DE1184746B - Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen - Google Patents
Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden CarbonylverbindungenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KI.: C 07 c
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 12 ο-7/03
1184746
S77339IVb/12o
28. Dezember 1961
7. Januar 1965
S77339IVb/12o
28. Dezember 1961
7. Januar 1965
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur katalytischen
Isomerisierungvon geraden oder verzweigten 1,2-Oxidoalkanen
zu den entsprechenden Carbonylverbindungen bei Temperaturen zwischen 150 und 45O0C. Dieses
Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die 1,2-Oxidoalkane mit oder ohne inertes Verdünnungsmittel
über einen Katalysator geleitet werden, der aus einer physikalischen Mischung aus Lithium-, Natriumoder
Kaliumsulfat einerseits und Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat andererseits gegebenenfalls auf
einem Träger besteht, und daß das Verfahren bei Kontaktzeiten von 0,7 bis 1,6 Sekunden durchgeführt
wird. Vorzugsweise besteht der Katalysator aus einer physikalischen Mischung aus Kaliumsulfat und Aluminiumsulfat;
der Anteil an Lithium-, Natrium- oder Kaliumsulfat in der den Katalysator bildenden
physikalischen Mischung beträgt bevorzugt bis zu 98 Gewichtsprozent, während der restliche Teil der
Mischung aus Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat besteht. Nach einem bevorzugten Durchführungsverfahren
befindet sich die Katalysatormischung auf Kieselgur als Träger.
Es ist bekannt, daß die 1,2-Oxidoalkane bei Temperaturen
zwischen 150 und 4500C in Anwesenheit geeigneter
Katalysatoren isomerisieren. Bei dieser Umsetzung erhält man beispielsweise aus Äthylenoxyd als
einziges Produkt Acetaldehyd, während Propylenoxyd die drei isomeren Produkte Propionaldehyd, Aceton
und Allylalkohol ergibt. Auch aus den 1,2-Oxyden der
höheren Olefine sind mehrere Isomere erhältlich. Außerdem ist neben diesen Stoffen stets die Bildung
von Glykolen und von Polymerisations- und Kondensationsprodukten des reagierenden Oxidoalkans oder
der gebildeten Stoffe möglieh und manchmal sogar vorwiegend.
Es bestand daher das Bedürfnis für selektive Isomerisierungskatalysatoren.
Für die Herstellung von Aldehyden aus den a-Olefinoxyden
sind zahlreiche Verfahren bekannt. Dabei werden als Katalysatoren Substanzen wie Aluminiumoxyd,
Silikagel, Kieselgur, Aluminiumborat, Alaune, Lithiumphosphat, Magnesiumpyrophosphat, Oxyde
der Übergangsmetalle, ferner Zinkchlorid, Bleichlorid, Cadmiumchlorid und andere empfohlen. Die Katalysatoren
werden entweder als solche oder auf Trägern wie Bimsstein, Graphit, Kieselsäuregel verwendet.
Nach der USA.-Patentschrift 2 601 538 wird als Katalysator ein Komplex aus Chromoxyd und Wolframoxyd
verwendet.
Die in der USA.-Patentschrift 2 159 507 beschriebenen Katalysatoren, welche die gesamte Klasse der
Alaune betreffen, sowohl was die katalytisch^ Wirkverfahren
zur katalytischen Isomerisierung von
geraden oder verzweigten 1,2-Oxidoalkanen zu
den entsprechenden Carbonylverbindungen
geraden oder verzweigten 1,2-Oxidoalkanen zu
den entsprechenden Carbonylverbindungen
Anmelder:
S'icedison S. p. A., Mailand (Italien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dr.-Ing. R. Poschenrieder,
Patentanwalt, München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
Patentanwalt, München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
Als Erfinder benannt:
Jean Herzenberg,
Paolo Ciattoni, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 30. Dezember 1960 (22 471)
samkeit als auch was das Selektionsvermögen hinsichtlich der vorliegenden Umsetzung anbelangt, ein
gutes katalytisches Verhalten aufweisen.
