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DE1138332B - Schiffskabeldurchfuehrung - Google Patents

Schiffskabeldurchfuehrung

Info

Publication number
DE1138332B
DE1138332B DEV17487A DEV0017487A DE1138332B DE 1138332 B DE1138332 B DE 1138332B DE V17487 A DEV17487 A DE V17487A DE V0017487 A DEV0017487 A DE V0017487A DE 1138332 B DE1138332 B DE 1138332B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
housing
cable
resistant
cables
plates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV17487A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelmus Verhoef
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Verolme United Shipyards N V
Original Assignee
Verolme United Shipyards N V
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Verolme United Shipyards N V filed Critical Verolme United Shipyards N V
Priority to DEV17487A priority Critical patent/DE1138332B/de
Publication of DE1138332B publication Critical patent/DE1138332B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L5/00Devices for use where pipes, cables or protective tubing pass through walls or partitions
    • F16L5/02Sealing
    • F16L5/08Sealing by means of axial screws compressing a ring or sleeve

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Installation Of Indoor Wiring (AREA)

Description

  • Schiffskabeldurchführung Die Erfindung bezieht sich auf eins wasser- und gasdichte Durchführung von elektrischen Kabeln oder ähnlichen stabförmigen Körpern durch eine Wand oder ein Schott, z. B. ein wasserdichtes Schott eines Schiffes.
  • Kabeldurchführungen mit topfförmigem Gehäuse, das mit einer Dichtungsmasse gefüllt ist, und die vor oder in einem Schott oder Schiffsdeck angebracht sind, sind bekannt. Die bekannten Durchführungen weisen jedoch mehrere Übelstände auf.
  • In vielen Fällen wird eine Füllmasse verwendet, die bei höheren Temperaturen mehr oder weniger flüssig wird, so daß ein Teil von ihr aus. dem Topf ausläuft und die Durchführung nachher nicht mehr wasser-und gasdicht ist. Bei anderen bekannten Einrichtungen werden Füllmassen verwendet, die zwar beständiger gegen Wärme sind, jedoch bei höheren Temperaturen gleichfalls, wenn auch in geringerem Maße, auslaufen oder austrocknen und schrumpfen, so daß Hohlräume oder Risse entstehen, und die die Durchführung durchlässig für Wasser und Gase machen. Denn selbst wenn, das Ausmaß des Schrumpfens oder die ausgelaufene Menge nur gering sind, so ist die Durchführung wenigstens dann undicht, wenn an der einen Seite des Schotts oder Decks ein höherer Druck auftritt, als an der anderen Seite. Im Falle eines Schadenfeuers an Bord sind die Verhältnisse noch ungünstiger, weil dann die Füllmasse besonders stark leidet und die Möglichkeit des Eindringenms von Wasser durch die Kabeldurchführung entsprechend größer wird.
  • Ziel der Erfindung ist, eins Kabeldurchführung zu schaffen, die auch bei sehr großen Druckunterschieden an den beiden Seiten eines mit ihr versehenen Schotts oder Decks nicht nur wasser- und gasdicht ist und bleibt, sondern die auch dann noch wasserdicht ist, wenn sie durch ein Schadenfeuer an Bord starker Erwärmung ausgesetzt war, und selbst dann noch, wenn die aus der Durchführung vorstehenden Kabelteile durch das Feuer schwer gelitten haben oder gar völlig geschmolzen sein sollten und wenn infolge der Hitze Teile der Füllmasse aus dem Durchführungsgehäuse ausgetreten sein sollten. Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer wasser- und gasdichten Kabeldurchführung, bei der die Anzahl und Stärke der durchzuführenden Kabel innerhalb gewisser Grenzen frei gewählt und auch noch nachträglich geändert werden kann, so, daß eine einzige Ausführungsform des-Durchführungsgehäuses benutzt werden kann, um Kabel unterschiedlicher Zahl und Stärke wasser- und gasdicht durch ein Schott oder Deck hindurchzuführen. Noch ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer wasser- und gasdichten Kabeldurchführung, bei der die abdichtende Füllmasse um so stärker zusammengepreßt wird; je größer der Druckunterschied beiderseits des Schotts oder Decks ist und die außerdem in hohem Maße hitzebeständig ist, so daß auch nach einem Schadenfeuer ein wasser- und gasdichter Abschluß aufrechterhalten bleibt.
