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Mechanische Abtasteinrichtung für die Zeigermessstellung z. B. eines photographischen Belichtungsmessers
Die Erfindung betrifft eine mechanische Abtasteinrichtung für die arretierbare Messstellung von Instru- mentenzeigern, insbesondere von Messzeigern elektrischer Belichtungsmesser, die beispielsweise in auto- matisierte Kameras eingebaut sind. Im Stammpatent Nr.
2147 63 ist eine Abtasteinrichtung mit einer Arre- tierungsvorrichtung für das Festhalten des Belichtungsmesserzeigers in seiner jeweiligen, dem auf die Pho- tozelle treffenden Lichtstrom entsprechenden Ausschlagsstellung beschrieben, bei welcher ein Nachführ- zeiger mit dem in Messstellung festgehaltenen Belichtungsmesserzeiger in Kontakt gebracht wird und sich dadurch unmittelbar und ohne besonderen Kraftaufwand mit einer ihm zugeordneten, ortsfesten und kreisbogenformig ausgebildeten Klemmfläche unverrückbar fest verklemmt. Durch die Bewegung des Nachführzeigers aus seiner Ruhestellung bis zu seiner Klemmstellung werden Blendeneinsteller, Verschlusszeiteinsteller od. dgl. betätigt.
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um eine Weiterbildung einer derartigen Abtasteinrichtung mit dem Ziel, durch eine Justiereinrichtung für die Abtastelemente eine sichere und einwandfreie
Klemmung des Nachführzeigers zu gewährleisten und zu verhindern, dass der Nachführzeiger mit zu grosser
Kraft auf den arretierten Belichtungsmesserzeiger drückt.
Der Nachführzeiger ist nach den Angaben des Stammpatentes auf einem um eine ortsfeste Achse drehbaren Trägerteil leicht federnd schwenkbar gelagert und bestreicht beim Drehen des Trägerteils den
Messbereich des Instrumentenzeigers. Er befindet sich dabei mit seinem freien Ende in geringem Abstand von der erwähnten ortsfesten kreisbogenförmigen Klemmfläche. Der Schwenkpunkt des Nachfahrzei- gers befindet sich in einem geringen Abstand neben dem Krümmungsmittelpunkt der kreisbogenför- migen Klemmfläche. Das freie Ende des schwenkenden Nachführzeigers beschreibt also einen Kreisbogen, der den Kreisbogen der Klemmfläche schneidet. Diese beiden Kreisbögen schneiden sich unter einem Winkel, der kleiner ist als der Reibungswinkel zwischen dem freien Ende des Nachfühlzeigers und der kreisbogenförmigen Klemmfläche.
Nun soll durch die vorliegende Zusatzerfindung, um ein zu grosses Spiel zwischen dem Punkte, an welchem der Nachführzeiger auf den Instrumentenzeiger trifft, und dem Punkte der eigentlichen Klemmung zu vermeiden, der Nachführzeiger justierbar sein. Die Erfindung gestattet dafür die Anwendung verschiedener Justiermöglichkeiten. Einige davon sind in der nachfolgenden Beschreibung aufgezeigt. Sie dienen sämtlich der Lösung der Aufgabe, den Nachführzeiger sowohl auf die Klemmfläche hin bzw. von ihr weg zu führen, also den Abstand zwischen dem freien Ende des Nachführzeigers und der Klemmfläche zu verändern, als auch den genannten Winkel zwischen dem Kreisbogen des schwenkenden Nachführzeigers und dem Kreisbogen der Klemmfläche einstellbar zu machen.
Damit wird gleichzeitig auch der Winkel verändert, welchen der am arretierten Instrumentenzeiger anliegende Nachführzeiger mit dem Instrumentenzeiger bildet. Diese beiden Winkel entsprechen sich dann, wenn der Krümmungsmittelpunkt der Klemmfläche und der Schwenkpunkt des Belichtungsmesserzeigers zusammenfallen.
Gemäss der Erfindung wird ales dadurch erreicht, dass eine Justiervorrichtung mit Verstellern für die
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Ausrichtung des Nachführzeigers vorgesehen ist, durch welche der Nachführzeiger in Richtung seiner
Längsausdehnung auf eine kreisbogenförmige und ortsfeste Klemmfläche zu oder von ihr weg bewegbar ist.