Überraschenderweise wurde nun gefunden und durch zahlreiche Versuche bestätigt, daß wohl alle Alaune
diese ausgeprägten katalytischen Eigenschaften besitzen, daß aber rein physikalische Mischungen äquimolekularer
Mengen aus Lithium-, Natrium- oder Kaliumsulfat, die allein fast keine katalytische Wirksamkeit
aufweisen und Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat trotz Beibehaltung des anfänglichen
Gemischzustandes während des Versuches und ohne daß irgendeine chemische Umsetzung zwischen den
Gemischbestandteilen noch irgendeine kristallografische Veränderung eintritt, bei den angegebenen
Kontaktzeiten ein weitaus besseres katalytisches Verhalten besitzen als die Doppelsalze.
Die erfindungsgemäß angewendeten Katalysatormischungen bringen außerdem im Vergleich zu den
Alaunen die folgenden Vorteile mit sich: geringere Kontaktzeiten oder geringere Konzentration des aktiven
Anteils des Katalysators sowie die Möglichkeit
409 767/386
der Veränderung des Verhältnisses der Komponente der Katalysatormischung nach der jeweiligen Zweckmäßigkeit.
Die günstigsten Ergebnisse erhält man mit niedrigen Anteilen (von 2 bis 10 Gewichtsprozent) Me2(SO4)3,
worin Me Aluminium oder Chrom bedeutet, und mit hohen Anteilen (von 90 bis 98 Gewichtsprozent) an
Lithium-, Natrium oder Kaliumsulfat.
Die geringeren Kontaktzeiten, die mit den erfindungsgemäßen Katalysatoren im Vergleich mit den
Katalysatoren der USA.-Patentschriften 2159 507 und 2 601 538 erhalten werden, ergeben sich aus den
folgenden Berechnungen.
Es sei zunächst das Rechenschema für die Umwandlung der räumlichen Geschwindigkeit, wie in den
USA.-Patentschriften 2 601 538 und 2 159 507 angeführt, d. h. Gramm von Propylenoxyd je Stunde mal
Liter des Katalysators in Kontakt- (oder Verweil-)Zeit, wie in der Erfindung definiert, d. h. Katalysatorvolumen
je Volumen der Gase, die je Sekunde bei Versuchsbedingungen (Temperatur und Druck) durchgehen, dargelegt.
Es bedeutet:
Q = stündliche Durchflußmenge des zugeführten
Alkylenoxyds (g/h/l Katalysator),
PM = Molekulargewicht des zugeführten Alkylenoxyds,
PM = Molekulargewicht des zugeführten Alkylenoxyds,
t = Versuchstemperatur in 0C,
. Vs = räumliche Geschwindigkeit = Liter Gas, die in einer Sekunde durch 11 katalytischer Ladung hindurchgehen (Sekunde^1),
. Vs = räumliche Geschwindigkeit = Liter Gas, die in einer Sekunde durch 11 katalytischer Ladung hindurchgehen (Sekunde^1),
Tc = Kontaktzeit = —- (Sekunde).
Kennt man Q, PM, t, dann ergibt sich:
Kennt man Q, PM, t, dann ergibt sich:
Tc = 7,15 Sekunden.
30
35
1
-Tc
Vs - 1C-
Die Umrechnung für die Beispiele I und II der USA.-Patentschrift 2 159 507 ergibt folgende Ergebnisse:
Tc = 40 Sekunden.
Für die Beispiele 3 und 4 ergaben sich unter Anwendung des gleichen Rechenschemas 5,06 Sekunden
(verwendeter Katalysator NH4A1(SO4)2 im Beispiel
3) bzw. 5,16 Sekunden (verwendeter Katalysator KCr(SO4)2 im Beispiel 4). Die Ergebnisse dieser beiden
Beispiele sind einander ähnlich, da auch die Versuchsbedingungen sehr ähnlich sind. Für das Propylenoxyd
wurde in den Beispielen 3 und 4
0°
Cl40= 0,859
Cl40= 0,859
verwendet, so daß eine räumliche Geschwindigkeit (Ki)
gleich 894 g/h/l Katalysator erhalten wurde.
