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DE1132550B - Verfahren zur Abscheidung von Nickel und/oder Kobalt in Pulverform aus einer waessrigen Loesung eines komplexen Amminsalzes des Metalls durch Reduktion mit einem reduzierenden Gas - Google Patents

Verfahren zur Abscheidung von Nickel und/oder Kobalt in Pulverform aus einer waessrigen Loesung eines komplexen Amminsalzes des Metalls durch Reduktion mit einem reduzierenden Gas

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Publication number
DE1132550B
DE1132550B DES37059A DES0037059A DE1132550B DE 1132550 B DE1132550 B DE 1132550B DE S37059 A DES37059 A DE S37059A DE S0037059 A DES0037059 A DE S0037059A DE 1132550 B DE1132550 B DE 1132550B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
solution
particles
deposited
precipitated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES37059A
Other languages
English (en)
Inventor
Nicolaus Mackiw
Vasyl Kunda
Wei-Cheng-Lin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Viridian Inc Canada
Original Assignee
Sherritt Gordon Mines Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sherritt Gordon Mines Ltd filed Critical Sherritt Gordon Mines Ltd
Priority to DES37059A priority Critical patent/DE1132550B/de
Publication of DE1132550B publication Critical patent/DE1132550B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B23/00Obtaining nickel or cobalt
    • C22B23/04Obtaining nickel or cobalt by wet processes
    • C22B23/0453Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching
    • C22B23/0461Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching by chemical methods
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof
    • B22F9/16Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes
    • B22F9/18Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds
    • B22F9/24Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds starting from liquid metal compounds, e.g. solutions
    • B22F9/26Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds starting from liquid metal compounds, e.g. solutions using gaseous reductors

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
S37059IVa/12n
ANMELDETAG: 7. JANUAR 1954
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 5. JULI 1962
Es ist bekannt, aus ammoniakalischen Schwermetallsalzlösungen das Metall durch Behandlung mit einem reduzierenden Gas wie Wasserstoff oder CO bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck auszufällen, wobei Druck und Temperatur um so niedriger sein können, je edler das auszuscheidende Metall ist. So kann man z. B. aus einer ammoniakalischen, Ag und Cu enthaltenden Lösung zuerst das Ag durch 3stündige Behandlung mit Wassergas bei 50° C und 130 at als schwammigen kupferfreien Niederschlag quantitativ ausfällen und anschließend aus der silberfreien Lösung durch weitere 3stündige Behandlung mit Wassergas bei 200 ° C und 130 at den größten Teil des Cu in Pulverform niederschlagen. Allerdings beträgt die Kupferausbeute bei diesem Verfahren nur rund 95 0J0, und die Reinheit des abgeschiedenen Kupfers entspricht mit 98,5 % Cu nicht den Anforderungen des Marktes. Ältere Literaturangaben, nach denen sich dieses Verfahren auch zur Abscheidung unedlerer Metalle, wie Ni, Co oder Zn, eignet, haben sich als unrichtig erwiesen. Die experimentelle Nachprüfung hat ergeben, daß nach diesem Verfahren wohl Ag und Cu, nicht aber Ni, Co und Zn als Metallpulver ausgefällt werden können.
Während die edleren Metalle, wie Ag und Cu, ohne Schwierigkeiten in Form eines pulverigen oder schwammigen Niederschlages erhalten werden können, bereitet die Abscheidung der unedleren Metalle erhebliche Schwierigkeiten. So ist z. B. die Abscheidung des Zn in Metallpulverform bisher noch auf keine Weise gelungen. Das unedelste Metall, das durch Einwirkung reduzierender Gase wie Wasserstoff oder CO unter Druck bei erhöhter Temperatur gerade noch in elementarer Form ausgefällt werden kann, ist Cd. Selbst zur Abscheidung von Metallen, die nicht um vieles edler als Cd sind, vor allem Ni und Co, müssen besondere Maßnahmen angewendet werden. Vor allem muß der PH-Wert auf einer bestimmten Mindesthöhe gehalten werden. Trotzdem tritt bei der Ausfällung dieser Metalle eine weitere Schwierigkeit auf, indem sich nämlich die Metalle nicht als Pulver, sondern bevorzugt als ziemlich dichte zusammenhängende Folie an den Gefäßwänden abscheiden. Selbst heftiges Rühren während der Abscheidung ändert an dieser Erscheinung nichts, vielmehr scheidet sich in diesem Fall das Metall außerdem auch auf der Welle und an den Flügeln des Rührers als zusammenhängender Überzug ab. Das ist unerwünscht, weil die Entfernung des Metallüberzuges aus dem Reaktionsgefäß erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Außerdem kann ein reines feinkörniges Metallpulver im Gegensatz zu einem dichten Metall direkt in die Pulvermetallurgie eingesetzt werden.