Weiterhin wird eine Justiervorrichtung mit Einstellern für denjenigen Winkel vorgeschlagen, welchen die im Schnittpunkt der kreisförmigen Klemmfläche mit dem Kreisbogen, den das freie Ende des Nachfuhr- i zeigers beim Schwenken um seinen Schwenkpunkt beschreibt, angelegten Tangenten einschliessen, so dass dieser Winkel auf einen Wert eingestellt werden kann, der kleiner ist als der Reibungswinkel zwischen dem freien Nachführzeigerende und der ortsfesten Klemmfläche. Eine besonders vorteilhafte Ausgestal- tung des Erfindungsgedankens ergibt sich, wenn beide Justiervorrichtungen, nämlich diejenige für eine
Längsbewegung des Nachführzeigers und diejenige für eine Einstellung gemäss dem oben erwähnten Reibungswinkel, in der beschriebenen Abtasteinrichtungsart gemeinsam angewendet werden.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Angabe weiterer Einzelheiten an Hand der Figuren, in welchen
Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt sind, noch näher erläutert. Dabei zeigen Fig. l eine Abtasteinrichtung mit einer erfindungsgemäss ausgebildeten Justiervorrichtung in Draufsicht, Fig. 2 die Abtast- und Justiereinrichtung nach Fig. 1 im Schnitt, Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel der Abtast- und Justiereinrichtung, Fig. 4 die Abtast-und Justiereinrichtung nach Fig. 3 im Schnitt.
Nach Fig. 1 und Fig. 2 ist innerhalb eines Belichtungsmessergehäuses 1 ein Drehspulinstrument mit dem
Magneten 2, der Drehspule 3 und dem Zeiger 4 angeordnet. Der Instrumentenzeiger 4 kann durch den mit der Kraft der Drehfeder 6 beaufschlagten Klemmbügel 5 auf die ortsfeste Fläche 7 gedrückt und auf dieser in seiner Messstellung arretiert werden. Das Drehspulinstrument wird von einer gehäusefesten Pla- tine 8 überdeckt, auf welcher zwei übereinander liegende Scheiben 9 und 12 auf einer gemeinsamen, durch die Schraube 13 abgeschlossenen Achse drehbar gelagert sind.
Die untere Scheibe 9 ist an ihrem
Umfang mit einem gezahnten Sektor 10 versehen, welcher in die Stangenverzahnung 11a des Schiebers
11 eingreift, durch den in der Zeichnung nicht dargestellte Belichtungseinsteller der Kamera betätigt wer- den. Auf der oberen Scheibe 12 ist um einen Bolzen 14 schwenkbar der Nachführzeiger 15 gelagert, wel- cher durch die schwache Feder 16 mit seiner einen Kante 15a unter leichtem Druck gegen den als Exzen- ter ausgebildeten Anschlag 17 anliegt. Durch Drehen des Exzenters 17 kann die Ruhestellung des Nach- führzeigers 15 gegenüber der Scheibe 12 geändert werden und damit auch der Winkel 0 :, den der Nach- führzeiger 15 mit demlnstrumentenzeiger 4 in der gezeichneten Berührungsstellung bildet.
Der Winkel 0 : entspricht nun aber in diesem Fall dem Winkel , der durch die im Schnittpunkt der beiden erwähnten
Kreisbögen angelegten Tangenten gebildet wird.
Die Scheibe 12 kann gegenüber der Scheibe 9 durch einen Exzenter 20, der auf der Scheibe 9 befe- stigt ist und der durch ein Langloch 21 in die Scheibe 12 eingreift, verdreht werden ; damit werden alle auf der Scheibe 12 befestigten Bauelemente, einschliesslich des Nachführzeigers 15, in ihrer Stellung zum übrigen Belichtungsmessergehäuse verschwenkt, insbesondere wird der Abstand der oberen Klemmfläche
18 des Abtastzeigers 15 zur kreisbogenföririgen Klemmfläche U'des Belichtungsmessergehäuses l ver- grössert oder verkleinert. Der Kriimmungsmittelpunkt der kreisbogentörmigen Klemmfläche 19 fällt dabei mit dem Schwenkpunkt des Belichtungsmesserzeigers zusammen. Die Schnittzeichnung ergänzt die Dar-
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montierter Kamera vorzunehmen.
Die Wirkung der Gesamtanordnung ist folgende : Durch die Betätigung einer nicht dargestellten Handhabe wird der Schieber 11 gegen die Pfeilrichtung bewegt und dreht durch Eingriff der Zahr, leiste 11a in den Zahnkranz 10 die Scheibe 9, wodurch der Nachführzeiger 15 gegen den Belichtungsmesserzeiger 4 geführt wird. Gleichzeitig gleitet die Schrägfläche 11b des Schiebers 11 unter dem linken Arm des Klemmbügels 5 weg, wodurch dieser den Belichtungsmesserzeiger4 gegen die Arretierungsiläclie 7 drückt und dadurch der Belichtungsmesserzeiger 4 in seiner dem auf die Photozelle auftreffenden Lichtstrom entsprechenden Ausschlagsstellung arretiert wird.
Trifft der Zapfen 15b des Nachführzeigers 15 auf das freie Ende des Belichtungsmesserzeigers 4, so wird bei weiterer Verdrehung der Scheibe 9 der Nachführzeiger 15 entgegen der schwachen Kraft der Feder 16 mit der Fläche 15a vom Exzenter 17 abgehoben und trifft mit seiner Klemmfläche 18 seines freien Endes auf die gehäuseseitige Klemmfläche 19, mit welcher er dann unverrückbar fest verklemmt wird. Je stärker der Abtastdruck auf den Schieber 11 ist, um so stärker ist auch die Verklemmung des Nachführzeigers 15 mit der gehäuseseitigen Klemmfläche 19. Dadurch werden alle mit der Bewegung des Schiebers 11 verbundenen Einstellvorgänge, z.
