DE1130961B - Stauchkraeuselkammer, insbesondere fuer endlose kuenstliche Fadenkabel oder Garne - Google Patents
Stauchkraeuselkammer, insbesondere fuer endlose kuenstliche Fadenkabel oder GarneInfo
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Description
Es ist eine Vorrichtung zum Kräuseln eines Kunstfaserbandes bekannt, bei welcher zwei mit Nuten versehene
Zuführwalzen das Faserband einer U-förmigen Ablaufrinne zuführen, in welche eine unter einem
Gewicht schwenkbar gelagerte Klappe angeordnet ist, die den von den Zuführwalzen und der Rinne umgrenzten
Raum nach vorn abschließt und bei der, wenn genügend Faserband in die Rinne eingeführt ist,
das gekräuselte Material die Klappe entgegen dem Gewicht wegstößt und eine bestimmte Menge des
Faserbandes von der schräg nach unten geneigten U-förmigen Rinne weggeführt wird. Eine solche Vorrichtung
zum Kräuseln eines Kunstfaserbandes hat den Nachteil, daß das Material erst abgezogen wird,
wenn sich in der Rinne ein beträchtlicher Druck aufgebaut hat; dann aber wird der Rückdruck auf die
Zuführwalzen erheblich vermindert und erhöht sich allmählich wieder, bis eine entsprechende Masse
neuen Materials nachgeschoben ist. Daraus ergibt sich des weiteren eine unregelmäßige Kräuselung.
Es ist weiterhin bekannt, bei Stauchkräuselvorrichtungen die Wände der Stauchkräuselkammer entweder
zu beheizen oder zu kühlen.
Der Hauptzweck der Erfindung besteht darin, eine Stauchkräuselkammer zu schaffen, bei der erne regelmäßige
Kräuselung des Faden- oder Garnmaterials erhalten wird.
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, Regelmittel zu schaffen, durch die eine Gleichförmigkeit
des Druckes an das in der Stauchkammer befindliehe Fadenmaterial und, bei Anwendung einer
Wärmebehandlung, eine Gleichförmigkeit der Zeit der Wärmebehandlung gewährleistet wird.
Schließlich bezweckt die Erfindung, eine Stauchkräuselkammer zu schaffen, bei welcher die Abgabe
des gekräuselten Fadenmaterials gleichförmig und kontinuierlich erfolgt.
Bei der Stauchkräuselkammer, insbesondere für endlose künstliche Fadenkabel oder -garne, gemäß
der Erfindung sind am unteren Ende der Kammer Zuführrollen vorgesehen, während im oberen Ende
der Kammer ein axial verschiebbarer, auf dem Kräuselgut aufliegender Kolben vorgesehen ist, der
eine kleine Öffnung zum Abziehen nur eines einzigen gekräuselten Fadenbündels aus der Kammer frei läßt
oder enthält, sowie eine Steuervorrichtung, durch die in Abhängigkeit von der Bewegung des Kolbens die
Menge des in der Kräuselkammer enthaltenen Gutes im wesentlichen konstant gehalten wird.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung greift der Kolben mit einem Zapfen an einem Arm an, der auf
einen Steuerschalter od. dgl. einwirkt, welcher den Stauchkräuselkammer,
insbesondere für endlose künstliche
Fadenkabel oder Garne
Anmelder:
Alexander Smith Incorporated,
White Plains, N. Y. (V. St. A.)
White Plains, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. E. Wiegand, München 15,
und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Hamburg 1, Ballindamm26, Patentanwälte
Hamburg 1, Ballindamm26, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 6. August 1953
(Nr. 372 692 f. d. Anspr. 1 und 2)
und 1. März 1954 (Nr. 413 205 f. d. Anspr. 3)
V. St. v. Amerika vom 6. August 1953
(Nr. 372 692 f. d. Anspr. 1 und 2)
und 1. März 1954 (Nr. 413 205 f. d. Anspr. 3)
Ewart H. Shattuck, Ardsley, N. Y. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Antrieb der Zuführrollen oder den Antrieb der Abzugswalzen steuert.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Abzugseinrichtung aus einer mit konstanter
Geschwindigkeit umlaufenden konischen Rolle bestehen, welche das Fadenbündel oder das
Garn aus der Kräuselkammer über einen zwischen zwei feststehenden geneigten Armen angeordneten
und am axial verschiebbaren Kolben vorgesehenen, ebenfalls geneigten Ann abzieht, der bei Bewegung
des Kolbens das gekräuselte Fadenbündel auf den festen Armen und in axialer Richtung auf der konischen
Rolle verschiebt.
