DE1173528B - Zaehlschaltung mit ? Stufen, von denen jede Stufe eine Entladungsroehre enthaelt - Google Patents
Zaehlschaltung mit ? Stufen, von denen jede Stufe eine Entladungsroehre enthaeltInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 03 k
Deutsche KL: 21 al - 36/22
Nummer: 1173 528
Aktenzeichen: St 9351 VIII a/21 al
Anmeldetag: 25. Januar 1955
Auslegetag: 9. Juli 1964
Die Erfindung bezieht sich auf eine Zählschaltung mit η Stufen, von denen jede Stufe eine Entladungsröhre
enthält, von welch letzteren eine Anzahl ρ für l<p<n-l mit Hilfe von Verriegelungsschaltungen
gleichzeitig leitend und eine Anzahl q=n—ρ nichtleitend gehalten wird, über welche Verriegelungsschaltungen
die Anoden der leitenden Röhren die Gitter der nichtleitenden Röhren und die Anoden
der nichtleitenden Röhren die Gitter der leitenden Röhren steuern.
Ausgangspunkt für die Erfindung ist eine Zählschaltung mit η Stufen mit je einer Entladungsröhre,
gekennzeichnet durch eine beliebige Kombination von ρ Röhren (p
> 1), die gleichzeitig leitend sind, während die übrigen (n—p) Röhren [(n—p)>l]
mit Hilfe von Verriegelungselementen zwischen den Anoden der genannten Kombination von ρ leitenden
Röhren einerseits und den Gittern der (n—p) nichtleitenden Röhren andererseits nichtleitend sind und
jedes Verriegelungselement mit einem Leiter versehen ist, mit dem einerseits gesonderte Gleichrichterzellen
enthaltende Verbindungen mit den Anoden der genannten ρ Röhren derart verbunden
sind, daß dieser Leiter die positivste der diesen Gleichrichterzellen zugeführten Spannungen annimmt,
und mit dem andererseits steuernde, gesonderte Gleichrichterzellen enthaltende Verbindungen
mit den Gittern der übrigen (n—p) Röhren verbunden sind, so daß diese aus allen in dieser Weise angeschlossenen
Verriegelungselementen die negativste Spannung annehmen, wodurch die Zählschaltung
höchstens
η
η—ρ
η—ρ
n\
pl(n—p)\
stabil verriegelte Zustände annimmt.
Auch die Zählschaltung gemäß der Erfindung ist mit einer Anzahl von Zählröhren und einer Anzahl
von Verriegelungselementen ausgerüstet, die aber im Gegensatz zu der älteren Schaltung nur in eben
solcher Anzahl wie Zählröhren vorhanden sind, wobei außerdem auch die Zahl der Stellungen der Zählschaltung
bis auf η reduziert ist. Dies hat sich als äußerst vorteilhaft erwiesen, zumal es sich gezeigt
hat, daß die Ersparnis von Verriegelungselementen noch schwerer ins Gewicht fällt als die Verringerung
der Anzahl der Stellungen.
Der Erfindungsgedanke besteht nun insgesamt darin, daß bei der einleitend angegebenen Gattung
von Zählschaltungen mit «Stufen ηVerriegelungs-
Zählschaltung mit η Stufen, von denen jede Stufe
eine Entladungsröhre enthält
Anmelder:
Staatsbedrijf der Posterijen,
Telegrafie en Telefonie, Den Haag
Vertreter:
Dr.-Ing. O. Stürner, Patentanwalt,
Pforzheim, Julius-Naeher-Str. 13
Als Erfinder benannt:
Hendrik Cornells Anthony van Duuren,
Wassenaar,
Antonie Snijders, Den Haag (Niederlande)
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 27. Januar 1954 (184 661)
schaltungen vorgesehen sind, welche je einerseits mit den Anoden der Röhren einer Gruppe von α aufeinanderfolgenden
Röhren aus der Gruppe der in einer bestimmten Schrittstellung leitenden Röhren und andererseits mit den Gittern einer Gruppe von b
aufeinanderfolgenden Röhren aus der Gruppe der in der gleichen Schrittstellung nichtleitenden Röhren
über einen Zwischenraum von (p—a) Röhren verbunden
sind und diese Verriegelungsschaltung eine galvanische Verbindung zwischen den betreffenden
Anoden und Gittern bildet, wobei die aus α bzw. b Röhren bestehenden Gruppen unter Beachtung der
Beziehung
a-b
P~Q
für in bestimmter Reihenfolge betrachtete Verriegelungsschaltungen
zyklisch gegeneinander versetzt sind.
Die erfindungsgemäße Schaltung darf nicht mit einer sogenannten Triggerschaltung verwechselt werden,
also nicht mit einer Schaltung, bei der je zwei Röhren ein Paar bilden, bei dem jede Röhre wechselweise
abhängig vom nichtleitenden bzw. leitenden
409 629/333
Zustand des Paares leitend oder nichtleitend ist. quelle verbunden ist. Ein dritter geerdeter Zweig
Eine solche Verriegelung wird bei der erfindungs- mit dem Widerstand R5 ist zur Stabilisierung vorgegemäßen
Schaltung gerade nicht verwendet. sehen. Der andere Pol der negativen Spannungs-
Der erfindungsgemäßen Röhren-Zählschaltung quelle (—) und der andere Pol der positiven Spankommt
auch wegen der zyklischen Reihenfolge, in 5 nungsquelle (+) sind zusammen geerdet. Die
der die Schaltung die η Stellungen durchläuft, große Spannungsteiler können so bemessen werden, daß
Bedeutung zu. Diese Eigenschaften treten in Erschei- der Gitterspannungssprung in Hinsicht auf das Erdnung
bei der Anwendung der erfindungsgemäßen potential nahezu symmetrisch ist. Zählschaltung für Frequenzteilung, Steuerung von In Abweichung von F i g. 1 sind in F i g. 2 statt
Stromtoren und Erzeugung von Wechselspannungen io der eigentlichen Anoden A1 und Ak die reduzierten
verschiedener Phase für Synchronisierungs- oder Anodenspannungen U1 und Uk herausgeführt. Auch in
Regelungszwecke. den folgenden Figuren bedeutet U stets eine redu-
Nach der Erfindung enthält die Zählschaltung zierte, A eine eigentliche Anode. Die Kathoden K
η Zählröhren in Kathodenbasisschaltung, wovon eine aller η Zählröhren und etwa auch die der Schaltbeliebige
Anzahl p>l leitend und die übrigen 15 röhre können dann geerdet werden.
