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Mechanische Abtasteinrichtung für die arretierbare Meßstellung eines
Instrumentenzeigers, z. B. eines photographischen Belichtungsmessers Zusatz zum
Patent 1 102421 Das Hauptpatent betrifft eine mechanische Abtasteinrichtung für
die arretierbare Meßstellung eines Instrumentenzeigers, z. B. des Zeigers eines
elektrischen Belichtungsmessers, insbesondere eines solchen, der in eine photographische
Kamera eingebaut ist.
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Im Hauptpatent ist eine Abtasteinrichtung mit einer Arretierungsvorrichtung
für das Festhalten des Instrumentenzeigers in seiner jeweiligen, dem z. B. auf die
Photozelle treffenden Lichtstrom entsprechenden Ausschlagstellung beschrieben, bei
welcher ein Nachführzeiger mit dem in Meßstellung festgehaltenen Instrumentenzeiger
in Kontakt gebracht wird und sich dadurch unmittelbar und ohne besonderen Kraftaufwand
mit einer ihm zugeordneten, ortsfesten und kreisbogenförmig ausgebildeten Klemmfläche
unverrückbar fest verklemmt.
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Durch die Bewegung des Nachführzeigers aus seiner Ruhestellung bis
zu seiner Klemmstellung werden Blendeneinsteller, Verschlußzeiteinsteller od. dgl.
betätigt.
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Der Nachführzeiger ist nach den Angaben des Hauptpatentes auf einem
um eine ortsfeste Achse drehbaren Trägerteil leicht federnd schwenkbar gelagert
und bestreicht beim Drehen des Trägerteiles den Meßbereich des Instrumentenzeigers.
Er befindet sich dabei mit seinem freien Ende in geringem Abstand von der erwähnten
ortsfesten, kreisbogenförmigen Klemmfläche. Der Schwenkpunkt des Nachführzeigers
befindet sich in einem geringen Abstand neben dem Krümmungsmittelpunkt der kreisbogenförmigen
Klemmfläche. Das freie Ende des schwenkenden Nachführzeigers beschreibt also einen
Kreisbogen, der den Kreisbogen der Klemmfläche schneidet. Diese beiden Kreisbögen
schneiden sich unter einem Winkel, der kleiner ist als der Reibungswinkel zwischen
dem freien Ende des Nachführzeigers und der kreisbogenförmigen Klemmfläche.
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Die vorliegende Erfindung erstrebt eine weitere Ausbildung einer
derartigen Abtasteinrichtung mit dem Ziel, durch eine Justiereinrichtung für die
Abtastelemente eine sichere und einwandfreie Klemmung des Nachführzeigers zu gewährleisten
und zu verhindern, daß der Nachführzeiger mit zu großer Kraft auf den arretierten
Belichtungsmesserzeiger drückt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein zu großes Spiel zwischen
dem Punkt, an welchem der Nachführzeiger auf den Instrumentenzeiger trifft, und
dem Punkt der eigentlichen Klemmung dadurch zu vermeiden, daß der Nachführzeiger
justierbar ausgebildet ist.
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Die Erfindung gestattet die Anwendung verschiedener Justiermöglichkeiten.
Einige davon sind in der nachfolgenden Beschreibung aufgezeigt. Sie dienen sämtlich
der Lösung der Aufgabe, den Nachführzeiger sowohl auf die Klemmfläche hin bzw. von
ihr weg zu führen, also den Abstand zwischen dem freien Ende des Nachführzeigers
und der Klemmfläche zu verändern, als auch den genannten Winkel zwischen dem Kreisbogen
des schwenkenden Nachführzeigers und dem Kreisbogen der Klemmfläche einstellbar
zu machen. Damit wird gleichzeitig auch der Winkel verändert, welchen der am arretierten
Instrumentenzeiger anliegende Nachführzeiger mit dem Instrumentenzeiger bildet.
Diese beiden Winkel entsprechen sich dann, wenn der Krümmungsmittelpunkt der Klemmfläche
und der Schwenkpunkt des Belichtungsmesserzeigers zusammenfallen.
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Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Justiervorrichtung
mit Verstellmitteln für die Ausrichtung des Nachführzeigers dient, durch welche
der Nachführzeiger in Richtung seiner Längsausdehnung auf eine ortsfeste, kreisbogenförmige
Klemmfläche zu oder von ihr weg bewegbar ist.
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Weiterhin wird eine Justiervorrichtung mit Einstellgliedern für denjenigen
Winkel vorgeschlagen, welchen die im Schnittpunkt der kreisbogenförmigen Klemmfläche
mit dem Kreisbogen, den das freie
Ende des Nachführzeigers beim
Schwenken um seinen Schwenkpunkt beschreibt, angelegten Tangenten einschließen,
so daß dieser Winkel auf einen Wert eingestellt werden kann, der kleiner ist als
der Reibungswinkel zwischen dem freien Nachführzeigerende und der ortsfesten Klemmfläche.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ergibt sich, wenn
beide Justiervorrichtungen, nämlich diejenige für eine Längsbewegung des Nachführzeigers
und diejenige für eine Einstellung gemäß dem obenerwähnten Reibungswinkel, in der
beschriebenen Abtasteinrichtungsart gemeinsam angewendet werden.