Die Erfindung hat den besonderen Vorteil, daß neben dem kontinuierlichen Betrieb das erhaltene
Produkt gleichförmig gekräuselt und die Kräuselung gleichförmig festgelegt ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Stauchkräuselkammer nach der Erfindung dargestellt.
In dieser ist
Fig. 1 ein Schaubild einer erfindungsgemäßen Kräuselvorrichtung,
209 608/307
Fig. 2 ein horizontaler Teilschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1 zur Darstellung der Führungsund
Spannorgane,
Fig. 3 ein vertikaler Längsschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1, ·
Fig. 4 ein Horizontalschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3,
Fig. 5 eine Teilschnittdarstellung mit einer Einfädelvorrichtung für das Fadenmaterial,
Fig. 6 eine Teilschnittdarstellung mit der Einfädelvorrichtung
in ausgefahrener Stellung, Fig. 7 eine Darstellung des Einfädelstößels,
Fig. 8 und 9 je ein Querschnitt nach der Linie 8-8 bzw. 9-9 der Fig. 3,
Fig. 10 ein Vertikalschnitt durch eine andere Ausführungsform der Stauchkräuselkammer,
Fig. 11 eine Draufsicht der Kammer gemäß Fig. 10,
Fig. 12 und 13 je ein Querschnitt nach der Linie 12-12 bzw. 13-13 der Fig. 10 und
Fig. 14 die Ringspindel zum Aufwickeln des gekräuselten Fadens.
Die Kräuselkammer 14 besitzt nach den Fig. 1, 3 und 4 an ihrem unteren Ende zwei Zuführrollen 10
und 11 zum Einführen eines endlosen Fadenbündels oder Garns 12. Die Kammer ist lose in einer Bohrung
15 eines Gehäuses 16 angeordnet. Das Gehäuse 16 hat einen Mantelraum 17, der zum Umlauf eines
Heizmediums mit Rohrleitungen 18 und 19 in Verbindung steht. Das Gehäuse 16 und die Kammer 14
können mit Kanälen 9 zum Einspritzen eines Heiz- oder Fixiermittels, z.B. Dampf, versehen sein. Das
Gehäuse 16 kann gegebenenfalls durch Heizwiderstände elektrisch beheizt werden.
Die Zuführrollen 10 und 11 sind auf Wellen 20 bzw. '21 montiert und werden durch miteinander kammende
Zahnräder 22 und 23 angetrieben. Die Welle 20 ist m einem Lager 25 gelagert, das von einem bei
27 am Gestell 24 angelenkten Arm 26 getragen wird, der unter dem Druck einer an einem Teller 29 angreifenden
Feder 28 steht, der auf einer Stellschraube 30 gehalten wird, die in einen am Gestell 24 befestigten
Ansatz 31 eingeschraubt ist. Die Feder 28 drückt die RoUeIO gegen das zwischen den Rollen 10 und 11
durchlaufende Fadenmaterial. Die Zähne der Zahnräder 22 und 23 sind lang genug, um auch dann miteinander
im Eingriff zu bleiben, wenn die Rolle 10 beim Durchgang des Fadenmaterials zurückgedrückt
wird. Die Rolle 10 kann auch hydraulisch oder gewichtsbelastet sein.
Die Kammer 14 hat eine Bohrung 13 von kreisförmigem oder anderem Querschnitt und kann verjüngt
sein. Sie trägt an ihrem unteren Ende einen Sattel 35 mit einer Öffnung36 von z.B. quadratischem Querschnitt
(Fig. 8), deren Diagonalen dem Durchmesser der Bohrung 13 der Kammer 14 entsprechen und deren
Seiten glatt sind. Die Öffnung 36 des Sattels 35 kann auch kreisförmig oder andersartig ausgebildet
sein und eine Fortsetzung der Bohrung 13 bilden.
Der Sattel 35 hat zwei gebogene Flachen 38, die im allgemeinen mit den Mantelflächen der Zuführrollen
10 und 11 übereinstimmen, und zwei Seitenteile 39, die sich auf einander entgegengesetzten Seiten der Rollen
10 und 11 erstrecken. Die gekrümmten Flächen 38 des Sattels 35 schneiden die Öffnung 36 an abgerundeten
Linien 40, um Ecken oder scharfe Kanten zu vermeiden, die die Fäden beschädigen könnten.
