-
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung eines Laserstrahls
mit der mehrfachen Leistung einer Halbleiterlaserdiode, insbesondere
eines zu Showzwecken eingesetzten Laserstrahls. Sie betrifft weiter
ein Verfahren zur Erzeugung eines solchen Laserstrahls.
-
Im
Stand der Technik sind so genannte DPSS-Laser bekannt, die einen
hohen Energieverbrauch aufweisen. Diese Laser haben ein Strahlungsmaximum
bei einer Wellenlänge
von ca. 671 Nanometern. Diese Wellenlänge befindet sich nahe am Infrarotbereich
des Lichtspektrums, so dass für das
Auge sichtbares Licht mit einem solchen Laser nur mit einer hohen
Leistung erzeugt werden kann. Die
US
6 687 271 veranschaulicht, wie man einen solchen Laser
mit hoher Leistungsdichte betreiben kann.
-
Die
DE 200 10 309 U1 ,
die
WO 03/098758 A1 und
die
WO 98/13910 beschreiben
Diodenlaseranordnungen, mit der die Laserstrahlen aus mehreren Diodenlasern
koaxial überlagert
werden können.
Dabei ist nachteilig, dass bei der koaxialen Überlagerung der Laserstrahlen
durch dichroitische Spiegel Leistung verloren geht, insbesondere,
wenn die Laserstrahlen durch Mischung schon nicht mehr monochromatisch
sind.
-
In
der
US 5 463 534 wird
ein optisches System zur Erzeugung einer Lichtquelle beschrieben,
bei dem mehrere Laserstrahlen kombiniert werden. Dazu wird eine
verhältnismäßig aufwendige
Optik mit mehreren anamorphen Prismen verwendet.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es daher, eine technisch möglichst einfache Vorrichtung
zur Erzeugung von Laserlicht bereitzustellen, die preiswert herstellbar
und betreibbar und zudem flexibel nutzbar ist und deren Laserstrahl
speziell für
Showzwecke geeignet ist.
-
Darüber hinaus
ist es eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Erzeugung eines Laserstrahls bereitzustellen.
-
Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe mit dem Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
-
Eine
erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Erzeugung eines Laserstrahls weist eine Mehrzahl von Laserdioden,
die jeweils einen Einzelstrahl erzeugen und die zu einer Anzahl
von Laserdiodengruppen zusammengefasst sind, auf. Die Vorrichtung
umfasst mindestens zwei solche Laserdiodengruppen. Jeder Laserdiode
ist ein Umlenkspiegel zugeordnet, wobei innerhalb einer Laserdiodengruppe
die Umlenkspiegel derart angeordnet und ausgerichtet sind, dass
die umgelenkten Einzelstrahlen der Laserdiodengruppe parallel und
so eng zueinander geführt
sind, dass sie einen Gruppenstrahl bilden.
-
Da
die erfindungsgemäße Vorrichtung
mindestens zwei Laserdiodengruppen umfasst, erzeugt sie auch mindestens
zwei Gruppenstrahlen. Die Gruppenstrahlen können mit einer dafür vorgesehenen
Vorrichtung zu einem ersten und einem zweiten Teilstrahl kombiniert
werden. Falls die Vorrichtung nur zwei Laserdioden gruppen umfasst,
entsprechen die beiden Gruppenstrahlen bereits den beiden Teilstrahlen.
-
Da
Laserdioden Licht erzeugen, das weitgehend linear, und zwar parallel
zur aktiven Zone der Diode, polarisiert ist, sind der erste und
der zweite Teilstrahl jeweils beide horizontal oder beide vertikal polarisiert.
-
Es
ist daher weiter eine Vorrichtung zur Drehung der Polarisationsrichtung
des zweiten Teilstrahls um 90 Grad vorgesehen, so dass ein gedrehter
Teilstrahl entsteht. Da die beiden Teilstrahlen, der erste Teilstrahl
und der zweite, nunmehr in seiner Polarisation gedrehte Teilstrahl
unterschiedliche Polarisationen aufweisen, wobei ein Teilstrahl
beispielsweise vertikal und der andere horizontal polarisiert ist,
ist ein Polwürfel
zur Zusammenführung
des ersten Teilstrahls mit dem gedrehten zweiten Teilstrahl zu einem
Gesamtstrahl vorgesehen.
