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DE1138055B - Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Azepinen und deren Salzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Azepinen und deren Salzen

Info

Publication number
DE1138055B
DE1138055B DEG25993A DEG0025993A DE1138055B DE 1138055 B DE1138055 B DE 1138055B DE G25993 A DEG25993 A DE G25993A DE G0025993 A DEG0025993 A DE G0025993A DE 1138055 B DE1138055 B DE 1138055B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carboxylic acid
general formula
salts
azepine
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG25993A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Schindler
Dr Franz Haefliger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JR Geigy AG filed Critical JR Geigy AG
Publication of DE1138055B publication Critical patent/DE1138055B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D223/00Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D223/14Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D223/16Benzazepines; Hydrogenated benzazepines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
G 25993 IVd/12 ρ
A NMELDE TA G: 19. DEZEMBER 1958
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 18. OKTOBER 1962
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Azepinen der allgemeinen Formel
COO-CnH2n-N
in der X die Äthylen- oder Vinylengruppe, Y und Z Wasserstoff- oder Halogenatome, η eine ganze Zahl von 2 bis 4, R1 und R2 niedermolekulare Alkylreste bedeuten und Rj und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom auch zu einem gegebenenfalls ein Sauerstoffatom enthaltenden gesättigten heterocyclischen Ring verbunden sein können, und deren Salzen.
Es wurde nun gefunden, daß diese Verbindungen pharmakologisch wertvolle Eigenschaften, insbesondere spasmolytische und antiallergische Wirksamkeit, besitzen. Gegenüber dem aus der deutschen Patentschrift 935 546 bekannten 5-(a-D;methylaminopropionyl)-iminodibenzyl zeigen der erfindungsgemäß hergestellte Iminodibenzyl-5-carbonsäure-dimethylaminoäthylester und der Iminostilben-5-carbonsäure-dimethylaminoisopropylester eine stärkere spasmolytische Wirksamkeit, da von den neuen Verbindungen zur Erzielung derselben antagonistischen Wirkung gegenüber Histamin wie mit der bekannten Verbindung nur ein Siebentel bis ein Zehntel der Substanzmenge notwendig ist. Unter Berücksichtigung der Toxizitätswerte liegt der therapeutische Index bei den Verfahrensprodukten bedeutend höher als bei dem 5-(a-Dimethylaminopropionyl)-iminodibenzyl. Die N-substituierten Azepine der angegebenen allgemeinen Formel werden hergestellt, indem man in an sich bekannter Weise ein Azepin-5-carbonsäurehalogenid bzw. Dihydroazepin-5-carbonsäurehalogenid der allgemeinen Formel Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Azepinen und deren Salzen
Anmelder: J. R. Geigy A.-G., Basel (Schweiz)
Vertreter: Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann und
Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger, Patentanwälte,
München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität: Schweiz vom 20. Dezember 1957 (Nr. 54 025)
Dr. Walter Schindler, Riehen,
und Dr. Franz Häfliger, Basel (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
in der Hai ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, mit einem Aminoalkohol der allgemeinen Formel
Ri
HO-CnH271-N
III
CO —Hal
II umsetzt und gegebenenfalls die erhaltene Base mit einer anorganischen oder organischen Säure behandelt.
Die Umsetzungen der Azepin- bzw. Dihydroazepin-5-carbonsäurehalogenide mit den Aminoalkoholen werden z. B. unter Erwärmen der Komponenten in einem inerten organischen Lösungsmittel, ζ. Β. Benzol oder Toluol, durchgeführt.
Die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II können in an sich bekannter Weise aus 10,11-Dihydro - 5 - dibenzo [b,fj azepin, 5 - Dibenzo [b,f] azepin oder deren C-Substitutionsprodukten durch Behandeln mit Phosgen oder Kohlensäuredibromid in einem inerten organischen Lösungsmittel, z. B. Benzol oder Toluol, erhalten werden. Als Beispiele
209 677/306
von Ausgangsstoffen seien neben den 5-Carbonsäurechloridderivaten des 10,ll-Dihydro-5-dibenzo[b,f]-azepins und des 5-Dibenzo[b,f]azepins, die auch als Iminodibenzyl-S-carbonsäurechlorid und Iminostilben-5-carbonsäurechlorid bezeichnet werden, diejenigen von 1,9-Dichlor- und 3,7-Dichlor-10,H-dihydro-5-dibenzo[b,f]azepin (1,9- bzw. 3,7-Dichloriminodibenzyl) sowie von 1,9-Dichlor- und 3,7-Dichlor-5-dibenzo[b,f]azepin (1,9-Dichlor- und 3,7-Dichlor-iminostilben) genannt.
Geeignete Aminoalkohole der allgemeinen Formel III sind z. B. das Dimethylaminoäthanol, /J-Dimethylamino-propanol, y-Dimethylamino-propanol, ß-Dimethylamino-isopropanol, ö-Dimethylamino-butanol, Diäthylamino-äthanol, y-Diäthylamino - propanol, β - (Di - η - propylamino) - äthanol, ^-(N-Butyhnethylamino)-äthanol,Pyrrolidinoäthanol, y-Pyrrolidino-propanol, Piperidinoäthanol, y-Piperidino-propanol und Morpholinoäthanol.