Die Kammer 14 ist so ausgeführt, daß der Sattel 35 leicht auf den Rollen 10 und 11 ruht und unter dem
Druck des in die Kräuselkammer hineingestopften Materials etwas von den Rollen weggedrückt werden
kann. Die Kammer 14 sitzt in der Bohrung 15 mit solchem Spiel, daß sie in allen Richtungen begrenzt
seitlich beweglich ist. Die Kammer 14 kann daher entsprechend dem Druck und der Verteilung des in
ihr befindlichen Materials begrenzte vertikale und seitliche Bewegungen ausführen.
In der Bohrung 13 wird das gekräuselte Material von einem Kolben 45 zusammengepreßt gehalten, der
lose in der Bohrung 13 sitzt und auf dem zusammengepreßten Material ruht. Der Kolben 45 ragt nach
oben aus der Kammer 14 heraus und ist mit abnehmbaren
Gewichten 46 versehen, mit denen der Druck bestimmt werden kann, der auf das in der Bohrung 13
befindliche gepreßte Material ausgeübt werden soll. Oben ist der Kolben 45 mit einem Zapfen 47 versehen,
der an einem Arm 48 angreift, der einen Steuerschalter 49 betätigt, der wiederum auf einer an dem
Gestell 24 befestigten Konsole 50 montiert ist.
Der Kolben 45 sitzt in der Kammer 14 mit solchem Spiel, daß er den Durchgang des gekräuselten Fadenbündels
oder Garns 53 zwischen Kolben und Kammerwand gestattet. Das Spiel ist jedoch so klein, daß
eine Reibungsbremse gebildet wird, die das Bilden von Verdickungen oder Schlingen verhindert. Das gekräuselte
Fadenbündel oder Garn läuft daher über den oberen Rand der Kammer 14 zu Abzugswalzen
54, 54', die das Fadenmaterial aus der Bohrung 13 herausziehen.
Die Abzugswalzen sind ebenfalls auf der Konsole
50 montiert und werden über eine Welle 55 mit einer Geschwindigkeit angetrieben, die zur Geschwindigkeit
der Zuführrollen 10 und 11 in einem bestimmten Verhältnis steht. Der Steuerschalter 49 ist in einem Stromkreis
so eingeschaltet, daß er einen Antriebsmotor entweder für die Zuführrollen 10 und 11 oder für die
Abzugswalzen 54, 54' steuert. Bei einer festen Antriebsverbindung zwischen Zuführrollen und Abzugswalzen kann der Steuerschalter 49 auch zur Steuerung
einer Schaltkupplung dienen, die zur Steuerung des aus der Bohrung 13 abgezogenen Materials entweder
die Zuführrollen oder die Abzugswalzen ein- oder auskuppelt. An Stelle des Schalters kann eine nokkengesteuerte
oder andere entsprechend arbeitende Vorrichtung vorgesehen sein, mit der der Antrieb des
einen Walzensatzes in Abhängigkeit von dem Maß gesteuert wird, um das der Kolben 45 angehoben ist.
Zur Führung des den Zuführrollen 10 und 11 zugeführten
Garns 12 ist ein Führungsrohr 60 vorgesehen, das an seinem oberen Ende Krummflächen 61
besitzt, die den Mantelflächen der Zuführrollen 10 und 11 entsprechen und das Fadenmaterial 12 in bezug
auf die Zuführrollen führen und zentrieren. Das Führungsrohr 60 ist mit einem Querschlitz 62 versehen,
durch den das Fadenmaterial eingeführt wird. Das Fadenmaterial wird durch eine Federspannvorrichtung
unter Spannung gehalten, die zwei unter dem Druck der Feder 66 stehende Scheiben 65 besitzt
(Fig. 2). Das Rohr 60 ist auf einer Konsole 67 montiert, die mit Hilfe von Schrauben 69 in dem Gestell
24 verschiebbar befestigt ist. Die Scheibe 65 und die Feder 66 sind auf einem Arm 68 montiert, der zwecks
Verstellung um die Achse des Rohres 60 an der Konsole
67 angelenkt ist.