-
Die
Erfindung geht von der Überlegung
aus, dass eine besonders preiswert herstellbare und betreibbare
und gleichzeitig besonders flexible Vorrichtung zur Erzeugung eines
Laserstrahls die Strahlung einer Mehrzahl von Laserdioden kombinieren
sollte. Durch die Kombination der Strahlung vieler Laserdioden lässt sich
ein Laserstrahl hoher Leistung einfach und preiswert erzeugen. Bei
Ausfall einer oder mehrere Laserdioden können diese schnell und einfach ersetzt
werden. Die Vorrichtung ist somit einfach wart- und reparierbar.
Zudem lassen sich durch die Mischung von Laserstrahlen verschiedener
Wellenlänge
Strahlen mit ganz unterschiedlicher Farbwirkung für das menschliche
Auge erzeugen. Dies ist insbesondere für Vorrichtungen zur Erzeugung
von Laserstrahlen für
Showzwecke wie beispielsweise in Diskotheken wichtig, wo Strahlen
oder Bilder auf Oberflächen oder
in einen mit Rauch oder Dampf gefüllten Raum projiziert werden.
-
Die
einzelnen Komponenten der Vorrichtung sollten also möglichst
nicht technisch aufwendig und somit teuer sein. Laserdioden können in
verschiedenen Farben und Leistungsklassen erworben und in der erfindungsgemäßen Vorrichtung
eingesetzt werden.
-
Dabei
kommt der Kombination ihrer Einzelstrahlen zu einem Gesamtlaserstrahl
eine für
die Strahlleistung der Vorrichtung wichtige Bedeutung zu. Da bei
der Verwendung teildurchlässiger
Spiegel zur koaxialen Überlagerung
von Strahlen Leistung verloren geht und solche Spiegel zudem teuer
sind, geht die Erfindung einen anderen Weg. Zunächst werden die Einzelstrahlen
der Laserdioden einer Laserdiodengruppe nebeneinander gelegt und
somit einander höchstens
teilweise überlagert.
Dazu sind lediglich Umlenkspiegel erforderlich, die in geschickter
Weise so aufgebaut werden, dass die umgelenkten Einzelstrahlen parallel
und dicht beieinander liegen und einen Gruppenstrahl bilden.
-
Sollte
dies erforderlich sein, können
jedoch mehrere Gruppenstrahlen mit Hilfe eines Spiegels zu einem
ersten und einem zweiten Teilstrahl kombiniert werden. Dazu wird
dann nur eine geringe Anzahl solcher Spiegel benötigt. Sind nur zwei Laserdiodengruppen
vorhanden, entsprechen die beiden resultierenden Gruppenstrahlen
ohnehin den beiden erforderlichen Teilstrahlen.
-
Zur Überlagerung
der beiden Teilstrahlen wird ein Polarisationswürfel, auch Polwürfel genannt, eingesetzt,
der aus zwei miteinander verkitteten Rechtwinkelprismen mit einer
dielektrischen Vielfachschicht besteht. Er kombiniert zwei linear
polarisierte Teilstrahlen mit gegeneinander um 90 Grad verdrehten
Polarisationsrichtungen zu einem unpolarisierten Gesamtstrahl. Ein
solcher Polwürfel
hat den Vorteil, dass er im Gegensatz zu einem dichroitischen Spiegel
breitbandig eingesetzt werden kann, so dass die Teilstrahlen nicht
monochromatisch und auch nicht näherungsweise
monochromatisch sein müssen.
-
Damit
der Polwürfel
bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
eingesetzt werden kann, müssen
zunächst
zwei linear polarisierte Teilstrahlen mit gegeneinander um 90 Grad
verdrehten Polarisationsrichtungen vorliegen. Da die Laserdioden
alle linear polarisiertes Licht derselben Polarisationsrichtung
aussenden, muss die Polarisation eines Teilstrahls vor dem Zusammenführen zu
einem Gesamtstrahl um 90 Grad. gedreht werden.
