DE1120902B - Doppelachs-Spuraggregat - Google Patents
Doppelachs-SpuraggregatInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Doppelachs-Spuraggregat, dessen Achsen über Streben gelenkig
mit dem Fahrzeugrahmen verbunden sind und sich unter Vermittlung verschwenkbar am Rahmen gelagerter
Tragfedern selbsttätig zur Kurve einstellen, wobei die Tragfedern an konvexen Seitenflächen in
Federböcken gelagert sind und mit ihren Enden den Achsen frei aufliegen, die mit konvexen Flächen die
inneren Federseiten tangieren.
Derartigen Doppelachs-Spuraggregaten, die bereits in verschiedenen Ausführungsformen bekannt sind,
liegt die Aufgabe zugrunde, die Kurvenlaufeigenschaften der mit Doppelachsen ausgerüsteten Fahrzeuge
dadurch zu verbessern, daß die beiden Achsen sich gesteuert durch die Bodenadhäsion der Reifen
selbsttätig zur Kurve, d. h. konvergierend zur Kurveninnenseite hin, einstellen können. Zu diesem
Zweck sind bei bekannten Doppelachsaggregaten die Achsen nachlaufend über Dreieckstreben gelenkig an
den Fahrzeugrahmen angehängt, wobei die Dreieckstrebe der Hinterachse entweder zwischen den beiden
Achsen am Fahrgestell oder vor der vorderen Achse am Fahrzeugrahmen angelenkt ist. Diese Anordnung
erfordert jedoch insbesondere durch die vor der Vorderachse befindlichen Teile einen großen Konstruktionsraum
unterhalb des Fahrzeugrahmens. Es sind aber auch schon Ausgestaltungen bekanntgeworden,
bei denen die Dreieckstreben beider Achsen zwischen denselben vorgesehen sind. Hierbei wird die Vorderachse
aber durch die zugehörige, nach hinten ausliegende Dreieckstrebe geschoben, wodurch die Vorderachsanordnung
im Fahrbetrieb zu Schwingungen um den Anlenkpunkt der vorderen Dreieckstrebe innerhalb
des durch die den Tragfedern anliegenden konvexen Flächen der Vorderachse begrenzten Bereiches
neigt. Diese Schwingungen wirken sich auf die Laufruhe des Doppelachsaggregates sehr nachteilig
aus und verursachen einen erheblichen Verschleiß der beteiligten Lagerstellen.
Erfindungsgemäß werden die beschriebenen Nachteile bei einer geschoben angeordneten Vorderachse
dadurch vermieden, daß die Vorderachse gelenkig mit zwei im Winkel zueinander eingestellten Spurstangen
verbunden ist, die gelenkig und mit Abstand voneinander am Fahrgestell angreifen, während die
Hinterachse in an sich bekannter Weise über eine Dreieckstrebe gelenkig mit dem Fahrgestell verbunden
ist. Diese Anordnung ergibt nicht nur eine vorteilhaft raumsparende Bauweise, sondern verleiht dem
Doppelachsaggregat auch eine Lauf ruhe, wie sie bisher mit Doppelachs-Spuraggregaten nicht erreicht
werden konnte.
Doppelachs-Spuraggregat
Anmelder:
Josef Schmitz,
Altenberge (Westf.), Bahnhofstr. 8
Altenberge (Westf.), Bahnhofstr. 8
Josef Schmitz, Altenberge (Westf.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Vorteilhaft sind die Spurstangen durch Vorspannung elastischer Bauteile ihrer Gelenke in ihrer neutralen
Stellung gehalten, wodurch sich noch eine für die Lauf ruhe wichtige Stabilisierung der Grundstellung
der Vorderachse und eine Rückstellkraft für die Vorderachse gibt.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung sind die Spurstangen an ihren Enden mit jeweils zwei
nebeneinander angeordneten Kugelsegmenten versehen, deren Kreisflächen gemeinsam in einer bei
Geradeausfahrt zu den Achsen parallelen Ebene liegen, wobei die Kugelsegmente in entsprechenden Vertiefungen
einer Lagerplatte lagern.