Ein Stößel 70 sitzt in der Bohrung des Führungsrohres 60 und wird von einer Feder 71 in seiner zurückgezogenen
Stellung gehalten. Der Stößel 70 ist an
seinem inneren Ende mit einem verjüngten, eine Kante 75 bildenden Teil 73 versehen und hat seitliche
Rillen 74 für das Garn, sowie eine Keilnut 76, in der ein Keil 77 sitzt, der die Kante 75 in bezug auf den
Eingriff der Rollen 10 und 11 richtig fluchtet. Der Stößel 70 hat eine solche Länge, daß der Rand der
Kante 75 beim Vorschub des Stößels 70 zwischen die Zuführrollen 10 und 11 gebracht wird (Fig. 6).
Das Fadenmaterial 12 wird zum Einfädeln zwischen den Spannscheiben 65 und durch den Querschlitz
62 des Rohres 60 eingeführt. Der Stößel 70 erfaßt das den Querschlitz 62 durchsetzende Fadenmaterial
und drückt es aufwärts gegen die Zuführrollen 10 und 11, wo es erfaßt und in die Öffnung 36
des Sattels 35 vorgeschoben wird.
Nach dem Einschieben des Fadenmaterials zwischen die Zuführrollen 10 und 11 wird die in der Öffnung
36 befindliche Fadenmasse gekräuselt und durch die Kammer 14 vorgeschoben, in der es in gekräuselter
Form zusammengepreßt gehalten und fixiert wird.
Durch die dem Gehäuse 16 zugeführte Wärme wird die Temperatur in der Kammer 13 geregelt.
Das Fadenmaterial mit der fixierten Kräuselung wird durch die Abzugswalzen 54, 54' entfernt, die mit
einer solchen Geschwindigkeit laufen, daß die Kammer 14 stets bis zur gleichen Höhe gefüllt bleibt. Um
die Regelung zu erleichtern, können die Abzugswalzen mit einer etwas höheren Drehzahl angetrieben werden,
als normalerweise notwendig ist, um die Kammer 14 bis zur richtigen Höhe gefüllt zu halten, wobei
die Zuführung durch die intermittierende Betätigung des Steuerschalters 49 gesteuert wird. Die Regelung
kann auch umgekehrt erfolgen, und die Zuführrollen können intermittierend angetrieben oder es kann eine
Proportionalregelung verwendet werden.
Da der Sattel 35 im Abstand von den Zuführrollen
10 und 11 gehalten wird, kann das Fadenmaterial zwischen den Krummflächen 38 des Sattels 35 und
dem Umfang der Zuführrollen 10 und 11 nicht eingeklemmt werden. Das Gewicht des Sattels 35, der
Kammer 14, des Kolbens 45 und des in der Kammer 14 zusammengepreßten Materials bestimmt den Rückdruck,
gegen den das Material von den Rollen 10 und
11 zur Kräuselung vorgeschoben wird. Die Kräuselfrequenz und -amplitude wird als eine Funktion des
Rückdrucks und der mechanischen Eigenschaften des Fadenmaterials (Biegemoment, Druckfestigkeit usw.)
bestimmt. Es kann auch eine Federbelastung vorgesehen sein, die die auf den Kolben 45 wirkenden Gewichte
ergänzt oder ersetzt.
Das Fadenmaterial wird durch das Führungsrohr 60 den Zuführrollen zugeführt. Der Arm 68 kann so
um das Rohr 60 herum verstellt werden, daß der Zug in einer solchen Richtung erfolgt, daß das Fadenmaterial
zwischen den Rollen gehalten wird.
Die Kräuselkammer kann auch in bezug auf die Zuführrollen umgekehrt werden, so daß das Fadenmaterial
der Kräuselkammer nicht aufwärts, sondern abwärts zugeführt wird. In diesem Fall wird für den
fliegend angeordneten Sattel und Schließkolben eine Federbelastung verwendet.
Die Abzugswalzen 54, 54' können die Zuführwalzen einer Aufwickelvorrichtung darstellen, die z.B. mit
konstanter Spannung arbeitet, oder sie können das gekräuselte Produkt einer in der Textilindustrie übliehen
Nachbehandlung zuführen.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 10 bis 14 fördern zwei Zuführrollen 80 und 81 das z. B. von einer
Zwirnvorrichtung 146 bis 148 kommende endlose Fadenbündel oder Garn 82 in eine Kammer 84, die lose
in einer Bohrung 85 eines Gehäuses 86 montiert ist und durch um das Gehäuse 86 verteilt angeordnete
Organe, z.B. Stellschrauben88, in einer gewünschten Stellung gehalten wird. Das Gehäuse 86 trägt mehrere
elektrische Heizelemente 87, die sich über die ganze Länge des Gehäuses erstrecken und die Gehäusewände
und die Kammer 84 heizen.
