[go: up one dir, main page]

DE1026877B - Kaltkathoden-Schaltroehre - Google Patents

Kaltkathoden-Schaltroehre

Info

Publication number
DE1026877B
DE1026877B DES45163A DES0045163A DE1026877B DE 1026877 B DE1026877 B DE 1026877B DE S45163 A DES45163 A DE S45163A DE S0045163 A DES0045163 A DE S0045163A DE 1026877 B DE1026877 B DE 1026877B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cathode
active
cold cathode
discharge path
interrupter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES45163A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Herbert Gawehn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES45163A priority Critical patent/DE1026877B/de
Publication of DE1026877B publication Critical patent/DE1026877B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Discharge Lamp (AREA)

Description

  • Kaltkathoden-Schaltröhre Die Erfindung betrifft Kaltkathoden-Schaltröhren. Eine Beschränkung ihrer Anwendbarkeit besteht bekanntlich darin, daß nach dem Löschen einer vorangegangenen Entladung eine bestimmte Zeit abgewartet werden muß, bis man wieder eine Spannung an die Röhre anlegen kann, ohne daß dieselbe erneut gezündet wird. Die Zeit, während welcher die Entladungsstrecke spannungsfrei bleiben muß, damit nach einer vorangegangenen Entladung nach dem Wiederlegen der Spannung keine Zündung eintritt, wird als Entionisationszeit bezeichnet. Die Entionisationszeit begrenzt die Anzahl der gesteuerten Zündungen, die mit einer solchen Röhre in einer bestimmten Zeiteinheit zulässig sind, in der Zeiteinheit. Es ist bereits bekanntgeworden, die Anzahl der Zündungen pro Zeiteinheit einer solchen Röhre dadurch zu erhöhen, da.ß dein Gas der Röhre die Entionisationszeit erniedrigende Zusätze beigefügt werden.
  • Diese z. B. von den Geiger-Müller-Zählrohren her bekannten Zusätze, wie Wasserstoff, Alkohol oder ähnliche organische Verbindungen, haben jedoch den Nachteil, daß sie bei den starken Entladungen in Schaltröhren zu laufenden Veränderungen führen, weil die Zusätze entweder absorbiert oder zersetzt werden oder die Kathode@nol;@erfläche chemisch verändern. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Ention,isationszeit einer Kaltkathoden-Schaltröhre durch konstant bleibende Mittel, die die Wirkungsweise der Röhre im gezündeten Zustand praktisch nicht beeinflussen, zu verkürzen. Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, daß außerhalb der Entladungsstrecke im wesentlichen senkrecht zur letzteren verlaufende, mit der Kathode der Entladungsstrecke elektrisch verbundene Elektroden, deren Oberfläche weniger aktiv ist als die emittierende Fläche der Kathode, so angeordnet sind, daß auf ihnen, wenn die Entladungsstrecke im wesentlichen raumladungsfrei ist, ein großer Teil und, wenn sich vor der wirksamen Kathodenfläche eine Raumladung ausbildet, nur ein geringer Teil der elektrischen Feldlinien endet.
  • Es sind schon Kaltkathoden-Schaltröhren mit einer Kathode bekannt, deren im Bereich der Entladungsstrecke liegende Oberfläche aktiver ist als die außerhalb der Entladungsstrecke liegenden Teile. Solche Kathoden sind z. B. zylinderförmige Kathoden, deren Innenfläche aktiver als die Außenfläche ist. Bei solchen Kathoden tritt jedoch nicht zwangläufig die erstionisierende Wirkung ein, wie sie durch die Entionisi.erungselektroden gemäß der Erfindung bewirkt wird. Dies hat seine Ursache darin, daß bei den bekannten Anordnungen. wenn die Entladungsstrecke im wesentlichen raumladungsfrei ist, kein so großer Teil der elektrischen Feldlinien auf den weniger aktiven Kathodenteilen enden, daß ein ins Gewicht fallender Anteil der noch vorhandenen Ladungsträger aus der Entladungsstrecke hinausgezogen wird. Ferner übt bei den bekannten Kathoden die der Anode zugewandte Zylinderstirnfläche eine Spitzenwirkung aus, so daß auf dieser Stirnfläche, wenn die Entladungsstrecke im wesentlichen raumladungsfrei ist, die Mehrzahl der Feldlinien endet. Da diese Stirnfläche bzw. die ihr benachbarten Teile zur aktiven Kathodenfläche gehören. können die noch vorhandenen nicht aktiven Kathodenteile, da auf ihnen nur eine geringe Anzahl der Feldlinien auftritt, keine nennenswerte entionisierende Wirkung verursachen.