Aus den angeführten Berechnungen und den sich daraus ergebenden Kontaktzeiten ist völlig eindeutig
ersichtlich, daß jene nach den USA.-Patentschriften viel länger sind als die beim erfindungsgemäßen Verfahren
benötigten Verweilzeiten. In den erfindungsgemäßen Beispielen ergeben sich in der Tat für Äthylenoxyd
Kontaktzeiten "zwischen 1,4 und 1,6 Sekunden, während für Propylenoxyd die Kontaktzeit sogar auf
0,7 Sekunden herabgesetzt wurde.
Für die praktische industrielle Ausführung des Verfahrens
sind diese Ergebnisse von größter Bedeutung, da man bekanntlich mit sehr kurzen Kontaktzeiten
eine starke Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Anlage und somit einen fühlbaren wirtschaftlichen Vorteil
erzielt. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Katalysatoren besteht darin, daß sie bei derart kurzen
Kontaktzeiten die Verwendung eines Gases mit äußerst geringer 1,2-Oxidoalkankonzentration gestatten,
wie beispielsweise jenes Gases, welches aus Anlagen zur katalytischen Oxydation des Äthylens zu
Äthylenoxyd austritt.
Zur näheren Darlegung der Erfindung werden nachfolgend einige Beispiele beschrieben.
In der Zeichnung sind graphisch die mit Katalysatoren aus den erfindungsgemäß angewendeten
physikalischen Mischungen erzielten Ausbeuten an Aldehyden dargestellt, wie sie bei Verwendung von
Äthylenoxyd, verdünnt mit Stickstoff, als Ausgangsmaterial erzielt werden.
In der folgenden Tabelle sind einige der zahlreichen Versuchsergebnisse bei Verwendung von Katalysatoren,
bestehend aus den physikalischen Mischungen, wiedergegeben.
Versuchsbeispiele mit physikalischen Mischungen
Katalysator
Bestandteile
chung 1,2-Oxi- doalkan |
Kontakt zeit Sekunden |
Tempe ratur 0C |
Umwand lung |
2,8 { | 1,6 1,4 |
301 350 |
96,5 98 |
2,8 { | 1,6 1,4 |
300 351 |
100 100 |
2,8 { | 1,6 1,5 |
299 350 |
ο ο ο ο T-H T-H |
I | 1,6 1,4 |
300 352 |
100 100 |
Ausbeute an Aldehyd in %,
bezogen auf die eingeleitete
Mischung
Al2(SO4)S
K2SO4
K2SO4
Al2(SO4)S
K2SO4
K2SO4
A12(SO4)3
K2SO4
K2SO4
K2SO4
2,5 7o
97,5%
97,5%
95%
10%
90%
90%
30%
70 »/ο
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
Äthylenoxyd N2
89,6
88,1
88,1
92,0
93,7
93,7
93,5
93,0
93,0
91,0
88,6
88,6
Versuchsbeispiele mit physikalischen Mischungen
Katalysator | Eingeleitete Mischung | ι, z-uxi- doalkan |
Kontakt | Tempe | Umwand | Ausbeute an Aldehyd in %, | |
Nr. | Al2(SOJ3 667ο K2SO4 34 o/0 |
Bestandteile | 2,8 { | zeit Sekunden |
ratur 0C |
lung | bezogen auf die eingeleitete Mischung |
9 10 |
ΔΙ (SlCi \ R^ O/ .r\i2V_>JV_/^Jjj OJ Jq K2SO4 177ο |
I Äthylenoxyd N2 | 2,8 J | 1,5 1,4 |
301 349 |
100 100 |
88,2 .. 85,6 |
11 12 |
Al2(SOJ3 1007ο | I Äthylenoxyd N2 | 2,8 { | 1,6 1,4 |
299 350 |
100 100 |
88,0 81,8 |
13 14 |
Al2(SOJ3 487ο K2SO4 257ο |
I Äthylenoxyd N2 | 4,6 { | 1,5 1,4 |
299 348 |
100 100 |
86,0 77,2 |
15 16 |
Kieselgur 27 70 | L Propylenoxyd N2 | 0,7 0,7 |
250 270 |
100 100 |
84,0 90,0 |
|
Cr2(SOJ3 677ο K2SO4 33 7ο |
J | 0 δ | |||||
17 | I Athylenoxyd N2 | 1,6 | 250 | 98 | 88,5 | ||
Herstellung der Katalysatoren
Die in den Versuchsbeispielen 1 bis 16 (Tabelle) verwendeten Katalysatoren werden, ausgehend von
den handelsüblichen Salzen
K2SO4 und Al2(SOJ3 · 18H2O,
zubereitet.