Verfahren zur Abscheidung von Nickel und/oder Kobalt in Pulverform aus einer wäßrigen Lösung eines komplexen
Amminsalzes des Metalls durch Reduktion mit einem reduzierenden Gas
Anmelder:
Sherritt Gordon Mines Limited, Toronto (Kanada)
Vertreter: Dipl.-Chem. Dr. phil. H. Wittek, Patentanwalt, Heidelberg-Schlierbach, Im Grund 20
Nicolaus Mackiw, Vasyl Kunda, Ottawa, und Wei-Cheng-Lin, Hull (Kanada), sind als Erfinder genannt worden
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, das die geschilderten Nachteile vermeidet.
Es wurde gefunden, daß es möglich ist, Nickel und Kobalt in Form eines lockeren, nicht zusammenhängenden Pulvers sehr gleichmäßiger Korngröße, die außerdem auch innerhalb weiter Grenzen eingestellt werden kann, und unter Vermeidung störender Folienbildung aus ihren ammoniakalischen Salzlösungen durch direkte Reduktion mit Hilfe eines reduzierenden Gases bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck abzuscheiden, wenn dafür gesorgt wird, daß vor Beginn der eigentlichen Reduktion eine ausreichende Zahl von Feststoffpartikeln suspendiert ist. Diese Keime wirken dabei nicht als Kristallisationskeime für die Abscheidung des Metallsalzes, sondern für die Abscheidung der elementaren Metallkristalle auf den Keimen selbst. Die Metallabscheidung erfolgt dabei praktisch ausschließlich an diesen Keimen, die dadurch vergrößert werden, so daß auch das abgeschiedene Metall sich in Suspension befindet. Der geringe Teil, der sich an den Wänden abscheidet, ist so minimal, daß er den Prozeß nicht stört, und kann für beliebig viele Chargenwiederholungen im Reaktionsgefäß be-
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3 4
lassen werden. Die suspendierten Keime müssen äußerst Verfahren besser geeignet sind als die mit Fe S O4 allein fein sein, sowohl um ein Absetzen zu verhindern, wie hergestellten.
auch um eine genügend große Oberfläche für die ab- Vorzugsweise wird nach beendeter Ausfällung des
zuscheidenden Metallkristalle zu bilden. Die maximal Metalls der Metallniederschlag in an sich bekannter brauchbare Korngröße beträgt etwa 50 μ. Da, wie 5 Weise von der erschöpften Lösung abgetrennt und gefunden wurde, die Reaktionsgeschwindigkeit um so einer frischen Charge der zu behandelnden Lösung eingrößer ist, je kleiner die verwendeten Kristallkeime verleibt, wobei aus dieser das Metall ausgefällt wird, sind, werden erfindungsgemäß Keime mit einem Die in der ersten Charge vergrößerten Keime wirken Teilchendurchmesser von etwa 1 bis 5 μ bevor- weiterhin als Kristallisationskeime und verhindern die zugt. ίο Bildung eines zusammenhängenden Metallüberzuges
So feine Partikeln können aber durch mechanische an den Wänden und am Boden des Fällungsgefäßes. Zerkleinerung des abzuscheidenden Metalls technisch Diese Operation kann so lange wiederholt werden, bis wirtschaftlich nicht gewonnen werden. die Partikeln des Metallniederschlages die gewünschte
Erfindungsgemäß werden daher die Partikeln ent- Größe erreicht haben. Nach einer gewissen Zahl von weder aus einem fremden Stoff hergestellt, der sich 15 Wiederholungen der Metallausfällung auf Keimen, die mechanisch leicht auf die erforderliche Kleinheit zer- in vorhergehenden Operationen gefällt oder vergrößert kleinern läßt, oder vorzugsweise durch chemische worden sind, fängt ein kleiner Teil des in der nächsten Fällung. Die chemische Zusammensetzung der Par- Charge ausgefällten Metalls an, sich an den Wänden tikeln ist, wie weiter gefunden wurde, nur von unter- des Reaktionsgefäßes und am Rührer in Form einer geordneter Bedeutung, da sie ja nur als Keime zu 20 zusammenhängenden Folie abzuscheiden. Die Anzahl wirken brauchen und daher mengenmäßig im Ver- der Chargenwiederholungen nach dem ersten Aufgleich zur Menge des abgeschiedenen Metalls nicht ins treten dieser Abscheidungen hängt von den Reaktions-Gewicht fallen. Werden z. B. Partikeln von 1 μ Durch- bedingungen ab und beträgt im allgemeinen etwa messer durch abgeschiedenes Metall nur auf 10 μ ver- fünfzig Chargen. In einem besonderen Fall (vgl. größert, so entspricht dieses Verhältnis einer Volumen- 25 Tabelle 3, Versuch 24) betrug diese Chargenanzahl Vermehrung auf das Tausendfache, so daß die Materie vierzig.