Grundsätzlich
wäre es auch
denkbar, einen Teil der Laserdioden um 90 Grad zu drehen, also auf
die Seite zu kippen. Um einen solchen Aufbau jedoch stabil zu gestalten,
ist ein erheblicher Justageaufwand und Montageaufwand erforderlich.
-
Daher
wird die Polarisationsrichtung des zweiten Teilstrahls vor dem Zusammenführen gedreht.
Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Bei einer Ausführungsform
der Erfindung wird für
diese Polarisationsdrehung ein λ/2-Plättchen eingesetzt, das
die Eigenschaft hat, die Polarisationsrichtung von linear polarisiertem
Licht um 90 Grad zu drehen.
-
Bei
einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung ist ein Spiegelsystem zur Drehung der Polarisationsrichtung
vorgesehen. Dieses Spiegelsystem kann beispielsweise aus zwei Spie geln
bestehen, die speziell zueinander ausgerichtet sind, wobei der erste
Spiegel den zu drehenden zweiten Teilstrahl beispielsweise senkrecht
nach oben ablenkt, während
der zweite Spiegel ihn wieder in die Waagerechte nach Z + 90° umlenkt.
Mit einer solchen Anordnung lässt
sich eine Drehung der Polarisationsrichtung um 90 Grad erzielen.
-
Die
Laserdioden können
entweder alle Licht der gleichen Wellenlänge aussenden, wobei mit "der gleichen Wellenlänge" gemeint ist, dass
ihr Wellenlängenmaximum
bei der gleichen Wellenlänge
liegt.
-
Es
können
jedoch auch Laserdioden verwendet werden, die Licht unterschiedlicher
Wellenlängen
aussenden.
-
Beispielsweise
kann eine Anzahl der Laserdioden als Laserdioden ausgebildet sind,
deren Substrat die Elemente P, In, Ga und/oder Al aufweist und die "rotes" Licht mit einer
Wellenlänge
von ca. 652 nm bis ca. 664 nm, vorzugsweise von ca. 654 nm bis ca.
662 nm mit einem Maximum vorzugsweise bei 658 nm erzeugen.
-
Es
können
auch Laserdioden zum Einsatz kommen, die "blaues" Licht mit einer Wellenlänge von
ca. 401 nm bis ca. 480 nm mit einem Maximum in der Wellenlänge bei
vorzugsweise ca. 445 nm erzeugen, oder die "grünes" Licht mit einer
Wellenlänge
von ca. 505 nm bis ca. 555 nm, vorzugsweise von ca. 520 nm bis ca.
544 nm mit einem Maximum in der Wellenlänge bei vorzugsweise ca. 532
nm erzeugen.
-
Typischerweise
ist es erforderlich, die Einzel-, Gruppen- und Teilstrahlen oder
zumindest den Gesamtstrahl zu kollimieren, also zu sammeln und seinen
Strahlquerschnitt zu verringern, um eine größere Leistungsdichte zu erzielen.
Zur Kollimation des ersten und zweiten Teilstrahls und/oder des
Gesamtstrahls ist daher vorteilhafterweise ein Kollimator vorgesehen.
-
Ein
erfindungsgemäßes Verfahren
zur Erzeugung eines Laserstrahls weist folgende Schritte auf: Zunächst wird
eine Mehrzahl von Einzelstrahlen durch eine Mehrzahl von Laserdioden
erzeugt. Anschließend
werden die Einzelstrahlen mehrerer Laserdioden, die eine Laserdiodengruppe
bilden, mit Hilfe von Umlenkspiegeln zu einem Gruppenstrahl zusammengeführt, wobei
innerhalb einer Laserdiodengruppe die Umlenkspiegel derart angeordnet
und ausgerichtet werden, dass die umgelenkten Einzelstrahlen der
Laserdiodengruppe parallel und so eng zueinander geführt sind,
dass sie einen Gruppenstrahl bilden.