Mit anorganischen oder organischen Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Äthandisulfonsäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Benzoesäure und Phthalsäure bilden die tertiären basischen Ester Salze, welche zum Teil wasserlöslich sind.
Die nachfolgenden Beispiele sollen das Herstellungsverfahren der N-substituierten Azepine erläutern. Teile bedeuten darin Gewichtsteile.
Beispiel 1
12,2 Teile Immodibenzyl-S-carbonsäurechlorid (Schmp. 119 bis 1200C) werden in 50 Volumteilen absolutem Benzol gelöst und bei 60 bis 700C in eine Lösung von 10 Teilen Dimethyl-aminoäthanol in 50 Volumteilen absolutem Benzol eingetropft. Anschließend kocht man das Reaktionsgemisch 16 Stunden unter Rückfluß. Nach dem Abkühlen extrahiert man daraus die basischen Anteile mit 2 η-Salzsäure, macht die saure Lösung mit konzentrierter Natronlauge alkalisch und nimmt die ausgeschiedene Base in Petroläther auf. Nach dem Trocknen der Lösung mit Natriumsulfat engt man sie auf ein kleines Volumen ein, wobei der Iminodibenzyl - 5 - carbonsäure - dimethylaminoäthylester (lOJl-Dihydro-S-dibenzofbjfJazepin-S-carbonsäuredimethylaminoäthylester) vom Schmp. 76 bis 77°C auskristallisiert. Ausbeute 82% der Theorie.
In analoger Weise erhält man, ausgehend von S^-Dichloriminodibenzyl-S-carbonsäurechlorid und y-Dimethylamino-propanol, den 3,7-Dichlor-iminodibenzyl-5-carbonsäure-y-dimethylaminopropylester (3,7-Dichlor-10,11 -dihydro-5-dibenzo [b,f]azepin-5 - carbonsäure - γ - dimethylamino - propylester); Kp.o,o5mm 1900C. Ausbeute 71% der Theorie.
Beispiel 2
12 Teile Iminostilben-S-carbonsäurechlorid werden in 50 Volumteilen absolutem Benzol gelöst, mit 15 Volumteilen Dimethylamino-isopropanol versetzt und 16 Stunden unter Rückfluß gekocht. Hierauf kühlt man die Reaktionslösung ab, extrahiert sie mit 2 η-Salzsäure, macht die salzsaure Lösung mit konzentrierter Natronlauge alkalisch und saugt die ausgeschiedene Base ab. Nach dem Umkristallisieren aus Alkohol schmilzt der Iminostilben- - carbonsäure - dimethylaminoisopropylester (5 - Dibenzo [b,f] azepin - 5 - carbonsäure - dimethylaminoisopropylester) bei 84° C. Ausbeute 85% der Theorie. Unter Verwendung von Diäthylaminoäthanol erhält man in analoger Weise den Iminostilben- - carbonsäure - diäthylaminoäthylester (5 - Dibenzo-[b,f] azepin - 5 - carbonsäure - diäthylaminoäthylester). Die rohe Base wird mit alkoholischer Salzsäure in das gut kristallisierende Hydrochlorid vom Schmp. 23O0C übergeführt. Ausbeute 65% der Theorie.
In analoger Weise, wie in den vorangehenden Beispielen beschrieben, erhält man:
Iminodibenzyl - 5 - carbonsäure -pyrrolidinoäthylester, Schmp. 860C;
Iminostilben - 5 - carbonsäure -piperidinopropylester, Schmp. des Hydrochloride 240 bis 2420C;
Irmnostilben-5-carbonsäure-morpholinoäthylester, Schmp. des Hydrochlorids 2020C; Iminodibenzyl-5-carbonsäure-morpholinoäthylester, Schmp. des Hydrochlorids 248 0C (Umwandlung bei 2100C),
sowie
Iminodibenzyl-5-carbonsäure-morpholinopropylester, Schmp. des Hydrochlorids 1800C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Azepinen der allgemeinen Formel
    N R1
    I /
    COO-CnH2n-N
    R2
    in der X die Äthylen- oder Vinylengruppe, Y und Z Wasserstoff- oder Halogenatome, η eine ganze Zahl von 2 bis 4, R1 und R2 niedermolekulare Alkylreste, bedeuten und R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom auch zu einem gegebenenfalls ein Sauerstoffatom enthaltenden gesättigten heterocyclischen Ring verbunden sein können, und deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise ein Azepin-5-carbonsäurehalogenid bzw. Dihydroazepin-5-carbonsäurehalogenid der allgemeinen Formel
    5 6
    in der Hal ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, umsetzt und gegebenenfalls die erhaltene Base
    mit einem Aminoalkohol der allgemeinen Formel mit einer anorganischen oder organischen Säure
    behandelt.
    R1
    / 5 In Betracht gezogene Druckschriften:
    HO-C71H2n-N Deutsche Patentschrift Nr. 935 546;
    \ Journal of the American Chemical Society,
    R2 Bd. 75 (1953), S. 4006 bis 4008.
    Bei der Bekanntmachung der Anmeldung sind drei Seiten Versuchsbericht ausgelegt worden.
    © 209 677/306 10.62
DEG25993A 1957-12-20 1958-12-19 Verfahren zur Herstellung von N-substituierten Azepinen und deren Salzen Pending DE1138055B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2700091A1 (de) * 1976-01-05 1977-07-14 Searle & Co 1-(substit.-amino)alkanoyl-2-(dibenzoxazepin-10-carbonyl)-hydrazine und deren derivate

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE935546C (de) * 1951-07-11 1955-11-24 Geigy Ag J R Verfahren zur Herstellung von N-Acylderivaten des Iminodibenzyls

Patent Citations (1)

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