des Partikels nur 0,1 % des niedergeschlagenen Metall- Man kann aber auch die Teilchenvergrößerung
pulvers ausmacht. Es ist aber ohne weiteres möglich, durch weitere Wiederholungen der Operation noch Partikeln von 1 auf 50 μ anwachsen zu lassen, was einer weiter treiben, und zwar so lange, bis sich eine nennens-Volumenvergrößerung auf das 12500Ofache oder 3° werte Menge Metall als Folie abgeschieden hat, was einem Gehalt des niedergeschlagenen Metalls an bei etwa zwanzig weiteren Wiederholungen der Fall ist. Partikelnmaterie von 0,0008 % entspricht. Das Reaktionsgefäß wird dann entleert, mit einer
Man kann daher jede beliebige Substanz, die in Ammonsulfatlösung gefüllt und unter Rühren ein genügend kleiner Korngröße suspendierbar ist, in sauerstoffhaltiger Gasstrom hindurchgeleitet, wobei geringer Menge aus der Lösung des abzuscheidenden 35 sich das Metall gemäß der Reaktionsgleichung Metalls oder auch gesondert als suspendierte Partikeln
ausfällen und diese als Keime verwenden, wie z. B. Μ· mtT ν ςη ,1O ^ ν;λμη 1I sn j- W π das Sulfid des auszufällenden Metalls. H2S, Na2S, Nl + (NH^SO4 + T0* ^ Ni(NH3)2SO4 + H2O K2S, (NH4)HS, Na2S2O3, Polythionate od. dgl. sind
dabei als Fällungsmittel gut geeignet. Die Keime 40 auflöst. Aus der erhaltenen Lösung kann dann das können aber auch aus anderen Bestandteilen der zu Metall nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wieder behandelnden Lösung oder einer anderen Lösung aus- in Pulverform ausgefällt werden, gefällt werden. So gibt z. B. eine geringe Menge Sowohl durch geeignete Wahl der Anzahl der
Aluminiumsulfat mit der ammoniakalischen Lösung Chargenwiederholungen wie auch durch die Wahl der des Metalls einen Niederschlag von Al(OH)3, der eben- 45 Reaktionsbedingungen, insbesondere Druck, Tempefalls gute Keime abgibt. ratur, pH-Wert und Ammoniakgehalt der Lösung,
Selbst der geringe Gehalt an Verunreinigungen durch kann die scheinbare Dichte des erzeugten Metalldie Keimmaterie kann aber dadurch noch weiter pulvers in weiten Grenzen variiert werden. So kann herabgesetzt bzw. völlig eliminiert werden, daß als man z. B. nach dem erfindungsgemäßen Verfahren Ni-Keime Partikeln des abzuscheidenden Metalls selbst 5° Pulver mit einer scheinbaren Dichte von 0,5 bis zu verwendet werden. Solche aus dem gleichen Metall 3,7 g/cm3 herstellen. Das erfindungsgemäße Verfahren bestehenden Keime können z. B. durch Zugabe ist nachstehend an Hand der Ausführungsbeispiele geringer Mengen eines geeigneten Reduktionsmittels beispielsweise näher erläutert, erzeugt werden, das geringe Mengen des elementaren
Metalls in Form kolloidal suspendierter Partikeln aus- 55 . .