q=(n—p)>l nichtleitend gehalten werden, und In den folgenden Figuren sind die Kathoden K0
zwar mittels nichtlinearer Widerstände, die /i-fach der Schaltröhre und K1 bis Kn der Zählröhren samtzwischen
den Anoden von je α aufeinanderfolgenden lieh zur Erhaltung einer negativen Gitterspannung
Zählröhren und den Gittern von b andern aufein- zusammen über einen Widerstand Rd und einen Entanderfolgenden
Zählröhren in zyklischer Aufein- 20 kopplungskondensator Cb mit der negativen Spananderfolge
vorgesehen sind, wobei nungsquelle verbunden.
Im Falle eines erdsymmetrischen Gitterspannungs- \a—b\ = \p — q. Sprunges können Rd und Cb = O genommen werden,
wobei sämtliche Kathoden geerdet werden.
Die Erfindung wird an Hand der Figuren erläutert. 25 Die stabilisierende Wirkung der Kombination geht
F i g. 1 und 2 zeigen Prinzipschaltungen der Zähl- zwar dann verloren, was aber in gewissen Anwen-
röhren; düngen, z. B. beim Durchlaufen von mehreren
F i g. 3 und 4 zeigen beispielsweise eine östufige Stellungszyklen, gerade von Wert sein kann,
bzw. eine 5stufige Zählschaltung; Des weiteren ist in F i g. 1 und 2 noch eine Neon-
F i g. 5 zeigt symbolisch das Schaltbild einei 30 Indikatorlampe L in Reihe mit einem Widerstand R2
«-stufigen Zählschaltung; angegeben. Wenn die Röhre B leitend ist, glüht die
F i g. 6 und 7 geben Beispiele einer 8stufigen Zähl- Lampe L.
schaltung nach dem allgemeinen Grundsatz von In F i g. 3 und 4 werden Beispiele einer östufigen
Fig. 5; bzw. einer 5stufigen Zählschaltung nach der Erfin-
F i g. 8, 9 und 10 geben Beispiele einer 9stufigen 35 dung angegeben.
Zählschaltung nach dem allgemeinen Grundsatz von Im allgemeinen sind von den η Zählröhren ρ lei-
Fig. 5; tend und q=(n—p) nichtleitend. Es gibt dann η Ver-
Fig. 11 gibt symbolisch das Schaltbild einer ver- riegelungselemente, welche je zwischen den Anoden
einfachten η-stufigen Zählschaltung nach der Erfin- von α aufeinanderfolgenden Zählröhren und den
dung, wobei η eine ungerade Zahl ist; 40 Steuergittern von b aufeinanderfolgenden hinsicht-
F i g. 12 zeigt beispielsweise eine 5stufige Zähl- lieh Rangnummer der besagten Gruppe von α Röhren
schaltung nach dem Schaltbild von Fig. 11. gerade oder nahezu diametral gegenüberliegenden
In F i g. 1 und 2 sind die Prinzipschaltungen von Zählröhren angebracht sind.
beliebigen, mit Buchstaben / und k bezeichneten Zahl- Man ist nun verhältnismäßig frei in der Wahl
röhren wiedergegeben. In den weiteren Figuren wer- 45 von α und b, wenn nur die Bedingung
den diese grundsätzlichen Röhrenschaltungen mit
Rechtecken dargestellt. \p—q\ = \a—b\
Rechtecken dargestellt. \p—q\ = \a—b\
Gemäß F i g. 1 werden die Röhren B1 und Bk, die
eine Doppeltriode bilden können, in Kathodenbasis- erfüllt ist. Man wird indessen aus wirtschaftlichen
schaltung über Anodenwiderstände R1 gespeist. Die 50 Erwägungen die kleinstmöglichen α und b anstreben.
Kathoden werden bei K, die Steuergitter bei G und Wenn n=6, kann man p=2, q=4 nehmen, α und b
die Anoden bei A angeschlossen. Bei Verwendung können dann auch = 2 bzw. = 4 gewählt werden,
von Sperrzellen in den Verriegelungselementen ist dies ist aber ziemlich unwirtschaftlich. Die Kombies
wichtig, den Spannungssprung an der Anode A nation a = 1, b = 3 ist auch möglich. Diese ist im
beim Übergang der Röhre von der leitenden in die 55 Beispiel von F i g. 3 angewendet. Ein Verriegelungsnichtleitende
Stellung oder umgekehrt auf ungefähr element besteht dann aus drei Sperrzellen Sn, S21
die Größe des diesem Anodenspannungssprung ent- und S31, mittels derer die Gitter G3, G4 und G8 entsprechenden
Gitterspannungssprung zu reduzieren; koppelt sind.
der Anodenspannungssprung soll aber mit Rück- Weil a = 1, braucht in den nach der Anode CZ1
sieht auf die erwünschte Stabilität ein wenig größer 60 führenden Zweig an sich keine Zelle aufgenommen
als der Gitterspannungssprung bleiben. Dies ist mit zu werden. Die doch aufgenommene Zelle S51 hat
Rücksicht auf die beschränkte Sperrspannung von eine andere Aufgabe als die der Verriegelung; sie
Gleichrichtzellen notwendig. dient zur Fortschaltung.