  • Die Entionisierungselektrode nach der Erfindung kann eine selbständige Elektrode sein. Man kann dazu aber auch einen Teil der Kathode selbst verwenden, der, wenn er weniger aktiv ist als der übrige Teil, als Hilfselektrode wirkt. An Hand dieser einfachen, alle Erfindungsmerkmale aufweisenden Ausführungsform, die in den Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt ist, werden die Erfindung sowie weitere Merkmale derselben näher erläutert.
  • In der schematischen Fig. 1 besteht die Kathode K aus einem aktiven Teil 1 mit niedriger Elektronenaustrittsarbeit und aus einem wesentlich weniger aktiven Teil 2 mit hoher Elektronenaustrittsarbeit, wobei die Teile 1 und 2 elektrisch miteinander verbunden sind. Wird nach dem Löschen einer Röhre zwischen der `mode A und der Kathode K erneut die Betriebsspannung angelegt, so verlaufen zwischen diesen beiden Elektroden die elektrischen Feldlinien 3 im wesentlichen in der dargestellten Weise. Man erkennt sofort, daß ein großer Teil der Feldlinien auf dem Teil 2 endet, was zur Folge hat, daß ein erheblicher Teil der sich zwischen Anode und Kathode befindlichen positiven Ionen auf diesen Teil hingezogen wird. Da dieser Teil voraussetzungsgemäß weit weniger aktiv als der Teil 1 sein soll, können die auf ihn auftreffenden Ionen nur wenig Elektronen auslösen; andererseits treffen aber auf den aktiven Teil 1 erheblich weniger Ionen auf, als dies ohne das Vorhandensein des Teils 2 der Fall wäre, so daß auch diese nicht die zur Aufrczliterlialtung einer selbständigen Entladung not-,vendigen Elektronen erzeugen können. Durch das Abz iehen der Ionen auf den Teil 2 wird es also bei gleicher Vorion:-sierung möglich, zwischen Kathode @@i d Anode bereits zu einer Zeit die Betriebsspannung wieder anzulegen, ohne daß die Röhre gezündet wird, l: ei der ohne diese Maßnahme infolge der Ionisation der Hauptentladungsstrecke in dieser eine selbständige Entladung hervorgerufen würde. Ebenso ist auch eine stärkere Vorionisierung zulässig, ohne daß es zur Wiederzündung kommt. Dadurch wird eine raschere Folge von Schaltungen ermöglicht, was gleichbedeutend ist mit einer verkürzten Entionisationszeit im technischen Sinn.
  • Wird nun z. B. durch eire nicht dargest°llte Start?r-#:?ektrode die Hauptentladung gezündet, so treten die in Fig. 2 schematisch dargestellten Verhältnisse auf. Solange die Entladungsstromstärke einen gewissen Betrag nicht überschreitet, bleibt die Entladung praktisch auf den aktiven Teil 1 der Kathode K beschränkt und bildet vor diesem eine Raumladung 4. Dadurch bildet sich zwischen dieser Raumladung 4 und dem aktiven Teil 1 der Kathode K ein starkes elektrisches Feld aus, demgegenüber das Feld zwischen der Anode _-1 und dem Teil 2 der Kathode K vernachläss.igl:ar ist. hur am Rande der Raumladung 4 tritt ein umvesentlicher Verlust auf, indem einzelne positive Ionen auch auf den Teil 2 der Kathode K fallen und so zur Aufrechterhaltung der Entladung weniger betra#zen als die auf den Teil 1 fallende Masse der Ionen. Bei gezündeter Glimmentladung verursachen die zusätzlichen Flächen deshalb keine merkliche Änderung rl@- Entladungszustandes, insbesondere auch keine :_,erkliche Erhöhung der Brennspannung.
  • Die entionisierende Wirkung von solchen weniger aktiven Zusatzflächen ist um so größer, je größer diese Flächen im Verhältnis zur Fläche der aktiven Kathode sind.