zubereitet.
Dem Kaliumsulfat wird durch Erwärmen jegliche Feuchtigkeit entzogen.
Dem Aluminiumsulfat wird hingegen das Wasser mit großer Vorsicht entzogen, damit es nicht in seinem
Kristallisationswasser schmilzt. Der Wasserentzug aus dem A12(SO4)3 · 18H2O wird durch allmähliche, langsame
Temperaturerhöhung von 70 auf 4500C durchgeführt.
Das so erhaltene, feingemahlene Produkt wird noch einige Stunden lang auf der Temperatur von
4500C gehalten.
Die beiden bis auf geringe Spuren von Wasser entwässerten Salze werden im gewünschten Verhältnis
miteinander gemischt, wobei gegebenenfalls Kieselgur zugesetzt wird, und das erhaltene Pulver wird dann mit
Toluol angefeuchtet und zu Tabletten verarbeitet. Die so erhaltenen Katalysatortabletten sind, nachdem sie
noch einige Stunden auf 35O0C erwärmt wurden, gebrauchsfertig.
Der Katalysator des Beispiels 17 (Tabelle) wird auf ähnliche Weise hergestellt, wobei die Entwässerung
der Cr2(SO4)3 · «H2O durch vorsichtige allmähliche
Temperaturerhöhung von 70 auf etwa 3000C durchgeführt
wird.
Für das Verfahren zur Herstellung der Katalysatoren wird an dieser Stelle kein Schutz begehrt.
Alle erfindungsgemäß verwendeten Katalysatoren wurden sowohl im Mikroskop als auch mittels Röntgenstrahlen
einer eingehenden mineralogischen Analyse unterworfen, um etwaige morphologische Veränderungen
im Vergleich zu den reinen Bestandteilen sowohl vor als auch nach den Versuchen festzustellen.
Es konnte auf diese Weise festgestellt werden, daß sich in den Katalysatoren keine Alaune bilden, sondern
daß die morphologischen Gattungen der beiden die Mischung bildenden Salze getrennt und verschieden
bleiben.
Durchführung der Versuche
gemäß den Beispielen 1 bis 17
gemäß den Beispielen 1 bis 17
Die in den Beispielen 1 bis 17 (Tabelle) wiedergegebenen Versuche werden derart durchgeführt, daß
ein die gewünschte Menge 1,2-Oxidoalkan enthaltender
Stickstoffstrom in einen rohrförmigen Quarzreaktor von etwa 100 cm Länge und 20 mm Innendurchmesser
geleitet wird, wobei in der Mittelzone des Reaktors 150 cm3 Katalysator angeordnet sind. Die Zone vor
dem Katalysator wird mit Quarzkörnern gefüllt und hat die Aufgabe, das eintretende Gasgemisch vorzuwärmen.
Der Reaktor wird in einen rohrförmigen elektrischen Ofen mit Temperaturregelung eingeführt.
Die Temperaturmessung in der Katalysatorzone erfolgt durch Verschiebung eines zum Reaktor koaxial
und zentrisch angeordneten Thermoelements.