Die Zuführrollen 80 und 81 sind auf Wellen 90 bzw. 91 montiert und werden von miteinander kämmenden
Zahnrädern 92 und 93i angetrieben. Die Welle 91 lagert
in einem feststehenden Lager, das von einem Gestell 94 getragen wird, das auch das Gehäuse 86 trägt.
Die Welle 90 ist in einem Lager 95 gelagert, das von einem Arm 96 getragen wird, der bei 97 an dem Gestell
94 angelenkt ist und von einer Feder 98 gegen eine Scheibe 99 gedrückt wird, die auf einer Stellschraube
100 gehalten wird, die ihrerseits in einem am Gestell 94 befestigten Ansatz 101 eingeschraubt
ist. Die Feder 98 drückt die Rolle 80 gegen das zwischen den Rollen 80 und 81 durchlaufende Fadenmaterial.
Die Kammer 84 hat eine Bohrung 83 von kreisförmigem oder anderem Querschnitt und kann verjüngt
sein, so daß eine sich in der Vorschubrichtung des gekräuselten Materials erweiternde Kammer gebildet
wird. An ihrem unteren Ende trägt die Kammer 84 einen Sattel 105 mit einer Öffnung 106 von
z.B. quadratischem Querschnitt, deren Diagonalen dem Durchmesser der Kreisbohrung 83 der Kammer
84 entsprechen und deren Seiten glatt sind. Die Öffnung 106 kann auch kreisförmig oder von anderer
Form sein und kann eine Fortsetzung der Bohrung 83 bilden. Die Bohrungen 83 und 106 können z. B. mit
einer Porzellan-, Glas- oder metallischen Überzugsschicht (z. B. Chrom) versehen sein, damit die Oberflächenreibung
verringert und eine säurefeste Oberfläche geschaffen wird.
Der Sattel 105 hat zwei Krummflächen 108, die im allgemeinen mit den Mantelflächen der Zuführrollen
80 und 81 übereinstimmen, und zwei Seitenteile 109, die sich zwecks Bildens einer begrenzten Kräuselkammer
auf einander entgegengesetzten Seiten der Rollen 80 und 81 erstrecken. Die Krummflächen 108
des Sattels 105 schneiden die Bohrung 106 an Linien 110, die abgerundet sind, um Ecken und scharfe Kanten
zu vermeiden, die die Fäden beschädigen könnten.
Die Kammer 84 kann eingestellt und mit Hilfe von
Stellschrauben 88 festgestellt werden. Wenn eine derartige Einstellung nicht erforderlich ist, können die
Kammer 84 und der Sattel 106 als Teil des Gehäuses 86 ausgebildet sein.
Die Kammer 84 kann aus zwei Teilstücken 84 a und 84 b bestehen, die mit Hilfe einer Klemmvorrichtung
111 aus Wärmeisoliermaterial, z. B. Glimmer od. dgl., im Abstand voneinander fluchtend zusammengespannt
sind, damit der Wärmeübergang von dem erwärmten Teilstück 84 α auf das obere gekühlte
Teilstück 84 b verzögert wird. Das obere Teilstück kann eine etwas größere Bohrung haben als das Teilstück
84 α, um den Vorschub des zusammengepreßten Materials zu erleichtern. Das gekühlte Teilstück 84 &
kann mit Kühlrippen 112 oder mit anderen Kühlorganen, z. B. einer Wasserschlange oder einem Wassermantel,
versehen sein, damit das gekräuselte Material vor seinem Ausbringen auf die gewünschte
Temperatur gekühlt wird. Ein Luftgebläse kann einen kühlenden Luftstrom über die Rippen 112 leiten.
Die richtige Einstellung der Kammer 84 in bezug
auf die Rollen 80 und 81 wird durch einen Stellring
113 erleichtert, der mit einer Stellschraube 113 a an
der Kammer befestigt ist und mit Hilfe einer Stellschraube 114 auf einen bestimmten Abstand über dem
Gehäuse 86 eingestellt wird. Die Einstellung erfolgt derart, daß bei auf den Rollen 80 und 81 ruhender
Kammer 84 der Stellring 113 gegen die Decke des Gehäuses 86 heruntergedrückt und die Stellschraube
113« angezogen wird. Dann wird die Stellschraube
114 so weit gedreht, daß der Stellring 113 und die
Kammer 84 bis zu dem gewünschten Abstand von den
Walzen 80 und 81 abgehoben werden. In dieser Stellung
kann die Kammer durch die Stellschrauben 88
festgestellt werden.
