DE103161C - - Google Patents
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- DE103161C DE103161C DE1898103161D DE103161DD DE103161C DE 103161 C DE103161 C DE 103161C DE 1898103161 D DE1898103161 D DE 1898103161D DE 103161D D DE103161D D DE 103161DD DE 103161 C DE103161 C DE 103161C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01J—MEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
- G01J1/00—Photometry, e.g. photographic exposure meter
- G01J1/48—Photometry, e.g. photographic exposure meter using chemical effects
- G01J1/50—Photometry, e.g. photographic exposure meter using chemical effects using change in colour of an indicator, e.g. actinometer
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. August 1898 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Belichtungsmesser für photographische
Zwecke. Derselbe zeichnet sich vor den auf ähnlichem Princip beruhenden, bereits vorhandenen
Instrumenten dieser Art dadurch aus, dafs die den jeweiligen Umständen entsprechende
Expositionszeit sofort ohne Nach- oder Umrechnung abgelesen werden kann.
Das Messungsprincip ist das gleiche wie bei dem bekannten Watkin'schen und ähnlichen
Photometern und gründet sich auf die Bestimmung der Zeitdauer, die bei den gerade
herrschenden Lichtverhältnissen erforderlich ist, um ein Stück eines direct copirenden Normalpapieres
bekannter Empfindlichkeit durch directe Belichtung bis zu einem vorgeschriebenen Normalton zu färben.
Bei dem Photometer vonWatkin hatte man nun die für die richtige Exposition mafsgebenden
Factoren, wie den Helligkeitswerth des Objectives, dessen Brennweite, die verwendete
Blendengröfse in Bruchtheilen der letzteren ausgedrückt, die Art des aufzunehmenden
Objectes, dessen 'Abstand von der Kamera, sowie die Empfindlichkeit der benutzten Plattensorte
durch Drehen verschiedener Ringe am Umfange des Instrumentes einzustellen und darauf aus der Zeit, welche zur Erzielung des
Normaltones des lichtempfindlichen Papieres nothwendig war, in besonders beigegebenen
Belichtungstabellen die resultirende Expositionszeit aufzusuchen.
Es liegt auf der Hand, dafs dieses Verfahren für den Fachphotographen viel zu mühsam
ist, und dafs der Amateur aus gleichem Grunde nur selten zu diesem Auskunftsmittel
greifen wird, dafs aber auch andererseits infolge dieser umständlichen Handhabung die
Lichtverhältnisse sich so bedeutend geändert haben können, dafs die gefundene Expositionszeit ihre Gültigkeit bereits verloren hat.
Der vorliegende Belichtungsmesser vermeidet nun alle diese Uebelstände, da er in demselben
Augenblick, in dem das lichtempfindliche Papier den Normalton angenommen hat, die Expositionszeit
direct abzulesen gestattet.
Dies wird dadurch erreicht, dafs die verschiedenen Einwirkungen der oben erwähnten
Factoren auf die Expositionszeit nicht wie bisher rechnerisch durch Tabellen bestimmt, sondern
auf mechanische Weise automatisch addirt werden. Hierzu ist folgende Einrichtung getroffen:
Es wird ein Uhrwerk in dem Augenblick, in dem die Belichtung des Normalpapieres beginnt, ausgelöst, und in dem Augenblick,
in dem der Normalton erreicht ist, wieder arretirt. Die Geschwindigkeit des Uhrwerkes
ist variabel und hängt von der Reibung ab, mit der eine Bremsscheibe auf einer Anzahl
Bremsfedern schleift. Jede Bremsfeder entspricht einem der erwähnten Factoren. Durch
mehr oder weniger starkes Anpressen der einzelnen Bremsfedern kann man die Gröfse der
Einwirkung jedes Factors mechanisch berücksichtigen. Die Wirkungen der einzelnen Bremsfedern
summiren sich, und das Resultat ist eine in jedem einzelnen Fall bestimmte Geschwindigkeit
des Uhrwerkes. Die Gröfse, um die das Uhrwerk während der Belichtung des Normalpapieres abläuft, giebt dann unmittelbar
das Mafs für die Expositionszeit, und zwar kann diese gleich an einer nach Minuten und
Secunden bezifferten Scala abgelesen werden.
In beiliegender Zeichnung ist eine . diesen Zweck erfüllende Ausführungsform zur Darstellung
gebracht, und zwar zeigt:
Fig. ι eine perspectivische Ansicht der Innenseite
des Deckels,
Fig. 2 eine perspectivische Ansicht des gespannten, zum Gebrauch fertigen Photometers,
Fig. 3 bis 4 Details der inneren Einrichtung,
Fig. 5 eine Innenseite des Photometers mit den wesentlichen, den Gang beeinflussenden
Bremsorganen in perspectivischer Wiedergabe, Fig. 6 eine Draufsicht des Triebwerkes.