Die Art, in der die Anodenspannungen reduziert Hätte man aber a = 2, b = 4 gewählt, so würde
werden, ist in F i g. 2 angegeben. 65 man zwei Sperrzellen vorgesehen haben, die z. B.
Dabei werden Spannungsteiler verwendet, von mit den Anoden U1 und U2 verbunden und so ge-
denen ein erster Widerstand R3 mit der Anode und schaltet sein würden, daß der Zentralpunkt des be-
ein zweiter, R4, mit einer negativen Spannungs- trachteten Verriegelungselements der positiven Span-
nung folgte. Andererseits würde der Zentralpunkt dann über vier andere Sperrzellen mit den Gittern
G3, G4, G5 und G6 den Anoden U1 und U2 diametral
gegenüber verbunden sein, und zwar derart, daß die Gitter der negativen Spannung folgten. In der Stellung
der Zählschaltung, in der die Röhren 1 und 2 leitend sind, würde dann allein das betrachtete Verriegelungselement
am Zentralpunkt und damit auch die entsprechenden Gitter G3 bis G6 eine negative
Spannung bekommen. Die Schaltung würde also in der betrachteten Stellung verriegelt bleiben.
Im gegebenen Fall, wo a = 1 und b — 3, sind die
folgenden Stellungen möglich (x=leitend); ο=nichtleitend):
Stellung | 1 | 2 | Röhre | 4 | S | 6 |
X | X | 3 | O | O | O | |
1 | O | X | O | O | O | O |
2 | O | O | X | X | O | O |
3 | O | O | X | X | X | O |
4 | O | O | O | O | X | X |
5 | X | O | O | O | O | X |
6 | O | |||||
In der ersten Stellung bekommen das erste und das zweite Verriegelungselement am Zentralpunkt
eine negative Spannung, wodurch über die Sperrzellen 1S11, S21, S31, S12, S22, S32 die Gitter G3 bis G6
negativ gehalten werden.
Die Zählschaltung bleibt also stabil in derselben Stellung verriegelt. In allen andern möglichen Stellungen
besorgen in ähnlicher Weise andere Kombinationen von zwei aufeinanderfolgenden Verriegelungselementen
eine stabile Verriegelung.
Die Zentralpunkte sind alle über hochohmige Widerstände A61 + R615 mit der positiven Spannungsquelle verbunden, wenn sie der negativsten der an
die steuernden Sperrzellen gelegten Spannungen folgen, und mit der negativen Spannungsquelle im
andern Fall. Dies ist aus der deutschen Auslegeschrift 1024116 bekannt.
Eine andere Möglichkeit nach der Erfindung besteht in der Wahl von ρ = 3, q = 3 und dementsprechend
a = 1, b = 1. In diesem Fall besteht jedes Verriegelungselement aus einer zwischen G1 und
Uj+3 geschalteten Sperrzelle, in zyklischer Aufeinanderfolge,
wobei auf die letzte Rangnummer die erste wieder folgt. Weiterhin ist die Wahl von a=2,
b—2 möglich; die Gitter G1 und Gi+1 sind dann über
ein und dasselbe Verriegelungselement mit den Anoden Ui+3 und Uj+i verbunden. Zum Schluß kann
noch a = 3, 6 = 3 genommen werden, aber dies ist ziemlich unwirtschaftlich für eine Zählschaltung mit
sechs Lagen.
Die Fortschaltung kann in der in Fig. 3 angegebenen Weise erfolgen. Jeder Röhre entspricht ein
Fortschaltelement, das über eine Sperrzelle mit der »verzögerten Anode« dieser Röhre verbunden ist.
Unter »verzögerter Anode« ist hier der Leiter zu verstehen, der über ein verzögerndes Netzwerk (,RC-Netzwerk)
entweder direkt mit der Anode oder mit der reduzierten Anode verbunden ist. In F i g. 3 sind
diese i?C-Netzwerke die Kombinationen R1C1 bis
ReCe; die verzögerten Anoden sind also die Leiter
VU1 bis VU6.
Des weiteren ist ein Fortschaltleiter U0 vorgesehen,
welcher in der Regel positiv ist, und zwar dadurch, daß die Fortschaltröhre 0 nichtleitend ist. Ein der
Zählschaltung über den Eingang P zugeführter positiver Impuls macht über den Kondensator Ca die
Röhre 0 für kurze Zeit leitend; der Fortschaltleiter wird also negativ. Alle Fortschaltleiter bekommen
also über die Sperrzellen S01 bis S06 eine negative
Spannung. Nur die Zentralpunkte der Fortschaltelemente, die in der betrachteten Ausgangslage über
die Sperrzelle S6 schon eine negative Spannung zugeführt
bekamen, können nun negativ werden. Diese negative Spannung erscheint auch über Sperrzelle S4
am Zentralpunkt des dem betrachteten Fortschaltelement entsprechenden Verriegelungselements, so
daß von der über Sperrzelle S5 angelegten Spannung unabhängig die dem Verriegelungselement entsprechenden
Gitter zwangsmäßig negativ werden. Dadurch geht die Zählschaltung in die den bei der
Fortschaltung gesteuerten Verriegelungselementen entsprechende Stellung über. Dadurch können untei
der Steuerung von Impulsen am Eingang P der Schaltung alle Lagen zyklisch und periodisch durchlaufen
werden. Dabei gibt es noch mehrere Möglichkeiten hinsichtlich der Verbindung der Punkte W und X
von Verriegelungs- und Fortschaltelementen.
Je nach der Art des Verbindens können die verschiedenen Stellungen in der folgenden zyklischen
Reihenfolge durchlaufen werden:
Stellung | Röhre 12 3 4 5 6 |
Röhre 12 3 4 5 6 |
Röhre 12 3 4 5 6 |
35 1 2 3 4 5 40 6 |
XXOOOO
OXXOOO O O X X O O O O O X X O O O O O X X XOOOOX |
XXOOOO
O O X X O O O O O O X X XXOOOO O O X X O O O O O O X X |
XXOOOO
O O O X X O XXOOOO O O O X X O XXOOOO O O O X X O |
Nicht all diese Möglichkeiten haben großen praktischen Wert, z.B. ist ihr Wert geringer, wenn η
gerade ist. Drum empfiehlt sich eine weitere Vereinfachung der Fortschaltung, wie noch näher beschrieben
wird.