-
Mehrere
Gruppenstrahlen werden dann zu einem ersten und einem zweiten Teilstrahl
kombiniert, wobei der erste und der zweite Teilstrahl jeweils beide
horizontal oder beide vertikal polarisiert sind. Bevor der erste
und der zweite Teilstrahl mit Hilfe eines Polwürfels zu einem Gesamtstrahl
zusammengeführt
wird, wird die Polarisationsrichtung des zweiten Teilstrahls um
90 Grad gedreht.
-
Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
und das erfindungsgemäße Verfahren
haben den Vorteil, dass sie es erlauben, aus sehr einfachen und
preiswerten Komponenten einen Laserstrahl verhältnismäßig hoher Leistung zu erzeugen,
dessen Eigenschaften wie Farbe und Strahlquerschnitt flexibel verändert werden
können
und der deshalb beispielsweise für
Showzwecke sehr gut geeignet ist.
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden im folgenden anhand der beigefügten Figuren
näher erläutert.
-
1 zeigt
eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Erzeugung von Laserstrahlen;
-
2 zeigt Strahlprofile der Laserstrahlen gemäß 1;
-
3 zeigt
ein Spiegelsystem zur Polarisationsdrehung.
-
Die
Vorrichtung 1 zur Erzeugung von Laserstrahlen gemäß 1 weist
eine Mehrzahl von Laserdioden 2 auf. Sämtliche Laserdioden 2 können Strahlung
der gleichen Wellenlänge
aussenden, es ist jedoch auch möglich,
Laserdioden 2, die Strahlung unterschiedlicher Wellenlänge aussenden,
in der Vorrichtung 1 zu kombinieren und ihre Strahlen zu mischen.
Am besten sieht man aber einen dichroitischen Farbfilter vor, um
die Qualität
des Strahlprofils nicht zu verschlechtern.
-
Die
Laserdioden 2 sind zu mehreren Laserdiodengruppen 3 zusammengefasst.
Bei der Ausführungsform
gemäß 1 sind
insgesamt 16 Laserdioden 2 vorgesehen, die zu
vier Laserdiodengruppen 3 zusammengefasst sind. Die vier
Laserdiodengruppen 3 wiederum bilden zwei Teilvorrichtungen,
nämlich
die erste Teilvorrichtung 17 und die zweite Teilvorrichtung 18.
Es ist jedoch auch denkbar, mehr oder weniger Laserdioden 2 innerhalb
einer Laserdiodengruppe 3 vorzusehzu innerhalb einer Teilvorrichtung
zusammenzufassen. Es ist lediglich zweckmäßig bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
insgesamt zwei Teilvorrichtungen vorzusehen.
-
Jede
Laserdiode 2 erzeugt einen Laserstrahl, den Einzelstrahl 4.
Dieser Einzelstrahl ist aufgrund der Charakteristik der Laserdiode 2 weitgehend
linear polarisiert, beispielsweise horizontal polarisiert. Der Einzelstrahl 4 verlässt die
Laserdiode und trifft auf einen Umlenkspiegel 5, der ihn
umlenkt. In dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 sind
die Umlenkspiegel 5 so angeordnet, dass sie die Einzelstrahlen
gerade in einem rechten Winkel umlenken. Es ist jedoch selbstverständlich möglich, hierfür je nach
vorhandenem Platz für
die Vorrichtung 1 auch eine andere Anordnung zu wählen.
-
Dabei
sind benachbarte Umlenkspiegel derart angeordnet, dass ein umgelenkter
Einzelstrahl 6 gerade an der Kante des in Strahlrichtung
nächsten Umlenkspiegels 5 vorbeistreicht.
Auf diese Weise wird erreicht, dass alle Einzelstrahlen 4 einer
Laserdiodengruppe 3 parallel und möglichst dicht nebeneinander
gelegt werden, um einen Gruppenstrahl 7 zu bilden. Der
Gruppenstrahl 7 wird demnach nicht durch koaxiale Kombination
der Einzelstrahlen 4, sondern durch Nebeneinanderlegen
derselben erzeugt.
-
In
dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 sind
pro Teilvorrichtung zwei Laserdiodengruppen 3 vorgesehen.