fällt, wie z. B. Hypophosphite, Hydrosulfite, Hydro- Ausfuhrungsbeispiel 1
sulfide, Phosphite, Cyanide, Formiate, Thiosulfate, (Chemisch gefällte Keime)
Sulfite, Hydrochinon, Hydrazinsulfat oder Metallionen
in einer niedrigen Oxydationsstufe wie Fe++-, Sn++-, Es wurde aus praktisch Fe-, Cu- und Co-freien
Mn++- oder Ce++-Ionen. Die besten Resultate erhält 60 Nickelsulfatkristallen eine wäßrige ammoniakalische man dabei mit geringen Mengen des Fällungsmittels, Ni-Lösung mit einem Verhältnis Ni: NH3 ^ 1: 2 wie z. B. 0,1 bis 10 g Fe++je Liter. In manchen Fällen mit einem Nickelgehalt von 70 g/l hergestellt, filtriert ist es aber vorteilhaft, für die Keimbildung ein Gemisch und in einen Autoklav gebracht. Für die einzelnen mehrerer Fällungsmittel zu verwenden. So kann man Versuche dieser Reihe wurden verschiedene Mengen z. B. mit einem Gemisch von 0,5 g FeSO4 und 0,5 g 65 an FeSO4 als Keimbildner zugesetzt, die in Tabelle I Al2(S O4) 3 aus einer Co-Lösung mit einem hohen angegeben sind. Die Lösung wurde im Autoklav auf Gehalt an (NH4)2SO4, z.B. über 140 bis 170g/l, 93 bis 260°C, vorzugsweise 154°C, erhitzt und unter Keime abscheiden, die für das verwendungsgemäße einem Wasserstoffpartialdruck von 7 bis 42, Vorzugs-
weise 28 atü gehalten und dabei gründlich geschüttelt, um eine gute Verteilung des Gases in der Flüssigkeit zu gewährleisten und das reduzierte Nickel in Suspension zu halten. Es wurden folgende Resultate erzielt:
Tabelle I Versuch Nr. Zusatz an FeSO4
g/l
Reaktionszeit
Minuten
1 0 400*)
2 1 45
3 2 28
4 4,5 20
*) Bei dem Versuch Nr. 1 schied sich die Hauptmenge des Nickels als zusammenhängende Folie an den Wänden des Apparates ab, und nur 5 % fielen als Pulver aus. Bei den Versuchen Nr. 2 bis 4 fiel das ganze Nickel ausschließlich in Form eines Pulvers an.
Mit NaH2Po2 als Fällungsmittel erhält man unter vergleichbaren Bedingungen (204° C, 56 atü Wasserstoffpartialdruck) ähnliche Resultate, nämlich Reduktionsgrade von 99,0 bis 99,9 % bei Reaktionszeiten von 70 bis 120 Minuten.
Ausführungsbeispiel 2
(Keime aus eigenem Metall)
Aus der im Ausführungsbeispiel 1 beschriebenen Nickellösung wurde mit verschiedenen Mengen eines gefällten Nickelpulvers als Keime mit und ohne Ferrosulfatzusatz das Nickel bei 1980C und einem Wasserstoffpartialdruck von 24,5 atü ausgefällt. Die Resultate sind in der nachstehenden Tabelle II zusammengestellt. Für die Versuche Nr. 1 bis 4 wurde das nach Ausführungsbeispiel 1, Versuch Nr. 4, und für die Versuche Nr. 5 bis 7 das nach Ausführungsbeispiel 2, Versuch Nr. 4, gewonnene Nickelpulver als Keimsubstanz verwendet.
Tabelle II
Versuch FeSO4 Keimsubstanz Reduktionszeit
Nr. g/l Nickelpulver Minuten
1 1,0 0 45
2 1,0 40 30
3 1,0 80 15
4 1,0 300 4
5 0 50 180
6 0 100 105
7 0 300 55
IO
Der günstigste Temperaturbereich für die Ausfällung liegt zwischen 93 und 260° C und vorzugsweise zwischen 175 und 190° C, der günstigste Druckbereich zwischen 7 und 42 atü. Vorzugsweise wird mit einem Wasserstoffpartialdruck von 21 bis 28 atü gearbeitet. Die Reaktionsgeschwindigkeit steigt mit wachsender Temperatur und wachsendem Wasserstoffpartialdruck rasch an. Das Verhältnis von Metall zu Ammoniak in der Lösung hat auch einen großen Einfluß. Vorzugsweise wird ein Molverhältnis entsprechend Ni: NH3 j=» 1: 2 verwendet.
Auch ist ein intensives Rühren sehr vorteilhaft, da es die Reaktionszeit erheblich herabzusetzen gestattet, während die Ausgangskonzentration an Schwermetallionen in der Lösung nur geringen Einfluß auf die Reaktionsgeschwindigkeit hat.