  • Die Erfindung geht aus von bekannten wasser-und gasdichten Kabeldurchführungen durch Schott-oder Außenwände eines Schiffes, deren metallisches, dicht mit der Durchführungswand verbundenes Gehäuse einen in sich geschlossenen Mantel sowie, je eine Durchführungsöffnung in Boden und Deckel aufweist, das das oder die Kabel mit allseitigem Abstand umgibt und mit einer beiderseits von druckfesten, in Durchführungsrichtung in das Gehäuse eingesetzten Platten abgedeckten abdichtenden Masse gefüllt und dessen Deckel durch Schrauben gegen das Gehäuse verstellbar ist.
  • Bei den bekannten Durchführungen dieser Art besteht das eigentliche Dichtmittel aus ring- oder plattenförmigen Gummikörpern oder aus einer der bei Stopfbuchsen üblichen mit Wachs od. dgl. getränkten Faserstoff-Füllungen, die den Raum zwischen Kabel und Gehäusewand annähernd ausfüllen und zwischen die beiden druckfesten Platten oder zwischen Gehäuseboden und Gehäusedeckel einerseits und je eine druckfeste Platte eingelegt sind und beim Anziehen des Deckels gegen das Gehäuse in der Bewegungsrichtung des Deckels unter Druck gesetzt werden, unter dem sie sich dicht gegen die Gehäusewand einerseits und das oder die Kabel andererseits anlegen. Abgesehen davon, daß durch Druck elastisch verformbare Dichtungsmittel mit der muhen und oft ungleichmäßigen Kabeloberfläche keineswegs immer eine zuverlässige und auch gegenüber beträchtlichen Druckunterschieden zu beiden Seiten der Durchführung beständige Abdichtung ergeben, sind sie gegenüber höheren Temperaturen empfindlich und versagen dann infolge Verschmorens oder Verbrennens; plastische Dichtungsmassen und Tränkmittel dagegen verlieren durch Wärme an Viskosität und laufen aus; meist sind sie auch brennbar.
  • Auch ist bei den bekannten Durchführungen der Weg, um den die das Dichtungsmittel zwischen sich einschließenden Platten einander genähert werden können, begrenzt, so daß er zwar ein Zusammendrücken des in genügender Menge eingebrachten Dichtungsmittels durch Anspannen des Gehäusedeckels erlaubt, es aber nicht gestattet, daß mehr oder weniger starkem Schwund des Dichtungsmittels durch einseitig auf die Durchführung wirkenden Wasser-oder Gasdruck die Platten weiter einander genähert und das zwischen ihnen umschlossene Dichtungsmittel unter Druck gehalten oder gar weiter kompimiert wird.
  • Diese Nachteile von Kabeldurchführungen durch Außen- und Schonwände von Schiffen der vorgenannten Art sind erfindungsgemäß dadurch behoben, daß die in Durchführungsrichtung in, das Gehäuse eingesetzten Platten aus druckfestem, hitzebeständigem und wärmeisolierendem Stoff bestehen, jede von ihnen für sich kolbenartig im Gehäuse verschiebbar ist und daß sie zwischen sich die Dichtungsmasse aufnehmen sowie für jedes Kabel je eine diesem angepaßte Durchlaßöffnung aufweisen.
  • Da nur die lose in. das Gehäuse eingesetzten Platten den Querschnitten der einzelnen Kabel angepaßte Öffnungen aufweisen, genügt eine einzige Ausführungsform für das Gehäuse, um Kabel unterschiedlicher Zahl und Stärke durchzuführen, während infolge der Verschiebbarkeit der Dichtungsplatten innerhalb des Gehäuses einerseits erreicht wird, daß die zwischen ihnen eingeschlossene knetbare Füllmasse durch Festschrauben der Deckelbolzen unter Druck gesetzt und in die unvermeidlich vorhandenen Fugen und Spalten gepreßt werden kann, daß aber anderseits beim Auftreten eines Druckunterschiedes beiderseits des Schotts oder Decks sich die eine oder andere Dichtungsplatte kolbenartig tiefer in das Gehäuse schiebt und dabei die Füllmasse weiter zusammenpreßt, so daß auch dann eine gute und bleibende Abdichtung gewährleistet ist.