In der Bohrung 83 wird das gekräuselte Material von einem Kolben 115 zusammengepreßt gehalten,
der lose in der Bohrung 83 sitzt und auf dem darin zusammengepreßten Material ruht. Der Kolben 115
steht nach oben aus der Kammer 84 heraus, und je nach dem Druck, der auf das in der Bohrung 83 zusammengepreßte
Material ausgeübt werden soll, kann er gewichtsbelastet sein. Oben ist der Kolben 115 mit
einem Zapfen 117 versehen, der einen zwischen zwei
feststehenden Armen 119 angeordneten geneigten Arm 118 besitzt. Die Arme 119 sind am Gehäuse 86
befestigt und haben eine geringere Neigung als der Arm 118.
Der Kolben 115 ist mit einer Bohrung 120 versehen, die den Durchgang des gekräuselten Fadenbündels
oder Garns 123 gestattet, aber eine Reibungsbremse
bildet, so daß Verdickungen oder Schlingen beseitigt werden. Das gekräuselte Fadenbündel bzw.
Garn läuft über die Arme 119 und unter den Arm 118 zu Regelwalzen 124 und 125, die es aus der Bohrung
83 abziehen.
Die Regelwalzen 124 und 125 sind auf Trägern 126
montiert und werden von der Welle 127 mit einer Geschwindigkeit
angetrieben, die mit der der Zuführrollen 80 und 81 in einem bestimmten Verhältnis
steht. Die Zuführ- bzw. Regelwalzen können von je einem eigenen Motor angetrieben sein oder miteinander
gekuppelt sein und dann von einem einzigen Motor angetrieben werden.
Die Regelwalze 124 ist kegelig ausgebildet, wobei ihr stärkeres Ende (Fig. 10) auf der linken Seite liegt.
Die Walze 125 kann kleiner sein als die Walze 124
und kann zylindrisch ausgebildet und auf einer Achse montiert sein, die gegen die Achse der Walze 124
leicht geneigt ist. Die Walze 125 wird von einem Riemen 128 mit der mittleren Umfangsgeschwindigkeit
der Walze 124 angetrieben.
Von den Regelwalzen kann das Garn einer Aufwickelvorrichtung
129, 130 bzw. 142 bis 145 beliebiger Art zugeführt werden, die mit konstanter Geschwindigkeit
oder konstanter Spannung arbeitet.
Die Walze 125 kann auch weggelassen und nur die
Regelwalze 124 vorgesehen sein, mit der die Abziehgeschwindigkeit
des Garns aus der Kräuselkammer so geregelt wird, daß das' Gam eine gleichbleibende Zeit
in der Fixierkammer bleibt.
Zur Führung des Garns 82 zu den Zuführrollen 80
und 81 ist ein Führungsrohr 131 vorgesehen, das an seinem oberen Ende Krummflächen 132 hat, die mit
den Mantelflächen der Zuführrollen 80 und 81 übereinstimmen und zur Führung und Zentrierung des
Fadenmaterials 82 in bezug auf die Zuführwalzen dienen.
Das Fadenmaterial wird mit einer Spannfedervorrichtung 135 unter Spannung gehalten. Das Rohr
131 ist auf einem im Gestell 94 befestigten Träger montiert.
In dem Führungsrohr 131 kann das Fadenmaterial
durch geeignete Heizorgane erhitzt werden, z. B. durch ein das Rohr 131 umgebendes elektrisches Heizelement 138 oder andere Heizorgane, z. B. einen Heizwiderstand,
Infrarotstrahler oder einen Dampfmantel. Dem Garn kann in dem Rohr 131 auch Feuchtigkeit,
z. B. Dampf oder heißes Wasser, zugeführt werden, um das Garn zur Kräuselung zu konditionieren. Auf
diese Weise wird das Garn unmittelbar vor seinem Eintritt in die Kräuselungszone konditioniert.