Der Einfluß der verschiedenen Reaktionsbedingungen auf die Reaktionszeit ist in der nachstehenden Tabelle III zusammengestellt. Als Maß für die Reaktionsgeschwindigkeit ist darin verschiedentlich außer bzw. an Stelle der für die Fällung des gesamten Metallgehaltes der Lösung erforderlichen Zeit die Halbwertszeit angegeben. Das ist die Zeit, die zur Reduktion der Hälfte der auszufällenden Metallionen erforderlich ist. Soweit der Ammoniakgehalt der Lösung zahlenmäßig angegeben ist, bezieht er sich auf das Molverhältnis von NH3 zu Schwermetallionen in der Lösung. Der Übersichtlichkeit halber sind in der Tabelle die verschiedenen Versuchsreihen, in denen jeweils nur eine Versuchsvariable abgeändert worden ist, durch die Buchstaben A bis G besonders hervorgehoben.
Tabelle III
Tempe Wasser-
stoflF-
Gelöstes Metallion g/ I Cu NH -Gehalt Gramm Zugesetztes
Metallpulver
Rührge
schwin
Halb- Gesamt-
Nr. ratur partial- 0 Fe++ aus früheren digkeit WCl Ia-
■7Ρ>ΐί"
reduk-
druck Co 0 Versuchen Umdr./ ZCJLL tionszeit
°C atü Ni 0 0 NH3: Me je Liter gNi/1 Min. Minuten
1 150 14 65 0 0 0 100 . , 135
2 177 14 65 0 0 . 0 100 45 —.
3 204 14 65 0 0 ■—■ 0 100 30 — A
4 177 7 65 0 0 0,2 100 135
5 177 14 65 0 0 0,2 100 75
6 177 21 65 0 0 0,2 100 55
7 177 28 65 0 0 0,2 100 45 — B
8 177 35 65 0 0 0,2 100 —. 39
9 177 42 65 0 0 0,2 100 35
10 204 28 70 0 0 1 0,2 100 7 (a)
11 204 28 70 0 2 0,2 100 6 10
12 204 28 70 0 3 0,2 100 5 15 C
13 204 28 70 4 0,2 100 7 >25
(a) Keine vollständige Reduktion (nur 60 %).
Tabelle III (Fortsetzung)
Tempe Wasser-
stoff-
Gelöstes Metallion g/l Co Cu ΧΤΈΤ rjafialf- Gramm Zugesetztes
Metallpulver
Rührge
schwin
Halb- Gesamt-
Nr. ratur partial- 80 0 4.N Xjl3~ VJcildit Fe++ aus früheren digkeit werts- reduk-
druck 65 0 Versuchen Umdr./ zeit tionszeit
0C atii Ni 40 0 NH3: Me je Liter gNi/1 Min. Minuten
14 177 24,5 0 18 0 ^2 0,1 100 60
15 177 24,5 0 7 0 f«2 0,1 100 40
16 177 24,5 0 70 0 ^2 0,1 100 25 — D
17 177 24,5 0 70 0 sü2 O5I 100 15
18 177 24,5 0 70 0 «2 0,1 100 7
19 177 24,5 0 0 0 "VT TT 1,0 0 550 __ 80
20 177 24,5 0 0 0 . NH3- I
Überschuß |
1,0 0 730 40 E
21 177 24,5 0 45 <0,005 \ NH3- f 1,0 0 900 35
22 204 28 50 I Überschuß \ 0 0 _ _ (b)
23 204 28 50 Überschuß 1 0 " 45 F
24 149 28 0,7 0,1 bis 10 (C) (C) (c) G
(b) Nach 100 Minuten keine vollständige Reduktion. Das ausgefällte Kobalt fiel praktisch ausschließlich als schwer entfernbare zusammenhängende Folie an den Apparatewänden und dem Rührer an.
(c) Ausgefälltes Metallpulver jeweils in der nachfolgenden Operation als Kristallkeim verwendet, bis nach vierzig Wiederholungen 500 bis 800 g Nickelmetall je Liter suspendiert und die Teilchengröße von 1 μ nach der ersten Fällung auf 50 μ angewachsen war.
In den vorstehend aufgeführten Versuchen ist fast ausschließlich die Verwendung von Keimen beschrieben, die durch Fällung mit Fe S O4 hergestellt und gegebenenfalls anschließend durch weitere AbscheidungvonMetall vergrößert worden sind, weil FeSO4 ein besonders bequem zu handhabendes und leicht zugängliches Fällungsmittel ist. Daß aber die Durchführbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens weder an eine bestimmte Zusammensetzung des Fällungsmittels, noch der verwendeten Keime gebunden ist, sondern ausschließlich an die Größe und Zahl der suspendierten Keime, zeigt die nachstehende Tabelle IV, in der beispielsweise die
Zusammensetzungen und Reduktionsbedingungen für einige Lösungen angegeben sind, aus denen mit verschiedenen anderen Keimbildnern das Metall in Pulverform ausgefällt wurde.