Vorteilhaft sind die Gelenke der Spurstangen so ausgestaltet, daß jedes Kugelsegmentpaar an einer
am Spurstangenende befestigten Platte angeordnet ist, die innerhalb eines an der Lagerplatte befestigten
und mit einem Deekelflansch versehenen Gehäuses befindlich ist, wobei zwischen Platte und Deckelflansch
ein gummielastischer Ballen mit Vorspannung eingespannt ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind an der Vorderachse, an welcher die Spurstangen angreifen,
zwei nach hinten gerichtete Abstützkonsolen befestigt, die sich beim Bremsen mit ihren Enden unter
die in an sich bekannter Weise wiegend in den Federböcken aufgehängten Tragfedern legen. Durch diese
Ausgestaltung wird die Drehbewegung der Vorderachse beim Bremsen über die Abstützkonsolen auf
die Tragfedern übertragen, wobei ein Teil der übertragenen Kräfte durch die wiegend aufgehängte Tragfeder
an die Hinterachse weitergegeben wird, so daß in vorteilhafter Weise eine Bodendruckübertragung
der Vorderachse auf die Hinterachse stattfindet.
Im Verfolg des Erfindungsgedankens sind die in an sich bekannter Weise am Fahrzeugrahmen befestigten
Federböcke lediglich durch eine etwa in
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Achshöhe befindliche Traverse miteinander verbunden, an welcher die Spurstangen und die Dreieckstrebe
angreifen. Bei dieser Anordnung ergibt sich vorteilhaft zwischen beiden Federböcken, der Traverse
und dem Fahrzeugrahmen bzw. -aufbau ein beträchtlicher Raum, der z. B. für die Unterbringung
von Kippzylindern, Rohrleitungen, Abflüssen und Auslauftrichtern nutzbar gemacht werden kann. Insbesondere
bei Tankaufbauten bietet ein derartiger Raum für die Unterbringung wichtiger Teile erhebliehe
Vorteile.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnungen
erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 die Draufsicht auf ein erfindungsgemäß ausgestaltetes Doppelachs-Spuraggregat,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Doppelachs-Spuraggregates.
Fig. 3 eine der Fig. 1 ähnliche Draufsicht, in der jedoch zur Vereinfachung die Federböcke und die
Tragfedern nicht mit eingezeichnet sind,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der Fig. 3, jedoch mit eingezeichneter Tragfeder und zugehörigem
Federbock,
Fig. 5 die Rückansicht des Doppelachs-Spuraggregates.
Fig. 6 eine teilweise geschnittene und in einem größeren Maßstab dargestellte Spurstangenanordnung
in der in den Fig. 1 und 3 gezeigten Stellung,
Fig. 7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII in Fig. 6 und
Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VHI in Fig. 3.
Das Doppelachsaggregat ist an dem nicht dargestellten Fahrzeugrahmen, beispielsweise an dessen
Längsträgern, mittels zu den Federböcken 1 gehörigen Tragplatten 2 vorzugsweise lösbar befestigt. Zu
diesem Zweck sind die Tragplatten 2 mit Befestigungslöchern 3 versehen, die in Fig. 1 gezeigt sind. Jeder
Federbock 1 besitzt zwei senkrecht und planparallel zueinander angeordnete Innenflächen 4 und 5, zwischen
denen die Tragfedern 6 und 7 mittels ihrer Federeinbindungen 8 und 9 gelagert sind. Die Seitenflächen
10, 11 bzw. 12, 13 der Federeinbindungen 8 und 9 sind konvex geformt und liegen den Innenflächen
5 und 4 der Federböcke 1 an. Diese Anordnung ermöglicht ein seitliches Verschwenken der
Tragfedern 6 und 7 in ihren Federböcken 1. Die Tragfedern 6 und 7 sind im Bereich ihrer Federeinbindungen
8 und 9 oben und unten in gummielastischen Polstern 14 und 15 (Fig. 2, 5) in den Federböcken 1
vertikal verschwenkbar gelagert.
Die Enden der Tragfedern liegen frei auf Federauflagern 16 bis 19 auf, die an den Achsen 20 und 21
lösbar befestigt sind. Die Befestigungsstellen für die Federauflager bestehen, wie aus Fig. 4 ersichtlich ist,
jeweils aus einer oberen und unteren Leiste 22 bzw. 23, die mittels Zugbolzen 24 unter Zwischenlage der
Achsen 20 und 21 zusammengespannt sind. Die Zugbolzen 24 erfassen auch die Federauflager 16 bis 19.