Die Temperatur des gekühlten Teilstücks 84 b wird durch die Ausbildung der Rippen 112 und die Länge
des gekühlten Teilstücks so bestimmt, daß die Fäden auf eine Temperatur gekühlt werden, bei der die
Kräuselung fixiert wird, während das Material in dem gekühlten Teilstück 84 b zusammengepreßt gehalten
wird.
Das Fadenmaterial mit der fixierten Kräuselung
wird durch die Regelwalzen 124 und 125 entfernt, die
mit einer solchen mittleren Geschwindigkeit umlaufen, daß die Kammer 84 bis zu einer gleichbleibenden
Höhe gefüllt bleibt.
Wenn der Kolben 115 gesenkt wird, wird auch der Arm 118 gegenüber den Armen 119 gesenkt. Der Arm
118 ist derart geneigt, daß das Garn entlang der Arme
119 auf die Seite geringeren Durchmessers der Regelwalze 124 geschoben wird, die auf diese Weise die
Abzugsgeschwindigkeit verringert. Wenn umgekehrt der Kolben 115 angehoben wird, hebt sich auch der
Arm 118 und bewirkt die Verlagerung des Garns zur stärkeren Seite der Regelwalze 124, so daß die Abzugsgeschwindigkeit
erhöht wird.
Die Schräge der Arme 118 und 119 ist derart, daß
eine Vertikalbewegung des Kolbens 115 eine um ein Vielfaches größere seitliche Verlagerung des Garns
auf der kegeligen Regelwalze 124 bewirkt. Diese Wirkung ist so bemessen, daß die in der Kräuselkammer
84 befindliche Garnmenge im wesentlichen konstant bleibt.
Die Kegelwalze 124 kann so gelagert sein, daß sie
sich wie in Fig. 14 um eine dem Kolben 115 parallele Achse dreht, wobei das Garn der Walze direkt von
dem Kolben zugeführt wird. In diesem Fall bewirkt das Anheben und Senken des Kolbens die Verlagerung
des Garns entlang der Kegelwalze und gleicht daher alle Zufuhrschwankungen aus.
Claims (3)
1. Stauchkräuselkammer, insbesondere für endlose künstliche Fadenkabel oder Garne, gekenn
zeichnet durch am unteren Ende der Kammer (14 bzw. 84) vorgesehene Zuführrollen (10, 11 bzw.
80, 81), einen im oberen Ende der Kammer axial verschiebbaren, auf dem Kräuselgut aufliegenden
Kolben (45 bzw. 115), der eine kleine Öffnung zum Abziehen nur eines einzigen gekräuselten
Fadenbündels aus der Kammer frei läßt oder enthält, sowie durch eine Steuereinrichtung, durch
die hi Abhängigkeit von der Bewegung des Kolbens (45 bzw. 115) die Menge des in der
Kräuselkammer (14 bzw. 84) enthaltenden Gutes im wesentlichen konstant gehalten wird.
2. Stauchkräuselkammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (45) mit
einem Zapfen (47) an einem Arm (48) angreift, der auf einen Steuerschalter (49) od. dgl. einwirkt,
welcher den Antrieb der Zufuhrrollen (10, 11) oder den Antrieb der Abzugswalzen (54, 54')
steuert.
3. Stauchkräuselkammer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugseinrichtung
aus einer mit konstanter Geschwindigkeit umlaufenden konischen Rolle (124) besteht,
welche das Fadenbündel oder Garn (123) aus der Kräuselkammer über einen zwischen zwei fest-
stehenden geneigten Armen (119) angeordneten,
am axial verschiebbaren Kolben (115) vorgesehenen, ebenfalls geneigten Arm (118) abzieht, der
bei Bewegung des Kolbens (115) das gekräuselte Fadenbündel auf den festen Armen (119) und in
axialer Richtung auf der konischen Rolle (124) verschiebt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 741106, 839 243,
Deutsche Patentschriften Nr. 741106, 839 243,
842523;
USA.-Patentschriften Nr. 2 311174, 2 575 833,
USA.-Patentschriften Nr. 2 311174, 2 575 833,
2575 839.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 608/307 5.62
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US372692A US2760252A (en) | 1953-08-06 | 1953-08-06 | Filament crimping apparatus |
US413205A US2758358A (en) | 1953-08-06 | 1954-03-01 | Filament crimping apparatus |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1130961B true DE1130961B (de) | 1962-06-07 |
Family
ID=27005874
Family Applications (1)
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