Bei einigen der angeführten Versuche ist der Schwefelgehalt der ersten Fällung angegeben. Man sieht, daß dieser schon in der ersten Fällung so niedrig ist, daß bereits eine geringfügige Vergrößerung des Teilchendurchmessers in den weiteren Chargen, in denen die zuerst ausgefällten Teilchen als Keime dienen, den Schwefelgehalt rasch unter jede technisch vorgeschriebene, hochstzulässige Grenze bringt.
Tabelle IV
Tempe Wasserstoff- Gelöstes
Schwermetall
Ni Co NHo-Gehalt Fällungsmittel Menge Schwefel
gehalt nach
Reduk-
tions~
Bemerkungen
Nr. ratur partialdruck g/l 0 24 Ai XJL3 ^JWiLJlCl-LL g/l der ersten
Fällung
zeit
0C atü 2 38 NH3: Me Art 0,05 % Minuten
1 177 42 1 24 3 Na2S · 9 H2O 0,6 0,16 feinesPulver
2 177 42 1 24 3 s— 0,1 1,23 60 feinesPulver
3 177 42 0 60 3 s— 0,05 0,37 75 feinesPulver
4 177 42 3 s— 0,05 0,16 60 sehr feines
5 177 42 2,5 50 2 s— 0,08 150 Pulver
50 0 0,5
6 204 56 2,5 50 NaNO2 0,5
7 177 42 2,5 50 S2O4 0,5
8 204 56 2,5 50 Hydrochinon 0,5
9 204 56 2,5 45 Hydrazinsulfat 1,0
10 274 70 2,5 45 Sn++ 1,0
11 204 56 2,5 50 Mn++ 0,5
12 232 63 Cu 86 Ce++ 0,013
13 190 56 Cu 86 Graphit 10
14 177 63 CaCO3 10
15 177 63 Aktivkohle

Claims (9)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Abscheidung von Nickel und/ oder Kobalt in Pulverform aus einer wäßrigen Lösung eines komplexen Amminsalzes des Metalls S durch Reduktion mit einem reduzierenden Gas, vorzugsweise Wasserstoff, unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Einwirkung des reduzierenden Gases auf die Lösung in dieser feinverteilte Feststoffpartikeln suspendiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die suspendierten Partikeln durch einen chemischen Fällungsprozeß erzeugt werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Partikeln des abzuscheidenden Metalls verwendet werden, die durch Zugabe geringer Mengen eines Reduktionsmittels, vorzugsweise Ferrosulfat, aus der Lösung ausgefällt werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Partikeln einer unlöslichen Verbindung des abzuscheidenden Metalls verwendet werden, die durch ein Fällungsmittel, vorzugsweise Sulfidionen, aus der Lösung ausgefällt werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikeln aus in einer vorhergehenden Charge abgeschiedenem und in
die neue Charge eingeführtem Metallpulver bestehen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das in einer vorhergehenden Charge abgeschiedene Pulver mindestens so lange als Feststoffpartikeln für die nächstfolgende Charge verwendet wird, bis sich das Metall teilweise als zusammenhängende Folie an den Wänden des Apparates aus der Lösung abscheidet.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das als zusammenhängende Folie abgeschiedene Metall aus dem Reaktionsgefäß nach Entleerung desselben durch Einwirkung einer Ammonsulfatlösung unter Hindurchleiten eines sauerstoffhaltigen Gasstromes und Rühren herausgelöst und aus der anfallenden Aminsalzlösung gegebenenfalls das Metall nach dem Verfahren der Ansprüche 1 bis 6 in Pulverform ausgefällt wird.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens für die erste Fällung Partikeln mit einer Teilchengröße von 1 bis 5 μ verwendet werden.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung während der Ausfällung des Metalls intensiv gerührt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 463 913, 839 935, 690.
© 209 615/225 6.
DES37059A 1954-01-07 1954-01-07 Verfahren zur Abscheidung von Nickel und/oder Kobalt in Pulverform aus einer waessrigen Loesung eines komplexen Amminsalzes des Metalls durch Reduktion mit einem reduzierenden Gas Pending DE1132550B (de)

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