Wie aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht, ist jedes Federauflager mit einer Längsnut 25 versehen, in welche
an den Unterseiten der Tragfederenden befindliche Rippen 26 eingreifen. Diese bekannte Anordnung soll
eine gewisse Stabilisierung der Federauflage gewähr-'eisten.
Den Innenseiten der Tragfederenden liegen Begrenzungsstücke 27 bis 30 an. welche die Innenseiten
der Tragfedern 6 und 7 mit konvex gekrümmten Flächen tangieren. Diese Begrenzungsstücke sind an
den Achsen 20 und 21, vorzugsweise an den darauf befestigten Federauflagern 16 bis 19 befestigt und
greifen mit horizontalen Fortsätzen über die Tragfedern 6 und 7 über. An den Enden der Achsen 20
und 21 sind beispielsweise Zwillingsradanordnungen 31 bis 34 drehbar angebracht. Von der Bremsanlage
für diese Radanordnungen sind zur Vereinfachung nur die Bremstrommeln 35 bis 38 dargestellt.
Die Federböcke 1 sind durch die im Querschnitt hutförmige Traverse 39 (Fig. 4 und 8) in Achshöhe
miteinander verbunden. An diese Traverse sind die Achsen 20 und 21 angelenkt, wie das am besten aus
Fig. 3 zu entnehmen ist. Die Vorderachse 20 ist gelenkig mit zwei im Winkel zueinander eingestellten
Spurstangen 40 und 41 über Gelenke 42 und 43 verbunden. Mit ihren anderen Enden sind die Spurstangen
40 und 41 über weitere Gelenke 44 und 45 an die Traverse 39 angeschlossen. Die Spurstangen und ihre
Gelenke sind am Beispiel der Stange 40 mit den Gelenken 42 und 44 in den Fig. 6 und 7 näher dargestellt.
An ihren Enden sind die Spurstangen 40 jeweils mit zwei nebeneinander angeordneten Kugelsegmenten
46 und 47 bzw. 48 und 49 versehen, die in entsprechenden Vertiefungen 50 bis 53, die in Lagerplatten
54 und 55 vorgesehen sind, lagern. Die achsseitigen Lagerplatten 54 sind, wie aus Fig. 4 hervorgeht,
an den Befestigungsanordnungen für die Federauflager 16 und 18 angebracht. Die Lagerplatten
55 sind an der Traverse 39 befestigt. An den Enden der Spurstangen 40 und 41 sind Platten 56 und
57 befestigt, die innerhalb von vorzugsweise zylindrischen, an den Lagerplatten 54 und 55 befestigten Gehäusen
58 und 59 befindlich sind. Diese Gehäuse 58 und 59 sind jeweils mit einem aufgeschraubten Dekkelflansch
60 bzw. 61 versehen, wobei zwischen Platten 56 und 57 und den Deckelflanschen 60 und 61
gummielastische Ballen 62 und 63 vorzugsweise mit Vorspannung eingespannt sind. Auf den Platten 56
und 57 sind keilförmige Zwischenstücke 64 und 65 befestigt, auf denen die Kugelsegmente 46, 47 bzw.
48, 49 angebracht sind. Die derart ausgebildeten Gelenke 42 bis 45 erlauben eine vertikale Bewegung der
Vorderachse 20 gegen den elastischen Widerstand der Ballen 62 und 63, wobei die Kugelsegmente 46 bis 49
in ihren Vertiefungen 50 bis 53 verbleiben. Die Gelenke erlauben jedoch auch ein seitliches Verschwenken
der Spurstangen 40 und 41 gegen einen verstärkten elastischen Widerstand der Ballen 62 und 63, wobei
sich jeweils in jedem Gelenk ein Kugelsegment aus der zugehörigen Vertiefung in der Lagerplatte
abhebt. Durch die beschriebene Ausgestaltung der Gelenke 42 bis 45 werden Rückstellkräfte auf die
Spurstangen 40 und 41 ausgeübt, wodurch sich eine Stabilisierung der Vorderachse 20 ergibt. Die Gelenke
sind vorzugsweise schmierfrei gestaltet, wozu in den Vertiefungen 50 bis 53 Kunststofflagerschalen 66 angeordnet
sind und die Kugelsegmente 46 bis 49 aus nichtrostendem Metall bestehen.
An der Hinterachse 21 ist, wie insbesondere aus Fig. 3 gut hervorgeht, die aus Schenkeln 67 und 68
bestehende Dreieckstrebe befestigt, deren Grundlinie von der Achse 21 gebildet wird. Die Befestigung der
Schenkel 67 und 68 an der Achse 21 erfolgt, wie aus Fig. 4 zu entnehmen ist, an den Befestigungsstellen
für die Federauflager 17 und 19. Die Scheitelenden der Schenkel 67 und 68 sind an einer Hülse 69 be-
festigt, die in einer konischen Bohrung 70 das kegelstumpfförmige
Ende 71 eines Lagerzapfens 72 aufnimmt, der Bestandteil eines Kugelgelenkes 73 ist,
über welches die Dreieckstrebe an der Traverse 39 angelenkt ist. Die Kugelgelenkanordnung 73 ist am
besten aus Fig. 8 zu entnehmen.
Der Lagerzapfen 72 greift durch eine öffnung 74 in der Traverse 39 hindurch und erstreckt sich in ein
Gehäuse 75. Dieses Gehäuse ist zusammen mit einer Deckelplatte 76 beispielsweise über Schrauben 77 lösbar
mit der Traverse 39 verbunden. Der Zapfen 72 liegt mit seiner kugelförmig gekrümmten Oberfläche
78 einer im Inneren des Gehäuses 75 angeordneten Lagerschale 79 an, die schmierfrei mit einer Kunststoffschale
80 ausgekleidet ist. Der Zapfen 72 ist über seinen kugelförmig gekrümmten Bereich 78 hinaus
noch durch einen Fortsatz 81 verlängert, welcher von einem gummielastischen Ballen 82 umgeben wird, der
sich einmal am Gehäuse 75 und zum anderen am Zapfen 72, vorzugsweise mit Vorspannung, abstützt.
Ein Verschwenken der Dreieckstrebe erfolgt also gegen den elastischen Widerstand dieses gummielastischen
Ballens 82. Das kegelstumpfförmige Ende 71 des Zapfens 72 ist mit einem Gewindefortsatz 83 versehen,
auf dem eine Mutter 84 aufgeschraubt ist, die in geeigneter Weise, beispielsweise durch ein Sicherungsblech,
am Verdrehen gehindert wird.
Wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, sind an der Vorderachse 20 zwei nach hinten gerichtete Abstützkonsolen
85 und 86 befestigt, und zwar an den Befestigungsstellen für die Federauflager 16 und 18.
Diese Abstützkonsolen 85 und 86 legen sich mit ihren Enden an die Oberflächen der Tragfedern 6 und 7,
wenn sich die Vorderachse 20 infolge Bremsung der Radanordnungen im Sinne des in Fig. 4 eingezeichneten
Pfeiles 87 verdreht. Eine derartige Verdrehung kann auch schon bei erhöhtem Rollwiderstand der
Radanordnungen auftreten. Die Bremsreaktion wird also von den Abstützkonsolen 85 und 86 auf die
Tragfedern 6 und 7 übertragen, welche infolge ihrer beschriebenen wiegenden Aufhängung in den Federböcken
1 vertikal verschwenken und einen Teil der über die Abstützkonsolen eingeleiteten Kraft auf die
Hinterachse 21 unter Bodendruckentlastung der Vorderachse 20 übertragen. Der Anteil der auf die Hinterachse21
übertragenen Kraft läßt sich durch entsprechende Längenausbildung der Abstützkonsolen
85 und 86 bestimmen.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise des beschriebenen Doppelachs-Spuraggregates wird auf die Fig. 1
und 3 Bezug genommen. In diesen Figuren ist die Fahrtrichtung bei Geradeausfahrt durch den Pfeil 88
wiedergegeben. Verschwenkt nun die Hinterachsanordnung um ihre Kugelgelenkanordnung 73 infolge
Kurvenfahrt beispielsweise im Uhrzeigersinn, so wird die Tragfeder 6 durch das Begrenzungsstück 28 mitgenommen
und ebenfalls im Uhrzeigersinn verschwenkt. Das der Vorderachse 20 aufliegende Ende
der Tragfeder 6 nimmt die Vorderachsanordnung über das Begrenzungsstück 27 mit und verschiebt diese
nach oben, wobei sich infolge der Schrägstellung der Spurstangen 40 und 41 der Abstand zwischen Vorderachse
und Traverse im Bereich der Spurstange 40 vergrößert und der entsprechende Abstand im Bereich
der Spurstange 41 verkleinert. Dadurch erfolgt eine Schrägstellung der Vorderachse 20. Der vorstehend
am Beispiel einer Linkskurve beschriebene Bewegungsablauf erfolgt auch in analogischer Weise bei
Durchfahren einer Rechtskurve. Dabei hängt die Einstellung der Achsen 20, 21 von dem Krümmungsradius
der durchfahrenen Kurve ab.
In Fällen, wo das Lenkverhalten der Achsen 20, 21 unerwünscht ist, z. B. bei Rückwärtsfahrt, kann
die Hinterachse 21 durch eine Sperrung am Auslenken gehindert werden. Eine zweckmäßige Sperreinrichtung
für die Hinterachse 21 ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Eine aus Schenkeln 89 und 90 bestehende
Dreieckstrebe, deren Grundlinie durch die Traverse 39 gebildet wird, ist vertikal schwenkbar über Lagerzapfen
91 mit den Federböcken 1 verbunden. An ihrem Scheitel trägt die Dreieckstrebe einen Zapfen
92, der mit einem an der Hinterachse 21 befestigten Sperrstück 93 zusammenarbeitet. Dieses Sperrstück
93 besitzt zu diesem Zweck eine Vertiefung 94, in welche sich der Zapfen 92 einlegen läßt. Im entsperrten
Zustand ist die Dreieckstrebe nach oben verschwenkt, so wie das in Fig. 2 dargestellt ist. Die Verschwenkung
kann über ein umlenkbares Übertragungsorgan 95, das in Fig. 2 durch eine Strichpunktlinie
wiedergegeben ist, erfolgen. Beispielsweise kann eine Kette oder biegsame Welle Verwendung finden, die
an ein an der Dreieckstrebe befestigtes Auge 96 angreift. Das Übertragungsorgan wird aus einer vertikalen
Richtung in eine horizontale Richtung durch geeignete Mittel umgelenkt und ist mit seinem anderen
Ende an einer Schubstange 97 gelagert, die in Längsrichtung verschiebbar durch eine Schelle 98 geführt
ist. Die Schubstange 97 ist an ihrem äußeren Ende mit einem Handgriff 99 versehen und kann an
den mit 100 und 101 bezeichneten Stellen arretiert werden. Der gegenseitige Abstand der Arretierstellen
100 und 101 entspricht dem Schwenkweg des Zapfens 92 aus seiner ausgehobenen Stellung in seine in
die Vertiefung 94 eingelegten Stellung, und umgekehrt. Die Schelle 98 ist beispielsweise am Fahrzeugaufbau
oder am Fahrzeugrahmen, der abgebrochen bei 102 wiedergegeben ist, befestigt. Das Arretieren
kann auch durch Anwendung eines zwischengeschalteten Druckluftzylinders und eines elektropneumatischen
Ventils vom Fahrersitz aus ferngesteuert werden.
Bei der beschriebenen Ausgestaltung der Gelenke 42 bis 45 für die Spurstangen 40 und 41 ist jeweils
nur ein gummielastischer Ballen 62 bzw. 63 vorgesehen, der die Kugelsegmente 46 bis 49 elastisch mit
den Vertiefungen 50 bis 53 in den Lagerplatten 54 bzw. 55 im Eingriff hält. Es ist jedoch auch möglich,
die Anordnung so zu treffen, daß je Gelenk zwei gummielastische Ballen vorgesehen sind. Zu diesem
Zweck sind die Vertiefungen 50 bis 53 nicht in den Lagerplatten 54 und 55 anzubringen, sondern sind in
einer im Inneren der Gehäuse 58 und 59 befindlichen Platte anzuordnen, welche über einen zusätzlichen
gummielastischen Ballen an der Platte 54 bzw. 55 abzustützen ist. Bei dieser Anordnung liegt also das
aus Kugelsegmenten und Lagervertiefungen bestehende Gelenk beidseitig zwischen Gummiballen im Gehäuse
58 bzw. 59.
Claims (6)
1. Doppelachs-Spuraggregat, dessen Achsen über Streben gelenkig mit dem Fahrzeugrahmen
verbunden sind und sich unter Vermittlung verschwenkbar am Rahmen gelagerter Tragfedern
selbsttätig zur Kurve einstellen, wobei die Tragfedern an konvexen Seitenflächen in Federböcken
gelagert sind und mit ihren Enden den Achsen frei aufliegen, die mit konvexen Flächen die
inneren Federseiten tangieren, dadurch gekenn zeichnet, daß die Vorderachse (20) gelenkig (42
bzw. 43) mit zwei im Winkel zueinander eingestellten Spurstangen (40 und 41) verbunden ist,
die gelenkig (44 bzw. 45) und mit Abstand voneinander am Fahrgestell (39) angreifen, während
die Hinterachse (21) in an sich bekannter Weise über eine Dreieckstrebe (67, 68) gelenkig (73) mit
dem Fahrgestell (39) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurstangen (41 und 40)
durch Vorspannung elastischer Bauteile ihrer Gelenke (42 bis 45) in ihrer neutralen Stellung
gehalten sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurstangen
(40 und 41) an ihren Enden mit jeweils zwei nebeneinander angeordneten Kugelsegmenten (46
und 47 bzw. 48 und 49) versehen sind, deren Kreisflächen gemeinsam in einer bei Geradeausfahrt
(88) zu den Achsen (20 und 21) parallelen Ebene liegen, wobei die Kugelsegmente (46
bis 49) in entsprechenden Vertiefungen (50 bis 53) einer Lagerplatte (54 bzw. 55) lagern.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kugelsegmentpaar
(46 und 47 bzw. 48 und 49) an einer am Spurstangenende befestigten Platte (56 bzw. 57)
angeordnet ist, die innerhalb eines an der Lagerplatte (54 bzw. 55) befestigten und mit einem
Deckelflansch (60 bzw. 61) versehenen Gehäuses (58 bzw. 59) befindlich ist, wobei zwischen Platte
(56 bzw. 57) und Deckelflansch (60 bzw. 61) ein gummielastischer Ballen (62 bzw. 63) mit Vorspannung
eingespannt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorderachse (20), an
welcher die Spurstangen (40 und 41) angreifen, zwei nach hinten gerichtete Abstützkonsolen (85
und 86) befestigt sind, die sich beim Bremsen mit ihren Enden unter die in an sich bekannter Weise
wiegend in den Federböcken (1) aufgehängten Tragfedern (6 bzw. 7) legen.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in an sich bekannter
Weise am Fahrzeugrahmen befestigten Federböcke (1) lediglich durch eine etwa in Achshöhe
befindliche Traverse (39) miteinander verbunden sind, an welche die Spurstangen (40 und
und 41) und die Dreieckstrebe (67, 68) angreifen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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US4570970A (en) * | 1984-09-27 | 1986-02-18 | George Burfiend | Multiple axle stabilizing system |
US8459673B2 (en) | 2009-01-29 | 2013-06-11 | Hitachi Construction Machinery Co., Ltd. | Track rod |
Family Cites Families (7)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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GB358532A (en) * | 1930-04-12 | 1931-10-12 | Ernest Thomas James Tapp | Improvements in or relating to self-propelled road vehicles |
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US2750201A (en) * | 1953-11-27 | 1956-06-12 | Hagedorn Paul | Load distributing wheel supporting undercarriage for vehicles |
US2874973A (en) * | 1957-01-15 | 1959-02-24 | Butler Manufacturing Co | Tandem axle vehicle suspension |
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0
- NL NL268987D patent/NL268987A/xx unknown
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1960
- 1960-09-06 DE DESCH28443A patent/DE1120902B/de active Pending
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1961
- 1961-09-05 BE BE607852A patent/BE607852A/fr unknown
- 1961-09-06 US US136310A patent/US3162463A/en not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US5816605A (en) * | 1996-09-17 | 1998-10-06 | Raidel, Sr.; John E. | Tandem axle suspension with self-steering rear axle |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
US3162463A (en) | 1964-12-22 |
NL268987A (de) | |
BE607852A (fr) | 1962-01-02 |
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