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Die Erfindung wird unter Angabe weiterer Einzelheiten an Hand der
Figuren, in welchen Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt sind,
näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 eine Abtasteinrichtung mit einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Justiervorrichtung in Draufsicht, Fig. 2 die Abtast- und Justiereinrichtung
nach Fig. 1 im Schnitt, Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel der Abtast-und Justiereinrichtung,
Fig. 4 die Abtast- und Justiereinrichtung nach Fig. 3 im Schnitt.
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Nach Fig. 1 und 2 ist innerhalb eines Belichtungsmessergehäuses 1
ein Drehspulinstrument mit dem Magneten 2, der Drehspule 3 und dem Zeiger 4 angeordnet.
Der Instrumentenzeiger 4 kann durch den mit der Kraft der Drehfeder 6 beaufschlagten
Klemmbügel 5 auf die ortsfeste Fläche 7 gedrückt und auf dieser in seiner Meßstellung
arretriert werden. Das Drehspulinstrument wird von einer gehäusefesten Platine 8
überdeckt, auf welcher zwei übereinanderliegende Scheiben 9 und 12 auf einer gemeinsamen,
durch die Schraube 13 abgeschlossenen Achse drehbar gelagert sind. Die untere Scheibe
9 ist an ihrem Umfang mit einem gezahnten Sektor 10 versehen, welcher in die Stangenverzahnung
11 a des Schiebers 11 eingreift, durch den in der Zeichnung nicht dargestellte Belichtungseinsteller
der Kamera betätigt werden. Auf der oberen Scheibe 12 ist um einen Bolzen 14 schwenkbar
der Nachführzeiger 15 gelagert, welcher durch die schwache Feder 16 mit seiner einen
Kante 15a unter leichtem Druck gegen den als Exzenter ausgebildeten Anschlag 17
anliegt. Durch Drehen des Exzenters 17 kann die Ruhestellung des Nachführzeigers
15 gegenüber der Scheibe 12 geändert werden und damit auch der Winkel a, den der
Nachführzeiger 15 mit dem Instrumentenzeiger 4 in der gezeichneten Berührungsstellung
bildet. Der Winkel a entspricht nun aber in diesem Fall dem Winkelp, der durch die
im Schnittpunkt der beiden erwähnten Kreisbögen angelegten Tangenten gebildet wird.
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Die Scheibe 12 kann gegenüber der Scheibe 9 durch einen Exzenter
20, der auf der Scheibe 9 befestigt ist und der durch ein Langloch 21 in die Scheibe
12 eingreift, verdreht werden; damit werden alle auf der Scheibe 12 befestigten
Bauelemente, einschließlich des Nachführzeigers 15, in ihrer Stellung zum übrigen
Belichtungsmessergehäuse verschwenkt, insbesondere wird der Abstand der oberen Klemmfläche
18 des Abtastzeigers 15 zur kreisbogenförmigen Klemmfläche 19 des Belichtungsmessergehäuses
1 vergrößert oder verkleinert. Der Krümmungsmittelpunkt der kreisbogenförmigen Klemmflächel9
fällt dabei mit dem Schwenkpunkt des Belichtungsmesser-
zeigers zusammen. Die Schnittzeichnung
ergänzt die Darstellung. Insbesondere wird hier der Deckel 22 des Belichtungsmessergehäuses
1 sichtbar, der zweckmäßigerweise aus einem durchsichtigen Kunststoff besteht. Dieser
durchsichtige Deckel 22 hat eine Bohrung 23, durch die es möglich ist, die Exzenter
17 und 20 mit einem Schraubenzieher auch bei bereits geschlossenem und montiertem
Belichtungsmessergehäuse zu erreichen und somit die Justagen bei vollständig montierter
Kamera vorzunehmen.
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Die Wirkung der Gesamtanordnung ist folgende: Durch die Betätigung
einer nicht dargestellten Handhabe wird der Schieber 11 gegen die Pfeilrichtung
bewegt und dreht durch Eingriff der Zahnleiste 11 a in den Zahnkranz 10 die Scheibe
9, wodurch der Nachführzeiger 15 gegen den Belichtungsmesserzeiges 4 geführt wird.
Gleichzeitig gleitet die Schrägflächellb des Schiebers 11 unter dem linken Arm des
Klemmbügels 5 weg, wodurch dieser den Belichungsmesserzeiger 4 gegen die Arretierungsfläche
7 drückt, und dadurch der Belichtungsmesserzeiger4 in seiner dem auf die Photozelle
auftreffenden Lichtstrom entsprechenden Ausschlagsstellung arretiert wird.