Umkehrbarkeit in den Verriegelungselementen hat hinsichtlich der Fortschaltung auch Umkehrbarkeit
in den Fortschaltelementen zur Folge. Wenn alle Sperrzellen umgekehrt werden, geht die Zählschaltung
in eine solche mit ρ ~ 4 und q = 1 über, wobei
jedoch a — 1 und b = 3 sind. Auch dann ist die Bedingung
\p-q\ = \a—b\
erfüllt. Die von a = 1 und b = 3 ist weiter der von
a = 3, b = 1 gleichwertig, was leicht zu ersehen ist.
F i g. 4 zeigt beispielsweise eine 5stufige Zählschaltung, welche übrigens der Schaltung von F i g. 3
ähnlich ist.
In dieser Schaltung ist ρ — 2, q — 3 gewählt worden.
Also kann a = 1, b = 2 oder a = 2, b = 3 sein. Mit Rücksicht auf Ersparung ist a = 1, b — 2
gewählt worden.
Auch hinsichtlich der Fortschaltung ist die Schaltung gemäß F i g. 4 derjenigen nach F i g. 3 analog.
Durch die Verbindung der Punkte X1 bis Z5 und PF1
bis W5 bedingt, können die fünf möglichen Stel-
lungen in den folgenden Reihenfolgen durchlaufen werden:
Stellung | 1 | Röhre 2 3 4 |
O | O | 5 | 1 | Röhre 2 3 4 |
O | O | 5 | 1 | Röhre 2 3 4 |
O | O | 5 |
1 | X | X | X | O | O | X | X | X | X | O | X | X | O | X | O |
2 | O | X | X | X | O | O | O | O | O | O | O | O | X | O | X |
3 | O | O | O | X | O | X | O | X | O | X | O | X | O | O | O |
4 | O | O | O | O | X | O | X | O | X | O | X | O | X | X | X |
5 | X | O | X | O | O | X | O | O | O |
Über Sperrzellen S31 und S41 wird also nur Gitter
G5 die Gelegenheit gegeben, positiv zu werden, dabei wird Gitter G6 über Sperrzelle G32 negativ gehalten,
so daß Röhre 6 leitend wird. Die neue Stellung hat sich also eingestellt. Die folgenden Stellungen können
so zyklisch durchlaufen werden:
Die zweite und die dritte Reihenfolge sind, wie ersichtlich, ähnlich.
Wie bereits erwähnt, kann die Fortschaltung erheblich vereinfacht werden; die Fortschaltelemente
werden dann mit ihren Zentralpunkten PF1 bis Wn,
die auch über die Widerstände R71 bis R75 mit
Minuspotential verbunden sind, direkt über eine entkoppelnde Sperrzelle mit einem Steuergitter verbunden.
Die einzige daraus erwachsende Beschränkung ist, daß zwei aufeinanderfolgende Stellungen
wenigstens eine leitende Röhre gemeinschaftlich haben müssen. Übrigens kann die Fortschaltung frei
gewählt werden, unter der Bedingung, daß sie zyklisch ist.
F i g. 5 gibt ein allgemeines Schaltbild für den Fall, daß eine ungerade Anzahl η Zählröhren vorgesehen
ist, wobei ' p—q ! = 1, somit auch | α—b | = 1.
Die Zentralpunkte der Verriegelungselemente fallen nun mit den Anoden U oder mit den Gittern G,
je nach Auffassung, zusammen. In F i g. 5 sind das
Stellung | 10 | 1 | 1 | 2 | 3 | 4 | Röhre | 6 | 7 | 8 | 9 |
2 | X | X | X | X | 5 | O | O | O | O | ||
3 | 0 | X | X | X | O | 0 | 0 | O | O | ||
15 4 | O | 0 | X | X | X | X | O | O | O | ||
5 | O | O | O | X | X | X | X | O | O | ||
6 | O | O | O | O | X | X | X | X | O | ||
7 | O | O | O | O | X | X | X | X | X | ||
8 | X | O | O | O | O | O | X | X | X | ||
20 9 | X | X | O | O | O | O | O | X | X | ||
X | X | X | O | O | O | O | O | X | |||
O | |||||||||||
wobei auf die neunte Stellung wieder die erste folgt. Indem die Punkte W1 bis W^ der Fortschaltelemente
as anders mit den aufeinanderfolgenden Gittern verbunden
werden, können die Stellungen in einer andern zyklischen Reihenfolge durchlaufen werden, wenn
nur die Forderung erfüllt wird, daß zwei aufeinanderfolgende Stellungen wenigstens eine leitende Röhre
gemeinschaftlich haben müssen.
Die Fortschaltung, die bei den Verbindungen in Fig. 8 auftritt, tritt im allgemeinen auf, wenn
Punkt W; über eine Entkoppelzelle mit Gitter
erste, das
-te und das n-te Verriegelungs- °7-/>+ι
verbunden wird usw.
element und die Verbindungen mit den zugehörigen steuernden Elektroden dargestellt. Steuernde und gesteuerte
Elektroden liegen hinsichtlich Rangnummer einander diametral gegenüber.
Jedes Verriegelungselement hat zwei Sperrzellen Indem Punkt W1 über Sperrzellen mit Punkt G;_pj.2, usw. verbunden wird, erfolgt eine Fortschaltung, wobei zwei aufeinanderfolgende Stellungen durch den Leitfähigkeitswechsel von zwei aufeinanderfolgenden Röhren gekennzeichnet sind.