Der Anteil an 1,2-Oxidoalkan im Gemisch (in den Beispielen stets in Volumprozenten angegeben) wird
eingeregelt, indem die Temperatur des flüssigen 1,2-Oxidoalkans in einem Gurgelgefäß, durch welches
der Stickstoffstrom durchgeleitet wird, festgelegt wird. Es wurden auch Versuche ohne gasförmige Verdünnungsmittel
durchgeführt, doch wurde die Verwendung von Mischungen mit niedrigem 1,2-Oxidoalkangehalt
vorgezogen, um die exotherme Umsetzung besser kontrollieren zu können.
Aus den austretenden Gasen, die durch Wasser geleitet werden, werden die Reaktionsprodukte extrahiert
und der Stickstoff in den Kreislauf zurückgeführt. Die Bestimmung der Produkte wird durch chemische
und chromatographische Analyse der destillierten Fraktionen durchgeführt, während das eingeleitete
1,2-Oxidoalkan durch Wägung bestimmt wird.
In der einige der zahlreichen durchgeführten Versuchsbeispiele zusammenfassenden Tabelle wird wie
üblich unter Kontaktzeit das Verhältnis zwischen Katalysatorvolumen und Volumen der Gase bzw.
Dämpfe verstanden, die je Sekunde über den Katalysator streichen und die als ideale Gase unter den
tatsächlichen Versuchsverhältnissen berechnet werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1,2-Oxidoalkanen
zu den entsprechenden Carbonylverbindungen bei Temperaturen zwischen 150 und 450° C, dadurch
gekennzeichnet, daß die 1,2-Oxidoalkane
mit oder ohne inertes Verdünnungsmittel, über einen Katalysator geleitet werden, der aus einer
physikalischen Mischung aus Lithium-, Natriumoder Kaliumsulfat einerseits und Aluminium(IH)-
oder Chrom(III)-sulfat andererseits, gegebenenfalls
auf einem Träger besteht, und daß das Verfahren bei Kontaktzeiten von 0,7 bis 1,6 Sekunden durchgeführt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isomerisierung mit einem Katalysator
durchgeführt wird, der aus einer physikalischen Mischung aus Kaliumsulfat und Aluminiumsulfat
besteht.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Lithium-,
Natrium- oder Kaliumsulfat in der den Katalysator bildenden physikalischen Mischung bis zu 98 Gewichtsprozent
beträgt, während der restliche Teil
IO
der Mischung aus Aluminium(III)- oder Chrom(III)-sulfat besteht.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, das daß Verfahren
einem Katalysator durchgeführt wird, der Träger Kieselgur enthält.
mit als
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 528 822;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 035 635; USA.-Patentschriften Nr. 2 159 507, 2 601 538;
Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie, 7/1, 1954, S. 238.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 767/386 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
IT1184746X | 1960-12-30 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1184746B true DE1184746B (de) | 1965-01-07 |
Family
ID=11432804
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DES77339A Pending DE1184746B (de) | 1960-12-30 | 1961-12-28 | Verfahren zur katalytischen Isomerisierung von geraden oder verzweigten 1, 2-Oxidoalkanen zu den entsprechenden Carbonylverbindungen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1184746B (de) |
Citations (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE528822C (de) * | 1929-02-06 | 1931-07-09 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von Aldehyden |
US2159507A (en) * | 1936-01-22 | 1939-05-23 | Carbide & Carbon Chem Corp | Isomerization of alkylene oxides |
US2601538A (en) * | 1948-07-02 | 1952-06-24 | Wyandotte Chemicals Corp | Catalytic isomerization of propylene oxide to propionaldehyde, catalyst therefor, and synthesis of catalyst |
DE1035635B (de) * | 1956-01-05 | 1958-08-07 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Aldehyden durch Isomerisierung vonª-Olefinoxyden |
-
1961
- 1961-12-28 DE DES77339A patent/DE1184746B/de active Pending
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