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Trifft der Zapfen 15 b des Nachführzeigers 15 auf das freie Ende
des Belichtungsmesserzeigers 4, so wird bei weiterer Verdrehung der Scheibe 9 der
Nachführzeiger 15 entgegen der schwachen Kraft der Feder 16 mit der Fläche 15 a
vom Exzenter 17 abgehoben und trifft mit seiner Klemmfläche 18 seines freien Endes
auf die gehäuseseitige Klemmfläche 19, mit welcher er dann unverrückbar fest verklemmt
wird. Je stärker der Abtastdruck auf den Schieber 11 ist, um so stärker ist auch
die Verklemmung des Nachführzeigers 15 mit der gehäuseseitigen Klemmfläche 19. Dadurch
werden alle mit der Bewegung des Schiebers 11 verbundenen Einstellvorgänge, z. B.
diejenigen irgendwelcher Belichtungsfaktoreneinsteller an der Kamera, wie Zeiteneinstellring,
Blendeneinstellring oder Belichtungswerteinstellring, zuverlässig auf den vom Meßzeiger
6 angegebenen Einstellwert gebracht. Die obenerwähnte Handhabe zur Betätigung des
Schiebers 11 kann nun mit der Auslösetaste gekuppelt sein, so daß nach Klemmung
des Nachführzeigers der Verschluß ausgelöst wird. Nach der Auslösung soll die Arretierung
des Belichtungsmesserzeigers und die Klemmung des Nachführzeigers dadurch wieder
aufgehoben werden, daß der Schieber 11 in seine Ausgangslage zurückgeführt und dadurch
der Nachführzeiger 15 von der Klemmfläche 19 gelöst und der Klemmbügel 5 durch die
Schrägfläche 11 b angehoben wird.
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Durch die Verstellung der Exzenter 17 und 20 wird der Nachführzeiger
15 in oben beschriebener Weise so eingestellt, daß diese Abtast- und Klemmvorgänge
reibungslos ablaufen.
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Fig. 3 und 4 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Es ist hier imBelichtungsmessergehäuse 24 in den Lagern 25 ein Klemmbügel 26 angeordnet,
der sich im Gegensatz zur Ausführung nach den Fig. 1 und 2 gegen den Deckel des
Belichtungsmessergehäuses bewegt und den Belichtungsmesserzeiger 27 auf einer Arretierungsfläche
28 des Belichtungsmessergehäusedeckels 43 (Fig. 4) festhält. Das durch die Traverse
29 mit dem Belichtungsmessergehäuse 24 verbundene Drehspulmeßinstrument 30 liegt
in diesem Fall nicht hinter der Justiereinrichtunng, sondern darunter. Die Justiereinrichtung
besteht aus
einer Scheibe 32, auf die eine Scheibe 33 verstellbar
montiert ist, die ihrerseits einen an einem Bolzen 34 schwenkbar gelagerten Nachführzeiger
35 trägt, der durch die Feder 36 gegen den Exzenter 37 gedrückt wird, so daß eine
Verstellung des Exzenters 37 eine Schwenkung des Nachführzeigers 35 zur Folge hat,
wobei der Winkel a, den die Mittelachse des Nachführzeigers 35 bei Anlage an den
Belichtungsmesserzeiger 27 mit diesem einschließt, verändert wird. Gleichzeitig
wird auch der Winkel fl verändert, den die im Schnittpunkt der kreisbogenförmigen
Klemmfläche 39 mit dem Kreisbogen, den der Nachführzeiger 35 bei Schwenkung um den
Bolzen 34 beschreibt, angelegten Tangenten einschließen. Die kreisbogenförmige Klemmfläche
39 hat ihren Krümmungsmittelpunkt in der Achse des Bolzens 40, während der Belichtungsmesserzeiger27
seinen Schwenkpunkt in der Achse des Drehspulmeßinstrumentes 30 bzw. in der Achse
des Bolzens 38 hat. Das bedeutet, daß in dieser Ausführung kein Zusammenhang zwischen
den Winkeln a und fl besteht; der Winkel a ändert sich über den Schwenkweg des Belichtungsmesserzeigers
bzw. des Nachführzeigers. Die Scheiben 32 und 33 sind durch den Bolzen 40 mit dem
Belichtungsmessergehäuse 24 beweglich verbunden. Ein weiterer Exzenter 41, der mit
der Scheibe 32 drehbar verbunden ist und durch ein Langloch 42 in die Scheibe 33
eingreift, gestattet eine Verdrehung der Scheibe 33 und damit eine Verschiebung
des Nachführzeigers 35 in Richtung auf die Klemmfläche 39 hin.