Jedes Verriegelungselement hat zwei Sperrzellen Indem Punkt W1 über Sperrzellen mit Punkt G;_pj.2, usw. verbunden wird, erfolgt eine Fortschaltung, wobei zwei aufeinanderfolgende Stellungen durch den Leitfähigkeitswechsel von zwei aufeinanderfolgenden Röhren gekennzeichnet sind.
Im Beispiel von F i g. 8 durchläuft die Schaltung
S3 und S4. Jedes Fortschaltelement hat eine Sperr- die Stellungen dann wie folgt:
zelle nach dem Fortschaltleiter U0 hin, eine Sperrzelle
S2 nach dem verzögerten Ausgang VU hin und eine Sperrzelle S1 nach einem Gitter G hin.
Die Wirkung kann an Hand des in F i g. 8 gegebenen Beispiels leicht begriffen werden. F i g. 8
gibt das Schaltbild einer g-fachen Zählschaltung, wobei ; p — q I = 1, a — 1 und b = 2.
In der ersten Stellung (Röhren 1 bis 4 leitend) bekommen nur die ersten vier Verriegelungselemente
von den Ausgängen U1 bis Ut eine negative Spannung,
die über Sperrzellen S31, S41 bis S34, S44 die
Gitter G5 bis G9 negativ hält. Die übrigen Gitter sind
positiv, so daß die Zählschaltung stabil verriegelt bleibt.
Für jede der neun Stellungen, in denen vier aufeinanderfolgende Zählröhren leitend sind, tritt durch
den zyklischen Charakter der Schaltung eine analoge Verriegelung auf. Wenn nun, von der ersten Stellung
ausgehend, der Fortschaltleiter U0 infolge eines
Steuerimpulses am Eingang P des Schalters für eine kurze Zeit negativ wird, wird über Sperrzellen S21
bis S24 und S11 bis S14 der ersten vier Fortschaltleiter
auf die Gitter G7, G8, G9 und G1 eine negative
Spannung gebracht.
Das letzterwähnte Gitter war anfangs positiv und wird nun negativ, wodurch die Ausgänge U1 und U2
positiv werden.
Stellung | 1 | 2 | 3 | 4 | Röhre 5 |
6 | 7 | 8 | 9 |
1 | X | X | X | X | O | O | O | O | O |
2 | O | O | X | X | X | X | O | O | O |
3 | O | O | O | O | X | X | X | X | O |
50 4 | X | O | O | O | O | O | X | X | X |
5 | X | X | X | O | O | O | O | O | X |
6 | O | X | X | X | X | O | O | O | O |
7 | O | O | O | X | X | X | X | O | O |
8 | O | O | O | O | O | X | X | X | X |
55 9 | X | X | O | O | O | O | O | X | X |
Fig. 6 zeigt beispielsweise eine geradzahlstufige, und zwar 8stufige Zählschaltung nach dem allgemeinen
Schaltbild von F i g. 5. Dabei ist ρ — q = 4, so daß es für die Verriegelung die folgenden Möglichkeiten
gibt:
a = 3, b = 3
a = 2, 6 = 2 a=l, b = l
Die letzte Möglichkeit ist auch diejenige mit geringstem Aufwand. Diese ist in der Zählschaltung
von F i g. 6 angewendet worden. Kennzeichnend ist hierbei aber, daß dabei mehrere Zyklen von «Stellungen
möglich sind. Will man diese Möglichkeit benutzen, so durchlaufen die vier gebildeten Kippschaltungen
alle möglichen Stellungen (24), hierzu empfehlen sich normale binäre Zählschaltungen.
Die bei der Schaltung nach F i g. 6 beschriebene Erscheinung, daß mehrere Zyklen durchaufen werden
können, gilt im allgemeinen Fall einer n-stufigen Schaltung, wenn η genügend groß gewählt wird. Das
Beispiel von Fig. 8, eine 9stufige Zählschaltung, diene zur Erläuterung. Dabei ist \p—q\ = l und
a = 1, b = 2.
Die Verbindung der W-Punkte ist so gewählt worden, daß bei Fortschaltung die neun Stellungen wie
folgt durchlaufen werden:
Stellung | 1 | 2 | 3 | 4 | Röhre | 6 | 7 | 8 | 9 |
X | X | X | X | 5 | O | O | O | O A | |
1 | O | X | X | X | O | O | O | O | O |
2 | O | O | X | X | X | X | O | O | O |
3 | O | O | O | X | X | X | X | O | O |
4 | O | O | O | O | X | X | X | X | O |
5 | O | 0 | O | O | X | X | X | X | X |
6 | X | O | O | O | O | O | X | X | X |
7 | X | X | O | O | O | O | O | X | X |
8 | X | X | X | O | O | O | O | O | X |
9 | O | ||||||||
Der folgende Zyklus ist ebenfalls möglich, weil auch hierbei sowohl statische Verriegelung wie Fortschaltung
den Anforderungen genügen:
Stellung | 1 | 2 | 3 | 4 | Röhre | 6 | 7 | 8 | 9 |
X | O | O | X | 5 | O | X | O | O | |
1 | O | X | O | O | O | O | O | X | O |
2 | O | O | X | O | X | X | O | O | X |
3 | X | O | O | X | O | O | X | O | O |
4 | O | X | O | O | O | O | O | X | O |
5 | O | O | X | O | X | X | O | O | X |
6 | X | O | O | X | O | O | X | O | O |
7 | O | X | O | O | O | O | O | X | O |
8 | O | O | X | O | X | X | O | O | X |
9 | O | ||||||||
Da 9 ein Vielfaches von 3 ist, zeigt es sich, daß diese Zyklen nur drei unterscheidende Stellungen enthalten.
Diese Erscheinung tritt stets auf, wenn η ein Vielfaches
einer Primzahl ist; ein Zyklus oder mehrere von den zusätzlichen Zyklen haben dann eine Anzahl
von Stellungen, die nur einem Primfaktor von η gleich ist. Ist dagegen η selbst eine Primzahl, so entspricht
dieser auch die Anzahl der möglichen Stellungen.