  • Es ist nicht erforderlich, daß die Dichtungsplatten genau schließend im Gehäuse geführt sind und die Kabel eng umschließen, da die knetbare Füllmasse in etwa verbleibende Fugen hineingepreßt wird und diese verschließt. Durch sorgfältiges Einfüllen der Dichtungsmasse um die Kabel herum und festes. Anziehen der Deckelschrauben läßt sich stets eine zuverlässige Abdichtung erreichen.
  • Damit die erfindungsgemäße Kabeldurchführung hitzebeständig und auch nach einem Schadenfeuer noch wasser- und gasdicht ist, bestehen die Dichtungsplatten aus einem druckfesten, wärmebeständigen und wärmeisolierenden Werkstoff, wie Asbestzement, und als Füllmasse dient eine nicht nur knetbare, sondern auch in gewissem Maße elastische, nicht erhärtende, hitzebeständige sowie wärmeisolierende und flammenlöschende Masse, z. B. eine Kunststoffzusammensetzung, wie sie unter dem Namen »Genaleh« im Handel ist. Die im Gehäuse gelegenen Kabelteile sind dann nahezu völlig von wärmeisolierendem und nicht brennbarem bzw. flammenlöschendem Werkstoff umgeben sowie gegen Hitze und Flammenwirkung geschützt, und die Durchführung ist auch nach einem Schadenfeuer noch wasser- und gasdicht. Zwar ist es möglich, daß infolge starker Erwärmung die Dichtungsmasse sich etwas ausdehnt und demzufolge Teile von ihr durch vorhandene Fugen aus dem Gehäuse austreten, doch wenn die Masse sich abkühlt und - beispielsweise infolge Wasserziehens des Schiffes durch das Wasser - ein Druck auf eine der Dichtungsplatte ausgeübt wird, wird sich diese kolbenartig weiter in das Gehäuse hineinschieben, die Masse wieder fest zusammenpressen, bis alle Fugen wieder gut abgedichtet sind. Die Durchführung ist also trotz starker Wärmebeanspruchung wasser- und gasdicht.
  • Es ist vorteilhaft, eine Mehrzahl von Kabeln. innerhalb der Durchführung so anzuordnen, daß mehrere mit ihren Achsen in einer Ebene liegen und entsprechend in den Druckplatten mehrere mit ihren Achsen in einer Ebene liegende Löcher vorzusehen und die Platten in der Ebene der Lochachsen zu teilen. Dadurch ist es möglich, die Dichtungsplatten auch nachträglich, d. h. nach Fertigstellung der Verlegearbeiten; an Zahl und Querschnitt der Kabel anzupassen und in das Gehäuse einzubringen, z. B. erst unmittelbar vor dem Ausfüllen des Gehäuses mit Dichtungsmasse. Man kann also bis dahin. noch Anzahl und Art der durch das Gehäuse hindurchgehenden Kabel ändern.
  • Die Öffnung im Deckel ist vorteilhaft an dessen Außenseite von einem kragenförmigen Schutzrand umgeben, der die Kabel an der Einführungsstelle gegen Beschädigung schützt und Wärmeeinflüsse von den innerhalb des Kragens liegenden Kabelteilen sowie der hinter der Einfuhröffnung liegenden Dichtungsplatte fernhält.
  • Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt sind, näher beschrieben. ES zeigt Abb. 1 einen Längsschnitt entlang der Linie I-I der in Abb. 2 in Stirnansicht dargestellten Durchführung mit zwei in Seitenansicht erkennbaren Kabeln, Abb. 2 eine Stirnansicht der Durchführung nach Abb.1, und: zwar gegen den Deckel gesehen, durch den drei Kabel hindurchgeführt sind, Abb. 3 einen Querschnitt durch die Durchführung entlang der Linie III-HI in Abb. 1, und zwar ohne Füllmasse, Abb. 4 einen Längsschnitt entsprechend Abb.. 1, wobei jedoch die neben dem Gehäuseboden angeordnete Dichtungsplatte 6 nach innen verschoben ist, z. B. infolge Wasserdrucks, der an der der Durchführung abgewandten Seite eines wasserdichten Schotts in Richtung der Pfeile D wirkt, Abb. 5 eine Ansicht der Durchführung nach Abb.1, gegen die schmale Seite gesehen, Abb. 6 eine abgewandelte Anbringungsweise der Durchführung in einem Schott, Abb. 7 eine Dichtungsplatte, die entsprechend der vorzugsweise angewandten Ausführungsform zweigeteilt ist.
  • Der Mantel 1 des Durchführungsgehäuses hat die Form eines flachen Rohres mit über seine Länge gleichmäßigem Querschnitt gemäß Abb. 3 und kann aus Blech, z. B. Stahlblech, zusammengeschweißt sein. In diesen Mantel ist ein Boden 2 eingeschweißt, der mit einer geräumigen Kabeldurchführungsöffnung 4 versehen ist, deren Form in Abb. 3 gestrichelt wiedergegeben ist. Der Boden 2 ist leicht nach innen versetzt, so daß ein Schweißrand 15 vorhanden ist, über den das Gehäuse auf ein wasserdichtes Schott 16 aufgeschweißt werden kann. In diesem Schott befindet sich eine gleichfalls geräumige Durchführungsöffnung 17 für drei Kabel 9K, IOK und 11K.
  • Am anderen Ende des Gehäuses befindet sich ein Deckel 3, der gleichfalls eine geräumige Durchführungsöffnung 5 besitzt, die die gleiche Form und Größe hat wie die öffnung 4 im Boden 2. Durch Löcher oder Randschlitze des Deckels sind Schraubenbolzen 12 hindurchgesteckt, die in Gewindelöcher in einem am Mantel angeordneten Flansch oder in Nocken 13 bzw. 19 eingeschraubt sind. Der Deckel 3 kann mit den Schraubenbolzen 12 gegen den Gehäusemantel 1 gezogen werden, und zwar in Richtung der Kabeldurchführung. Die Schraubenbolzen 12 können durch Blechlaschen od. dgl. gegen Losdrehen gesichert sein. Im Gehäuse sind zwei Dichtungsplatten 6 und 7 vorhanden, die mit ihrer Umfangsfläche möglichst gut schließend an der Innenwand des Mantels 1 anliegen und mit Löchern 9, 10, 11 (Abb. 1) versehen sind, durch die die Kabel 9K, 10K, 11K, ebenfalls möglichst gut schließend, hindurchgeführt sind. Der Raum innerhalb des Mantels 1 und zwischen den Dichtungsplatten 6 und 7 ist mit einer knetbaren Dichtungsmasse 8 ausgefüllt, für die ein in gewissem Maße elastischer, nichthärtender, wärmeisolierender und flammenlöschender Werkstoff verwendet wird, z. B. eine Kunststoffzusammensetzung, wie siebeispielsweise unter dem Namen »Genalex« erhältlich ist. Die beiden Dichtungsplatten 6, 7, die aus einem nichtbrennbaren, wärmeisolierenden Werkstoff, wie Asbestzement, bestehen, sind in der Durchführungsrichtung der Kabel verschiebbar und können als zwei Kolben betrachtet werden, die innerhalb des als Zylinder anzusehenden Mantels 1 längsverschieblich geführt sind. Beim Anziehen der Bolzen 12 schiebt der Deckel die Dichtungsplatte 7 nach innen. Am Deckel 3 kann ein Schutzrand 14 vorgesehen sein.
