DE1066020B - Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden Ketonharzen aus aliphatischen Ketonen und Aldehyden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden Ketonharzen aus aliphatischen Ketonen und AldehydenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G6/00—Condensation polymers of aldehydes or ketones only
- C08G6/02—Condensation polymers of aldehydes or ketones only of aldehydes with ketones
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Description
Es ist bekannt, daß Formaldehyd mit Keton in Gegenwart von basischen Katalysatoren zu hellen, gut
löslichen Kunstharzen kondensiert werden kann. Man verwendet zweckmäßig als Keton das Methylethylketon.
Solche Harze werden im deutschen Patent 850 232 näher beschrieben. Nach diesem Verfahren
wird Keton mit Formaldehyd so kondensiert, daß unter Einhaltung niedriger Temperaturen in Gegenwart
von Alkali vorkondensiert wird, darauf Säure zugesetzt und das Reaktionsgemisch auf etwa 70 bis
80° C aufgeheizt wird, worauf erneut Alkali und Aldehyd zugesetzt werden. Je nach dem Molverhältnis
Keton zu Formaldehyd erhält man Harze mit unterschiedlichen Schmelzpunkten. Beispielsweise wird bei
einem Verhältnis von 1 Mol Keton zu 3 Mol Formaldehyd ein Harz mit einem Schmelzpunkt nach
K r am er - S a r η ο w von 115 bis 120°, bei einem Verhältnis von 1 Mol Keton zu 2 Mol Formaldehyd
ein Harz mit einem Schmelzpunkt von 85 bis 90° erreicht.
Die Harzausbeuten nehmen mit steigendem Schmelzpunkt ab. Beispielsweise beträgt die Ausbeute bei
einem Molverhältnis Keton zu Formaldehyd 1:2,4 65%. Bei einem Verhältnis 1 Mol Keton zu 3 Mol
Formaldehyd wird eine Ausbeute von nur noch 55 bis 57*/o erzielt.
Es wurde nun gefunden, daß man hochschmclzende Kunstharz« erhält, wenn man die Kondensationsprodukte
von aliphatischen Ketonen und Aldehyden mit 10% nicht übersteigenden Mengen ungesättigter !Dicarbonsäuren
oder deren Anhydride bei Temperaturen zwischen 160 und 250° C, vorzugsweise 200 und
220° C, zur Umsetzung bringt. Die Kondensationsprodukte von aliphatischen Ketonen und Aldehyden
enthalten noch Doppelbindungen und veresterungsfähige Hydroxylgruppen, so daß beim Umsatz mit
ungesättigten Dicarbonsäuren, wie Fumarsäure, Maleinsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure oder Itaconsäure,
starke Vernetzungsreaktionen stattfinden. Durch die polymerisierende Kondensation dieser Ketonharze
mit ungesättigten Dicarbonsäuren, z. B. Fumarsäure, ist es möglich, mit relativ geringen Zusätzen von beispielsweise
2fl/o Fumarsäure Schmelzpunktserhöhungen
von etwa 40° C zu erreichen. Bei Anwendung von 10% Fumarsäure steigt der Schmelzpunkt eines
Ketonharzes von 87 auf 160° C. Gesättigte Dicarbonsäuren,
wie z. B. Phthalsäureanhydrid, ergeben praktisch keine Schmelzpunktserhöhungen und liefern
Harze mit sehr dunkler Farbe. Ebenso hat die Einwirkung von Monocarbonsäuren auf Ketonharze nur
eine geringe Schmelzpunktserhöhung zur Folge, z. B. ergibt sich bei Verwendung von 10% Crotonsäure
nur eine Schmelzpunktserhöhung von 10° C
Die polymerisierende Kondensation mit ungesättig-Verfahren zur Herstellung
von hochschmelzenden Ketonharzen
aus aliphatischen Ketonen und Aldehyden
Anmelder:
Rheinpreussen Aktiengesellschaft
für Bergbau und Chemie,
Homberg (Ndrh.)