B. diejenigen irgendwelcher Belichtungsfaktoreneinsteller an der
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Kamera, wie Zeiteneinstellring, Blendeneinstellring oder Belichtungswerteinstellring, zuverlässig auf den vom Messzeiger 6 angegebenen Einstellwert gebracht. Die oben erwähnte Handhabe zur Betätigung des Schiebers 11 kann nun mit der Auslösetaste gekuppelt sein, so dass nach Klemmung des Nachführzeigers der Verschluss ausgelöst wird. Nach der Auslösung soll die Arretierung des Belichtungsmesserzeigers und die Klemmung des Nachführzeigers dadurch wieder aufgehoben werden, dass der Schieber 11 in seine Ausgangslage zurückgeführt und dadurch der Nachführzeiger 15 von der Klemmfläche 19 gelöst und der Klemmbügel 5 durch die Schrägfläche llb angehoben wird.
Durch die Verstellung der Exzenter 17 und 20 wird der Nachführzeiger 15 in oben beschriebener Weise so eingestellt, dass diese Abtast- und Klemmvorgänge reibungslos ablaufen.
Fig. 3 und 4 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es ist hier im Belichtungsmessergehäuse 24 in den Lagern 25 ein Klemmbügel 26 angeordnet, der sich im Gegensatz zur Ausführung nach den Fig. 1 und 2 gegen den Deckel des Belichtungsmessergehäuses bewegt und den Belichtungsmesserzeiger 27 auf einer Arretierungsfläche 28 des Belichtungsmessergeháusedeckels 43 (Fig. 4) festh... lt. Das durch die Traverse 29 mit dem Belichtungsmessergehäuse 24 verbundene Drehspulmessinstrument 30 liegt in diesem
Fall nicht hinter der Justiereinrichtung, sondern darunter.
Die Justiereinrichtung besteht aus einer Scheibe 32, auf die eine Scheibe 33 verstellbar montiert ist, die ihrerseits einen an einem Bolzen 34 schwenkbar gelagerten Nachführzeiger35 trägt, der durch die Feder 36 gegen den Exzenter 37 gedrückt wird, so dass eine Verstellung des Exzenters 37 eine Schwenkung des Nachführzeigers 35 zur Folge hat, wobei der Winkel a. den die Mittelachse des Nachführzeigers 35 bei Anlage an den Belichtungsmesserzeiger 27 mit diesem einschliesst, verändert wird. Gleichzeitig wird auch der Winkel ss verändert, den die im Schnittpunkt der kreisbogenförmi- gen Klemmfläche 39 mit dem Kreisbogen, den der Nachführzeiger 35 bei Schwenkung um den Bolzen 34 beschreibt, angelegten Tangenten einschliessen.
Die kreisbogenförmige Klemmfiàche 39 hat ihren Krümmung- mittelpunkt in der Achse des Bolzens 40. während der Belichtungsmesserzeiger 27 seinen Schwenkpunkt in der Achse des Drehspulmessinstrumentes 30 bzw. in der Achse des Bolzens 38 hat. Das bedeutet, dass in dieser A us- führung kein Zusammenhang zwischen den Winkeln a und B besteht ; der Winkel a ändert sich über den Schwenkweg des Belichtungsmesserzeigers bzw. des Nachführzeigers. Die Scheiben 32 und 33 sind durch den Bolzen 40 mit dem Belichtungsmessergehäuse 24 beweglich verbunden.
Ein weiterer Exzenter 41, der mit der Scheibe 32 drehbar verbunden ist und durch ein Langloch 42 in die Scheibe 33 eingreift, gestattet eine Verdrehung der Scheibe 33 und damit eine Verschiebung des Nachführzeigers 35 in Richtung auf die Klemmfläche 39 hin.
Der Gehäusedeckel 43 (Fig. 4) ist mit Schrauben 44 mit dem Belichtungsmessergehäuse 24 verbunden und hat gegenüber der Justiereinrichtung einen Durchbruch 45, der es gestattet, die Exzenter 37 und 41 bei bereits montiertem Belichtungsmessergehäuse von aussen zu betätigen und damit die Justage bei bereits montierter Kamera vorzunehmen. Die Gesamtanordnung wirkt auch hier ebenso, wie bei der Beschreibung zu den Fig. 1 und 2 dargelegt,
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Abtasteinrichtung für die arretierbare hiessstellung eines Instrumentenzeigers, insbesondere desjenigen eines photographischen Belichtungsmessers, nach Patent Nr. 214763, gekennzeichnet durch eine Justiervorrichtung mit Verstellern für die Ausrichtung des Nachführzeigers, durch welche der Nachführzeiger (15, 35) in Richtung seiner Längsausdehnung auf eine ortsfeste kreisbogenförmige Klemmfläche (19,39) zu oder von ihr weg bewegbar ist.