Dies gilt sowohl für eine gerade wie für eine ungerade Zahlrt, nur bei Primzahlen haben auch die
zusätzlichen Zyklen sämtlich η verschiedene Stellungen.
Wenn n= 11, gibt es also drei verschiedene Zyklen von je elf Stellungen, von denen hierunter
stets eine Stellung gegeben ist:
Zyklus | 1 | 2 | 3 | 4 | Röhre | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 1 | |
Zyklus | X | X | X | X | 5 | O | O | O | O | O | O | -1 | |
1. | Zyklus | X | X | O | X | X | O | O | X | X | O | O | -1 |
2. | X | O | O | O | X | O | X | X | X | X | O | ||
3. | X | ||||||||||||
Durch zyklische Vertauschung bekommt man aus ίο jeder der gegebenen Lagen die übrigen zehn zu dem
Zyklus gehörigen Stellungen.
Durch Verwendung von zusätzlichen Fortschaltelementen und einem verzweigten Fortschaltleiter mit
Mitteln, um einen Zweig davon vorübergehend unwirksam zu machen, kann man auch hier wieder alle
dreiundreißig Stellungen erhalten.
Die gegebenen Mittel sind also nicht auf eine bestimmte Weise in ihrer Anwendung beschränkt, ausgenommen
den Fall, in dem keine zusätzlichen ao Zyklen vorkommen.
Bei einem ungeraden η für die zusätzlichen Zyklen wird die Differenz | ρ — q j um 2 größer.
Bei der erläuterten 9stufigen Zählschaltung zeigt es sich dann auch, daß für die zusätzlichen Stellungen
ρ von 4 auf 3 abnimmt, während bei der listungen Zählschaltung ρ in den zusätzlichen Zyklen
von 5 auf 6 zunimmt.
Bei einem ungeraden η und einem geraden ρ zeigt
es sich also, daß ρ in den zusätzlichen Zyklen um 1 abnimmt, während bei einem ungeraden η und einem
ungeraden ρ die letztere Größe um 1 zunimmt. Bei einer nützlichen Verwendung der zusätzlichen Stellungen
muß man also keine automatische negative Gitterspannung anwenden, da diese die beschriebene
Änderung von ρ verhindert; es sei denn, daß η so groß ist, daß eine Zu- oder Abnahme von ρ um 1
wenig ausmacht.
Um die Erscheinung der zusätzlichen Stellungen zu verhindern, kann man bei einem nicht zu großen
und ungeraden η in erster Linie automatische negative Gitterspannung vorsehen.
Da aber erst bei η = 9 zusätzliche Stellungen auftreten,
ist die stabilisierende Wirkung davon schon fraglich. Besser ist es deshalb, die Verriegelung ein
wenig verwickelter auszuführen.
Es zeigt sich, daß im allgemeinen keine zusätzlichen Stellungen mehr auftreten können, wenn hinsichtlich
der Verriegelung die folgende Bedingung erfüllt ist:
3{a+b)>(jp+q).
Für die Sstufige Zählschaltung mit (p+q) = 8
bedeutet dies, daß (a+b) ^ 3, damit keine zusätzlichen
Stellungen auftreten. Die Mindestzahl von Sperrzellen, womit dies erzielt werden kann und zugleich
die Bedingung
a—b\ = \p-q\
erfüllt ist, beträgt a = 2, b = 2, d. h., je Verriegelungselement
sind dann vier Sperrzellen erforderlich. Wenn es möglich ist, α oder b = 1 zu nehmen, fällt
der Zentralpunkt eines Verriegelungselements mit einer Anode bzw. einem Gitter zusammen; die Sperrzelle
im Zweig zwischen Zentralpunkt und Anode oder Gitter kann dann weggelassen werden.
Es liegt also auf der Hand, für den Fall von η = 8,
p-q
wobei
wobei
= 2 zu nehmen. Dann sind a = 1 und b = 3,
also nur drei Sperrzellen je Verriegelungs-
409 629/333
element vorgesehen sind, wobei trotzdem die Bedingung
3 (a+b) >(p+q)
erfüllt ist.
erfüllt ist.
F i g. 7 gibt beispielsweise das Schaltbild dieser Zählschaltung wieder, wobei ρ = 3, q = 5, a = 1,
6 = 3. Die Punkte W der Fortschaltelemente sind derart verbunden, daß bei Fortschaltung die Stellungen
wie folgt durchlaufen werden:
Stellung | 1 | 2 | 3 | Röhre | 5 | 6 | 7 | 8 |
X | X | X | 4 | O | O | O | O | |
1 | O | X | X | O | O | O | O | O |
2 | O | O | X | X | X | O | O | O |
3 | O | O | O | X | X | X | O | O |
4 | O | O | O | X | X | X | X | O |
5 | O | O | O | O | O | X | X | X |
6 | X | O | O | O | O | O | X | X |
7 | X | X | O | O | O | O | O | X |
8 | O | |||||||
— obschon sie an sich zu wenig Sicherheit gegen Entgleisung bieten —, wenn dabei ein zusätzliches
Verriegelungselement so vorgesehen wird, daß die Schaltung beim Passieren einer gegebenen Stellung
in einem unerwünschten Zyklus in den erwünschten Zyklus zurückgebracht wird.
Bei Verwendung als Verteiler genügt es z. B., ein zusätzliches Verriegelungselement für eine bestimmte
Stellung aus jedem nicht erwünschten Zyklus anzu-
o bringen. Sollte der Verteiler beim Inbetriebsetzen
dann in einem unerwünschten Zyklus zu arbeiten anfangen, so wird er beim Passieren der besagten Stellung
von dem dieser Stellung entsprechenden Verriegelungselement in den erwünschten Zyklus gesetzt.