Dipl.-Chem. Dr.-Ing. Friedrich Josten,
Utfort über Moers,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
ten Dicarbonsäuren wird zweckmäßig in Gegenwart eines Lösungsmittels, wie z. B. Xylol, Toluol oder
Benzol, zur besseren Wasseraustragung durchgeführt.
Die erfindungsgemäß hergestellten Harze zeichnen sich durch eine besonders gute Lösungsmittelabgabe
und hohe Elastizität aus. Sie haben im Gegensatz zu den nicht modifizierten Harzen die bemerkenswerte
Eigenschaft, wasserbeständig zu sein. Sie sind in Estern, Ketonen sowie in einer Mischung dieser Lösungsmittel
mit Alkoholen und Aromaten löslich. Die Harze eignen sich zur Herstellung von Lacken auf
der Grundlage von Nitrocellulose und können als Druckfarbenharze, ζ. B. für Anilin-Gummi-Druck,
eingesetzt \verden.
Folgende Beispiele sollen das erfindungsgemäße Verfahren veranschaulichen:
300 Gewichtsteile eines aus 270 Teilen Methyläthylketon und 600 Teilen Formaldehyd nach dem Verfahren
des Patents 850 232 erhaltenen Kondensationsproduktes werden 8 Stunden bei 200° C mit 28 g Fumarsäure
erhitzt. Zur Erleichterung des Wasseraustritts werden 18 g Xylol zugesetzt. Die Säurezahl des Gemisches
fällt von 90 auf 25. Der Schmelzpunkt des Ketonharzes steigt von 87 auf 158° C. Die Lösungsmittelabgabe
einer Lösung von 25 g des Reaktionsproduktes in 25 g Xylol und 10 g n-Butanol beträgt,
gemessen nach der indirekten Methode von Dr. Kraus, Collodium Nachrichten Nr. 6, nach
1 Stunde 40,8%, während das Ausgangsharz in 25 g Xylol und 10 g n-Butanol nur eine Lösungsmittelabgabe
von 6,3% zeigt.
909 629/345
300 g eines wie im Beispiel 1 hergestellten Keton-Aldehyd-Kondensationsproduktes
werden 8 Stunden bei 200° C mit 6 g Fumarsäure erhitzt. Es werden
18 g Xylol zur besseren Wasseraustragung zugegeben. Der Schmelzpunkt des Harzes steigt von 87 auf
1220C.
15 g Maleinsäureanhydrid werden mit 300 g eines wie im Beispiel 1 hergestellten Keton-Aldehyd-Kondensationsproduktes
unter Zusatz von 18 g Xylol 8 Stunden bei 200° C erhitzt. Der Schmelzpunkt des
Ketonharzes steigt von 87 auf 136° C.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden Ketonharze!! aus aliphatischen Ketonen
und Aldehyden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationsprodukte von aliphatischen Ketonen
und Aldehyden mit 10 Gewichtsprozent nicht übersteigenden Mengen ungesättigter Dicarbonsäuren
oder deren Anhydride bei Temperaturen zwischen 160 und 2500C, vorzugsweise 200 und 220° C,
zur Umsetzung gebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als ungesättigte Dicarbonsäure
Fumarsäure verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der polymerisierenden
Kondensation mit ungesättigten Dicarbonsäuren entstehende Wasser durch Zugabe eines
Lösungsmittels als azeotropes Gemisch abdestilliert wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 422 538, 854 849.
Deutsche Patentschriften Nr. 422 538, 854 849.
\ 909 629/345 9.
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DENDAT1066020D Pending DE1066020B (de) | 1957-12-28 | Verfahren zur Herstellung von hochschmelzenden Ketonharzen aus aliphatischen Ketonen und Aldehyden |
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1958
- 1958-12-22 US US782319A patent/US3122523A/en not_active Expired - Lifetime
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