Somit ergeben sich pro Teilvorrichtung auch zwei Gruppenstrahlen 7.
Um diese zu einem Teilstrahl zu kombinieren, ist ein weiterer Umlenkspiegel 19 vorgesehen,
der den einen Gruppenstrahl 7 so umlenkt, dass dieser mit
dem anderen Gruppenstrahl 7 beispielsweise mit Hilfe eines
Spiegels 9 zu einem Teilstrahl kombiniert werden kann.
Auf diese Weise erzeugt die erste Teilvorrichtung 17 einen
ersten Teilstrahl 8 und die zweite Teilvorrichtung 18 einen
zweiten Teilstrahl 12.
-
Die
beiden Laserdiodengruppen 3 der Teilvorrichtungen 17, 18 sind
jeweils zueinander höhenversetzt.
Das hat den Vorteil, dass die beiden Gruppenstrahlen 7 auf
sehr einfache Weise miteinander zu einem Teilstrahl kombiniert werden
können,
ohne das Leistung verloren geht. Vorteilhafterweise sind die Laserdiodengruppen
einer Teilvorrichtung höhenversetzt
zueinander angeordnet, so dass die durch sie erzeugten Laserstrahlen
zwar in zueinander parallelen Ebenen liegen, jedoch um eine Versatzstrecke
höhenversetzt
gegeneinander sind. Dadurch können
die Gruppenstrahlen sehr einfach kombiniert werden: es ist ein Spiegel 9 vorgesehen,
der einen der Gruppenstrahlen 7 umlenkt, während der
andere gerade über
den Spiegel 9 hinwegstreicht. Die Versatzstrecke bzw. die
Anordnung des Spiegels 9 müssen also so gewählt sein,
dass ein knappes Hinwegstreichen des einen Gruppenstrahls über den
Spiegel 9 gerade möglich
ist. Bei dieser Art der Kombination der Gruppenstrahlen zu einem
Teilstrahl geht im Gegensatz zur Verwendung von Strahlteilern keine
Leistung verloren.
-
Meist
ist es wünschenswert,
eine Laserstrahl hoher Intensität
und mit geringem Strahlquerschnitt und insbesondere mit geringer
Divergenz zu erzeugen. Dazu sind Kollimatoren 10 als Sammel-
und Bündeleinheiten
vorgesehen. Dabei kann entweder nur ein einziger Kollimator so angeordnet
sein, dass er den endgültigen
Laserstahl 16 kollimiert, es können jedoch auch die Einzel-,
Gruppen- und/oder Teilstrahlen kollimiert werden.
-
In
dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 sind
zwei Kollimatoren 10 jeweils für die beiden Teilstrahlen vorgesehen.
Auf diese Weise sind bereits die beiden Teilstrahlen kollimiert,
so dass zur Nutzung des Polwürfels 15 kein
zu großer
Justageaufwand notwendig ist. Andererseits werden aber lediglich
zwei Kollimatoren 10 benötigt und nicht mehr, wie es
der Fall wäre,
wenn bereits die Einzel- oder Gruppenstrahlen kollimiert würden. Somit
ist ein verhältnismäßig kompakter
Aufbau der Vorrichtung 1 ohne überflüssige Komponenten möglich.
-
Dies
wäre auch
mit einem einzigen Kollimator möglich,
der sich nach dem Polwürfel 15 befindet. Allerdings
ist ein großer
Polwürfel 15 teurer
als zwei Kollimatoren. Der in 1 dargestellte
Polwürfel 15 kann
auch sehr viel kleiner ausfallen als dort gezeigt.
-
Die
beiden kollimierten Teilstrahlen 8, 12 werden
mit Hilfe eines Polwürfels 15 zu
einem Gesamtstrahl 16 kombiniert. Der Polwürfel 15 ermöglicht eine
einfache koaxiale Kombination der beiden Teilstrahlen und erzeugt
zudem bei gleich intensiven Teilstrahlen einen Gesamtstrahl mit
gleichen Anteilen an horizontaler und vertikaler Polarisation.
