ungesaettigter kohlenwasserstoffe
DE1155424B (de) Verfahren zur Erhoehung der Aktivitaet frischer, durch Extrudieren hergestellter Traegerkatalysatoren
DE1184746B (de) Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen
EP0015318B1 (de) Verfahren zur Herstellung von reinen alpha,omega-C6-bis C20-Alkenolen
DE2938698A1 (de) Verfahren zur herstellung von cis-2,6-dimethylmorpholin
DE1793455B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Isopren
DE651610C (de) Verfahren zur Herstellung von AEthylchlorid
EP0046897A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridin
DE534475C (de) Verfahren zur Entfernung des Acetylens aus acetylenhaltigen Gasgemischen
DE2551586C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,5-Dimethylcycloocten
DE898589C (de) Verfahren zur Herstellung von Butyraldehyd
DE2417658A1 (de) Verfahren zur herstellung von butendioldiacetaten
DE817599C (de) Verfahren zur Hydrierung von Butadien
DE890797C (de) Verfahren zur Herstellung heterocyclische^ ein einziges Stickstoffatom 'im Ring enthaltender Sechsringvenbindungen
DE574137C (de) Verfahren zur Darstellung von Piperidin und seinen Abkoemmlingen
DE1518418C2 (de) Verfahren zur reduktiven Alkylierung einer organischen Verbindung mit einer Amino- oder Nitrogruppe als Substituenten
DE848360C (de) Verfahren zur selektiven katalytischen Hydrierung von Alkadienen zu Alkenen in Kohlenwasserstoffgemischen
DE577630C (de) Verfahren zur Darstellung von Diolefinen
DE827800C (de) Verfahren zur Herstellung von gesaettigten Terpenaldehyden und Terpenalkoholen
DD240006A1 (de) Verbessertes verfahren zur herstellung von alkoholen
DE868152C (de) Verfahren zur Herstellung von Diolefinen
DE894558C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureamiden
DE2225449C3 (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Methacrylnitril und Butadien
DE1185169B (de) Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geradkettigen oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen