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DE108818C - - Google Patents

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Publication number
DE108818C
DE108818C DENDAT108818D DE108818DA DE108818C DE 108818 C DE108818 C DE 108818C DE NDAT108818 D DENDAT108818 D DE NDAT108818D DE 108818D A DE108818D A DE 108818DA DE 108818 C DE108818 C DE 108818C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
bark
mass
leaching
strainers
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Active
Application number
DENDAT108818D
Other languages
English (en)
Publication of DE108818C publication Critical patent/DE108818C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/02Solvent extraction of solids
    • B01D11/0269Solid material in other moving receptacles
    • B01D11/0273Solid material in other moving receptacles in rotating drums

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. April 1899 ab.
Die Erfindung betrifft einen Apparat zum Auslaugen von Gerbrinde und anderen Materialien und bezweckt, eine Höchstausbeute von Gerbstoff bei der Extraction der Rinde mit möglichst geringen Kosten in , kürzester Zeit zu erzielen. Man bedient sich zu diesem Zwecke einer für gewöhnlich geschlossenen drehbaren Trommel, welche mit einem Flüssigkeitsein- und -auslafs versehen ist, zwischen denen sich nahe dem Trommelumfange ein Seiher befindet, während in der Trommel Hebevorrichtungen in ein- und mehrfacher Anzahl vorgesehen sind, durch welche die Rinde aus dem unteren Theile der Masse hochgehoben und oben auf die letztere wieder ausgeschüttet wird, wobei die so hochgebrachte Rinde durch die auf der Oberfläche befindliche Lauge hindurchfällt und die Masse selbst sich senkt, um von unten wieder durch die nächste Hebevorrichtung emporbefördert * zu werden.. Auf diese Weise werden alle Rindetheilchen der Einwirkung der Lauge ausgesetzt, welche mit gleichmäfsiger Geschwindigkeit durch die Masse der Rinde hindurchsickert und durch den Seiher am besten in eine in der Trommel durch eine Scheidewand gebildete Kammer und von dieser durch ein durch das Lager der Trommel geleitetes Rohr nach aufsen geführt wird. Die Extractionsflüssigkeit und die Gerbrinde werden in der Trommel durch indirecte Wärme erhitzt, so dafs die Rinde nicht anbrennen und, da die Trommel gewöhnlich geschlossen ist, ein Wärme- und Gerbstoffverlust durch Verdampfung nicht eintreten kann.
Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen in Fig. ι im Längsschnitt dargestellt; Fig. 2 und 3 sind Einzelheiten im Schnitt; Fig. 4 ist ein Schnitt nach 4-4 (Fig. 1) und Fig. 5 und 6 sind weitere Einzelheiten.
Die Trommel α ist durch eine Zwischenwandung b ■ in ein Auslaugegefäfs c und in einen Extractbehälter d getheilt, von denen das erstere zur Aufnahme fein geraspelter Gerbrinde bestimmt ist, welche durch eine mit Thür e versehene Oeffnung eingeführt wird. Die Auslaugeflüssigkeit, welche sowohl Wasser, als auch schwache Gerblauge sein kann, wird durch ein . Einlafsrohr f in das Auslaugegefäfs c gepumpt. Nach der Zeichnung erstreckt sich das Einlafsrohr f, welches durch einen Stopfen h geschlossen gehalten wird, quer über das Gefäfs und ruht in einem Angüsse g. Die Flüssigkeit tritt durch die Durchbohrungen i in die Kammer ein und füllt dieselbe an, worauf die Lauge mit gleichförmiger Geschwindigkeit durch die Masse der aufgehäuften Gerbrinde sickert und das erhaltene Extract durch den mittels Stangen k I in der Trommel befestigten Seiher j fliefst. Die Stangen k I bilden gleichzeitig die Seitenwände der in der Längsrichtung der Trommel sich erstreckenden Auslafskanäle m, welche mit dem Extractbehälter durch eine in der Scheidewand angebrachte und seitlich von der Mittellinie der Auslafskanäle ausmündende Oeffnung η kleineren Durchmessers in Verbindung stehen. Die Seiher bestehen zweckmäfsig aus V-förmigen hölzernen. Latten, die in bestimmten Zwischenräumen durch Zwischen-
stücke o zwecks Verhinderung des Werfens unter dem Einflufs von Wärme und Feuchtigkeit verstärkt sind und auf bogenförmigen Querbalken p. ruhen.
Aus dem Extractbehälter d gelangt das Extract durch eine geeignete, in der Zeichnung nicht weiter dargestellte Pumpe in den abwärts gerichteten Schenkel r eines Auslafsrohres 5. Die Extractionsflüssigkeit und Gerbrinde werden durch Dampf, der durch ein geschlossenes System von Röhren t circulirt, indirect erwärmt. Diese Röhren sind mittels Bügel u so mit der Scheidewand verbunden, dafs sie sich mit der Trommel drehen, und zwar tritt der Dampf durch das Rohr 2 in das Röhrensystem ein, um es durch das Rohr 3 zu verlassen. Der Weg des Dampfes ist in Fig. 5 durch Pfeile angedeutet. Zur Verminderung des innerhalb der Trommel herrschenden Druckes dienen die Ventile 4, deren Ventilstangen 5 durch eine Nase oder einen Ansatz 6 oder auf andere Weise bei der Umdrehung der Trommel bethätigt werden. Die Trommel α kann durch die Ketten 10 in Umdrehung versetzt werden.
Beim Betriebe wird die Gerbrinde, welche geraspelt oder fein gemahlen ist, in die Extractionskammer gebracht, bis letztere etwa zu zwei Dritteln angefüllt ist, und alsdann die Auslaugeflüssigkeit zugelassen, bis der freie Raum oberhalb der eingefüllten Masse ausgefüllt ist. Dann wird der Dampf in die Heizvorrichtung eingelassen und die Trommel (beispielsweise in der Pfeilrichtung 40, Fig. 4) in Umdrehung versetzt, wodurch ein Theil der zu unterst liegenden Gerbrinde mit der Trommel durch die Hebevorrichtungen, welche hier durch die Seitenwände k der Austrittskanäle m gebildet werden, nach aufwärts bewegt und auf die Oberfläche der Rindenfüllung ausgeschüttet wird, wobei sie durch die ganze Höhe der oberhalb der Rinde stehenden Auslaugeflüssigkeit hindurchtreten mufs. Es dringt dann die Auslaugeflüssigkeit durch die ganze Masse der Rinde hindurch, gelangt durch die Seiher in die unterhalb der Masse befindlichen ,, Austrittskanäle und geht von da durch die Oeffnung η in den Extractbehälter, von wo sie dann durch das Auslafsrohr abgelassen wird. Die Anordnung einer Auslafsöffnung η von geringem Querschnitt bewirkt, dafs eine verhältnifsmäfsig grofse Menge des Extractes in dem Auslafsrohr verbleibt und, indem sie in das Auslaugegefäfs »zurückgeht, die Seiher auswäscht und etwa in der Austrittöffnung befindliche Rindentheile fortspült und ein Verstopfen verhindert.
Es ergiebt sich aus Obigem, dafs die rotirende Bewegung der Trommel und der daran befestigten Hebevorrichtungen dazu dient, um die Masse der in möglichst feiner Vertheilung befindlichen Gerbrinde von unten nach oben zu kehren und umzurühren, sowie alle Theile der Rinde der Einwirkung der Extractionsflüssigkeit auszusetzen, dadurch die gröfstmögliche Ausbeute an Gerbstoff zu erhalten und das Zusammenballen der Rinde zu verhindern, so dafs man das Material so fein als nur möglich zerkleinern darf. Dadurch wird auch vermieden , dafs sich in der zu extrahirenden Masse der Rinde Kanäle bilden, welche ein vollständiges Auslaugen verhindern würden. Dadurch ferner, dafs die Gerbrinde und die Extractionsflüssigkeit unter Verschlufs erhitzt werden, wird eine erhöhte Extraction von Gerbstoff erzielt, und es werden etwa durch Verdampfung entstehende Verluste von Wärme und Gerbstoff vermieden und die Kosten des Auslaugens wesentlich verringert.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Apparat zum Auslaugen, von Gerbrinde und ähnlichen Materialien, bei welchem die Extractionsflüssigkeit continuirlich durch die in einer rotirenden Trommel (a) enthaltene : Masse des Gerbmaterials etc. hindurchsickert und dasselbe dann durch einen oder mehrere am Trommelumfange angeordnete Seiher (j k I) verläfst, während die Rinde etc. selbst durch die Seiher in Bewegung erhalten wird, welche einen Theil der zu unterst befindlichen Rindemasse etc. heben und auf deren Oberfläche ausschütten.
  2. 2. Ein Apparat nach Anspruch 1, bei welchem die Trommel (a) mit einer Scheidewand (b) versehen ist, wodurch ein Extractbehälter (d), welcher zweckmäfsig mit einem Ausflufsrohre (rj versehen ist, und eine Auslaugekammer (c) gebildet wird, welche mit dem Extractbehälter durch die von den Seihern (j) überdeckten Auslafskanäle (n) communicirt.
  3. 3. Ein Apparat nach Anspruch 1 bezw. 2, bei welchem innerhalb der Trommel bezw. der Auslaugekammer (c) ein geschlossenes Röhrensystem (t) zum Durchleiten eines Heizmediums angeordnet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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