  • Eine ebenso gute Wirkung erhält man jedoch bei Verwendung einer Hohlkathode nach Fig. 3. In Fig. 3 befindet sich der aktive Teil 1 nur im Spalt der Kathode K, während die Seitenflügel 2 weniger aktiv sein sollen als die Fläche 1. Bei dieser Ausführung kann die aktive Fläche beliebig groß sein., da es für die erfindungsgemäße Wirkung nur noch auf das Verhältnis der Fläche 2 zur Eintrittsöffnung der Fläche 1 ankommt.
  • Als geeignet haben sich Reinmetallkathoden gezeigt, wobei insbesondere solche aus Molybdän oder Tantal gute Eigenschaften aufweisen. In vielen Fällen ist es bei diesen Kathoden bereits ausreichend, die Aktivierung, z. B. durch Zerstäubung der Oberfläche, auf einen Teil derselben zu beschränken, wobei der übrige Teil als Entionisator wirkt. Grundsätzlich müssen der aktive Teil der Kathode und die entionisierenden Flächen eine unterschiedliche Eiektronenaustrittsarbeit haben. Dies kann durch unterschiedliche Aktivierung beider Teile erreicht werden. Die Wirkung kann gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung dann noch dadurch verbessert werden, daß man den nicht aktiven Teil der Oberfläche künstlich desaktiviert. 1lan kann zu diesem Zweck auf diesen Teil der Oberfläche eine Halbleiterschicht aufbringen. Es ist aber auch möglich, diese Teile mit einem Metallüberzug zu versehen, dessen Elektronenaustrittsarbeit größer ist als die Elektronenaustrittsarbeit des aktiven Teils der Kathode, oder ganz aus einem solchen Metall herzustellen. In manchen Fällen kann eine besonders einfach herzustellende Kathode auch dadurch erreicht werden, daß nur der aktive Teil der Kathode ,ijs einer Schicht mit niedriger Austrittsarbeit besteht.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 2. Kaltkathoden-Schaltröhre mit einer Kathode, deren im Bereich der Entladungsstrecke liegende Oberfläche aktiver ist als die außerhalb der Entladungsstrecke liegenden Teile, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb der Entladungsstrecke im wesentlichen senkrecht zur letzteren verlaufende, mit der Kathode der Entladungsstrecke elektrisch verbundene Elektroden, deren Oberfläche weniger aktiv ist als die emittierende Fläche der Kathode, so angeordnet sind, daß auf ihnen, wenn die Entladungsstrecke im wesentlichen iaumladungsfrai ist, ein großer Teil, und wenn sich vor der wirksamen Kathodenfläche eine Raumladung ausbildet, nur ein geringer Teil der elektrischen Feldlinien endet.
  2. 2. Kaltkathoden-Schaltröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das entionisierende Mittel ein Teil der Kathode selbst ist, der wesentlich weniger aktiv ist als die übrige Kathode.
  3. 3. Kaltkathoden-Schaltröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere, weniger aktive Oberfläche der Kathode wesentlich größer ist als die innere aktive Oberfläche.
  4. 4. Kaltkathoden-Schaltröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode eine Eintrittsöffnung aufweist, die wesentlich kleiner ist als die der Anode zugekehrte äußere Oberfläche.
  5. 5. Kaltkathoden-Schaltröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathode eine Reinmetallkathode, insbesondere aus Modybdän oder Tantal ist, deren aktiver Teil durch Zerstäubung der Oberfläche gereinigt ist.
  6. 6. Kaltkathoden-Schaltröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht aktive Teil der Oberfläche künstlich desaktiviert ist.
  7. 7. Kaltkathoden-Schaltröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der nicht aktive Teil der Oberfläche aus einem Halbleiter besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschriften Nr. 725 685, 721973. Entgegengehaltene ältere Rechte: Deutsches Patent Nr. 963 010.
DES45163A 1955-08-12 1955-08-12 Kaltkathoden-Schaltroehre Pending DE1026877B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES45163A DE1026877B (de) 1955-08-12 1955-08-12 Kaltkathoden-Schaltroehre