Zur Erläuterung diene das Beispiel von F i g. 10, welche eine 9stufige Zählschaltung darstellt, wobei
ρ = 4, q = 5, a = 1, b — 2. Die hierbei vorkommenden
zusätzlichen Stellungen sind:
Bei der 9stufigen Zählschaltung nach Fi g. 8 kann
man die zusätzlichen Stellungen ausschließen, wenn man \p—q\ — 1 behält und a = 2, b = 3 nimmt.
Es zeigt sich dann, daß
3 (a+b) = 15>9;
es können also keine zusätzlichen Stellungen mehr auftreten. Je Verriegelungselement sind dann aber
fünf Sperrzellen erforderlich.
Nimmt man dagegen Ip-<?J = 3, z.B. ρ = 3,
q = 6, so kann man a = 1, b = 4 wählen, also b—a — 3, wobei vier Sperrzellen je Verriegelungselement
erforderlich sind. Diese Möglichkeit hat also vom Standpunkt der Einsparung von Bestandteilen
den Vorzug vor der vorigen. Man erhält dann die Schaltung nach F i g. 9. Bei der gegebenen Verbindung
der Punkte W mit den Gittern G werden die neun möglichen Stellungen wie folgt durchlaufen.
30 | Stellung | 1 | 2 | 3 | 4 | Röhre 5 |
6 | 7 | 8 | 9 |
1 | O | X | O | O | X | O | O | X | O | |
2 | O | O | X | O | O | X | O | O | X | |
35 | 3 | X | O | O | X | O | O | X | O | O |
Stellung | 1 | 2 | 3 | 4 | Röhre | 6 | 7 | 8 | 9 |
X | X | X | O | 5 | O | O | O | O | |
1 | O | X | X | X | O | O | O | O | O |
2 | O | 0 | X | X | O | O | O | O | O |
3 | O | O | O | X | X | X | O | O | 0 |
4 | O | O | O | O | X | X | X | O | O |
5 | O | O | O | O | X | X | X | X | O |
6 | O | O | O | O | O | O | X | X | X |
7 | X | O | O | O | O | O | O | X | X |
8 | X | X | 0 | O | O | O | O | O | X |
9 | O | ||||||||
Es ist klar, daß die gebenen Bedingungen in ähnlicher Weise wie bei den beschriebenen Beispielen
ohne Beschränkung von η nach oben angewandt werden können.
Bei guten, ungestörten Speisespannungen und gut arbeitender Fortschaltung kann die Zählschaltung
nach der Erfindung mit mehreren Zyklen erfolgen, wobei
3 (a+b) < (p + q)
nicht aus dem erwünschten Zyklus in einen dei zusätzlichen Zyklen übergehen. Bei Störung oder
beim Inbetriebsetzen kann dies aber wohl erfolgen. Bei vielen Anwendungen werden darum die einfachsten
Verriegelungselemente hinreichend sein Hierfür ist ein zusätzliches Verriegelungselement
vorgesehen, das auf die erste zusätzliche Stellung anspricht. Es ist zu diesem Zweck derart über Sperrzellen
S6 bis S8 mit Ausgängen U2, U5 und U8 verbunden,
daß der Zentralpunkt dieses zusätzlichen Verriegelungselements nur dann negativ wird, wenn
die Zählschaltung die besagte erste zusätzliche Stellung annimmt.
Es ist klar, daß in der in diesem Beispiel beschriebenen Weise durch Verbinden von Sperrzellen mit
den Ausgängen der in der betreffenden Stellung leitenden Zählröhren für jede beliebige Stellung und für
jede beliebige Zahl η ein solches Verriegelungselement zusammengesetzt werden kann.
Andererseits ist der Zentralpunkt des zusätzlichen Verriegelungselementes dann über Entkopplungszellen mit jenen Gittern von Röhren verbunden,
welche in der erwünschten Stellung des erwünschten Zyklus negativ sein müssen.
Im Beispiel von Fig. 10 sind dies die GitterG5
bis G9. Hierbei sind für alle Gitter Entkopplungszellen S1 bis S5 vorgesehen.
In der Praxis brauchen meistens nur einige dieser Verbindungen vorgesehen zu werden, wobei das Zurücksetzen
in die erwünschte Stellung durch das bestehende und das zusätzliche Verriegelungselement
erfolgt. Im Beispiel von F i g. 9 können dadurch die Sperrzellen S2, S3 und S5 weggelassen werden, da
deren Aufgaben von den normalen Verriegelungselementen 2 und 5, namentlich von den Sperrzellen
S32, S42 und S35 übernommen werden.
Es ist klar, daß dieser Grundsatz in ähnlicher Weise wie beim Beispiel von F i g. 10 auf allle dafür
in Betracht kommenden Röhren-Zählschaltungen nach der Erfindung angewandt werden kann.
Bei Verwendung der Zählschaltung als Speicherschaltung, bei der also alle oder einige Zählrohren
einzeln eingestellt werden und keine Fortschaltung erfolgt, brauchen nur Verriegelungselemente vorgesehen
zu werden.
Es" ist klar, daß dabei die Speicherfähigkeit möglichst groß ist, wenn die Größen (a+b) und (a—b)
möglichst klein genommen werden (also auch [ ρ — q j
möglichst klein).
Die Zählschaltung nach der Erfindung kann noch erheblich weiter vereinfacht werden, sowohl hinsichtlich
Verriegelung wie Fortschaltung, wenn η ungerade ist.
Statt Sperrzellen können dann in den Verriegelungselementen gleich ohmsche Widerstände verwendet
werden. Es ist dann auch nicht erwünscht, reduzierte Ausgänge zu verwenden.
Fig. 11 zeigt den allgemeinen Fall dieser Variante. Die Verriegelungselemente bestehen alle aus
zwei gleichen Widerständen R6 und R7, wobei a = 1,
b = 2 oder umgekehrt. Diese Verriegelungswiderstände befinden sich direkt zwischen den Anoden
einiger Röhren und den Gittern anderer Röhren, welche in zyklischer Aufeinanderfolge hinsichtlich
Rangnummer den ersterwähnten Röhren diametral gegenüberliegen.