-
Um
jedoch die Eigenschaften des Polwürfels 15 nutzen zu
können,
müssen
die beiden Teilstrahlen 8, 12 unterschiedliche
Polarisationsrichtungen aufweisen. Da alle Einzelstrahlen in diesem
Ausführungsbeispiel
horizontal polarisiert sind, sind auch die Teilstrahlen 8, 12 horizontal
polarisiert. Es ist daher notwendig, die Polarisation eines der
Teilstrahlen 8, 12 vor der Kombination um 90 Grad
zu drehen.
-
Dazu
ist in dem Ausführungsbeispiel
gemäß 1 eine
Vorrichtung 13 zur Polarisationsdrehung vorgesehen. Diese
Vorrichtung 13 kann beispielsweise ein λ/2-Plättchen sein. Es ist jedoch
auch möglich, die
Polarisationsdrehung durch ein geeignetes Spiegelsystem vorzunehmen.
Die Vorrichtung 13 erzeugt aus dem zweiten Teilstrahl 12 mit
horizontaler Polarisation einen Teilstrahl 14 mit vertikaler
Polarisation. Dieser kann nun problemlos mit dem ersten Teilstrahl 11 im
Polwürfel 15 zu
einem Gesamtstrahl 16 kombiniert werden.
-
Die 2A bis 2D zeigen
Querschnitte durch Strahlprofile der Laserstrahlen entlang den Schnittlinien
A-A, B-B, C-C und D-D aus 1 für den Fall,
dass zur Polarisationsdrehung des zweiten Teilstrahls das Spiegelsystem
gemäß 3 eingesetzt
wird. Die Strahlprofile C-C und D-D für den Fall, dass die Polarisationsrichtung
mit Hilfe eines λ/2-Plättchens
vorgenommen wird, sind in den 2E und 2F dargestellt.
-
2A zeigt
ein Strahlprofil des Gruppenstrahls 7. Dieser Gruppenstrahl 7 setzt
sich aus vier Einzelstrahlen zusammen, die jeweils aufgrund ihrer Erzeugung
durch die Laserdioden 2 einen etwa elliptischen Querschnitt
aufweisen und die mit Hilfe der Umlenkspiegel 7 parallel
und dicht nebeneinander gelegt sind.
-
2B zeigt
das Strahlprofil eines kollimierten Teilstrahls 11, 2C das
des kollimierten und durch das Spiegelsystem 25 gedrehten
zweiten Teilstrahls 14. Der Gesamtstrahl 16, dessen
Strahlprofil die 2D zeigt, entsteht aus der Zusammenführung des
ersten und des zweiten Teilstrahls. Sein Strahlprofil ist deshalb
im Wesentlichen eine Addition der Strahlprofile aus den 2B und 2C.
-
2E zeigt
das Strahlprofil des kollimierten und durch ein λ/2-Plättchen gedrehten zweiten Teilstrahls 14.
Das λ/2-Plättchen dreht
dabei im Gegensatz zu dem Spiegelsystem nur die Polarisationsrichtung,
nicht aber das Strahlprofil.
-
Das
Spiegelsystem 25 zur Polarisationsdrehung gemäß 3 umfasst
einen ersten Spiegel 21 und einen zweiten Spiegel 23.
Ein einkommender Strahl 20, der eine horizontale Polarisation
aufweist und horizontal in x-Richtung einfällt, wird durch den ersten
Spiegel 21 in einem rechten Winkel abgelenkt. Der abgelenkte
Strahl 22 fällt
in z-Richtung auf den zweiten Spiegel 23 ein und wird von
diesem wiederum abgelenkt, so dass der zweifach abgelenkte Strahl 23 in
y-Richtung orientiert ist.
-
An
dem ersten Spiegel 21 wird die Polarisationsrichtung des
einfallenden Strahls 20 nicht gedreht, an dem zweiten Spiegel 23 jedoch
wird sie um 90 Grad gedreht, so dass aus der horizontalen Polarisation
eine vertikale wird. Der resultierende Strahl 24 weist
also gegenüber
dem einfallenden Strahl 20 eine um 90 Grad gedrehte Polarisationsrichtung
auf. Zudem wird das Strahlprofil an dem zweiten Spiegel 23 ebenfalls
um 90 Grad gedreht.