Die Einstellung der für die Dauer der Belichtung mafsgebenden Factoren geschieht bei
dem vorliegenden Apparat durch die entsprechende Anzahl von unter Wirkung einer Flachfeder b stehenden Schiebern a; die Feder b
besitzt in der Mitte eine entsprechende Verstärkung c, durch welche ein jeder Schieber a
im Schlitz e des Deckels des Apparates, welcher mit entsprechenden Zahnlücken d d versehen
ist, auf der neben dem Schlitz vermerkten ScaXaf eingestellt werden kann. Durch
diese Schieber α wird, wie die Details Fig. 3 und 4 zeigen, vermittelst eines an der Unterseite
des Schiebers α um den Zapfen g drehbar befestigten Hebels h eine Welle i mit
Zahntrieb k um einen entsprechenden Winkel gedreht und dadurch die Zahnstange Z (Fig. 4)
mehr oder weniger gehoben bezw. gesenkt. Das Stirnende der letztgenannten Zahnstange /
trägt die Schleif- oder Bremsfeder m, welche gegen die Bremsscheibe η eines Uhrwerkes
opqr drückt und so dessen Gang beschleunigt oder verlangsamt, je nachdem der einzelne
Schieber eingestellt ist und je nachdem die Stellungen aller Schieber a =zu einander verlieren
und demgemäfs die Spannung der einzelnen Bremsfeder m und die Summe der
Wirkungen aller Bremsfedern auf die Scheibe gröfser oder kleiner ist. Durch den Zahntrieb ρ
. des Triebwerkes wird ein mit Angabe verschiedener Expositionszeiten versehenes Band s
durch die Rolle t bewegt, welche in der Schauöffnung B des Instrumentes die Expositionszeit
direct ablesen läfst, sobald das lichtempfindliche Papier sich normal gefärbt hat und das
Uhrwerk arretirt ist. Das Band s rollt sich auf eine zweite Rolle u auf, damit es stets
in gespanntem Zustande die Schauöffnung B passirt. Das lichtempfindliche Papier (s. Fig. 1)
ist auf die Rollen r und χ aufgewickelt und kann stückweise unter die Expositionsöffnung j/*
(Fig. 2) gebracht werden. Die hierzu dienende Vorrichtung ist in Fig. 1 dargestellt und besteht
aus der Zahnradverbindung \ \l ^2. Die
Achse des letzteren Zahnrades kann durch einen Hebel ^3 gedreht werden, so dafs die
Welle des Zahnrades \ bezw. der Rolle χ sich gleichfalls dreht und dadurch einmal
das lichtempfindliche Papier um eine bestimmte Breite unter der Expositionsöffnung y vorrücken
läfst, andererseits aber auch das so lange arretirte Uhrwerk ρ qr freigiebt. Hat
das Papier ν den Normalton, so wird der Hebel ^3 wieder zurückgedreht und das Uhrwerk
arretirt. Gleichzeitig steht das Band s still und giebt in dem Schauloch B die jeweilige
Expositionszeit an.
Es ist einleuchtend, dafs die Scalen für die ■ einzelnen Schieber α unter Umständen, bei
denen die betreffenden Factoren, sowie namentlich die demselben entsprechenden Belichtungszeiten
anderweitig nicht genau bekannt sind, empirisch graduirt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An einem Photometer, bei dem die Expositionszeit durch Bestimmung der Zeitdauer gewonnen wird, die bei den jeweiligen Lichtverhältnissen zur Färbung eines photographischen Normalpapieres bis zu einem Normalton erforderlich ist, eine Einrichtung zur mechanischen Berücksichtigung der aufser den Lichtverhältnissen für die Exposition in Betracht kommenden Factoren, darin bestehend, dafs die Bestimmung der gesuchten Expositionszeit automatisch durch den Ablauf eines Uhrwerkes erfolgt, das bei Beginn der Belichtung des Normalpapieres · ausgelöst und mit Schlufs der Belichtung wieder arretirt, und dessen Geschwindigkeit durch eine Bremsscheibe geregelt wird, auf der eine Anzahl Bremsfedern entsprechend den verschiedenen Belichtungsfactoren mit einem für jede einzelne besonders einstellbaren Druck schleifen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE103161T | 1898-08-31 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE103161C true DE103161C (de) | 1899-05-23 |
Family
ID=34624723
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1898103161D Expired DE103161C (de) | 1898-08-31 | 1898-08-31 |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE103161C (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE744162C (de) * | 1939-01-14 | 1944-01-11 | Zeiss Ikon Ag | Verfahren zum Messen von Beleuchtungsstaerken, insbesondere fuer die Belichtungszeitmessung |
-
1898
- 1898-08-31 DE DE1898103161D patent/DE103161C/de not_active Expired
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE744162C (de) * | 1939-01-14 | 1944-01-11 | Zeiss Ikon Ag | Verfahren zum Messen von Beleuchtungsstaerken, insbesondere fuer die Belichtungszeitmessung |
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