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES45163A DE1026877B (de) 1955-08-12 1955-08-12 Kaltkathoden-Schaltroehre

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1026877B true DE1026877B (de) 1958-03-27

Family

ID=7485427

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES45163A Pending DE1026877B (de) 1955-08-12 1955-08-12 Kaltkathoden-Schaltroehre

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1026877B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB721973A (en) * 1952-07-29 1955-01-19 Hivac Ltd Improvements in or relating to cold cathode gaseous discharge tubes
GB725685A (en) * 1953-02-10 1955-03-09 Hivac Ltd Improvements in or relating to cold-cathode gas-discharge tubes
DE963010C (de) * 1954-12-24 1957-05-02 Siemens Ag Gas- oder dampfgefuelltes als Schaltroehre od. dgl. arbeitendes elektrisches Entladungsgefaess

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB721973A (en) * 1952-07-29 1955-01-19 Hivac Ltd Improvements in or relating to cold cathode gaseous discharge tubes
GB725685A (en) * 1953-02-10 1955-03-09 Hivac Ltd Improvements in or relating to cold-cathode gas-discharge tubes
DE963010C (de) * 1954-12-24 1957-05-02 Siemens Ag Gas- oder dampfgefuelltes als Schaltroehre od. dgl. arbeitendes elektrisches Entladungsgefaess

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3721529A1 (de) Triggerung und isolation von pseudofunkenschaltern
DE916086C (de) Gasgefuellte elektrische Entladungsroehre mit kalter Kathode
DE1922244C3 (de) Gasentladungsvorrichtung
DE3048524A1 (de) Niederdruckentladungslampe
DE2457749C2 (de) Gasentladungs-Anzeigeeinrichtung
DE3942307C2 (de)
DE1232663B (de) Hohlkathode mit einer Elektronenaustrittsoeffnung
DE1026877B (de) Kaltkathoden-Schaltroehre
DE1220008B (de) Widerstandsloeschkammer fuer Gleichstromschalter
DE1253403B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen einer Gasstroemung
DE4333441C2 (de) Entladungsröhre
DE911874C (de) Gasgefuellte Kaltkathoden-Entladungsroehre
DE954626C (de) Gasentladungsroehre mit kalter Kathode
DE819563C (de) Gasgefuellte Entladungsroehre
DE679719C (de) Gas- oder dampfgefuelltes elektrisches Entladungsgefaess
DE2025987B2 (de) Ionenquelle
DE644723C (de) Gas- oder dampfgefuelltes Entladungsgefaess zur Verstaerkung, Gleichrichtung und Erzeugung von Schwingungen
AT220254B (de) Glimmentladungszählröhre
DE1055134B (de) Kaltkathoden-Schaltroehre mit Schlitzblendensystem
AT221191B (de) Glimmentladungsröhre mit einer Hauptanode, einer Hauptkathode und einer Hilfsanode
DE889946C (de) Zuendfunkenstrecke, bei der die Zuendung durch eine Hilfsfunkenstrecke eingeleitet wird, insbesondere fuer Einrichtungen zum Pruefen elektrischer Stromunterbrecher, vorzugsweise von Hochspannungs-Hochleistungsschaltern
DE905283C (de) Elektrische Glimmroehre
AT154771B (de) Elektrische Entladungsvorrichtung.
DE1798317U (de) Kaltkathoden-schaltroehre mit schlitzblendensystem.
DE2140876A1 (de) Funkenstreckenanordnung