  • Es empfiehlt sich, die Dichtungsplatten 6 und 7 jeweils aus zwei Teilen 6 a und 6 b bzw. 7 a und 7 b bestehen zu lassen. Dadurch ist es möglich., die Kabel vorher durch das Durchführungsgehäuse und die öffnung 17 im Schott oder Deck 16 durchzuführen und erst später die Platten 6 und 7 in das Gehäuse: einzusetzen. Jeder der Teile 6 a und 6 b bzw. 7 a und 7 b enthält einen Teil, vorzugsweise die Hälfte eines jeden Kabeldurchführungsloches. Auch ist es möglich, später ein Kabel aus dem Gehäuse wegzunehmen oder ein weiteres Kabel durch das Gehäuse hindurchzuführen oder Kabel auszutauschen, wozu es dann nur notwendig ist, andere Dichtungsplatten 6 und 7 einzusetzen oder in den vorhandenen Platten ein weiteres Loch bzw. weitere Löcher wie 9, 10, 11 anzubringen oder gegebenenfalls vorhandene Löcher aufzuweiten.
  • Zur Fertigstellung der Durchführung wird zunächst das Gehäuse mit dem Schweißrand 15 auf das Schott oder Deck 16 aufgeschweißt. Darauf werden die Kabel durch die Durchführöffnung 5 des Deckels 3, durch den Innenraum des Gehäuses, durch die Durchführöffnung 4 des Bodens, sowie durch die Durchführöffnung 17 im Schott oder Deck hindurchgeführt. Anschließend werden die beiden Hälften 6a und 6b der Dichtungsplatte 6 an ihre Stelle gebracht, wobei sie am Boden 2 anliegen. Jetzt wird das Gehäuse mit einer Dichtungsmasse, z. B. Genalex, ausgefüllt. Darauf werden die beiden Hälften 7 cc und 7 b der Dichtungsplatte 7 an ihre Stelle gebracht und der Deckel 3 aufgesetzt und mit den Bolzen 12 festgezogen, wobei die Dichtungsplatte 7 sich nach innen verschiebt und die Füllmasse 8 unter Druck setzt. Da die Füllmasse knetbar ist, wird sie in alle Fugen eindringen und diese dicht verschließen, d. h. die Fugen zwischen Dichtungsplatten 6, 7 und dem Gehäusemantel, zwischen den Dichtungsplatten 6, 7 und den Kabeln und gegebenenfälls auch zwischen den Hälften der Dichtungsplatten selbst. Auf diese Weise ergibt sich eine zuverlässige Abdichtung gegen Wasser und Gase.
  • Die zwischen den beiden Dichtungsplatten 6 und 7 gelegenen Kabelteile 18 sind jetzt ganz von wärmeisolierendem, nichtbrennbarem bzw. flammenlöschendem Werkstoff umgeben, so daß bei einem Schadenfeuer zwar die aus der Durchführung herausragenden Kabelteile verbrennen können, jedoch die sich innerhalb des Durchführungsgehäuses befindenden Teile 18 erhalten bleiben und zusammen mit den übrigen Teilen der Einrichtung den wasser- und gasdichten Abschluß aufrechterhalten. Allerdings wird sich infolge übermäßiger Hitze die Füllnasse 8 etwas ausdehnen können und der sich dabei ergebende Volumenüberschuß durch die um die Dichtungssplatten herum vorhandenen Fugen hindurch nach außen gepreßt werden können. Falls dann nach einem Schadenfeuer das Schiff Wasser zieht und dieses die Masse wieder abkühlt, so wird infolge des vom Wasser ausgeübten Drucks D eine der Dichtungsplatten, z. B. Dichtungsplatte 6, sich nach innen verschieben, wie die Abb.4 zeigt. Die abgekühlte und erneut unter Druck gesetzte Füllmasse wird dann die Abdichtung in der in Abb.4 gezeigten Weise wieder herstellen und aufrechterhalten, denn die einzige Zustandsänderung im Vergleich zur Abb.1 besteht darin, daß der Wasserdruck die Platte 6 etwas nach innen verschoben und dadurch den etwaigen. Volumverlust ausgeglichen hat. Entsteht ein Wasserdruck an der anderen Seite des Schotts oder Decks, also an der Seite des Deckels 3, so wird in gleicher Weise die Dichtungsplatte 7 sich nach innen verschieben und die Abdichtung gleichfalls erhalten bleiben. Zwar hegt der Deckel 3 dann lose, jedoch hält das Wasser selbst den Druck auf die Dichtungsplatte aufrecht. Die Kabeldurchführung leckt also nicht.