-
Bei
Einsatz dieses oder eines ähnlichen Spiegelsystems 25 in
der Vorrichtung 1 gemäß 1 ist
es möglich,
die Polarisation des zweiten Teilstrahls 12 um 90 Grad
zu drehen, so dass zur Kombination beider Teilstrahlen 8, 12 die
Eigenschaften des Polwürfels 15 genutzt
werden können.
es ist zudem vorteilhaft, dass die Profile der nebeneinandergelegten Einzelstrahlen 4,
die letztlich den zweiten Teilstrahl 12 bilden, ebenfalls
um 90 Grad gedreht werden, da auf diese Weise ein homogenerer Gesamtstrahl 16 resultiert.
-
Insgesamt
benötigt
das Spiegelsystem 25 zur Polarisationsdrehung typischerweise
etwas mehr Platz als der Aufbau bei Verwendung eines λ/2-Plättchens.
Es muss zudem der Tatsache Rechnung getragen werden, dass der zweifach
umgelenkte Strahl 24 gemäß 3 in einer
anderen Ebene liegt als der Ausgangsstrahl, wobei die beiden Ebenen
gegeneinander um den Abstand a parallelverschoben sind. Der Ausgleich
dieses Höhenunterschieds
kann jedoch auf einfache Weise beispielsweise dadurch erfolgen,
dass die zweite Teilvorrichtung 18 schon in einer anderen
Höhe aufgebaut
werden kann als die erste Teilvorrichtung 17. Dies bringt
auch den Vorteil mit sich, dass der vorhandene Platz durch die Verteilung
der gesamten Vorrichtung auf zwei Ebenen besser genutzt werden kann.
-
Zur
Verdeutlichung der Darstellungen in 2 und
in 3 ist noch folgendes hervorzuheben. Die Darstellung
in 2C und 2D bezieht sich
auf die Verwendung des in 3 gezeigten Spiegelsystems.
Wenn statt dessen ein λ/2-Plättchens
bzw. Waveplate verwendet wird, dann wird zwar die Polarisationsrichtung
geändert,
aber nicht das Strahlprofil. Die Einzelstrahlen überlagern sich dann nicht kreuzweise
wie in 2D gezeigt, sondern die Einzelstrahlen
liegen aufeinander, ggf. etwas zueinander verschoben, so dass sich
trotz einer kreuzweisen Polarisation der Einzelstrahlen eine Strahlform
ergibt, die denjenigen in den 2A, 2B, 2E oder 2F entspricht.
-
Schließlich sei
noch erwähnt,
dass die in 1 gezeigten Laserdioden 2 auch
jeweils mit einem integrierten Kollimator ausgeführt sein können. Dann kann man je nach
Einsatzzweck auch auf einen Kollimator im weiteren Strahlengang
verzichten.
-
- 1
- Vorrichtung
zur Erzeugung eines Laserstrahls
- 2
- Laserdiode
- 3
- Laserdiodengruppe
- 4
- Einzelstrahl
- 5
- Umlenkspiegel
- 6
- umgelenkter
Einzelstrahl
- 7
- Gruppenstrahl
- 8
- erster
Teilstrahl
- 9
- Spiegel
- 10
- Kollimator
- 11
- kollimierter
erster Teilstrahl
- 12
- zweiter
Teilstrahl
- 13
- Vorrichtung
zur Polarisationsdrehung
- 14
- polarisationsgedrehter
zweiter Teilstrahl
- 15
- Polwürfel
- 16
- Gesamtstrahl
- 17
- erste
Teilvorrichtung
- 18
- zweite
Teilvorrichtung
- 19
- weiterer
Umlenkspiegel
- 20
- einfallender
Strahl
- 21
- erster
Spiegel
- 22
- umgelenkter
Strahl
- 23
- zweiter
Spiegel
- 24
- zweifach
umgelenkter Strahl
- 25
- Spiegelsystem
- a
- Abstand