Zur Erzielung eines richtigen Spannungspegels sind die Gitter der Zählröhren alle über einzelne gleiche
Widerstände Rs mit der negativen Spannungsquelle
verbunden.
Die Fortschaltelemente sind hierbei zu Kondensatoren C1 bis Cn vereinfacht.
Diese sind in zyklischer Aufeinanderfolge zwischen
Anoden A und Gittern G von Zählröhren verbunden, deren Rangnummern um eine Zahl ρ differieren.
Dadurch wird erzielt, daß zwei aufeinanderfolgende Stellungen keine leitenden Röhren gemeinschaftlich
haben, eine Möglichkeit, welche auch bei der beispielsweise in F i g. 3 und 4 gezeigten Variante
auftritt.
Die Kondensatoren C1 bis Cn vereinigen in sich
die Funktion von Fortschaltelementen und mit den Anodenwiderständen der Zählröhren zusammen die
von Verzögerungsnetzwerken. Fortschaltung wird nur dadurch erzielt, daß bei allen Röhren die Gittervorspannung
gleichmäßig verändert wird, z. B. durch Ändern des Kathodenpotentials.
In der Schaltung gemäß Fig. 11 wird dasselbe dadurch
erzielt, daß der Fortschaltleiter A0 nun direkt die Anode der Fortschaltröhre O über gleiche Widerstände
R1 bis Rn mit den Steuergittern G1 bis Gn der
Zählröhren verbindet.
Fig. 12 zeigt beispielsweise eine 5stufige Zählschaltung von vereinfachtem Aufbau.
Bei Fortschaltung werden die fünf Stellungen wie folgt durchlaufen:
50
Stellung | 1 | 2 | Röhre 3 |
4 | 5 |
1 | X | X | O | O | O |
2 | O | O | X | X | O |
3 | X | O | O | O | X |
4 | O | X | X | O | O |
5 | O | O | O | X | X |
Claims (3)
1. Zählschaltung mit «Stufen, von denen jede Stufe eine Entladungsröhre enthält, von welch
letzteren eine Anzahl ρ für 1 <p <n—1 mit
Hilfe von Verriegelungsschaltungen gleichzeitig leitend und eine Anzahl q = n—p nichtleitend
gehalten wird, über welche Verriegelungsschaltungen die Anoden der leitenden Röhren die
Gitter der nichtleitenden Röhren und die Anoden der nichtleitenden Röhren die Gitter der leitenden
Röhren steuern, dadurch gekennzeichnet,
daß η Verriegelungsschaltungen vorgesehen sind, welche je einerseits mit den Anoden
der Röhren einer Gruppe von α aufeinanderfolgenden Röhren aus der Gruppe der in einer bestimmten
Schrittstellung leitenden Röhren und andererseits mit den Gittern einer Gruppe von b
aufeinanderfolgenden Röhren aus der Gruppe der in der gleichen Schrittstellung nichtleitenden Röhren
über einen Zwischenraum von (p—a) Röhren
verbunden sind und diese Verriegelungsschaltung eine galvanische Verbindung zwischen den betreffenden
Anoden und Gittern bildet, wobei die aus α bzw. b Röhren bestehenden Gruppen unter
Beachtung der Beziehung
\a—b\ = \p-q\
für in bestimmter Reihenfolge betrachtete Verriegelungsschaltungen
zyklisch gegeneinander versetzt sind (Fig. 3).
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung unerwünschter
Stellungen der leitenden bzw. gesperrten Gruppen der Bedingung
3(a + b)Xp±q)
genügt wird.
3. Schaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Verriegelungsschaltung für
jeden unerwünschten Lagenzyklus, die einerseits verbunden ist mit den Anoden der Röhren,
welche in der ersten Stellung einen unerwünschten Zyklus leiten, und andererseits mit den Gittern
der Röhren, welche in einer gewünschten Stellung des gewünschten Zyklus sperren sollen,
soweit diese Röhren nicht schon durch eine oder mehrere der übrigen Verriegelungsschaltungen
gesperrt gehalten werden (Fig. 10).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 840 775, 926 884;
USA.-Patentschrift Nr. 2 342753;
Rutishauser, Speirer und Stiefel, »Programmgesteuerte digitale Rechengeräte«, Verlag Birkhäuser, Basel, 1951, S. 65.
USA.-Patentschrift Nr. 2 342753;
Rutishauser, Speirer und Stiefel, »Programmgesteuerte digitale Rechengeräte«, Verlag Birkhäuser, Basel, 1951, S. 65.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1021193.
Deutsches Patent Nr. 1021193.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
409 629/333 6.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
NL184661 | 1954-01-27 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1173528B true DE1173528B (de) | 1964-07-09 |
Family
ID=46018149
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEST9351A Pending DE1173528B (de) | 1954-01-27 | 1955-01-25 | Zaehlschaltung mit ? Stufen, von denen jede Stufe eine Entladungsroehre enthaelt |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
US (1) | US2912578A (de) |
DE (1) | DE1173528B (de) |
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NL276416A (de) * | 1961-03-25 | |||
US3210569A (en) * | 1962-07-10 | 1965-10-05 | Teletype Corp | Transistorized distributor or counter having particular impedance connections between collectors and bases |
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US2342753A (en) * | 1941-09-27 | 1944-02-29 | Westinghouse Electric & Mfg Co | Counting system |
DE840775C (de) * | 1944-01-27 | 1952-06-05 | Ncr Co | Elektronischer Zaehler |
DE926884C (de) * | 1941-09-26 | 1955-04-25 | Ncr Co | Rechen- oder aehnliche Speicherwerke mit Elektronenvorrichtungen |
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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US2540442A (en) * | 1948-08-11 | 1951-02-06 | Rca Corp | Electronic counter |
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1955
- 1955-01-25 US US483989A patent/US2912578A/en not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
US2912578A (en) | 1959-11-10 |
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