  • Selbstverständlich ergibt die neue Durchführung auch ohne vorausgegangenes Schadenfeuer eine bleibende sichere Abdichtung. Zum Beispiel beim Tauchen eines U-Bootes, bei dem das wasserdichte Schott oder Deck 16 zwischen Außenwasser und Innenraum liegen mag, wird infolge des erhöhten Außendrucks die Dichtungsplatte 6 sich etwas nach innen verschieben. Dadurch wird die Durchführung um so wasser- und gasdichter werden, je stärker das Wasser auf die Dichtungsplatte drückt, da die Füllmasse 8 zu zäh ist, um durch die engen Fugen aus dem Gehäuse gepreßt zu werden, vielmehr diese Fugen nur um so besser abdichten, Eher wird das Schott oder Deck selbst unter dem Druck des Wassers nachgeben.
  • Die erfindungsgemäße Durchführung ist also imstande, selbst nach Erhitzen durch Schadenfeuer unausgesetzt ihren Dienst als Abdichtung zu tun, da das zähknetbare Füllmittel zwischen den Dichtungsplatten eingeschlossen ist und die Kolbenwirkung der Dichtungsplatten die Füllmasse immer aufs neue in zusammengedrückten Zustand bringen kann, so daß keine Leckhohlräume entstehen können.
  • Bei Laborversuchen mit einer der Zeichnung entsprechenden Durchführung wurde diese zuerst während 10 Minuten mit Butanbrennern an der Außenseite erhitzt und darauf einem Wasserdruck von 40 Atmosphären ausgesetzt; worauf die Durchführung sich als noch völlig wasserdicht erwies., obwohl die aus der Einrichtung herausragende Kabelenden völlig verbrannt waren.
  • Die Durchführung ist naturgemäß nicht nur für Kabel, sondern auch für andere Stab- oder rohrförmige Körper geeignet.
  • Abb. 6 zeigt noch eine andere Anbringungsweise der Durchführung, bei der das Gehäuse mit seinem Mantel 1 in ein Loch im Schott oder Deck eingeschweißt ist. Die Anbringungsweise nach Abb. 1 und 5 hat aber den Vorteil, daß man nur an einer einzigen Seite des Schotts oder Decks zu arbeiten braucht, so daß man unabhängig ist von dem, was an der anderen Seite des Schotts oder Decks vorhanden ist. Ferner ist man bei der Anbringungsweise nach Abb. 1 und 5 nicht so sehr abhängig von der Form und Lage des Loches 18, so daß man noch einige Wahl hat bei der Bestimmung der Lage, in der das Gehäuse auf das, Schott oder Deck aufgeschweißt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Wasser- und gasdichte Kabeldurchführung durch die Schott- oder Außenwand eines Schiffes mit einem mit der Durchführungswand dicht verbundenen, metallischen Gehäuse mit geschlossenem Mantel und je einer Durchführöffnung in Boden und Deckel; das das oder die Kabel mit Abstand umgibt und mit einer beiderseits von druckfesten, in Durchführungsrichtung in das Gehäuse eingesetzten Platten abgedeckten abdichtenden Masse gefüllt und dessen Deckel durch Schrauben gegen das Gehäuse verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (6, 7) aus druckfestem, hitzebeständigem, wärmeisolierendem Stoff bestehen, jede für sich kolbenartig im Gehäuse verschiebbar ist, zwischen sich die Dichtungsmasse (8) aufnehmen und für jedes Kabel (9K, 10K, 11.K) eine diesem angepaßte Durchlaßöffnung aufweisen.
  2. 2. Kabeldurchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsmasse (8) aus einer bekannten knetbaren, nicht erhärtenden, hitzebeständigen und isolierenden sowie nicht entflammbaren Kunststoffverbindung besteht.
  3. 3. Kabeldurchführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (6, 7) mehrere mit ihren Achsen in einer Ebene liegende Löcher für die Kabel (9K, 10K, 11K) aufweisen und in dieser Ebene geteilt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 336 586, 890 076; USA.-Patentschriften Nr. 1460 698, 1697 539, 2 563 829, 2 639 313; K r ob s : Elektrotechnik auf Schiffen, S. 56, Bild 16.
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